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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Freizeit
inhaltsbezogen
5.3 Medienkonsum
10
Entwicklungsbezogene Kompetenzen
11
1.1 Freie Zeit erleben
12
1.2 Freizeit planen
19
2.1 Freizeitaktivitäten im Alltag nutzen
20
2.2 Ausflüge und Reisen unternehmen
13
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
5.3 Medienkonsum
fremdbestimmte Zeit in Arbeit oder Schule
zweckgebundene Zeit mit Tätigkeiten wie Essen, Schlafen und Kochen
eigentliche Freizeit Freizeit ist gekennzeichnet durch freie Wahlmöglichkeiten, eigene Initiative und individuelles Handeln. Freizeit bietet Raum für die Erfüllung vielfältiger Bedürfnisse:
Erholung und Entspannung
Ausgleich und Vergnügen
Selbsterfahrung und Selbstbesinnung
Kommunikation und Geselligkeit
Teilnahme am gesellschaftlichen und kulturellen Leben
kreative Entfaltung
lebenslanges Lernen Schulzeit ist keine Freizeit. Es gibt zwar mitunter Wahlmöglichkeiten, im Vordergrund stehen aber Arbeitsaufträge und Verpflichtungen. Dennoch ist das Fach Freizeit für die persönliche Entwicklung sowie für die soziale Eingliederung bedeutsam und berücksichtigt den Charakter von Freizeit. Jugendliche lernen unterschiedliche Aspekte von Freizeit kennen und erweitern ihre Möglichkeiten, freie Zeit nach eigenen Bedürfnissen zu gestalten. Die Angebote orientieren sich dabei auch am Freizeitverhalten Gleichaltriger und tragen zur Entwicklung individueller, altersgemäßer Freizeitinteressen bei.
Entwicklungsbezogene Kompetenzen
nutzen Hilfsmittel wie Bedienungshilfen für elektronische Geräte oder Fahrdienste zur Verwirklichung ihrer Freizeitpläne.
strukturieren die Handlungsschritte, die für die Organisation und Teilnahme an Freizeitangeboten notwendig sind, mithilfe von Handlungsplänen oder Checklisten (z. B. versehen mit Bildern oder Symbolen).
trainieren wiederkehrende Handlungsschritte durch intensives Wiederholen im geschützten und realen Raum.
nutzen Strategien, um im ungeschützten Raum fremde Personen um Hilfe zu bitten.
analysieren wiederkehrende Gesprächsverläufe nach festen Bestandteilen und nutzen diese, um in ihrer Freizeit Gespräche beginnen und fortführen zu können.
nutzen Hilfsmittel der Unterstützten Kommunikation für Gespräche in ihrer Freizeit.
führen Telefongespräche, indem sie sich vorab Fragen überlegen, gängige Höflichkeitsformen einüben und sich während des Gesprächs wichtige Informationen notieren.
nutzen Internetseiten in leichter Sprache oder eine Vorlesefunktion, um Informationen zu entnehmen.
reflektieren und beschreiben ihre Emotionen in verschiedenen schulischen und außerschulischen Situationen, um entlastende und belastende Momente einschätzen zu können.
nutzen Stressbewältigungsstrategien in belastenden Situationen, die im Rahmen von Freizeit auftreten können (z. B. Konkurrenz beim Fußball).
zeigen gängige Höflichkeitsformen und altersspezifische Umgangsformen bei der Teilnahme an Freizeitaktivitäten.
1.1 Freie Zeit erleben
gebundene Zeit (z. B. Therapiezeit, Unterrichtzeit) und freie Zeit (z. B. Ruhephasen, Pausen) erleben, gegenüberstellen und beschreiben.
Signale für Beginn und Ende von freier Zeit (z. B. Gong, Wecker, Uhrzeit) wahrnehmen.
Lieblingsplätze alleine oder mit Freunden aufsuchen oder Pausenangebote (z. B. Snoezelraum, Bank unter einem Baum) auswählen.
