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Hör- und Hörsehverstehen · grundlegendes Anforderungsniveau
Ankündigungen, Mitteilungen, Anweisungen und Anleitungen zu konkreten Themen verstehen, die in normaler Geschwindigkeit in Standardsprache auch mit Aussprachevarianten gesprochen werden,
gängige idiomatische Wendungen verstehen,
längere und komplexere Redebeiträge erfassen und einem Diskussionsverlauf folgen, sofern die Thematik weitgehend vertraut ist und der Gesprächsverlauf durch nonverbale Signale und Intonation unterstützt wird,
zunehmend authentischen Hör-/Hörsehtexten (z. B. Liedern, Rundfunkbeiträgen, Filmen, unterschiedlichen Fernsehformaten) mithilfe entsprechender Aufgabenstellungen globale und detaillierte Informationen entnehmen,
textinterne Informationen und textexternes Wissen kombinieren.
Hör- und Hörsehverstehen · erhöhtes Anforderungsniveau
längeren Redebeiträgen und komplexerer Argumentation folgen, auch wenn die Thematik weniger vertraut ist,
implizite Informationen erkennen und einordnen sowie deren Wirkung interpretieren,
Beziehungen der Sprechenden zueinander sowie deren Emotionen und Einstellungen identifizieren,
ein breiteres Spektrum idiomatischer Wendungen verstehen und Registerwechsel wahrnehmen.
Leseverstehen · grundlegendes Anforderungsniveau
unterschiedliche Textsorten global und im Detail erschließen,
explizite und implizite Aussagen von Texten erkennen, ggf. unter Berücksichtigung ihrer kulturellen und historischen Dimension,
mehrfach kodierte Texte (auch diskontinuierliche Texte) und Textteile, z. B. in Werbeanzeigen, Plakaten, Flyern, aufeinander beziehen, analysieren und bewerten,
literarische Texte in ihren verschiedenen Ausdrucksformen erschließen (ästhetisches Lesen) und künstlerische Gestaltungsmerkale (z. B. Aufbau, stilistische Mittel) und deren Wirkung erfassen.
Leseverstehen · erhöhtes Anforderungsniveau
komplexe authentische Texte unterschiedlicher Art und Länge auch zu weniger vertrauten Gebieten verstehen,
in unterschiedlichen Textsorten auch komplexe und abstrakte Gedankengänge und dabei ihre kulturelle und historische Dimension erfassen,
im funktionalen Zusammenhang Inhalt und Form fachmethodisch analysieren, erläutern und bewerten,
auch Nuancen impliziter Aussagen in vielschichtigeren literarischen Texten identifizieren.
Sprechen · Dialogisches Sprechen · grundlegendes Anforderungsniveau
Gesprächskonventionen folgen, um z. B. ein Gespräch oder eine Diskussion zu eröffnen, auf Aussagen anderer Sprecher einzugehen, sich auf Gesprächspartner einzustellen und ein Gespräch zu beenden (z. B. in Bewerbungsgesprächen etc.),
sich aktiv an Diskussionen zu vertrauten Themen beteiligen (z. B. in Debatten, Diskussionen),
eigene Positionen verständlich vertreten und begründen (z. B. in Interviews),
ihre Emotionen angemessen ausdrücken und auf Gefühlsäußerungen anderer entsprechend reagieren (z. B. im szenischen Spiel, in Rollenspielen).
Sprechen · Dialogisches Sprechen · erhöhtes Anforderungsniveau
sich aktiv an Diskussionen zu weniger vertrauten Themen beteiligen,
eigene Positionen präzise vertreten und auf komplexe Argumentationen anderer reagieren,
in Diskussionen unterschiedliche Positionen differenziert formulieren und Zusammenhänge deutlich machen,
flexibel auf Gesprächspartner und unvorhergesehene Wendungen reagieren.
Sprechen · Monologisches Sprechen · grundlegendes Anforderungsniveau
von eigenen Erfahrungen klar und in Teilen detailliert berichten (z. B. Erzählung und Nacherzählung),
den eigenen Standpunkt zu einem Problem ausführlich darstellen und erklären (z. B. Argumentation, Kommentar),
selbst zusammengestellte Informationen vortragen (z. B. Präsentation, Referat),
Sachverhalte klar beschreiben und dabei wichtige Aspekte ausführen und mit relevanten Details und Beispielen stützen (z. B. Beschreibung und Zusammenfassung),
unterschiedliche Arten von Texten, Materialgrundlagen, Impulse, Aufgabenformen sprachlich angemessen verarbeiten und kohärent versprachlichen.
