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Lehrpläne Nordrhein-Westfalen
Gymnasium
Evangelische Religionslehre
inhaltsbezogen
Übergeordnete Sachkompetenz
16
Menschliches Handeln in Freiheit und Verantwortung — Sachkompetenz
15
Die Frage nach Gott — Sachkompetenz
10
Jesus, der Christus — Sachkompetenz
14
Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft — Sachkompetenz
14
Zugänge zur Bibel — Sachkompetenz
10
Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Sachkompetenz
10
Religion in Alltag und Kultur — Sachkompetenz
4
prozessbezogen
Übergeordnete Methodenkompetenz
11
Übergeordnete Urteilskompetenz
10
Übergeordnete Handlungskompetenz
15
Menschliches Handeln in Freiheit und Verantwortung — Urteilskompetenz
8
Die Frage nach Gott — Urteilskompetenz
5
Jesus, der Christus — Urteilskompetenz
4
Kirche und andere Formen religiöser Gemeinschaft — Urteilskompetenz
7
Zugänge zur Bibel — Urteilskompetenz
6
Religionen und Weltanschauungen im Dialog — Urteilskompetenz
6
Religion in Alltag und Kultur — Urteilskompetenz
2
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Wahrnehmungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
identifizieren und beschreiben religiöse Phänomene und Handlungen anhand von grundlegenden Merkmalen,
beschreiben Grunderfahrungen des Menschen, die Ausgangspunkte religiösen Fragens sein können,
identifizieren in eigenen Erfahrungen und Überzeugungen religiöse Bezüge und Fragen.
Ende Sekundarstufe I
unterscheiden religiöse Weltanschauungen von anderen Wahrheits- und Wirklichkeitskonzepten,
ordnen religiöse Redeweisen und Gestaltungsformen in ihren religiöskulturellen Zusammenhang ein,
beschreiben, in welcher Weise die Auseinandersetzung mit religiösen Fragen das eigene Selbst- und Weltverständnis erweitern kann,
vergleichen eigene Erfahrungen und Überzeugungen mit den Aussagen des christlichen Glaubens.
Deutungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
entfalten ihre Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt sowie der eigenen Existenz und formulieren mögliche Antworten,
beschreiben auf einem grundlegenden Niveau religiöse Sprach-, Symbol- und Ausdrucksformen und setzen diese in Beziehung zu ihrer eigenen Biografie sowie zu Lebensgeschichten anderer Menschen,
untersuchen die Bedeutung zentraler biblischer Aussagen und Einsichten für das heutige Leben und stellen ihre Ergebnisse dar,
erklären an Beispielen die sozialisierende und kulturprägende Bedeutung religiös begründeter Lebensweisen.
Ende Sekundarstufe I
erläutern Fragen nach Grund, Sinn und Ziel der Welt, des Menschen und der eigenen Existenz und ordnen unterschiedliche Antwortversuche ihren religiösen bzw. nichtreligiösen Kontexten zu,
deuten religiöse Sprach-, Symbol- und Ausdrucksformen in ihrem jeweiligen historischen, sozialgeschichtlichen und wirkungsgeschichtlichen Kontext,
erläutern das evangelische Verständnis des Christentums und setzen es zu eigenen Überzeugungen in Beziehung,
erläutern den besonderen Wahrheits- und Wirklichkeitsanspruch religiös begründeter Ausdrucks- und Lebensformen und deren lebenspraktische und gesellschaftliche Konsequenzen,
erkennen und analysieren Chancen und Herausforderungen von fachbezogenen, auch digitalen Medien für die Realitätswahrnehmung.
Methodenkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
finden zielgerichtet Texte in der Bibel,
erschließen biblische Texte mit grundlegenden Hilfsmitteln (u. a. Sachverzeichnisse, historische Tabellen, Karten) und ordnen sie ein,
erschließen angeleitet künstlerische Darstellungen mit religiösen Inhalten,
identifizieren und erschließen unterschiedliche grundlegende Formen religiöser Sprache (u. a. biblische Erzählung, Psalm, Gebet, Lied),
geben Inhalte religiös relevanter Medien mündlich und schriftlich wieder,
recherchieren angeleitet, auch in webbasierten Medien, Informationen und Daten zu religiös relevanten Themen und geben sie adressatenbezogen weiter.
