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GEFÜHLE UND BEDÜRFNISSE
Sich als Person erfahren und eigene Anliegen ausdrücken. Bewusstsein für Gemeinsamkeiten und Unterschiede entwickeln.
STÄRKEN UND SCHWÄCHEN
Was ich gut kann, was ich mir zutraue. Was ich nicht so gut kann, wovor ich mich scheue. Wenn Schwäche zur Stärke wird - und umgekehrt.
ICH BIN GELIEBT WIE ICH BIN
Jesus nimmt die Kinder an. Gott schenkt Annahme, Anerkennung, Vergebung und Heilung. Das Gebet als eine Antwort des Menschen. Segnung bzw. Taufe.
WIE ICH NOCH WERDEN KANN
Sich in anderen Rollen ausprobieren. Masken abnehmen und aufsetzen. Wenn ich ein Junge / Mädchen wäre.
WAHRNEHMUNG DER GESCHÖPFLICHKEIT
Der Mensch hat sein Leben nicht aus sich selbst. Jedes Leben dient anderem Leben. Schöpfungsberichte; Schöpfungspsalmen. Grenzen des Eingriffs in die Schöpfung.
DER AUFBRUCH IN DIE FREIHEIT
Exodus - Und wohin breche ich auf?
DER KAMPF GEGEN DIE UNTERDRÜCKER
Richter - Und gegen wen wehre ich mich?
DER AUFSTIEG ZUM KÖNIGTUM UND SEIN UNTERGANG
Königtum: Saul und Michal, David und Bathseba, Salomo, Reichsteilung, Ahab und Isebel, Zerstörung Jerusalems – Und wie gehe ich mit meiner Macht um?
DER KAMPF UM DIE GERECHTIGKEIT
Propheten - Und was ist meine Gerechtigkeit?
I Wahrnehmen
Der Mensch steht nicht der Natur gegenüber; er ist Natur. Er ist in die Zusammenhänge der Natur eingebunden, gleichzeitig auch deren Gestalter. Durch jedes Handeln greift er - häufig unbewusst - in die Natur ein. Naturgestaltung, Fortschritt, Technik erleichtern die Lebensbedingungen des Menschen; er spürt die Folgen seines Handelns aber auch lebensbedrohend. Gefährdet sind: Luft, Wasser, Erde, Tier- und Pflanzenwelt und das eigene Wohlbefinden.
II Reflektieren
Der biblische Gott befreit den Menschen zum wissenschaftlichen und technischen Umgang mit der Welt. Technik und Naturwissenschaft haben den Menschen zwar von vielen Lasten und Gefährdungen befreit, gleichzeitig kehren sich seine Schöpfungen gegen ihn. Der Mensch muss sich als Bewahrer, Ordner und Gestalter der Schöpfung verstehen; so verwirklicht er Gottes Auftrag.
III Aktiv werden
Natur erleben; Stille hören; Dunkelheit schätzen lernen; die natürlichen Rhythmen respektieren; Umweltschutz; Wasser sparen; Energie sparen; gesunde und jahreszeitgemäße Ernährung; bewusst leben; sinnvolle Freizeitgestaltung; Gottesdienste; Gebete und Meditation.
ZUSAMMENFINDEN
Ich bin in einer neuen Klasse/Gruppe. Ich gehöre einer Gruppe/einem Verein/einem Fan-Club an. Ich suche mir jemanden, mit dem ich spielen/arbeiten/ träumen kann.
ZUSAMMENLEBEN BRAUCHT REGELN
Was passiert, wenn es keine Regeln gibt? Auf welche Regeln kann man verzichten, welche sind unentbehrlich? Was mache ich, wenn Regeln missachtet werden? Wir entwerfen sinnvolle Regeln des Zusammenlebens.
GEMEINSCHAFT IN BIBLISCHER PERSPEKTIVE
Gebote regeln das Zusammenleben (Zehn Gebote [Ex 20]; Doppelgebot der Liebe [Lk 10, 25ff]); Biblische Beziehungsgeschichten (z.B.: Kain und Abel; Jakob und Esau; Mk 10, 35-45).
GEMEINSAM GEHT ES BESSER
Wir wollen etwas ändern - wie machen wir das? Öffentlichkeit herstellen, Interessen vertreten, ein Fest planen / feiern: Gemeinschaft ermöglicht neue Horizonte.
SICH ALS ANDEREN WAHRNEHMEN
Der andere als Spiegel. Eigenwahrnehmung - Fremdwahrnehmung. Wenn ich jemanden sehe, achte ich auf ...! Was andere an mir nicht sehen können, mir aber wichtig ist.
