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Lehrpläne Nordrhein-Westfalen
Hauptschule
Deutsch
Jahrgangsstufe 5-6
Inhaltsfeld 1: Sprache
16
Inhaltsfeld 2: Texte
16
Inhaltsfeld 3: Kommunikation
14
Inhaltsfeld 4: Medien
15
Jahrgangsstufe 7-8
Inhaltsfeld 1: Sprache
14
Inhaltsfeld 2: Texte
22
Inhaltsfeld 3: Kommunikation
10
Inhaltsfeld 4: Medien
17
Jahrgangsstufe 9-10
Inhaltsfeld 1: Sprache
15
Inhaltsfeld 2: Texte
19
Inhaltsfeld 3: Kommunikation
10
Inhaltsfeld 4: Medien
16
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Rezeption
Wortarten (Verb, Nomen, Artikel, Pronomen, Adjektiv, Konjunktion, Adverb) unter-scheiden,
unterschiedliche Flexionsformen (Konjugation – Tempus, Deklination – Genus, Numerus, Kasus; Komparation) unterscheiden,
Verfahren der Wortbildung unterscheiden (Komposition, Derivation),
grundlegende Strukturen von Sätzen (Prädikat; Satzglieder: Subjekt, Objekt, Adver-bial; Satzgliedteil: Attribut; Satzarten: Aussage-, Frage-, Aufforderungssatz; zusam-mengesetzte Sätze: Satzreihe, Satzgefüge, Hauptsatz, Nebensatz) untersuchen,
Sprachstrukturen mithilfe von Ersatz-, Umstell-, Erweiterungs- und Weglassprobe untersuchen,
einfache sprachliche Mittel (Metapher, Personifikation, Vergleich, klangliche Gestal-tungsmittel) in ihrer Wirkung beschreiben,
Wortbedeutungen aus dem Kontext erschließen und unter Zuhilfenahme von digi-talen sowie analogen Wörterbüchern klären,
an einfachen Beispielen Alltagssprache und Bildungssprache unterscheiden,
an einfachen Beispielen Abweichungen von der Standardsprache beschreiben,
angeleitet Gemeinsamkeiten und Unterschiede (Satzstrukturen, Wörter und Wort-gebrauch) verschiedener Sprachen (der Lerngruppe) untersuchen.
Produktion
Wörter in Wortfeldern und -familien einordnen und gemäß ihren Bedeutungen ein-setzen,
relevantes sprachliches Wissen (u. a. auf Wort- und Satzebene) beim Verfassen eigener Texte einsetzen,
mittels geeigneter Rechtschreibstrategien (auf Laut-Buchstaben-Ebene, Wortebene, Satzebene) und unter Rückgriff auf grammatisches Wissen Texte angeleitet über-prüfen,
eine normgerechte Zeichensetzung für einfache Satzstrukturen (Haupt- und Ne-bensatzverknüpfung, Apposition, Aufzählung, wörtliche Rede) realisieren,
im Hinblick auf Orthografie, Grammatik und Kohärenz Texte angeleitet überarbeiten,
angeleitet zu Fehlerschwerpunkten passende Rechtschreibstrategien (u. a. silbieren-des Sprechen, Verlängern, Ableiten, Wörter zerlegen, Nachschlagen, Ausnahme-schreibung merken) zur Textüberarbeitung einsetzen.
Rezeption
angeleitet zentrale Aussagen mündlicher und schriftlicher Texte identifizieren und daran ihr Gesamtverständnis des Textes erläutern,
in literarischen Texten Figuren untersuchen und Figurenbeziehungen textbezogen erläutern,
erzählende Texte unter Berücksichtigung grundlegender Dimensionen der Hand-lung (Ort, Zeit, Konflikt, Handlungsschritte) und der erzählerischen Vermittlung (u. a. Erzählerfigur) untersuchen,
lyrische Texte untersuchen – auch unter Berücksichtigung formaler und sprachli-cher Gestaltungsmittel (Reim, Metrum, Klang, strophische Gliederung; einfache Formen der Bildlichkeit),
dialogische Texte im Hinblick auf explizit dargestellte Absichten und Verhaltens-weisen von Figuren sowie einfache Dialogverläufe untersuchen,
eine persönliche Stellungnahme zu den Ereignissen und zum Verhalten von lite-rarischen Figuren textgebunden formulieren,
eigene Texte zu literarischen Texten verfassen (u. a. Ausgestaltung, Fortsetzung, Paralleltexte) und im Hinblick auf den Ausgangstext erläutern,
grundlegende Textfunktionen innerhalb von Sachtexten (appellieren, argumentie-ren, berichten, beschreiben, erklären) unterscheiden,
in einfachen diskontinuierlichen und kontinuierlichen Sachtexten – auch in digitaler Form – Aufbau und Funktion beschreiben,
Informationen aus Sachtexten aufeinander beziehen und miteinander vergleichen.