Ende Sekundarstufe I
analysieren methodisch geleitet biblische Texte sowie weitere religiös relevante Dokumente,
erschließen methodisch geleitet verbale (u. a. Gebete, Bekenntnisse, Glaubensformeln) und nichtverbale religiöse Zeugnisse (u. a. Rituale, Gebräuche, Bauwerke, künstlerische Darstellungen),
beschreiben und erläutern religiöse Sprache in ihrer formalen und inhaltlichen Eigenart unter besonderer Berücksichtigung metaphorischer Rede,
setzen die Struktur von religiös relevanten Texten sowie von Arbeitsergebnissen in geeignete grafische Darstellungen um (digital und analog),
bewerten angeleitet Rechercheergebnisse zu religiös relevanten Themen, auch aus webbasierten Medien, und bereiten diese themen- und adressatenbezogen auf.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
vergleichen eigene mit fremden Erfahrungen in Bezug auf religiöse und ethische Fragen und bewerten Antworten auf diese,
beschreiben bei eigenen Urteilen die zugrunde gelegten Maßstäbe,
bewerten ansatzweise individuelle und gesellschaftliche Handlungsweisen vor dem Hintergrund biblischer Maßstäbe.
Ende Sekundarstufe I
erörtern andere religiöse Überzeugungen und nichtreligiöse Weltanschauungen,
begründen ihre Urteile zu religiösen und ethischen Fragen,
identifizieren den Unterschied zwischen Meinung und begründetem Urteil,
setzen sich mit Kritik an Religion auseinander und prüfen deren Berechtigung,
differenzieren zwischen lebensförderlichen und lebensfeindlichen Elementen der Religion in Kultur und Gesellschaft,
beurteilen die gesellschaftliche Bedeutung religiöser Überzeugungen und religiöser Institutionen,
reflektieren die Notwendigkeit einer wechselseitigen Verständigung von Religionen.
Dialogkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
beschreiben eigene religiöse bzw. nichtreligiöse Erfahrungen, Vorstellungen und Überzeugungen und stellen diese dar,
nehmen ansatzweise die Perspektive von Menschen in anderen Lebenssituationen und anderen religiösen Kontexten ein,
kommunizieren mit Vertreterinnen und Vertretern eigener sowie anderer religiöser und nichtreligiöser Überzeugungen respektvoll und entwickeln Möglichkeiten und Voraussetzungen für ein respektvolles und tolerantes Miteinander.
Ende Sekundarstufe I
unterscheiden die Innen- und Außensicht auf religiöse Erfahrungen, Vorstellungen und Überzeugungen,
vertreten zu religiösen und weltanschaulichen Vorstellungen einen eigenen Standpunkt,
nehmen ansatzweise die Perspektive von Menschen in anderen Lebenssituationen und anderen religiösen Kontexten ein und stellen reflektiert einen Bezug zum eigenen Standpunkt her,
kommunizieren und kooperieren respektvoll mit Vertreterinnen und Vertretern anderer religiöser und nichtreligiöser Überzeugungen und berücksichtigen dabei Unterschiede sowie Grenzen,
erörtern im Diskurs mit anderen Argumente für und gegen die Zugehörigkeit zu einer religiösen Gemeinschaft.
Gestaltungskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
gestalten einfache religiöse Handlungen der christlichen Tradition (u. a. Gebet und Lied) mit oder lehnen eine Teilnahme begründet ab,
entwickeln aus dem impulsgebenden Charakter biblischer Texte Entwürfe zur Bewältigung gegenwärtiger Lebenswirklichkeit,
planen, gestalten und präsentieren fachbezogene Medienprodukte adressatengerecht und nutzen Möglichkeiten des digitalen Veröffentlichens und Teilens.
