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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Gymnasiale Oberstufe
Kunst und Gestaltung
prozessbezogen
Produktion
16
Rezeption
10
Reflexion
11
Themenbezogene prozessbezogene Kompetenzen
43
inhaltsbezogen
Eingangsvoraussetzungen
13
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Produktion
Grundkurs
den bildnerischen Ausdruck als eine ihre Identität und ihre Kommunikation bereichernde Möglichkeit nutzen
ihre gestalterischen Lösungen im Spannungsfeld einer Aufgabenstellung, ihres eigenen Lösungsweges und ihres individuellen Ausdrucks entwickeln, strukturieren und verwirklichen
im bildnerischen Prozess in Optionen und Alternativen denken und arbeiten
Materialien als Gestaltungsanregung wahrnehmen und adäquat verwenden
über ein Repertoire von Verfahren und Methoden sowie Kenntnisse über deren Anwendung bei der Suche nach einer Bildlösung verfügen
zur Lösung von Gestaltungsaufgaben gezielt Materialien und Werkzeuge einsetzen
den Prozess des Experimentierens, Verwerfens und Überarbeitens als produktives Element bildnerischer Arbeit erfahren und zur Weiterentwicklung nutzen
in wenigstens einem Bereich der technisch-medialen und informationstechnischen Bilderstellung (Foto, Film, computergestützte Bildbearbeitung) mit den spezifischen Bedingungen, Eigenarten und Möglichkeiten umgehen und sie im Rahmen der schulischen Möglichkeiten erproben
im Prozess die Konzeption und Gestaltungsentscheidungen ihrer bildnerischen Prozesse angemessen und differenziert hinterfragen, erläutern und begründen
zu ihren Ergebnissen unterschiedlicher Arbeitsphasen kunsthistorische Bezüge herstellen
im Rahmen von Gestaltungsaufgaben arbeitsteilig Bilder erstellen, dokumentieren und sie präsentieren
Leistungskurs
den bildnerischen Ausdruck als Möglichkeit nutzen, selbstständig Identitätskonzepte und Angebote zur Kommunikation zu entwickeln
auch alternative Verfahren und Methoden traditioneller und aktueller Gestaltungskonzepte bei der Entwicklung einer Bildlösung anwenden
in Gestaltungsvorhaben vertiefte Kenntnisse und Fähigkeiten über Materialeigenarten und Werkzeuggebrauch einsetzen
im Bereich der technisch-medialen und informationstechnischen Bilderstellung (Foto, Film, computergestützte Bildbearbeitung) projektbezogen die spezifischen Bedingungen, Eigenarten und Möglichkeiten nutzen
im Rahmen von Gestaltungsaufgaben den Prozess der Bildentwicklung strukturieren, Bilder im Team entwickeln, sie arbeitsteilig erstellen, dokumentieren und sie präsentieren
Rezeption
Grundkurs
Offenheit gegenüber der Vielfalt individueller Gestaltungskonzepte zeigen
Erscheinungsformen und soziokulturelle Bedingungen der Bildkultur exemplarisch beschreiben, erklären, analysieren und interpretieren
in ausgewählten Bereichen der Bildenden Kunst das kulturelle Erbe in Beziehung zu ihrer Heimat und Welterfahrung setzen
zur Bilderschließung fachliche Methoden anwenden und eine angemessene Fachsprache zur Kommunikation über Bilder nutzen
aus der Kenntnis einzelner Beispiele Zugänge zur aktuellen Kunst und Kultur erschließen
visuelle Phänomene und Bildwelten in begründeten Aussagen beurteilen und werten
Leistungskurs
Offenheit gegenüber der Vielfalt individueller Gestaltungskonzepte zeigen und sind in der Lage, diese zu beurteilen
differenzierte fachliche Methoden und übergreifende Kenntnisse zur Bilderschließung anwenden und eine adäquate Fachsprache zur Kommunikation über Bilder nutzen
aus der Kenntnis einzelner Beispiele Tendenzen der aktuellen Kunst und Kultur in Originalquellen erschließen
aktuelle kulturelle Diskurse reflektieren und eine eigene Position beziehen
Reflexion
Grundkurs
erkennen und erläutern wie sinnliche Wahrnehmung und Reflexion ineinandergreifen
in der Auseinandersetzung mit dem eigenen schöpferischen Schaffen Bezüge zur Kunstgeschichte und Kunsttheorie herstellen
ihre eigenen künstlerischen Produkte und Arbeitsprozesse in geeigneter Weise präsentieren und werten
