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Lehrpläne Niedersachsen
Gymnasiale Oberstufe
Latein
prozessbezogen
EF-5-7: Allgemeine Kompetenzen
2
EF-5-7: Sprachkompetenz
6
EF-5-7: Textkompetenz
8
EF-8: Allgemeine Kompetenzen
2
EF-8: Sprachkompetenz
13
EF-8: Textkompetenz
11
EF-neu: Sprachkompetenz
40
EF-neu: Textkompetenz
28
QPA: Allgemeine Kompetenzen
35
QPA: Textkompetenz
44
QPA: Sprachkompetenz
2
QPB: Sprachkompetenz
7
QPB: Textkompetenz
38
inhaltsbezogen
EF-5-7: Kulturkompetenz
7
EF-8: Kulturkompetenz
8
EF-neu: Kulturkompetenz
15
QPA: Kulturkompetenz
49
QPB: Kulturkompetenz
30
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
EF-5-7: Allgemeine Kompetenzen
erschließen anspruchsvollere Originaltexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
gewinnen einen vertieften Einblick in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur anhand entsprechender Texte4 von Autoren wie z. B. Plautus, Terenz, Cicero, Catull, Ovid, Martial, Plinius d. J., Curtius Rufus, Augustinus, Erasmus. Die Lektüre mindestens eines Dichters ist verbindlich.
EF-5-7: Sprachkompetenz
erklären häufig verwendete wissenschaftliche Termini von ihren lateinischen Wurzeln her.
nutzen selbstständig die eingeführte Systemgrammatik zur Wiederholung, Festigung und Ergänzung ihrer Sprachkenntnisse.
überblicken, analysieren und übersetzen auch komplexe Satzgefüge eines Originaltextes.
erweitern sukzessive ihre Sprachkenntnisse, indem sie den Konjunktiv im Relativsatz (final, kausal, konsekutiv) identifizieren und zielsprachlich angemessen übersetzen.
differenzieren sukzessive den Ablativus und Genitivus qualitatis als weitere Kasusfunktionen.
lesen bzw. tragen Originaltexte (Prosa und hexametrische Dichtung) nach sprachlicher, formaler und inhaltlicher Klärung und Vertiefung unter Beachtung der Betonungsregeln bzw. der Metrik sinnadäquat vor.
EF-5-7: Textkompetenz
untersuchen einen Text systematisch auf vorherrschende Textmerkmale.
stellen einen von ihnen analysierten Text unter Einsatz von Präsentationstechniken vor und erläutern ihre Analyse fachsprachlich korrekt.
geben umfangreiche Satzgefüge in der Zielsprache angemessen wieder.
berücksichtigen textsortenund autorenspezifische Merkmale bei der Übersetzung (v. a. Hyperbaton, Ellipse, historisches Präsens).
geben einfache lateinische poetische Texte im Deutschen adäquat wieder.
benennen die stilistischen Gestaltungsmittel Metapher, Trikolon, Personifikation, Hyperbaton und erläutern sie in ihrer kontextbezogenen Funktion.
analysieren einen poetischen Text (hexametrische Dichtung) metrisch.
vergleichen den übersetzten Text mit anderen Materialien und arbeiten die spezifischen Darstellungsmittel heraus. ein Einlesen ermöglicht wird.
EF-5-7: Kulturkompetenz
erwerben Kompetenzen in den Bereichen o privater und öffentlicher Raum: Leben im otium und negotium; Liebe und Erotik, o künstlerisch-kultureller Raum: Bildung (z. B. Rhetorikausbildung).
filtern auch aus argumentativen Texten thematisch relevante Sachinformationen heraus.
setzen sich mit der Welt der lateinischen Texte auseinander und stellen Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten zu ihrer eigenen Lebenswelt fest. Kernbegriffe: o otium cum dignitate o amor
setzen sich kritisch mit dem Phänomen der Wertetradition auseinander. Kernbegriffe: o dignitas o humanitas
erfassen die Einheit von Inhalt und sprachlicher Gestaltung (Stilistik, Metrik) als ein Wesensmerkmal literarischer Kunst.
identifizieren angeleitet kulturelle Zeugnisse (z. B. aus Literatur, Architektur, Kunst) als Fortwirken der römischen Antike.
setzen sich kritisch mit möglichen Bedeutungen von Rezeptionszeugnissen auseinander.
EF-8: Allgemeine Kompetenzen
erschließen leichte Originaltexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
gewinnen einen ersten Einblick in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur anhand entsprechender Texte6 von Autoren wie z. B. Nepos, Caesar, Phaedrus, Hygin, Gellius, Einhard, Caesarius von Heisterbach, anhand von Passagen der Vulgata oder der Legenda Aurea.
EF-8: Sprachkompetenz
beherrschen einen Grundwortschatz von ca. 1000 Wörtern und Wendungen.
beherrschen nach Maßgabe der gelesenen Originallektüre einen autorenund themenspezifischen Aufbauwortschatz.
nutzen ein zweisprachiges lateinisch-deutsches Wörterbuch für die selbstständige Übersetzung sachgerecht, indem sie sich u. a. kontextbezogen begründet für eine Bedeutung entscheiden.
erweitern sukzessive ihre Formenkenntnisse um: o Futur II, o unregelmäßige Steigerung der Adjektive, o Deponentien, o Indefinitpronomina.
ordnen die Formen von fieri in das Gesamtsystem der Formen ein.
nutzen nach Anleitung die eingeführte Systemgrammatik zur Wiederholung, Festigung und Ergänzung ihrer Sprachkenntnisse.
strukturieren mit ihrem Wissen um Satzglieder und ihre Füllungen komplexere lateinische Sätze vor.
erweitern sukzessive ihre syntaktischen Kenntnisse um den Infinitiv der Nachzeitigkeit Aktiv im AcI.
überblicken, analysieren und übersetzen auch komplexere Satzgefüge eines Originaltextes.
erweitern ihre Kenntnisse im Bereich der Konditionalsätze um den Potentialis.
erweitern sukzessive ihre Sprachkenntnisse, indem sie o nd + esse einschließlich Dativus auctoris o oratio obliqua o Futur II identifizieren und zielsprachlich angemessen übersetzen.
vergleichen den Gebrauch des Aktivs und Passivs im Lateinischen und Deutschen und übersetzen das lateinische Passiv dem Kontext und der Zielsprache angemessen.
lesen bzw. tragen Originaltexte (Prosa) nach sprachlicher, formaler und inhaltlicher Klärung und Vertiefung unter Beachtung der Betonungsregeln sinnadäquat vor. ein Einlesen ermöglicht wird.
