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Leistungsfach – Methoden: Kommunikation und Präsentation
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Leistungsfach – Methoden: Kommunikation und Präsentation
wesentliche Sachverhalte eines Gesprächs bzw. einer Diskussion zu verstehen, soweit diese in Thema und Schwierigkeit ihrem Kenntnisstand entsprechen.
wesentliche Sachverhalte in der Regel aus authentischen Texten der gesprochenen Sprache (Gespräch, Diskussion, Interview, erzählende Darstellung, Hörspiel, Bericht, Rede, Nachrichten, Kommentar, Vortrag, Vorlesung) möglichst nach einmaligem Hören bei möglichst wenig Hilfestellung und unter Anwendung verschiedener Techniken (z. B. note-taking, kontextuelles Erschließen, assoziatives Erfassen etc.) zu verstehen.
verschiedene Stimmen und Sprechweisen in Varianten des British English und American English zu verstehen. Im Hinblick auf das Sehverstehen erwerben oder festigen die Schülerinnen und Schüler darüber hinaus die Fähigkeit.
die jeweilige Beziehung zwischen Wort und Bild (Kongruenz , Divergenz, Ironie etc.) zu erfassen.
die visuelle Information als Verständnishilfe zu nutzen.
durch Beobachtung der Körpersprache das Verstehen des Gehörten zu erleichtern. Mündliche Ausdrucksfähigkeit Für Unterricht, Beruf, öffentliches Leben und privaten Umgang besitzt die mündliche Sprechfertigkeit entscheidende Bedeutung, denn sie ermöglicht die aktive, sach- und adressatenbezogene Teilnahme an Gesprächen und Diskussionen. Die Progression innerhalb der Einführungsphase sollte bestimmt werden durch den allmählichen Übergang von Ausdrucksformen, die den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt sind (z. B. Antworten auf eng gefasste Textfragen, Zusammenfassung, detailliertes Wiedergeben eines Textes), zu solchen, die spezifische Anforderungen in der thematischen Arbeit der Oberstufe (Umgang mit Texten, Kommentar, Stellungnahme, Beiträge zu Diskussionen u. a.) und in außerschulischen Anwendungssituationen darstellen. Im Einzelnen erwerben bzw. festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
Textstellen zu paraphrasieren.
den Inhalt von Texten und Filmen wiederzugeben, zusammenzufassen und zu erläutern.
einfachere Aspekte der Form sowie die Aussageabsicht und Wirkung eines Textes bzw. Films zu erläutern.
visuelle Vorlagen (z. B. Bilder, Schaubilder, Karikaturen) in Texte umzusetzen (Beschreibung, Kommentar, assoziative und kreative Formen der Umsetzung).
Informationen, Arbeitsergebnisse und Sachverhalte (auch mit Hilfe von Stichwortnotizen) in einem Kurzreferat usw. darzustellen.
zu Themen, Texten, Arbeitsvorhaben und -ergebnissen argumentierend und kommentierend Stellung zu nehmen.
Beobachtungen und Erfahrungen aus der eigenen Lebenswelt zu versprachlichen.
in Gesprächen und Diskussionen eigene Gedanken zu äußern und auf Fragen und Äußerungen von Gesprächspartnern einzugehen.
Gespräche selbst zu initiieren, aufrecht zu erhalten, zu beenden etc. Leseverstehen Die Schulung des Leseverstehens erfolgt an authentischen Texten. Diese eröffnen den Schülerinnen und Schülern in besonderer Weise einen Zugang zu Kulturen der Zielsprachengebiete. Die Schulung des Leseverstehens zielt auf die zunehmend schnellere, selbstständige Erschließung von Texten, Freude am Lesen sowie die Fähigkeit zu kritischer Lektüre. Das von der Sekundarstufe I her bekannte intensive und extensive Leseverstehen wird unter erhöhtem Anspruch an die Selbstständigkeit und anhand authentischer Texte weiterentwickelt. !" Daher ist die Behandlung einer Ganzschrift aus dem 20. Jhdt. in der Einführungsphase verbindlich. Das intensive Leseverstehen geht von der detaillierten sprachlichen und inhaltlichen Erschließung der Texte unter Verwendung von Hilfsmitteln aus; dabei kommt der Anleitung zum Gebrauch eines einsprachigen Wörterbuches eine besondere Bedeutung zu. Die von der Sekundarstufe I her bekannten wörterbuchunabhängigen Erschließungstechniken werden vertiefend eingeübt und weiterentwickelt. Intensives Leseverstehen strebt das Erfassen der Gliederung und zentraler Gestaltungsmittel sowie das Erkennen der Intention bzw. des Sinngehaltes des Textes an. Gegenstand des intensiven Leseverstehens sind in der Einführungsphase vor allem kurze, vorwiegend erzählende Texte bzw. Textausschnitte sowie Sachtexte, die vom weiteren Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler ausgehen und neben landesspezifischen Sachverhalten aus den Ländern und Kulturen des Zielsprachengebietes auch kulturübergreifende Erscheinungen aufnehmen. Das extensive Leseverstehen bezieht sich auf das Erfassen der wesentlichen Aspekte des Sinngehaltes bzw. der Hauptaussagen leicht erschließbarer längerer Texte. Bei Sachtexten kann insbesondere das selektive Lesen eingeübt werden. Die sprachliche Erschließung der Texte erfolgt anhand wörterbuchunabhängiger Verfahren, die systematisch eingeübt werden. Im Einzelnen erwerben oder festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
literarische Texte und Sachtexte mittleren Schwierigkeitsgrades unter Verwendung von Hilfsmitteln detailliert zu erschließen (intensive reading).
die wesentlichen Inhalte von sprachlich und inhaltlich leichteren Texten spontan, ohne sprachliche Hilfen und unter Verwendung wörterbuchunabhängiger Erschließungstechniken zu verstehen (extensive reading).
sich rasch eine erste Orientierung über Inhalt, Aufbau und Relevanz eines Textes zu verschaffen (skimming).
Teilinformationen aus längeren Texten unter vorgegebenen oder selbstgewählten Zielsetzungen zu entnehmen (selective reading / scanning).
einzelne formale Mittel eines Textes, die für dessen Aussage oder Sinngehalt von besonderer Bedeutung sind, zu erkennen und in Bezug zur inhaltlichen Aussage zu setzen. Schriftliche Ausdrucksfähigkeit Die Übung des schriftlichen Ausdrucks festigt und erweitert die Fertigkeit, orthographisch, lexikalisch und syntaktisch richtig sowie stilistisch angemessen zu schreiben. Die Schulung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit zielt auf eine Sprachbeherrschung, die die Schülerinnen und Schüler befähigt, sich in situationsgerechter, zusammenhängender und adressatenbezogener Form zu äußern. Zudem sind sachgemäßer und präziser Sprachgebrauch ein allgemeines erzieherisches Ziel. Zur Übung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit leistet neben Aufgaben, die Inhalt und Form von Texten zum Gegenstand haben, auch freies oder kreatives Schreiben (creative writing) einen Beitrag zur Erweiterung der Sprachkompetenz durch eigenschöpferisches Verfassen im sprachgestalterischen Sinn. Die Schulung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit nimmt weitgehend die gleichen Ausdrucksformen auf, wie sie im Bereich des Mündlichen gegeben sind. Durch den stärker reflektierten Sprachgebrauch bei der schriftlichen Textproduktion werden größere Genauigkeit und Differenziertheit im Wortschatz sowie ein erhöhtes Maß an Geschlossenheit in der Äußerungsform gefördert. Im Einzelnen erwerben oder festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
beim Hören und Lesen von Texten sachgerechte Notizen anzufertigen.
eine Textzusammenfassung zu erstellen.
