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5.1 Sich etwas zutrauen. Angenommensein: Selbstvertrauen und Glaube
Menschen neigen oft zu Selbstüberschätzung oder zu Minderwertigkeitsgefühlen. Sie müssen eigene Fähigkeiten entdecken und Schwächen annehmen.
Angst vor Ablehnung und Versagen kann lähmen. Zuwendung, Zutrauen, positive Verstärkung fördern Selbstvertrauen, setzen Energien frei.
Gestalten der Bibel und Kirchengeschichte verdeutlichen, wie Selbstvertrauen auf eigenem Können und Gottvertrauen beruht (David: 1 Sam 17); sie sind auch Beispiele dafür, dass Menschen oft von Gott zu ihrer Berufung, ihrer Bestimmung hingeführt werden mussten (Propheten, Martin von Tours) bzw. trotz ihrer Unzulänglichkeiten von Gott in Dienst genommen wurden (Petrus, Paulus).
5.2 a Ehrfurcht vor der Schöpfung. Verantwortung für die Natur und Schöpfungsglaube
Riten und Gebräuche (Erntedank, Ostern u.a.) machen vertraut mit der Symbiose von Mensch und Natur.
Menschen sind in Versuchung, nur das als wertvoll anzusehen, was sie selbst geschaffen, hergestellt haben. Die Natur wird oft nicht als wertvoll erkannt, schon gar nicht als Geschenk Gottes.
Aufgrund des Angebots einer Leistungsund Konsumgesellschaft können Menschen reinem Nützlichkeitsund egoistischem Besitzdenken verfallen.
Die Natur als Ganzes lässt sich in vier Grundelementen erfahren: Erde, Feuer, Wasser, Luft.
Die Bibel beschreibt in Psalmen die Schönheit der Schöpfung (Ps 104).
5.3 Jesus von Nazaret. Sein Reden und Handeln als Frohe Botschaft
Biblische Realienkunde (Zeit und Umwelt) erhellt Jesu Leben, Botschaft und Handeln.
Jesus gerät auf Grund seiner befreienden Botschaft in Spannung zu Vorschriften und Bräuchen seiner Zeit: Sabbat - Tempelkult - Geringschätzung der Armen und Kranken - Feindschaft gegen die Heiden - Abgrenzung gegen die Samaritaner - Kaisersteuer.
Sein Verhalten verwickelt ihn in Konflikte von Gruppen der damaligen Gesellschaft: übersteigerte Gesetzestreue mancher Pharisäer - Tempelordnung der Sadduzäer - Römische Besatzungsmacht - Römerfeindschaft der Zeloten - Kumpanei der Zöllner mit den Römern.
Seine Botschaft fordert zum Wahrnehmen von Menschen heraus, die Zuwendung brauchen: Der Überfallene im Samaritergleichnis - Bartimäus - Kinder.
5.4 Gemeinsam Kirche sein. Frühe Kirche und Gemeinde heute
Die Emmausjünger erfahren den Gekreuzigten als lebendig in der Begegnung und im Erschließen der Schriften und erleben Gemeinschaft mit dem Auferstandenen beim Brotbrechen (Lk 24,13-35).
Kirche erweist sich als neuer ”Weg” (Apg 9,2), der aber auch Weg in Leiden, Verfolgung und Tod sein kann.
Die Apostelgeschichte zeichnet ein Idealbild von Gemeinde als Glaubensund Lebensgemeinschaft mit den Säulen Verkündigung, Liturgie und Diakonie.
Im heutigen Gemeindeleben sind diese ursprünglichen Säulen wiederzufinden.
Die Entstehung des Neuen Testamentes ist Fundament für die Weitergabe des Glaubens.
6.1 Mein Recht und das Recht der anderen. Gerechtigkeit und die neue Gerechtigkeit Jesu
Die Frage nach Recht und Unrecht zielt oft nur auf die eigene Position und sieht zu wenig das Recht des anderen.
Wenn alle auf ihrem Recht beharren, entstehen Konflikte.
Menschen sind blind dafür, dass ihr Recht das Recht anderer beeinträchtigt (David und Natan: 2 Sam 11,1 – 12,7; Nabots Weinberg: 1 Kön 21).
Gleichbehandlung kann auch Unrecht bedeuten.
Jesus handelt nicht nach dem Gleichheitsprinzip; er schaut auf die Person und ihre Lebensbedingungen (Zachäus: Lk 19,1-10; Berufung des Levi und Mahl mit den Zöllnern: Mk 2,13-17).
6.2 Religiöses Leben an unserem Ort. Religiöse Symbole entdecken und deuten
Die nahe Umwelt bietet eine Fülle religiöser Phänomene und Spuren des Religiösen, die traditionell christlich sind, aber zunehmend auch auf andere Religionen hinweisen.
Bei aufmerksamem Gang durch Straßen und über Wege lassen sich Symbole entdecken, die eine tiefere Bedeutung haben als funktionale Zeichen.
Menschliches Leben wird begleitet von grundlegenden Symbolen wie Haus, Tür, Wasser, Licht, Baum, Stein.
6.3 Auf Gott vertrauen. Abraham als Vater des Glaubens
Abraham und seine Nomadensippe müssen wiederholt aus ihrem Heimatland aufbrechen und einem ungewissen Ziel entgegenziehen.
Menschen erleben zu allen Zeiten Aufbruch, Flucht, Vertreibung und die Probleme der Neuorientierung.
Gott schließt einen Bund mit Abraham, verheißt ihm und seinen Nachkommen eine große Zukunft (Gen 12, 1-9; 13; 15,1-6) und lässt ihn zum Segen für alle werden.
Abraham und Sara erleben einen Gott, der sich in menschlichen Grundsituationen - Gastfreundschaft, Wunsch nach Kindern, Rettung aus Bedrängnis - zu erkennen gibt (Gen 18).
6.4 In der Nachfolge des Herrn. Eucharistie, Diakonie, Kirchenjahr
Geburtstage, Jubiläen, Gedenktage sind Anlässe zu Feiern, die Menschen zusammenführen; sie sind Zeichen der Freude und der Erinnerung und stiften Gemeinschaft.
Das Kirchenjahr lädt zum Innehalten und Feiern ein; seine Feste (Weihnachten, Ostern, Pfingsten, Marienfeste) haben ein Brauchtum, das durch Riten und Symbole gekennzeichnet ist.
Am Sonntag als ”Tag des Herrn” kommen Christen zur Feier der Eucharistie zusammen; sie feiern Leben, Tod und Auferstehung Christi. In Brot und Wein ist Christus gegenwärtig.
Kirche ist nicht nur sonntags für die Menschen da: diakonische Dienste, Beratungsdienste, Bibelund Gesprächskreise, Jugendgruppen.
7.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung
Menschen suchen nach Heilem (Freundschaft, Anerkennung, Sicherheit) und erfahren das Zerbrechen der heilen Welt in Streit, Unrecht, Intoleranz.