Bilder im individuellen, prozesshaften und gesellschaftlichen Kontext reflektieren
ihre gestalterischen Entscheidungen begründen und bildnerische Ergebnisse beurteilen
ihre eigenen Gestaltungen mit Kunstwerken in Verbindung bringen und ihre Ergebnisse in diesem Kontext beurteilen
Leistungskurs
Kunst als Nahtstelle und Vermittlerin von Lebens- und Erfahrungswelt wie der Wahrnehmung, der Fantasie, der Kultur, Religion sowie Politik, Wirtschaft, Technik erschließen und Grundlagen für Wertschätzung und Werterhaltung schaffen
in der eigenständigen Auseinandersetzung mit der individuellen gestalterischen Arbeit und Arbeitsweise die vielfältigen Bezüge zwischen Denken und Handeln, Prozessen und Ergebnissen in der Kunstgeschichte und Kunst der Gegenwart wiedergeben und begreifen
über die strukturierte Dokumentation der eigenen Arbeit und des Gestaltungsprozesses einen vertieften Bezug zur persönlichen Leistung schaffen
Wirksamkeit von Vermittlungsmethoden hinsichtlich ihrer Funktion prüfen
aktuelle kulturelle Diskurse reflektieren und eine eigene Position beziehen
Kommunikation in künstlerischen und medialen Welten
künstlerische und mediale Gestaltungsmittel auf ihre Wirkung erproben und vergleichen [MD5]
künstlerische und mediale Gestaltungsmittel planvoll verwenden, um eine eigene Ausdrucks- und Urteilsfähigkeit zu entwickeln [MD3] [MD6]
Medien zur Gestaltung nutzen, Konzepte entwickeln und eigene mediale Produkte realisieren [MD3]
den eigenen Gestaltungsprozess von der Idee über den Entwurf bis hin zur Umsetzung dokumentieren und medienadäquat präsentieren [BO] [MD2] [MD4]
Wirkungsmechanismen aktueller Bildwelten wahrnehmen [MD2] [MD4]
Medien hinsichtlich ihrer Erscheinungsformen, Funktionen und Wirkungen untersuchen und beurteilen [MD6]
eigene und fremde mediale bildnerische Gestaltungs- und Arbeitsprozesse beschreiben, hinterfragen und bewerten/überarbeiten [BTV]
fachgerechten Einsatz unterschiedlicher Medien analysieren [MD5]
verschiedene Funktionen des Bildes in kontextbezogenen Zusammenhängen unterscheiden und bewerten [MD6]
Bilder und Medien in interkulturellen, soziokulturellen und kunstgeschichtlichen Kontext einordnen und die verwendeten Gestaltungsmittel auf ihre Wirkung untersuchen und beurteilen [DRF] [MD2] [MD6]
differenzierte Kommunikationsfertigkeiten und Medienkompetenz entwickeln; eigenes und fremdes Medienverhalten reflektieren [MD2]
Bilder und Bildwelten als Ausdrucksmittel des Menschen
Wahrnehmungen, Empfindungen, Erfahrungen und Ideen in eigene Bildlösungen umsetzen
spielerische, forschende, experimentelle Formen der Ideenfindung für die eigene Arbeit nutzen [MD5]
Wirklichkeitseindrücke im Spannungsfeld zwischen Wiedergabe und subjektiver Deutung darstellen sowie Vorstellungen bildnerisch klären
grundlegende bildnerische Mittel (Elemente, Ordnungsprinzipien, Darstellungsformen) in Beziehung zu Inhalt, Ausdruck und beabsichtigter Wirkung (z. B. sachlich-objektiv, subjektiv ausdruckshaft, symbolisierend) gezielt nutzen [BO] [MD5]
Bilder als komplexe Material-Form-Inhalts-Gefüge beschreiben und als technisch gestaltete Phänomene wahrnehmen und diese in angemessener Form sprachlich darstellen [MD2]
Verfahren der Analyse anwenden, Bilder in historisch-kulturellen und in subjektiv-biografische Kontexte einordnen [MD1]
bildnerische Gestaltungen als Bedeutungskomplexe zwischen Tradition und Innovation erkennen [BTV]
bildnerische Vorgehensweisen und Strategien neuer und etablierter Prozesse erkennen und sinnvoll einsetzen sowie deren Wirkung kontrollieren, dokumentieren und kritisch reflektieren [MD6]
Bedeutung eines Werks nachvollziehbar erschließen und Funktion und Qualität von Bildern in ihrem jeweiligen interkulturellen, historisch-kulturellen Kontext werten, diese Wertungen begründen und in der Diskussion vertreten [DRF] [MD1] [MD2] [MD6]
Lebensräume und Alltagskultur
