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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Schulartunabhängige Orientierungsstufe
Deutsch
prozessbezogen
I Sprechen und Zuhören
22
II Schreiben
30
III Lesen
15
inhaltsbezogen
IV Sich mit Texten und anderen Medien auseinandersetzen
25
V Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
26
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Zu anderen sprechen
äußern sich verständlich und situationsadäquat in der gesprochenen Standardsprache,
verfügen über einen angemessenen Wortschatz,
kommunizieren mit Blick auf Adressaten und Ziele situationsangemessen,
nutzen ihre Vorbereitungen (z. B. Notizen) für die sach- und situationsgerechte Gestaltung ihrer Redebeiträge in vertrauten und unvertrauten Situationen,
berücksichtigen typische Wirkungen der Redeweise situations- und adressatengerecht, z. B. Lautstärke, Betonung, Sprechtempo, Stimmführung, Gestik, Mimik,
wählen geeignete (multimodale) Medien mit Unterstützung sinnvoll aus und setzen diese gezielt ein, um den Inhalt und die Wirkung eigener Sprechbeiträge zu unterstützen,
geben in vertrauten und unvertrauten Situationen nach vorgegebenen Kriterien gezielt Feedback zu Redebeiträgen,
nutzen technische Möglichkeiten beim digitalen Kommunizieren in vertrauten und unvertrauten Situationen.
Verstehend zuhören
können in vertrauten und unvertrauten Kommunikationssituationen verstehend zuhören,
hören in vertrauten und unvertrauten Situationen sinnverstehend zu und können wesentliche Informationen wiedergeben und dazu Fragen stellen,
wählen aus grundlegenden kognitiven und metakognitiven Strategien aus, die sie vor, während und nach dem Zuhören einsetzen.
Mit anderen sprechen
beteiligen sich in vertrauten und unvertrauten Gesprächssituationen mit verständlichen, zuhörerbezogenen, themenbezogenen und konstruktiven Beiträgen,
beachten gemeinsam entwickelte prototypische Gesprächsregeln; gestalten eine wertschätzende Gesprächsatmosphäre,
formulieren in vertrauten und unvertrauten Situationen angemessen, gehen auf die Gesprächspartnerin bzw. den Gesprächspartner und die jeweilige Situation ein,
praktizieren ausgewählte Gesprächs- und Lernformen, z. B. Rollenspiele, Diskussionen, Interviews,
wenden allgemeine und für Gesprächs- und Lernformen spezifische Strategien an, z. B. Feedback,
sprechen über das sprachliche und literarische Lernen sowie über Lernerfahrungen. 1 Die Konkretisierung erfolgt in Orientierung an den KMK-Bildungsstandards für den Ersten Schulabschluss (Berufsreife) Konkretisierung der Standards in den Kompetenzbereichen
Vor anderen sprechen
tragen Texte gestaltend vor, z. B. Gedicht,
leisten Beiträge adressatenorientiert und mit Hilfe eines Stichwortzettels / einer Gliederung / von Notizen / eines Textes, z. B. Referat,
nutzen typische Werkzeuge für das Sprechen vor anderen, z. B. Tafel, Plakat, Moderationskarten, Präsentationssoftware,
planen und gestalten typische Formen des Präsentierens,
planen und gestalten Formen des szenischen Sprechens und Spielens.
Über Schreibfertigkeiten verfügen
schreiben Wörter, Wortgruppen und Sätze lesbar, flüssig und korrekt und formulieren ihre Gedanken weitgehend flüssig,
schreiben Texte in einem der Situation angemessenen Tempo,
gestalten Texte handschriftlich und mithilfe digitaler Schreibwerkzeuge übersichtlich und zielorientiert, bauen sie sinnvoll auf und strukturieren diese, z. B. Blattaufteilung, Rand, Absätze.
