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Menschen der Urgeschichte: Von Sammlern und Jägern zu Ackerbauern und Viehzüchtern
Die Beschäftigung mit der Urgeschichte motiviert die Schülerinnen und Schüler besonders für das neue Fach.
Die Inhalte, Methoden und Zielsetzungen des Faches und seine Grenzen können anschaulich erfasst werden.
erkennen, dass der Wechsel von der aneignenden zur produzierenden Wirtschaftsweise eine Veränderung des menschlichen Lebens im Verhältnis zur Natur bedingt und mit neuen Formen des Zusammenlebens einhergeht.
Ägypten – Hochkultur am Nil
Am Beispiel Ägyptens erkennen die Schülerinnen und Schüler, wie die Menschen unter den Lebensbedingungen in einem der großen Flusstäler eine arbeitsteilige, stark differenzierte Sozialordnung mit entsprechenden politischen Strukturen entwickelten und herausragende kulturelle Leistungen hervorbrachten.
Sie stellen fest, dass die Sozialordnung und die politischen Strukturen auf die Menschen zurückwirkten.
Hellas – Leben in der Polis
Die griechische Kolonisation bildet den Ausgangspunkt für die kulturelle Einheit der Mittelmeerwelt in der Antike.
Am Beispiel Athens zur Zeit des Perikles erfassen die Schülerinnen und Schüler die verhältnismäßig überschaubaren sozialen, politischen und ökonomischen Strukturen und Prozesse der Polis.
Sie erkennen, wie die Menschen ihr Zusammenleben in der Mischkultur des Hellenismus gestalteten.
Rom – Vom Dorf zum Imperium Romanum
verdeutlichen sich den Prozess der Entstehung des Römischen Reiches aus kleinen Anfängen.
Sie setzen sich mit den gesellschaftlichen, ökonomischen und politischen Bedingungen und Folgen der Erweiterung des Imperiums auseinander.
Sie erkennen die gegenüber der Republik veränderten Strukturen der Kaiserzeit und ihre Auswirkung auf die Lebensumstände der Menschen.
Sie erfassen die für die europäische Kultur grundlegende Bedeutung der Ausbreitung der römisch-hellenistischen Denk- und Lebensweise in den Provinzen.
Sie verstehen die Gründe für die Auflösung des Großreiches.
Sie erkennen, dass die Einheit der Mittelmeerwelt durch die Germanenreiche und die Ausbreitung des Islam zerbricht, antikes und jüdisch-christliches Erbe aber tradiert werden.
Bei der Beschäftigung mit dem Islam setzen sich die Schülerinnen und Schüler mit den Leistungen der arabischen Kultur auseinander.
Leben und Wirtschaften im Mittelalter
Zentraler Aspekt des Geschichtsunterrichts in Klasse 8 ist die politische und kulturell-geistige Herausbildung des alten Europa.
erkennen die Grundlagen der mittelalterlichen Wirtschafts- und Lebensweisen.
Sie verstehen, dass Glaube und Herrschaftsstrukturen das Leben der Menschen im Mittelalter bestimmten und setzen sich mit der mittelalterlichen Denkweise und der mit ihr verbundenen Weltsicht kontrastierend zu ihrer eigenen auseinander.
Kampf um geistliche und weltliche Herrschaft
Das Frankenreich erkennen die Schülerinnen und Schüler als Grundlage des alten Europa, indem sie die bewusste Verknüpfung der germanischen Tradition mit dem römisch-christlichen Reichsgedanken nachvollziehen.
Aus der Wechselbeziehung zwischen den Frankenkönigen und den Päpsten leiten sie den potentiellen Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Herrschaft ab.
verstehen den Konflikt zwischen geistlicher und weltlicher Herrschaft als einen politischen und religiösen Schwerpunkt mittelalterlicher Geschichte.
