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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Gymnasiale Oberstufe
Chemie
inhaltsbezogen
Sachkompetenz
17
prozessbezogen
Erkenntnisgewinnungskompetenz
12
Kommunikationskompetenz
13
Bewertungskompetenz
14
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Chemische Konzepte und Theorien zum Klassifizieren, Strukturieren, Systematisieren und Interpretieren nutzen
beschreiben und begründen Ordnungsprinzipien für Stoffe und wenden diese an.
leiten Voraussagen über die Eigenschaften der Stoffe auf Basis chemischer Strukturen und Gesetzmäßigkeiten begründet ab.
interpretieren Phänomene der Stoff- und Energieumwandlung bei chemischen Reaktionen.
bestimmen Reaktionstypen.
beschreiben Stoffkreisläufe in Natur oder Technik als Systeme chemischer Reaktionen 2 Chemische Konzepte und Theorien auswählen und vernetzen Die Lernenden ….
Chemische Konzepte und Theorien auswählen und vernetzen
unterscheiden konsequent zwischen Stoff- und Teilchenebene.
beschreiben die Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen, das dynamische Gleichgewicht und das Donator-Akzeptor-Prinzip und wenden diese an.
beschreiben Einflussfaktoren auf chemische Reaktionen und Möglichkeiten der Steuerung durch Variation von Reaktionsbedingungen sowie durch den Einsatz von Katalysatoren.
erklären unterschiedliche Reaktivitäten und Reaktionsverläufe.
nutzen chemische Konzepte und Theorien zur Vernetzung von Sachverhalten innerhalb der Chemie sowie mit anderen Unterrichtsfächern. 3 Chemische Zusammenhänge qualitativ-modellhaft erklären Die Lernenden ….
Chemische Zusammenhänge qualitativ-modellhaft erklären
erklären die Vielfalt der Stoffe und ihrer Eigenschaften auf der Basis unterschiedlicher Kombinationen und Anordnungen von Teilchen.
deuten Stoff- und Energieumwandlungen hinsichtlich der Veränderung von Teilchen sowie des Umbaus chemischer Bindungen.
nutzen Modelle zur chemischen Bindung und zu intra- und intermolekularen Wechselwirkungen.
beschreiben ausgewählte Reaktionsmechanismen.
grenzen mithilfe von Modellen den statischen Zustand auf Stoffebene vom dynamischen Zustand auf Teilchenebene ab Kompetenzen 4 Chemische Zusammenhänge quantitativ-mathematisch beschreiben Die Lernenden ….
Chemische Zusammenhänge quantitativ-mathematisch beschreiben
entwickeln Reaktionsgleichungen.
wenden bekannte mathematische Verfahren auf chemische Sachverhalte an. [E] Erkenntnisgewinnungskompetenz – mit Methoden der Naturwissenschaften Erkenntnisse gewinnen Die Erkenntnisgewinnungskompetenz der Lernenden zeigt sich in der Kenntnis von naturwissenschaftlichen Denk- und Arbeitsweisen und in der Fähigkeit, diese zu beschreiben, zu erklären und zu verknüpfen, um Erkenntnisprozesse nachvollziehen oder gestalten zu können und deren Möglichkeiten und Grenzen zu reflektieren. Im Bereich der Erkenntnisgewinnungskompetenz ist es wichtig, nicht nur das Experimentieren als chemische Untersuchungsmethode zu kennen und Experimente zur Datengewinnung nutzen zu können, sondern auch Modelle sachgerecht zur Beschreibung eines Phänomens oder zur Gewinnung von Erkenntnissen einsetzen zu können. Dabei werden vier sich überlappende Teilkompetenzbereiche unterschieden. Experimente und Modelle werden eingesetzt, um durch theoriegeleitete Beobachtungen entwickelte weiterführende Fragestellungen und Hypothesen zu überprüfen und um Sachverhalte zu untersuchen. Die experimentellen Ergebnisse und die aus Modellen abgeleiteten Annahmen werden vor dem Hintergrund der theoretischen Erkenntnisse interpretiert und der gesamte Erkenntnisgewinnungsprozess reflektiert. Auf einer Metaebene werden die Merkmale naturwissenschaftlicher Aussagen und Methoden charakterisiert und von nichtnaturwissenschaftlichen abgegrenzt. Das wissenschaftliche Vorgehen umfasst ausgehend von einem Phänomen die Verknüpfung der zentralen Schritte des Erkenntnisprozesses: Formulierung von Fragestellungen, Ableitung von Hypothesen, 11 Planung und Durchführung von Untersuchungen, Auswertung, Interpretation und methodische Reflexion zur Widerlegung bzw. Stützung der Hypothese sowie zur Beantwortung der Fragestellung. Im Leistungskurs wird im Bereich der Erkenntnisgewinnungskompetenz vermehrt auf eine höhere Komplexität der bearbeiteten Fragestellungen, Modelle und Experimente sowie eine vertiefte Reflexion des Prozesses der Erkenntnisgewinnung und auf die Reflexion über Vor- und Nachteile oder die Aussagekraft verschiedener Mess- und Auswertungsverfahren Wert gelegt. 1 Fragestellungen und Hypothesen auf Basis von Beobachtungen und Theorien bilden Die Lernenden ….
