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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Gymnasium
Chemie (2026)
inhaltsbezogen
Sachkompetenz
21
prozessbezogen
Erkenntnisgewinnungskompetenz
16
Kommunikationskompetenz
12
Bewertungskompetenz
9
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
S 0: Beschreiben chemischer Sachverhalte
beschreiben einen chemischen Sachverhalt sowohl auf makroskopischer und submikroskopischer Ebene als auch auf der Ebene der Repräsentationen.
S 1: Die makroskopische Ebene
unterscheiden zwischen Reinstoffen und Stoffgemischen sowie Elementen und Verbindungen;
kennen und nutzen Ordnungssysteme für Stoffe;
nutzen Stoffeigenschaften, um Stoffe zu klassifizieren oder zu identifizieren;
beschreiben den Zusammenhang von äußeren Bedingungen und Stoffeigenschaften;
beschreiben chemische Reaktionen als Einheit von Stoff- und Energieumwandlungen;
beschreiben die Umkehrbarkeit chemischer Reaktionen;
beschreiben Möglichkeiten der Beeinflussung chemischer Reaktionen durch Variation von Reaktionsbedingungen;
unterscheiden verschiedene Energieformen.
S 2: Die submikroskopische Ebene
beschreiben modellhaft den submikroskopischen Bau ausgewählter Reinstoffe und Stoffgemische;
unterscheiden Atome, Ionen und Moleküle;
beschreiben den Bau von Atomen mithilfe eines differenzierten Atommodells;
unterscheiden und erklären Bindungstypen;
beschreiben räumliche Strukturen von Teilchen auf Basis eines Bindungsmodells;
erklären Wechselwirkungen zwischen Teilchen;
begründen makroskopische Eigenschaften von Stoffen auf submikroskopischer Ebene;
beschreiben Donator-Akzeptor-Vorgänge auf submikroskopischer Ebene;
deuten Stoffumwandlungen hinsichtlich des Umbaus chemischer Bindungen.
S 3: Die Ebene der Repräsentationen
kennen Bedeutungen und Aussagen chemischer Symbole und Formeln und nutzen diese zur Beschreibung chemischer Sachverhalte;
beschreiben chemische Reaktionen stöchiometrisch korrekt unter Verwendung der Formelsprache und stellen Reaktionsgleichungen auf;
beschreiben den energetischen Verlauf chemischer Reaktionen.
E 1: Erkenntnisse mithilfe von Experimenten gewinnen
erkennen und entwickeln Fragestellungen und Hypothesen, die mithilfe chemischer Kenntnisse und Untersuchungen, insbesondere durch chemische Experimente, zu beantworten bzw. zu prüfen sind;
planen Untersuchungen und Experimente zur Überprüfung von Vermutungen und Hypothesen und führen diese fachgerecht durch;
vollziehen eigene und fremde Untersuchungen, qualitative und quantitative Experimente mit Blick auf die zu klärende Fragestellung nach;
erheben relevante Daten im Rahmen von Untersuchungen insbesondere in chemischen Experimenten – auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge;
beschreiben in erhobenen oder recherchierten Daten Trends, Strukturen und Zusammenhänge, erklären diese und ziehen geeignete Schlussfolgerungen – auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge.
E 2: Modelle im Rahmen der Erkenntnisgewinnung nutzen
unterscheiden zwischen Sach- und Denkmodellen;
erkennen Modelle und Modellexperimente als notwendige Hilfsmittel zur Erklärung und Vorhersage von Vorgängen auf der submikroskopischen Ebene;
beschreiben mithilfe von Struktur- und Bindungsmodellen den submikroskopischen Aufbau der Materie;
wenden mathematische Modelle zur Beschreibung chemischer Sachverhalte an;
wählen Modelle zur Erklärung chemischer Sachverhalte aus;
diskutieren Aussagen und Passung von Modellen.
E 3: Erkenntnisprozesse reflektieren
kennen und unterscheiden deduktive und induktive Wege naturwissenschaftlicher Erkenntnisgewinnung;
erkennen das Denken in Modellen und das Experimentieren als zentrale Methoden der Erkenntnisgewinnung in der Chemie;
benennen Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Chemie, Physik und Biologie;
beschreiben exemplarisch den wechselseitigen Einfluss von gesellschaftlich-sozialen Rahmenbedingungen und wissenschaftlichem Arbeiten;
erkennen, dass sich naturwissenschaftliche Aussagen auf Basis neuer Informationen ändern können.
K 1: Informationen erschließen
recherchieren zu chemischen Sachverhalten in unterschiedlichen, auch digitalen, Quellen;
prüfen Darstellungen in Medien hinsichtlich ihrer fachlichen Richtigkeit;
wählen mit Blick auf die Fragestellung relevante Informationen aus.
K 2: Informationen aufbereiten
stellen Zusammenhänge zwischen Alltagsphänomenen und chemischen Sachverhalten her;
wählen aus, auf welche Weise fachliche Inhalte sach-, adressaten- und situationsgerecht weitergegeben werden;
überführen Alltags-, Fach- und Formelsprache, Modelle und/oder andere Repräsentationen – auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge – ineinander;
nutzen die Formelsprache als ein Werkzeug der Verknüpfung zwischen makroskopischer und submikroskopischer Ebene.
K 3: Informationen austauschen und diskutieren
dokumentieren und präsentieren den Verlauf und die Ergebnisse ihrer fachlichen Arbeit, Überlegung oder Recherche adressatenbezogen auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge;
beschreiben, veranschaulichen oder erklären chemische Sachverhalte strukturiert;
argumentieren fachlich folgerichtig;
vertreten ihre Standpunkte zu chemischen Sachverhalten fachlich begründet und reflektieren Einwände;
beachten die Urheberschaft, belegen verwendete Quellen und kennzeichnen Zitate.
B 1: Sachverhalte und Informationen kriteriengeleitet bewerten
unterscheiden zur Bewertung von Sachverhalten und Informationen unterschiedliche Kriterien (z. B. naturwissenschaftlich, ökonomisch, normativ, sozial);
nutzen zur Bewertung von Sachverhalten und Informationen naturwissenschaftliche Kriterien und setzen diese zu anderen Kriterien in Beziehung;
diskutieren und bewerten Aspekte gesellschaftsrelevanter Fragen und Aussagen aus unterschiedlichen Perspektiven.
B 2: Meinungen bilden und Entscheidungen treffen
nutzen zur Entwicklung von Handlungsoptionen naturwissenschaftliche Kriterien, setzen diese zu anderen Kriterien in Beziehung und wägen diese ab;
treffen begründete Entscheidungen unter Berücksichtigung fachlicher Kriterien;
leiten auf der Grundlage von Informationen zu Gefahren und zur Sicherheit beim Umgang mit Chemikalien und Geräten angemessene Maßnahmen ab;
bewerten die Bedeutung chemischer Kenntnisse für Anwendungsbereiche und Berufsfelder.
B 3: Entscheidungen und deren Folgen reflektieren
nutzen zur Reflexion von Entscheidungen naturwissenschaftliche Kriterien und setzen diese zu anderen Kriterien in Beziehung;
analysieren Entscheidungen in Hinblick auf Handlungsresultate.
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Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern / Institut für Qualitätsentwicklung (IQ M-V) — Rahmenplan Chemie, Gymnasium, Jahrgangsstufe 7 bis 10, 2026
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