Fragen insbesondere zum Inhalt, aber auch zu Aussagen und zu einfacheren formalen Aspekten eines Textes zu beantworten.
Arbeitsergebnisse in angemessener Form schriftlich darzustellen.
visuelle Vorlagen zu versprachlichen.
zu Sachverhalten, Themen und Texten argumentierend und kommentierend Stellung zu nehmen.
eine Textvorlage schriftlich aus- oder umzugestalten (creative writing).
eigene ästhetische Texte zu gestalten (creative writing).
persönliche und formelle Briefe zu schreiben.
ein Bewerbungsschreiben und einen Lebenslauf abzufassen. Dolmetschen und Übersetzen In einer Vielzahl von Situationen in Alltag, Studium und Beruf können auch die elementaren sprachmittelnden Fertigkeiten des Dolmetschens und Übersetzens erforderlich sein, verstanden als sinngemäßes mündliches oder schriftliches Übertragen. Übungen dazu sind in die thematische Arbeit integriert.
in wichtigen Alltagssituationen die Verständigung zwischen deutsch- und englischsprachigen Gesprächspartnern durch sinngemäßes mündliches Übertragen in die Ziel- bzw. Muttersprache herzustellen (elementares Dolmetschen).
ausgewählte fremdsprachliche Texte in die Muttersprache und muttersprachliche Texte in die Fremdsprache zu übertragen (z. B. Gebrauchstexte zur Sicherstellung der Kommunikation oder literarische Texte zur Bewusstmachung sprachlicher und literarisch-ästhetischer Phänomene) Die genannten sprachlichen Fertigkeiten setzen den Erwerb bzw. die Festigung folgender sprachlicher Kenntnisse bzw. Teilfertigkeiten voraus: Phonetik/Intonation
korrekte Aussprache des Standard British English oder des Standard American English;
Kenntnis und Verwendung verschiedener Intonationsmuster;
Fähigkeit, Texte sinndarstellend vorzutragen. Grammatik
produktive Verfügbarkeit der grammatischen Strukturen des informal spoken English und des informal written English;
vorwiegend rezeptive Verfügbarkeit der grammatischen Strukturen des formal spoken English und formal written English. Wortschatz
produktive Verfügbarkeit eines Grundwortschatzes;
teils rezeptive, doch vorwiegend produktive Verfügbarkeit eines allgemeinen Erweiterungswortschatzes (z. B. menschliche Beziehungen; Empfindungen und Charaktereigenschaften; räumliche, zeitliche und logische Beziehungen);
teils produktive, teils rezeptive Verfügbarkeit eines themenspezifischen Erweiterungswortschatzes (je nach den gewählten Themen);
produktive Verfügbarkeit eines elementaren Fachvokabulars zur Beschreibung sprachlicher Phänomene (auch grammatischer Strukturen) und zur Analyse und Kommentierung von Texten. Im Rahmen der Wortschatzarbeit wird als Richtwert ein Zuwachs von ca. 600 produktiv verfügbaren Einheiten am Ende der gymnasialen Oberstufe (langfristige Verfügbarkeit im Hinblick auf das Abschlussniveau) angestrebt. Der Zuwachs an lexikalischen Elementen des rezeptiven Wortschatzes übertrifft - wenn auch zahlenmäßig nicht näher eingrenzbar - deutlich den des produktiven Bereichs. Redemittel, Sprachebenen, Register
Beherrschung von Redemitteln zum Ausdruck von Aussageintentionen, vor allem in den Bereichen der Information und der Argumentation sowie zur Teilnahme am Gespräch (diskurssteuernde Redemittel);
Beherrschung von angemessenen Redemitteln für die Erstellung von Gebrauchstexten (z. B. Brief, Lebenslauf usw.);
Beherrschung von angemessenen Redemitteln in Alltagssituationen;
Kenntnis unterschiedlicher Sprachebenen (formal, informal, colloquial, vulgar, slang);
Kenntnis charakteristischer Merkmale der gesprochenen und geschriebenen Sprache und ansatzweise die Fähigkeit, sie situationsgerecht anzuwenden. Die bewusste Wahrnehmung sowie die gelegentliche Betrachtung und Reflexion sprachlicher Phänomene, Strukturen und Funktionen sowie kommunikativer Prozesse (zu einzelnen Aspekten vgl. den Leistungsfach-Lehrplan 6.1.3) im Rahmen der laufenden thematischen Arbeit vermittelt auf exemplarische Weise Einsichten in die Systematik und die Funktionsweise des Englischen und von Sprache im Allgemeinen. Gemeinsamkeiten und Unterschiede sprachlicher und kultureller Traditionen der Muttersprache und der Zielsprache, gegebenenfalls auch weiterer Sprachen, können verdeutlicht werden. Sprachbetrachtung bildet aber auch die Grundlage für eigenständiges systematisches Lernen und Verbessern sowohl des Englischen als auch der Muttersprache (durch Sprachvergleich) sowie weiterer Fremdsprachen, auch über den schulischen Fremdsprachenunterricht hinaus. Überdies fördert die Reflexion kommunikativer Prozesse die Bereitschaft und die Fähigkeit zur bewussten Gestaltung der Kommunikation und des eigenen Anteils daran (language awareness). Gegenstand des Unterrichts sind vorwiegend solche Aspekte, deren Erarbeitung den Spracherwerb, das Textverständnis und die Kommunikationsfähigkeit fördert (funktionale Sprachbetrachtung). Hinsichtlich der inhaltlich-thematischen Arbeit im Englischunterricht werden im Folgenden zum Zweck der Beschreibung die Teilbereiche oder Aspekte "Literatur", "Landeskunde" und "Sachthemen" unterschieden. In der unterrichtspraktischen Arbeit mit fremdsprachlichen Texten und Themen - besonders mit literarischen - kommen aber in der Regel einerseits immer Aspekte der fremden Sprache und Kultur zum Tragen (Teilbereich "Landeskunde", verstanden als cultural studies), andererseits ist die Annäherung an solche Texte und Themen ohne Bezug auf die Erfahrungen und die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler (Teilbereich "Sachthemen") nicht denkbar. Insofern ist eine Trennung dieser Teilbereiche nicht möglich. Unterrichtseinheiten sollen aber doch so konzipiert sein, dass im Sinne der Transparenz des Lern- und Arbeitsprozesses Schwerpunktsetzungen erfolgen, so dass einmal die Besonderheiten der fremden Kultur ("Landeskunde"), ein anderes Mal die Reflexion über die eigene Lebenswelt ("Sachthemen") und wieder ein anderes Mal die literarischen Eigenschaften eines Textes ("Literatur") im Vordergrund stehen. Aus solchen Schwerpunktsetzungen ergibt sich auch die Zuordnung der verbindlichen Unterrichtseinheiten zu den drei Teilbereichen "Literatur", "Landeskunde" und "Sachthemen". Ziele Der Umgang mit literarischen Texten soll den Schülerinnen und Schülern Wege zu englischsprachiger Literatur und den in ihr enthaltenen Erfahrungen, Deutungen und Wertvorstellungen eröffnen. Er vermittelt damit Einsichten sowohl über die fremde Sprache und fremde Kulturen als auch über allgemein menschliche Probleme. Dabei kommt der Literatur der Gegenwart besondere Bedeutung zu. Zudem fördert er die Freude am Lesen und weckt das Interesse an weiteren literarischen Werken. Besonders in der Einführungsphase sollten die für den Literaturunterricht ausgewählten Originaltexte inhaltlich und sprachlich leicht zugänglich sein, einen möglichst engen Bezug zur Erfahrungs- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler haben und der Literatur des 20. Jahrhunderts bzw. der Gegenwart entstammen. Im Einzelnen erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler
die Fähigkeit, individuelle Erfahrungen, Gegebenheiten literarischer Texte und subjektive Textdeutung aufeinander zu beziehen.