Falsches Verhalten wird oft verharmlost, Schuld verdrängt oder auf andere Menschen und äußere Umstände abgeschoben (Sündenbockmechanismus, Unschuldswahn).
Zu allen Zeiten haben sich Menschen in ihrem Verhalten an Maßstäben orientiert (Gebote, Regeln). Es gibt Beispiele, in denen Einzelne sich gegen den Trend nach ihrem Gewissen entschieden haben (Thomas Morus, Elisabeth von Thüringen, Franz von Assisi).
Menschen haben ein Bedürfnis nach Vergebung und Versöhnung. Im Bußsakrament erfahren die Gläubigen Lossprechung von Schuld und Sünde und Zuspruch zum Neuanfang.
7.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz
Das Wahrnehmen konkreter Lebensformen des Islam und das Gespräch mit Muslimen vermitteln Kenntnisse über wichtige Glaubensinhalte und lassen Schwierigkeiten bei der Ausübung ihrer Religion in unserer Gesellschaft deutlich werden.
Der Islam ruht auf fünf Säulen (Glaubensbekenntnis, Gebet, Almosen, Fasten, Wallfahrt), die das gesamte Leben der Muslime prägen.
Durch die Auseinandersetzung mit der Vielgötterei versteht sich Mohammed als Erneuerer des Monotheismus und steht am Anfang der Ausformulierung des Islam als Religionsgemeinschaft. Die Begegnung mit den älteren Religionen Judentum und Christentum hat ihn beeinflusst.
Das Leben Mohammeds als Vorbild und die Botschaft des Koran als Gottes Wort und Weisung regeln entscheidend Leben und Verhalten der Muslime.
Im Islam gibt es - wie in anderen Religionen - verschiedene Gruppierungen und Strömungen, deren Differenzen und Auseinandersetzungen sich auch in Deutschland auswirken.
7.3 Gott will die Befreiung. Exodus: Geschenk und Auftrag
Erzählung, Verschriftlichung und redaktionelle Bearbeitung der Exodusüberlieferung bezeugen die Heilsgeschichte Israels.
Die Symbole des jüdischen Pessachfestes haben ihren Ursprung im Exodus.
In die Exoduserzählungen hat das Volk Israel seine prägenden Glaubenserfahrungen eingebettet: Erwählung, Rettung, Bundesschluss, Gesetzgebung, Pessach, aber auch: Wüstenerfahrung, Mangel, Ungeduld, Abfall vom wahren Glauben. Die Liturgie der Osternacht greift die Exodustradition auf.
Die Erzählung der Landnahme erinnert das Volk Israel an die Erfüllung der Zusage Gottes und an seine Heimatfindung; sie mahnt zur Bundestreue (Buch Josua, besonders Kap. 23; Dtn 32,45-47).
Menschen suchen Freiheit und setzen dafür sogar ihr Leben aufs Spiel. Die Verfolgung von religiösen und ethnischen Minderheiten zeigt, dass auch heute die Freiheit immer wieder bedroht ist.
7.4 Christus bekennen. Die Sakramente der Taufe und Firmung
Menschen begeistern sich für Ideen und Idole und versprechen sich davon Anerkennung, Zugehörigkeit, Erfüllung.
Die Zugehörigkeit zur Glaubensgemeinschaft der Christen zeigt sich in der Teilnahme an Gottesdiensten und kirchlichen Veranstaltungen, am Religionsunterricht, im Gebet und Ritual, in familiärer religiöser Praxis.
Die Apostelgeschichte berichtet von der Aufbruchsstimmung des Pfingstfestes und den Erfahrungen der frühen Kirche mit der Geistsendung.
Die Symbole von Taufe und Firmung drücken die Aufnahme in die Gemeinschaft der Kirche aus und lassen ganzheitlich das Heilsangebot Gottes erfahren.
8.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit
In Wünschen, Sehnsüchten, Träumen drückt sich die Suche nach dem Ichsein aus. Das Verarbeiten von Ängsten und Problemen und die Abgrenzung von anderen sind Wege zur Selbstwerdung.
Die Einzigartigkeit des Menschen und die Einmaligkeit jedes Einzelnen sind Geschenk Gottes (Jes 43,1; 49,16).
Das grundsätzliche Angenommensein von Gott befähigt zur Annahme der eigenen Person und der Mitmenschen (Lk 15,11-32).
8.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung
Menschen machen sich Gottesbilder: zur Orientierung in der kindlichen Welt, als Ausdruck ihrer Kultur, aus Sehnsucht nach dem Ganzen und Vollkommenen.
Das Erste Testament zeigt ein vielgestaltiges Gottesbild: Vater, Mutter, König, Herr, Heerführer, Hirt, Sonne, Feuer, Licht, Wind, Henne, Adler. Es spricht wichtige Grundzüge Jahwes an: seine Unverfügbarkeit (Bilderverbot), Selbstoffenbarung, Verborgenheit und Nähe, Weggemeinschaft, Eifersucht, Schöpfung und Vollendung.
Menschen haben ihre Vorstellung von Gott in greifbaren Götzenbildern ausgedrückt (Goldenes Kalb: Ex 32). In modernen Götzen (Konsum, Sport, Medien, Technik, Schönheit, Stars, Sex) und Heilslehren (Sekten, Esoterik, Jugendkultur, Suchtverhalten) setzt sich dieses Verlangen fort.
Jesus drückt in menschlich anrührender Weise sein unmittelbares Gottesverhältnis aus (Abba-Worte, Antithesen der Bergpredigt) und veranschaulicht Gott in situativen Bildern (Bildworte, Parabeln und Beispielerzählungen, Seligpreisungen).
8.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen
Staunen und Faszination ermöglichen einen anderen Blick auf die Wirklichkeit (mit anderen Augen sehen).
Heutige und biblische Bildsprache verlangen nach Wahrnehmung, Analyse und Entschlüsselung (Sehen und Dahinterschauen).
Gleichnisse und Wundererzählungen verkünden in Metaphern, dass mit Jesus das Reich Gottes angebrochen ist.
8.4 a Auseinandersetzung in der Kirche. Von der Reformation zur Ökumene
Es gibt Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Glaubensleben, im Erscheinungsbild, in den gelebten Traditionen und in der Kirchenstruktur.
Aus den jeweils eigenen Traditionen der Kirchen erwachsen Spannungen sowohl im individuellen als auch im zwischenkirchlichen Bereich.
Die Rückbindung an die Bibel ist ein gemeinsames Anliegen der Kirchen.
Veränderung des Weltbildes, Endzeitstimmung, kirchenund weltpolitische Hintergründe sind Auslöser der Reformation.
Weitere geschichtliche Entwicklungen haben zur Bildung verschiedener Kirchen der Reformation (Lutheraner, Reformierte, Freikirchen) in Deutschland geführt.
9.1 a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück
Verliebtsein - Liebeskummer; Erfolg - Misserfolg; Anerkennung - Ablehnung sind Situationen, in denen das Lebensgefühl junger Menschen zwischen "himmelhoch jauchzend" und "zu Tode betrübt" pendelt.