EF-8: Textkompetenz
ziehen von ihnen selbstständig recherchierte Informationen zum Kontext (z. B. Autor, Thema) heran.
klären die Funktion und Bedeutung einzelner Wortgruppen und Wörter selbstständig.
arbeiten die Grobund Feinstruktur eines Textes anhand von Beiund Unterordnungssignalen heraus.
verwenden grafische Analysetechniken zur Darstellung komplexer Satzgefüge.
wenden verschiedene Übersetzungsstrategien an.
verwenden fachliche Hilfsmittel (z. B. Wörterbuch, Systemgrammatik) sachgemäß.
gliedern den Text unter Benennung der zentralen Aspekte selbstständig.
benennen zentrale Problemstellungen des Textes.
benennen weitere stilistische Gestaltungsmittel (z. B. Parallelismus, Chiasmus, Antithese, Klimax, Trikolon) und beschreiben ihre Wirkung.
benennen wichtige autorenund gattungsspezifische Merkmale (z. B. auktoriale Erzählweise bei Caesar).
legen die Bedeutungsdimensionen des Textes dar.
EF-8: Kulturkompetenz
erwerben Kompetenzen in den Bereichen o privater und öffentlicher Raum: Biografien behandelter Autoren und wichtiger antiker Persönlichkeiten; Sklavenfrage; Imperium Romanum (z. B. Romanisierung, Rom und Europa), o künstlerisch-kultureller Raum: Staatsarchitektur (z. B. Triumphbogen).
nutzen das Internet und andere Medien eigenständig und kritisch reflektierend.
zeigen vom lateinischen Originaltext ausgehend kulturelle Unterschiede und Gemeinsamkeiten zwischen Antike und Gegenwart auf.
reflektieren Erscheinungen und Fragestellungen (z. B. bellum iustum) in ihrer zeitgebundenen und zeitübergreifenden Dimension.
setzen sich mit der Welt der lateinischen Texte auseinander und stellen Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten zu ihrer eigenen Lebenswelt fest. Kernbegriffe: o familia, matrona, pater familias o cursus honorum, gloria, amicitia, fides, „do, ut des“ o bellum iustum, imperium, Romanisierung
erläutern begründet die Bedingtheit ihres Weltbildes und ihrer Wertvorstellungen und entnehmen der Auseinandersetzung mit fremden Wertvorstellungen Impulse für verantwortliches Handeln. Kernbegriffe: o patria potestas o mos maiorum o honor, virtus, gloria, fides, pietas
deuten Artefakte als eigene Ausdrucksformen römischer Kunst und Kultur.
vergleichen einen erarbeiteten Text mit Rezeptionszeugnissen (z. B. Text, Bild, Skulptur).
Lexik
verfügen über den Lernwortschatz ihres Lehrbuches.
wenden Techniken des Erschließens, Archivierens, Lernens, Wiederholens von Wörtern und Wendungen (z. B. Vokabelkasten, Vokabelheft, PC-Programm) selbstständig und eigenverantwortlich an.
entnehmen dem Wörterund Eigennamenverzeichnis des Lehrbuches selbstständig Informationen (z. B. Bedeutungen, Genitiv, Genus, Stammformen, Sacherläuterungen).
nennen als Wortbildungsbausteine bei Nomina Stamm7 und Endung (z. B. domin-us), bei Verben Stamm, Endung und ggf. Sprechvokal (z. B. dic-i-t). mit Polysemie umgehen: Bedeutungen differenzieren Die Schülerinnen und Schüler …
differenzieren kontextbezogen polyseme Wörter (z. B. basilicam petere, auxilium petere; deos colere, agros colere) und wählen bei der Übersetzung kontextbezogen das passende deutsche Wort.
beschreiben das Konzept von Kernbegriffen, die in der Welt der Römer verankert sind (z. B. virtus, imperium, gloria, honor), und wählen bei der Übersetzung kontextbezogen entsprechende deutsche Begriffe. Auf die Differenzierung von Wortstock und -stamm wird verzichtet. Sprachen vergleichen: Wortschatz und Ausdrucksfähigkeit im Deutschen erweitern Die Schülerinnen und Schüler …
führen häufig verwendete Fremdund Lehnwörter auf das lateinische Ursprungswort zurück und beschreiben den Bedeutungswandel (z. B. forum – Forum). sprachliche Phänomene metasprachlich beschreiben Die Schülerinnen und Schüler …
verwenden ein metasprachliches Vokabular zur Beschreibung von behandelten sprachlichen Phänomenen und fachspezifischen Verfahren.
Morphologie
bestimmen und unterscheiden die Formen der Paradigmen: o der Substantive der 1. – 5. Deklination (erkennen bei der 3. Deklination auch -ium als Gen. Pl.), o der Adjektive der 1. – 3. Deklination (inkl. der i-Stämme), o der regelmäßigen Komparation der Adjektive, o der Partizipien, o der Pronomina (Personal-, Relativ-, Possessiv-, Demonstrativ-, Reflexiv-, Interrogativpronomina), o der Verben der a-, e-, iund kons. Konjugation im Aktiv und Passiv des Indikativ Präsens und im Indikativ Perfekt Aktiv (inkl. kurzvokalischer i-Konjugation), o esse/posse im Indikativ Präsens und Perfekt Aktiv, o der Zwei-Wort-Formen (Indikativ des Perfekt/Plusquamperfekt Passiv).
bestimmen die Imperative aller Konjugationen.
identifizieren die Adverbien (auch in der Komparation).
identifizieren Formen im o Konjunktiv Präsens, o Indikativ und Konjunktiv Imperfekt, o Indikativ und Konjunktiv Perfekt, o Indikativ und Konjunktiv Plusquamperfekt, o Futur I anhand der Signale für o Person / Numerus / Genus verbi, o Tempus und Modus.
zerlegen die o. g. Formen in die bekannten Bausteine.
bestimmen Einzelformen unter Verwendung der Metasprache und in der vorgegebenen Reihenfolge der Identifizierungsmerkmale.
unterscheiden mehrdeutige Endungen.
ordnen aufgrund der optisch und akustisch erkennbaren Quantitäten die flektierbaren Wörter den bekannten Deklinationsund Konjugationsklassen zu, bestimmen die Formen und rekodieren sie.
entnehmen bei der Textarbeit den Endungen die bedeutungsund syntaxrelevanten Informationen. das Gesamtsystem der Formen überblicken Die Schülerinnen und Schüler …
ordnen neue Formen (einschließlich esse, posse, ferre, ire, velle, nolle) in das Gesamtsystem der Formen ein.
erlernen, festigen und wiederholen die Formen eigenständig und mithilfe verschiedener Methoden und Medien (z. B. mit Tabellen, Karteikarten, PC-Programmen oder Begleitgrammatik).
Syntax
identifizieren und benennen mithilfe der jeweils gezielten Frage die Satzglieder Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbialbestimmung, Attribut (als Satzgliedteil).
identifizieren als syntaktisches Minimum des Satzes den Satzkern (Subjekt und Prädikat) unter Beachtung der SP-Kongruenz.
unterscheiden bei den Infinitiven und Partizipien die Zeitverhältnisse der Gleichzeitigkeit und Vorzeitigkeit. syntaktische Strukturen unterscheiden und zielsprachlich angemessen übersetzen Die Schülerinnen und Schüler …
identifizieren nach KNG-Kongruenz zusammengehörende Wortgruppen.