Fragestellungen und Hypothesen auf Basis von Beobachtungen und Theorien bilden
leiten chemische Sachverhalte aus Alltagssituationen ab.
identifizieren und entwickeln Fragestellungen zu chemischen Sachverhalten.
stellen theoriegeleitet Hypothesen zur Bearbeitung von Fragestellungen auf; 2 Fachspezifische Modelle und Verfahren charakterisieren, auswählen und zur Untersuchung von Sachverhalten nutzen Die Lernenden ….
Fachspezifische Modelle und Verfahren charakterisieren, auswählen und zur Untersuchung von Sachverhalten nutzen
planen, ggf. unter Berücksichtigung der Variablenkontrolle, experiment- oder modellbasierte Vorgehensweisen, auch zur Prüfung von Hypothesen, Aussagen oder Theorien.
führen qualitative und quantitative experimentelle Untersuchungen – den chemischen Arbeitsweisen und Sicherheitsregeln entsprechend - durch, protokollieren sie und werten diese aus.
nutzen digitale Werkzeuge und Medien zum Aufnehmen, Darstellen und Auswerten von Messwerten, für Berechnungen, Modellierungen und Simulationen.
wählen geeignete Real- oder Denkmodelle (z. B. Atommodelle, Periodensystem der Elemente) aus und nutzen sie, um chemische Fragestellungen zu bearbeiten. 2 Kompetenzen und Themen im Fachunterricht 3 Erkenntnisprozesse und Ergebnisse interpretieren und reflektieren Die Lernenden ….
Erkenntnisprozesse und Ergebnisse interpretieren und reflektieren
finden in erhobenen oder recherchierten Daten Strukturen, Beziehungen und Trends, erklären diese theoriebezogen und ziehen Schlussfolgerungen.
diskutieren Möglichkeiten und Grenzen von Modellen.
reflektieren die eigenen Ergebnisse und den eigenen Prozess der Erkenntnisgewinnung.
stellen bei der Interpretation von Untersuchungsbefunden fachübergreifende Bezüge her. 4 Merkmale wissenschaftlicher Aussagen und Methoden charakterisieren und reflektieren Die Lernenden ….
