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Lehrpläne Niedersachsen
Förderschule – Förderschwerpunkt Lernen
Katholische Religion
inhaltsbezogen
Nach dem Menschen fragen
20
Nach Gott fragen
20
Nach Jesus Christus fragen
19
Nach der Verantwortung des Menschen in der Welt fragen
18
Nach dem Glauben und der Kirche fragen
25
Nach Religionen fragen
19
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Nach dem Menschen fragen
Ende Schuljahrgang 2
nehmen Freude, Trauer, Angst, Wut und Geborgenheit als Erfahrungen menschlichen Lebens bei sich und anderen wahr und erleben sie in der Klassengemeinschaft.
kennen die Bedeutung menschlicher Beziehungen und gestalten sie.
Ende Schuljahrgang 4
nehmen Freude, Trauer, Angst, Wut und Geborgenheit als Erfahrungen menschlichen Lebens bei anderen wahr und drücken sie gestaltend aus.
kennen religiöse Formen, in denen Erfahrungen wie Freude und Trauer zum Ausdruck kommen.
nehmen Anteil an Freude und Trauer und verfügen über entsprechende Zeichen der Zuwendung.
Ende Schuljahrgang 6
erkennen, dass Freundschaft sich von anderen zwischenmenschlichen Beziehungen unterscheidet und einer aktiven Gestaltung bedarf.
entdecken und achten im anderen den Nächsten.
Ende Schuljahrgang 9
wissen um Formen des partnerschaftlichen Zusammenlebens und begreifen Respekt, Verantwortung, Wertschätzung und Liebe als unabdingbare Voraussetzung dafür.
Ende Schuljahrgang 2
nehmen wahr, dass das Leben einen Anfang und ein Ende hat.
Ende Schuljahrgang 4
kennen biblische Hoffnungsbilder als Zusage, dass Leben und Tod in Gottes Hand liegen und als Verheißung neuen Lebens nach dem Tod.
Ende Schuljahrgang 6
deuten biblische Hoffnungsbilder als Zusage, dass Leben und Tod in Gottes Hand liegen und als Verheißung neuen Lebens nach dem Tod.
Ende Schuljahrgang 9
stellen Fragen nach der Herkunft und der Zukunft des eigenen Lebens und der Welt.
stellen eigene und gängige Zukunfts- oder Jenseitsvorstellungen dar.
wissen um die Vielfalt und Wandelbarkeit eigener und fremder Antwortentwürfe.
Ende Schuljahrgang 2
wissen, dass nach biblischer Aussage jeder Mensch in seiner Einmaligkeit ein von Gott geliebtes Geschöpf ist.
Ende Schuljahrgang 4
erkennen, dass sie und ihre Mitmenschen Gaben und Stärken sowie Grenzen und Schwächen besitzen.
Ende Schuljahrgang 6
stellen sich ihren Konflikten, erkennen persönliche Schuld an, nehmen Vergebung an und gewähren sie.
stellen an Beispielen dar, wie Vergebung einen Neuanfang ermöglicht.
Ende Schuljahrgang 9
stellen die Bedeutung des Bußsakraments dar.
beziehen Position zur Rechtfertigung.
Nach Gott fragen
Ende Schuljahrgang 2
kennen biblische Geschichten und erfahren Gott darin als wichtigen Partner des Menschen für das Leben.
Ende Schuljahrgang 4
benennen und beschreiben anhand von biblischen Geschichten Gottesvorstellungen.
Ende Schuljahrgang 6
beschreiben die Vielfalt des biblischen Gottesbilds angesichts freud- und leidvoller menschlicher Erfahrungen.
Ende Schuljahrgang 9
geben die wichtigsten Elemente und das Gottesbild (Gott der Befreiung) der Exodus-Erzählung wieder.
deuten die Schöpfungserzählungen als Glaubenszeugnisse und setzen sie in Bezug zu naturwissenschaftlichen Theorien der Weltentstehung.
Ende Schuljahrgang 2
bringen ihre eigenen Vorstellungen von Gott zum Ausdruck.
Ende Schuljahrgang 4
können menschliche Vorstellungen von Gott vergleichen.
wissen, dass das Altes Testament Erfahrungen des Volkes Israel mit Gott erzählt und das Neue Testament Jesu frohe Botschaft von Gott verkündet.