übersetzen Aussage-, Frageund Befehlssätze adäquat.
identifizieren Aufforderungsund Wunschsätze (Konjunktiv im Hauptsatz) und übersetzen diese adäquat.
identifizieren die satzwertige Konstruktion AcI, benennen den Auslöser und die notwendigen Bestandteile und übersetzen die Konstruktion adäquat.
geben das Reflexivpronomen im lateinischen AcI in der deutschen Sprache mit dem Personalpronomen wieder.
identifizieren die satzwertigen Konstruktionen PC, Abl. abs., nd-Konstruktionen (ohne nd + esse), benennen ihre Bestandteile und übersetzen sie adäquat.
trennen in überschaubaren Satzgefügen Hauptund Nebensätze und erkennen ihre semantische Funktion.
übersetzen indikativische Relativsätze und relative Satzanschlüsse.
übersetzen indirekte Fragesätze. mit Polysemie umgehen: semantische Funktionen unterscheiden Die Schülerinnen und Schüler …
bestimmen mehrdeutige Formen aus dem Satzzusammenhang heraus eindeutig.
bestimmen mehrdeutige Konjunktionen (ut, cum) aus dem Kontext.
benennen den Sammelkasus Ablativ als Kasus der Adverbialbestimmung, differenzieren die Funktionen (lok. und temp., sep., instr.) und verwenden dafür im Deutschen einen Präpositionalausdruck.
unterscheiden weitere Kasusfunktionen: o Genitivus subiectivus und obiectivus, o Genitivus partitivus, o Dativus possessivus, o Ablativus comparationis. Latein als Verständigungsmittel Anders als im Unterricht in den modernen Fremdsprachen wird im Lateinunterricht eine aktive lateinische Sprachkompetenz nicht angestrebt (didaktisch-methodisches Prinzip der Zweisprachigkeit).
wenden Betonungsregeln an und beachten Quantitäten.
sprechen den Konsonanten s stimmlos, -ti als [tı], c und ch als [k].8
lesen die Lehrbuchtexte nach sprachlicher, formaler und inhaltlicher Klärung und Vertiefung unter Beachtung der Betonungsregeln flüssig und sinnadäquat. lateinische Sprache auditiv verstehen Die Schülerinnen und Schüler …
verstehen einfache lateinische Aufforderungen, Begrüßungsund Verabschiedungsrituale. Über weitere Ausspracheregeln (z. B. bei Diphthongen) trifft die Fachkonferenz Absprachen. Latein als Reflexionssprache: über Sprache nachdenken Die Schülerinnen und Schüler erkennen durch Vergleich zwischen Latein und anderen europäischen Sprachen die Zusammengehörigkeit der Sprachen und Völker Europas. Durch diesen interdisziplinären Ansatz werden sie für ein grundlegendes Verständnis von Sprache sensibilisiert. Zusammenhänge, Eigenarten und die Entwicklung von Sprachen beschreiben Die Schülerinnen und Schüler …
belegen z. B. durch Lehnund Fremdwörter, dass Sprachen sich beeinflussen.
EF-neu: Textkompetenz
ziehen vorgegebene Informationsträger heran (Überschrift, Einleitungstext, Illustrationen).
formulieren ausgehend von den im Textumfeld gegebenen Informationen Fragen und Erwartungen zum Inhalt des Textes.
nennen nach dem ersten Hören und/oder Lesen ihre Vermutungen zum Inhalt und belegen diese.
benennen und belegen nach dem Hören und/oder Lesen wesentliche Merkmale (z. B. zentrale Begriffe, gliedernde Strukturelemente) und stellen Bezüge her. ein vorläufiges Textverständnis erarbeiten und überprüfen Die Schülerinnen und Schüler …
entnehmen dem Text aufgabenbezogen Einzelinformationen zum Inhalt (z. B. Handlungsträger, Ort, Zeit).
analysieren Textstrukturen (z. B. anhand von Konnektoren).
verwenden grafische Analysetechniken (z. B. Markieren, Abtrennen, Einrücken) zur Darstellung von Satzteilen bzw. Satzgefügen.
fassen ihre Beobachtungen zu einem vorläufigen Textverständnis zusammen und belegen diese. Übersetzen Übersetzen ist ein anspruchsvoller kreativer Vorgang. Die Schülerinnen und Schüler erarbeiten in diesem Prozess eine erste – sehr eng am Original orientierte – Arbeitsübersetzung und formen sie nach einer sprachlichen und inhaltlichen Klärung zu einer zielsprachlich angemessenen Übersetzung aus. Die Ergebnisse der Interpretation können letztlich in eine interpretierende Wiedergabe münden. eine Übersetzung produzieren Die Schülerinnen und Schüler …
gehen bei der Übersetzung systematisch vor (z. B. nach der Pendelmethode).
wenden lexikalisches, morphologisches und syntaktisches Regelwissen (häufig als Faustregeln formuliert) an.
wägen verschiedene Übersetzungsmöglichkeiten komplexer Strukturen ab und entscheiden begründet (z. B. Partizipialkonstruktionen).
wägen verschiedene Formen der gedanklichen Verknüpfung ab und entscheiden begründet (temporal, kausal, konditional, konzessiv, modal; final – konsekutiv).
wählen kontextbezogen passende Wortbedeutungen aus (insbesondere bei polysemen Wörtern wie petere, colere).
lösen Strukturdifferenzen zielsprachlich angemessen auf (Wortstellung, Kasusgebrauch, narratives Perfekt).
identifizieren das historische Präsens. eine Übersetzung argumentativ vertreten und im Diskurs optimieren Die Schülerinnen und Schüler …
stellen eine von ihnen erarbeitete Übersetzung vor und begründen diese.
geben zu Übersetzungsvorschlägen der Mitschülerinnen und Mitschüler erkenntnisleitende Hinweise.
greifen Verbesserungen auf.
vergleichen ihre Vorschläge mit anderen Übersetzungen und nehmen Stellung dazu.
formulieren eine sachlich korrekte und zielsprachlich angemessene Version. Interpretieren Die Schülerinnen und Schüler erfassen lateinische Texte inhaltlich und formal und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander. den Inhalt eines Textes wiedergeben Die Schülerinnen und Schüler …
benennen Thema und zentrale Problemstellungen des Textes.
gliedern den Text unter Benennung der zentralen Aspekte selbstständig.
analysieren einen Textabschnitt oder den Gesamttext unter einer übergeordneten Fragestellung.
nennen zentrale Begriffe und belegen diese.
geben den Inhalt des übersetzten Textes in eigenen Worten wieder. die sprachliche und literarische Form eines Textes untersuchen Die Schülerinnen und Schüler …
benennen stilistische Gestaltungsmittel des Textes (Anapher, Alliteration, Polysyndeton, Asyndeton) und beschreiben ihre Wirkung. die Bedeutungsdimensionen eines Textes beschreiben und sich mit ihm kritisch und wertend auseinandersetzen Die Schülerinnen und Schüler …
vergleichen und bewerten andere Materialien in Hinblick auf deren Textbezug und Abbildung der inhaltlichen Aussagen (z. B. Bilder, Texte).
nehmen begründet Stellung zu zentralen Aussagen des Textes.