Merkmale wissenschaftlicher Aussagen und Methoden charakterisieren und reflektieren
reflektieren Möglichkeiten und Grenzen des konkreten Erkenntnisgewinnungsprozesses sowie der gewonnenen Erkenntnisse (z. B. Reproduzierbarkeit, Falsifizierbarkeit, Intersubjektivität, logische Konsistenz, Vorläufigkeit). [K] Kommunikationskompetenz – aktiv und souverän kommunizieren Die Kommunikationskompetenz der Lernenden zeigt sich in der Kenntnis von Fachsprache, fachtypischen Darstellungen und Argumentationsstrukturen und in der Fähigkeit, diese zu nutzen, um fachbezogene Informationen zu erschließen, adressaten- und situationsgerecht darzustellen und auszutauschen. Chemisch kompetent Kommunizieren bedingt ein Durchdringen der Teilkompetenzbereiche Erschließen, Aufbereiten und Austauschen. Im Bereich der Kommunikationskompetenz ist es wichtig, sich nicht darauf zu beschränken, fachlich richtige Sätze zu Aufgabenstellungen zu formulieren, sondern auch fachlich und fachsprachlich richtig mit chemiebezogenen analogen und digitalen Informationsmaterialien umzugehen und unterschiedliche Repräsentationsformen adressatengerecht einzusetzen. Dabei werden drei sich überlappende Teilkompetenzbereiche unterschieden. 12 Fachsprache und andere fachspezifische Repräsentationsformen wie chemische Formeln und Reaktionsgleichungen werden erlernt, um Inhalte aus unterschiedlichen Medien zu erschließen, sie fachgerecht und aufgabenbezogen aufzubereiten und um situationsangemessen agieren zu können. Hierzu zählt der Informationsaustausch im sozialen Umfeld genauso wie die Partizipation in einer wissenschaftlichen Diskussion auf einem angemessenen Niveau. Dazu müssen Aussagen – auch im historischen Kontext – differenziert wahrgenommen, Missverständnisse und Standpunkte geklärt und Lösungen angestrebt werden. Die Lernenden des Leistungskurses besitzen im Bereich der Kommunikationskompetenz ein umfangreicheres Fachvokabular, abstraktere Darstellungsformen und drücken sich fachlich präziser aus. Sie sind in der Lage, sprachlich und inhaltlich komplexere Fachtexte zu verstehen. 1 Informationen erschließen Die Lernenden ….
Informationen erschließen
recherchieren zu chemischen Sachverhalten zielgerichtet in analogen und digitalen Medien und wählen für ihre Zwecke passende Quellen aus.
wählen relevante und aussagekräftige Informationen und Daten zu chemischen Sachverhalten und anwendungsbezogenen Fragestellungen aus und erschließen Informationen aus Quellen mit verschiedenen, auch komplexen Darstellungsformen.
prüfen die Übereinstimmung verschiedener Quellen oder Darstellungsformen im Hinblick auf deren Aussagen.
überprüfen die Vertrauenswürdigkeit verwendeter Quellen und Medien (z. B. anhand ihrer Herkunft und Qualität); Kompetenzen 2 Informationen aufbereiten Die Lernenden ….
Informationen aufbereiten
wählen chemische Sachverhalte und Informationen sach-, adressaten- und situationsgerecht aus.
unterscheiden zwischen Alltags- und Fachsprache.
nutzen geeignete Darstellungsformen für chemische Sachverhalte und überführen diese ineinander.
strukturieren und interpretieren ausgewählte Informationen und leiten Schlussfolgerungen ab. 3 Informationen austauschen und wissenschaftlich diskutieren Die Lernenden ….
Informationen austauschen und wissenschaftlich diskutieren
verwenden Fachbegriffe und -sprache korrekt.
erklären chemische Sachverhalte und argumentieren fachlich schlüssig.
präsentieren chemische Sachverhalte sowie Lern- und Arbeitsergebnisse sach-, adressaten- und situationsgerecht unter Einsatz geeigneter analoger und digitaler Medien.
prüfen die Urheberschaft, belegen verwendete Quellen und kennzeichnen Zitate.