Konflikte können aus der Bahn werfen und das ganze Leben in Frage stellen.
Konkurrierende Sinnangebote verleiten zum Ausprobieren verschiedener Lebenseinstellungen. Konsumismus, Suchtbefriedigung, übersteigertes Leistungsstreben, Streben nach äußerer Schönheit erweisen sich als Sackgassen.
Persönliches Glück wird oft privatistisch verengt (Fixierung auf Partnerschaft, Hobby, Erfolg), ohne dass die soziale Dimension wahrgenommen wird.
Eigenständigkeit und Angenommensein sind Lebensziele.
9.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft
Technische Entwicklungen und biologisch-medizinischer Fortschritt wirken stimulierend und faszinierend (Maschinentechnik, Computertechnik, Gentechnik, Weltraumtechnik).
Umweltzerstörung und Krieg, mangelnde Berufschancen, Manipulation durch Technik und Verwaltung lösen Ängste aus.
Konsumverhalten, Profitdenken, Konkurrenzkampf, Ausbeutung der Natur, übersteigerte Fortschrittsgläubigkeit prägen die Gesellschaft und erschweren die persönliche Lebensplanung.
Nach den biblischen Schöpfungserzählungen ist der Mensch Geschöpf Gottes und hat als dessen Ebenbild die Aufgabe, Schöpfung zu ordnen und zu bewahren (Gen 1,27ff; 2,15.19f).
9.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik
Wie andere Völker will auch Israel einen König haben (1 Sam 8,1-9) – Der Prophet warnt vor der Königsherrschaft (1 Sam 8,10-18). Gott allein ist Israels König (Ri 8,22f).
Israels Propheten und Prophetinnen sind von Jahwe - meist gegen ihren Willen - berufen und beauftragt, das Volk und den König an ihre Bundestreue zu erinnern.
Die Propheten wenden sich gegen den Missbrauch von Macht und die Ausbeutung kleiner Leute, künden aber auch von Heil (1 Kön 21).
9.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre
Arbeit prägt das Leben des Menschen in unterschiedlicher Weise: ”Arbeiten, um zu leben” oder ”Leben, um zu arbeiten”.
Durch Arbeit hat der Mensch Anteil am Schöpfungsauftrag, d.h. einerseits die Erde zu nutzen und zu gestalten (Gen 1,26ff), andererseits sie zu bebauen und zu bewahren (Gen 2,15).
Arbeitslosigkeit belastet den Einzelnen wie die Gesellschaft; Arbeitslose sind von vielen Lebensbereichen ausgeschlossen.
Personalität, Subsidiarität, Solidarität, Gemeinwohl sind die Prinzipien der katholischen Soziallehre.
Angesichts der realen Ungleichheit der Lebensverhältnisse ist es ein Gebot sozialer Gerechtigkeit, Ausgrenzungen zu überwinden und allen Menschen gleiche Chancen und gleichwertige Lebensbedingungen zu ermöglichen (Sozialwort der Kirchen, Nr.107 und 111).
10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottebenbildlichkeit
Auf Grund von Rechtsnormen und Geboten kommt in vielen Gesellschaften dem menschlichen Leben ein besonderer Schutz zu.
Jüdischer wie christlicher Glaube sehen Gott als Garanten des Lebens und den Menschen als Ebenbild Gottes (z.B. Gen 12,1-3; 22,12; Hos 6,6; Mt 4,16/Jes 9,1; 1 Kor 15).
Gesellschaften, die gewinnund erfolgsorientiert sind, unterliegen der Gefahr, dass sie behinderte, beeinträchtigte, alte Menschen als "unwertes Leben" einschätzen. Demgegenüber stehen Beispiele, wie gerade hilfsbedürftiges Leben von engagierten Menschen und sozialen Einrichtungen geschützt und gepflegt wird.
Die moderne Gesellschaft neigt dazu, Abtreibung zu legalisieren.
In einigen Ländern wird noch die Todesstrafe angewendet: sie wird mit Genugtuung für die Opfer, Vergeltung und Sühne sowie abschreckender Wirkung begründet.
Hoffnungsund Perspektivlosigkeit bringen Menschen mitunter in ausweglose Situationen, treiben sie in den Selbstmord.
10.2 Einander lieben und miteinander leben. Partnerschaft, Liebe, Treue
Einerseits vermittelt Liebe Halt, Geborgenheit und Zärtlichkeit, andererseits zerbricht Liebe oft an Eifersucht, Egoismus, Bindungsangst, Misstrauen.
In der Öffentlichkeit wird Liebe meist gleichgesetzt mit Erotik und Sexualität und medienwirksam vermarktet.
Das Hohelied der Liebe im Ersten Testament besingt in einer Folge von Gedichten die Liebe von Mann und Frau, die sich verbinden, verlieren, suchen und finden.
Nach der Anthropologie der biblischen Schöpfungserzählungen ist der Mensch als Abbild Gottes und als Mann und Frau auf Partnerschaft hin geschaffen (Gen 1,27f; 2,22-25).
10.3 Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben
Spuren für gelungenes und misslungenes Zusammenleben von Juden und Christen finden sich in Alltagssprache, Ortsgeschichte, Straßenund Familiennamen.
Im Ersten Testament ist der gemeinsame Glaube an den einen Gott, den Jesus seinen Vater nennt, begründet.
Zu allen Zeiten hat die Sonderrolle (Monotheismus, Sabbatund Speisevorschriften, Opferverweigerung) das jüdische Volk in eine Außenseiterrolle gebracht und zum Sündenbock werden lassen. Beispiele aus der Geschichte zeigen politische, religiöse, wirtschaftlich-soziale und rassistische Motive für den Antijudaismus.
10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung
Das Leiden und Sterben gerade junger Menschen wird oft als sinnlos und ungerecht empfunden. Der Tod macht fassungslos, bringt aber auch zum Nachdenken über das Woher und Wohin des Lebens.
Die Gesellschaft reagiert auf den Tod mit Verdrängung, Tabuisierung, Verharmlosung. Der Tod gehört nicht mehr zum Leben, das Sterben wird ausgegrenzt.
Die Bibel umschreibt Leid, Krankheit, Tod einerseits und Auferstehung, Leben andererseits mit Bildern von der Gottesferne und Gottesnähe (Psalmen, Ez 37,114, ntl. Wundererzählungen).
Das Kreuz ist vieldeutiges Zeichen, geliebt und gehasst.
5.1 Sich etwas zutrauen. Angenommensein: Selbstvertrauen und Glaube
Angst hat viele Gründe: Unsicherheit - Überforderung - Geringschätzung durch andere - Selbstablehnung - Alleinsein.
Selbstvertrauen entwickelt sich durch von Gott geschenktes Vertrauen. Die Bibel redet im Bild vom Glauben, der Berge versetzen kann (Mt 17,20; 21,21f), vom Vertrauen ”aufs Wort hin”, vom Tun wider besseres Wissen und trotz schlechter Erfahrungen (Lk 5,1-11; neutestamentliche und andere Berufungsgeschichten).
