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Fachspezifisch allgemeine Lernziele
Jahrgangsstufe 11
erkennen, dass sich in Antike und Mittelalter wesentliche Grundlagen Europas herausbilden (Dauer und Nähe),
erkennen, dass die Begegnung mit dem Fremden durch Distanz und Kontrast ein vertieftes Verständnis der Gegenwart ermöglicht,
Einsicht in die Wirksamkeit und Interdependenz verschiedener Faktoren in der Geschichte gewinnen (z.B. natürliche Bedingungen, Wirtschaft, Gesellschaft, Politik, Ideologie, Weltbild, Kunst),
erkennen, dass historisches Wissen unsere Gegenwart verständlich werden lässt, Handlungsspielräume und Alternativen aufdeckt und somit Politische Bildung erst ermöglicht
in die oberstufengemäße Interpretation von Quellentexten, Sekundärliteratur, Bildern und Karten eingeführt werden.
erkennen, dass Umbrüche und revolutionäre Vorgänge zu den konstitutiven Merkmalen der Neuzeit gehören;
erkennen, dass geistige Grundhaltungen der Gegenwart aus den Umbrüchen und Veränderungen seit dem Ausgang des Mittelalters erwachsen sind;
erkennen, dass revolutionäre Vorgänge nicht alle Lebensbereiche in gleichem Ausmaß erfassen und dass alte Strukturen bestehen bleiben (Kontinuität und Diskontinuität)
erkennen, dass aufgeschobene oder verhinderte Konfliktlösungen Krisen verlängern und auch verschärfen können;
erkennen, dass Reformen immer wieder hinter idealen Zielvorstellungen zurückbleiben (Kompromiss)
Jahrgangsstufe 12
wissen, dass die politischen Strömungen des Liberalismus, Nationalismus und Imperialismus neben dem Konservatismus und Sozialismus wichtige Strukturen unserer heutigen Welt geprägt haben
Einsicht gewinnen in die zunehmende politische und wirtschaftliche Verflechtung der Welt historische Vorgänge unter den Aspekten Idee und Wirklichkeit, Intention und Ergebnis untersuchen können
erkennen, dass die Entstehung der ersten deutschen Demokratie und ihr Untergang im aufkommenden Nationalsozialismus die Folge komplexer gesellschaftlicher Krisen gewesen ist
erkennen, dass die konsequente Verwirklichung einer aggressiven Ideologie Auswirkungen auf die Innen- und Außenpolitik Deutschlands hatte, die in den 2. Weltkrieg und dann zum totalen Zusammenbruch Deutschlands und seiner Teilung führte
erkennen, dass sich die pluralistische Demokratie gegen totalitäre Herrschaft durchsetzen konnte
erkennen, dass sich totalitäre Herrschaftsformen stets zu menschenverachtenden Systemen entwickeln
erkennen, dass der Nationalsozialismus in Deutschland im Holocaust eine historisch singuläre Ausprägung gefunden hat
erkennen, dass die Rückgewinnung der Einheit Deutschlands als historischer Prozess nur multikausal erklärbar ist und nur vor dem Hintergrund des Zusammentreffens ganz besonderer Umstände möglich war
Anspruch und Wirklichkeit, Chancen und Gefährdungen der politischen Ordnung in Deutschland reflektieren.
Fachspezifisch allgemeine Lernziele / Einführung in die Grundfragen des Faches
erkennen, dass uns Geschichte überall im Alltag umgibt, unsere Gegenwart prägt und unsere Zukunft beeinflusst
erkennen, dass Geschichte die Orientierung in Raum und Zeit ermöglicht
zu der Einsicht geführt werden, dass Geschichte nicht gleichmäßig und gleichförmig abläuft, sondern mit unterschiedlichem Tempo und in einander überlagernden Zeitformen
Grundlagen europäischer Geschichte
erfassen, dass die Darstellung von Geschichte immer von unterschiedlichen Perspektiven und Interessen geprägt ist
begreifen, dass historische Begebenheiten nur multikausal und interdependent erklärbar werden
wissen, dass der Mittelmeerraum als "Wiege der europäischen Kultur" von den naturräumlichen Lebensbedingungen her eine Einheit darstellt
erkennen, dass drei Kulturen in ihrem Spannungsverhältnis kontinuierlich durch die die Geschichte des Mittelmeerraumes hindurch verfolgt werden können
erkennen, dass in der griechischen und römischen Antike Grundlagen der europäischen Kultur gelegt wurden
Einblicke in mittelalterliche Lebensformen im Kontrast zu den Lebensbedingungen der Industriegesellschaft heute gewinnen
einen Überblick über die Zeit des Mittelalters gewinnen
das mittelalterliche Feudalsystems als Wirtschafts-, Gesellschafts- und Staatsordnung begreifen und mit den heutigen Verhältnissen vergleichen
Einsicht in Grundzüge des mittelalterlichen Denkens und Weltbildes im Kontrast zur heutigen Zeit gewinnen
die wesentlichen Faktoren der wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Sonderstellung der Städte kennen
erkennen, dass in den mittelalterlichen Städten die Wurzeln "modernen" Denkens in Europa zu finden sind
Das Entstehen der modernen Welt
erkennen, dass sich die beginnende Neuzeit in einem umfassenden Wandel in Europa manifestierte
die Bedeutung der Reformation und ihre Folgen erkennen
Absolutismus und Aufklärung als Phänomene der Säkularisierung Europas verstehen
erkennen, dass die Auseinandersetzung mit dem Absolutismus in England und Amerika die parlamentarische Entwicklung beeinflusst hat
wissen, dass das Ancien Régime in eine umfassende Krise gerät, die zur Französischen Revolution führt
die Vielschichtigkeit und Eigendynamik des revolutionären Prozesses und die Rolle von Einzelpersönlichkeiten erfassen
die weit reichende Bedeutung der Französischen Revolution kennen und ihre Folgen erörtern
Ursachen und Verlauf der Industriellen Revolution in Deutschland begreifen
die Bedeutung der Industriellen Revolution für den Einzelnen und die Gesellschaft bis heute erkennen
die soziale Frage als Problem und Aufgabe der modernen Industriegesellschaft kennen und diskutieren
Das Ringen um eine Demokratie in Deutschland
wissen, dass die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts bestimmt ist von den Spannungen zwischen liberalen und nationalen Forderungen einerseits und der konservativ-reaktionären Staatsordnung andererseits