die Kenntnis verschiedener Zugänge zu literarischen Text en (z. B. Textanalyse, Rezeptionsgespräch, szenische Interpretation, kreative Verfahren) und die Fähigkeit, diese auszuwählen und anzuwenden.
die Kenntnis der wichtigsten Funktionen von Literatur (Unterhaltung, Belehrung, Darstellung bzw. Kritik der gesellschaftlichen Wirklichkeit, Deutung des Lebenssinns, Ästhetik eines sprachlichen Kunstwerks).
die Fähigkeit, Sinn- und Gestaltelemente literarischer Texte in ihrem Zusammenhang zu erschließen.
die Fähigkeit, gesellschaftliche und kulturelle Bezüge der Literatur der Zielsprachenländer in die Interpretation einzubeziehen.
die Kenntnis von Beispielen literarischen Schaffens aus verschiedenen Jahrhunderten.
die Kenntnis von Beispielen literarischen Schaffens aus verschiedenen Jahrhunderten. Auswahl der Themen und Texte Auswahl und Behandlung der Textauszüge und Ganzwerke erfolgen im Rahmen eines themenorientierten Unterrichts, wobei britische und amerikanische Literatur eine annähernd gleiche Berücksichtigung erfahren; Literatur weiterer Zielsprachenländer sollte mit einbezogen werden. Die themenorientierte Auswahl muss so erfolgen, dass die Behandlung wichtiger Beispiele literarischen Schaffens aus dem Zeitraum vor 1900, vorwiegend aber aus dem 20. Jahrhundert und der Gegenwart gesichert ist. Verbindlich sind ! ein Roman des 20. Jahrhunderts bzw. der Gegenwart, ! ein Drama des 20. Jahrhunderts bzw. der Gegenwart und ! ein weiteres literarisches Thema, u. a. mit Beispielen literarischen Schaffens aus dem Zeitraum vor 1900. Ziele Im Teilbereich "Landeskunde" werden die Bereitschaft und die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler zur interkulturellen Kommunikation entwickelt und gefördert. Ein tieferes Verständnis für fremde Kulturen und die weitergehende Verständigung mit ihnen erfordern den Erwerb von Kenntnissen über und die Auseinandersetzung mit kulturspezifischen Sachverhalten, Lebensformen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen in Großbritannien, den USA und anderen Zielsprachenländern Die landeskundliche Arbeit zielt vorwiegend auf eine problemorientierte Auseinandersetzung mit gegenwartsbezogenen Erscheinungen ab. Im Einzelnen erwerben und vertiefen die Schülerinnen und Schüler
Verständnis für die Menschen fremder Kulturen und die Bereitschaft zur Verständigung mit ihnen.
die Fähigkeit, landeskundliche Informationen zu gewinnen und auszuwerten.
Kenntnisse über und Einblicke in wichtige gesellschaftliche und kulturelle Erscheinungen und Probleme der Gegenwart. Auswahl der Themen, Texte und Materialien Die Behandlung landes- und kulturspezifischer Aspekte erfolgt im Rahmen eines themenorientierten Unterrichts an authentischen Texten, Medien und Materialien. Neben Sachtexten können auch literarische Texte oder Mischformen (Autobiographien, Briefe, Essays etc.) besondere Perspektiven auf eine Kultur eröffnen. Verbindlich ist jeweils eine Unterrichtseinheit bzw. ein Thema: !" aus dem Bereich Politik - Gesellschaft - Wirtschaft, !" aus dem Bereich Erziehung - Philosophie - Religion - Kunst, !" zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Ziele Der gewachsenen Bedeutung internationaler Kommunikation - auch zwischen Menschen und Ländern nichtenglischsprachigen Ursprungs und der weiter zunehmenden Bedeutung des Englischen als Verkehrssprache in Europa und der Welt trägt der Englischunterricht durch Berücksichtigung solcher Themen, Texte und Aspekte Rechnung, die sich mit Fragen von universaler Bedeutung (universal topics) und mit kulturunabhängigen oder -übergreifenden sowie eigenkulturellen Sachverhalten beschäftigen, die auch auf die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler bezogen sind und die ihnen die Artikulation eigener Erfahrungen und Einstellungen ermöglichen. Die Behandlung von Sachthemen soll die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf Anforderungen in Alltag, Studium und Beruf in die Lage versetzen, am Austausch von Informationen und Meinungen zu allgemeinen, nicht unbedingt an den anglophonen Sprachraum gebundenen Themen in englischer Sprache teilzunehmen.
sich zu kulturübergreifenden bzw. -unabhängigen Sachverhalten und Themen zu äußern.
sich anhand von Texten und anderen Materialien in englischer Sprache über Fragen von naturwissenschaftlich-technischer, sozialer, politischer, geistiger oder allgemeinmenschlicher Bedeutung zu informieren.
über die eigene Kultur, Lebenswelt und persönliche Erfahrungen sowie in Alltagssituationen (z. B. Beruf, Studium, Freizeit) zu kommunizieren. Auswahl der Themen, Texte und Materialien Die Themen und Texte im Lernbereich Sachthemen entstammen insbesondere solchen Bereichen, in denen dem Englischen als internationale Verkehrssprache eine besondere Bedeutung zukommt. Bei der Auswahl der Themen sind die Aktualität und die Interessen der Schülerinnen und Schüler wichtige Kriterien. Da sich vielfältige Berührungspunkte mit anderen Fächern ergeben, ist gerade hier die Abstimmung und die Kooperation mit den Lehrerinnen und Lehrern anderer Fächer notwendig. Auch bietet sich hier die Arbeit in fachübergreifenden Zusammenhängen besonders an. Bei der Beschäftigung mit Sachthemen sind auch kürzere Unterrichtseinheiten möglich. Verbindlich sind drei Unterrichtseinheiten bzw. Themen mit kulturübergreifenden und/oder eigenkulturellen Bezügen, und zwar !" aus dem Bereich Naturwissenschaften - Technologie - Ökologie, !" aus dem Bereich Geistes- und Gesellschaftswissenschaften - Kultur sowie !" zu aktuellen Ereignissen und/oder Entwicklungen. Ziele Der Lernbereich "Methoden" soll die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, sowohl individuell als auch in der gemeinsamen Arbeit Techniken und Strategien der Aneignung von Wissen und der Schulung von Fertigkeiten zu entwickeln, Arbeits- und Lernprozesse zunehmend selbständig zu gestalten sowie auf angemessene Weise über die Arbeit und deren Ergebnisse zu kommunizieren. Dabei sollen sowohl grundlegende Fertigkeiten im Umgang mit Texten, Materialien und Lerngegenständen geübt als auch die Planung und Strukturierung des Lern- und Arbeitsprozesses insgesamt geschult werden (Lern- und Arbeitstechniken und -strategien). Je nach Lerngruppe, Thema und Arbeitsvorhaben können dabei einzelne Fähigkeiten und Fertigkeiten intensiver eingeübt werden.
wörterbuchunabhängige Erschließungstechniken (z. B. Kontext, Wortbildung, Ähnlichkeit mit anderen Sprachen) zu verwenden.
Hilfsmittel wie ein- und zweisprachige Wörterbücher, Nachschlagewerke, Grammatiken, elektronische Dateien etc. sachgerecht zu verwenden.
Bibliotheken und Karteien sachgerecht zu benutzen.