Produktion
ein Schreibziel benennen und mittels geeigneter Hilfen zur Planung und Formulie-rung (u. a. typische grammatische Konstruktionen, lexikalische Wendungen, satz-übergreifende Muster der Textorganisation, Modelltexte) eigene Texte planen, ver-fassen und überarbeiten,
Geschichten in mündlicher und schriftlicher Form frei oder an Vorgaben orientiert unter Nutzung von Gestaltungsmitteln (u. a. Steigerung, Vorausdeutungen, Poin-tierung) erzählen,
angeleitet mögliche Erwartungen und Interessen einer Adressatin bzw. eines Ad-ressaten einschätzen und im Zielprodukt berücksichtigen,
ihr eigenes Urteil über einen Text begründen und in kommunikativen Zusammen-hängen (Buchkritik, Leseempfehlung) erläutern,
Sachtexte – auch in digitaler Form – zur Erweiterung der eigenen Wissensbe-stände, für den Austausch mit anderen und für das Verfassen eigener Texte gezielt einsetzen,
beim Verfassen eines eigenen Textes verschiedene Textfunktionen (appellieren, argumentieren, berichten, beschreiben, erklären, informieren) unterscheiden und situationsangemessen einsetzen.
Rezeption
gelingende und misslingende Kommunikation in Gesprächen unterscheiden,
in Gesprächen Absichten und Interessen anderer Gesprächsteilnehmender iden-tifizieren,
Gesprächsregeln mit dem Ziel einer funktionalen Gesprächsführung entwickeln,
Verletzungen von Gesprächsregeln identifizieren und einen Lösungsansatz ent-wickeln,
die Wirkung ihres kommunikativen Handelns – auch in digitaler Kommunikation – abschätzen und Konsequenzen reflektieren,
Merkmale aktiven Zuhörens nennen,
aktiv zuhören, gezielt nachfragen und Gehörtes zutreffend wiedergeben – auch unter Nutzung eigener Notizen.
Produktion
artikuliert sprechen und Tempo, Lautstärke und Sprechweise situationsangemessen einsetzen,
das eigene Kommunikationsverhalten nach Kommunikationskonventionen aus-richten,
Merkmale gesprochener und geschriebener Sprache unterscheiden und situations-angemessen einsetzen,
Anliegen angemessen vortragen und begründen,
eigene Beobachtungen und Erfahrungen anderen gegenüber sprachlich ange-messen und verständlich darstellen,
zu strittigen Fragen aus dem eigenen Erfahrungsbereich eigene Standpunkte be-gründen und in Kommunikationssituationen lösungsorientiert vertreten,
nonverbale Mittel (u. a. Gestik, Mimik, Körperhaltung) und paraverbale Mittel (u. a. Intonation) unterscheiden und situationsangemessen einsetzen.
Rezeption
dem Leseziel und dem Medium angepasste einfache Lesestrategien des orien-tierenden, selektiven, intensiven und vergleichenden Lesens einsetzen (u. a. bei Hypertexten) und die Lektüreergebnisse darstellen,
Medien bezüglich ihrer Präsentationsform (Printmedien, Hörmedien, audiovisu-elle Medien: Websites, interaktive Medien) und ihrer Funktion beschreiben (infor-mative, kommunikative, unterhaltende Schwerpunkte),
Informationen und Daten aus Printmedien und digitalen Medien gezielt auswerten,
Internet-Kommunikation als potenziell öffentliche Kommunikation identifizieren und grundlegende Konsequenzen für sich und andere einschätzen,
in literalen und audiovisuellen Texten Merkmale virtueller Welten identifizieren,
einfache Gestaltungsmittel in Präsentationsformen verschiedener literarischer Texte benennen und deren Wirkung beschreiben (u. a. Hörfassungen, Graphic Novels),
angeleitet die Qualität verschiedener altersgemäßer Quellen prüfen und bewerten (Autorin/Autor, Ausgewogenheit, Informationsgehalt, Belege).
