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Jahrgangsstufen 9–10 · Lernbereich Textarbeit
Gestaltung der Texterschließung – Übersetzung – Interpretation als einheitlicher hermeneutischer Prozess (Einsicht in das Vorangehen der Feststellungsvor den Deutungsakten),
Kenntnis der für Textbeobachtungen auf Textebene nötigen Begrifflichkeit (Gattung/Textsorte, Gliederung, Erzählstruktur, Tempusrelief etc.),
desgl. auf Satzebene (Satzverbindungen und Satzgefüge) und auf Wortebene (Festlegung der Bedeutung nach den Bedingungen der Syntax und aus dem Kontext),
nichtobligatorisch: Kenntnis textgrammatischer Begriffe und Beschreibungsverfahren (Kohärenz, Rekurrenzen, Pro-Formen, Thema-Rhema-Bezug),
Beobachtungen zum Textumfeld (historische und sachliche Präsuppositionen),
Interpretation kurzer philosophischer, erzählender, rhetorischer, historiographischer, dramatischer Texte (Textausschnitte) in Original-, Bilingualund Übersetzungslektüre (Thematik, Gedankenführung, zentrale Begriffe, Autorintention, Adressatenbezug),
Kenntnis wichtiger Stilmittel und Einblick in ihre Funktion,
Übersetzung adaptierter Originaltexte ins Deutsche,
Grundkenntnisse der Metrik: Hexameter, elegisches Distichon, iambischer Trimeter, nichtobligatorisch: lyrische Maße7,
bilinguale Lektüre kurzer neugriechischer Texte (Anekdoten, kurze Gedichte, kurze Zeitungsmeldungen bzw. Schlagzeilen). 6 Z. B. ist es im Deutschen weitgehend unmöglich, den Verbalaspekt auszudrücken, wozu das Lateinische, Russische und Englische fähig sind. 7 Kunsttexte haben im Lehrgang nur eine untergeordnete Funktion für Zwecke der Übung, Wiederholung und Leistungserhebung 16 Methodenkompetenz
Sinnerfassung durch lautes Lesen,
selbstständige Anwendung mehrschrittiger Methoden der Texterschließung und Interpretation 8 (z. B. graphische Methoden der Satzanalyse, lineares Dekodieren, Gliedern und Übersetzen in Wortgruppen, Drei Schritt-Methode, sinn-erfassendes Lesen),
klare Unterscheidung von Feststellungsund Deutungsakten bei Erschließung und Interpretation,
Bestimmen von Textsorten,
selbstständige Informationsbeschaffung unter Nutzung fachlicher und fachübergreifender Nachschlagewerke zu Präsuppositionen der zu lesenden Texte,
Vergleich des Originaltextes mit einer oder mehrerer Übersetzungen,
begründete Auswahl der in einer Übersetzung nachzugestaltenden semantischen Elemente und Informationen eines griechischen Textes,
produktive Formen der Interpretation und Aneignung (Umsetzen ins Bild, Umwandlung in eine andere Textsorte [in deutscher oder ggf. griechischer Sprache]), ausdrucksvoller Vortrag, darstellendes Spiel),
Paraphrasieren von Texten,
Einordnen gelesener Textausschnitte in den jeweiligen Werkzusammenhang, Erfassen des gedanklichen Gehalts umfangreicherer Werke der griechischen Literatur. Selbst- und Sozialkompetenz
Bewusstsein für die Konstitution eines Textsinns durch sprachliche Strukturen des Satzes und des Textes,
Arbeitsteilige Bewältigung des komplexen Erschließungsund Übersetzungsvorgangs,
Fähigkeit und Bereitschaft zum Diskurs über Fragen des Textsinns und der Interpretation,
Suche nach gemeinsamen Standpunkten und Toleranz gegenüber anderen Standpunkten,
Aufgeschlossenheit und Fähigkeit zu kritischer und selbstkritischer Auseinandersetzung mit Textaussagen. Hinweise Ò D, E, Fr, Ru: sinnerfassendes Lesen Ò La: Techniken der Grobund Feindekodierung und Rekodierung Ò D: Techniken der Interpretation, literarische Gattungen