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Lehrpläne Mecklenburg-Vorpommern
Schulartunabhängige Orientierungsstufe
Latein
prozessbezogen
Sachkompetenz
3
Methodenkompetenz
14
Selbstkompetenz
6
Sozialkompetenz
4
inhaltsbezogen
Lateinische Sprache
12
Texte und Textverständnis
17
Antike Kulturgeschichte und ihr Fortleben
2
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Sachkompetenz
Lateinische Sprache; Texte und Textverständnis; Antike Kultur und ihr Fortleben.
Texte zu erschließen, zu interpretieren und zu übersetzen.
Wichtige Bereiche und Begriffe des privaten, gesellschaftlichen und politischen Lebens der Antike kennen und die eigene Kultur als Ergebnis einer langen Tradition von der Antike bis in die Neuzeit und Moderne begreifen.
Methoden des Lernens
Schulung des Gedächtnisses durch die Arbeit am Wortschatz, am System verbaler und nominaler Formen und an den Regeln einer anders strukturierten Sprache.
Konzentration auf das Wesentliche.
Ausdauer und Exaktheit bei der Arbeit am sprachlichen Detail.
Einordnung sprachlicher Phänomene in das jeweilige System.
Sachgerechte Benutzung von Hilfsmitteln zur Gewinnung oder zur Absicherung des Textverständnisses: Abwägen von Bedeutungsvarianten, grafische Darstellung von inneren und äußeren Satzbeziehungen.
Methoden des problemlösenden Denkens
Wechselnder Einsatz von Induktion und Deduktion zum Gewinn von Erkenntnissen oder Sinnzusammenhängen.
Anwendung von Kenntnissen und Einsichten auf den jeweiligen Text (Transfer).
Wechselnder Einsatz von Analyse und Synthese zum Erhellen der Sinnzusammenhänge.
Angemessenes und konsequentes Herangehen an Schwierigkeiten (Methodenbewusstsein).
Strukturierung und Präsentation von Ergebnissen.
Methoden des hermeneutischen Verstehens
Entwicklung des Bewusstseins dafür, dass jede Übersetzung von einem Vorverständnis des Übersetzers ausgeht und die Aussagen des Textes nicht vollständig ausschöpfen kann.
Aufstellung und Prüfung von Arbeitshypothesen zur Verifikation und Falsifikation.
Berücksichtigung der wechselseitigen Abhängigkeit von Textganzem und Einzelaussagen.
Beachtung der Einbettung der jeweiligen Texte in das pragmatische Umfeld.
Selbstkompetenz
Intuition: Zum Verstehen lateinischer Texte bildet das spontane und gefühlsmäßige Erfassen von Sinnzusammenhängen einen ersten Zugang und Lösungsansatz zur Übersetzung.
Konzentration: Lateinische Texte erfordern wegen ihrer zahlreichen und oft mehrdeutigen Signale ein aufmerksames und angespanntes Herangehen, um das Geflecht von Aussagen und Problemstellungen zu durchschauen und ihren Sinn zu verstehen.
Ausdauer: Die anspruchsvollen Denkoperationen des Übersetzens verlangen Ausdauer und Zielstrebigkeit, um nicht vor den Schwierigkeiten der Texterschließung zu kapitulieren.
Kreativität: Viele Lösungen verlangen wegen der Andersartigkeit lateinischer und deutscher Sprachstrukturen für eine angemessene Übersetzung eine kreative Idee.
Selbstkritik: Fehler und Irrtümer auf dem Weg zur richtigen Übersetzung müssen erkannt und selbst korrigiert werden. Für die Revision von Bewertungen und Urteilen müssen die Schüler lernen, Abstand zum eigenen Vorgehen und zum eigenen Ergebnis herzustellen.
Verantwortungsbewusste Urteilsfähigkeit: Die antiken Lösungen menschlicher Probleme provozieren eine Beurteilung der antiken Werte, Normen und Haltungen. Die Schüler müssen ihre Stellungnahme begründen und verantworten. Sie nehmen ihre eigenen Lebensumstände bewusster und differenzierter wahr.
Sozialkompetenz
Kooperation: Das gemeinsame und zielgerichtete Arbeiten im Lateinunterricht erfordert die Bereitschaft der Lernenden, mit den Partnern zu kooperieren und im Team zu arbeiten.