erkennen, dass eine liberale kleindeutsche Lösung der "deutschen Frage" in der Revolution von 1848 zwar entwickelt, aber nicht durchgesetzt werden konnte
begreifen, warum es Bismarck nach 1862 gelang, einen konservativen deutschen Nationalstaat zu schaffen
erkennen, wie Bismarck der innen- und außen-politischen Gefährdung des neuen Reiches zu begegnen suchte
die Bedeutung der Weltmachtpolitik Wilhelms II. für die europäische Mächtekonstellation und den Ausbruch des Ersten Weltkriegs erkennen
wichtige Entstehungsbedingungen, Chancen und Belastungen der Weimarer Republik kennen
Deutschland zwischen Demokratie und Diktatur
erkennen, warum die Weltwirtschaftskrise in Deutschland auch zu einer Krise der Demokratie wurde
wichtige Ursachen für das Scheitern der ersten deutschen Demokratie kennen
wichtige Stationen der Zerstörung der Demokratie und des Aufbaus der nationalsozialistischen Diktatur in Deutschland kennen
wichtige Grundelemente der nationalsozialistischen Ideologie kennen und reflektieren
die Auswirkungen der NS-Herrschaft auf einzelne Lebensbereiche und das Verhalten der Menschen beispielhaft erkennen und beurteilen können
Einsicht gewinnen in Möglichkeiten, Formen und Risiken des Widerstandes gegen den NS
Stationen und Absicht der systematischen Verfolgung der jüdischen Mitbürger kennen und die Dimension des Holocaust erfassen
Ziele und Methoden von Hitlers Außenpolitik in den Jahren 1933 bis1939 erkennen
Einsicht gewinnen in die Kriegsführung, den Kriegsverlauf und das Ausmaß der Kriegsfolgen des Zweiten Weltkriegs
Die Durchsetzung der Demokratie in Deutschland
die Situation in Deutschland nach dem Zusammenbruch kennen
den Prozess des Aufbaus und der Einbindung beider Teile Deutschlands in die unterschiedlichen Machtblöcke und Gesellschaftssysteme kennen
das Selbstverständnis beider deutscher Staaten und ihre Beziehung zueinander erfassen
einen Überblick über die Entwicklung der Bundesrepublik Deutschland und der DDR gewinnen
die Bedeutung der "demokratischen" Revolution in der DDR
die Komplexität und Interdependenz des Revolutions- und Einigungsprozesses in Deutschland analysieren
die innere Einheit als wichtige politische Aufgabe begreifen
die Entwicklungschancen der parlamentarisch-repräsentativen Demokratie im Hinblick auf die Bewältigung von Zukunftsaufgaben analysieren
Internationale Beziehungen im Umbruch / Handlungsfeld Europa
Supranationale Lösungsversuche einer dauerhaften Friedenssicherung
Unzulänglichkeit klassischer Muster der Konfliktregelung
Wandlungsprozess der internationalen Politik
Umbrüche im 20.Jahrhundert: prägende Strukturen und ideologische Determinanten internationaler Politik
Strukturen, Prozesse, Stationen: Phasen des Ost-West-Konflikts
Konzepte einer gesamteuropäischen Entwicklung
Der europäische Einigungsprozess - Dynamik und Stagnation
Frieden und Sicherheit in Europa
Dimensionen der Umgestaltung Europas
Globale Krisen und Herausforderungen des 21. Jahrhunderts
Konfliktpotentiale nach Ende des Ost-West-Konfliktes
Entwicklung ökonomischer und politischer Strukturen in Europa
Multipolarität: Macht- und Konfliktzentren im 21. Jahrhundert
Differenzierung der Welt nach Kulturen: Begegnung, Konflikt, Kooperation
Krisen und Katastrophen als Herausforderungen der Welt im 21. Jahrhundert
Gesellschaftlicher Wandel
Technik, Umwelt, Energie in der historischen und globalen Dimension
Handlungsspielräume internationaler Konferenzen und Organisationen
Der Islam und die historische Tiefendimension
Migration: Integration und Ausgrenzung
Krisen und Konflikte, Bewältigungsstrategien
Individuelle und gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten
Einführung: Politik als Unterrichtsgegenstand
an einem sozialpolitischen Fallbeispiel kategoriale politische Analyse und Urteilsbildung einüben
das politische Problem als eine politische Aufgabe beschreiben und erschließen
Standpunkte (Meinungen, Aussagen) zum Problem kennen und analysieren
Regelungsvorschläge auf ihre sachliche Eignung und Durchsetzbarkeit hin untersuchen und beurteilen
eine eigene begründete politische Urteilsbildung versuchen
verstehen, dass angestrebte politische Lösungen im Ziel und in der Durchsetzung an grundlegenden Werten orientiert sein müssen
erkennen, dass der Urteilsbildung gründliche Information und Auseinandersetzung mit Sachverhalten und Positionen vorausgehen muss
Gesellschaft im Wandel / Soziale Marktwirtschaft
Notwendigkeit und Problematik eines Wertewandels erörtern, verstehen und reflektieren
die gesellschaftspolitische und politische Bedeutung von Werten in einer pluralistischen Gesellschaft erkennen und verstehen
einen Einblick gewinnen in Fragen und Probleme des Wandels des Selbstverständnisses und der Rolle der Frau
einen Einblick gewinnen in Fragen und Probleme des Zusammenlebens mit zugewanderten Minderheiten
einen Einblick gewinnen in Fragen und Probleme des Wandels des Selbstverständnisses von Jugendlichen
Grundbegriffe und einfache Zusammenhänge des Wirtschaftens und der Wirtschaftsordnung kennen
wesentliche Merkmale des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft erklären können und Einblick gewinnen in die Grundzüge der Wirtschaftsordnung
Wirtschaftspolitische Aufgaben / Ökonomie und Ökologie
ausgehend von der aktuellen wirtschaftlichen Situation konjunktur- und strukturpolitische Probleme erkennen
beurteilen, welche Auswirkungen die Globalisierung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland hat
einen Einblick gewinnen in Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Konjunkturpolitik
Vorschläge zur Sicherung von Wirtschaftskraft und Beschäftigung untersuchen und erörtern
die Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise verstehen
Wege aus der Krise beurteilen
beurteilen, inwiefern Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gezogen wurden