Wissen, Informationen und eigene Gedanken entsprechend den Erfordernissen des jeweiligen Arbeitszusammenhangs zu systematisieren sowie den Zusammenhang mit bereits Bekanntem zu erkennen und zu nutzen.
Arbeits- und Lernunterlagen systematisch zu führen und längerfristig verfügbar zu halten.
das Arbeiten sowie das übende und wiederholende Lernen auf individuell angemessene Weise über einen längeren Zeitraum planvoll, zielgerichtet und effizient zu gestalten.
sich durch orientierendes Lesen einen raschen Überblick über den Inhalt eines Textes zu verschaffen (skimming).
die für den jeweiligen Arbeitszusammenhang relevanten Informationen und Textstellen rasch aufzu-finden (scanning).
wesentliche Inhalte eines gehörten Textes zu erfassen (listening for the gist).
wichtige von unwichtigen Informationen in gehörten oder gelesenen Texten zu unterscheiden und z. B. durch Markieren, note-taking usw. für die eigene Arbeit zu verwerten.
Sachdarstellungen von Meinungsäußerungen zu unterscheiden (z. B. Leitartikel, Werbetext, Interview etc.).
den Aufbau bzw. die Struktur eines Textes auch unter Zuhilfenahme äußerer Textmerkmale (paragraphs, stanzas, headings etc.) zu erkennen, seine Gliederung sprachlich oder auf andere Weise (z. B. Strukturskizze) darzustellen und zum Verstehen zu nutzen.
visuelle Darstellungen (Karten, Graphiken, Bilder, Filme etc.) auszuwerten und zu versprachlichen oder zum Textverstehen zu nutzen. Im Umgang mit Texten erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler sowohl Fertigkeiten und Kenntnisse der Textanalyse (guided text analysis) mit dem Ziel der kommentierenden Interpretation als auch die Fähigkeit zu kreativer Interpretation. Bei der kommentierenden Interpretation stehen die Darstellung und Beschreibung des Sinn- und Bedeutungsgehaltes, der Gestaltungselemente sowie der Wirkungen eines Textes und die kritische Auseinandersetzung damit im Vordergrund. Im Einzelnen erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler
die Fähigkeit, eigene Erfahrungen in die Textinterpretation einzubringen.
die Kenntnis grundlegender Kategorien der Textanalyse und -interpretation.
die Kenntnis grundlegender Begriffe zur Beschreibung der Textgestalt.
die Fähigkeit, Bezüge zwischen gesellschaftlichen und kulturellen Phänomenen und dem Text herzustellen.
die Fähigkeit, Aufgaben zur Analyse und Interpretation eines Textes weitgehend selbständig zu lösen.
die Fähigkeit, Gestalt und Sinngehalt eines Textes zu bewerten. Bei der kreativen Interpretation stehen die Aktivierung der Leser-Erfahrungen durch den Text und die Beleuchtung der Eigenarten und Merkmale des Textes durch gestaltenden Umgang im Vordergrund. Im Einzelnen erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit und die Bereitschaft.
eine Textvorlage sprachlich aus- oder umzugestalten.
eine Textvorlage als Ausgangspunkt für eigene ästhetische Entwürfe und Gestaltungen zu nutzen (z. B. Collage, Illustration, filmische Produktion etc.).
sich in vorgegebene Figuren und Rollen einzufühlen, sie selbstständig auszugestalten und darzustellen. Zur Gewährleistung einer einvernehmlichen, zielgerichteten und effizienten Kooperation in der Partnerund Gruppenarbeit erwerben bzw. festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit und die Bereitschaft.
ein Arbeitsvorhaben einschließlich des Arbeitszieles sowie der nötigen Arbeitsschritte gemeinsam und planvoll (auch arbeitsteilig und zeitlich) zu organisieren.
den eigenen Standpunkt in einer Gruppe selbstbewusst zu vertreten, aber auch die Positionen anderer zu respektieren und nach Möglichkeiten der Verständigung zu suchen.
gemeinsam Lösungswege und Verbesserungsmöglichkeiten zu finden und dabei individuelle Fertigkeiten und Fähigkeiten in die Arbeit mit anderen einzubringen.
ihr Wissen (besonders auch sprachliche Kenntnisse) und ihre Fertigkeiten anzuwenden, um sich gegenseitig zu verbessern und zu unterstützen. Im Verlauf der Erarbeitung und zur Vermittlung gewonnener Informationen, Erfahrungen, Ergebnisse und Bewertungen ist die Fähigkeit zu sachgerechter Auseinandersetzung und adressatenbezogener Darstellung unverzichtbar.
des ansprechenden mündlichen Vortrags von Informationen, Arbeitsergebnissen und Bewertungen in verschiedenen Formen (Kurzreferat, Referat etc.).
der schriftlichen Darstellung von Arbeitsergebnissen und Informationen in verschiedenen Formen.
der visuellen und graphischen Darstellung von Sachverhalten zum Zweck der Präsentation (auch außerhalb der Lerngruppe).
der Übernahme verschiedener Rollen (Rollenspiel, Planspiel, Interview etc.).
der sachgerechten und zielgerichteten Teilnahme am Gespräch.
der gelenkten Argumentation in verschiedenen Formen (z. B. Debatte, hearing, hot seat).
der sachgerechten Argumentation über inhaltlich-thematische und methodische Fragen mit dem Ziel des Einverständnisses über den Arbeitsprozess und gemeinsame Arbeitsergebnisse oder der Reflexion und Bewusstmachung von Differenzen (Diskursfähigkeit). Lernbereiche und Ziele Für den Englischunterricht im Leistungsfach gelten die in der Fachdidaktischen Konzeption (Kapitel 1) dargelegten allgemeinen Ziele und Grundsätze sowie die Hinweise zur Einführungsphase (Kapitel 4). Insbesondere sei noch einmal auf das Prinzip der Integration der Lernbereiche sowie der Teilbereiche des Lernbereichs "Inhalte" in der praktischen Unterrichtsarbeit hingewiesen, auch wenn im Folgenden die Lernbereiche zum Zweck der Beschreibung voneinander getrennt werden. Im Lernbereich "Sprache" werden die Bereitschaft der Schülerinnen und Schüler und alle Kenntnisse, Fähigkeiten und Fertigkeiten weiterentwickelt, die zu erfolgreichem, sach- und situationsgerechtem sprachlichen Handeln in realen Situationen befähigen und die zu einem differenzierten Umgang mit der englischen Sprache erforderlich sind. Diesem allgemeinen kommunikativen Ziel dient die Ausbildung der rezeptiven und produktiven Teilfertigkeiten. Deshalb ist unterrichtspraktisch auch die Einübung komplexer und realitätsnaher Kommunikationssituationen unerlässlich. In der Einführungsphase sichert und festigt der Englischunterricht die in der Sekundarstufe I erworbenen sprachlichen Fähigkeiten, Fertigkeiten und Kenntnisse, beseitigt durch gezielte Übungen (remediale Spracharbeit) Defizite oder Unterschiede und strebt durch eine intensive sprachliche Schulung die geläufige Verständigung in der Fremdsprache als spezifische Anforderung eines Leistungskurses an. Die sprachliche Arbeit ist in die thematische Arbeit integriert. Hörverstehen und Sehverstehen Die Übung des Hörverstehens (listening comprehension) leistet einen wichtigen Beitrag zum Aufbau der Kommunikationsfähigkeit, da sie den Schülerinnen und Schülern die Teilnahme am Unterrichtsgespräch und die mündliche Kontaktaufnahme mit native speakers und anderen englischsprachigen Kommunikationspartnern ermöglicht. Die Schulung des Hörverstehens erfolgt im Unterrichtsgespräch und an Texten in authentischer und gesprochener Sprache. Dabei werden auch schwierigere und anspruchsvollere Texte sowie eine Vielfalt von Textformen verwendet. Die Texte werden in die thematische Arbeit eingebunden. Die Bedeutung von Fernsehen, Video und Film für das Informationsangebot in unserer Gesellschaft verlangt darüber hinaus auch eine Schulung des Sehverstehens (viewing comprehension). In diesen Medien werden Kommunikationsvorgänge visualisiert, die ansonsten im Unterricht nicht erlebbar sind. Das Sehverstehen versetzt die Schülerinnen und Schüler in die Lage, dieses Informationsangebot sinnvoll und kritisch zu nutzen und anhand des filmischen Materials (Nachrichten, Ansagen, Magazin, Kommentar, Interview, Spielfilm etc.) das Zusammenspiel von Wort und Bild zu erfassen. Im Einzelnen erwerben oder festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
wesentliche Sachverhalte eines Gesprächs bzw. einer Diskussion zu verstehen.