Produktion
grundlegende Recherchestrategien in Printmedien und digitalen Medien (u. a. Suchmaschinen für Kinder) funktional einsetzen,
Regeln für die digitale Kommunikation nennen und die Einhaltung beurteilen,
in digitaler und nicht-digitaler Kommunikation Elemente konzeptioneller Mündlich-keit bzw. Schriftlichkeit identifizieren, die Wirkungen vergleichen und in eigenen Pro-dukten (persönlicher Brief, digitale Nachricht) adressatenangemessen verwenden,
digitale und nicht-digitale Medien zur Organisation von Lernprozessen und zur Dokumentation von Arbeitsergebnissen einsetzen,
Texte medial umformen (Vertonung/Verfilmung bzw. szenisches Spiel) und ver-wendete Gestaltungsmittel beschreiben,
Inhalt und Gestaltung von Medienprodukten angeleitet beschreiben,
grundlegende Funktionen der Textverarbeitung unterscheiden und einsetzen,
Möglichkeiten und Grenzen digitaler Unterstützungsmöglichkeiten bei der Text-produktion beurteilen (Rechtschreibprogramme, Thesaurus).
Rezeption
Wortarten (Verb, Nomen, Artikel, Pronomen, Adjektiv, Konjunktion, Adverb, Prä-position, Interjektion) unterscheiden,
unterschiedliche Formen der Verbflexion unterscheiden und deren funktionalen Wert beschreiben (Aktiv/Passiv, Modi, stilistische Varianten),
Verfahren der Wortbildungen unterscheiden (Komposition, Derivation, Lehnwörter, Fremdwörter),
komplexe Strukturen von Sätzen (Nebensatz mit Satzgliedwert: Subjektsatz, Ob-jektsatz, Adverbialsatz; Gliedsatz: Attributsatz; verschiedene Formen zusammen-gesetzter Sätze: Infinitivgruppe, uneingeleiteter Nebensatz) untersuchen und Wir-kungen von Satzbau-Varianten beschreiben,
sprachliche Gestaltungsmittel unterscheiden (u. a. Kohäsionsmittel) und ihre Wir-kung erklären (u. a. sprachliche Signale der Rezipientensteuerung),
Sprachvarietäten unterscheiden sowie Funktionen und Wirkung erläutern (Alltags-sprache, Standardsprache, Bildungssprache, Jugendsprache, Sprache in Medien),
an Beispielen sprachliche Abweichungen von der Standardsprache erläutern,
anhand einfacher Beispiele Gemeinsamkeiten und Unterschiede verschiedener Sprachen (der Lerngruppe) im Hinblick auf grammatische Strukturen und Semantik untersuchen,
die gesellschaftliche Bedeutung von Sprache beschreiben.
Produktion
Synonyme, Antonyme, Homonyme und Polyseme in semantisch-funktionalen Zu-sammenhängen einsetzen,
relevantes sprachliches Wissen (u. a. semantische Beziehungen, direkte und in-direkte Rede, Aktiv/Passiv, Mittel zur Textstrukturierung) für das Schreiben eigener Texte einsetzen,
geeignete Rechtschreibstrategien unterscheiden und orthografische Korrektheit (auf Laut-Buchstaben-Ebene, Wortebene, Satzebene) weitgehend selbstständig überprüfen,
Satzstrukturen unterscheiden und die Zeichensetzung normgerecht einsetzen (Satzreihe, Satzgefüge, Parenthesen, Infinitiv- und Partizipialgruppen),
eigene und fremde Texte anhand von vorgegebenen Kriterien überarbeiten (u. a. Textkohärenz).