Orthografisch schreiben
kennen grundlegende wort- und satzbezogene Rechtschreibstrategien und wenden diese an,
schreiben Kernwörter, häufig vorkommende Wörter und Fachbegriffe und Fremdwörter richtig,
schreiben Satzanfänge, Eigennamen und prototypische Kerne von Nominalgruppen groß,
kennen und nutzen die Interpunktionszeichen,
verfügen über Fehleraufmerksamkeit und nutzen Strategien zur Klärung orthografischer Fragen,
nutzen Rechtschreibhilfen wie Wörterbücher,
überprüfen und korrigieren Texte auf orthografische Richtigkeit. Texte verfassen
1. Texte planen und strukturieren
organisieren ihre Schreibumgebung,
sammeln Ideen, ordnen Informationen und fertigen eine Gliederung an, z. B. Mindmap,
sammeln sprachliche und gestalterische Mittel: Wörter und Wortfelder, Formulierungen,
stellen Überlegungen zu verschiedenen Adressaten, deren unterschiedlichem Vorwissen und ihren Lesezielen an,
berücksichtigen entsprechend dem Schreibziel die Schreibabsicht, Schreibsituation und Textfunktion,
entwickeln gemäß der Schreibaufgabe einen Schreibplan,
nutzen Informationsquellen gezielt und angemessen, z. B. Bibliothek, Nachschlagewerk, Internet,
planen Texte und strukturieren diese, z. B. Einleitung-Hauptteil-Schluss. Konkretisierung der Standards in den Kompetenzbereichen
2. Texte formulieren
formulieren Texte gedanklich geordnet, verständlich, und strukturiert sowie sprachlich angemessen,
formulieren Texte auch für unbekannte und unterschiedliche Adressaten angemessen,
realisieren mit unterschiedlichen Textsorten grundlegende kommunikative und personale Schreibfunktionen, z. B. Erlebnisbericht, Bericht, Gegenstands-/ Personen-/ Vorgangsbeschrei-bung, Brief,
nutzen kooperative, produktive und kreative Schreibformen,
fassen Informationen aus linearen und nichtlinearen Texten zusammen,
kennen Formulierungsstrategien und wenden diese an,
kennen und nutzen die Möglichkeiten digitaler Schreibwerkzeuge.
a) Texte überarbeiten
erkennen anhand vorgegebener Kriterien den Überarbeitungsbedarf von Texten und setzen diese um,
überprüfen eigene und fremde Texte kriteriengeleitet auf der Basis von Rückmeldungen und überarbeiten diese,
holen Text-Feedback ein und formulieren selbst auch Feedback zu Texten anderer,
kennen sowohl allgemeine als auch textsortenspezifische Überarbeitungsstrategien und wenden diese an,
nutzen bei der Textüberarbeitung digitale Schreibwerkzeuge.
Lesefertigkeiten: Flüssig lesen
nutzen die schriftsprachlichen Informationen beim Lesen, z. B. Silben, Großschreibung, Interpunktion,
verfügen über eine sichere Worterkennung,
lesen komplexere Texte nach Vorbereitung sinngestaltend vor,
lesen in angemessenem Tempo.
Lesefertigkeiten: Über Lesetechniken verfügen
orientieren sich in und zwischen Texten unterschiedlicher Komplexität und verschaffen sich auch mithilfe textueller Lesehilfen einen Überblick: überfliegendes, selegierendes, navigierendes Lesen.
Lesefähigkeiten: Leseverstehen
ermitteln explizite oder durch einfaches Erschließen zu gewinnende Textinformationen auf lokaler Ebene und achten dabei auf den Textzusammenhang,
stellen bei multimodalen Texten einfache Bezüge zwischen Text, Bild und Ton her,
nutzen bei digitalen Texten Navigationsstrukturen zur Gewinnung von Textinformationen,
verknüpfen Textinformationen, ziehen auch unter Nutzung ihres Vorwissens Schlussfolgerungen und konstruieren ein Gesamtverständnis.