Sprechen · Monologisches Sprechen · erhöhtes Anforderungsniveau
Sachverhalte klar und systematisch beschreiben, darstellen und erörtern und dabei relevante Aspekte angemessen hervorheben,
komplexe Text- und Materialvorlagen, Impulse und Aufgabenformen sprachlich angemessen und kohärent vorstellen und dabei wesentliche Punkte und relevante Details hervorheben.
Schreiben
formelle (Bericht, offizieller Brief, Lebenslauf, Bewerbungsschreiben) und informelle Texte (Meinungsaustausch in E-Mails, persönliche Briefe, Einträge in Blogs) verfassen,
Sachtexte und fiktionale Texte zusammenfassen,
auf der Grundlage gezielter Fragestellungen Textdetails entnehmen, um diese zu analysieren und in einem kohärenten Text zu reorganisieren,
analysierende und kommentierende Texte verfassen (Analyse, Charakterisierung, Resümee von Teilaspekten, …),
Standpunkte effektiv schriftlich ausdrücken und sich auf solche anderer beziehen,
unter Beachtung der Textsortenmerkmale kreative Texte verfassen (Fortschreiben einer Geschichte, Dialog, Perspektivwechsel, …),
diskontinuierliche Texte, wie z. B. Karikaturen, Statistiken, Diagramme und Bilder angemessen versprachlichen und deuten.
Sprachmittlung
die im Sinne der zu bewältigenden Aufgabe wichtigen Informationen auswählen,
die ausgewählten Informationen präzise und situations- bzw. adressatenorientiert wiedergeben,
kulturspezifische Besonderheiten und Konventionen berücksichtigen,
bei mündlicher Sprachmittlung auf inhaltliche Nachfragen eingehen,
bei der Bearbeitung einer Aufgabe zur Sprachmittlung in die Zielsprache ein hohes Maß an strukturierender Eigenständigkeit nachweisen,
ggf. den Aufbau oder die inhaltliche Abfolge reorganisieren, um dem Adressaten das Verständnis zu erleichtern,
ggf. Erläuterungen zu Begriffen und Sachverhalten geben, die dem Adressaten nicht vertraut sind,
strukturelle Unterschiede zwischen Ausgangs- und Zielsprache kontrastiv hervorheben, indem sie kurze Textpassagen auch wörtlich übersetzen und so ein vertieftes Sprachverständnis nachweisen.
Wortschatz · Anforderungen für gA-Kurse
Anwenden von Wortschatz zur Realisierung von Redeintentionen
Anwenden von Wortschatz bezogen auf die Textanalyse
adäquater Einsatz von Konnektoren und sprachlichen Strukturierungshilfen zur Schaffung von Textkohärenz und transparenter Textstruktur
weitgehend sicheres Beherrschen der Regeln der Rechtschreibung und Prinzipien der Textgestaltung
Grammatik · Anforderungen für gA-Kurse
korrektes Anwenden grundlegender grammatischer und syntaktischer Strukturen
vertieftes Wissen und in Teilen korrekte Anwendung wesentlicher grammatischer und diskursiver Strukturen (Rektion der Verben, präfigierte Verben, Verbalaspekte)
Kennen von Partizipien und Adverbialpartizipien und angemessenes Übertragen in die Muttersprache
Aussprache und Intonation · Anforderungen für gA-Kurse
Verfügen über eine gut verständliche
Wortschatz · zusätzliche Anforderungen für eA-Kurse
differenzierter Wortschatz zur Interpretation von Gebrauchstexten und literarischen Texten
Kennen von Registern und Stilebenen (Umgangssprache, Alltagssprache)
sicheres Beherrschen der Regeln der Rechtsschreibung und Prinzipien der Textgestaltung
Grammatik · zusätzliche Anforderungen für eA-Kurse
produktive Verwendung wesentlicher grammatischer und diskursiver Strukturen (Rektion der Verben, präfigierte Verben, Verbalaspekte)
teilweises Verwenden von Partizipien und Adverbialpartizipien
Aussprache und Intonation · zusätzliche Anforderungen für eA-Kurse
sicheres Anwenden der Regeln der Intonation und Aussprache
Interkulturelle Handlungsfähigkeit · Wissen
ihr sozio-kulturelles Orientierungswissen (Wissen über russische Alltagskultur und Berufswelt, Themen und Probleme junger Erwachsener, gegenwärtige soziale und politische Bedingungen in Russland, historische und kulturelle Entwicklungen einschließlich literarischer Aspekte, Themen von globaler Bedeutung) in vielfältigen Situationen nutzen, um Fakten und Meinungen einzuordnen und eine eigene begründete Position zu beziehen,
ihr Wissen über Kommunikation anwenden und fremdsprachliche Konventionen beachten,
Werte, Haltungen und Einstellungen ihrer zielsprachigen Kommunikationspartner erkennen und verstehen.