EF-neu: Kulturkompetenz
zentrale politisch-historische Ereignisse
politische Ämter und cursus honorum
Leben in der Provinz Künstlerisch-kultureller Raum private und öffentliche Bauten
Schule/Erziehung Kultisch-religiöser Raum (Praxis und Deutung)
römische Religion als Kultreligion
römische Mythen der Frühzeit (Aeneas, Romulus und Remus) Faktenund Sachwissen Die Schülerinnen und Schüler orientieren sich im griechisch-römischen Kulturraum und stellen Einzelheiten, Strukturen und Phänomene der behandelten Inhaltsbereiche im historischen Kontext sachgerecht dar. kulturhistorisches Orientierungswissen erwerben und sachrichtig darstellen Die Schülerinnen und Schüler …
nutzen unterschiedliche Medien (z. B. Lehrbuch, Lehrervortrag, Texte, Bilder, Filme) als Informationsquellen für thematisch relevante Sachinformationen.
stellen mediengestützt erarbeitete Inhalte nach sachlichen Gesichtspunkten verständlich vor. Historischer Diskurs Die Schülerinnen und Schüler setzen sich mit der Welt der lateinischen Texte auseinander und stellen Ähnlichkeiten und Verschiedenheiten zu ihrer eigenen Lebenswelt fest. Kulturerscheinungen historisch-kritisch begegnen Die Schülerinnen und Schüler …
vergleichen Elemente der römischen Gesellschaftsund Lebensstruktur mit denen ihres eigenen Erfahrungsund Erlebensbereiches (z. B. Erziehung, Schulbildung; politisches Handeln; Kult und Religion). Kernbegriffe: familia, cursus honorum, gloria, fides, „do, ut des“ – imperium, Romanisierung Ethische Wertschätzung und existenzieller Transfer Die Schülerinnen und Schüler gewinnen anhand des römischen Wertesystems Einblick in die wechselseitige Abhängigkeit von Weltbild und Normen. Sie prüfen Werthaltungen kritisch. fremde und eigene Wertvorstellungen voneinander abgrenzen, im Nebeneinander anerkennen, kritisch überprüfen und zukunftsfähig modifizieren Die Schülerinnen und Schüler …
benennen das Fremde in den Verhaltensweisen und Regeln der Römer.
setzen sich mit ihnen fremden Verhaltensweisen und Regeln auseinander.
stellen die Andersartigkeit der römischen Kultur heraus und benennen die Unterschiede zur eigenen Kultur.
erkennen sich selbst im Kontinuum von Wertetraditionen. Kernbegriffe: mos maiorum, honor, virtus, gloria, pietas Rezeption und Tradition Die Schülerinnen und Schüler nehmen das Weiterwirken der römischen Antike bewusst und kritisch wahr. das Fortwirken der römischen Antike in Wandel und Kontinuität feststellen und bewerten Die Schülerinnen und Schüler …
identifizieren Elemente aus der eigenen Umwelt (z. B. [Produkt-]Namen, lateinische Inschriften, Architekturelemente) als Rezeptionszeugnisse.
erkennen die kulturhistorische Bedeutung der antiken Weltmetropole Rom.
QPA: Allgemeine Kompetenzen
beherrschen einen Grundwortschatz von ca. 1200 Wörtern bzw. Wendungen.
beherrschen einen Grundwortschatz von ca. 1400 Wörtern bzw. Wendungen. Die Schülerinnen und Schüler …
beherrschen nach Maßgabe der gelesenen Originallektüre einen autorenund themenspezifischen Aufbauwortschatz.
erstellen Wortund Sachfelder zu den Leitthemen.
wenden Kenntnisse der Wortbildungslehre zur Worterschließung an bei o von Adjektiven und Partizipien abgeleiteten Abstrakta (-tas, -tia, -itia, -tudo), o von Verben abgeleiteten Substantiven, die Handlungen bezeichnen (-tio, -sio), o Unterlassung der Assimilation (z. B. con-legium), o der Substantivierung von Adjektiven, Partizipien und Gerundiva im Singular und Plural des Neutrums zur Formulierung abstrakter Sachverhalte (z. B. incredibilia).
erklären Fremdwörter/Fachtermini im Deutschen und in anderen Sprachen mithilfe des lateinischen Vokabulars und ggf. des kulturhistorischen Hintergrundes und wenden sie sachgerecht an.
erschließen leichte Originaltexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
gewinnen einen ersten Einblick in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur anhand entsprechender Texte10 von Autoren wie z. B. Nepos, Caesar, Phaedrus, Hygin, Gellius, Einhard, Caesarius von Heisterbach, anhand von Passagen der Vulgata oder der Legenda Aurea.
erschließen anspruchsvollere Originaltexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
gewinnen einen vertieften Einblick in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur anhand entsprechender Texte10 von Autoren wie z. B. Plautus, Terenz, Cicero, Catull, Ovid, Martial, Plinius d. J., Curtius Rufus, Augustinus, Erasmus. Die Lektüre mindestens eines Dichters ist verbindlich.
erschließen anspruchsvolle Originaltexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
gewinnen einen vertieften Einblick in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur anhand entsprechender Texte10 von Autoren wie z. B. Cicero, Livius, Seneca, Tacitus, Vergil, Horaz, Ovid, Tibull, Properz. ein Einlesen ermöglicht wird. grundlegendes Anforderungsniveau erhöhtes Anforderungsniveau Die Schülerinnen und Schüler … Die Schülerinnen und Schüler …
nutzen die metrische Analyse als Hilfe bei der Übersetzung.
verwenden die Fachtermini Elision und Enjambement fachwissenschaftlich korrekt.
nutzen die metrische Analyse als Hilfe bei der Übersetzung und Interpretation.
verwenden die Fachtermini Aphaerese, Elision, Muta cum liquida, Hiat, Enjambement fachwissenschaftlich korrekt. Die Schülerinnen und Schüler …
beherrschen Grundregeln der Prosodie.
erschließen einen lateinischen Originaltext (Prosa und Dichtung) sprachlich und inhaltlich und verfassen eine angemessene Übersetzung.
identifizieren den Infinitivus historicus und übersetzen ihn angemessen.
moderieren den Diskurs über eine vorgelegte Übersetzung.
zitieren korrekt.
benennen stilistische Gestaltungsmittel (empfohlene Stilmittelliste im Anhang A 3) und erläutern ihre Funktion im Kontext.
identifizieren den dichterischen Plural.
analysieren Texte im Hinblick auf autorenund gattungsspezifische Merkmale.
analysieren Perspektiven und Handlungsmuster von Aktanten, deuten sie und vollziehen ggf. einen Perspektivwechsel.
arbeiten aus lateinischen Texten römische Wertbegriffe, Kernbegriffe der Philosophie und Historiografie und die Stilisierung von Personen heraus und interpretieren diese.
vergleichen eigene Übersetzungen mit veröffentlichten Übersetzungen und bewerten diese.
vergleichen und bewerten Paralleloder Kontrasttexte.
vergleichen lateinische Originaltexte mit selbstständig recherchierten Rezeptionsdokumenten und arbeiten die spezifischen Darstellungsmittel heraus.