Ende Schuljahrgang 6
setzen ihre Suche und ihr Fragen nach Gott und ihre eigene Gottesvorstellung zu bestimmten Geschichten und zu eigenen Erfahrungen in Beziehung.
Ende Schuljahrgang 9
zeigen an Beispielen, in welchen menschlichen Erfahrungen sich die Frage nach Gott heute stellt.
zeigen an Beispielen, dass Gottesbilder sich aufgrund von Erfahrungen verändern können.
stellen an einem Beispiel (Propheten, Taufe Jesu, Pfingsten, Firmung, Konfirmation) die Erfahrung Gottes als Heiliger Geist dar
Ende Schuljahrgang 2
kennen besondere Sprachformen, in denen eine vertrauensvolle Beziehung zu Gott sowie menschliche Grundhaltungen wie Loben, Danken und Bitten zum Ausdruck kommen.
haben an religiösen Ausdrucksformen des Gotteslobs teil.
Ende Schuljahrgang 4
wissen, dass das Reden von Gott einer eigenen Sprache bedarf.
kennen religiöse Sprache in geprägten und eigenen Formen und können sie gestalten.
Ende Schuljahrgang 6
legen an einem Beispiel dar, dass menschliches Staunen, Suchen und Fragen einen Zugang zu Gott eröffnen kann.
zeigen an Beispielen, dass Erfahrungen von Gelingen und Scheitern zum menschlichen Leben gehören und kennen Beispiele wie Menschen im Vertrauen auf Gott solche Situationen gemeistert haben.
Ende Schuljahrgang 9
zeigen sich offen gegenüber der Fragestellung, dass Reden von Gott nur analog zu verstehen ist.
zeigen an Beispielen und/oder wissen aus Erfahrungen, dass Lebensfragen im Vertrauen auf Gott bewältigt werden können.
Nach Jesus Christus fragen
Ende Schuljahrgang 2
wissen von der vorbehaltlosen Zuwendung Jesu zu anderen Menschen.
nehmen den Menschen Jesus von Nazareth in seinem Lebensumfeld wahr und kennen Situationen aus seinem Leben.
Ende Schuljahrgang 4
zeigen an Beispielen, dass Jesus sich vor allem ausgegrenzten Menschen (Arme, Kranke, Witwen, Menschen mit Behinderungen) zugewandt hat.
Ende Schuljahrgang 6
kennen Jesus in seinem Lebenskontext.
zeigen an Beispielen, dass Menschen durch Jesus die Liebe und Menschenfreundlichkeit Gottes erfahren haben.
Ende Schuljahrgang 9
begründen, warum die Botschaft Jesu Gegnerschaft hervorgerufen hat und hervorrufen kann.
Ende Schuljahrgang 2
wissen, dass Jesus von Gott gesprochen hat und erkennen seine enge Verbundenheit mit Gott.
Ende Schuljahrgang 4
wissen, dass Jesus Gottes neue Welt verkündet und gelebt hat.
Ende Schuljahrgang 6
kennen und deuten Gleichnisreden Jesu (Reich Gottes).
Ende Schuljahrgang 9
kennen zentrale Texte der Reich-Gottes-Verkündigung und erklären die Grundbegriffe „Reich Gottes“, „Sünde“ und „Umkehr“.
stellen anhand von Beispielen Jesu Verhältnis zu Gott dar.
Ende Schuljahrgang 2
wissen, dass Jesus Freunde und Freundinnen gefunden hat, die ihm nachfolgten.
Ende Schuljahrgang 4
deuten Jesu Tod als Konsequenz seiner Liebe zu Gott und den Menschen.
Ende Schuljahrgang 6
setzen das letzte Mahl Jesu mit seinen Jüngern in Bezug zur Eucharistiefeier der Kirche / Abendmahl.
kennen eine Passionsgeschichte und verstehen ansatzweise, dass Jesus Christus für „uns“ gestorben ist.
wissen, dass Jesus von seinen Jüngern als der Auferstandene erkannt und verkündet wurde.
stellen an Beispielen dar, dass der Glaube an die Auferstehung Menschen Mut und Hoffnung. gibt.