Biblische Beispiele geben Maßstäbe, wie Menschen aus dem Glauben heraus Versagensängste überwinden, Zutrauen zu Gott, zu sich selbst, zu Mitmenschen gewinnen und neuen Mut fassen (Petrus: Mt 14,22-33; Maria).
5.2 a Ehrfurcht vor der Schöpfung. Verantwortung für die Natur und Schöpfungsglaube
Heute, wie auch in früherer Zeit, fragt sich der Mensch nach seinem Ursprung.
Die biblische Schöpfungserzählung sieht den Menschen als Geschöpf und Ebenbild Gottes mit dem Auftrag, die Welt ordnend zu gestalten.
Gängige Maßstäbe im Verhalten gegenüber Natur und Umwelt sowie gegenüber Kultur und Technik müssen überprüft und hinterfragt werden.
Beispiele aus der (Kirchen-)Geschichte können zur Nachahmung anregen oder ein differenziertes Urteil fördern (Franz von Assisi, Albert Schweitzer).
5.3 Jesus von Nazaret. Sein Reden und Handeln als Frohe Botschaft
Für Juden ist die Tora Grundlage ihres Glaubens. Auch Jesus war strenggläubiger Jude (Mt 5,17-20). Er schätzt die Tora und die Pharisäer hoch, entscheidet sich aber auch gegen einzelne Gesetzesvorschriften für das Heil der Menschen.
Jesus ist Freund und Helfer der Armen und Kranken und fordert Gerechtigkeit und Barmherzigkeit.
Menschen entscheiden sich für die Nachfolge Jesu und sorgen sich um Arme, Kranke und Ausgegrenzte.
Jesu Beziehung zum Vater verändert das Leben der Glaubenden: Vaterunser.
5.4 Gemeinsam Kirche sein. Frühe Kirche und Gemeinde heute
In der Gemeinschaft der Kirche kann Glaubensleben erfahren und spirituelle Bereicherung erlebt werden (gemeinsames Beten, Gottesdienst, Sakramente, Feste im Kirchenjahr, soziale/diakonische Gemeindedienste).
Die Entscheidung, sich im kirchlichen Gemeinschaftsleben zu engagieren, kann unterschiedliche Gründe haben: Begeisterung, Nachahmung, Geborgenheit, Sympathie.
Viele Menschen begegnen heute dem Christentum allenfalls in kulturellen Errungenschaften (Feiertage, Feste), in Medien, Literatur, Kunst, Musik oder im schulischen Leben (Religionsunterricht, Gottesdienste).
6.1 Mein Recht und das Recht der anderen. Gerechtigkeit und die neue Gerechtigkeit Jesu
Eigenes Fehlverhalten wird oft erst aus der Distanz heraus erkannt.
Menschen, die gegen den Trend handeln, werden oft belächelt oder erfahren Widerspruch.
Die Eigenart und die Existenzbedingungen anderer zu berücksichtigen, ist Grundlage für Gerechtigkeit nach dem Maßstab Gottes (Gleichnis vom gleichen Lohn für ungleiche Arbeit: Mt 20,1-15).
6.2 Religiöses Leben an unserem Ort. Religiöse Symbole entdecken und deuten
Dinge des Alltags werden zum Ausdruck des Glaubens: Tisch - Brot - Licht - Sonne - Kreuz. Als religiöse Symbole verweisen sie auf eine andere Wirklichkeit und müssen erschlossen werden.
Auch andere Religionen drücken ihre religiöse Lebenseinstellung in Symbolen und Erkennungszeichen aus.
Das Vergleichen von Äußerungen religiösen Lebens (Versammlungsorte, Feste, Brauchtum) zeigt Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Das Kreuz als zentrales christliches Symbol drückt die Beziehung zu Jesu Leben, Tod und Auferstehung aus.
6.3 Auf Gott vertrauen. Abraham als Vater des Glaubens
Abraham erfährt seinen Gott als einen, der mitgeht und führt. Sein Gott ist mehr ein Wege-Gott als eine Orts-Gottheit wie in antiken Religionen. Das jüdischchristliche Gottesbild ist mehrdimensional: Gott als Freund, Bundespartner, Segensspender.
Abraham als Vorbild des glaubenden Menschen begreift seinen Lebensweg als von Gott geleitet und entwickelt daraus Vertrauen auf künftige Führung durch Gott. Dieses Gottvertrauen wird von heutigen Menschen oft in Frage gestellt.
An Abrahams Wertschätzung werden Gemeinsamkeiten und Unterschiede von drei Weltreligionen deutlich (Isaak-, Ismaelgeschichten in Bibel und Koran).
6.4 In der Nachfolge des Herrn. Eucharistie, Diakonie, Kirchenjahr
Kirchliche Feste sind Erinnerung an das Heilshandeln Gottes. Oft ist dies nicht mehr im Bewusstsein der Menschen (Weihnachten, Ostern).
Eucharistie und Diakonie sind Gottes-Begegnung und Gottes-Dienst; durch Gottes Dienst an uns Menschen und durch seine Begegnung mit uns erhalten wir Gemeinschaft mit ihm.
Jesus stellt in seinem Wort und Handeln die Maßstäbe der Welt auf den Kopf; Menschen, die es ihm gleichtun, müssen damit rechnen, als Narren betrachtet zu werden (1 Kor 1,18-25).
Das Leben von Heiligen zeigt oft vorbildhaft Frömmigkeit und diakonisches Handeln.
7.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung
Der Mensch hat ein Gewissen; Gewissensbildung ist eine bleibende Aufgabe.
Die Zehn Gebote und das Gebot der Gottesund Nächstenliebe sind Weisungen zu einem gelingenden Leben, Garanten des Heils.
Biblische Maßstäbe stehen oft in Spannung zu anderen Lebensregeln (”Gut ist, was nützt”; ”Do ut des").
Gott nimmt den Menschen gerade dann an, wenn er schuldig geworden ist (Gleichnisse vom Verlorenen: Lk 15; Jesus und die Ehebrecherin: Joh 8,1-11).
Vergebung und Versöhnung durchbrechen den Teufelskreis von Schuld und schaffen neue Wege in eine gemeinsame Zukunft.
7.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz
Der islamische Glaube lebt von der Ergebung in den Willen Gottes und seiner Gerechtigkeit.
Die Beschäftigung mit ausgewählten Stellen des Koran ermöglicht einen Vergleich mit dem Christentum: Gottesbild - Abraham - Mose - Jesus - Maria.
Der Koran reiht Jesus als Sohn der Maria in die Reihe der Propheten ein, deren letzter Mohammed ist. Das Neue Testament verkündigt Jesus als Sohn Gottes.
Die festen Formen des Betens, das Fasten und die Armensteuer stellen eine Anfrage an den Sinn und die Ernsthaftigkeit entsprechender christlicher Glaubenspraxis dar.