das Spannungsverhältnis von Ökonomie und Ökologie aus der unterschiedlichen Interessenlage beider Bereiche nach Maßgabe des ”Notwendigen” und ”Wünschenswerten” entwickeln und beurteilen
Probleme beim Umbau zu einer ökologischen Industriegesellschaft erkennen sowie Möglichkeiten und Grenzen von Umweltpolitik zur Vermeidung und Beseitigung von Umweltschäden erörtern
die Zukunftschancen einer ökologisch ausgerichteten Wirtschaftspolitik erörtern
Der politische Prozess im Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland
das aktuelle Erscheinungsbild und Probleme des politischen Systems beschreiben
Wahlen als Legitimation von Herrschaft erklären und begründen
den Zusammenhang von Integration und Partizipation verstehen und erörtern
Einsicht gewinnen in die Grundlagen des institutionalisierten Entscheidungsprozesses am Beispiel der Gesetzgebung
Phasen des politischen Entscheidungsprozesses unterscheiden und die Wirksamkeit verschiedener formeller und informeller Einflussmöglichkeiten Beteiligter untersuchen
im Rahmen der gewaltenteiligen Ordnung die Kompetenzen der Verfassungsorgane aufzeigen
verfassungsrechtliche Grundlagen, Hilfsmittel und Strategien politischen Führens erkennen
Binnenstruktur und Arbeitsweise des Parlaments beschreiben (Bundestag oder Landtag)
einen Überblick über parlamentarische Kontrollrechte gewinnen
Selbstverständnis und Funktion der Opposition reflektieren
Möglichkeiten und Grenzen rechtlicher Überprüfung politischer Entscheidungen durch das Bundesverfassungsgericht diskutieren
Möglichkeiten, Grenzen und Wert von Kompromissen bei politischen Entscheidungen erörtern und diskutieren
an einem Beispiel Wirksamkeit und Wirkung eines Gesetzes überprüfen
wesentliche Elemente des Demokratieverständnisses der Bundesrepublik kennen
Die politische Ordnung der Bundesrepublik Deutschland
Entwicklungschancen der parlamentarisch-repräsentativen Demokratie im Hinblick auf die Bewältigung von Zukunftsaufgaben analysieren und diskutieren anhand der Kriterien Legitimation Kontrolle Partizipation Wert- und Interessenberücksichtigung Sicherung von Grundwerten Problemlösungskompetenz
Geozonen und Landschaftsnutzung in unterschiedlichen Räumen
die Geozonen als globales System begreifen und dabei die Allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und in Abhängigkeit davon die Verteilung von Klimazonen, Vegetationsgebieten und Landschaftsgürteln begründen
Geozonen als Ökosysteme mit labilem Gleichgewicht erkennen
natürliche Raumpotentiale von Staaten ermitteln und darstellen
Staaten nach ihrem ökologischen und sozialen Entwicklungsstand klassifizieren
das Begriffspaar „Entwicklung“ / „Unterentwicklung“ kritisch beleuchten
Raumpotential, Raumnutzungsmuster in der Landwirtschaft und der Industrie in den USA als Grundlage wirtschaftlicher und politischer Bedeutung verstehen
ökologische, ökonomische, soziale und politische Probleme Russlands als Folge des Transformationsprozesses begründen können
Raumpotential, Lagebeziehung und kulturräumliche Prägung als Grundlagen des wirtschaftlichen Aufstiegs Japans erkennen
die Europäische Union als heterogenen Wirtschaftsraum kennen und dessen Verflechtung aufzeigen
strukturverbessernde Maßnahmen zum Ausgleich regionaler Disparitäten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft kennen und beurteilen
die Notwendigkeit supranationaler Zusammenarbeit zur Lösung landschaftsökologischer Probleme in Europa einsehen
Möglichkeiten und Probleme europäischer Zusammenarbeit an einem Wirtschaftsbereich verstehen
die Komplexität physisch-geographischer und kulturgeographischer Ursachen des Entwicklungsrückstandes eines Landes aufzeigen und beurteilen
Entwicklungsstrategien und Maßnahmen zur Strukturverbesserung auf ihre Auswirkungen untersuchen und bewerten
Ruanda nach seinem Entwicklungsstand klassifizieren und das natürliche Raumpotential ermitteln.
das Entwicklungspotential, die politische Entwicklung und die derzeit verfolgten Entwicklungsstrategien beurteilen
Akteure der Entwicklungszusammenarbeit sowie deren Motive aufzeigen und kritisch beurteilen
Globalisierung, Weltprobleme und Politik im Zeitalter der Globalisierung
Dimensionen der Globalisierung kennen
Antriebskräfte analysieren und Auswirkungen der Globalisierung kritisch beleuchten
die Verteilung und die Entwicklung der Weltbevölkerung kennen
den weltweiten Prozess der Verstädterung und seine Ursachen erkennen
Grenzen der Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung erkennen
die Bevölkerungsentwicklung auf der Erde als globales Zukunftsproblem erfassen und beurteilen
Ursachen und Folgen regionaler und grenzüberschreitender Migrationsströme erkennen
Hauptgebiete von Produktion und Verbrauch von Nahrungsgütern kennen
die Ausweitung der Nahrungsmittelproduktion und deren Grenzen untersuchen
Prognosen zur Tragfähigkeit der Erde kennen und abwägen
die Begrenztheit der Ressource Wasser erfassen
Vorkommen, Förderung und Verbrauch wichtiger Energieträger einzelnen Wirtschaftsräumen zuordnen
Prognosen über die Entwicklung des Energiebedarfs bewerten
sich kritisch mit der deutschen Energiepolitik auseinandersetzen.
Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels kennen und Wechselbeziehungen mit der eigenen Lebensweise erörtern
Klimaszenarien kritisch reflektieren
Globale Maßnahmen zum Klimaschutz kennen und ihre Wirkungen abwägen
sich kritisch mit Chancen und Grenzen politischen Handelns im Zeitalter der Globalisierung auseinandersetzen
das Konzept der Global Governance kennen
Hindernisse für eine Global Governance kritisch reflektieren
Grenzen der weltweiten Durchsetzung der Menschenrechte kennen
Herausforderungen für Sicherheitspolitik im Zeitalter Globalisierung erfassen.
die Millenniumsziele als umfassenden Versuch der Lösung globaler Probleme erfassen.