tauschen sich mit anderen konstruktiv über chemische Sachverhalte aus, vertreten, reflektieren und korrigieren gegebenenfalls den eigenen Standpunkt [B] Bewertungskompetenz – chemische Sachverhalte prüfen und bewerten Die Bewertungskompetenz der Lernenden zeigt sich in der Kenntnis von fachlichen und überfachlichen Perspektiven und Bewertungsverfahren und in der Fähigkeit, diese zu nutzen, um Aussagen bzw. Daten anhand verschiedener Kriterien zu beurteilen, sich dazu begründet Meinungen zu bilden, Entscheidungen auch auf ethischer Grundlage zu treffen und d Entscheidungsprozesse und deren Folgen zu reflektieren. Im Bereich der Bewertungskompetenz ist es wichtig, sich nicht darauf zu beschränken, Fakten zu vergleichen, sondern Sachverhalte und Informationen fachlich zu beurteilen und ggf. ethisch zu bewerten. Dabei werden drei sich überlappende Teilkompetenzbereiche unterschieden. Um mit Informationen kritisch umgehen zu können, werden Quellen hinsichtlich ihrer Qualität beurteilt. Hierfür ist Wissen über den Bewertungsprozess notwendig. Die Unterscheidung von wissenschaftlichen und nichtwissenschaftlichen Aussagen erfordert Kenntnisse formaler und inhaltlicher Kriterien zur Prüfung der Glaubwürdigkeit und zur Beurteilung des Einflusses von Werten, Normen und Interessen. Es geht darum, sich kriteriengeleitet eigene Meinungen zu bilden, Entscheidungen zu treffen und Handlungsoptionen abzuleiten. Dazu zählt z. B. bei der Beurteilung und Bewertung von Technologien ein Abwägen von Chancen und Risiken unter Berücksichtigung von Sicherheitsmaßnahmen. Hierbei reichen die Entscheidungsfelder vom eigenen täglichen Leben bis zu gesellschaftlich oder politisch relevanten globalen Entscheidungen. Aus einer Metaperspektive heraus werden die Entscheidungsprozesse reflektiert und daraus entstehende Folgen abgeschätzt. Die Einbindung von Bewertungskompetenz in den Chemieunterricht erfordert, über die sachliche Beurteilung von naturwissenschaftlichen Aussagen hinauszugehen und fachlich relevante Handlungen und Entscheidungen aus persönlicher, gesellschaftlicher und ethischer Perspektive zu betrachten. Im Leistungskurs können Lernende im Bereich der Bewertungskompetenz mehr und komplexere Argumente mit Belegen heranziehen. Auch gelingt es ihnen, eigene Standpunkte differenzierter zu begründen und so besser gegen sachliche Kritik zu verteidigen. 2 Kompetenzen und Themen im Fachunterricht 1 Sachverhalte und Informationen multiperspektivisch beurteilen Die Lernenden ….
Sachverhalte und Informationen multiperspektivisch beurteilen
betrachten Aussagen, Modelle und Verfahren aus unterschiedlichen Perspektiven und beurteilen diese sachgerecht auf der Grundlage chemischer Kenntnisse.
beurteilen die Inhalte verwendeter Quellen und Medien (z. B. anhand der fachlichen Richtigkeit und Vertrauenswürdigkeit).
beurteilen Informationen und Daten hinsichtlich ihrer Angemessenheit, Grenzen und Tragweite.
analysieren und beurteilen die Auswahl von Quellen und Darstellungsformen im Zusammenhang mit der Intention der Autorin/des Autors. 2 Kriteriengeleitet Meinungen bilden und Entscheidungen treffen Die Lernenden ….
Kriteriengeleitet Meinungen bilden und Entscheidungen treffen
entwickeln anhand relevanter Bewertungskriterien Handlungsoptionen in gesellschaftlich- oder alltagsrelevanten Entscheidungssituationen mit fachlichem Bezug und wägen sie gegeneinander ab.
beurteilen Chancen und Risiken ausgewählter Technologien, Produkte und Verhaltensweisen fachlich und bewerten diese.
treffen mithilfe fachlicher Kriterien begründete Entscheidungen in Alltagssituationen.
beurteilen die Bedeutung fachlicher Kompetenzen in Bezug auf Alltagsituationen und Berufsfelder.
beurteilen Möglichkeiten und Grenzen chemischer Sichtweisen.
bewerten die gesellschaftliche Relevanz und ökologische Bedeutung der angewandten Chemie.
beurteilen grundlegende Aspekte zu Gefahren und Sicherheit in Labor und Alltag und leiten daraus begründet Handlungsoptionen ab. 3 Entscheidungsprozesse und Folgen reflektieren Die Lernenden ….
Entscheidungsprozesse und Folgen reflektieren
beurteilen und bewerten Auswirkungen chemischer Produkte, Methoden, Verfahren und Erkenntnisse in historischen und aktuellen gesellschaftlichen Zusammenhängen.
beurteilen und bewerten Auswirkungen chemischer Produkte, Methoden, Verfahren und Erkenntnisse sowie des eigenen Handelns im Sinne einer nachhaltigen Entwicklung aus ökologischer, ökonomischer und sozialer Perspektive.
reflektieren Kriterien und Strategien für Entscheidungen aus chemischer Perspektive. Stoffe, Strukturen und Eigenschaften.
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Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern — Rahmenplan Chemie, Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, Jahrgangsstufe 11 und 12, 2026
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