Ende Schuljahrgang 9
verstehen das Pfingstereignis als Beginn der Kirchengeschichte.
stellen sich die Frage, ob der Glaube an Jesus für sie Mut und Hoffnung für die Zukunft geben kann.
Nach der Verantwortung des Menschen in der Welt fragen
Ende Schuljahrgang 2
nehmen gelingendes und misslingendes Zusammenleben wahr und kennen Regeln für ein friedliches Zusammenleben in ihrem Lebensumfeld.
verstehen, dass Menschen sich aus Nächstenliebe für andere einsetzen.
Ende Schuljahrgang 4
kennen biblische Gebote als Wegweiser für das eigene Leben.
kennen Möglichkeiten der Hilfe für Schwache und Benachteiligte.
Ende Schuljahrgang 6
verstehen biblische Gebote als Wegweiser für ein gelingendes Leben.
kennen eigene Handlungsmöglichkeiten zur Lösung von Konflikten und können sie angemessen anwenden.
zeigen an Beispielen auf, wie sie als Menschen in ihrer Lebenswelt Verantwortung für sich und andere übernehmen können.
kennen Möglichkeiten der Hilfe für Schwache und Benachteiligte, benennen Motive dazu und beteiligen sich an ausgewählten Projekten.
Ende Schuljahrgang 9
zeigen an Beispielen, dass soziale Ungerechtigkeit und Machtmissbrauch zu allen Zeiten von prophetischen Menschen angeklagt worden sind.
Ende Schuljahrgang 2
nehmen die Schönheit der Schöpfung wahr und haben Anteil an Ausdrucksformen des Danks und Lobs.
kennen eigene Handlungsmöglichkeiten für einen guten Umgang mit der Schöpfung und wenden sie angemessen an.
Ende Schuljahrgang 4
wissen um die Verantwortung des Menschen für den Erhalt der Schöpfung, um ihre eigene Verantwortung und nehmen sie nach ihren Möglichkeiten wahr.
kennen biblische Texte, die davon erzählen, dass Gott dem Menschen Verantwortung für die Bewahrung der Schöpfung und eine gerechte Welt zutraut.
Ende Schuljahrgang 6
nehmen sich als Teil der Schöpfung wahr und setzen sich für die Bewahrung der Schöpfung ein.
erläutern an Beispielen, wie Kinder in anderen Ländern leben.
kennen Möglichkeiten, Kindern in der Einen Welt zu helfen.
Ende Schuljahrgang 9
kennen biblische Bilder der Vollendung der Schöpfung und nehmen Verantwortung für die Schöpfung heute wahr.
Ende Schuljahrgang 6
nehmen Möglichkeiten der Hilfe für Schwache und Benachteiligte wahr, benennen Motive dazu und beteiligen sich an ausgewählten Projekten.
Nach dem Glauben und der Kirche fragen
Ende Schuljahrgang 2
kennen zentrale christliche Feste und deren Bedeutung.
Ende Schuljahrgang 4
kennen die Feste und Zeiten des Kirchenjahres, deren Ursprungsgeschichten und die dazugehörigen Zeichen und Symbole.
kennen grundlegende Formen der religiösen Praxis und die christliche Bedeutung des Sonntags.
Ende Schuljahrgang 6
setzen das Kirchenjahr in Bezug zum Leben Jesu.
Ende Schuljahrgang 2
nehmen den Kirchenraum als heiligen Ort wahr und verhalten sich in ihm angemessen.
Ende Schuljahrgang 4
nehmen in einem Kirchenraum die unterschiedlichen Formen von gestaltetem Glauben wahr und können ein Beispiel deuten.
Ende Schuljahrgang 2
kennen Formen christlicher Glaubenspraxis.
wissen, dass in der Taufe das Angenommensein von Gott und die Aufnahme in die Gemeinschaft der Christen sichtbar werden.
Ende Schuljahrgang 4
nehmen altersgemäß an einem Gottesdienst verstehend teil und sind in der Lage, sich an der Vorbereitung gottesdienstlicher Feiern zu beteiligen.
kennen grundlegende Bedeutungen von Eucharistie und Versöhnung.