wesentliche Sachverhalte aus authentischen Texten der gesprochenen Sprache (Gespräch, Diskussion, Interview, erzählende Darstellung, Hörspiel, Bericht, Rede, Nachrichten, Kommentar, Vortrag, Vorlesung) möglichst nach einmaligem Hören bei möglichst wenig Hilfestellung und unter Anwendung verschiedener Techniken (z. B. note-taking, kontextuelles Erschließen, assoziatives Erfassen etc.) zu verstehen.
verschiedene Stimmen und Sprechweisen des British English und American English in deren Standardformen und auch in regionalen und sozialen Varianten (accents, dialects) zu verstehen.
charakteristische Stilmittel, Redundanzen und Sprachformeln als verständniserleichternde Faktoren zu erkennen bzw. sie zur Bestimmung der Redeabsicht heranzuziehen. Mündliche Ausdrucksfähigkeit Die mündliche Ausdrucksfähigkeit wird dahingehend gefördert, dass die Schülerinnen und Schüler sich mit angemessener Geläufigkeit (accuracy, fluency) in unterschiedlichen Unterrichtssituationen äußern können. Darüber hinaus wird eine möglichst selbstständige, vorlagenunabhängige Ausdrucksfähigkeit für die flexible Teilnahme an Gesprächen und Diskussionen im privaten, beruflichen und öffentlichen Bereich angestrebt. Die Bereitschaft zum Sprechen und zu sach- und adressatengerechtem Sprachverhalten soll erzieherisches Ziel des Unterrichts sein. Die Progression innerhalb der Einführungsphase sollte bestimmt werden durch den allmählichen Übergang von Ausdrucksformen, die den Schülerinnen und Schülern bereits bekannt sind (z. B. Antworten auf eng gefasste Textfragen, Zusammenfassung, detailliertes Wiedergeben eines Textes), zu solchen, die spezifische Anforderungen in der thematischen Arbeit der Oberstufe (Umgang mit Texten, Kommentar, Stellungnahme, Beiträge zu Diskussionen u. a.) und in außerschulischen Anwendungssituationen darstellen. Im Einzelnen erwerben bzw. festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
Form, Aussageabsicht und Wirkung eines Textes bzw. Films zu erläutern.
die jeweilige Beziehung von Wort und Bild in Texten und Filmen möglichst differenziert zu erläutern.
Informationen, Arbeitsergebnisse und Sachverhalte (auch mit Hilfe von Stichwortnotizen) gegliedert und differenziert darzustellen.
Kurzreferate zu gestalten.
Gespräche selbst zu initiieren, aufrecht zu erhalten, zu beenden etc. Leseverstehen Die Schulung des Leseverstehens erfolgt an authentischen Texten. Diese eröffnen den Schülerinnen und Schülern in besonderer Weise einen Zugang zu Kulturen der Zielsprachengebiete. Die Schulung des Leseverstehens zielt auf die zunehmend schnellere, selbstständige Erschließung auch schwierigerer und längerer Texte durch intensives bzw. extensives Lesen. Ziele sind auch Freude am Lesen und die Fähigkeit zu kritischer Lektüre. Das von der Sekundarstufe I her bekannte intensive und extensive Leseverstehen wird unter erhöhtem Anspruch an die Selbstständigkeit und anhand vergleichsweise schwieriger und authentischer Texte weiterentwickelt. ! Daher ist die Behandlung einer Ganzschrift aus dem 20. Jahrhundert in der Einführungsphase verbindlich. Das intensive Leseverstehen geht von einer detaillierten sprachlichen und inhaltlichen Erschließung der Texte bzw. Textausschnitte unter Verwendung von Hilfsmitteln aus; dabei kommt der Anleitung zum Gebrauch eines einsprachigen Wörterbuches eine besondere Bedeutung zu. Von der Sekundarstufe I her bekannte wörterbuchunabhängige Erschließungstechniken werden vertiefend eingeübt und weiterentwickelt. Intensives Leseverstehen strebt das Erfassen der Gliederung und einiger zentraler Gestaltungsmittel sowie das Erkennen der Intention bzw. des Sinngehaltes des Textes an. Gegenstand des intensiven Leseverstehens sind in der Einführungsphase vor allem kurze, vorwiegend erzählende Texte sowie Sachtexte, die vom weiteren Erfahrungsbereich der Schülerinnen und Schüler ausgehen und neben landesspezifischen Sachverhalten aus den Ländern und Kulturen des Zielsprachengebietes auch kulturübergreifende Erscheinungen aufnehmen. Das extensive Leseverstehen bezieht sich auf das Erfassen der wesentlichen Aspekte des Sinngehaltes bzw. der Hauptaussagen leicht erschließbarer längerer Texte. Bei Sachtexten kann insbesondere das selektive Lesen eingeübt werden. Die sprachliche Erschließung der Texte erfolgt anhand wörterbuchunabhängiger Verfahren, die systematisch eingeübt werden. Im Einzelnen erwerben oder festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
literarische Texte und Sachtexte komplexer Struktur mit anspruchsvollem Inhalt detailliert unter Verwendung von Hilfsmitteln zu verstehen (intensive reading).
die wesentlichen Inhalte von Texten mittleren Schwierigkeitsgrades spontan, ohne sprachliche Hilfen und unter Verwendung wörterbuchunabhängiger Erschließungstechniken zu verstehen (extensive reading).
Teilinformationen aus längeren Texten unter vorgegebenen oder selbstgewählten Zielsetzungen zu entnehmen (selective reading/scanning).