Antisemitismus
sich die Situation der Juden in Deutschland bewusst machen
erkennen, dass sich im mittelalterlichen Antijudaismus vielfältige Motive und Vorurteile verbanden
die Geschichte der Judenemanzipation in Deutschland kennen
erkennen, dass die rechtliche Emanzipation die soziale und politische Diskriminierung nicht beseitigte, aber die Assimilation der Juden begünstigte
wissen, dass sich nach 1871 ein aggressiver Antisemitismus entwickelte, der eine Verbindung von "klassischem" Antijudaismus, konservativem Nationalismus und Rassismus darstellt
Einsicht gewinnen in Ursachen und Funktionen des Antisemitismus
erkennen, dass der Antisemitismus im Judentum eine Bedrohung der Nation sehen wollte und deshalb die Rücknahme der Emanzipation und die Ausgrenzung der Juden forderte
wissen, dass die Juden mit verstärktem Selbstbewusstsein und betontem Bekenntnis zu Deutschland auf den Antisemitismus reagierten
erkennen, dass der deutsche Antisemitismus nach dem 1. Weltkrieg das Judentum für die Niederlage, die Revolution, die "ungeliebte" Republik und die Demokratie verantwortlich machte
erkennen, dass Hitler einen universalen Antisemitismus zum Kern seiner Ideologie machte, indem er den Rassenkampf zwischen Ariern und Juden um die Weltherrschaft als seine Aufgabe ansah
wissen, dass deshalb der Antisemitismus nur in Deutschland zur Massenvernichtung des europäischen Judentums führte
die Methoden und Etappen der Judenverfolgung und Judenvernichtung im Dritten Reich kennen
Ursachen für die oft passive oder gleichgültige Haltung der deutschen Bevölkerung gegenüber dem Schicksal ihrer jüdischen Mitbürgern diskutieren
erkennen, dass der Holocaust zum zentralen Motiv der Juden für die Gründung des Staates Israel wird
begreifen, dass mit der Staatsgründung Israels eine neue Dimension antijüdischer Politik entstand, die zu heftigen Auseinandersetzungen mit den arabischen Nachbarn führte
Ursachen suchen für die Kontinuität eines latenten Antisemitismus und als Problem diskutieren
Deutschland und Polen im Wandel der Beziehungen
Arten von Grenzen kennenlernen und die Grenzgestaltung als Indikator für die Beziehungen zweier Völker ansehen
sich einen Überblick verschaffen über die wichtigsten Daten der deutschpolnischen Geschichte
wissen, dass das deutschpolnische Verhältnis bis zum 18. Jh. als überwiegend unbelastet bezeichnet werden kann
Ostsiedlung und Deutschen Orden in ihrer kontroversen Beurteilung durch die beiden Völker verstehen
in dem Kampf der Polen für einen eigenen Staat die Herausbildung des modernen polnischen Volkes erkennen
das Verhältnis von Deutschen und Polen im 19. Jh. an Hand von Beispielen kennen und problematisieren
die Schwierigkeiten und Probleme im deutschpolnischen Verhältnis nach dem 1. Weltkrieg kennen
die Auswirkungen der NS-Herrschaft auf Polen und Deutschland erkennen und bewerten
die Versuche kennen, nach 1945 zu einer Normalisierung der deutsch-polnischen Beziehung zu gelangen
Europaidee
die verschiedenen Dimensionen des Europabegriffs kennen und ihre Bedeutung heute erörtern
erkennen, dass das Bewusstsein von der Einheit Europas seit der Antike von Bedeutung ist
an ausgewählten Beispielen Einsicht gewinnen in Gemeinsamkeiten europäischer Lebens- und Denkweisen
die Bedeutung der Europaidee als Gegengewicht zum Nationalismus und seinen Auswüchsen seit dem 19. Jh. erfassen
Motive kennen für das Bestreben nach einer Einigung Europas im 20. Jh.
die Bedeutung dieses Europagedankens in der historischen Situation nach 1945 kennen und erörtern
den Prozess der europäischen Integration kennen und Chancen und Risiken des heutigen Entwicklungsstandes der EU diskutieren
Einsicht gewinnen in die Bedingungen, Formen und Folgen der Europäisierung der Welt seit dem Zeitalter der Entdeckungen
Die Frau in Familie und Gesellschaft
verschiedene Frauenbilder und Rollen der Frau in Staat und Gesellschaft kennen lernen
die Rollenerwartung/-zuweisung für die Frauen in: • der bürgerlichen Familie • der bäuerlichen Familie • der Arbeiterfamilie
Ziele, Forderungen und Aktivitäten bürgerlicher und proletarischer Frauenbewegungen kennen
den Wandel der Frauenrolle auch als soziokulturellen Bruch gegenüber dem Jahrhundert erkennen
wissen, dass Innovationen und Rationalisierung in Wirtschaft und Technik neue Frauenberufe schaffen
erkennen, dass der Nationalsozialismus die Frauen funktionalisierte
erkennen, dass Frauen Opfer, aber auch Täterinnen im Nationalsozialismus waren
die neue Rolle der Frauen in der Nachkriegszeit kennen
Kontinuität und Wandel der Frauenrolle in Deutschland seit den 50er Jahren erkennen
Stand und Perspektiven der Geschlechterbeziehungen diskutieren
Faschismus in Europa
die ungebrochene Aktualität der Aufarbeitung des Faschismus und die ihr immanente Problematik erkennen
den Vergleich als wissenschaftliche Methode in der Geschichtswissenschaft kennen und problematisieren lernen
Einblick in die Diskussion um den Faschismusbegriff gewinnen
Entstehungsmerkmale des Faschismus in Italien und Deutschland erarbeiten
den Aufstieg der faschistischen Ideologie bis zur Machtübernahme Italien und Deutschland in den spezifischen Gemeinsamkeiten und Unterschieden kennen
Faschismus als Phänomen des 20. Jh. in Europa beschreiben können
Gemeinsamkeiten und Unterschiede der europäischen Faschismen erkennen und bewerten
den Fortbestand faschistischer Ideologien Europa als eine ständige Bedrohung demokratischer Grundwerte erkennen
Friedenssicherung und Weltfriedensordnung
erkennen, dass der Friedensbegriff einen beträchtlichen Bedeutungswandel erfahren hat
wichtige Stationen im historischen Wandel der Vorstellung von Frieden kennen
erkennen, dass Frieden als Zustand auch heute unterschiedlich tief und breit definiert wird
historische und moderne Konzepte der Friedenssicherung und die damit verbundene Problematik kennen und erörtern
aktuelle Maßnahmen zur Friedenssicherung analysieren und beurteilen
Möglichkeiten einer umfassenden und dauerhaften Sicherheits- und Friedenspolitik (Weltfriedensordnung) erörtern
Historikerstreit