ANDERE ALS ANDERS WAHRNEHMEN / DAS BLEIBEND ANDERE
Die Angst vor dem Fremden. Andere Kulturen, andere Sitten. Niemand ist so wie ich! Gerade als Anderes ist das andere interessant. Kulturelle wie religiöse Unterschiede als Ausdruck verschiedenartiger, aber gleichberechtigter Lebensformen in einer pluralen Welt wahrnehmen.
GEMEINSAMKEIT TROTZ DIFFERENZEN
Das Fremde akzeptieren. Wir arbeiten an verschiedenen Formen der Begegnung: Kennen lernen, gemeinsam handeln, gemeinsam feiern. Wir klagen ein: Kinderrechte - Menschenrechte.
JESUS FORDERT ZUR ENTSCHEIDUNG
Die Begegnung mit Jesus als Herausforderung. (Wer waren seine Jüngerinnen und Jünger?) Jesu Botschaft als Herausforderung für heute. (Botschaft vom Reich Gottes: Gleichnisse - Wunder – Bergpredigt).
JESUS MACHT STARK
Kinder - Frauen - Arme - Kranke - Außenseiter. Wo war ihr Platz in der Gesellschaft? Wie ging Jesus mit ihnen um? Was veränderte sich für sie durch die Begegnung mit ihm?
JESUS STELLT IN FRAGE
Römer - König Herodes - Pharisäer - Zeloten. Wo war ihr Platz in der damaligen Gesellschaft? Wie verhielt sich Jesus ihnen gegenüber? Welche unterschiedlichen Reaktionen rief er bei ihnen hervor?
MENSCHEN IN PALÄSTINA ZUR ZEIT JESU
Lebensumstände / Alltag (Familie, Beruf, Kindheit, Wohnverhältnisse) - Religion (Feste, religiöse Gruppen. Kultstätten) - politische Situation (Messiaserwartung, Besatzung durch die Römer).
GEWALT IM PERSÖNLICHEN UMFELD - WAS IST GEWALT? WO BEGINNT GEWALT?
Gewalt im persönlichen Umfeld. Gewalt in den Medien. - Gewalt in der Erziehung. - Mobbing in Schule und Beruf.
GEWALT IN BIBLISCHER PERSPEKTIVE
Gott gegen Gewalt in Israel (Amos 2, 6ff.). Hoffnung auf ein Ende der Gewalt (Jes 2,4; Hos 2,20; Jes 11, 6-8). Ein Mörder als Gründer der Zivilisation (Gen 4). Keine Gewalt gegenüber Fremden! (Ex 23,9). Gewaltverzicht als Strategie (Mt 5, 38ff. - Bergpredigt).
GEWALTMINIMIERUNGSSTRATEGIEN
Seine Grenzen kennen lernen und benennen. Seine eigenen Interessen gewaltfrei artikulieren. Ich beobachte Gewalt in meiner Umgebung - wie kann ich reagieren? Schülerinnen und Schüler als Streitschlichter.
FRÖMMIGKEIT UND LEBENSPRAXIS DES ISLAM
Die 5 Glaubenspfeiler; die Moschee und das Freitagsgebet; islamische Feste; die Bedeutung der Familie und die Rolle der Frau; Gebote und Verbote; heilige Orte.
GLAUBENSLEHRE (INHALTE UND VERGLEICH MIT DEM CHRISTENTUM)
Gottesbild; der Koran; Glaubensgestalten in Bibel und Koran.
ZUR GESCHICHTE DES ISLAM
Mohammed; Ausbreitung; Gruppierungen (Schiiten, Sunniten u.a.); Fundamentalismus.
AUSEINANDERSETZUNG UND BEGEGNUNG MIT DER ISLAMISCHEN KULTUR
Beispiele aus der Geschichte; Muslime in Deutschland heute; Alltagskultur.
ZWISCHEN FREIHEIT UND ABHÄNGIGKEIT
Ich habe Bedürfnisse (Nahrung, Wohnung, Bildung, Freizeitgestaltung ...). Ich habe Bindungen (Freunde, Eltern, Verwandte, Lehrer...).
DIE BEDEUTUNG DER PEER-GROUP
Merkmale meines Freundeskreises. In der Gruppe fühle ich mich geborgen. Wer zu mir passt, erkenne ich am Outfit. Hier gehöre ich dazu. Ohne Mutprobe kommst Du hier nicht rein. Wer trinkfest ist, ist stark. Kiffen gehört bei uns einfach dazu.