Textart, Textaufbau, Sprachfunktionen sowie wichtige formale Mittel eines Textes zu erkennen und in Bezug zur inhaltlichen Aussage zu setzen. Schriftliche Ausdrucksfähigkeit Die Übung des schriftlichen Ausdrucks festigt und erweitert die Fertigkeit, orthographisch, lexikalisch und syntaktisch richtig sowie stilistisch angemessen zu schreiben. Die Schulung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit zielt auf eine Sprachbeherrschung, die die Schülerinnen und Schüler befähigt, sich in situationsgerechter, zusammenhängender, differenzierter und adressatenbezogener Form zu äußern. Auf Grund der funktionalen Einheit von Sprache und Inhalt fördert die inhaltliche Arbeit die schriftliche Ausdrucksfähigkeit in besonderer Weise, da eine differenzierte gedankliche Durchdringung von Sachverhalten und Problemen zu einer bewussten Sprachgestaltung herausfordert (wie auch umgekehrt). Zudem sind sachgemäßer und präziser Sprachgebrauch ein allgemeines erzieherisches Ziel. Zur Übung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit leistet neben Aufgaben, die Inhalt und Form von Texten zum Gegenstand haben, auch freies oder kreatives Schreiben (creative writing) einen Beitrag zur Erweiterung der Sprachkompetenz durch eigenschöpferisches Verfassen im sprachgestalterischen Sinn. Die Schulung der schriftlichen Ausdrucksfähigkeit nimmt weitgehend die gleichen Ausdrucksformen auf, wie sie im Bereich des Mündlichen gegeben sind. Sie strebt jedoch unter Beachtung des schriftlichen Registers einen bewussteren und differenzierten Sprachgebrauch an. Dieser zeigt sich in der größeren Reichhaltigkeit und Differenziertheit des Wortschatzes, der größeren Klarheit und Variation im Satzbau, in geschickterer Satzverbindung und in dem gezielten Einsatz elementarer Stilelemente. Im Einzelnen erwerben oder festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
Fragen zu Inhalt, Form und Aussagen eines Textes in geschlossener Form zu beantworten.
visuelle Vorlagen in Texte umzusetzen (Beschreibung, Kommentar, Formen kreativer Umsetzung).
zu Sachverhalten, Themen und Texten erläuternd, argumentierend und kommentierend, auch in längeren zusammenhängenden Äußerungen, Stellung zu nehmen (ggf. als "Themaaufgabe").
eine längere schriftliche Ausarbeitung (Protokoll oder Referat) zu erstellen.
eine Facharbeit zu schreiben (fakultativ).
eigene Texte mit ästhetischen oder literarischen Merkmalen (creative writing) zu gestalten.
ausgewählte fremdsprachliche Texte in die Muttersprache und muttersprachliche Texte in die Fremdsprache zu übertragen (z. B. Gebrauchstexte zur Sicherstellung der Kommunikation oder literarische Texte zur Bewusstmachung sprachlicher und literarisch-ästhetischer Phänomene). Die genannten sprachlichen Fertigkeiten setzen den Erwerb bzw. die Festigung folgender sprachlicher Kenntnisse bzw. Teilfertigkeiten voraus: Phonetik/Intonation
Kenntnis weiterer prosodischer Mittel (z. B. Rhythmus, Tonstärke, Tempo, Akzent) auch im Hinblick auf deren Verwendung in Hörtexten, Dramen und Gedichten);
teils produktive, teils rezeptive Verfügbarkeit der grammatischen Strukturen des formal spoken English und des formal written English. Wortschatz
vorwiegend produktive Verfügbarkeit eines allgemeinen Erweiterungswortschatzes (z. B. menschliche Beziehungen; Empfindungen und Charaktereigenschaften; räumliche, zeitliche und logische Beziehungen);
produktive Verfügbarkeit eines Fachvokabulars zur Beschreibung sprachlicher Phänomene (auch grammatischer Strukturen) und zur Analyse und Kommentierung von Texten. Im Rahmen der Wortschatzarbeit wird ein Zuwachs von ca. 1000 produktiv verfügbaren Einheiten am Ende der gymnasialen Oberstufe (langfristige Verfügbarkeit im Hinblick auf das Abschlussniveau) angestrebt. Der Zuwachs an lexikalischen Elementen des rezeptiven Wortschatzes übertrifft - wenn auch zahlenmäßig nicht näher eingrenzbar - deutlich den des produktiven Bereichs. Er bildet die entscheidende Voraussetzung für das Verständnis der anspruchsvollen Texte des Leistungsfaches. Redemittel, Sprachebenen, Register
Beherrschung von Redemitteln zum Ausdruck von Aussageintentionen, vor allem in den Bereichen der Information und der Argumentation sowie zur Teilnahme am Gespräch diskurssteuernde Redemittel;
Beherrschung von angemessenen Redemitteln für die Erstellung von Gebrauchstexten (z. B. Briefe, Lebenslauf usw.);
Beherrschung von angemessenen Redemitteln in vielfältigen Standard- und Alltagssituationen;
Kenntnis unterschiedlicher Sprachebenen (formal, informal, colloquial, vulgar, slang) und ansatzweise die Fähigkeit, diese Ebenen situationsgerecht anzuwenden;
Kenntnis charakteristischer Merkmale der gesprochenen und geschriebenen Sprache sowie die Fähigkeit, sie situationsgerecht anzuwenden;
Kenntnis grundlegender Stilelemente und ansatzweise die Fähigkeit, einige elementare Mittel (z. B. Wiederholung, Aufzählung, rhetorische Frage) aussagegerecht oder auch spielerisch-kreativ anzuwenden. Die bewusste Wahrnehmung, Betrachtung und Reflexion sprachlicher Phänomene, Strukturen und Funktionen vermittelt Einsichten in die Systematik und in die Funktionsweise des Englischen und von Sprache im Allgemeinen. Dies ermöglicht nicht nur Einblicke in die ästhetische Dimension von Sprache als Grundlage für kreativen Sprachgebrauch, sondern auch in den Zusammenhang von Kultur und Sprache sowie in Gemeinsamkeiten und Unterschiede sprachlicher und kultureller Traditionen der Muttersprache und der Zielsprache, gegebenenfalls auch weiterer Sprachen. Sprachbetrachtung bildet aber auch die Grundlage für eigenständiges systematisches Lernen und Verbessern sowohl des Englischen als auch der Muttersprache (durch Sprachvergleich) sowie weiterer Fremdsprachen, auch über den schulischen Fremdsprachenunterricht hinaus. Überdies fördert die Reflexion kommunikativer Prozesse die Bereitschaft und die Fähigkeit zur bewussten Gestaltung der Kommunikation und des eigenen Anteils daran (language awareness). Gegenstand des Unterrichts sind vorwiegend solche Aspekte, die sich aus der laufenden thematischen Arbeit ergeben und deren Erarbeitung den Spracherwerb, das Textverständnis und die Kommunikationsfähigkeit fördern (funktionale Sprachbetrachtung). Daneben können Sprache und Kommunikation auch eigenständige Themen sein mit dem Ziel einer systematischeren Einführung in den Gegenstand auf der Grundlage entsprechender Texte und Materialien. Die folgenden Aspekte können Gegenstand der Betrachtung sein: Wortschatz und Grammatik
Wortbildungsgesetze und Strukturierungsmöglichkeiten des Wortschatzes (Wortfelder, Wortfamilien, Kollokationen);
strukturelle Besonderheiten des Englischen (z. B. geringe Differenzierung der Flexion, Bedeutung der Wortstellung);
Möglichkeiten der systematischen Beschreibung einer Sprache sowie Leistungen und Funktionen einer Grammatik (einschließlich der Kenntnis grammatischer Grundbegriffe); Sprachvarianten
Besonderheiten des AE und BE sowie gegebenenfalls anderer Varianten des Englischen und deren Ursachen;
regionale und soziale Varianten, vor allem des AE und des BE;
die Problematik von Sprachnormen; Entwicklung der englischen Sprache
der mehrsprachige Ursprung der englischen Sprache, vorwiegend anhand des Wortschatzes;
Shakespeares Englisch als Beispiel für eine diachrone Variante;
Englisch als Weltsprache;
Sprachverwandtschaft des Englischen mit dem Deutschen und anderen Sprachen; Kommunikation
Voraussetzungen und Grundlagen menschlicher Kommunikation sowie Ursachen für deren Störung oder Zusammenbruch;