7.3 Gott will die Befreiung. Exodus: Geschenk und Auftrag
Zum Erleben der Befreiung durch Jahwe gehört unauflöslich die Verpflichtung auf sein Gesetz: Der Dekalog beginnt mit der Zusage: ”Ich bin Jahwe, dein Gott, der dich aus Ägypten geführt hat, aus dem Sklavenhaus” (Ex 20,2; Dtn 5,6); er ist vor allem Weisung zu einem befreiten Leben.
Kriterien für den Erhalt der Freiheit sind: Achtung von Leben und Eigentum, soziale Verantwortung.
Exoduserfahrungen wurden immer wieder aufgegriffen (im Babylonischen Exil: Priesterschrift und Psalmen; in den Spirituals der amerikanischen Sklaven; von den Juden im Warschauer Ghetto).
In ihrem Glaubensleben erfuhren und erfahren Menschen immer wieder die Treue ihres Gottes und gewinnen daraus Kraft und Lebenssinn (Thomas Morus, Ruth Pfau).
7.4 Christus bekennen. Die Sakramente der Taufe und Firmung
Das Bekenntnis zum christlichen Glauben fällt in der Öffentlichkeit, in der Schule, am Arbeitsplatz, im Freundeskreis oft schwer.
Die Unterscheidung der Geister verlangt bewusstes Ja-Sagen zur lebensbejahenden Botschaft Jesu und Nein-Sagen zu einengenden und lebensfeindlichen Kräften.
Mitmenschliches Handeln kann von unterschiedlichen Motiven geprägt sein. Christen fühlen sich dabei vom Wirken des Geistes Gottes geleitet.
Das Gebot der Gottesund Nächstenliebe ist eine Zumutung, birgt die Gefahr des Scheiterns, erfordert ständige Vergewisserung, Kraft und Stärke.
In der Firmung sagt der gläubige Mensch bewusst Ja zu den Gnadengaben des Geistes und entscheidet sich zur aktiven Christusnachfolge.
8.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit
Zur Herausbildung der persönlichen Meinung und zur Entwickelung von Wertmaßstäben gehört die Auseinandersetzung mit den Vorstellungen anderer.
Das Gleichnis von den Talenten ist eine Botschaft und Ermutigung, eigene Fähigkeiten zu suchen, zu akzeptieren, zu schätzen und zu vertiefen (Mt 25,1430).
In den Evangelien wird deutlich, dass Menschen durch die Zuwendung Jesu ”selbst werden”, ihren Eigenwert entdecken (Lk 7,36-50).
8.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung
Gottesbilder in den verschiedenen Kulturen sind von konkreten Erfahrungen bestimmt: der Mensch sieht sich von guten und bösen Mächten umgeben, in Gebet und Opfer sucht er Halt und Sicherheit für das Leben.
Mythen und Märchen ermöglichen einen Zugang in die Welt des Übernatürlichen, Göttlichen.
In seiner Selbstoffenbarung (”Ich bin der, der für euch da ist”: Ex 3,14) gibt sich Gott als der zu erkennen, der mit den Menschen auf dem Weg ist und sich ihnen immer wieder zuwendet.
Durch sein besonderes Verhältnis zu Gott und sein Reden über Gott setzt Jesus Maßstäbe für christliche Gottesvorstellungen (Vaterunser). Am Gottesbild Jesu scheiden sich die Geister.
8.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen
Wünsche und Bedürfnisse werden aufgenommen und geradezu ausgenutzt in Werbespots, Videoclips, Musik.
Gleichnisse stellen gängige Maßstäbe auf den Kopf und eröffnen eine neue Wirklichkeit: Neue Gerechtigkeit - Gleichnis vom gleichen Lohn für ungleiche Arbeit (Mt 20,116). Notwendigkeit, die eigenen Möglichkeiten einzusetzen - Das Gleichnis von den Talenten (Mt 25,14-30).
Jesus zeigt im Heilshandeln an Kranken und Besessenen die befreiende Wirkung des anbrechenden Gottesreiches: Befreiung von dämonischen Mächten - Die Heilung des Besessenen von Gerasa (Mk 5,1-17). Sehend werden im Glauben - Die Blindenheilung (Mt 9,27-31).
Bei der Auslegung von Wundererzählungen gilt es auch, zeitbedingte Vorstellungen zu erkennen und gegen magisches oder historisierendes Wunderverständnis abzugrenzen.
Das Reden und Tun Jesu fordert zur Entscheidung heraus: Ist die Verwirklichung des Reiches Gottes erstrebenswert, absurd, utopisch, unrealistisch?
8.4 a Auseinandersetzung in der Kirche. Von der Reformation zur Ökumene
Wie Martin Luther in seiner Situation suchen Menschen auch heute nach Sicherheiten und nach Antworten auf existentielle Fragen im Evangelium. Katholische Christen beziehen auch die Tradition der Kirche ein.
Die Grundanliegen Martin Luthers fordern zu einem Vergleich mit Positionen der katholischen Kirche heraus.
Reformen sind für die Weiterentwicklung einer lebendigen Kirche immer erforderlich.
Nach einer jahrhundertelangen Trennungsgeschichte strebt die ökumenische Bewegung ein Miteinander in Vielfalt an.
9.1 a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück
Enttäuschungen und Unglücklichsein haben ihre Ursache auch in unrealistischen Erwartungen an das Leben, an den anderen, an sich selbst.
Leben kann nur gelingen, wenn es in ihm Träume und Ziele gibt, für die es sich lohnt, Einsatz zu wagen.
In Beziehungen wie Partnerschaft, Familie, Gemeinschaften können Sinn und Lebensglück erfahren werden.
Aus Lebensgeschichten lassen sich Kriterien für ein gelingendes Leben gewinnen (Adolph Kolping, Elisabeth von Thüringen; Mahatma Gandhi, Martin Luther King).
Beispiele der Nachfolge Jesu zeigen, dass auch der Verzicht und das Aufgeben von Bindungen zu neuer Solidarität befreien und erfülltes Leben schenken können (Jüngerberufung: Mk 1,16-20 parr., Der reiche Jüngling: Mk 10,17-31, auch in ihrer Wirkungsgeschichte bei Franz von Assisi, Charles de Foucauld).
9.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft
Die Bibel spricht von der Endlichkeit des Menschen und seinem Eingebundensein in die Schöpfung (Gen 2,7; 3,19f; Ps 104).
Menschliches Handeln stößt auch dort an seine Grenze, wo es gegen die Rechte der Erde und anderer Geschöpfe verstößt.
Der jüdisch-christliche Schöpfungsglaube ruft den Menschen in die Verantwortung sich selbst, den Mitmenschen und der gesamten Schöpfung gegenüber und gibt ethische Maßstäbe vor.
Die Möglichkeiten der naturwissenschaftlich-technischen Forschung fordern auf dem Hintergrund des Schöpfungsauftrags zur Stellungnahme auf.