WEHRET DEN ANFÄNGEN
Nur du allein schaffst es, aber du schaffst es nicht allein (Selbsthilfegruppen, Gemeinschaft, Solidarität). Informationen über Sucht (Entstehung, Verbreitung, Wirkung): Drogenberater in der Schule. Drogenberatungsstellen in der Gemeinde, in der Kirche.
WORAN DU DEIN HERZ HÄNGST, DAS IST DEIN GOTT
Zur Freiheit hat euch Christus berufen (Gal 5,1). Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid (Mt 11,28).
MÖGLICHKEITEN ZUM TEILEN IM EIGENEN LEBEN
Teilen von Zeit (Freizeit, Arbeitszeit, Lebenszeit); Teilen von Freude (Augenblicke, Feste, Freundschaften); Teilen von Leid (Sorgen, Verluste, Sprachlosigkeit); Teilen von Stärken (Wissen, Kraft, Fähigkeiten); Teilen von Besitz und Einkommen (Taschengeld, Kleidung, Auto).
AUFFORDERUNGEN ZUM TEILEN
Teilen von Zeit (Mt 20,1-16;); Teilen von Freude (Mk 6,30-44); Teilen von Leid (Mt 25, 31-46, Hiob 2,11-13); Teilen von Stärken (1 Kor 12,1-11); Teilen von Besitz und Einkommen (Dt 15, 11; Apg 2, 45); Armensteuer des Islam.
BEREITSCHAFT ZUM TEILEN IN DER GESELLSCHAFT
Teilen von Zeit (Job-Sharing; freiwilliges soziales Jahr); Teilen von Freude (Feste; Olympia; Ostern); Teilen von Leid (Amnesty International; Kirchenasyl); Teilen von Stärken (Gewerkschaften); Teilen von Besitz und Einkommen (Mister Zehnprozent; Brot für die Welt).
BEISPIEL DES TEILENS: DAS DIAKONISCHE WERK
Arbeit im sozialen Brennpunkt; Sucht- und Nicht-sesshaftenhilfe; Erziehungs- und Familienberatung; Schuldnerberatung; Behindertenwerke; Altenhilfe; Hospizbewegung.
FRÖMMIGKEIT UND LEBENSPRAXIS
Die Zeichen der Bundeszugehörigkeit (Beschneidung, der Sabbat, koscheres Essen); der jüdische Festkalender als Grund der christlichen Feste (z.B.: Pessach / Ostern); jüdisches und christliches Brauchtum bereichern einander (z.B.: Fastnacht/Purim); Gebet, Schriftstudium und unterschiedliche Vorstellungen vom Messias.
GESCHICHTE
Die jüdische Geschichte als Beispiel der im Leiden gelebten Erwählung Gottes (Prophetie); die Trennung der Urgemeinde vom Judentum; die Juden werden zu den Sündenböcken (Pogrome, Kreuzzüge); das Scheitern der jüdischen Emanzipation im christlichen Abendland.
AUSEINANDERSETZUNG UND BEGEGNUNG ZWISCHEN JUDEN UND CHRISTEN
Das jüdische Denken als ein Beitrag zur Entwicklung des menschlichen Geistes. Der Holocaust und das Lernen aus dem Holocaust. Juden heute in Deutschland und in Israel.
KERNSTÜCKE REFORMATORISCHER LEHRE
Rechtfertigungslehre; Bedeutung der heiligen Schrift; Priestertum aller Gläubigen; Kritikpunkte: Ablassstreit; Bindung von Thron und Altar; religiöse Praktiken; „Gute Werke“; Ämterkauf.
GESCHICHTE DER REFORMATION
Luthers reformatorische Entdeckung. Die theologische und politische Auseinandersetzung mit der katholischen Kirche. Die Reformation Zwinglis und Calvins.
AUFTRAG DER REFORMATION
Ecclesia semper reformanda. Laien in der Kirche, protestantische Spiritualität, weltweite Ökumene.