wissen, worum es im Historikerstreit seit 1986 geht
einsehen, dass es bei diesem Streit der Historiker und Philosophen auch um einen politischen Streit um unser Selbstverständnis geht
untersuchen, warum der Streit gerade in den letzten Jahren in vielfältiger Weise aufgebrochen ist und weiter schwelt
erkennen, dass hinter den verschiedenen Positionen auch Geschichtsbilder deutlich werden
sich auseinander setzen mit sinnstiftenden Formulierungen unserer Identität
reflektieren über Gesinnungsethik und Verantwortungsethik
erkennen, dass der Streit wissenschaftlich wohl nicht zu entscheiden, aber diskussionswürdig ist, weil er wichtige Fragen aufdeckt
Julikrise und Kriegsschuldfrage
wissen, dass die Rolle der deutschen Außenpolitik beim Ausbruch des Ersten Weltkrieges kontrovers diskutiert wird
die verschiedenen Diskussionsebenen und Aspekte der so genannten "Kriegsschuldfrage" erkennen und analysieren
Einblick in die verschiedenen Perspektiven und Tendenzen historischer Forschung erhalten und sich kritisch damit auseinander setzen
Einblick erhalten in die Problematik historischer Urteile ex post und moralischer Begrifflichkeiten
KSZE-Prozess
die Entstehung und Entwicklung des KSZE-Prozesses vor dem Hintergrund der internationalen Beziehungen und der Deutschen Frage im Ost-West-Gegensatz kennen
die besondere Rolle Deutschlands als Teil beider Blöcke und die Bedeutung der Deutschen Frage im Rahmen der internationalen Beziehungen erkennen
die Schlussakte von Helsinki in ihren Grundsätzen kennen
die politische Bedeutung und Auswirkung der Schlussakte von Helsinki und des gesamten KSZE-Prozesses für die Aufhiebung des Ost-West-Gegensatzes und die Überwindung der Teilung Europas begreifen
die Bedeutung des KSZE-Prozesses für die Abrüstungs- und Entspannungspolitik in Europa erkennen
die Rolle des KSZE-Prozesses für die gegenwärtige Situation in Europa erörtern und Perspektiven für die Zukunft diskutieren
Krisenherd Balkan – Das Ende Jugoslawiens
wichtige historische Grundstrukturen des Balkanraums kennen
wissen, warum der Balkan seit dem 19. Jh. zum "Pulverfass Europas" wird
die Problematik der Übertragung des westl. demokratischen Nationalstaatsdenkens und des Selbstbestimmungsrechts auf den Balkanraum erkennen
Grundzüge der Geschichte Jugoslawiens seit 1918 kennen
erkennen, dass mit dem Tode Titos und dem Zusammenbruch des Kommunismus Jugoslawien in eine umfassende Krise gerät, die zum Zerfall des Gesamtstaates führt
Einsicht gewinnen in die Mentalität, Ziele und Ideologie des serbischen Nationalismus
erkennen, dass Eroberungskrieg, Verbrechen und Menschenrechtsverletzungen bewusst zur Durchsetzung imperialer Ziele eingesetzt werden
Möglichkeiten, Problematik und bisheriges Versagen internationaler Friedensbemühungen erörtern
Menschenbilder der Gesellschaftstheorien des 19. Jahrhunderts
wissen, dass die Gesellschaftstheorien des 19. Jh. auf den Ideen der Aufklärung und den politischen Erfahrungen der Französischen Revolution beruhen
erkennen, dass sie auf unterschiedlichen Menschen- und Geschichtsbildern beruhen und die Interessen verschiedener Gesellschaftsgruppen widerspiegeln
erkennen, dass sie bis heute politisches Denken und Handeln beeinflussen
erkennen, dass der Liberalismus von einem positiven Menschenbild und einem optimistischen Geschichtsbild ausgeht
die Auswirkungen des liberalen Menschen- und Geschichtsbildes auf das Verständnis von Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erkennen
wissen, dass in der ersten Hälfte des 19. Jh. Nationalismus und Liberalismus eng verbunden waren
wissen, dass sich im 19. Jh. der politische Liberalismus in Deutschland im Gegensatz zu den westlichen Ländern nicht durchsetzen konnte
erkennen, dass der Konservatismus als Gegen- und Abwehrposition zu Revolution und Aufklärung zu verstehen ist
erkennen, dass der Konservatismus zu einem skeptischen Menschenbild und pessimistischen Geschichtsbild neigt, die vom Gefühl der Bedrohung und Gefährdung überzeitlicher Werte durch die Moderne geprägt sind
erkennen, dass der Konservatismus daher vergangenheitsorientiert ist und politische Werte vertritt, die Dauer, Stabilität, Ordnung und Sicherheit gewährleisten
wissen, dass der pragmatische Konservatismus Bismarcks die Reichsgründung 1870/71 ermöglicht hat und die Politik des Kaiserreichs bestimmte
erkennen, dass der Sozialismus auf einem positiven Menschenbild beruht und eine revolutionäre Umgestaltung der Gesellschaft im Interesse der Unterprivilegierten anstrebt
erkennen, dass der Sozialismus in den sozioökonomischen Verhältnissen die Ursache von Ungleichheit und Unterdrückung sieht
wissen, dass der Marxismus sich als materialistische Weltanschauung mit wissenschaftlichem Geltungsanspruch versteht
erkennen, dass der Marxismus ein eschatologisches Geschichtsbild hat, dessen Bewegungsgesetz der Klassenkampf ist und das über die Weltrevolution in einem paradiesischen Endzustand mündet
wissen, dass der von Lenin weiterentwickelte Marxismus erstmals in der russischen Oktoberrevolution 1917 in die Praxis umgesetzt wurde
Personen und Geschichte: Bismarck
Biografie und geschichtliche Bedeutung einer historischen Persönlichkeit kennen
fähig sein, die wesentlichen historischen Strukturen zu bestimmen, die das Handeln einer bestimmten Person in der Geschichte beeinflussen
erkennen, dass die strukturellen Gegebenheiten das geschichtliche Handeln beeinflussen, dass aber andererseits Entscheidungen von Persönlichkeiten die bestehenden Strukturen verändern und neue Strukturen begründen können
Bedingtheit und Bedeutung historischer Gestalten als Gegenstand wissenschaftlicher Kontroverse kennen
Urteile über eine Person auf ihre methodischen und ideologischen Prämissen hin überprüfen können
Einsicht gewinnen in die Gefahren einseitiger personalisierender bzw. einseitiger strukturgeschichtlicher Betrachtungsweise historischer Phänomene
fähig sein, dieses Spannungsverhältnis von Person und Struktur an einem weiteren historischen Beispiel zu erarbeiten und zu einem selbstständigen Urteil zu gelangen