Interkulturelle Handlungsfähigkeit · Bewusstheit
in interkulturell herausfordernden Situationen reflektiert agieren, indem sie sprachlich und kulturell Fremdes auf den jeweiligen Hintergrund beziehen und sich konstruktiv-kritisch damit auseinandersetzen,
ihre kommunikativen Fertigkeiten nutzen, um Missverständnisse und sprachlich-kulturell bedingte Konfliktsituationen zu erkennen und zu klären,
fremde und eigene Werte, Haltungen und Einstellungen im Hinblick auf international gültige Konventionen (z. B. die Menschenrechte) einordnen,
fremdsprachige Texte und aktuelle wie historische Debatten vor dem Hintergrund ihres landeskundlichen Wissens verstehen, deuten und bewerten.
Interkulturelle Handlungsfähigkeit · Einstellungen
einen Perspektivenwechsel vollziehen sowie verschiedene Perspektiven miteinander vergleichen und abwägen,
sich trotz des Wissens um die eigenen begrenzten kommunikativen Mittel auf interkulturelle Kommunikationssituationen einlassen und ihr eigenes sprachliches Verhalten in seiner Wirkung reflektieren und bewerten,
eigene Wahrnehmungen und (Vor-)Urteile erkennen, hinterfragen, ggf. relativieren und revidieren.
Textkompetenz · Textrezeption
explizite und implizite Textaussagen erfassen (z. B. Merkmale von Charakteren, Personenkonstellationen, Argumente und Schlussfolgerungen),
Erzählperspektiven und grundlegende Erzähltechniken erfassen,
zeitliche und räumliche Gestaltung erkennen,
gattungs- und textsortentypische Merkmale und Gestaltungsmittel erkennen und ihre Funktion verstehen,
Mehrdeutigkeiten (z. B. Komik, Ironie) und Mehrperspektivität erkennen,
zielkulturelle Merkmale, Stereotype, Werte und Konflikte erkennen,
die gesellschaftliche, kulturelle, politische und/oder historische Dimension von Texten erfassen und diese in größere, auch außertextliche Zusammenhänge einordnen,
Funktion und Wirkung von Texten verstehen,
die Subjektivität ihres Verständnisses bei der Sinnkonstruktion von fiktionalen Texten erkennen.
Textkompetenz · Textproduktion
Teilaspekte von Texten wiedergeben,
Texte strukturiert zusammenfassen,
textimmanente Zusammenhänge beschreiben,
Texte unter Anwendung des themenspezifischen und textanalytischen Wortschatzes analysieren,
bei mehrfach kodierten Texten (z. B. Film, Videoclip) Bezüge zwischen den einzelnen Textelementen herstellen und erläutern,
unterschiedliche Handlungsweisen diskutieren und bewerten,
zu verschiedenen Aspekten des Textes Stellung nehmen und diese in textliche und außertextliche Zusammenhänge einordnen,
zielkulturelle Merkmale, Stereotype, Werte und Konflikte im Text reflektieren und dazu Stellung beziehen,
Textvorlagen durch das Verfassen eigener – auch kreativer – Texte erschließen, interpretieren und ggf. weiterführen, z. B. Leerstellen füllen, einen Perspektivwechsel vornehmen oder den vorgegebenen Text entsprechend der Aufgabenstellung in eine andere Textsorte umwandeln,
ihr Erstverstehen, ihre Deutungen und ihre Produktionsprozesse kritisch reflektieren und ggf. revidieren.
Medienkompetenz · Recherchieren, Erheben, Verarbeiten und Sichern
Daten und Informationen in verschiedenen digitalen Umgebungen abrufen, relevante identifizieren und strukturiert aufbewahren,
Quellen zusammenführen, Daten und Informationen auswerten und unter Berücksichtigung von Zitierweisen und Quellenangaben zusammenfassen,
Daten und Informationen selbstständig und zielgerichtet analysieren, interpretieren und kritisch bewerten,
themenrelevante Informationen aus Medienangeboten strukturieren und unter Berücksichtigung rechtlicher Vorgaben aufbereiten.