I Wahrnehmen
Typisch evangelisch: Konfirmation, Pfarrerin, Luther
Typisch katholisch: Papst, Zölibat, Erstkommunion
Glaubensleben: Gottesdienst, Feste, Sakramente, Kloster, Beten, Prozessionen
Kirche in der Gesellschaft: Diakonie, Misereor, Brot für die Welt, Kirchensteuer, Bildungs- und Sozialeinrichtungen, Religionsunterricht
Kirche als Institution: Landeskirche, Diözese, Vatikan, Gemeinde
Gründe für Konfessionszugehörigkeit: religiöse Sozialisation, Elternhaus, Konfessionswechsel, persönliche Glaubensentscheidung
II Reflektieren
Ordnen der gesammelten Ergebnisse nach Unterschieden, Gemeinsamkeiten, Vorurteilen
Frage nach den Ursachen von Spaltungen in den christlichen Kirchen (Vorgeschichte und Geschichte der Reformation, orthodoxe und anglikanische Kirche, Zeitalter des Konfessionalismus und 30-jähriger Krieg)
Unterschiede am Beispiel der Sakramente, Kirchenräume und des Bibelverständnisses
Der Reformator Martin Luther
Gemeinsamkeiten und Begegnungen (Bibel als Grundlage christlichen Glaubens, Ökumene, Diakonie)
III Aktiv werden in Projekten
Landkarte der Bekenntnisse (regional / weltweit)
Konfessionelle Spurensuche (Gemeinden im Ort, in der Stadt; in der Familie: Taufe, kirchliche Trauung, konfessionsverschiedene Ehen)
Ausstellung (z.B. die Bibel als Buch; christliche Persönlichkeiten, Kirche vor Ort)
Ökumenischer Parcour in der Schule (Raum der Stille, Fragestationen, Kirchenvertreter als Gäste, Ratespiele, Begegnungen mit der älteren Generation)
Kirchliche Räume und Rituale erkunden
Konfessionsgeprägte Bräuche (Fastnacht, Essgewohnheiten, Fastentraditionen)
STARS UND IDOLE DER FREIZEITKULTUR
Film- und TV-Stars; Pop-Stars; Sportidole; Wie wird man ein Idol? Durch den Tod zum Mythos (James Dean, Lady Di, Freddie Mercury).
VORBILDER AUS DER GEGENWART
Was ist ein Vorbild? Typen von Vorbildern, ihre Stärken und Schwächen. Braucht jeder Mensch ein Vorbild? Eltern als Vorbilder für ihre Kinder. Das Verhalten der Lehrerinnen und Lehrer.
VORBILDER AUS DER GESCHICHTE
Z.B.: Franz von Assisi; Elisabeth von Thüringen; Mahatma Gandhi; Albert Schweizer; Martin Luther King. Märtyrer und Opferhelden: Janus Korczak, Dietrich Bonhoeffer. Vorbilder zum Entdecken: Tojohito Kagawa, Philippo Neri, Rigobertu Menchu.
VOM VORBILD ZUM SELBSTBILD
Nachfolge: Du selbst musst die Welt ändern! Die Ethik der kleinen Schritte. Vom idealen Vorbild zum realistischen Selbstbild.
RELIGION ANTWORTET EINEM BEDÜRFNIS
Umwelt- und Zukunftsängste; Zweifel an unserer wissenschafts- und leistungsorientierten Zivilisation; Suche nach Wärme und Geborgenheit; Interesse am Religiösen und Geheimnisvollen.
RELIGION EREIGNET SICH IN VIELFALT
Begriffsklärungen (z.B. Sekte, destruktive Kulte, Guru); kulturelle Einbettungen; Geschichte - Lehre - Verbreitung; Gemeinsamkeiten und Unterschiede zu christlichen Konfessionen.
RELIGION ENTWICKELT AUCH DESTRUKTIVE ZÜGE
Manipulation, Abhängigkeitsstrukturen und Identitätsverlust, geschlossenes Weltbild, apokalyptische Vorstellungen, Tarntätigkeiten; Umgang mit Ketzern, Hexen, Juden in der Kirchengeschichte.
RELIGION STÄRKT INDIVIDUUM UND GEMEINSCHAFT
Vergleiche im Hinblick auf Menschenbild, Nachfolge, Spiritualität, Ethik, Welt- und Heilsverständnis mit biblischen Aussagen und neueren innerkirchlichen Bewegungen (Kirchentag, Taizé, Willow Creek).
REDEN VON DER LIEBE
Lässt sich Liebe definieren? (Agape, Eros, Sexus) Was sagst Du dazu? (Sprüche, Zoten, Sprachlosigkeiten) Was denken andere? (Umfeld, Medien, Mythen) Was denke ich? (Wünsche, Ängste, Erfahrungen).
AUSEINANDERSETZUNGEN IN DER LIEBE
Lieben will gelernt sein (Probleme ansprechen, Gefühle äußern, Klischees und Erwartungen in Frage stellen, Regeln verabreden). Eine Liebe ein Leben lang? (Beziehungsweisen, Treue und Eifersucht, Liebeskummer, Trennung).