Rezeption
zentrale Aussagen mündlicher und schriftlicher Texte identifizieren und daran ein kohärentes Textverständnis erläutern,
Texte im Hinblick auf das Verhältnis von Inhalt, Form und Wirkung erläutern,
Merkmale epischer, lyrischer und dramatischer Gestaltungsweisen unterscheiden und erläutern,
in literarischen Texten zentrale Figurenbeziehungen und -merkmale sowie Hand-lungsverläufe beschreiben und unter Berücksichtigung gattungsspezifischer Dar-stellungsmittel (u. a. erzählerisch und dramatisch vermittelte Darstellung, Erzähl-techniken der Perspektivierung) textbezogen erläutern,
bildliche Gestaltungsmittel in literarischen Texten (u. a. lyrische und epische Texte) unterscheiden sowie ihre Funktion im Hinblick auf Textaussage und Wirkung er-läutern,
literarische Texte (u. a. Gedichte, Kurzgeschichten) unter vorgegebenen Aspekten miteinander vergleichen,
eine persönliche Stellungnahme zur Handlung und zum Verhalten literarischer Figuren textgebunden formulieren,
ihre eigene Leseart eines literarischen Textes begründen und mit Lesarten anderer vergleichen,
eigene Texte zu literarischen Texten verfassen (u. a. Leerstellen füllen, Parallel-texte konzipieren) und deren Beitrag zur Deutung des Ausgangstextes erläutern,
den Aufbau kontinuierlicher und diskontinuierlicher Sachtexte erläutern,
Sachtexte zur Erweiterung der eigenen Wissensbestände und zur Problemlösung auswerten,
in Sachtexten (u. a. journalistische Textformen) verschiedene Textfunktionen (ap-pellieren, argumentieren, berichten, beschreiben, erklären, informieren) unter-scheiden und in ihrem Zusammenwirken erläutern,
Sachtexte – auch in digitaler Form – unter vorgegebenen Aspekten vergleichen.
Produktion
aus Aufgabenstellungen konkrete Schreibziele ableiten, Texte planen und zuneh-mend selbstständig eigene Texte adressaten- und situationsgerecht formulieren,
Texte kriteriengeleitet prüfen und Überarbeitungsvorschläge für die Textrevision nutzen,
bei der Textplanung, -formulierung und -überarbeitung die Möglichkeiten digitalen Schreibens (Gliederung und Inhaltsverzeichnis, Anordnen und Umstellen von Textpassagen, Weiterschreiben an verschiedenen Stellen) einsetzen,
die Ergebnisse der Textanalyse strukturiert darstellen,
ihr Verständnis eines literarischen Textes mit Textstellen belegen und im Dialog mit anderen Schülerinnen und Schülern weiterentwickeln,
Texte sinngestaltend unter Nutzung verschiedener Ausdrucksmittel (Artikulation, Modulation, Tempo, Intonation, Mimik und Gestik) vortragen,
verschiedene Textfunktionen (appellieren, argumentieren, berichten, beschrei-ben, erklären, informieren) in eigenen mündlichen und schriftlichen Texten sach-gerecht einsetzen,
mögliches Vorwissen, Haltungen und Interessen einer Adressatin/eines Adressa-ten identifizieren und eigene Schreibprodukte darauf abstimmen,
Informationen aus verschiedenen Quellen (u. a. kontinuierliche, diskontinuierliche Sachtexte – auch in digitaler Form) ermitteln und dem eigenen Schreibziel ent-sprechend nutzen.
Rezeption
gelingende und misslingende Kommunikation identifizieren und Korrekturmöglich-keiten benennen,
Absichten und Interessen anderer Gesprächsteilnehmender identifizieren und er-läutern,
para- und nonverbales Verhalten deuten,
beabsichtigte und unbeabsichtigte Wirkungen des eigenen und fremden kommu-nikativen Handelns – auch in digitaler Kommunikation – reflektieren und Konse-quenzen daraus ableiten,
in Gesprächen und Diskussionen aktiv zuhören und zugleich eigene Gesprächs-beiträge planen,
längeren Beiträgen aufmerksam zuhören, gezielt nachfragen und zentrale Aus-sagen des Gehörten wiedergeben – auch unter Nutzung eigenerNotizen.
Produktion
in Gesprächssituationen die kommunikativen Anforderungen identifizieren und eigene Beiträge darauf abstimmen,
eigene Standpunkte begründen und dabei auch die Beiträge anderer einbeziehen,
bei strittigen Fragen Lösungsvarianten entwickeln und erörtern,
sich an unterschiedlichen Gesprächsformen (u. a. Diskussion, Informationsge-spräch, kooperative Arbeitsformen) ergebnisorientiert beteiligen.
