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Lehrpläne Nordrhein-Westfalen
Grundschule
Evangelische Religionslehre
prozessbezogen
Miteinander leben in Gottes Schöpfung
18
Die Frage nach Gott
22
inhaltsbezogen
Jesus Christus
20
Kirche und Gemeinde
12
Die Bibel
7
Religionen und Weltanschauungen
14
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Miteinander leben in Gottes Schöpfung
Ende Schuleingangsphase
beschreiben ihre eigene Persönlichkeit sowie die anderer (u. a. Wahrnehmung von Eigenschaften und Fähigkeiten),
erzählen von frohen und traurigen Erlebnissen mit anderen und benennen Gefühle,
beschreiben die Einmaligkeit und Bedeutsamkeit jedes einzelnen Menschen für Gott (u. a. Kindersegnung),
ermitteln in – auch biblischen – Texten menschliche Grundfragen (u. a. Fragen des Zusammenlebens) und vergleichen sie mit eigenen Erfahrungen,
erläutern das Gebot der Nächstenliebe in elementarer Weise und entwickeln Umsetzungsmöglichkeiten für den eigenen Alltag.
Ende Klasse 4
beschreiben eigene Fähigkeiten (Entdeckung von Möglichkeiten und Grenzen, Entwicklung von Potenzialen),
berichten von Erfahrungen vom Umgang mit Freundschaft und menschlichen Grunderfahrungen wie Freude, Liebe, Glück, Gelingen, Scheitern, Leid und Tod und entwickeln eigene Fragen dazu,
deuten vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen biblische Texte über menschliche Grundfragen (u. a. Gelingen oder Nichtgelingen von Gemeinschaft),
benennen für konkrete Situationen Beispiele aus ihrer Lebenswelt für gemeinschaftsförderliches und gemeinschaftshinderliches Verhalten, auch im Hinblick auf die Nutzung sozialer Medien,
deuten biblische Bilder (u. a. Regenbogen) gegenwartsbezogen unter den Aspekten Bund, Zusage, Hoffnung, Lebensbejahung, Zuversicht,
erörtern Vorstellungen zu christlichen Wegweisungen (u. a. 10 Gebote, Goldene Regel) für gelingendes Leben und Zusammenleben und entwickeln Umsetzungsmöglichkeiten für den eigenen Alltag.
Ende Schuleingangsphase
beschreiben ihre Wahrnehmungen von der Natur und erzählen von Entdeckungen in der Natur,
formulieren Fragen und suchen Antworten zur Entstehung der Welt,
beschreiben anhand biblischer Geschichten Gott als Schöpfer der Welt,
stellen Freude, Lob und Dankbarkeit über die Schöpfung dar,
benennen Ideen und Regeln für einen verantwortungsvollen Umgang mit der Schöpfung.
Ende Klasse 4
unterscheiden naturwissenschaftliche Erkenntnisse und biblische Deutungsperspektiven zur Entstehung der Welt,
beschreiben den besonderen Auftrag des Menschen zur Bewahrung der Schöpfung und den verantwortungsvollen Umgang mit den Ressourcen der Erde.
Die Frage nach Gott
Ende Schuleingangsphase
entwickeln ihre eigenen Fragen nach und an Gott,
erläutern eigene Gottesvorstellungen anhand von Bildern, Symbolen, Metaphern,
vergleichen ihre eigenen Gottesvorstellungen mit denen anderer.
Ende Klasse 4
stellen eigene Gottesvorstellungen dar und vergleichen sie mit biblischen Gottesvorstellungen,
erläutern die Bedeutung der Offenbarung des Gottesnamens als Versprechen,
untersuchen kriteriengeleitet Gottesvorstellungen in analogen und digitalen Medien,
vergleichen christliche Gottesbezeichnungen und -bilder mit denen anderer Religionen.
Ende Schuleingangsphase
beschreiben Gebete als Ausdruck einer auf Gott vertrauenden Kommunikation mit ihm,
benennen unterschiedliche elementare Ausdrucksformen der Gottesbeziehung in Gebeten (Loben, Danken, Bitten, Klagen).
Ende Klasse 4
deuten das Vaterunser, das christliche Grundgebet,
erläutern das Spannungsgefüge von Ansprechbarkeit und gleichzeitiger Unverfügbarkeit Gottes,
reflektieren Fragen nach dem Sinn leidvoller Grenzsituationen menschlichen Lebens wie Angst, Trauer, Trennung und Tod sowie Fragen nach der Nähe Gottes in diesen Situationen (Theodizee).
