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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Regionale Schule
Deutsch (Gymnasium gesamtschule)
prozessbezogen
I Sprechen und Zuhören
23
II Schreiben
29
III Lesen
13
inhaltsbezogen
IV Sich mit Texten und anderen Medien auseinandersetzen
36
V Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
27
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Zu anderen sprechen
äußern sich verständlich und situationsadäquat auch in der gesprochenen Standardsprache,
verfügen über einen angemessenen Wortschatz,
kommunizieren mit Blick auf Adressaten und Ziele situations-angemessen,
nutzen ihre Vorbereitungen (z. B. Notizen) für die sach- und situationsgerechte, differenzierte Gestaltung vertrauter und unvertrauter Situationen,
bauen Redebeiträge in vertrauten und unvertrauten Situationen für andere nachvollziehbar und sinnvoll auf,
berücksichtigen bewusst ein Spektrum von Wirkungen ihrer Redeweise situations- und adressatengerecht,
wählen geeignete (multimodale) Medien sinnvoll aus und setzen diese gezielt ein, um den Inhalt und die Wirkung eigener Sprechbeiträge zu unterstützen,
geben in vertrauten und unvertrauten Situationen gezielt Feedback zu Redebeiträgen,
nutzen reflektiert technische Möglichkeiten beim digitalen Kommunizieren in vertrauten und unvertrauten Situationen.
Verstehend zuhören
können in einem Spektrum vertrauter und unvertrauter Kommunikationssituationen verstehend zuhören,
hören in einem Spektrum vertrauter und unvertrauter Situationen sinnverstehend zu,
wählen aus einem Repertoire kognitiver und metakognitiver Strategien aus, die sie vor, während und nach dem Zuhören einsetzen.
Mit anderen sprechen
gestalten vertraute und unvertraute Gesprächssituationen verständlich, zuhörerbezogen, themenbezogen und konstruktiv,
beachten gemeinsam entwickelte oder für öffentliche Kommunikation prototypische Gesprächsregeln; gestalten eine wertschätzende Gesprächsatmosphäre,
formulieren in vertrauten und unvertrauten Situationen angemessen, gehen auf die Gesprächspartnerin bzw. den Gesprächspartner und die jeweilige Situation ein,
nehmen in Gesprächen verschiedene Rollen ein und richten diese an den jeweiligen Zielen aus,
praktizieren ein Spektrum von Gesprächs- und Lernformen,
wenden ein Spektrum von allgemeinen und für Gesprächs- und Lernformen spezifischen Strategien an,
sprechen über das sprachliche und literarische Lernen sowie über Lernerfahrungen.
Vor anderen sprechen
leisten längere, auch freie Beiträge adressatenorientiert und mit Hilfe eines Stichwortzettels / einer Gliederung / von Notizen / eines Textes,
nutzen typische Werkzeuge für das Sprechen vor anderen,
planen, organisieren und gestalten Formen des Präsentierens,
planen und gestalten Formen des szenischen Sprechens und Spielens.
Über Schreibfertigkeiten verfügen
schreiben Wörter, Wortgruppen und Sätze flüssig und korrekt und formulieren ihre Gedanken weitgehend flüssig,
schreiben Texte in einem der Situation angemessenen Tempo,
gestalten Texte handschriftlich und mithilfe digitaler Schreibwerkzeuge übersichtlich und zielorientiert, bauen sie sinnvoll auf und strukturieren diese.
Orthografisch schreiben
schreiben Kernwörter richtig,
schreiben auch wichtige Fachbegriffe und Fremdwörter richtig,
schreiben Satzanfänge, Eigennamen und Kerne von Nominalgruppen groß,
kennen und nutzen die Interpunktionszeichen,
verfügen über Fehleraufmerksamkeit und nutzen Strategien zur Klärung orthografischer Fragen,
nutzen Rechtschreibhilfen wie Wörterbücher oder digitale Rechtschreibhilfen,
überprüfen und korrigieren Texte auf orthografische Richtigkeit.