Revolution und Reform
Das Phänomen Revolution in seinen vielfältigen Ausprägungen kennen lernen
wissen, dass Wort und Begriff der modernen Revolution nicht eindeutig definierbar sind und mehrdeutig verwendet und gewertet werden
Wesensinhalte des Begriffs Revolution erkennen
wissen, dass das Wort Reform legale Veränderung "von oben" bezeichnet
erkennen, dass wissenschaftliche Typologien und Modelle zur Klärung komplexen Zusammenhänge beitragen, und vergleichende Anwendungen auf andere Revolutionen ermöglichen
Möglichkeiten und Grenzen der Arbeit mit Modellen im Problem der Komplexität und im Modell als Hilfsmittel erkennen
erkennen, dass es vielfältige und diametral entgegengesetzte Wertungen/Interpretationen der Französischen Revolution gibt
erörtern, ob Napoleon der Totengräber oder der Vollender der Revolution von 1789 ist
diskutieren, inwieweit bei Revolutionen zwischen kurzfristigen Umwälzungen und langfristigen Veränderungen unterschieden werden muss
Staat und Kirche
das grundsätzliche Verhältnis von Kirche und Staat erörtern
anhand von historischen Beispielen der Auseinandersetzung von Staat und Kirche (von Thron und Altar) für das jeweils Besondere des Verhältnisses der beiden Bereiche zueinander sensibilisiert werden
untersuchen, inwieweit christliche Kirchen und Staat getrennt sind
die Rolle der Kirche im demokratischen und totalitären System vergleichen
darüber diskutieren, ob Staat und Kirche gemeinsam oder getrennt organisiert werden sollen
Technik und Umwelt
erkennen, dass es zum Wesen des Menschen gehört, seine Umwelt zu gestalten
wissen, dass durch technischen Fortschritt immer wieder revolutionäre Veränderungen eingetreten sind
erkennen, dass technische Innovationen von politischen, gesellschaftlichen, kulturellen, wirtschaftlichen und wissenschaftlichen Bedingungen abhängen
wissen, dass die Technik auf Natur, Umwelt, Politik und Gesellschaft gravierende Auswirkungen haben kann
erkennen, dass sowohl technischer Standard als auch Technikfolgen nur schwer zurücknehmbar sind
die Ambivalenz technischer Innovation untersuchen und diskutieren
um den Einfluss vorhandener technischer Entwicklungsstandards auf die Politik wissen
technische Innovationen und Auswirkungen auf den eigenen Lebensraum erkennen und beurteilen
Einsicht gewinnen, dass ein Ausgleich zwischen notwendigem Fortschritt und Bewahrung der Schöpfung gefunden werden muss
Verfassungsentwicklung und Demokratiebewegung in Deutschland im 19. Jahrhundert
durch den Vergleich der Staatsgrundlagen von 1800 und 1918 die Bedeutung einer Verfassung für die Staatsorganisation und für die Bürger erkennen
die Ideenwelt des Liberalismus als des ursprünglichen Trägers der Verfassungsund Demokratiebewegung kennen
den Gegensatz zwischen monarchischem Prinzip und Volkssouveränität als konstitutiv für die Verfassungsentwicklung im 19. Jh. erkennen
an einem Aspekt die Verfassungsentwicklung verfolgen und sie als Ausdruck von Machtveränderungen begreifen
Aktionsformen der Demokraten und staatliche Gegenaktionen kennen
die 48er Revolution als Höhepunkt der Verfassungsund Demokratieentwicklung sowie Ausgangspunkt der demokratischen Tradition in Deutschland einordnen
in der Selbstdarstellung des preußisch-konservativen Staates nach 1848 ein Hindernis für die bürgerliche Demokratiebewegung sehen
Entstehung und Entwicklung von Parteien kennen und ihre Rolle für die demokratische Entwicklung in Deutschland bestimmen
über Chancen, Hindernisse und Hemmnisse einer demokratischen Weiterentwicklung im deutschen Kaiserreich informiert sein
den Prozesscharakter von Verfassungen in der Kritik am Grundgesetz erkennen
Periodisierung: Beispiel Altertum – Mittelalter
am Beispiel des Übergangs von der Antike zur Neuzeit erkennen, dass die Geschichtswissenschaft Epochenübergänge kontrovers diskutiert
erkennen, dass die unterschiedlichen Epochendaten sich erklären durch unterschiedliche kategoriale Zugriffe und Perspektiven
erkennen, dass Epochenübergänge einer tektonischen Verschiebung ähneln (eine Erdplatte schiebt sich langsam, von Erruptionen begleitet, über eine andere)
traditionell/humanistische Betrachtung Einteilung in Antike - Mittelalter - Neuzeit kritisch überprüfen können
andere Periodisierungsmöglichkeiten kennen und diskutieren
China: Macht der Zukunft?
China in seiner historischen Tiefendimension
Rollenfindung und -veränderung in der multipolaren Welt
Sozialer Wandel einer komplexen Gesellschaft
Spannungsfeld Macht und Menschenrechte
Ökonomisch-ökologische Dimension
Historische Analogien und ihre Folgen
Feindbilder und Bedrohungsängste
Jahrgangsstufe 11: Gesellschaft – Strukturen und Wandel
an einem Fallbeispiel kategoriale politische Analyse und Urteilsbildung einüben indem sie
das politische Problem als eine politische Aufgabe beschreiben und erschließen
Standpunkte (Meinungen, Aussagen) zum Problem kennen und analysieren
Regelungsvorschläge auf ihre sachliche Eignung und Durchsetzbarkeit hin untersuchen und beurteilen
eine eigene begründete politische Urteilsbildung versuchen
verstehen, dass angestrebte politische Lösungen im Ziel und in der Durchsetzung an grundlegenden Werten orientiert sein müssen
erkennen, dass der Urteilsbildung gründliche Information und Auseinandersetzung mit Sachverhalten und Positionen vorausgehen muss
einen Einblick in soziale Merkmale und Strukturen sowie in Faktoren sozialer Ungleichheit gewinnen
Versuche, unsere Gesellschaft zu charakterisieren, vergleichen und beurteilen
an Beispielen Einblick gewinnen in sozialwissenschaftliche Modellbildung
Probleme sozialwissenschaftlicher Modellbildung erkennen und erörtern
prüfen und beurteilen, inwieweit sozialwissenschaftliche Modelle Ansatz und Richtschnur für (Gesellschafts-)Politik sein wollen bzw. können
die Notwendigkeit und Problematik eines Wertewandels erörtern, verstehen und reflektieren
die gesellschaftspolitische und politische Bedeutung von Werten in einer pluralistischen Gesellschaft erkennen und verstehen