Lesefähigkeiten: Über Strategien zum Leseverstehen verfügen
erlernen Lesestrategien zum Einsatz in den unterschiedlichen Phasen des Lesens,
bereiten das Lesen vor,
lesen Texte organisierend, z. B. unbekannte Wörter unterstreichen und nachfragen, Aussagen für das Leseziel markieren
lesen elaborierend, z. B.: Fragen an den Text stellen, über den Text hinausdenken,
lesen reflektierend, z. B.: Textverstehen prüfen, Verstehensschwierigkeiten erkennen und beheben,
bereiten das Lesen nach, z. B. zentrale Textaussagen wiedergeben, wertende Einschätzung zum Text abgeben, eigenen Wissenszuwachs prüfen. Konkretisierung der Standards in den Kompetenzbereichen
Über Textwissen verfügen
kennen Autorinnen und Autoren und setzen sich mit den Texten und ihren Leseerfahrungen auseinander,
unterscheiden epische und lyrische Texte, z. B. Märchen, Fabel, Sage, Gedicht,
kennen Merkmale szenischer Gestaltung, z. B. Musik und Geräusche,
kennen sprachliche Gestaltungsmittel bezüglich des gezielten Einsatzes von Wortarten und deren Wirkung im Text,
unterscheiden zentrale Textmuster wie Erzählen, Berichten, Beschreiben,
unterscheiden zentrale Funktionen pragmatischer Textsorten wie informierend und unterhaltend,
nutzen auditive und audiovisuelle Medien, z. B. Hörspiel oder kurze Filmszenen für persönliche oder schulische Zwecke bedarfsgerecht.
Sich im Medienangebot orientieren
nutzen unterschiedliche Informationsangebote und Recherchemöglichkeiten, z. B. Bibliothek,
bewerten Rechercheergebnisse im Hinblick auf ihre thematische Relevanz, z. B. Informationen zum Autor. Texte in unterschiedlicher medialer Form erschließen und nutzen
a) Literatur in unterschiedlicher Medialität
nutzen Informationen zum Aufbau von Textverständnis und zur Entwicklung einer Deutung, z. B. Figuren und Figurenkonstellation, Handlungs- und Konfliktverlauf,
nutzen Fachbegriffe bei der Texterschließung, z. B. Autor, Erzähler, Figur, Dialog, Strophe, Vers, Reim,
formulieren eigene Deutungen von Texten, z. B. Moral einer Fabel,
formulieren Wertungen von Texten und begründen sie, z. B. bei Buchvorstellungen,
vergleichen Handlungen und Handlungsmotive von Figuren mit vertrauten Handlungen und Handlungsmotiven und nehmen begründete Wertungen vor,
tauschen sich mit anderen zu Text- bzw. Medienwahrnehmungen, -deutungen und - wertungen aus,
nutzen handlungs- und produktionsorientierte Verfahren, um ihre Deutung zu entwickeln und darzustellen,
gestalten Texte unterschiedlicher medialer Form szenisch, z. B. Märchen und Fabeln,
tragen literarische Texte nach Vorbereitung sinngestaltend vor, z. B. Fabeln. IV Sich mit Texten und anderen Medien auseinandersetzen
b) Pragmatische Texte in unterschiedlicher Medialität
erschließen aus Sach- und Gebrauchstexten zielgerichtet relevante Informationen, ordnen, prüfen und ergänzen diese,
werten auch nichtlineare Texte zielorientiert aus, um über ein Thema zu sprechen oder zu schreiben,
unterscheiden informierende und erzählende Elemente in Texten,
beziehen Textaussagen auf eigene Welt- und Wertvorstellungen und überprüfen diese.
c) Digitale Formate und Umgebungen
unterscheiden ihre Lebenswirklichkeit von Realitätsdarstellungen und der Darstellung fiktionaler Welten in Medien,
unterscheiden digitale Angebote in Bezug auf ihre Funktion und Wirkung nach informierend und unterhaltend, z. B. im Internet,
nutzen digitale Werkzeuge zielgerichtet für die Gestaltung eigener medialer Produkte, z. B. Präsentationen. Konkretisierung der Standards in den Kompetenzbereichen
Sprachliche Verständigung und sprachliche Vielfalt untersuchen
erfahren und beschreiben Unterschiede zwischen Mündlichkeit und Schriftlichkeit, z. B. bei der Verwendung der Zeitformen Perfekt und Präteritum,
benennen Bedingungen für das Gelingen von Kommunikation,
unterscheiden Sprechweisen und schätzen ihre Wirkung ein,
nutzen ihre Einsichten für das eigene Sprachhandeln,
erkennen Beispiele fremdsprachlicher Einflüsse.