Ende Sekundarstufe I
gestalten komplexe religiöse Handlungen der christlichen Tradition mit und reflektieren die dabei gemachten Erfahrungen oder lehnen eine Teilnahme begründet ab,
beschreiben die Bedeutung religiöser Ausdrucksformen für den Umgang mit existenziellen Erfahrungen und entwickeln eine eigene Haltung dazu,
prüfen Formen, Motive und Ziele von Aktionen zur Wahrung der Menschenwürde, weltweiter Gerechtigkeit und Frieden aus christlicher Motivation und entwickeln eine eigene Haltung dazu,
nutzen Gestaltungsmittel von fachspezifischen Medienprodukten reflektiert unter Berücksichtigung ihrer Qualität, Wirkung und Aussageabsicht.
Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
beschreiben für konkrete Situationen aus ihrer Lebenswelt gemeinschaftsförderliches und gemeinschaftshinderliches Verhalten, auch im Hinblick auf die Nutzung sozialer Medien,
deuten biblische Texte, in denen es um das Gelingen oder Nichtgelingen von Gemeinschaft geht, vor dem Hintergrund eigener Erfahrungen,
beschreiben in Ansätzen das Verhältnis von gegenwärtigen Erklärungsansätzen zur Weltentstehung und dem biblischen Schöpfungsgedanken,
identifizieren die biblischen Schöpfungstexte als Glaubensaussagen,
erläutern Beispiele der Übernahme von Verantwortung für das Leben und in der (Um-)Welt als Konsequenz aus dem Verständnis der Welt als Schöpfung Gottes.
Ende Sekundarstufe I
beschreiben in der Auseinandersetzung mit der biblischen Verbindung von Selbst- und Nächstenliebe den Zusammenhang von Selbstannahme und Beziehungsfähigkeit,
beschreiben Gefühle und Erwartungen von Jungen und Mädchen im Hinblick auf Partnerschaft,
unterscheiden Ansichten über die Bedeutung von Sexualität für die Gestaltung von Partnerschaft,
beschreiben biblische Bilder vom Menschen und setzen sich mit deren Relevanz für die Gestaltung von Geschlechterbeziehungen heute auseinander,
beschreiben prophetische Rede und prophetische Aktionen als Kritik an und Widerspruch gegen gesellschaftliche Unrechtsstrukturen in biblischer Zeit,
erläutern prophetische Rede und prophetisches Handeln als Kritik aus der Perspektive der Gerechtigkeit Gottes,
erklären den Einsatz für Menschenwürde, Frieden und für die gerechte Gestaltung der Lebensverhältnisse aller Menschen als Konsequenz des biblischen Verständnisses von Gerechtigkeit,
beschreiben verschiedene Zielgruppen und Formen diakonischen Handelns,
beschreiben das christliche Verständnis diakonischen Handelns als Ausdruck und Gestaltung christlich motivierter Nächstenliebe,
erläutern den Einsatz für Menschenwürde und Freiheit als Konsequenz aus der biblischen Rede von der Gottesebenbildlichkeit des Menschen.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
beurteilen biblische und außerbiblische Regeln für ein gutes Miteinander und Möglichkeiten eines konstruktiven Umgangs mit Konflikten,
erörtern bezogen auf ihren Alltag die Möglichkeiten eines nachhaltigen Umgangs mit den Ressourcen der Erde vor dem Hintergrund der Verantwortung für die Schöpfung.
Ende Sekundarstufe I
erörtern Regeln für gelingende Partnerschaft und Möglichkeiten des Umgangs mit misslingender Partnerschaft,
beurteilen sexuelle Gemeinschaft unter der Perspektive wechselseitiger Verantwortung,
setzen sich mit eigenem und gesellschaftlichem Geschlechterrollenverständnis auseinander und beurteilen diese vor dem Hintergrund der Heterogenität biblischer Bilder vom Menschen,
erörtern vor dem Hintergrund des biblischen Gerechtigkeitsbegriffs gesellschaftliches Engagement ausgewählter Personen, Gruppen bzw. Projekte,
erörtern persönliche und gesellschaftliche Konsequenzen einer am biblischen Freiheits-, Friedens- und Gerechtigkeitsverständnis orientierten Lebens- und Weltgestaltung, auch im Hinblick auf Herausforderungen durch den digitalen Wandel der Gesellschaft,
beurteilen an ausgewählten Beispielen, inwieweit diakonisches Handeln nach christlichem Verständnis Einsatz für Menschenwürde und Freiheit ist.
Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
beschreiben subjektive Gottesvorstellungen,
identifizieren in biblischen Erzählungen Erfahrungen mit Gott,
erläutern die Grundhaltung des Glaubens an Gott in biblischen Erzählungen als Vertrauen,
beschreiben in Auseinandersetzung mit biblischen Texten in elementarer Form lebensgeschichtliche Veränderungen von Gottesvorstellungen und Gottesglauben sowie deren Anlässe.
Ende Sekundarstufe I
erklären den Gedanken der Rechtfertigung – die bedingungslose Annahme des Menschen durch Gott – als Grundlage evangelischen Glaubens,
beschreiben beispielhaft lebenspraktische Konsequenzen, die sich für evangelische Christinnen und Christen in Geschichte und Gegenwart aus reformatorischen Einsichten ergaben bzw. ergeben,
erläutern den Zusammenhang zwischen der reformatorischen Zuordnung von Freiheit und Verantwortung des Einzelnen vor Gott und Fragen heutiger evangelischer Lebensgestaltung,
unterscheiden Aussagen über Gott von Bekenntnissen des Glaubens an Gott,
identifizieren die kritische Überprüfung von Gottesvorstellungen als Möglichkeit zur Korrektur und Vergewisserung von Glaubensüberzeugungen,
identifizieren verschiedene Formen der Bestreitung oder Infragestellung Gottes sowie seiner Funktionalisierung.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
erörtern die Entwicklung bzw. Veränderung von Gottesvorstellungen und Gottesglauben im Lebenslauf bei sich und anderen und formulieren erste Einschätzungen dazu,
begründen in Ansätzen einen eigenen Standpunkt zur Frage nach Gott.
Ende Sekundarstufe I
beurteilen die Relevanz reformatorischer Einsichten für christlichen Glauben und die Sicht auf das Leben und die Menschen heute,
erörtern und beurteilen Argumente für und gegen den Glauben an Gott,
erörtern die biblisch-theologische Rede von der Unverfügbarkeit Gottes in Bezug auf menschliche Vorstellungen und Wünsche.
Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
benennen wesentliche Stationen im Leben Jesu,
ordnen Jesus von Nazareth in seine Zeit und Umwelt ein,
erläutern an neutestamentlichen Beispielen den Zusammenhang von Jesu Reden und Handeln,
erklären an Beispielen Jesu Auftreten und Handeln als Auseinandersetzung mit der jüdischen Tradition,
erklären, dass für Menschen christlichen Glaubens Jesus von Nazareth der im Alten Testament verheißene Messias ist.
Ende Sekundarstufe I
identifizieren Wundererzählungen, Gleichnisse und Passagen der Bergpredigt als Rede vom Reich Gottes,
erläutern die Bedeutung von Wundererzählungen, Gleichnissen und Passagen der Bergpredigt als Orientierungsangebote,
erklären an einem Beispiel aus der Bergpredigt, auf welche Weise Jesus die jüdische Tradition aufgreift,
beschreiben historische Hintergründe der Kreuzigung Jesu,
erläutern den Zusammenhang von Leben und Handeln Jesu und seinem Tod am Kreuz,
unterscheiden historische von bekenntnishafter Rede von der Auferstehung,
erklären die theologische Differenzierung zwischen „Jesus“ und „Christus“,
deuten die Auferstehung Jesu als Grundlage christlicher Hoffnung,
vergleichen den christlichen Glauben an die Auferstehung mit anderen Vorstellungen von einem Leben nach dem Tod.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
erörtern die Bedeutung von Orientierungen an Leben und Botschaft von Jesus, dem Christus, im Alltag.
Ende Sekundarstufe I
setzen sich mit der Frage der Umsetzbarkeit ethischer Orientierungen in der Bergpredigt auseinander,
erörtern die lebenspraktische Bedeutung des Hoffnungshorizontes in der Botschaft Jesu vom Reich Gottes,
beurteilen zentrale Aussagen der Osterbotschaft hinsichtlich ihrer Gegenwartsrelevanz.
Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
beschreiben die Entstehung der Kirche aus dem Glauben an Jesus Christus und identifizieren sie als Nachfolgegemeinschaft,
beschreiben unterschiedliche christliche Konfessionen und Denominationen anhand von Gebäuden, Personen und religiöser Praxis,
differenzieren zwischen Kirche als Gebäude und als Glaubensgemeinschaft und erläutern Zusammenhänge zwischen beiden Formen,
identifizieren eine evangelische Ortsgemeinde als eine Konkretion von Kirche,
vergleichen die evangelische und die katholische Kirche in Bezug auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede,
identifizieren Gotteshäuser als Orte gelebten Glaubens und unterscheiden diese von profanen Räumen,
identifizieren Symbole des christlichen Glaubens sowie religiöse Formensprache,
benennen Beispiele von ökumenischer Zusammenarbeit.
Ende Sekundarstufe I
unterscheiden Kirchen und andere religiöse Gemeinschaften hinsichtlich ihrer religiösen Praxis, Gestalt und Funktion vor dem Hintergrund ihres jeweiligen zeitgeschichtlichen Kontextes,
erklären Grundzüge der Reformation und das sich daraus entwickelnde protestantische Selbstverständnis,
beschreiben an Beispielen grundlegende Aspekte der Beziehung von Kirche, Staat und Gesellschaft im Verlauf der Geschichte und in der Gegenwart,
identifizieren Auswirkungen eines totalitären Systems auf kirchliche Strukturen und kirchliches Leben,
beschreiben anhand von Biografien unterschiedliche Haltungen von Christinnen und Christen zum Machtanspruch eines totalitären Systems zwischen Anpassung und Widerstand,
erläutern in Grundzügen am Beispiel der „Deutschen Christen“ und der „Bekennenden Kirche“ Reaktionsformen der evangelischen Kirchen auf das nationalsozialistische Regime in Deutschland zwischen 1933 und 1945.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
vergleichen und bewerten unterschiedliche Erfahrungen mit Kirche,
erörtern in Ansätzen die Bedeutung unterschiedlicher Glaubenspraktiken für die verschiedenen Konfessionen.
Ende Sekundarstufe I
erörtern verschiedene Erscheinungsformen von Kirche am Maßstab ihrer biblischen Begründung und des reformatorischen Anspruchs („ecclesia semper reformanda“),
beurteilen Perspektiven für die Zusammenarbeit zwischen den christlichen Konfessionen,
beurteilen die Praxis religiöser und säkularer Gemeinschaften hinsichtlich ihres Beitrags für eine gelingende Lebensgestaltung,
erörtern die Verantwortung von Kirche für Staat und Gesellschaft,
erörtern vor dem Hintergrund des Nationalsozialismus bzw. anderer totalitärer Systeme die Frage nach Recht und Pflicht von Christinnen und Christen, totalitären Strukturen in Staat und Gesellschaft Widerstand entgegenzusetzen.
Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
erläutern in Grundzügen Entstehung und Aufbau der Bibel,
beschreiben die Bibel als Bibliothek mit Büchern unterschiedlicher Herkunft und Texten unterschiedlicher Gattung,
zeigen auf, dass biblische Erzählungen Erfahrungen ausdrücken, die Menschen mit Gott gemacht haben,
beschreiben in elementarer Form mögliche Bedeutungen biblischer Aussagen und Einsichten für das heutige Leben.
Ende Sekundarstufe I
beschreiben in Grundzügen den Entstehungsprozess der Evangelien,
erläutern Merkmale parabolischer Erzählungen in den Evangelien,
unterscheiden zwischen historischen Ereignissen und deren Deutung in Glaubenserzählungen,
deuten unterschiedliche biblische Glaubenserzählungen unter Berücksichtigung der Textgattung (u. a. Evangelien, Briefe) und im jeweiligen Kontext ihrer Entstehung,
unterscheiden grundlegende Formen der Auslegung biblischer Texte, darunter insbesondere den historisch-kritischen Zugang,
vergleichen die Bedeutung der Bibel im Christentum mit dem Stellenwert von heiligen Schriften in anderen Religionen.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
erörtern die besondere Bedeutung der Bibel für Menschen christlichen Glaubens,
beurteilen in elementarer Form die Relevanz biblischer Glaubenserzählungen für Menschen heute.