Rezeption
dem Leseziel und dem Medium angepasste Lesestrategien des orientierenden, selektiven, vergleichenden, intensiven Lesens einsetzen (u. a. bei Hypertexten) und die Lektüreergebnisse grafisch darstellen,
in Suchmaschinen und auf Websites dargestellte Informationen als abhängig von Spezifika der Internetformate beschreiben und das eigene Wahrnehmungsverhalten reflektieren,
Medien (Printmedien, Hörmedien, audiovisuelle Medien, Website-Formate, Misch-formen) bezüglich ihrer Präsentationsform beschreiben und Funktionen (Informa-tion, Beeinflussung, Kommunikation, Unterhaltung, Verkauf) vergleichen,
den Grad der Öffentlichkeit in Formen der Internet-Kommunikation abschätzen und Handlungskonsequenzen aufzeigen (Persönlichkeitsrechte, Datenschutz, Alters-beschränkungen),
in Medien Realitätsdarstellungen und Darstellung virtueller Welten unterscheiden,
den Aufbau von Printmedien und verwandten digitalen Medien (Zeitung, Online-Zeitung) beschreiben, Unterschiede der Text- und Layoutgestaltung zu einem Thema benennen und deren Wirkung vergleichen,
ihren Gesamteindruck von (Kurz-)Filmen bzw. anderen Bewegtbildern beschreiben und anhand inhaltlicher und ästhetischer Merkmale begründen,
Handlungsstrukturen in audiovisuellen Texten (u. a. (Kurz-)Film) mit film- und er-zähltechnischen Fachbegriffen identifizieren sowie Gestaltungsmittel (u. a. Bildge-staltung, Kameratechnik, Tongestaltung) benennen und deren Wirkung erläutern,
mediale Gestaltungen von Werbung beschreiben und hinsichtlich der Wirkungen (u.a. Rollenbilder) analysieren,
die Qualität verschiedener Quellen an Kriterien (Autorin/Autor, Ausgewogenheit, Informationsgehalt, Belege) prüfen und bewerten.
Produktion
angeleitet komplexe Recherchestrategien für Printmedien und digitale Medien un-terscheiden und einsetzen,
digitale Kommunikation adressaten- und situationsangemessen gestalten und dabei Kommunikations- und Kooperationsregeln (Netiquette) einhalten,
Elemente konzeptioneller Mündlichkeit bzw. Schriftlichkeit in digitaler und nicht-digitaler Kommunikation identifizieren, die Wirkungen vergleichen und eigene Produkte (offizieller Brief, Online-Beitrag) situations- und adressatenangemessen gestalten,
unter Nutzung digitaler und nicht-digitaler Medien Arbeits- und Lernergebnisse adressaten-, sachgerecht und bildungssprachlich angemessen vorstellen,
eine Textvorlage (u. a. Zeitungsartikel) medial umformen und die intendierte Wir-kung von Gestaltungsmitteln beschreiben,
Inhalt, Gestaltung und Präsentation von Medienprodukten beschreiben,
digitale Möglichkeiten für die individuelle und kooperative Textproduktion einsetzen.
Rezeption
Verfahren der Wortbildung (u. a. fachsprachliche Begriffsbildung, Integration von Fremdwörtern) unterscheiden,
komplexe sprachliche Gestaltungsmittel (u. a. rhetorische Figuren) identifizieren, ihre Bedeutung für die Textaussage und ihre Wirkung erläutern (u. a. sprachliche Signale von Beeinflussung),
Sprachvarietäten und stilistische Merkmale von Texten auf Wort-, Satz- und Text-ebene in ihrer Wirkung beurteilen,
anhand von Beispielen historische und aktuelle Erscheinungen des Sprach-wandels erläutern (Bedeutungsveränderungen, Einfluss von Kontakt- und Regionalsprachen wie Niederdeutsch, mediale Einflüsse, geschlechterge-rechte Sprache),
konzeptionelle Mündlichkeit und Schriftlichkeit unterscheiden sowie deren Funk-tion und Angemessenheit erläutern,
Abweichungen von der Standardsprache im Kontext von Sprachwandel er-läutern,
sprachliche Zuschreibungen und Diskriminierungen (kulturell, geschlechterbezogen) beurteilen,
semantische Unterschiede zwischen Sprachen aufzeigen (Übersetzungsver-gleich, Denotationen, Konnotationen),
Mehrsprachigkeit in ihrer individuellen und gesellschaftlichen Bedeutung erläutern.