Morphologie
identifizieren lektürebezogen Besonderheiten der Formenlehre: o -ere statt -erunt, o -re statt -ris, o Wegfall von -vibzw. -ve(z. B. mutastis, laudasse, laudarunt), o Akk. Pl. -is statt -es, o Gen. Sg. -i statt -ii, o Gen. Pl. -um statt -orum.
Syntax
analysieren, erläutern und übersetzen komplexe Satzgefüge (u. a. Perioden).
analysieren und übersetzen Relativsätze ohne Bezugswort.
analysieren die Verschränkung eines Relativsatzes mit einem AcI und übersetzen angemessen.
analysieren und übersetzen den Genitivus possessivus bei unpersönlich gebrauchtem est („es ist typisch für ... / Zeichen von ...“).
beschreiben die Inversion von Konjunktionen und übersetzen angemessen.
QPA: Kulturkompetenz
stellen exemplarische Inhalte aus den Gegenstandsbereichen Sprache – Literatur, Gesellschaft – Kultur, Politik – Geschichte, Philosophie – Religion dar und setzen sich mit diesen kritisch auseinander.11
beschreiben exemplarisch Nachwirkungen der römischen Kultur und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander.
vergleichen bei der Auseinandersetzung mit der römischen Kultur fremde und eigene Wertvorstellungen, überprüfen sie kritisch und modifizieren sie zukunftsfähig.
beschreiben Leben und Werk der Basisautoren des jeweiligen Leitthemas in Grundzügen.
stellen die Politik und Literatur der augusteischen Zeit in Grundzügen dar, insbesondere die Sittengesetzgebung des Augustus.
charakterisieren das Verhältnis der zeitgenössischen Literaten zu Augustus.
ordnen Ovid neben Tibull und Properz in den Kontext der augusteischen Liebesdichtung ein.
erläutern Liebe und Leben des poeta/amator als zentrales Thema der römischen Liebesdichtung: o Konzentration auf das Fühlen und Denken des Individuums (Subjektivität), o Darstellung des eigenen (fiktiven) Liebeslebens mit seinen Höhen und Tiefen.
beschreiben Formund Stilmerkmale des römischen Briefes.
benennen die Charakteristika der plinianischen Briefe, insbesondere ihre Monothematik, Anknüpfung an einen konkreten Anlass und Konzeption im Hinblick auf eine Veröffentlichung.
nennen und erläutern otium und negotium als wesentliche Elemente der Lebensgestaltung des Plinius.
charakterisieren Plinius als Zeugen seiner Zeit.
stellen die Abhängigkeit der augusteischen Literatur vom Princeps dar.
erklären den Begriff Metamorphose und nennen typische Merkmale von Ovids Metamorphosen: o die Metamorphosen als epische Sonderform: carmen perpetuum mit Episoden aus den Bereichen Mythos und Geschichte, o Metamorphose als Wesensenthüllung und/oder Aition, o Darstellung seelischer Vorgänge, o Darstellung von Göttern (insbesondere anthropomorphe Züge, Polytheismus); Verhältnis von Menschen und Göttern (insbesondere Hybris und Strafe).
vergleichen exemplarisch Rezeptionsdokumente zu den Metamorphosen, z. B. aus dem Bereich der Kunst, Musik oder Literatur.
stellen wesentliche griechische Sagenkreise (Troja, Argonauten) in Grundzügen dar.
erläutern Rollenbilder und Handlungspotenziale der Frau in Rom, insbesondere in augusteischer Zeit.
erläutern die Gattungsmerkmale der Liebeselegie als Hintergrund von Erzählsituation und Inhalt der heroides, z. B.: o servitium amoris / militia amoris / foedus aeternum, o Konzentration auf das Fühlen und Denken des Individuums (Subjektivität).
vergleichen exemplarisch Rezeptionsdokumente zu den heroides, z. B. aus dem Bereich der Kunst, Musik oder Literatur.
erläutern Ciceros Definition und Einteilung der officia.
beschreiben als Grundlage der officia Ciceros Vorstellung von den vier Kardinaltugenden.
erläutern Ciceros Konzept des bellum iustum und vergleichen es mit anderen Konzeptionen des „gerechten Krieges“.
benennen Grundsätze aristokratischer Erziehung in der späten Republik (Orientierung an männlichen Verwandten und maiores, Studium der griechischen Literatur und Kultur).
stellen den trojanischen Sagenkreis in Grundzügen dar.
benennen Inhalt und Aufbau der Aeneis in Grundzügen.
ordnen die Aeneis als augusteische ‚Staatsmythologie‘ ein, insbesondere hinsichtlich des teleologischen Gehalts des Gründungsund Abstammungsmythos.
benennen gattungsspezifische Merkmale des Epos.
benennen zentrale Elemente der rhetorischen Theorie, z. B. partes orationis; docere, delectare, movere.
beschreiben die politisch-gesellschaftliche Situation nach Caesars Ermordung in Grundzügen, insbesondere der Jahre 44 und 43 v. Chr.
erklären die Folgen der Reden für die Entwicklung des Staates und für Cicero selbst.
stellen den Aufstieg Roms zur Mittelmeermacht in Grundzügen dar.
benennen Charakteristika der Geschichtsschreibung des Livius, u. a.: o annalistisches Prinzip, o Idealisierung der Frühzeit, o Dramatisierung, z. B. durch Blickführung und räumliche Inszenierung historischer Situationen.
erläutern die Vorbildfunktion, die Livius den Heldentaten Einzelner zumisst.
nennen in Grundzügen Folgen der punischen Kriege für die gesellschaftliche und innenpolitische Entwicklung Roms (u. a. Landflucht, Proletarisierung, Latifundienwirtschaft).
beschreiben die coniuratio Catilinae als Beispiel moralisierender Geschichtsschreibung, insbesondere unter folgenden Gesichtspunkten: o idealisierende Darstellung der römischen Frühgeschichte, vor allem durch Wertbegriffe wie virtus, labor, gloria, o Deutung der geschichtlichen Entwicklung Roms als eines nach der Zerstörung Karthagos einsetzenden politisch-moralischen Verfalls, o Charakterisierung des Verfallszustandes, insbesondere durch die Nennung von vitia (z. B. ambitio und avaritia) und durch Personenportraits.
benennen Darstellungsformen der Monografie: Bericht, Exkurs, Rede.
erläutern Grundelemente der res publica und ihre Veränderung im Prinzipat, insbesondere die Beschränkung des Einflusses von Senat und Senatoren im Prinzipat.
beschreiben die Beschränkung der taciteischen Geschichtsschreibung auf die städtisch-senatorische Sichtweise (Widerspiegelung der Identitätskrise der Senatsaristokratie).
erklären die zentrale Stellung des Kaisers und seiner Biografie in den Annalen vor dem Hintergrund des politischen Systems des Prinzipats.
benennen Darstellungsformen der historiografischen Großerzählung: annalistische Struktur, narrative Passagen, Exkurs, Rede.
erläutern die Verpflichtung und Motivation des Staatsmannes zur virtus (Präferenz der vita activa gegenüber der vita contemplativa).