Sprachliche Verständigung als Form des Handelns
kennen Grundbedingungen gelingender Kommunikation und unterscheiden die Inhalts- und Beziehungsebene,
untersuchen Merkmale der Adressatenorientierung und nutzen sie für das angemessene sprachliche Handeln,
untersuchen an ausgewählten Beispielen Normen demokratischer Gesprächs- und Kommunikationskultur und sprachlicher Höflichkeit in analogen Umgebungen und nutzen diese für die sprachliche Gestaltung eigener Äußerungen sowie für den Umgang mit den sprachlichen Äußerungen anderer.
Mündliche und schriftliche Kommunikation
unterscheiden monologische und interaktionale Formen des Sprechens und des Schreibens, z. B. personal und informierend,
kennen Anforderungen an die Rollen von Sprechern, Schreibern, Hörern und Lesern im Hinblick auf gelingende Kommunikation,
nutzen ihr Wissen über verschiedene Textarten für das eigene Schreiben und für die Erschließung von Texten.
Ausprägungen und Bedingungen sprachlicher Variation und Vielfalt
unterscheiden angeleitet und an ausgewählten Beispielen Ausprägungen von Sprache und Sprachvariationen, z. B. Standardsprache, Alltagssprache, Chatsprache,
unterscheiden Mündlichkeit und Schriftlichkeit,
kennen Beispiele fremdsprachlicher Einflüsse. V Sprache und Sprachgebrauch untersuchen Sprachliche Strukturen untersuchen und nutzen
a) Wörter und Sätze
kennen Wörter und Wendungen in ihrer Struktur und hinsichtlich ihrer Verwendungsbedingungen, ihrer Bedeutung und ihrer Beziehungen zu anderen Wörtern,
nutzen Wörter, Wendungen und Formulierungsmuster funktional und erweitern ihren Wortschatz,
nutzen grammatische Operatoren und Fachbegriffe für die Untersuchung sprachlicher Struktureinheiten,
untersuchen an ausgewählten Beispielen Satzstrukturen, insbesondere Satzglieder, Attribute, Satz- und Nebensatztypen,
ermitteln an ausgewählten Beispielen den funktionalen Beitrag von Wörtern verschiedener Wortarten zum Aufbau von Sätzen,
unterscheiden zentrale grammatische Mittel hinsichtlich ihrer Struktur und ihrer Funktion im sprachlichen Handeln.
b) Texte und Gespräche
kennen den Aufbau von Texten und Gesprächen strukturell und funktional,
nutzen ihr Wissen zu sprachlichen Gestaltungsmitteln für die Beschreibung von Texten, Gesprächen und Formen digitaler Kommunikation.
c) Rechtschreibung
festigen ihr Wissen zu Schreibweisen von Wörtern, Wortgruppen und Sätzen,
tauschen sich über die Schreibung von Wörtern und Sätzen, auch über orthografische Zweifelsfälle und die Interpunktion aus.
d) Aussprache
nutzen die Konventionen der gesprochenen Standardsprache für die Gestaltung ihrer Äußerungen.
e) Ressourcen zur deutschen Sprache
nutzen Wörterbücher und Informationsangebote zum Deutschen für das Nachschlagen von Schreibungen.
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Ministerium für Bildung und Kindertagesförderung Mecklenburg-Vorpommern — Rahmenplan Deutsch, schulartunabhängige Orientierungsstufe, Jahrgangsstufen 5 und 6 (2025). Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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