Grundprinzipien des Gestaltens verstehen und Problemlösungen im Entwurfsprozess entwickeln [MD5]
spezifische Gestaltungsmethodik anwenden: Recherche [MD1], Analyse, Entwurf
unterschiedliche Materialien und Werkstoffe im Hinblick auf Gestaltungsvorhaben untersuchen
verschiedene Arten von Zeichnungen und ihre Funktionen kennen und in Phasen des Entwurfsprozesses anwenden, um Ideen zu visualisieren [MD3]
Ideenfindungstechniken erproben
eigenständig Modelle von Designobjekten oder Architekturvorstellungen entwerfen und gestalten [BO] [MD3] [MD6]
ausgehend von den eigenen Erfahrungen mit Raum und Erlebnissen in der jeweiligen Alltagskultur Bauwerke und/oder Designobjekte detailliert wahrnehmen und die eigenen Empfindungen beschreiben
historische und aktuelle Architektur und/oder Designobjekte im Kontext ihrer Entstehung und Wirkung im privaten und öffentlichen Raum kennen [MD4]
Konzepte des Entwerfens und der Formgebung sowie die Zusammenhänge zwischen Architektur und Design, Kultur und Gesellschaftsform erschließen
eigene Entwürfe kritisch auf Funktionalität und Ästhetik prüfen [BNE]
individuelle Konzepte im gesellschaftlichen Kontext reflektieren
aktuelle Gestaltungstendenzen und -theorien zu Design und/oder Architektur diskutieren und werten [DRF] [MD4]
gesellschaftliche Verantwortung des Architektur- / Designschaffens erkennen und bewusst hinterfragen [BNE] [BO]
Gestaltung und Präsentation im öffentlichen Kontext
eine Konzeptidee für die Öffentlichkeit imaginieren, entwickeln, umsetzen und dokumentieren [BO] [MD3] [MD4]
themen- oder problemorientierte Auseinandersetzung realisieren
den Kontext der Schulöffentlichkeit berücksichtigen und passende Kommunikationsmittel und -wege wählen [MD2] [MD5] [MD6]
Veranstaltungskonzepte/Corporate Design analysieren
Präsentations- und Ausstellungskonzepte sowie Werbestrategien wahrnehmen, analysieren und im historischen und aktuellen Kontext verstehen [MD6]
eigene Entwürfe kritisch auf Funktionalität, Ästhetik und Symbolik prüfen
eigene Arbeitsergebnisse kritisch reflektieren
aktuelle Gestaltungstendenzen und konträre Sichten diskutieren [MD6]
öffentlichkeitswirksame Präsentationsvarianten diskutieren und bewerten [MD6]
Wirksamkeit von Vermittlungsmethoden reflektieren
Produktion
Material und Werkzeuge zielgerichtet auswählen und in ästhetischen und künstlerischen Prozessen einsetzen.
spielerische Zugänge und aleatorische Verfahren gezielt nutzen.
ein eigenes Repertoire an zeichnerischen, malerischen, plastischen, performativen und medialen Gestaltungsfähigkeiten planvoll verwenden und erweitern.
selbst initiierten Gestaltungsprozessen form- und bedeutungssetzend und konsequent nachgehen, diese dokumentieren und vermitteln.
Rezeption
Material als Gestaltungsanregung wahrnehmen.
Gestaltungsergebnisse nach ihren Entstehungsbedingungen und möglichen Wirkungen befragen und dazu eigene Positionen formulieren.
Bilder auch als Ausdruck gesellschaftlicher und kultureller Normen und Vorstellungen verstehen.
das kulturelle Erbe als Teil ihrer Weltwahrnehmung und als Gestaltungsanregung erkennen und verarbeiten.
in der Auseinandersetzung mit Kunsttheorie und Kunstgeschichte unterschiedliche Bildgestaltungen analysieren.
Reflexion
das eigene sowie Kunstwerke anderer untersuchen und als persönlichen Ausdruck respektieren.
ihre gestalterischen Entscheidungen und bildnerischen Ergebnisse beurteilen und begründen.
eigene Gestaltungsabsichten in Verbindung setzen mit Kunstwerken und die Ergebnisse in diesem Kontext beurteilen.
Urteile über Kunstwerke, ästhetische Objekte sowie kulturelle Phänomene deuten und fachsprachlich darstellen.
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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Mecklenburg-Vorpommern — Rahmenplan für die Qualifikationsphase der gymnasialen Oberstufe, Kunst und Gestaltung (2019). Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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