nennen zentrale Aspekte der ciceronianischen Staatstheorie: o Definition des Staates und Theorie der Staatsentstehung, o Charakteristika der drei grundlegenden Verfassungsformen in ihrer guten und ihrer schlechten Ausprägung, o systemimmanente Gefahren der Grundformen der Verfassung, o die Entartung der Grundverfassungen und den Kreislauf der Verfassungen, o die Mischverfassung und deren Vorrangstellung; Rom als Muster der Mischverfassung.
stellen die rechtsphilosophische Begründung eines dem positiven Recht (normativen, staatlichen Gesetzen und staatlichem Handeln) übergeordneten Naturrechts dar und erläutern diese.
vergleichen Ciceros Staatstheorie mit antiken (z. B. Platon, Aristoteles, Augustinus) und modernen (z. B. Montesquieu, Hobbes, Popper) Staatstheorien und Staatsformen.
charakterisieren den eudämonistischen Grundzug hellenistischer Philosophenschulen.
erläutern die physikalischen Grundlagen des epikureischen Hedonismus: o die Erneuerung des Atomismus Demokrits (Atomismus bzw. Mechanismus als Begründung für den epikureischen Hedonismus), o Kampf gegen das fatum, die religiösen Mythen und die Todesfurcht (Nichteingreifenkönnen der Götter in den Weltlauf).
erläutern die Grundzüge des epikureischen Hedonismus: o Lust als das höchste Gut (summum bonum), o Lust als Schmerzlosigkeit und Ataraxie, o Vernunft als Steuerungsinstanz bei der Erlangung der Lust.
erläutern den Primat der Ethik in der Philosophie der Stoa bzw. Senecas: Philosophie als Lebenshilfe.
nennen und erläutern zentrale Aspekte der stoischen Ethik: o Vernunft (ratio) als Proprium des Menschen sowie als herrschenden und göttlichen Teil seiner Seele, o secundum naturam (d. h. gemäß der Vernunftnatur des Menschen) vivere, o das Sittlich-Gute (honestum) als höchstes Gut (summum bonum), o aus Einsicht resultierende Tugend (virtus), erkennbar am Umgang mit den Adiaphora, den Affekten, dem Tod, o Ziel des vernunftgeleiteten Lebens: Glück (vita beata) auf der Basis von Furchtlosigkeit, Sorgenfreiheit (securitas), Freiheit von Affekten, innerer Ruhe (tranquillitas animi).
QPA: Textkompetenz
weisen gattungsspezifische Merkmale der römischen Liebeselegie nach: o Subjektivität der Darstellung (Ich-Perspektive des poeta/amator, elegisches Ich), o Verwendung typischer Charaktere (u. a. reicher Nebenbuhler) bzw. typischer Motive (exclusus amator/Paraklausithyron; dura puella).
deuten mythologische Anspielungen.
untersuchen Abweichungen von tradierten römischen Normen bzw. Umdeutungen tradierter römischer Normen: o Geringschätzung gesellschaftlich anerkannter Ziele, z. B. politischen oder militärischen Ruhms, gesellschaftlichen Rangs und Reichtums, zugunsten eines foedus aeternum, o Abkehr von tradierten Tugenden in ihrer staatstragenden Ausprägung, o Empfindung der Liebe als Sklavendienst (servitium amoris) bzw. Kriegsdienst (militia amoris).
arbeiten die Charakteristika der Pliniusbriefe heraus.
untersuchen die Briefe im Hinblick auf die Vermittlung von Werten durch Charakterisierung meist vorbildlicher Männer und Frauen, insbesondere: o humanitas und studia, o geschlechtsspezifische und nicht-geschlechtsspezifische virtutes.
identifizieren und deuten sprachliche und stilistische Merkmale der Pliniusbriefe, insbesondere: o Häufung der 1. und 2. Person bei Verben und Pronomina, o Ellipsen, Fehlen von Konnektoren, kurze Perioden, o Pointierung und gewählte Ausdrucksweise.
arbeiten Aspekte der humanitas heraus und vergleichen sie mit modernen Vorstellungen.
analysieren Texte im Hinblick auf die typischen Merkmale der Metamorphosen.
arbeiten unterschiedliche Ausprägungen von Liebe und Erotik (u. a. bei Apollo und Daphne) heraus.
charakterisieren beteiligte Personen unter Berücksichtigung derer Werte und Handlungen.
arbeiten die spezifische Sicht der heroides auf den Mythos heraus (z. B. weibliche Perspektive, alternative Handlungsoptionen).
weisen gattungsspezifische Merkmale der römischen Liebeselegie nach: o Subjektivität der Darstellung (elegisches Ich), o Verwendung von Topoi (z. B. servitium amoris / militia amoris).
weisen die Verbindung verschiedener Gattungen (Brief, Elegie, Epigramm) als werkspezifisches Merkmal der heroides nach.
deuten mythologische Anspielungen. 3.2.2.2 Gegenstandsbereich B: Gesellschaft – Kultur
arbeiten das Ciceros Argumentation zugrunde liegende Menschenbild heraus.
untersuchen das Verhältnis von honestum und utile.
arbeiten die officia der Bürger und Staatsmänner gegenüber der Gemeinschaft heraus.
untersuchen Textpassagen unter den Aspekten o Leitgedanke/Thema, o semantische Gestaltung (v. a. philosophische Begrifflichkeit, Sachund Wortfelder), o syntaktische Gestaltung (v. a. hypotaktische Satzstrukturen), o argumentative Gestaltung (v. a. unter Berücksichtigung der Konnektoren).
arbeiten den Konflikt zwischen geschichtlicher Sendung und persönlicher Neigung heraus, den Aeneas in der Karthagoepisode erlebt.
arbeiten das fatum als zentrales Handlungskonzept heraus.
arbeiten die Schlüsselrolle des Aeneas für die augusteische Zeit heraus.
arbeiten augusteische Wertvorstellungen heraus (u. a. pietas, virtus).
identifizieren stilistische Besonderheiten der Epik, z. B. epitheton ornans, formelhafte Verse, metonymische Ausdrucksweise.
arbeiten die Zielrichtung der philippischen Reden Ciceros heraus: Mobilisierung des Senats zum Kampf gegen Antonius durch Diskreditierung des Gegners und Appell an den Gemeinsinn.
arbeiten Ciceros Kampf für die libera res publica heraus.
arbeiten die Invektive als Mittel der politischen Auseinandersetzung heraus.
identifizieren und deuten spezifische Strategien und sprachlich-stilistische Mittel der politischen Rede, z. B. Appell, Interjektion, rhetorische Frage, Polarisierung. 3.2.2.3 Gegenstandsbereich C: Politik – Geschichte
analysieren Texte im Hinblick auf Charakteristika der livianischen Geschichtsschreibung.
untersuchen Texte auf Techniken der Personenstilisierung.
arbeiten zentrale römische Wertbegriffe (u. a. honor, gloria, moderatio, fortitudo, virtus, pietas) heraus und deuten diese.
analysieren Texte im Hinblick auf Charakteristika der moralisierenden Geschichtsschreibung.
arbeiten die sprachlichen und stilistischen Eigenheiten Sallusts heraus: archaisierender Stil, brevitas (z. B. Ellipsen, Asyndeta), variatio (z. B. Inkonzinnität) und gravitas (z. B. Sentenzen).