Ende Schuleingangsphase
geben ausgewählte biblische (Weg-) Geschichten wieder (Abraham und Sara, Josef und seine Brüder),
beschreiben ausgewählte Psalmworte als sprachliche Ausdrucksform für menschliche Grunderfahrungen,
setzen Erfahrungen von Frauen und Männern der Bibel mit Gott als (Weg-) Begleiter zu eigenen Erfahrungen und Fragen in Beziehung.
Ende Klasse 4
beschreiben die Rettung und Befreiung Israels aus Unterdrückung, auch unter dem Aspekt ihrer Bedeutung für das jüdische und christliche Gottesbild von JHWH als Befreier,
ermitteln die übertragene Bedeutung von Psalmworten und Gleichnissen und setzen diese mit menschlichen Grunderfahrungen in Beziehung,
erläutern anhand biblischer Texte die aktive und Verantwortung übernehmende Rolle von Frauen und Männern (u. a. Rut, Mose),
beschreiben, wie Gottes Wort durch Propheten verkündet wurde,
beschreiben anhand von biblischen und heutigen Glaubenszeugnissen den Glauben als wesentliche Inspirations- und Kraftquelle für die persönliche Lebensgestaltung von Menschen,
zeigen an Beispielen Gottes Liebe in Form von Zugewandtheit und Entgegenkommen,
beschreiben anhand eines biblischen Textes das in schwierigen Lebenssituationen von gläubigen Menschen erfahrene Gottvertrauen, die Erfahrung von Trost sowie das Erlangen von Zuversicht für den weiteren persönlichen Lebensweg.
Jesus Christus
Ende Schuleingangsphase
benennen Jesus als geschichtliche Person,
erschließen anhand biblischer Geschichten zentrale Elemente im Leben Jesu (u. a. Gemeinschaft mit Frauen und Männern, unterschiedsloses Zugehen auf Menschen, Aufforderung zur Nachfolge),
benennen das Vaterunser als von Jesus gelehrtes Gebet.
Ende Klasse 4
benennen wesentliche Stationen im Leben Jesu von Nazareth unter Berücksichtigung seiner Zeit und Umwelt,
zeigen anhand von Erzählungen zu Herkunft, Worten und Taten Jesu dessen Zugehörigkeit zu und Verbundenheit mit dem Judentum auf,
zeigen die verändernde Wirkung von Begegnungen mit Jesus auf und erläutern daraus resultierende Hoffnungsperspektiven für Menschen heute (u. a. Wunder).
Ende Schuleingangsphase
geben ausgehend von der Osterbotschaft ausgewählte Ereignisse der Passionsgeschichte wieder,
zeigen anhand einer biblischen Erzählung von der Erscheinung des auferweckten Christus Hoffnungsbilder auf.
Ende Klasse 4
beschreiben anhand ausgewählter Evangelientexte wesentliche Stationen und Personen bezogen auf Jesu Leiden, Tod und Auferstehung,
deuten die Bedeutung des Glaubens an die Auferweckung Jesu als Bestätigung seiner Gottessohnschaft und stellen dar, wie Menschen daraus Mut und Hoffnung schöpfen,
erörtern die Rolle von Frauen in Begegnungen mit Jesus und als erste Zeuginnen der Auferstehung Jesu.
Ende Schuleingangsphase
deuten die Geburt Jesu unter dem Gesichtspunkt der Menschwerdung Gottes,
entwickeln anhand ausgewählter Gleichnisse aus den Evangelien Bilder der Hoffnung.
Ende Klasse 4
deuten die Geburt Jesu im Kontext alttestamentlicher Friedensverheißung und unter Einbeziehung der Lichtsymbolik,
deuten die Reden Jesu über Gott und Gottes Reich hinsichtlich der daraus resultierenden Hoffnungsperspektive für Menschen zu aller Zeit (u. a. Gleichniserzählung, Auszug aus der Bergpredigt).
Ende Schuleingangsphase
erläutern an Beispielen Jesu Handeln für Benachteiligte, Ausgegrenzte und Bedrückte,
zeigen an biblischen Geschichten die Einladung Jesu zur Nächstenliebe und einem verantwortungsvollen Miteinander von Menschen auf.
Ende Klasse 4
erörtern die Bedeutung von Orientierungen an Leben und Botschaft von Jesus Christus für verantwortungsvolles christliches Handeln im Alltag,
recherchieren – auch digital – christlich geprägte Lebenswege von Menschen und reflektieren deren Einsatz für andere,
erläutern die christliche Motivation von Menschen der jüngeren Geschichte zum Widerstand gegen bestehende Verhältnisse.
Kirche und Gemeinde
Ende Schuleingangsphase
beschreiben die evangelische Kirchengemeinde als einen Ort der Gemeinschaft von Gläubigen (Menschen unterschiedlichen Alters, gemeinsame Gottesdienstfeier, Erleben von Gemeinschaft).