Texte planen und strukturieren
organisieren ihre Schreibumgebung,
sammeln Ideen, ordnen Informationen und fertigen eine Gliederung an,
sammeln vielfältige sprachliche und gestalterische Mittel: Wörter und Wortfelder, Formulierungen,
Texte formulieren
formulieren Texte gedanklich geordnet, verständlich, kohärenzstiftend und strukturiert, sprachlich angemessen, abwechslungsreich und differenziert,
formulieren Texte auch für unbekannte, unterschiedliche und abstrakte Adressaten angemessen,
realisieren sicher mit einem Spektrum unterschiedlicher Textsorten grundlegende kommunikative und personalheuristische Schreibfunktionen,
nutzen kooperative, produktive und kreative Schreibformen,
kennen und nutzen die Möglichkeiten digitaler Schreibwerkzeuge zur Formulierung und Gestaltung von Texten,
erstellen Schaubilder, Diagramme und Tabellen und integrieren diese sprachlich in den eigenen, auch digitalen, Text,
nehmen Gedanken und deutlich markierte Positionen anderer in den eigenen Text auf und positionieren sich zu ihnen,
formulieren eigene Positionen und begründen diese,
integrieren Textbelege und andere Quellen formal richtig in den eigenen Text,
kennen Formulierungsstrategien und wenden diese an, reflektieren ihren Strategieeinsatz.
Texte überarbeiten
erkennen den Überarbeitungsbedarf von Texten, überlegen Schritte zur Textüberarbeitung und setzen diese um,
formulieren und nutzen textsortenspezifische Kriterien für die Textüberprüfung und - überarbeitung,
überprüfen eigene und fremde Texte kriteriengeleitet auch auf der Basis von Rückmeldungen und überarbeiten diese,
holen Text-Feedback ein und formulieren selbst auch Feedback zu Texten anderer,
nutzen bei der Textüberarbeitung digitale Schreibwerkzeuge und reflektieren diese,
kennen sowohl allgemeine als auch textsortenspezifische Überarbeitungsstrategien und wenden diese an. Sie reflektieren sowohl ihren Überarbeitungsprozess als auch den Strategieeinsatz.
Lesefertigkeiten: Flüssig lesen
nutzen die schriftsprachlichen Informationen beim Lesen,
verfügen über eine sichere Worterkennung,
lesen komplexere Texte sinngestaltend vor,
lesen in angemessenem Tempo.
Lesefertigkeiten: Über Lesetechniken verfügen
orientieren sich sicher in und zwischen Texten unterschiedlicher Komplexität und verschaffen sich auch mithilfe textueller Lesehilfen einen Überblick: überfliegendes, selegierendes, navigierendes Lesen.
Lesefähigkeiten: Leseverstehen
ermitteln explizite oder durch Erschließen zu gewinnende Textinformationen auf lokaler Ebene und beachten dabei auch sprachliche Mittel zur Sicherung des Textzusammenhangs,
stellen bei multimodalen Texten Bezüge zwischen Text, Bild und Ton her,
nutzen bei digitalen Texten Navigationsstrukturen zur Gewinnung von Textinformationen,
verknüpfen Textinformationen, ziehen auch unter Nutzung ihres Vorwissens Schlussfolgerungen und konstruieren ein Gesamtverständnis.
Lesefähigkeiten: Über Strategien zum Leseverstehen verfügen
verfügen über ein Repertoire verschiedener kognitiver und metakognitiver Lesestrategien zum Einsatz in den unterschiedlichen Phasen des Lesens,
bereiten das Lesen vor,
lesen Texte organisierend, elaborierend und reflektierend,
bereiten das Lesen nach.
Über Textwissen verfügen
kennen ein Spektrum von Werken bedeutender Autorinnen und Autoren und setzen sich mit den Texten und ihren Leseerfahrungen auseinander,
unterscheiden epische, lyrische und dramatische Texte,
kennen Merkmale medialer und szenischer Gestaltung und ihre Wirkung,
stellen an ausgewählten Beispielen Zusammenhänge zwischen Text und Kontext her, insbesondere Entstehungszeit, Epoche, Leben des Autors/der Autorin,
kennen sprachliche Gestaltungsmittel und beschreiben ihre Wirkung im Text,
unterscheiden zentrale Textmuster wie Erzählen, Berichten, Beschreiben, Argumentieren,
unterscheiden zentrale Funktionen pragmatischer Textsorten wie informierend, argumentierend, regulierend, unterhaltend, instruierend,
nutzen Angaben zum Wirklichkeitsbezug von Texten als Rezeptionshinweise,
nutzen ein Spektrum auditiver und audiovisueller Medien für persönliche oder schulische Zwecke bedarfsgerecht,
kennen typische Formen digitaler Textstrukturierung und nutzen sie zielorientiert.