Ende Sekundarstufe I
setzen sich mit der Relevanz biblischer Texte für das eigene Selbst- und Weltverständnis auseinander,
erörtern unterschiedliche Verständnisweisen der Bibel als Wort Gottes,
bewerten unterschiedliche Deutungen biblischer Aussagen in Bezug auf ihre Konsequenzen,
bewerten an Beispielen die Rezeption biblischer Texte in der analogen und digitalen Medienkultur.
Sachkompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
erklären anhand von biblischen Erzählungen die gemeinsame Berufung auf Abraham in Judentum, Christentum und Islam,
vergleichen Ausstattung und Funktionen einer Synagoge, einer Kirche und einer Moschee,
beschreiben zentrale Rituale und religiöse Handlungen in Judentum, Christentum und Islam als Gestaltungen des Glaubens und Lebens.
Ende Sekundarstufe I
vergleichen Merkmale des Gottesglaubens in Judentum, Christentum und Islam im Hinblick auf ihre Konsequenzen für die Lebensgestaltung,
erläutern zentrale Vorstellungen von Welt und Wirklichkeit in fernöstlichen Religionen im Hinblick auf ihre Konsequenzen für die Lebensgestaltung,
beschreiben zentrale Gemeinsamkeiten und Unterschiede des Selbst- und Weltverständnisses der großen Weltreligionen,
identifizieren Formen und Ursachen von Antisemitismus und Antijudaismus,
erläutern unterschiedliche Vorstellungen von Welt und Wirklichkeit in Religionen und Weltanschauungen,
setzen sich mit unterschiedlichen Welt- und Menschenbildern in neuen religiösen Gruppierungen und deren Konsequenzen für die Lebensgestaltung auseinander,
erläutern Zusammenhänge zwischen der Frage nach Sinn und Selbstverständnis des Menschen und religiösen bzw. säkularen Weltanschauungen.
Urteilskompetenz
Ende Jahrgangsstufe 6
erörtern an Beispielen Gemeinsamkeiten und Unterschiede in Glaube und Glaubenspraxis von Menschen jüdischen, christlichen sowie islamischen Glaubens,
nehmen zu einseitigen Darstellungen von Menschen jüdischen, christlichen und islamischen Glaubens im Alltag oder in den Medien Stellung,
bewerten Verhalten gegenüber Menschen anderer religiöser Überzeugungen im Alltag in Bezug auf Wertschätzung und Respekt.
Ende Sekundarstufe I
beurteilen die Konsequenzen unterschiedlicher Weltdeutungen und Menschenbilder für die Lebensgestaltung,
beurteilen die Konsequenzen ethischer Leitlinien und religiöser Vorschriften für die Lebensgestaltung,
beurteilen Möglichkeiten und Grenzen interreligiöser Begegnung und Verständigung.
Sachkompetenz
identifizieren innerhalb des Jahreskreises christliche, jüdische und muslimische Feiertage,
erklären Herkunft und Bedeutung christlicher Feiertage im Jahreskreis und vergleichen sie mit der Herkunft und Bedeutung jüdischer und muslimischer Feiertage,
unterscheiden am Beispiel eines christlichen Festes religiöse und säkulare Ausdrucksformen,
identifizieren und erklären Übergangsrituale im Lebenslauf von Menschen christlichen Glaubens als religiös gestalteten Umgang mit bedeutsamen Lebenssituationen.
Urteilskompetenz
beurteilen christliche Feste und Rituale bezüglich der Relevanz für ihr eigenes Leben und das von anderen,
setzen sich mit der Bedeutung von Festen, Feiern und Ritualen für die jüdische, christliche und muslimische Religion auseinander und formulieren erste Einschätzungen zu Ähnlichkeiten und Unterschieden.
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Ministerium für Schule und Bildung des Landes Nordrhein-Westfalen — Kernlehrplan Evangelische Religionslehre für das Gymnasium, 2019
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