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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Gymnasiale Oberstufe
AWT-Wirtschaft
prozessbezogen
Ökonomische Mündigkeit
4
Urteilskompetenz
12
Methodenkompetenz
5
Handlungskompetenz
8
inhaltsbezogen
Sach- und Analysekompetenz
7
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Ökonomische Mündigkeit
sich in der Wirtschaft als Teilbereich des gesellschaftlichen Systems unter Beachtung politischer und rechtlicher Vorgaben angemessen orientieren.
wirtschaftliche Fragen und Probleme kompetent beurteilen.
sich in ökonomischen Zusammenhängen engagieren und erfolgreich am Wirtschaftsleben partizipieren.
den Unterschied zwischen den wirtschaftlichen Idealen und der realen Ausprägung wirtschaftlicher Gegebenheiten reflektieren.
Sach- und Analysekompetenz
Informationen zu ökonomischen Sachverhalten und Aspekten des wirtschaftlichen Geschehens insbesondere aus deren medialer Aufarbeitung zu identifizieren und strukturiert wiederzugeben.
wirtschaftspolitische Implikationen in gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Problemlagen zu entdecken.
wirtschaftliche, politische, soziale und rechtliche Sachverhalte und Strukturen vertieft zu verstehen und zu erklären und sie in übergeordnete Zusammenhänge systematisch einzuordnen und Hintergründe und Bezüge herauszuarbeiten.
in wirtschaftlichen Aussagen Beschreibungen von Erklärungen und legitimierenden Begründungen zu unterscheiden.
in einem wirtschaftspolitischen Entscheidungsfall verschiedene Politikdimensionen (Inhalt, Form, Prozess) zu unterscheiden und zu erläutern.
sich bei der Auseinandersetzung mit aktuellen ökonomischen Themen und Kontroversen Bezüge zu mittel- und längerfristigen Problemen zu erschließen.
Einflüsse von Technik und Technologien auf den Wirtschaftsprozess und den wirtschaftlichen Wandel zu erläutern.
Urteilskompetenz
ökonomische Sachverhalte (Ereignisse, Probleme) aus den Sichtweisen unterschiedlicher Beteiligter und unter Einbeziehung divergenter Perspektiven zu betrachten und zu bewerten.
an einem für die Lerngruppe geeigneten Beispiel einen wirtschaftspolitischen Entscheidungsprozess in wesentlichen Aspekten zu analysieren (verschiedene Politikdimensionen, beteiligte Institutionen, einwirkende gesellschaftliche Interessen, wirtschaftliche und rechtliche Bedingungen, technische Möglichkeiten, internationale Verflechtungen) und anschließend zu beurteilen.
Zusammenhänge zwischen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Sachverhalten sowie politischen Entscheidungen und der bestehenden Rechtsordnung sowie den technischen Möglichkeiten in ihrer Komplexität und in ihren Vernetzungen zu erschließen und wertend einzuschätzen.
kontroverse Positionen zu einem aktuellen Fall aus Wirtschaftspolitik/Wirtschaft nach impliziten Werthaltungen, verfolgten Interessen der Beteiligten und möglichen Auswirkungen zu befragen um somit zu einem eigenen kriterien- oder kategoriengeleiteten Urteil zu kommen; ausgewählte Wirtschaftsfelder auf wirtschaftspolitische Handlungsprobleme hin zu analysieren und Handlungsoptionen zu beurteilen.
Ansätze zur Lösung von nationalen und internationalen Wirtschaftsproblemen zu entwickeln und zu begründen.
grundlegende sozialwissenschaftliche Argumentationen zu verstehen, zu strukturieren, zu vergleichen und zu beurteilen.
Logiken und Mechanismen medialer Aufbereitung wirtschaftlicher Sachverhalte zu entschlüsseln (z. B. mediale Inszenierung von Wirtschaft, Agenda-Setting, Meinungsbildung, Skandalisierung) und zu beurteilen.
divergierende philosophische/ethische Grundhaltungen hinter kontroversen wirtschaftspolitischen Positionen zu identifizieren (z. B. unterschiedliche Menschenbilder, Gesellschaftsvorstellungen, Funktionszuweisungen wirtschaftlichen Handelns) und eine eigenständige begründete Position darzulegen.
Handlungsalternativen nach möglichen Konsequenzen und Nebenfolgen abzuwägen und eine Wahl bzw. Entscheidung zu treffen.
sich die Voreinstellungen und Wertmaßstäbe bewusst zu machen, die die eigenen Urteile zu wirtschaftlichen Gegebenheiten beeinflussen.
zwischen Sach- und Werturteilen bzw. deskriptiven und präskriptiven Urteilen zu unterscheiden.
den Prozess der Urteilsbildung durch Regeln (Grammatik der Urteilsbildung) zu gestalten.
Methodenkompetenz
verwenden die Fachterminologie der Bezugsdisziplinen sachangemessen.
kennen empirische Methoden der Beobachtung, Befragung, Modellbildung und Simulation und können diese der Situation angemessen auswählen und anwenden.
kennen die Methoden vor allem der Textanalyse für Sachtexte, der Interpretation von Karikaturen und der Auswertung von grafischen Darstellungen, der Analyse von Untersuchungsansätzen und -strategien, mit deren Hilfe unterschiedliche Positionen und Theorieansätze ideologiekritisch zu entschlüsseln sind.
kennen Methoden der induktiven und deduktiven Statistik und nutzen diese.
können Daten computergestützt auswerten.
Handlungskompetenz
kennen Möglichkeiten, sich am öffentlichen demokratischen Prozess der Meinungsbildung und der Entscheidungsfindung zu beteiligen und nutzen diese.
beschreiben und bewerten Möglichkeiten der Einflussnahme auf die Gestaltung politischer, gesellschaftlicher und wirtschaftlicher Strukturen.
können eigenes und fremdes ökonomisches Handeln analysieren und reflektieren.
können ökonomische Handlungsoptionen aus unterschiedlichen Perspektiven entwerfen und gestalten.
können sich mündlich und schriftlich zu wirtschaftspolitischen, ökonomisch-gesellschaftlichen, ökonomisch-rechtlichen und ökonomisch-technischen Fragen äußern.
können in Gesprächsformen (z. B. Pro- und Contra-Diskussion) agieren, die für die Behandlung gesellschaftlicher Phänomene üblich sind.
sind in der Lage, Grafiken und Visualisierungen zu ökonomischen Sachverhalten zu erstellen und fachspezifisch zu präsentieren.
sind befähigt, Formen der gesellschaftswissenschaftlichen Erkenntnisgewinnung (Literaturauswertung, Beobachtung, Befragung) anzuwenden.
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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern — Rahmenplan für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, Wirtschaft, 2019
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