Sie erkennen, dass sowohl die Auseinandersetzungen des Kaisers mit dem Papst (Verhältnis „Staat"/Kirche) als auch die des Kaisers mit den Fürsten (Zentralgewalt/Territorialgewalt) bis heute in Deutschland nachwirken.
Ihnen wird bewusst, dass der heutige Kampf um die heiligen Stätten von Judentum, Christentum und Islam im Heiligen Land eine mittelalterliche Entsprechung hat.
Grundlagen der Neuzeit und Europäisierung der Welt
In dieser Unterrichtseinheit steigt der Grad komplexen Denkens, das den Schülerinnen und Schülern abverlangt wird.
Kenntnisse der alten Geschichte und solche der mittelalterlichen Geschichte müssen in Bezug gesetzt werden.
erkennen, dass Humanismus und Renaissance den mittelalterlichen Universalismus beenden.
Sie reflektieren den psychologischen Zusammenhang zwischen der Erschütterung dieses Weltbildes und Pogromen und Panikreaktionen kritisch und gegenwartsbezogen.
Sie erarbeiten das Ausgreifen der Europäer auf bisher nicht bekannte Kontinente, reflektieren die Veränderung des Weltbildes aus der Perspektive der „Entdecker" und der „Entdeckten" und beobachten die wirtschaftlichen und sozialen Folgen, die sich daraus ergeben.
Dabei erkennen sie die Grundlagen der Moderne.
Reformation und Gegenreformation: Kampf um den Glauben?
erkennen, dass die Reformation in Europa schwerwiegende religiöse, soziale und politische Konflikte auslöste, deren Folgen bis in die Gegenwart hinein andauern.
Sie erfassen den Zusammenhang zwischen Reformation, Humanismus und Renaissance.
Sie stellen fest, dass die Gegenreformation zwar zur religiösen Konsolidierung der katholischen Kirche führte, aber nicht zur Befriedung Europas beitrug.
Sie erkennen die Toleranz als eine der Grundbedingungen menschlichen Zusammenlebens.
Das Zeitalter des Absolutismus und der Aufklärung
Mit der Kenntnis des Absolutismus, den einsetzenden Veränderungen in der Ständegesellschaft und den Anfängen moderner Staatlichkeit sind den Schülerinnen und Schülern wichtige soziale und politische Voraussetzungen für ein angemessenes Verständnis der Herausbildung der bürgerlichen Gesellschaft bekannt.
Diese erfassen sie in ihren Vorformen bei der Beschäftigung mit der Entwicklung des Parlamentarismus in der englischen Geschichte.
Sie setzen sich mit dem politischen Denken der Aufklärung auseinander und betrachten die Folgen dieses Denkens am Beispiel Preußens und des amerikanischen Unabhängigkeitskampfes.
Die Französische Revolution und ihre Wirkung in Europa
In der Auseinandersetzung mit der französischen Revolution wird den Schülerinnen und Schülern bewusst, dass dieser Prozess in die bürgerliche Gesellschaft mündet.
Sie verstehen, dass durch die Revolution eine grundlegende gesellschaftliche, wirtschaftliche und politische Umorientierung in Europa herbeigeführt wird.
Sie erkennen die Grundlagen der bürgerlichen Gesellschaft (wie Menschenrechte und politische Partizipation), stellen aber auch fest, dass deren Umsetzung zu politischen und sozialen Konflikten führt, die auch die Rolle der Frau betreffen.
In der Auseinandersetzung mit der ambivalenten Herrschaft Napoleons in und über Europa erkennen die Schülerinnen und Schüler seinen Beitrag zur Modernisierung Europas, die auch zum Entstehen von Nationalbewusstsein und Nationalismus führt.
Europa zwischen Restauration und Revolution
Bei der Analyse der Bestimmungen des Wiener Kongresses wird den Schülerinnen und Schülern deutlich, dass auf der Grundlage seiner Ordnungsprinzipien eine europäische Friedensordnung geschaffen werden konnte, die Bildung liberaler Nationalstaaten jedoch unterbunden wurde.