einen Einblick gewinnen in Rolle, Stellung und Selbstverständnis der Frau in Familie, Beruf, Gesellschaft und Politik
Forderungen und Vorschläge zur wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und politischen Förderung des Wandels erörtern und reflektieren
Gesellschaft im Wandel
Probleme bei der Gestaltung des Zusammenlebens von Deutschen mit zugewanderten Minderheiten erörtern
Chancen und Risiken von Konzepten anhand der Kriterien des "Notwendigen", "Machbaren" und "Wünschenswerten" beurteilen
Situation und Selbstverständnis von Jugendlichen untersuchen
an einem Beispiel Werteverständnis und Wertewandel bei Jugendlichen analysieren und erörtern
erkennen, dass der Tendenz zur "Zwei-Drittel-Gesellschaft" aus dem Sozialstaatsgebot des Grundgesetzes (auch) politisch zu begegnen ist
Jahrgangsstufe 11: Wirtschaft
Grundbegriffe und einfache Zusammenhänge des Wirtschaftens und der Wirtschaftsordnung kennen
wesentliche Merkmale des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft erklären können und Einblick gewinnen in die Grundzüge der Wirtschaftsordnung
ausgehend von der aktuellen wirtschaftlichen Situation konjunktur- und strukturpolitische Probleme erkennen
Situation und Lösungsvorschläge für den Wirtschaftsstandort Deutschland analysieren, erörtern und bewerten
einen Einblick gewinnen in Möglichkeiten und Grenzen staatlicher Konjunkturpolitik
Vorschläge zur Sicherung von Wirtschaftskraft und Beschäftigung untersuchen und erörtern
an einem Beispiel Möglichkeiten und Grenzen von Strukturpolititk als regional und sektoral wirkendes Mittel erkennen
einen Überblick über Standortfaktoren gewinnen und das ausgewählte Beispiel einordnen
Strukturpolitik nach den Kriterien Aufwand/Nutzen und Nachhaltigkeit (Umweltverträglichkeit/Zukunftsfähigkeit) beurteilen ( TT 6 bzw. 7)
die Ursachen der Finanz- und Wirtschaftskrise verstehen
Wege aus der Krise beurteilen
beurteilen, inwiefern Lehren aus der Finanz- und Wirtschaftskrise gezogen wurden
unterschiedliche wirtschaftliche Integrationsmodelle kennen und die Auswirkungen auf Verbraucher, Arbeitnehmer und Unternehemer erörtern
die Entwicklung und das zunehmende Beziehungsgeflecht der Faktoren der Weltwirtschaft kennen
Ursachen und Folgen der Globalisierung kennen
beurteilen, welche Auswirkungen die Globalisierung auf den Wirtschaftsstandort Deutschland hat
das Spannungsverhältnis von Ökonomie und Ökologie aus der unterschiedlichen Interessenlage beider Bereiche nach Maßgabe des "Notwendigen" und "Wünschenswerten" entwickeln und beurteilen
Probleme beim Umbau zu einer ökologischen Industriegesellschaft erkennen sowie Möglichkeiten und Grenzen von Umweltpolititk zur Vermeidung und Beseitigung von Umweltschäden erörtern
die Zukunftschancen einer ökologisch ausgericheten Wirtschaftspolitik erörtern
den Betrieb als Stätte der Produktion und Kooperation kennen lernen und Problemfelder, insbesondere Umweltfragen, erörtern
Demokratie als Zumutung und Herausforderung
aus den Medien ein Bild der aktuellen Situation des demokratischen Systems erstellen
erfassen, dass die Identifikation mit dem politischen System (Akzeptanz des politischen Systems) auch davon abhängig ist, in welcher Weise es Problemlösungskompetenz unter Beweis stellt
erkennen, dass die Demokratie auf die Handlungs- und Verantwortungsbereitschaft der Bürger angewiesen ist, und Möglichkeiten des eigenen Engagements reflektieren
am Beispiel unterschiedliche Vorstellungen von Politik reflektieren
Grundtypen politischen Denkens in der abendländischen Politiktradition kennen, erörtern und im Vergleich bewerten Mögliche Gesichtspunkte/Maßstäbe: Menschenbild Reichweite und Aufgabe von Politik Verhältnis von Zielen und Mitteln in der Politik
Der politische Prozess im Regierungssystem der Bundesrepublik Deutschland
den politischen Willensbildungs- und institutionalisierten Entscheidungsprozess analysieren und dabei
die politischen Kompetenzen der Staatsorgane beschreiben
die Wirksamkeit formeller und informeller Einflussmöglichkeiten Beteiligter untersuchen
verfassungsrechtliche Grundlagen, Hilfsmittel und Strategien der Ausübung politischer Herrschaft (politischen Führens) kennen
Möglichkeiten und Grenzen rechtlicher Überprüfung politischer Entscheidungen durch das Bundesverfassungsgericht diskutieren
die soziale Zusammensetzung, die Binnenstruktur und Arbeitsweise des Parlaments (Bundestag oder Landtag) beschreiben
einen Einblick in parlamentarische Kontrollrechte gewinnen und deren Einsatz und Wirksamkeit untersuchen
die Ausgestaltung des Prinzips der Gewaltenteilung als System wechselseitiger Kontrolle und Einflussnahme ("checks and balances") kennen und diskutieren
Selbstverständnis, Rolle und Funktion der Opposition beschreiben
die verfassungsrechtliche Stellung und die politische Funktion der Parteien kennen
den Zusammenhang von Integration und Partizipation erörtern und verstehen
die Herrschaftsbestellung durch Wahlen erklären und sie mit anderen Legitimationstypen politischer Herrschaft vergleichen
demokratische Wahlen als Weg beschreiben, Volkssouveränität auszuüben
Phasen des Wahlkampfs und Methoden der Wahlkampfführung kennen und bewerten
unterschiedliche Wahlsysteme kennen und deren Auswirkungen auf die Parlamentszusammensetzung erörtern
Einblick in den Vorgang der Kandidatenaufstellung gewinnen
Politisches Entscheiden auf verschiedenen Ebenen
verschiedene Ebenen politischer Entscheidung und deren Zuständigkeit und Handlungsmöglichkeiten kennen und; die Möglichkeiten des politischen Beteiligung auf verschiedenen Handlungsebenen vergleichend untersuchen
den Entscheidungsprozess in der EU beschreiben ( 13, TT 3)
Probleme erkennen, die sich aus der europäischen Einigung für die nationalen Parlamente ergeben
Demokratisches Selbstverständnis
Konzepte der abendländischen Denktradition zur politischen Ordnung kennen,
sie als jeweils zeitbezogene Antworten verstehen
untersuchen, inwieweit sie auf Recht Freiheit inneren Frieden abzielten
das Demokratieverständnis der Bundesrepublik erarbeiten: demokratischer und sozialer Rechts- und Bundesstaat und pluralistische und parlamentarische Demokratie