Sich im Medienangebot orientieren
nutzen unterschiedliche Informationsangebote und Recherchemöglichkeiten,
bewerten Rechercheergebnisse im Hinblick auf ihre thematische Relevanz und Verlässlichkeit
Literatur in unterschiedlicher Medialität
nutzen implizite und explizite Informationen zum Aufbau von Textverständnis und zur Entwicklung einer differenzierten Deutung,
nutzen Fachbegriffe bei der Texterschließung,
formulieren eigene Deutungen von Texten und belegen diese,
formulieren Wertungen von Texten und begründen sie differenziert,
stellen Bezüge zwischen literarischen Texten, Medien und deren Motiven her und nutzen Vergleiche für die Deutung und Wertung, auch intermedial,
vergleichen Handlungen und Handlungsmotive von Figuren mit vertrauten Handlungen und Handlungsmotiven und nehmen begründete Wertungen vor,
überprüfen eigene und fremde Deutungshypothesen,
setzen ermittelte Aussagen und Deutungen kritisch zu eigenen Wertvorstellungen, Welt- und Selbstkonzepten in Beziehung,
tauschen sich mit anderen zu Text- bzw. Medienwahrnehmungen, -deutungen und -wertungen aus, setzen sich mit vorgebrachten Deutungen und Argumenten auseinander und formulieren fundierte eigene Auffassungen,
nutzen handlungs- und produktionsorientierte Verfahren, um ihre Deutung zu entwickeln und darzustellen und um Strukturen literarischer Texte nachzuvollziehen,
gestalten Texte unterschiedlicher medialer Form szenisch,
tragen literarische Texte nach Vorbereitung sinngestaltend und ausdrucksstark vor.
Pragmatische Texte in unterschiedlicher Medialität
erschließen aus einem oder mehreren Texten unterschiedlicher Komplexität zielgerichtet relevante Informationen, ordnen, selegieren und vergleichen diese und prüfen ihren Sachgehalt,
werten auch komplexere nichtlineare und multimodale Texte zielorientiert aus, um über ein Thema zu sprechen oder zu schreiben,
unterscheiden Information und Wertung in Texten,
unterscheiden informierende, erzählende und appellierende Elemente in Texten,
stellen Zusammenhänge zwischen Intentionen, Textmerkmalen, sprachlichen Gestaltungsmitteln und Wirkungen her,
beziehen Textaussagen auf eigene Welt- und Wertvorstellungen und überprüfen diese,
ermitteln und beurteilen die Wirkungsabsichten von Texten. Beitrag des Faches Deutsch zum Kompetenzerwerb
Digitale Formate und Umgebungen
kennen medienspezifische Gestaltungsmittel und beschreiben ihre Wirkung,
unterscheiden digitale Angebote in Bezug auf ihre Funktion und Wirkung nach informierend, unterhaltend, argumentierend und appellierend,
unterscheiden Nutzungsformen digitaler Formate und Umgebungen und stellen Zusammenhänge zwischen Intentionen, Gestaltung und Wirkung her,
untersuchen den Zusammenhang von digitalen Nutzerprofilen, Algorithmen, Gestaltung und Wirkung digitaler Angebote und nehmen kritisch Stellung,
nutzen digitale Werkzeuge zielgerichtet und reflektiert für die Gestaltung eigener medialer Produkte.
Sprachliche Verständigung und sprachliche Vielfalt untersuchen
untersuchen und reflektieren sprachliche Verständigung und sprachliche Variation in Texten, Gesprächen und Formen digitaler Kommunikation,
untersuchen und reflektieren Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit,
nutzen ihre Einsichten für das eigene Sprachhandeln.