Sie erkennen, dass dies zu den Auseinandersetzungen der Restaurationszeit führte, die in die Revolution von 1848 mündeten.
Die Reflexion der Gründe für deren Scheitern lässt die Schülerinnen und Schüler erkennen, welche Bedeutung diese Revolution für die verfassungsrechtliche und nationale Entwicklung in Deutschland hatte.
Industrielle Revolution und soziale Frage
verdeutlichen sich die Entstehungsbedingungen der industriellen Revolution in England und erkennen, dass mit der Industrialisierung ein Prozess einsetzt, der die Welt bis heute prägt und ständig verändert.
Sie lernen an konkreten Beispielen Erscheinungsformen und Auswirkungen des industriellen Durchbruchs in Europa kennen und setzen sich mit den verschiedenartigen Folgen der Industrialisierung auseinander.
Die Lösungsvorschläge für die soziale Frage verdeutlichen ihnen nicht nur die Vielschichtigkeit der Problematik, sondern auch die unterschiedlichen Sichtweisen, unter denen sie angegangen wird.
Das deutsche Kaiserreich von 1871 – Lösung der nationalen Frage?
Mit der Entstehung des deutschen Kaiserreiches lernen die Schülerinnen und Schüler den Prozess der deutschen Nationalstaatsbildung unter seinen spezifischen Bedingungen kennen.
Sie setzen sich mit dieser verspäteten Nationsbildung auseinander und erfassen die Merkmale und Probleme des Lösungsweges Bismarcks sowie dessen Folgen für das Kaiserreich.
Gleichermaßen wird das Verhältnis von deutscher Innen- und Außenpolitik reflektiert und die Stellung Deutschlands im internationalen Kräftefeld analysiert.
Imperialismus und Erster Weltkrieg
Den Schülerinnen und Schülern wird deutlich, dass imperialistische Großmachtpolitik nicht ohne Nationalstaatsbildung und Hochindustrialisierung erklärbar ist.
Sie erarbeiten Motive für diese Politik und setzen sich mit den kurz- und langfristigen Folgen der Expansion für die imperialistischen Staaten und die Kolonialvölker auseinander.
Den Wandel des Verhältnisses der Großmächte untereinander sowie entstehende Krisen erfassen die Schülerinnen und Schüler als Folgen dieser Politik und erkennen den Ersten Weltkrieg als einen entscheidenden Wendepunkt in der historischen Entwicklung: Mit dem Eingreifen der USA und der „Oktober"revolution in Russland bilden sich die neuen Großmächte heraus, die das bipolare Weltsystem bis an das Ende des 20. Jahrhunderts bestimmen.
In der Auseinandersetzung mit den Pariser Vorortverträgen wird den Schülerinnen und Schülern deutlich, inwiefern der Versuch nach 1918 eine dauerhafte neue Weltordnung zu erreichen, mit gravierenden Problemen und Konflikten belastet war.
Die Weimarer Republik 1918–1933: Demokratie ohne Demokraten?
vergegenwärtigen sich wiederholend, dass der Erste Weltkrieg einen Wendepunkt in der Weltgeschichte markiert, der die folgende Entwicklung der Weltpolitik entscheidend prägt.
Ihnen wird in der Auseinandersetzung mit der Weimarer Republik deutlich, dass die Jahre von 1918-1933 nicht auf eine bloße Vorgeschichte der Machteroberung Hitlers reduziert werden dürfen und die erste deutsche Demokratie trotz aller strukturellen Belastungen durchaus ihre Chance hatte.
Sie erfahren aber auch, welche Gefahren einer demokratischen Ordnung erwachsen können.
Diese Erkenntnisse sind die Voraussetzung für ein angemessenes Verständnis der politischen und verfassungsrechtlichen Konsequenzen, die nach 1945 bei der Ausarbeitung des Grundgesetzes der Bundesrepublik Deutschland gezogen wurden.