Medienkompetenz · Kommunizieren und Kooperieren
Erkenntnisse aus Medienerfahrungen weitergeben und diese in kommunikative und kooperative Prozesse einbringen,
selbstständig, reflektiert sowie verantwortungsbewusst in digitalen Umgebungen kommunizieren und kooperieren,
ihre Medienerfahrung zur aktiven gesellschaftlichen Partizipation nutzen.
Medienkompetenz · Produzieren und Präsentieren
Medienproduktionen selbstständig planen und gestalten,
diese adressatengerecht vor Publikum präsentieren,
und in verschiedenen Formaten unter Beachtung rechtlicher Vorgaben adressatengerecht veröffentlichen.
Medienkompetenz · Schützen und sicheres Agieren
können Risiken und Gefahren in digitalen Umgebungen reflektieren und berücksichtigen,
verfügen über ein erweitertes Bewusstsein für Datensicherheit und Datenmissbrauch und können sich durch geeignete Maßnahmen schützen,
agieren sicher und verantwortungsbewusst in digitalen Umgebungen.
Medienkompetenz · Problemlösen und Handeln
(digitale) Werkzeuge bedarfsgerecht einsetzen und sind sich grundlegender algorithmischer Zusammenhänge bewusst,
digitale Lernmöglichkeiten und Werkzeuge sowie Medien zum Lernen, Arbeiten und Problemlösen effektiv bewerten und nutzen,
ein persönliches System von vernetzten digitalen Lernressourcen selbst organisieren und reflektiert zum Problemlösen und Handeln nutzen.
Medienkompetenz · Analysieren, Kontextualisieren und Reflektieren
Chancen und Risiken des Mediengebrauchs in verschiedenen Lebensbereichen reflektieren sowie den eigenen Mediengebrauch analysieren und modifizieren,
die Gestaltung medialer Darstellungsformen und den Einfluss von Medien auf gesellschaftliche Prozesse und Werte analysieren und reflektieren,
die Bedeutung digitaler Medien für politische Partizipationsprozesse und der Generierung von Öffentlichkeit beurteilen.
Sprachbewusstheit
grundlegende Ausprägungen des fremdsprachlichen Systems an Beispielen erkennen und benennen, Hypothesen im Bereich sprachlicher Regelmäßigkeiten formulieren,
Besonderheiten russischer Lexik und morphosyntaktischer Strukturen im Spiegel der Erstsprache analysieren,
explizites Wissen zum grammatischen System des Russischen abrufen und anwenden,
aufgrund ihrer Einsichten in die Elemente, Regelmäßigkeiten und Ausdrucksvarianten der Fremdsprache den Sprachgebrauch steuern,
sich sprachlicher Erschließungs- und Transferstrategien im Sinne der Mehrsprachigkeitsdidaktik bedienen,
sprachliche Kommunikationsprobleme erkennen und Möglichkeiten ihrer Lösung, u. a. durch den Einsatz von Kompensationsstrategien, abwägen,
wichtige Beziehungen zwischen Sprach- und Kulturphänomenen an Beispielen erkennen und reflektieren,
Gemeinsamkeiten, Unterschiede und Beziehungen zwischen Sprachen erkennen und reflektieren,
die Erfordernisse einer kommunikativen Situation (u. a. bezogen auf Medium, Adressaten, Absicht, Stil, Register) reflektieren und in ihrem Sprachhandeln weitgehend berücksichtigen.
Sprachlernkompetenz
sprachliche Mittel und kommunikative Strategien erproben und in diesem Zusammenhang ihre an anderen Sprachen erworbenen Kompetenzen und individuelle Sprachlernerfahrungen nutzen,
geeignete Strategien und Hilfsmittel sowie unterschiedliche Arbeitsmittel und Medien für das eigene Sprachenlernen und die Informationsbeschaffung nutzen,
die Bearbeitung komplexer Aufgaben selbstständig auch unter Nutzung kooperativer Arbeitsformen planen, durchführen und Lösungen für auftretende Schwierigkeiten entwickeln,
das Niveau ihrer Sprachbeherrschung einschätzen, dokumentieren und die Ergebnisse für das weitere Sprachenlernen nutzen,
eigene Sprachprodukte kriteriengeleitet bewerten und optimieren,
gezielt (auch außerunterrichtliche) Gelegenheiten für das eigene Sprachenlernen nutzen (z. B. persönliche Begegnungen, Internetforen, Radio, TV, Filme, Theateraufführungen, Bücher, Zeitschriften).