ORIENTIERUNG FÜR DIE LIEBE
Was macht liebenswert? Biblische Liebesbegegnungen (Jakob und Rahel, David und Bathseba) - Doppelgebot der Liebe; Wertewandel.
DIE LUST IN DER LIEBE
Gefalle ich ihm/ihr? (Aussehen und Image). Was will ich? (Sex und Zärtlichkeit, Verhütung) Lust in der Bibel (Das Hohelied).
MISSBRAUCH DER LIEBE
Gewalt und Missbrauch. Trau Dich, nein zu sagen! (Prävention, Beratungsstellen). Liebe als Tauschgeschäft.
I Wahrnehmen – Selbstwahrnehmung
Jugendliche berichten von sich: Was macht mir Spaß? Was macht mir Angst? Was macht mich frei, was legt mich fest? Worunter leide ich? Welche Werte sind mir wichtig? Wohin soll mein Leben gehen?
I Wahrnehmen – Fremdwahrnehmung
Andere nehmen mich wahr: Mein Ich im Spiegel der anderen
Ich nehme andere wahr: Welche Menschen begeistern mich? Welche machen mir Angst? Welche lehne ich ab?
II Reflektieren – Glück und gelingendes Leben
Lebensbilder geben Kriterien für gelingendes Leben
II Reflektieren – Voraussetzung zum Glücklichsein
Vertrauenserfahrungen - Selbstannahme - Annehmen des anderen
Gottebenbildlichkeit (Gen 1, 26) - Bergpredigt (Mt 5-8) - Gleichnis von den Talenten (Mt 25, 14-30)
II Reflektieren – Enttäuschungen und Unglücklichsein haben verschiedene Ursachen
in unrealistischen Erwartungen, in Versagen, in Beziehungsverlust, in Unkenntnis, in Fehleinschätzungen
II Reflektieren – Bewältigung von Leid
Trauerarbeit - Kontakte suchen - Gebet - Botschaft der Religionen (Kreuz und Auferstehung - die vier edlen Wahrheiten des Buddhismus - Jenseitshoffnung des Islam u.a.)
III Aktiv werden in Projekten – Für sich selbst
In die Stille gehen (Meditation und Gebete) - Natur wahrnehmen - Musik hören - Körpererfahrung – Hobby
III Aktiv werden in Projekten – Für andere
Konkreter Einsatz für bedrängte Menschen, bedrohte Natur, Frieden und Gerechtigkeit
MIT GOTT REDEN
Eigene Gottesvorstellungen; Spuren Gottes im eigenen und fremden Leben; Gott soll handeln, wo Menschen nicht weiter wissen; Geborgenheit und Heil als Erwartung und Wirkung des Glaubens; Gott kann dem Leben Sinn geben; Staunen als Gottes-Erfahrung.
VOM BIBLISCHEN GOTT HÖREN
Das Bilderverbot (Ex 20,4f); Gottesnamen (Ex 3,1-15); Erfahrungen mit Gott (Dtn 10,17-20, Klgl 3,37-39); Gottes Gerechtigkeit (Hiob); Gottes Verborgenheit (Mk 15,34); Jesu Bedeutung (Joh 9; Joh 12,45).
KRITISCHE ANFRAGEN UND BEZEUGUNGEN
Warum an Gott glauben? Wie kann Gott Leid zulassen? Wer oder was ist Gott? Zeugen: Abraham, Hiob, Paulus, Bonhoeffer, Roger Schütz, Bischof Tutu, Oscar Romero.
REDEN VON SCHULD
Gewissensbildung; moralische Verfehlungen; Normverletzungen; existentielles Schuldbewusstsein; individuelle und kollektive Schuld.
WIE GEHE ICH MIT SCHULD UND SCHEITERN UM?
Verdrängen, verharmlosen, zornig werden, auf andere schieben – oder: ansprechen, aussprechen, um Verzeihung bitten?
SCHULD UND SCHEITERN IN BIBLISCHER PERSPEKTIVE
Schuld und Scheitern als Folge der Trennung von Gott. Wie zeigt sich Schuld? Wie zeigt sich Scheitern? (König Saul, Petrus).
VERGEBUNG IN BIBLISCHER PERSPEKTIVE
Vergebung als Befreiung und Heilung des ganzen Menschen (Heilung des Gelähmten, Mk 2,1-12); Gottesbegegnung ermöglicht Umkehr und rechtfertigt unabhängig von menschlicher Leistung (Zachäus).