Deutschland und Europa in der Weltwirtschaft I: Krise und Zerfall 1914–1945
erkennen, dass die Geschichte des 20. Jahrhunderts nur dann richtig verstanden werden kann, wenn der innere Zusammenhang von politischer Geschichte und Weltwirtschaft in seiner Grundstruktur erfasst wird.
Sie erfahren in der Auseinandersetzung mit dieser Thematik, inwiefern der Grundwiderspruch zwischen wirtschaftlicher Globalisierung und nationalstaatlicher Politik die Fehlentwicklungen in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts maßgeblich bestimmt hat.
Nationalsozialismus und Zweiter Weltkrieg
In der Auseinandersetzung mit der nationalsozialistischen Diktatur erhalten die Schülerinnen und Schüler nicht nur ein hinreichendes Fundament für ein eigenständiges historisches Urteil, sondern es wird Ihnen bewusst, dass es bei diesem Thema insbesondere auch um die Frage der Verantwortung geht, der sich auch die nachfolgenden Generationen zu stellen haben.
Bei der Beschäftigung mit der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft erkennen die Schülerinnen und Schüler, dass eine radikale, totalitäre Bewegung sich im Innern und gegenüber dem Ausland menschenverachtend durchzusetzen vermag, wenn ihr nicht frühzeitig entschieden Einhalt geboten wird.
Sie erarbeiten die Mittel und Methoden, derer sich die Nationalsozialisten bedienten, um ihre Ziele zu erreichen.
erkennen, dass Rassismus, Holocaust, Vernichtungskrieg und Völkermord ideologisch begründete konstitutive Wesensmerkmale des Nationalsozialismus sind.
Ost-West-Konflikt und deutsche Frage 1945–1990
Den Schülerinnen und Schüler wird bewusst, dass die Geschichte Deutschlands und Europas nach 1945 in wesentlichen Teilen eine Folge des von Hitler entfesselten Zweiten Weltkrieges ist.
Sie erkennen die Ursachen und Auswirkungen des Ost-West-Konfliktes.
Dabei wird ihnen deutlich, dass in Westeuropa ein weitgehend selbstbestimmter politischer und ökonomischer Integrationsprozess beginnt, während sich die Sowjetisierung Ostmitteleuropas mit militärischer Gewalt und gegen den Willen der betroffenen Völker vollzieht.
Sie sehen, dass dieser gegenläufige Prozess zugleich eine fundamentale gesellschaftliche Auseinanderentwicklung im geteilten Deutschland und Europa zur Folge hat, deren Nachwirkungen bis in die Gegenwart reichen.
erkennen die historische Bedeutung der Epochenwende von 1989/90, die schließlich zur Auflösung des Sowjetimperiums führt.
In der Auseinandersetzung mit diesem Thema verstehen sie, dass die Wiedervereinigung der beiden deutschen Teilstaaten im Oktober 1990 Teil der Überwindung der Nachkriegsstrukturen und damit des grundlegenden Paradigmenwechsels im internationalen System am Ende des 20. Jahrhunderts ist.
Deutschland und Europa in der Weltwirtschaft II: Rekonstruktion und internationale Kooperation nach 1945
erfahren, wie unter dem Vorzeichen der Pax Americana nach dem Zweiten Weltkrieg die dauerhafte Rekonstruktion der liberalen Weltwirtschaft möglich wird und dass bereits hier die entscheidenden Weichenstellungen für die Globalisierung im Übergang zum 21. Jahrhundert erfolgen.
Ihnen wird zugleich klar, welche Probleme sich aus dem Entkolonialisierungsprozess für die Dritte Welt ergeben und inwieweit die europäische Integration zum erfolgreichen Wiederaufbau und zur Entwicklung der Weltwirtschaft nach 1945 beigetragen hat.