Sprachliche Verständigung als Form des Handelns
unterscheiden beim Sprachhandeln die Handlungs-, Inhalts- und Beziehungsebene und untersuchen deren Zusammenwirken in Bezug auf gelingende vs. misslingende Kommunikation, öffentliche vs. private Kommunikationssituationen,
untersuchen Merkmale der Adressatenorientierung und beschreiben ihre Bedeutung für das angemessene sprachliche Handeln,
untersuchen Normen demokratischer Gesprächs- und Kommunikationskultur und sprachlicher Höflichkeit in analogen und digitalen Umgebungen und nutzen diese versiert für die sprachliche Gestaltung eigener Äußerungen sowie für den Umgang mit den sprachlichen Äußerungen anderer,
nutzen ausgewählte digitale Technologien zielgerichtet und reflektiert als Werkzeuge der Kommunikation und der Informationsgewinnung.
Mündliche und schriftliche Kommunikation
untersuchen monologische und interaktionale Formen des Sprechens und des Schreibens hinsichtlich ihrer Struktur und Organisation,
untersuchen die Anforderungen an die Rollen von Sprechern, Schreibern, Hörern und Lesern im Hinblick auf gelingende Kommunikation und werden diesen im eigenen sprachlichen Handeln gerecht,
unterscheiden an ausgewählten Beispielen grundlegende Textfunktionen,
nutzen ihr Wissen über Textfunktionen für das eigene Schreiben und für die Erschließung von Texten.
Ausprägungen und Bedingungen sprachlicher Variation und Vielfalt
unterscheiden Ausprägungen von Sprache und Sprachvariationen und reflektieren Verwendungsweisen,
unterscheiden informelle und elaborierte Mündlichkeit und Schriftlichkeit und können Wirkungen einschätzen,
untersuchen ausgewählte Erscheinungen des Sprachwandels,
vergleichen sprachliche Phänomene in verschiedenen Sprachen wie Herkunfts- und Fremdsprachen, auch im Hinblick auf individuelle und gesellschaftliche Mehrsprachigkeit. Beitrag des Faches Deutsch zum Kompetenzerwerb
Wörter und Sätze
untersuchen Wörter und Wendungen in ihrer Struktur und hinsichtlich ihrer Verwendungsbedingungen, ihrer Bedeutung und ihrer Beziehungen zu anderen Wörtern,
nutzen Wörter, Wendungen und Formulierungsmuster funktional und erweitern ihren Wortschatz,
nutzen grammatische Operationen und Fachbegriffe für die differenzierte Untersuchung sprachlicher Struktureinheiten,
untersuchen Satzstrukturen, insbesondere Satzglieder, Attribute, Satz- und Nebensatztypen,
ermitteln den funktionalen Beitrag von Wörtern verschiedener Wortarten zum Aufbau von Sätzen,
unterscheiden zentrale grammatische Mittel hinsichtlich ihrer Struktur und ihrer Funktion im sprachlichen Handeln.
Texte und Gespräche
untersuchen vergleichend den Aufbau von Texten und Gesprächen strukturell und funktional unter Anwendung von Fachbegriffen und ermitteln Gemeinsamkeiten und Unterschiede,
nutzen ihr Wissen zu sprachlichen Gestaltungsmitteln für die Beschreibung und Untersuchung von Texten, Reden, Gesprächen und Formen digitaler Kommunikation.
Rechtschreibung
untersuchen Schreibweisen von Wörtern, Wortgruppen und Sätzen,
tauschen sich über die Schreibung von Wörtern und Sätzen, auch über orthografische Zweifelsfälle und die Interpunktion aus.
Aussprache
nutzen die Konventionen der gesprochenen Standardsprache weitgehend routiniert und situationsangemessen.
Ressourcen zur deutschen Sprache
nutzen Wörterbücher, Grammatiken, digitale Rechtschreibhilfen und Informationsangebote zum Deutschen für das Nachschlagen von Schreibungen, grammatischen Verwendungsweisen und - kontexten.
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Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern — Rahmenplan Deutsch, Jahrgangsstufe 7 bis 10, 2025
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