der Zusammenhang zwischen Gesellschaft bzw. sozialen Beziehungen und Sprache;
grundlegende Sprachfunktionen (Darstellung, Ausdruck, Appell);
Bedeutung herkömmlicher und neuer Medien und Technologien. Hinsichtlich der inhaltlich-thematischen Arbeit im Englischunterricht werden im Folgenden zum Zweck der Beschreibung die Teilbereiche oder Aspekte "Literatur", "Landeskunde" und "Sachthemen" unterschieden. In der unterrichtspraktischen Arbeit mit fremdsprachlichen Texten und Themen - besonders mit literarischen - kommen aber in der Regel einerseits immer Aspekte der fremden Sprache und Kultur zum Tragen (Teilbereich "Landeskunde", verstanden als cultural studies), andererseits ist die Annäherung an solche Texte und Themen ohne Bezug auf die Erfahrungen und die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler (Teilbereich "Sachthemen") nicht denkbar. Insofern ist eine Trennung dieser Teilbereiche nicht möglich. Unterrichtseinheiten sollen aber doch so konzipiert sein, dass im Sinne der Transparenz des Lern- und Arbeitsprozesses Schwerpunktsetzungen erfolgen, so dass einmal die Besonderheiten der fremden Kultur ("Landeskunde"), ein anderes Mal die Reflexion über die eigene Lebenswelt ("Sachthemen") und wieder ein anderes Mal die literarischen Eigenschaften eines Textes ("Literatur") im Vordergrund stehen. Aus solchen Schwerpunktsetzungen ergibt sich auch die Zuordnung der verbindlichen Unterrichtseinheiten zu den drei Teilbereichen "Literatur", "Landeskunde" und "Sachthemen". Ziele Der Umgang mit literarischen Texten soll den Schülerinnen und Schülern Wege zu englischsprachiger Literatur und den in ihr enthaltenen Erfahrungen, Deutungen und Wertvorstellungen eröffnen. Er vermittelt damit Einsichten sowohl über die fremde Sprache und fremde Kulturen als auch über allgemein menschliche Probleme. Dabei kommt der Literatur der Gegenwart besondere Bedeutung zu. Zudem fördert er die Freude am Lesen und weckt das Interesse an weiteren literarischen Werken. In der Einführungsphase sollten die für den Literaturunterricht ausgewählten Originaltexte inhaltlich und sprachlich leicht zugänglich sein, einen möglichst engen Bezug zur Erfahrungs- und Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler haben und der Literatur des 20. Jahrhunderts bzw. der Gegenwart entstammen. Im Einzelnen erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler
die Kenntnis verschiedener Zugänge zu literarischen Texten (z. B. Textanalyse, Rezeptionsgespräch, szenische Interpretation, kreative Verfahren) und die Fähigkeit, diese auszuwählen und anzuwenden.
die Kenntnis von Beispielen literarischen Schaffens aus mehreren Jahrhunderten.
Einblicke in wichtige literarische Strömungen bzw. Epochen zur Erhellung des ideen- oder kulturgeschichtlichen Zusammenhangs der Texte.
die Kenntnis eines Orientierungs- oder Zeitrahmens zur zeitlichen und gedanklichen Einordnung des Textes. Auswahl der Themen und Texte Auswahl und Behandlung der Textauszüge und Ganzwerke aus mehreren Jahrhunderten vom Zeitalter Shakespeares bis zur Gegenwart erfolgen im Rahmen eines themenorientierten Unterrichts, wobei britische und amerikanische Literatur eine annähernd gleiche Berücksichtigung erfahren; Literatur weiterer Zielsprachenländer sollte mit einbezogen werden. Die Themenwahl kann bestimmt sein durch ein Problemfeld (z. B. Zeit- und Gesellschaftskritik; menschliche Isolation, Adoleszenz), eine Epoche (z. B. das Zeitalter Shakespeares, die 20er Jahre), eine Gattung (z. B. das Sonett, der Roman) oder eine Autorin bzw. einen Autor. Bei der Textauswahl sind Essay, Lyrik, short story, Roman und Drama zu berücksichtigen; aber auch andere Texte von literarischer Qualität - z. B. autobiographische Schriften - können wichtige kulturelle Zeugnisse sein. Verbindlich ist je eine Unterrichtseinheit bzw. ein Thema aus den Themenbereichen !" eine Ganzschrift (20. Jh./Gegenwart) in der Einführungsphase !" amerikanische Literatur vor 1900 !" englische Literatur vor 1900 !" ein Roman (20. Jh./Gegenwart) !" ein Drama (20. Jh./Gegenwart) !" Shakespeare und sein Zeitalter Diachrone Perspektiven werden, wo immer sie zur Erhellung des Themas beitragen, in die Textarbeit eingebracht. Vor allem bei der Behandlung älterer Literatur ist eine Erweiterung durch die Einbeziehung zeitgenössischer Texte wünschenswert. Ziele Im Teilbereich "Landeskunde" werden die Bereitschaft und die Fähigkeit der Schülerinnen und Schüler zur interkulturellen Kommunikation entwickelt und gefördert. Ein tieferes Verständnis für fremde Kulturen und die weiter gehende Verständigung mit ihnen erfordern den Erwerb von Kenntnissen über und die Auseinandersetzung mit kulturspezifischen Sachverhalten, Lebensformen, Verhaltensweisen und Wertvorstellungen in Großbritannien, den USA und anderen Zielsprachenländern. Die landeskundliche Arbeit zielt vorwiegend auf eine problemorientierte Auseinandersetzung mit gegenwartsbezogenen Erscheinungen ab, wobei zu deren besserem Verständnis auch historische Entwicklungen in die Betrachtung einbezogen werden. Der Beitrag der Landeskunde zum Sprachunterricht besteht vorwiegend in der Aneignung eines themenspezifischen Erweiterungswortschatzes und in der Einübung von Ausdrucksmitteln im Hinblick auf das Informieren und Argumentieren sowie zum Diskurs über Wertungen und Haltungen. Im Einzelnen erwerben und vertiefen die Schülerinnen und Schüler
Verständnis für die Menschen fremder Kulturen und deren spezifischer Probleme.
die Bereitschaft zur Verständigung mit Menschen verschiedener Kulturen in vielfältigen Situationen und Kontexten.
Kenntnisse über wichtige geschichtliche Vorgänge, politische Dokumente, staatliche und gesellschaftliche Institutionen.
Einblicke in wichtige politische, soziale und kulturelle Erscheinungen und Probleme der Gegenwart.
Einblicke in einige wichtige geistesgeschichtliche, gesellschaftliche und kulturelle Entwicklungen. Auswahl der Themen, Texte und Materialien Die Behandlung landes- und kulturspezifischer Aspekte erfolgt im Rahmen eines themenorientierten Unterrichts an authentischen Texten, Medien und Materialien. Neben Sachtexten können auch literarische Texte oder Mischformen (Autobiographien, Briefe, Essays etc.) besondere Perspektiven auf eine Kultur eröffnen. Verbindlich ist jeweils eine Unterrichtseinheit bzw. ein Thema !" aus dem Bereich Geschichte - Politik - Gesellschaft - Wirtschaft, !" aus dem Bereich Erziehung - Philosophie - Religion -Kunst sowie !" zu aktuellen gesellschaftlichen Entwicklungen. Ziele Der gewachsenen Bedeutung internationaler Kommunikation - auch zwischen Menschen und Ländern nichtenglischsprachigen Ursprungs - und der weiter zunehmenden Bedeutung des Englischen als Verkehrssprache in Europa und der Welt trägt der Englischunterricht durch Berücksichtigung solcher Themen, Texte und Aspekte Rechnung, die sich mit Fragen von universaler Bedeutung und mit kulturunabhängigen oder -übergreifenden sowie eigenkulturellen Sachverhalten (universal topics) beschäftigen, die auch auf die Lebenswelt der Schülerinnen und Schüler bezogen sind und die ihnen die Artikulation eigener Erfahrungen und Einstellungen ermöglichen. Die Behandlung von Sachthemen soll die Schülerinnen und Schüler im Hinblick auf Anforderungen in Alltag, Studium und Beruf in die Lage versetzen, am Austausch von Informationen und Meinungen zu allgemeinen, nicht unbedingt an den anglophonen Sprachraum gebundenen Themen in englischer Sprache teilzunehmen.
sich zu kulturübergreifenden bzw. -unabhängigen Sachverhalten und Themen sprachlich angemessen, situations- und adressatenbezogen zu äußern.