Toleranz und Hilfsbereitschaft: Eine Lerngruppe besteht aus unterschiedlichen Individuen mit jeweils eigenen Denk- und Arbeitsweisen. Alle müssen bereit sein, Offenheit und Toleranz untereinander zu üben, auf andere Arbeitsstile Rücksicht zu nehmen und anders lautende Urteile und Bewertungen zu respektieren. Alle müssen bereit sein, anderen zu helfen und Hilfe anzunehmen.
Sachlichkeit: Das System der lateinischen Sprache erfordert eine Fähigkeit und Bereitschaft, sachbezogen im Umgang mit Problemen vorzugehen sowie eigene und fremde Urteile richtig einzuschätzen.
Verständnis und Einfühlungsvermögen: Die allmähliche Erschließung des Gedankenguts und der Wertvorstellungen der Antike befähigt die Schüler, sich in andere Menschen hineinzuversetzen und Fremdes besser zu verstehen.
Lateinischer Wortschatz
den ersten Teil des Grundwortschatzes, der in der gesamten Lehrbuchphase einen Umfang von etwa 1300 Vokabeln haben soll (Der genaue Wortschatz folgt dem Angebot des Lehrbuches.)
die korrekte Aussprache und Aussprache-Regeln
Grundregeln der Wortbildung
die Aufgliederung des Wortschatzes nach Wortarten, Wortfamilien, Wort- und Sachfeldern.
Lateinische Formenlehre
Deklinationsformen (Substantive, Adjektive, wichtige Pronomina)
Konjugationsformen
Infinitive und Partizipien
Lateinische Satzlehre
syntaktische Grundbegriffe (Satzglieder, Kongruenz)
Arten der Hauptsätze
Arten der Gliedsätze
satzwertige Konstruktionen (A. c. I., Partizipialkonstruktionen)
Tempora, Zeitstufen und Zeitverhältnisse.
Texterschließung
Erwartungshaltungen gegenüber Texten (z. B. aus der Überschrift, der Rollenverteilung bei Dialogen, den zeitlichen und logischen Beziehungen der Handelnden untereinander) zu bilden
ihre Erwartung an den Textsignalen zu überprüfen: Gliederungssignale (Texteinschnitte durch Personenwechsel, Zeitschnitte etc.); Kohärenzsignale (Konnektoren, Wort- und Sachfelder, Tempus und Modus); Gattungsmerkmale; Stilmerkmale
Informationen zum pragmatischen Umfeld eines Textes zu sammeln (historisch, biografisch, sachlich)
Übersetzungsmethoden anzuwenden (z. B. Wort-für-Wort-Methode, analytische und konstruierende Methode).
Textinterpretation
einen Text nachzuerzählen, zu paraphrasieren und zu gliedern
einen Text zusammenzufassen
die zentralen Aussagen eines Textes zu ermitteln
einen Text nach sachorientierten Leitfragen zu untersuchen
historische Voraussetzungen für das Verstehen zu erkennen
formale und inhaltliche Einzelbeobachtungen miteinander zu verknüpfen
die Aussageabsicht eines Textes zu erkennen
kreativ-produktiv mit Texten umzugehen (z. B. Umsetzung in Comics, Gestaltung eines Posters, Theaterspiel).
Übersetzung
ihr Verständnis eines Textes in deutscher Sprache wiederzugeben
eine Arbeitsübersetzung anzufertigen
mehrdeutige Signale des Textes mit Hilfe der Erkenntnisse, die bei der Texterschließung und Interpretation gewonnen wurden, festzulegen
die Textaussage von der lateinischen Sprachstruktur zu lösen und in die deutsche Sprachstruktur umzusetzen
die Vollständigkeit, den Sinn und die inhaltliche Geschlossenheit der Übersetzung zu überprüfen.
Antike Kulturgeschichte und ihr Fortleben
In den Jahrgangsstufen 5 und 6 sind viele Themen mit Gewinn für die Schüler zu behandeln – in den Bereichen: Sprache und Literatur (Latein: Mutter Europas); antikes Alltagsleben; Geschichte, Philosophie (kurze Lebensregeln); Religion und Mythologie (Sagenerzählungen) sowie materielle Kultur (Archäologie, Städtebau).
Auf das Fortleben antiker Kultur und ihre Rezeption in der europäischen Tradition an ausgesuchten Beispielen eingehen.
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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur Mecklenburg-Vorpommern: Rahmenplan für die Jahrgangsstufen 5 und 6 der allgemein bildenden Schulen, Fach Latein
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