Ende Schuljahrgang 6
erfahren christliche Gemeinden als Ort des Glaubens.
kennen Menschen, deren Leben vom Glauben geprägt war oder ist und die aus diesem Verständnis heraus gehandelt haben oder handeln.
Ende Schuljahrgang 9
nehmen ihre persönliche Glaubensüberzeugung wahr und verleihen ihr Ausdruck.
reflektieren Situationen im Leben, in denen Glaube ihnen Hilfestellung und Entscheidungshilfe für die eigene Lebensführung bieten kann.
Ende Schuljahrgang 4
wissen, dass der gemeinsame christliche Glaube in verschiedenen Konfessionen gelebt wird.
kennen Menschen in ihrer Gemeinde, die den Gottesdienst und das Gemeindeleben (mit)gestalten.
Ende Schuljahrgang 6
kennen die Bedeutung von Ökumene und wissen, dass die Einheit der Kirche Auftrag Jesu Christi ist.
Ende Schuljahrgang 9
erläutern Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der katholischen und evangelischen Kirche.
kennen wichtige historische Ursachen der Reformation und der Kirchenspaltung.
Kennen die Vielfalt der christlichen Kirche.
Ende Schuljahrgang 6
kennen die Entstehungsgeschichte und den Aufbau der Bibel.
geben die Abrahamgeschichte in Grundzügen wieder und wissen, dass Abraham der „Stammvater des Glaubens“ ist.
Ende Schuljahrgang 9
kennen die Abkürzungen der wichtigsten biblischen Bücher und finden selbständig Perikopen.
kennen die Entstehungsgeschichten der Evangelien.
erläutern die Bedeutung Abrahams als „Stammvater des Glaubens“ für Juden, Christen und Muslime.
Nach Religionen fragen
Ende Schuljahrgang 2
wissen, dass Menschen verschiedenen Religionen angehören und dass es Menschen gibt, die keiner Religion angehören.
Ende Schuljahrgang 4
wissen, dass Menschen in unterschiedlichen Religionen über die Welt, das Leben und Gott nachdenken, Fragen stellen und Antworten suchen.
Ende Schuljahrgang 6
erklären die Bedeutung von einigen jüdischen Festen.
erläutern die Ausstattung und die Bedeutung der Synagoge für das jüdische Gemeindeleben.
stellen die Bedeutung der Tora für das jüdische Leben an Beispielen dar.
Ende Schuljahrgang 9
setzen sich begründet mit anderen religiösen Überzeugungen auseinander und kommunizieren respektvoll mit Angehörigen anderer Konfessionen bzw. Religionen.
Ende Schuljahrgang 2
nehmen wahr, dass Menschen an verschiedenen Orten und auf unterschiedliche Weise ihren Glauben ausdrücken.
Ende Schuljahrgang 4
entwickeln Verständnis dafür, dass sich Menschen aus religiösen Gründen anders verhalten als sie selbst.
Ende Schuljahrgang 6
kennen Beispiele muslimischen Lebens (möglichst) in ihrer näheren Umgebung.
kennen die Bedeutung des Korans für Muslime.
erklären die Bedeutung von einigen muslimischen Festen.
erläutern die Ausstattung und Bedeutung der Moschee für Muslime.
Ende Schuljahrgang 9
unterscheiden das christliche Verständnis von Auferstehung von anderen Vorstellungen über ein Leben nach dem Tod.
stellen beispielhaft sektenhafte Frömmigkeit als Fehlentwicklung einer Religion dar.
Ende Schuljahrgang 4
benennen wichtige Elemente der jüdischen Religion.
benennen wichtige Elemente des Islam.
Ende Schuljahrgang 6
benennen Verbindendes und Trennendes von christlicher, jüdischer und islamischer Glaubenspraxis.
Ende Schuljahrgang 9
erläutern Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum und Christentum sowie Christentum und Islam.
erläutern die Bedeutung Abrahams als „Stammvater des Glaubens“ für Juden, Christen und Muslime.
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Niedersächsisches Kultusministerium (2008): Materialien für einen kompetenzorientierten Unterricht, Förderschwerpunkt Lernen, Fach Katholische Religion, PDF-S. 592–637 (Kompetenzübersichten S. 603, 609, 615, 621, 627, 633; abweichende Detailformulierung S. 624). Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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