über die eigene Lebenswelt und persönliche Erfahrungen sowie in Alltagssituationen (z. B. Beruf, Studium, Freizeit) sprachlich angemessen, situations- und adressatenbezogen zu kommunizieren. Auswahl der Themen, Texte und Materialien Die Themen und Texte im Lernbereich Sachthemen entstammen insbesondere solchen Bereichen, in denen dem Englischen als internationale Verkehrssprache eine besondere Bedeutung zukommt. Bei der Auswahl der Themen sind die Aktualität und die Interessen der Schülerinnen und Schüler wichtige Kriterien. Da sich vielfältige Berührungspunkte mit anderen Fächern ergeben, ist gerade hier die Abstimmung und die Kooperation mit den Lehrerinnen und Lehrern anderer Fächer notwendig. Auch bietet sich hier die Arbeit in fachübergreifenden Zusammenhängen besonders an. Verbindlich sind jeweils eine Unterrichtseinheit bzw. Thema mit kulturübergreifenden und/oder eigenkulturellen Bezügen, und zwar !" aus dem Bereich Naturwissenschaften - Technologie - Ökologie, !" aus dem Bereich Geistes- und Gesellschaftswissenschaften - Kultur sowie !" zu aktuellen Ereignissen. Ziele Der Lernbereich "Methoden" soll die Schülerinnen und Schüler in die Lage versetzen, sowohl individuell als auch in der gemeinsamen Arbeit mit anderen Techniken und Strategien der Aneignung von Wissen und der Schulung von Fertigkeiten zu entwickeln, Arbeits- und Lernprozesse zunehmend selbstständig zu gestalten sowie auf angemessene Weise über die Arbeit und deren Ergebnisse zu kommunizieren. Dabei sollen sowohl der praktische Umgang mit Texten, Materialien und Lerngegenständen geübt als auch die Planung und Strukturierung von Lern- und Arbeitsprozessen insgesamt geschult werden (Lern- und Arbeitstechniken und -strategien).
wörterbuchunabhängige Erschließungstechniken (z. B. Kontext , Wortbildung, Ähnlichkeit mit anderen Sprachen) zu verwenden.
Bibliotheken, Karteien und Dateien sachgerecht zu benutzen.
weiterführende Literatur und Materialien zu einem bestimmten Thema aufzufinden und auszuwerten.
Wissen, Informationen und eigene Gedanken entsprechend den Erfordernissen des jeweiligen Arbeitszusammenhangs zu systematisieren und zu strukturieren sowie den Zusammenhang mit bereits Bekanntem zu erkennen und zu nutzen.
Medien sachgerecht für das Lernen sowie die Übung und Schulung von (auch sprachlichen) Fertigkeiten einzusetzen.
für den jeweiligen Arbeitszusammenhang relevante Informationen und Textstellen rasch aufzufinden (scanning), um diese einer Fragestellung zuzuordnen.
wichtige von unwichtigen Informationen in gehörten oder gelesenen Texten zu unterscheiden und durch z. B. Markieren, note-taking usw. für die eigene Arbeit zu verwerten.
Sachdarstellungen von Meinungsäußerungen zu unterscheiden (z. B. Leitartikel, Werbetext, Interviews etc.).
die Struktur eines Textes auch unter Zuhilfenahme äußerer Textmerkmale (paragraphs, stanzas, headings etc.) zu erkennen, seine Gliederung sprachlich oder auf andere Weise (z. B. Strukturskizze) darzustellen und zum Verstehen zu nutzen.
visuelle Darstellungen (Karten, Graphiken, Bilder, Filme etc.) auszuwerten und zu versprachlichen oder zum Textverstehen zu nutzen. Im Umgang mit Texten erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler sowohl Fertigkeiten und Kenntnisse der Textanalyse (guided text analysis) mit dem Ziel der kommentierenden Interpretation als auch die Fähigkeit zu kreativer Interpretation. Im Einzelnen erwerben die Schülerinnen und Schüler einen Grundbestand textkundlicher Kenntnisse, und zwar zur Unterscheidung
von Textgruppen (fiktionale und nichtfiktionale Texte) nach ihrem Bezug zur Wirklichkeit einschließlich des Wissens um Textarten im Grenzbereich zwischen fiction und non-fiction (z. B. Essay, Biographie, Rede).
von Kommunikationszusammenhängen (Autor - Text - Leser) für die Interpretation von fiktionalen und nichtfiktionalen Texten.
von Texttypen (z. B. argumentative, expository, narrative texts) und ihrer Charakteristika sowie das Wissen, dass Texte (entsprechend den verschiedenen Funktionen von Sprache) verschiedene Funktionen haben können (Darstellung, Ausdruck, Appell), dass aber häufig eine dieser Funktionen dominant ist.
wichtiger Sachtextformen (z. B. comment, summary, definition, report, news story) und ihre Charakteristika.
spezifischer Merkmale der behandelten literarischen Gattungen. Ziel der Einübung von Analyse- und Interpretationsverfahren ist der bewusste und zunehmend selbstständige Umgang mit jeweils adäquaten Methoden zur Erschließung der Komposition und des Bedeutungsgehaltes von Texten. Im einzelnen erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit.
sprachlich-stilistische Gestaltungselemente.
kompositorisch-strukturelle Merkmale und
texttypische bzw. gattungspezifische Gestaltungsmerkmale zu erkennen, zu beschreiben und in eine zusammenhängende Interpretation zu integrieren. Bei der kommentierenden Interpretation stehen die Darstellung und Beschreibung des Sinn- und Bedeutungsgehaltes, der Gestaltungselemente sowie der Wirkungen eines Textes und die kritische Auseinandersetzung damit im Vordergrund; sie kann erfolgen
auf der Grundlage der zuvor genannten Zugriffe der Formanalyse (Funktion, Wirkung, Bedeutung der Gestaltelemente).
durch Einbringung des Erfahrungshorizontes.
durch die Erörterung und Erklärung der Themen, Gegenstände oder Motive des Textes.
durch Herstellung von Bezügen des Textgehaltes zu außertextlichen Sachverhalten (z. B. biographische, historischsoziale, ideengeschichtliche, literaturhistorische Faktoren bzw. die implizierten und tatsächlichen Adressaten oder Produktionsbedingungen und Publikationsweisen).
durch Wertung von Form und Sinngehalt des Textes. Darüber hinaus können in leistungsstarken Lerngruppen andere oder weiterführende Interpretationsansätze und -methoden (z. B. soziologische, rezeptionsästhetische oder psychoanalytische) mit einbezogen werden. Bei der kreativen Interpretation stehen die Aktivierung der Leser-Erfahrungen durch den Text und die Beleuchtung der Eigenarten und Merkmale des Textes durch gestalterischen Umgang im Vordergrund; im Einzelnen erwerben und festigen die Schülerinnen und Schüler die Fähigkeit und die Bereitschaft.
sich in vorgegebene Figuren und Rollen einzufühlen, sie selbständig auszugestalten und darzustellen.
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