9.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik
Soziale Ungerechtigkeit, Machtmissbrauch, Leben auf Kosten anderer und der Zukunft müssen zu allen Zeiten mit Widerspruch und prophetischer Kritik rechnen.
Propheten orientieren sich am Willen Gottes. Sie suchen nicht äußere Erfolge, scheuen nicht die Auseinandersetzung und müssen daher mit Misserfolg und Scheitern rechnen (Mk 12,1-12; Mt 23,34-38).
Prophetisches Handeln bezieht seine Kraft aus visionärem Charisma.
Der Leitgedanke des konziliaren Prozesses ”Frieden - Gerechtigkeit - Bewahrung der Schöpfung” ist eine Grundidee heutigen prophetischen Handelns.
9.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre
Zur Arbeit verurteilt - zur Arbeit berufen: eine eigene Einstellung zur Arbeit muss gefunden werden.
Wirtschaftskrisen, Globalisierung und das Erreichen der Grenzen wirtschaftlichen Wachstums verschlechtern das gesellschaftliche Klima und erschweren solidarisches Handeln.
Die Aufmerksamkeit für die Situation der Notleidenden und Unterdrückten ist Antwort auf die Solidarität Gottes in Jesus Christus (Lk 10,25-37); dennoch fällt einer reichen Kirche in einem reichen Land und den einzelnen Christen die Option für die Armen in unserer Wohlstandsgesellschaft schwer (Mt 25,31-46).
10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottebenbildlichkeit
Eine Entwicklung des Tötungsverbots ist im Alten Testament ablesbar, wobei immer "feinere" ethische Maßstäbe zu Grunde gelegt werden: von der mehrfachen Blutrache zur einfachen Vergeltung (Gen 4,15; Ex 21,23ff) - vom Schutz des Volksbzw. Glaubensgenossen zur Fremdenliebe (Lev 19,18; 19,33f).
Jesus verschärft das Tötungsverbot in den Antithesen der Bergpredigt (Mt 5,2122; 38-45).
Biblische und profane Texte zeigen, dass Gewalt immer Gegengewalt erzeugt. Der Kreislauf der Gewalt ist nur durch Gewaltverzicht, Opferbereitschaft, Nächstenliebe zu durchbrechen.
Auf Grund seiner Geschöpflichkeit darf der Mensch nicht über sein Leben verfügen, sondern ist in die Verantwortung gerufen, sein Leben als geschenkte Freiheit zu akzeptieren und zu gestalten.
Christliche Ethik kann aktive Sterbehilfe nicht gutheißen.
10.2 Einander lieben und miteinander leben. Partnerschaft, Liebe, Treue
Eigene und gegenseitige Wahrnehmung der Gefühle und Gespräche helfen zur Klärung und Vertiefung der Beziehung.
In gegenseitiger Achtung und Zärtlichkeit wächst das Sich-Verstehen und Vertrautwerden.
Die Entfaltung der unterschiedlichen Dimensionen von Liebe in 1 Kor 13 ist eine Herausforderung für die Gestaltung der Partnerschaft.
Liebe und Treue gewinnen nach christlichem Verständnis ihre Lebendigkeit nicht allein aus sich heraus, sondern im Vertrauen auf Gott.
In den Symbolen des Ehesakraments versprechen die Partner, sich ein Leben lang gegenseitig die Liebe zu schenken, zu der Gott den Menschen in seinem Bund berufen hat. Ehelosigkeit aus Verzicht und als völlige Hingabe an Gott ist eine spirituell begründete Lebensform.
10.3 Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben
Im jüdischen Glauben und Leben ist die Wurzel des Christentums zu entdecken.
”Der Glaube Jesu eint uns, der Glaube an Jesus trennt uns” (Schalom Ben Chorin): An den entscheidenden Punkten der Verkündigung Jesu (Gottesverhältnis, Stellung zu Tora und Kult, Endzeitvorstellungen) zeigt sich dessen Verankerung im Judentum, an der Anerkennung seiner Messianität scheiden sich die Geister.
Der neuzeitliche Antisemitismus konnte auf Formen des historisch gewachsenen christlichen Antijudaismus zurückgreifen und ihn für seine Zwecke ausnutzen.
Erst das Wahrnehmen der Schoa hat bei den Christen eine Neubesinnung auf ihr Verhältnis zum Judentum in Gang gesetzt und einen christlich-jüdischen Dialog ermöglicht (II. Vaticanum, ”Nostra aetate” und Folgedokumente).
Juden und Christen trägt eine gemeinsame Hoffnung und Verheißung für die Welt: der Glaube an die eine Schöpfung und die Sorge um ihre Erhaltung, die Hoffnung auf das Reich.
10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung
In den Klagepsalmen äußern Menschen ihre tiefe Verzweiflung, ja ihren Zweifel an Gott, gleichzeitig aber auch ihre Hoffnung und Gewissheit der Rettung durch Gott (Ps 22).
Die Passionsberichte zeigen Jesus als einen, der leidet, und als den, der das Leid im Vertrauen auf Gott annimmt (Mk 15,34; Lk 23,46). Christen ziehen zu allen Zeiten aus dieser Erkenntnis Trost und Hoffnung in schwieriger Lebenslage (Isenheimer Altar, Krankensalbung, Sepulkralkultur).
Im Glauben an die Auferweckung Jesu bekennen sich die ersten Christen zu Gott, der das Leben will. Für den gläubigen Menschen wird die christliche Botschaft zur Gewissheit, die auch sein irdisches Leben verändern kann.
Auferstehungsähnliche Erfahrungen mitten im Leben verstärken die Hoffnung auf Rettung (2 Kor 1,8-11). Das Gebot der Nächstenliebe fordert zum Widerstand gegen alle Formen von Leid auf.
Die Konsequenz des Glaubens an die Auferweckung Jesu ist die Verkündigung der Liebe Gottes an alle Menschen in Mission, Diakonie und Liturgie.
5.1 Sich etwas zutrauen. Angenommensein: Selbstvertrauen und Glaube
In Gebeten (Klagepsalmen) bringen Menschen ihre Unfähigkeit zum Ausdruck und bitten Gott um Trost und Hilfe, zeigen sich aber gleichzeitig von unerschütterlichem Gottvertrauen getragen.
Im schulischen Zusammenleben (Gesprächsverhalten, Rollenund Interaktionsspiele) können Selbstwertgefühl und Vertrauen gestärkt werden: anderen die eigenen Gefühle mitteilen, Formen der Angst verstehen und nachvollziehen, anderen Mut zusprechen statt sie abzuwerten.
Menschen gewinnen Selbstvertrauen, indem sie die eigenen Fähigkeiten ausbauen und ihre Talente zeigen (Das Gleichnis vom anvertrauten Geld: Lk 19,11-27).