Wünsche zur Gestaltung von Freiräumen auf verbaler und nonverbaler Ebene formulieren.
sich auf neue Freizeitaktivitäten und neue Freizeitpartner einlassen.
sich sportlich betätigen (z. B. im Rollstuhl fahren, Fahrrad fahren, laufen),
sich körperlich und geistig ausruhen (z. B. in der Hängematte, auf dem Wasserbett oder dem Vibrierkissen liegen, fernsehen).
Pflanzen im Haus oder im Garten pflegen oder sich um Haustiere kümmern.
sich mit Freunden treffen oder ausgehen.
von anderen zu einem Fest eingeladen werden oder andere selbst einladen.
an einem Fest teilnehmen und Geselligkeit erleben.
sich z. B. bei Restaurantbesuchen oder bei Sportveranstaltungen als Mitglied einer Gruppe erleben.
1.2 Freizeit planen
zu verschiedenen Freizeitangeboten mitgenommen werden und z. B. nonverbal Zustimmung oder Ablehnung dazu äußern.
diese z. B. in Flyern, der Zeitung oder dem Internet recherchieren.
sich über Freizeitaktivitäten mit anderen austauschen (z. B. bei einer Präsentation von Freizeitangeboten, in Gesprächen).
die gesammelten Informationen in einem Freizeitführer für sich oder die Klasse dokumentieren.
wählen aus verschiedenen Freizeitangeboten eines aus, indem sie …
verschiedene Alternativen nach bestimmten Kriterien (z. B. Interessen, Erreichbarkeit) bewerten.
eine Partnerin oder einen Partner suchen, mit der bzw. dem sie daran teilnehmen.
an einer „Schnupperstunde“ teilnehmen, um das Freizeitangebot kennenzulernen.
ihre Entscheidung für ein Freizeitangebot nach dem ersten Besuch hinsichtlich zeitlicher, sozialer und finanzieller Aspekte reflektieren und ggf. neu bewerten.
organisieren die Teilnahme an einer Freizeitaktivität, indem sie …
die Veranstaltungszeit und den Weg zum Veranstaltungsort recherchieren.
die Entscheidung und Anmeldung für ihre Freizeitaktivität mit den Erziehungsberechtigten oder einem Betreuer abstimmen.
die Bedingungen und die Durchführbarkeit der Freizeitaktivität hinsichtlich der Kosten,
eine Barriereanalyse nach verschiedenen Kriterien (z. B. Zugänglichkeit des Veranstaltungsortes, Lesbarkeit einer Internetseite) durchführen und einen möglichen Hilfebedarf ermitteln.
eine möglicherweise benötigte Begleitung für die Ausübung der Freizeitaktivität, z. B. über die Offene Behindertenarbeit, den Familienentlastenden Dienst, ehrenamtliche Helfer, die Familie oder Freundinnen und Freunde, organisieren.
achten bei ihrer Freizeitgestaltung auf ihre Sicherheit, indem sie …
ungefährliche Möglichkeiten für den Weg zur Veranstaltung und zurück nutzen (z. B. den Discobus, eine Begleitung oder sichere Straßen).
relevante Regeln aus dem Jugendschutzgesetz für die Bereiche Öffentlichkeit und Mediennutzung kennen und einhalten.
auf ihre mitgeführten Wertgegenstände achten.
2.1 Freizeitaktivitäten im Alltag nutzen
sich mit einer Motorikoder Fühlplatte beschäftigen, für sich alleine im Garten sitzen, ein Puzzle machen oder mit anderen Gesellschaftsspiele (z. B. Würfelspiel, Brettspiel, Kartenspiel) spielen.
sich alleine oder mit anderen mit Styling, Mode und Wellness beschäftigen.
eine Sammlung (z. B. Zeitschriften, Autogramme, Sammelund Tauschkarten) anlegen und pflegen.
an Angeboten des kreativen Wahlunterrichts (z. B. Tanz, Theater, Trommeln) in der Schule teilnehmen.