VERGEBUNG IST PRAKTISCH
Umkehr als neue Lebensmöglichkeit (Stuttgarter Schuldbekenntnis); wem vergeben wird, der kann vergeben (Schalksknechtgleichnis); Wiedergutmachung (Aktion Sühnezeichen); Arbeit für ein besseres Leben (M. L. King, Mutter Theresa, Elie Wiesel).
ERFAHRUNGEN THEMATISIEREN
Konfrontation mit dem Sterben eines Menschen; Tod junger Leute durch Unfall; wenn Schülerinnen und Schüler töten; Bilder vom Tod und von Toten in den Massenmedien; Todeserfahrungen im Leben (Distanz, Einsamkeit, Ohnmacht, Krankheit, Trauer).
ERFAHRUNGEN BRAUCHEN BILDER
Todessymbole aus der christlichen Tradition; Begräbniszeremonien und Trauerrituale; Mythisierung des Todes Prominenter; ewige Jugend.
RELIGIÖSE AUSSAGEN
Auferstehungshoffnung (1 Kor 15); Auferstehung als Aufstand für das Leben; Deutungen von Leben und Sterben in anderen Religionen.
RELIGIONEN IN DER SCHULE
Von der eigenen Religion erzählen; der Alltag im Leben der Gläubigen verschiedener Religionen; Religiöse Gruppen in der Schule.
RELIGIONEN IN DER STADT
Religiöse Gruppen und Einrichtungen in der Stadt.
RELIGIONEN IN DER GESELLSCHAFT
Wozu dienen Religionen in der Gesellschaft? Wie können Religionen trotz ihres Anspruchs auf Wahrheit miteinander ins Gespräch kommen? Wo sind Religionen in der Bundesrepublik besonders wichtig (soziale Fragen, Werte)?
Individuelle Erfahrungen
Eigene Erfahrungen wahrnehmen, strukturieren, kritisch reflektieren und in Beziehung zu Erfahrungen anderer setzen
Identität entwickeln durch die Auseinandersetzungen mit Selbst- und Fremdbild
Fähigkeit zur Selbstkritik und Kritik ausbilden
die eigene Verantwortlichkeit und die eigenen Grenzen wahrnehmen
die Bedeutung des Glaubens für die eigene Biografie reflektieren
mit Erfahrungen von Fremdheit umgehen können, falschen Absolutheitsansprüchen widerstehen
die Frage nach dem Sinn des Lebens und ihre christliche Deutung auf eigene Lebensentwürfe und Sinnangebote der heutigen Lebenswelt beziehen
Biblisch-christliche Tradition
Grundaussagen des christlichen Glaubens verstehen: Schöpfungsglaube, Exodus, Gottesbild, Prophetie, Reich-Gottes, Kreuz und Auferstehung, Jesus Christus als Selbstoffenbarung Gottes
die Glaubenserfahrungen der Bibel und der Kirchengeschichte zu eigenen Erfahrungen in Beziehung setzen
Christliches Leben in Geschichte und Gegenwart
Die Bedeutung christlicher Traditionen von ihren Wurzeln her in Ansätzen verstehen
Glaubensaussagen in geschichtlichen Zusammenhängen und in ihrer Entwicklung sehen
Die Lehre von der Rechtfertigung als zentrale evangelische Erkenntnis kennen
Kirchen als geschichtlich gewordene und kritisierbare Gebilde verstehen
Zum Dialog mit anderen Konfessionen und Glaubenstraditionen bereit sein; Vielfalt als Bereicherung begreifen
Ethik
Christliche Grundsätze und ihre ethische Relevanz erkennen
ethische Urteilsfähigkeit ausbilden und sich dadurch zu verantwortungsvollem und solidarischem Handeln aufgefordert fühlen
die Möglichkeiten und Begrenzungen des eigenen Lebens auf christliche Ethik beziehen
Religionen und Weltanschauungen
die Frage „Was ist Religion?“ reflektieren
andere kulturelle, religiöse und weltanschauliche Deutungstraditionen kennen
andere Religionen – insbesondere Islam und Judentum – kennen und ihre Verbundenheit mit der christlichen Religion verstehen
die Bedeutung und Besonderheit von religiöser Sprache und religiöser Ausdrucksformen kennen und ihren Gebrauch kritisch reflektieren
eine religiöse Sprache entwickeln und kreativ gestalten
Erfahrungen und Einsichten anderer respektieren