5.2 a Ehrfurcht vor der Schöpfung. Verantwortung für die Natur und Schöpfungsglaube
Das Entdecken seiner eigenen Schöpfungsspiritualität befreit den Menschen von der Versuchung, sich zum Maßstab aller Dinge machen zu müssen. Es verleiht ihm die Einsicht, dass jedes Geschöpf seine eigene Würde hat und gibt ihm Anstöße zum Handeln.
An Beispielen - auf dem Weg der Erkundung oder auch des meditierenden Erschließens - lassen sich Wunder der Natur bewusst machen.
Aus dem Schöpfungsauftrag ergibt sich die Notwendigkeit zu umweltbewusstem Handeln.
5.3 Jesus von Nazaret. Sein Reden und Handeln als Frohe Botschaft
Im handelnden Umgang mit den Vaterunser-Bitten wird deutlich, dass sich das christliche Gottesbild an Jesu Vaterbild orientiert (Bilderfries, Gestaltung durch Gebärden).
Das Angenommensein von Gott wird zum Motiv für die Entwicklung menschenfreundlicher Umgangsformen in der Lerngruppe.
Die Nachfolge Jesu fordert immer wieder zur Änderung des Lebensstils und zu caritativem Handeln heraus: Sternsinger, Kinderfastenaktion.
5.4 Gemeinsam Kirche sein. Frühe Kirche und Gemeinde heute
Das Ideal von Glaubensund Lebensgemeinschaft muss neu erfahrbar gemacht werden: Im Religionsunterricht, in schulischen Projekten und in Schulgottesdiensten kann Glaubensgemeinschaft erlebt werden.
Durch Begegnung (Besuch von Kirchen, Gemeinden, Klostergemeinschaften, religiöse Freizeiten, Katholikentage) wird an praktiziertes Glaubensleben herangeführt.
In zeitgemäßen Formen von Gottesdienst und Gemeindeleben kann die befreiende Kraft christlicher Gemeinschaft deutlich werden (neue Lieder, Jugendgottesdienste, Basisgruppen, Bibelkreise, diakonische Projekte).
6.1 Mein Recht und das Recht der anderen. Gerechtigkeit und die neue Gerechtigkeit Jesu
Das Handeln nach Mt 7,12 erweist sich als Kriterium für gerechten Umgang miteinander.
Handeln nach biblischen Gerechtigkeitsmaßstäben erfordert den Mut, sich in Frage stellen zu lassen, Formen der Benachteiligung anderer wahrzunehmen und beseitigen zu helfen. Die Bereitschaft so zu handeln kann ansteckend wirken und schafft neue Lebensmöglichkeiten.
Gerechtigkeit in christlichem Sinn bedeutet, auch im Alltag Rechtsansprüche aufzugeben und Gnade vor Recht ergehen zu lassen.
6.2 Religiöses Leben an unserem Ort. Religiöse Symbole entdecken und deuten
Sehen, Hören, Fühlen werden gefördert durch Einübung in die Stille.
Durch Einladung von Vertretern anderer religiöser Gemeinschaften in den Unterricht bzw. bei Unterrichtsgängen zu religiösen Orten und Zentren kommt es zu authentischen Begegnungen.
Begegnung dient der besseren Kenntnis, dem Überwinden von Vorurteilen, dem Entwickeln von Toleranz und der Verbesserung der Beziehungen.
Die Gestaltung eines gemeinsamen Kalenders der religiösen Feste bereichert das Schulleben.
6.3 Auf Gott vertrauen. Abraham als Vater des Glaubens
Im Schulalltag ist die Erfahrung von Verlässlichkeit und Treue bedeutsam.
Es ist lohnend und bereichernd zu erkunden, wie lebendig Abraham als Glaubensvorbild in der religiösen Tradition der drei monotheistischen Religionen ist: Bildliche Darstellungen, Legenden, Gebete, Lieder, Brauchtum (z. B. islamisches Opferfest).
Im Nachvollzug von Wallfahrten wird erlebbar, dass Glaubende der abrahamitischen Religionen sich als ”Menschen unterwegs” begreifen.
6.4 In der Nachfolge des Herrn. Eucharistie, Diakonie, Kirchenjahr
Feste und Feiern gehören im Sinne eines Jahresfestkreises zu den Ritualen des Schullebens.
Die Eucharistie leitet dazu an, im Alltag aufeinander zuzugehen und miteinander zu teilen. Im Sakrament lädt Jesus Christus selbst zur Begegnung mit ihm ein.
Aktive Teilnahme am Leben der Gemeinde hält das Glaubensleben wach und gibt Kraft zu persönlichem Engagement im Dienst am Nächsten.
7.1 Schuld und Vergebung. Gewissen, Umkehr, Versöhnung
Durch Überprüfung des eigenen Sprachverhaltens eine Sensibilität für die Verletzung anderer zu entwickeln, trägt zur Gewissensbildung bei.
Menschen erfahren Befreiung durch Vergebung und fühlen sich neu angenommen (Vergebungsund Versöhnungsgeschichten im Alltag).
Das Bußsakrament und weitere Formen der Sündenvergebung sind auf das Heilsein des Menschen ausgerichtet.
Vergebung und Versöhnung lassen sich in Symbolen, Gesten und Worten ausdrücken.
7.2 Dem Islam begegnen. Auseinandersetzung und Toleranz
Der Besuch von Moscheen, Kulturzentren oder Ausstellungen und die Begegnung mit Muslimen im Unterricht fördern das Verständnis zwischen den Religionen.
Schulische Projektveranstaltungen wie "Muslime in unserer Schule/Stadt" ermöglichen neue Begegnungen und wecken Interesse für andere Menschen und ihre Überzeugungen.
7.3 Gott will die Befreiung. Exodus: Geschenk und Auftrag
Visionen von einer Welt, in der Freiheit weitergeschenkt wird, können entwickelt werden.
Menschen setzen sich in religiösen und humanitären Organisationen für Unterdrückte und Verfolgte ein. Gespräche mit Vertretern von Menschenrechtsorganisationen (Amnesty International, Internationale Gesellschaft für Menschenrechte, Pax Christi, Pro Asyl) und Teilnahme an deren Aktivitäten vermitteln heutige Exoduserfahrungen.
7.4 Christus bekennen. Die Sakramente der Taufe und Firmung
Geistesgegenwärtiges Handeln heißt: Gestaltung von mitmenschlichen Beziehungen. Es gilt, Sensibilität für die Bedürfnisse des Mitmenschen zu entwickeln durch Bereitschaft zum Zuhören, Zurücknahme der eigenen Person, Verständnis durch Worte und Gesten.
Aktivitäten in der Gemeinde (Gruppenleiter, Besuchsdienste) und in der Schule (Schülervertretung, Klassenämter, Hausaufgabenhilfe) sind wichtige gemeinschaftsfördernde Dienste.
Besuche und Mithilfe in Behinderteneinrichtungen, Aktionen mit Behinderten sind gelebte Nächstenliebe.
Die Mitgestaltung von Schulgottesdiensten, Gebetszeiten und religiösen Formen wie Meditation und Besinnungstage sind Ausdruck christlichen Bekenntnisses in der Schulgemeinschaft.