Produktion
relevantes sprachliches Wissen zur Herstellung von Textkohärenz beim Schreiben eigener Texte einsetzen,
selbstständig Texte mittels geeigneter Rechtschreibstrategien (auf Laut-Buchsta-ben-Ebene, Wortebene, Satzebene) überarbeiten,
eine normgerechte Zeichensetzung realisieren (u. a. beim Zitieren),
adressaten-, situationsangemessen, bildungssprachlich und fachsprachlich an-gemessen formulieren (paraphrasieren, referieren, erklären, schlussfolgern, ver-gleichen, argumentieren, beurteilen),
Formulierungsalternativen begründet auswählen,
selbstständig eigene und fremde Texte kriterienorientiert überarbeiten (u. a. sti-listische Angemessenheit, Verständlichkeit).
Rezeption
in Texten das Thema bestimmen, Texte aspektgeleitet analysieren und – auch unter Berücksichtigung von Kontextinformationen (u. a. Epochenbezug, historisch-gesell-schaftlicher Kontext, biografischer Bezug, Textgenrespezifika) – zunehmend selbstständig schlüssige Deutungen entwickeln,
Zusammenhänge zwischen Form und Inhalt bei der Analyse von epischen, lyri-schen und dramatischen Texten sachgerecht erläutern,
in literarischen Texten komplexe Handlungsstrukturen, die Entwicklung zentraler Konflikte, die Figurenkonstellationen sowie relevante Figurenmerkmale und Handlungsmotive identifizieren und zunehmend selbstständig erläutern,
zunehmend selbstständig literarische Texte aspektgeleitet miteinander ver-gleichen (u. a. Motiv- und Themenverwandtschaft, Kontextbezüge),
unterschiedliche Deutungen eines literarischen Textes miteinander verglei-chen und Deutungsspielräume erläutern,
die eigene Perspektive auf durch literarische Texte vermittelte Weltdeutungen text-bezogen erläutern,
ihr Verständnis eines literarischen Textes in verschiedenen Formen produktiver Gestaltung darstellen und die eigenen Entscheidungen zu Inhalt, Gestaltungs-weise und medialer Form im Hinblick auf den Ausgangstext begründen,
diskontinuierliche und kontinuierliche Sachtexte weitgehend selbstständig unter Berücksichtigung von Form, Inhalt und Funktion analysieren,
Sachtexte – auch in digitaler Form – im Hinblick auf Form, Inhalt und Funktion miteinander vergleichen und bewerten.
Produktion
eigene Schreibziele benennen, Texte selbstständig in Bezug auf Inhalt und sprachliche Gestaltung (u. a. Mittel der Leserführung) planen und verfassen,
Methoden der Textüberarbeitung selbstständig anwenden und Textveränderungen begründen,
Texte unter Nutzung der spezifischen Möglichkeiten digitalen Schreibens verfassen und überarbeiten,
sich im literarischen Gespräch über unterschiedliche Sichtweisen zu einem litera-rischen Text verständigen und ein Textverständnis unter Einbezug von eigenen und fremden Lesarten formulieren,
Fremdheitserfahrungen beim Lesen literarischer Texte identifizieren und mögliche Gründe (kulturell-, sozial-, gender-, historisch-bedingt) erläutern,
in heuristischen Schreibformen unterschiedliche Positionen zu einer fach-lichen Fragestellung – auch unter Nutzung von sach- und fachspezifischen Informationen aus Texten – abwägen und ein eigenes Urteil begründen,
Vorwissen, Haltungen und Interessen eines heterogenen Adressatenkreises ein-schätzen und eigene Schreibprodukte darauf abstimmen,
weitgehend selbstständig die Relevanz des Informationsgehalts von Sachtex-ten für eigene Schreibziele beurteilen sowie informierende, argumentierende und appellative Textfunktionen für eigene Darstellungsabsichten sach-, ad-ressaten- und situationsgerecht einsetzen,
Informationen auch aus selbst recherchierten Texten ermitteln und für das Schrei-ben eigener Texte einsetzen,
Bewerbungen – auch digital – verfassen (u. a. Bewerbungsschreiben, Lebenslauf).