Anregungen aus der Schule (z. B. aus Kreativwochen) für die private Freizeitgestaltung aufgreifen.
an Kursangeboten (z. B. Kochkurse, Töpferkurse, Malkurse) oder fortwährenden Gruppentreffen (z. B. Chor) teilnehmen.
an Exkursionen zu Sehenswürdigkeiten (z. B. Zoo Rostock, Ozeaneum Stralsund, Kreidefelsen Rügen, Schweriner Schloss, Ostseebad Warnemünde, Vogelpark Marlow, Deutsches Meeresmuseum, Müritz-Nationalpark), an Führungen durch Ausstellungen oder an Museumsbesuchen teilnehmen oder diese organisieren.
ausgewählte Städte Mecklenburg-Vorpommerns besuchen (z. B. Landeshauptstadt Schwerin, Rostock, Greifswald, Neubrandenburg). 131
Nationalparke und Naturschutzgebiete (z. B. Jasmund, Müritz, Vorpommersche Boddenlandschaft, Sternberger Seenland, Feldberger Seenlandschaft, Peenetal) besuchen.
den Ostseestrand und die Küstenlandschaft besuchen.
kulturelle Veranstaltungen (z. B. Theateraufführung, Konzert, Poetry Slam, Ballettvorführung) besuchen.
an Kursangeboten (z. B. Computerkurs, Englischkurs, Tanzkurs) der Volkshochschule teilnehmen.
als Mitglied z. B. bei der Freiwilligen Feuerwehr, dem Roten Kreuz oder den Johannitern aktiv sind.
für sich alleine oder mit einem Partner oder einer Partnerin von zu Hause aus aktiv sind (z. B. walken, joggen, Fahrrad fahren).
sich für sportliche Aktivitäten mit anderen verabreden (z. B. kegeln, klettern, Ski fahren).
an einer Sportgruppe eines Vereins teilnehmen (z. B. Rollstuhlhockey, Fußball, Tischtennis).
Bücher, Zeitschriften oder Zeitungen lesen.
über Telefon und Sprachnachrichten Kontakte zu Freundinnen und Freunden pflegen.
mit Musik, Filmen und Computerspielen ihre Freizeit sinnvoll und abwechslungsreich gestalten.
sich auf die Suche nach interessanten Fotomotiven in ihrer Umgebung machen, fotografieren und die Fotos ansprechend präsentieren.
2.2 Ausflüge und Reisen unternehmen
sich auf eine neue Umgebung einlassen.
in einer neuen Umgebung mithilfe von analogen oder digitalen Medien (z. B. Stadtplan, Wanderkarte, Internet) orientieren.
ein Ausflugsziel festlegen, den Weg dorthin organisieren, mögliche Aktivitäten auswählen und die notwendigen Finanzen überschlagen.
sich mit anderen dazu verabreden.
unternehmen, wenn möglich, eine Urlaubsreise als Klassenreise oder Abschlussfahrt, indem sie …
verschiedene Arten von Urlaubsreisen unterscheiden.
Informationen für die Reise aus Katalogen, im Reisebüro und im Internet recherchieren.
sich in der Klasse für eine durchführbare Reise entscheiden.
geeignete Verkehrsmittel für die Anreise nach bestimmten Kriterien (z. B. Reisedauer, Kosten, Barrierefreiheit) auswählen und die Tickets besorgen.
geeignete Übernachtungsmöglichkeiten nach bestimmten Kriterien auswählen und die Buchung organisieren.
eine ggf. für die Reise notwendige Begleitung organisieren.
für die Reise ggf. notwendige Medikamente oder Hilfsmittel mit einem Arzt absprechen und diese besorgen.
ihre Reiseunterlagen bereitlegen und ihren Koffer packen.
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Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern — Rahmenplan für den Förderschwerpunkt geistige Entwicklung. Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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