8.1 Ein eigener Mensch werden. Entwicklung der Persönlichkeit
Durch den Weg nach innen kann Selbstwertgefühl gefestigt werden.
Spielerisch kann an Fallbeispielen die Standortfindung erprobt werden.
8.2 Gottesbilder im Leben der Menschen. Menschliche Vorstellungen und Offenbarung
Der Wandel der Gottesbilder dokumentiert sich in der Kunst (Kirchen und Museen). Ein Überblick über diese Entwicklung regt zur kreativen Umsetzung der eigenen Gottesvorstellungen an (Bilder, Collagen, Skulpturen, Legebilder) und bewahrt vor Fixierung und Einseitigkeit.
Die Vermarktung des Religiösen (in der Werbung) und die Profanisierung religiöser Kultformen (in Sport und Popszene) können aufgespürt und dargestellt werden.
8.3 Die Botschaft vom Reich Gottes. Gleichnisse, Wundererzählungen
Gleichnisse und Wundererzählungen schenken Zuversicht und Hoffnung und ermutigen zu neuem Handeln: „Dann geh und handle genauso!“ (Lk 10,37). Dies kann in der Aktualisierung eines Gleichnisses verdeutlicht werden.
Christen versuchen in ihrem Alltag und besonders in der Begegnung mit Kranken, Alten, Behinderten, Abhängigen immer wieder, das Reich Gottes zu leben.
8.4 a Auseinandersetzung in der Kirche. Von der Reformation zur Ökumene
Beispiele für ökumenisches Miteinander (Arbeitsgemeinschaft Christlicher Kirchen, Weltgebetstag) können in der jeweiligen Region aufgespürt werden.
Gemeinsame Projekte im Religionsunterricht fördern das Verständnis füreinander.
Weltweite Bewegungen schließen auch die anderen Konfessionen und Religionen mit ein (Konziliarer Prozess, Weltkirchenrat).
9.1 a Sehnsucht nach einem erfüllten Leben. Sinn und Lebensglück
Maßstäbe zur Lebensorientierung und Konsequenzen für die Lebensgestaltung können aus dem Abwägen von Wertvorstellungen entwickelt werden.
Beispiele von heutigen Menschen, die durch Verzicht auf gängige Werte tiefere Sinnerfüllung finden, werden zur Anfrage an die eigene Lebensplanung und fordern zur Stellungnahme bzw. Nachahmung heraus (sozialer Friedensdienst; Entwicklungshilfe; freiwilliges soziales/ökologisches Jahr; Pflegedienste).
Stille, Meditation, Gebet, Gottesdienst können Kraftquellen für das Leben sein.
9.2 Darf man alles, was man kann? Fortschritt und menschliche Zukunft
Besuche von technischen Einrichtungen und Forschungsinstituten und kritische Beobachtung des technischen Fortschritts in Medien sensibilisieren für einen verantwortungsbewussten Umgang mit der Schöpfung.
Der Mensch soll mitbauen am "Haus der Welt": sich für Frieden, Menschenrechte, Erhaltung der Schöpfung einsetzen.
Durch Projekte und Initiativen versuchen Christen in kleinen Schritten den Schöpfungsauftrag zu realisieren (Konziliarer Prozess).
9.3 Königtum und Prophetie. Macht und Kritik
Die Leistung von Menschen, die sich für den Frieden engagieren, kann beispielhaft wirken (”Galerie” von Friedensnobelpreisträgern).
Aktionen für Verfolgte sind Formen prophetischen Handelns (Briefaktion von Amnesty International).
Gegen Missstände im persönlichen und schulischen Umfeld können prophetische Handlungsmuster (Zeichenhandlungen) erarbeitet und realisiert werden.
9.4 Arbeiten müssen – arbeiten dürfen. Herausforderung für die katholische Soziallehre
Gespräche mit kirchlichen Sozialverbänden und Initiativgruppen gegen Arbeitslosigkeit machen auf gesellschaftliche Probleme aufmerksam; dabei werden beispielhaft Lösungswege erkennbar.
„Arbeiten müssen - arbeiten dürfen” wird im Zusammenhang mit dem schulischen Betriebspraktikum thematisiert.
10.1 Verantwortung für das Leben. Menschenwürde und Gottebenbildlichkeit
Die Darstellung von Gewalt in den Medien führt zu einer Abstumpfung. Sensibilisierungsideen wirken dem entgegen.
Menschen in der Nachfolge Christi machen sich zum Anwalt für das Leben.
Beratungsstellen bieten Menschen in schwierigen Lebenssituationen Rat und Hilfe.
Die Hospizbewegung ist ein Beispiel für menschenwürdige Sterbebegleitung.
10.2 Einander lieben und miteinander leben. Partnerschaft, Liebe, Treue
Aktives Zuhören, Achtsamkeit auf die Gefühle des anderen, Vertrauen und gegenseitige Wertschätzung lassen sich einüben.
In der Begegnung mit Verantwortlichen für Ehevorbereitungskurse können Jugendliche Anregungen bekommen für gelingende Partnerschaft.
Die Darstellung von Ehe und sexueller Partnerschaft in den Medien beeinflusst die eigenen Vorstellungen; konstruktive Kritik hilft zur Klärung.
Das Gespräch mit Priestern und Ordensleuten macht die Motive und die Plausibilität ihrer Lebensform verständlicher.
10.3 Juden und Christen – eine leidvolle Geschichte. Geschwister im Glauben
Das Erkennen und Aufarbeiten von unterschwelligen und klischeehaften Antijudaismen in Liedern, Gebeten, bildlichen Darstellungen, Redensarten ist eine bleibende Aufgabe.
Projekte wie ”Jüdisches Leben in unserer Stadt einst und jetzt” dokumentieren die Spuren gemeinsamer deutsch-jüdischer Geschichte vor Ort (Straßen, Wohnviertel, Geschäfte, Friedhof, Synagoge, Bethaus, Stiftungen).
Die Kenntnis jüdische Bräuche, Sitten und Feste schärft den Blick für Gemeinsamkeiten und Unterschiede.
Wachsamkeit gegenüber neuem Antisemitismus und das Gespräch mit Juden helfen Mauern abzubauen und tragen zur ”Entfeindung” und Versöhnung bei.
10.4 Vom Tod zum Leben. Leiden, Kreuz und Auferstehung
Auferstehung im Leben ereignet sich überall da, wo Menschen Ängste überwinden, die Enge sprengen, Mauern einreißen, Ungerechtigkeiten abbauen, gegen den Strom schwimmen, gegen Widerstände und Unzulänglichkeiten vorgehen, Glück und Freude zum Durchbruch verhelfen.
In den Werken der Barmherzigkeit wird der Glaube an die Auferstehung erfahrbar (Aktion „Woche für das Leben“).
Das Kreuz wird in der Kunst verschieden gedeutet; eigene Darstellungen geben ihm eine persönliche Bedeutung.