analysieren die Funktion dieser Phänomene (z. B. Hervorhebung des altrömischen Geistes, Dramatisierung).
nennen Hauptelemente des taciteischen Stils: o brevitas und variatio (Inkonzinnität; Abstraktum statt Konkretum), o unübliche Ausdrucksweise (Konjunktiv bei quamquam; kollektiver Singular; Dativus auctoris statt a/ab mit Ablativ), o kontrastive Ausdrucksweise.
arbeiten Tacitus’ politische Grundeinstellung heraus, die sich an den traditionellen republikanischen Idealen orientiert, ihre Tauglichkeit im Prinzipat aber auch kritisch hinterfragt.
arbeiten Tacitus’ Darstellung der Annalen als Beispiel einer pessimistischen, moralisierenden Geschichtsschreibung heraus (z. B. Tacitus’ Charakterisierungen von Kaisern als Mittel der politischen Kritik): o Ideal der libertas (primär: Freiheit des Senates und der Senatoren), o Ideal der virtus (persönliche Bewährung der Senatsaristokratie in Krieg und Frieden zum Wohle und Ruhme des römischen Staates).
analysieren Formund Stilmerkmale des philosophischen Dialogs: fiktiver Dialog (1./2. Person; Vokativ; direkte und indirekte Fragen).
arbeiten zentrale Begriffe und Aspekte der ciceronianischen Staatstheorie heraus und deuten diese.
arbeiten Elemente der epikureischen Lehre heraus und deuten diese.
vergleichen epikureische Thesen zum höchsten Gut mit modernen Vorstellungen.
analysieren Formund Stilmerkmale des philosophischen Briefes als Mittel der Unterweisung: o (fiktiver) Dialog (1./2. Person; Imperativ; Hortativ; Vokativ), o Sentenzen, Zitate und Exempla.
untersuchen Senecas pointierten Stakkatostil: o brevitas (Parataxe, Asyndeton, Ellipse, kurze Kola), o Eindringlichkeit (Pointen, Paradoxa, Sentenzen, Anaphern), o antithetische Ausdrucksweise, oft verstärkt durch Asyndeton, Parallelismus, Chiasmus.
arbeiten die genannten Aspekte der stoischen Ethik heraus.
vergleichen stoische Thesen zum Glück (vita beata) mit modernen Vorstellungen.
QPA: Sprachkompetenz
identifizieren und erklären sprachliche und stilistische Eigenheiten Sallusts: o verba intensiva/frequentativa, z. B. imperitare, o häufige Verwendung des Genitivus partitivus, z. B. satis eloquentiae, o Archaismen: u statt klassischem i oder e, z. B. lubido, capiundae, o statt klassischem e oder u, z. B. vostra, voltus, quoius, quoi, quom (Konjunktion) statt klassischem cuius, cui; cum, haud statt klassischem non, z. B. haud facile, fore(n)t statt klassischem esse(n)t, Verwendung von esse mit Adverb, z. B. abunde esse; frustra esse.
identifizieren sprachliche Eigenheiten, insbesondere: o Relativsätze als Subjekt bzw. Objekt, o Häufung von Pronomina, o oportet, necesse est, licet, malle oft mit parataktischem Konjunktiv, o abrupter Subjektswechsel, z. B.: In homine quid est optimum? Ratio. Hac antecedit (sc. homo) animalia.
Lexik
beherrschen einen Grundwortschatz von ca. 800 Wörtern bzw. Wendungen.
beherrschen nach Maßgabe der gelesenen Originallektüre einen autorenund themenspezifischen Aufbauwortschatz.
benennen die Substantivierung von Adjektiven und Partizipien im Sg. und Pl. des Neutrums zur Formulierung abstrakter Sachverhalte (z. B. incredibilia).
Morphologie
identifizieren und übersetzen angemessen: o Deponentien, o Indefinitpronomina.
identifizieren lektürebezogen Besonderheiten der Formenlehre: o Gen. Sg. auf -i statt -ii, o Akk. Pl. -is statt -es.
Syntax
analysieren und übersetzen angemessen: o nd + esse einschließlich Dativus auctoris, o den Infinitiv der Nachzeitigkeit Aktiv im AcI, o Relativsätze ohne Bezugswort,
analysieren, erläutern und übersetzen komplexere Satzgefüge.
QPB: Textkompetenz
am Ende der Qualifikationsphase oder
als fünftes Prüfungsfach oder
durch Teilnahme an einer mündlichen Prüfung des fünften Prüfungsfaches als Ergänzungsprüfung
als viertes Prüfungsfach oder
durch Teilnahme an der Klausur des vierten Prüfungsfaches als Ergänzungsprüfung
nur mit externer Ergänzungsprüfung Die Schülerinnen und Schüler …
erschließen anspruchsvollere Originaltexte, übersetzen sie adäquat ins Deutsche und interpretieren sie.
gewinnen einen vertieften Einblick in Themen, Gattungen und Epochen der lateinischen Literatur anhand entsprechender Texte13 von Autoren wie z. B. Cicero, Plinius d. J., Seneca. Die Schülerinnen und Schüler …
erschließen einen lateinischen Originaltext sprachlich und inhaltlich und verfassen eine angemessene Übersetzung.
moderieren den Diskurs über eine vorgelegte Übersetzung.
zitieren korrekt.
benennen elementare stilistische Gestaltungsmittel (empfohlene Stilmittelliste im Anhang A 3) und erläutern ihre Funktion im Kontext.
analysieren Texte im Hinblick auf autorenund gattungsspezifische Merkmale.
analysieren Perspektiven und Handlungsmuster von Aktanten, deuten sie und vollziehen ggf. einen Perspektivwechsel.
arbeiten aus lateinischen Texten römische Wertbegriffe heraus und interpretieren diese.
vergleichen und bewerten Paralleloder Kontrasttexte. ein Einlesen ermöglicht wird.
analysieren den ciceronianischen Periodenbau.
arbeiten den Amtsmissbrauch des Verres (Rechtsbeugung/-verletzung und persönliche Bereicherung) heraus.
arbeiten das Charakterbild, das Cicero von Verres zeichnet, heraus.
analysieren Formund Stilmerkmale des philosophischen Briefes als Mittel der praktischen Unterweisung: o (fiktiver) Dialog (1./2. Person bei Verben und Pronomina; Imperativ; Hortativ; Vokativ), o Sentenzen, Zitate und Exempla.
arbeiten Aspekte des Begriffs humanitas (u. a. vor dem Hintergrund der Sklavenfrage) heraus.
vergleichen Senecas Aussagen zur humanitas mit modernen Vorstellungen.
weisen Merkmale des philosophischen Dialogs nach: o fiktiver Charakter hinsichtlich Ort, Zeit und Personen, o häufige Verwendung der 1./2. Person bei Verben und Pronomina, des Imperativs, des Vokativs und direkter Fragen.
arbeiten zentrale Aspekte der Freundschaft heraus und nehmen dazu Stellung.