Ende Klasse 4
erkunden und beschreiben die Innengestaltung einer evangelischen Kirche (Bilder, Gegenstände, Zeichen, Symbole) und erläutern ihre Bedeutung auch im Hinblick auf den christlichen Glauben,
recherchieren – auch digital – Angebote von Kirche als Glaubensgemeinschaft und beziehen Stellung dazu,
erläutern die Bedeutung der Taufe.
Ende Schuleingangsphase
zeigen anhand von Bräuchen und Legenden besonderer Gedenktage (Martin von Tours, Nikolaus von Myra) konfessionelle Gemeinsamkeiten und Unterschiede auf.
Ende Klasse 4
vergleichen die evangelische und katholische Konfession hinsichtlich zentraler Gemeinsamkeiten und Unterschiede,
erläutern an Beispielen die Bedeutung und Schwerpunkte gottesdienstlicher Feiern in der evangelischen und katholischen Konfession,
erläutern Möglichkeiten gelebter Ökumene.
Ende Schuleingangsphase
beschreiben Erfahrungen mit Festen des Kirchenjahres,
beschreiben Ostern und Weihnachten als zentrale christliche Feste.
Ende Klasse 4
beschreiben den Sinn christlichen Brauchtums in Bezug zu den Ursprungsgeschichten,
nehmen begründet Stellung zu heutigen Ausprägungsformen christlicher Feste (u. a. Reflexion von Konsumverhalten, mediale Darstellungen).
Die Bibel
Ende Schuleingangsphase
benennen die Bibel als zentrales Glaubensbuch für Christinnen und Christen,
zeigen an Beispielen die Vielfalt möglicher Deutungen von biblischen Texten auf.
Ende Klasse 4
identifizieren das Alte Testament als jüdische Wurzel des christlichen Glaubens,
erläutern in Grundzügen Entstehung und Aufbau der Bibel mit ihren Büchern unterschiedlicher Herkunft und Texten unterschiedlicher Gattung,
erläutern die Bedeutung biblischer Texte im Leben von Christinnen und Christen.
erläutern ausgewählte Lebensstationen Martin Luthers (u. a. Entscheidung zum Klosterleben, Thesen, Erkenntnis der unbedingten Gnade Gottes) und deren Bedeutung für sein reformatorisches Wirken,
beschreiben Martin Luthers Glaubensweg als Suchen und Fragen nach Gottes Gerechtigkeit auch unter Einbeziehung von Personen seiner Zeit (u. a. Katharina von Bora).
Religionen und Weltanschauungen
Ende Schuleingangsphase
beschreiben beispielhaft Ausdrucksformen des Glaubens und Gotteshäuser/Gebetsstätten von Religionen,
recherchieren – auch digital – Elemente aus der Glaubenspraxis anderer Religionen und berichten davon.
Ende Klasse 4
erklären anhand von Erzählungen aus der Abrahamgeschichte die gemeinsame Berufung der drei monotheistischen Weltreligionen auf diese Geschichte,
recherchieren und präsentieren – auch digital – Informationen über Ausstattung und Glaubensvollzüge in Gotteshäusern/Gebetsstätten unterschiedlicher Religionen ihrer Lebenswelt,
beschreiben zentrale religiöse Ausdrucksformen in Judentum, Christentum, Islam und in einer weiteren Religion ihrer Lebenswelt.
Ende Schuleingangsphase
beschreiben in Ansätzen die Gleichwertigkeit aller Menschen,
zeigen unterschiedliche Lebensbedingungen von Menschen in ihrer Umgebung auf,
beschreiben an Beispielen, wie die Lebensumstände eines Menschen dessen Leben prägen können,
nennen vor dem Hintergrund christlicher Verantwortung mögliche Beiträge zur Verbesserung von Lebenssituationen.
Ende Klasse 4
erläutern exemplarisch Werte und Handlungsregeln anderer Religionen/Gemeinschaften und vergleichen sie mit denen christlicher Konfessionen (u. a. Goldene Regel),
erläutern Chancen sowie mögliche Herausforderungen des Zusammenlebens mit Menschen anderen Glaubens bzw. anderer Überzeugungen,
erläutern an Beispielen die Entwicklung von stereotypen Vorstellungen und Vorurteilen,
erörtern die Bedeutung des Erinnerns und Gedenkens für gegenwärtiges und zukünftiges Zusammenleben in christlicher Verantwortung,
setzen sich an Beispielen mit gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit in Vergangenheit und Gegenwart kritisch auseinander und beschreiben auf christlichen Werten basierende mögliche Handlungsweisen.
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