Rezeption
in Sprechsituationen Sach- und Beziehungsebene unterscheiden und für misslin-gende Kommunikation Korrekturmöglichkeiten erläutern,
beabsichtigte und unbeabsichtigte Wirkungen des eigenen und fremden kommu-nikativen Handelns – in privaten und beruflichen Kommunikationssituationen – reflektieren und das eigene Kommunikationsverhalten der Intention anpassen,
Gesprächsverläufe beschreiben und Gesprächsstrategien identifizieren,
zentrale Informationen aus Präsentationen (u. a. Text-Bild-Relation) zu fach-spezifischen Themen erschließen und weiterführende Fragestellungen formu-lieren.
Produktion
für Kommunikationssituationen passende Sprachregister auswählen und eigene Beiträge situations- und adressatengerecht vortragen,
dem Diskussionsstand angemessene eigene Redebeiträge formulieren,
eigene Positionen situations- und adressatengerecht in Auseinandersetzung mit anderen Positionen begründen,
die Rollenanforderungen in Gesprächsformen (u. a. Debatte, kooperative Arbeitsformen, Gruppendiskussion) untersuchen und verschiedene Rollen (teilnehmend, beobachtend, moderierend) übernehmen,
Gesprächs- und Arbeitsergebnisse in eigenen Worten zusammenfassen und bil-dungssprachlich angemessen präsentieren,
Anforderungen in Bewerbungssituationen identifizieren und das eigene Kommu-nikationsverhalten daran anpassen.
Rezeption
dem Leseziel und dem Medium angepasste Lesestrategien insbesondere des se-lektiven und des vergleichenden Lesens einsetzen (u. a. bei Hypertexten) und Lese-ergebnisse synoptisch darstellen,
die Funktionsweisen gängiger Internetformate (Suchmaschinen, soziale Medien) im Hinblick auf das präsentierte Informationsspektrum analysieren,
Inhalte aus digitalen und nicht-digitalen Medien beschreiben und hinsichtlich ihrer Funktionen (Information, Beeinflussung, Kommunikation, Unterhaltung, Verkauf) untersuchen,
Medien gezielt auswählen und die Art der Mediennutzung im Hinblick auf Funk-tion, Möglichkeiten und Risiken begründen,
Chancen und Risiken des interaktiven Internets benennen und Konsequenzen aufzeigen (öffentliche Meinungsbildung, Mechanismen der Themensetzung, Daten-schutz, Altersbeschränkungen, Persönlichkeits-, Urheber- und Nutzungsrechte),
ihren Gesamteindruck der ästhetischen Gestaltung eines medialen Produk-tes beschreiben und an Form-Inhalt-Bezügen begründen,
mediale Darstellungen als Konstrukt identifizieren, die Darstellung von Realität und virtuellen Welten beschreiben und hinsichtlich der Potenziale zur Beeinflus-sung von Rezipientinnen und Rezipienten (u. a. Fake News, Geschlechterzu-schreibungen) bewerten,
audiovisuelle Texte analysieren (u. a. Videoclip) und genretypische Gestaltungs-mittel erläutern,
die Qualität verschiedener Quellen an Kriterien (Autorin/Autor, Ausgewogenheit, Informationsgehalt, Belege) prüfen und eine Bewertung schlüssig begründen.
Produktion
selbstständig unterschiedliche mediale Quellen für eigene Recherchen einsetzen und Informationen quellenkritisch auswählen,
in der digitalen Kommunikation verwendete Sprachregister unterscheiden und reflektiert einsetzen,
zur Organisation von komplexen Lernprozessen und zur Dokumentation von Ar-beitsergebnissen geeignete analoge und digitale Medien sowie Werkzeuge ver-wenden,
Grundregeln von korrekter Zitation und Varianten der Belegführung erläutern sowie verwendete Quellen konventionskonform dokumentieren,
auf der Grundlage von Texten mediale Produkte planen und umsetzen sowie inten-dierte Wirkungen verwendeter Gestaltungsmittel beschreiben,
Inhalt, Gestaltung und Präsentation von Medienprodukten analysieren,
rechtliche Regelungen zur Veröffentlichung und zum Teilen von Medienprodukten benennen und bei eigenen Produkten berücksichtigen.
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