arbeiten den Zusammenhang von amicitia und virtus heraus. 3.3.2.2 Gegenstandsbereich C: Politik – Geschichte
identifizieren und deuten spezifische Strategien und sprachlich-stilistische Mittel der politischen Rede, z. B. Appell, Interjektion, rhetorische Frage, Polarisierung.
arbeiten die Invektive als Mittel der politischen Auseinandersetzung heraus.
arbeiten die Zielrichtung der philippischen Reden Ciceros heraus: Mobilisierung des Senats zum Kampf gegen Antonius durch Diskreditierung des Gegners und den Appell an den Gemeinsinn.
arbeiten Ciceros Kampf für die libera res publica in Grundzügen heraus.
arbeiten die Charakteristika der Pliniusbriefe heraus.
identifizieren und deuten sprachliche und stilistische Merkmale der Pliniusbriefe, insbesondere: o Häufung der 1. und 2. Person bei Verben und Pronomina, o Ellipsen, Fehlen von Konnektoren, kurze Perioden, o Pointierung und gewählte Ausdrucksweise.
arbeiten Aspekte der humanitas heraus und vergleichen sie mit modernen Vorstellungen.
arbeiten die Zielrichtung der catilinarischen Reden heraus: o Entlarvung, Diskreditierung und Isolierung Catilinas, o Mobilisierung des Senats zu entschiedenem Vorgehen gegen Catilina und seine Anhänger.
arbeiten Ciceros Selbstdarstellung heraus. 3.3.2.3 Gegenstandsbereich D: Philosophie – Religion
untersuchen die Briefe im Hinblick auf die Vermittlung von Werten durch Charakterisierung meist vorbildlicher Männer und Frauen, insbesondere: o humanitas und studia, o geschlechtsspezifische und nicht-geschlechtsspezifische virtutes.
analysieren Formund Stilmerkmale des philosophischen Briefes als Mittel der Unterweisung: o (fiktiver) Dialog (1./2. Person bei Verben und Pronomina; Imperativ; Hortativ; Vokativ), o Sentenzen, Zitate und Exempla.
arbeiten aus Texten die genannten Aspekte der stoischen Ethik heraus.
vergleichen stoische Thesen zur Lebensführung mit modernen Vorstellungen.
QPB: Kulturkompetenz
stellen exemplarische Inhalte aus den Gegenstandsbereichen Sprache – Literatur, Gesellschaft – Kultur, Politik – Geschichte, Philosophie – Religion dar und setzen sich mit diesen kritisch auseinander.14
beschreiben exemplarisch Nachwirkungen der römischen Kultur und setzen sich kritisch mit ihnen auseinander.
vergleichen bei der Auseinandersetzung mit der römischen Kultur fremde und eigene Wertvorstellungen, überprüfen sie kritisch und modifizieren sie zukunftsfähig.
beschreiben Leben und Werk des Basisautors des jeweiligen Leitthemas in Grundzügen. 3.3.2 Themenspezifische Kompetenzen: Leitthemen 3.3.2.1 Gegenstandsbereich B: Gesellschaft – Kultur
beschreiben Ciceros Wirken in und für Sizilien.
stellen die Bedeutung der Provinzen, insbesondere der Provinz Sizilien, für Rom dar.
nennen die Rechte der Provinzen (z. B. begrenzte Eigenverwaltung, Schutz des Eigentums, Anspruch auf Repetundenprozesse).
nennen die Aufgaben römischer Magistrate in den Provinzen.
stellen Verres’ Amtsführung als typisches Beispiel für den Amtsmissbrauch römischer Magistrate dar.
nennen verschiedene Facetten des Begriffs humanitas.
beschreiben Senecas philosophische Begründung der humanitas (Gleichheit aller Menschen aufgrund ihrer Teilhabe am göttlichen Logos).
erörtern die Bedeutung der humanitas anhand von Beispielen aus der römischen Gesellschaft, insbesondere: o Senecas von der humanitas bestimmte Haltung zur Sklaverei, o die ökonomische und gesellschaftliche Wirklichkeit der antiken Sklaverei in Grundzügen.
beschreiben Ciceros Absicht, die griechische Philosophie den Römern zu vermitteln.
definieren den Begriff der amicitia nach Cicero.
erläutern Ursprung, Wesen und Wirkung der Freundschaft nach Cicero.
nennen als weitere Ausprägungen der amicitia in der römischen Gesellschaft z. B. das innenund außenpolitische Bündnis.
beschreiben die politisch-gesellschaftliche Situation nach Caesars Ermordung in Grundzügen, insbesondere die der Jahre 44 und 43 v. Chr.
erklären die Folgen der Reden für die Entwicklung des Staates und für Cicero selbst.
benennen die Charakteristika der plinianischen Briefe, insbesondere ihre Monothematik und ihre Konzeption im Hinblick auf eine Veröffentlichung.
charakterisieren Plinius als Zeugen seiner Zeit, insbesondere sein eigenes politisches Wirken und sein Verhältnis zum Kaiser.
beschreiben das politische System des Prinzipats in Grundzügen, insbesondere die Provinzialverwaltung.
beschreiben die politischen und sozialen Voraussetzungen der catilinarischen Verschwörung in Grundzügen.
beschreiben den Verlauf der catilinarischen Verschwörung in den Jahren 63 und 62 v. Chr. in Grundzügen.
erklären die Folgen der catilinarischen Reden für die Entwicklung des Staates und für Cicero selbst.
erklären das römische Klientelwesen der Kaiserzeit als Hintergrund der Empfehlungsschreiben.
benennen die Charakteristika der plinianischen Briefe: Monothematik, Anknüpfung an einen konkreten Anlass, Konzeption im Hinblick auf eine Veröffentlichung.
erläutern den Anlass der Personencharakterisierungen, z. B. Empfehlung, Ermahnung, Lob, Nachruf.
erläutern folgende Aspekte der stoischen Ethik: o Das stoische Menschenideal ist das des Weisen (sapiens), der frei von Fehlhaltungen (vitia) und unbeeinträchtigt durch Affekte (affectus) ein an der Tugend (virtus) und der Natur (natura) orientiertes und dadurch glückliches Leben (vita beata) in innerer Ruhe (tranquillitas animi) und äußerer Sicherheit (securitas) führt. o Wege zum tugendhaften und erschütterungsfreien Leben sind Vorsicht vor den Geschenken der Fortuna, Abhärtung des Körpers und Genügsamkeit. o Wege zu einem sicheren Leben sind zum einen die Erkenntnis von Ursachen für eine Schädigung durch Mitmenschen (Hoffnung, Neid, Hass, Furcht und Verachtung) und deren Abwehr, zum anderen ein rechtschaffenes Leben. o Der Weise ist einerseits autark gegenüber der affektgeleiteten und von Fehlhaltungen geprägten Masse, nützt aber andererseits der Gemeinschaft, indem er Anweisungen zur richtigen Lebensführung formuliert.
charakterisieren Plinius als Privatmann, insbesondere seine Lebensgestaltung und seinen Umgang mit Familie, Freunden und Bekannten.
nennen und erläutern otium und negotium als wesentliche Elemente der plinianischen Lebensgestaltung.
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