einen Überblick gewinnen über die geistes- und sozialgeschichtliche Herkunft von Prinzipien und Gestaltungselementen politischer Ordnung, die als "regulative Ideen" die Verfassung der Bundesrepublik maßgeblich beeinflusst haben
die zeitgemäße Ausgestaltung "regulativer Ideen" als fortwährende Aufgabe von Politik erfassen
Einblick gewinnen in Politikerfahrungen aus 60 Jahren Bundesrepublik
dabei Schwerpunkte der Demokratiediskussion untersuchen
an Beispielen Einblicke in das jeweilige Lebensgefühl der Menschen gewinnen
die gegenwärtige Diskussion um die Demokratie in der Bundesrepublik kennen
Grundzüge des politischen Systems Russlands kennen und Unterschiede zum deutschen System erschließen
kritisch zwischen der Verfassung und der Verfassungswirklichkeit unterscheiden
Einsichten in die Funktionslogik des Systems gewinnen
Politische Systeme im Vergleich
Grundzüge des politischen Systems der USA kennen und Unterschiede zum deutschen System erschließen
Einsichten in die Funktionslogik des Systems gewinnen
Demokratie als Herausforderung und Zumutung
die sich aus der Vereinigung Deutschlands ergebenden Probleme kennen und erörtern
erkennen, dass gesellschaftlicher und politischer Wandel neue Anforderungen an das demokratische System stellen und die Demokratie sich weiterentwickeln muss
Merkmale ideologischen Denkens und Funktionen ideologischer Elemente kennen, unterscheiden und in der aktuellen politischen Auseinandersetzung nachweisen
wissen, dass die politische Kultur von den jeweiligen Wertemustern einer Gesellschaft abhängt
die Notwendigkeit der Ausbildung demokratischer Tugenden erkennen
Internationale Beziehungen / Frieden und Sicherheit
internationale Politik beschreiben und dabei Leitfragen (Kategorien) zur Analyse internationaler Politik kennen lernen und anwenden
erkennen, dass für die ”Neue Weltordnung” eine ganz unterschiedliche Struktur internationaler Konflikte kennzeichnend ist
die mit dem Wandel verbundenen Risiken und Herausforderungen für die Weltgesellschaft beschreiben
die Strukturen der Staatenwelt und die Deutungsmuster der internationalen Politik ansatzweise verstehen
das internationale System als eine „Weltübergangsgesellschaft“ deuten, die durch widersprüchliche Entwicklungstendenzen gekennzeichnet ist
die Komplexität der heutigen Sicherheitssituation analytisch erfassen und dabei erkennen, dass sich „neu“ genannte Erscheinungsformen des Krieges gebildet haben, die zumeist im Zusammenhang mit Prozessen des Staatszerfalls stehen
ihr Bewusstsein von den Chancen und Möglichkeiten, aber auch von den Hindernissen und Grenzen internationaler Bemühungen um die Schaffung einer friedlicheren Welt schärfen und Entwicklungstendenzen und
Handlungsoptionen in der Politik der wichtigsten internationalen Akteure der Sicherheitspolitik kennen lernen
erkennen, dass komplexe Bedrohungssituationen die Entwicklung sicherheitspolitischer Leitbilder erfordern, die weit über die Gewährleistung militärischer Sicherheit hinausgehen.
Bedingungen, Ziele und Mittel der deutschen Außenpolitik erkennen und reflektieren
sich mit den Hintergründen, Dimensionen und Zielen des Umbauprozesses der Bundeswehr auseinandersetzen
Europa: Sicherung von Frieden, Sicherheit und Wohlstand
sich Europa als Handlungsfeld der Politik vieldimensional erschließen
erkennen, dass Einschätzungen zur Größe und Tiefe des Demokratiedefizits davon abhängen, welche demokratietheoretischen Annahmen vertreten werden
Perspektiven, Möglichkeiten und Risiken ausgewählter Problembereiche und Reformansätze diskutieren und beurteilen
unterschiedliche Szenarien für die Zukunft Europas entwickeln und deren mögliche Folgen ansatzweise ermessen und im Hinblick auf Wünschbarkeit und Wahrscheinlichkeit des Eintreffens diskutieren
Sensibilisiert werden für globale Disparitäten und unterschiedliche Begründungszusammenhänge zur Erklärung unterschiedlicher Teilthemenaspekte kennen
Bedingungen und Motive der Entwicklungspolitik kennen und dabei deren wirtschaftliche, politische und ethische Dimension diskutieren und mit Hilfe der Kategorien Frieden Menschenwürde politische Verantwortung soziale Gerechtigkeit globale Verteilungs- und Nutzungsgerechtigkeit ökologische Verantwortung
Weltprobleme und eigene Handlungsmöglichkeiten
Armut und Reichtum in der Welt wahrnehmen und die Grundprobleme des Nord-Süd-Konflikts (Ursachen, Erscheinungsformen, Auswirkungen) erkennen
Mechanismen des Weltwirtschaftssystems und deren Konsequenzen für Wirtschaft und Gesellschaft der Entwicklungsländer erkennen und bewerten
Möglichkeiten für Staaten der Dritten Welt kennen und beurteilen, politische Strukturen der internationalen Politik zu nutzen, um eigenständige Entwicklungen einzuleiten
langfristige weltweite Entwicklungstendenzen und Risiken kennen und eigene Handlungsmöglichkeiten diskutieren
unterschiedliche Ausgangsbedingungen und Interessen einzelner klimapolitischer Akteure kennen und ein Bewusstsein von der Komplexität internationaler Klimaverhandlungen entwickeln
in einem Zukunftsszenario das „Global-Governance-Projekt“ aus verschiedenen Perspektiven (Szenarien) in den Blick nehmen und eine eigene Stellungnahme entwickeln
Einblick in Ursachen und Auswirkungen der globalen ökologischen Bedrohung gewinnen und deren Wechselbeziehungen mit der eigenen Lebensweise erörtern
Grenzen und Möglichkeiten staatlichen und überstaatlichen Handelns im "Raumschiff Erde" erkennen und beurteilen
individuelle und gesellschaftliche Handlungsmöglichkeiten für Bürgerinnen und Bürger der Industrieländer kennen und bewerten
Landschaftsökologie
die Landschaft als Beziehungsgeflecht von Geofaktoren erkennen und dabei; ihre Genese aus dem Zusammenwirken endogener und exogener Kräfte,
das Regionalklima in seiner Abhängigkeit von der geographischen Lage und dem Relief
den Wasserhaushalt, die Böden und die (potentielle natürliche) Vegetation in ihrem Zusammenwirken mit Relief und Klima erklären
naturräumliche Einheiten als Verflechtung von Geofaktoren aufzeigen und abgrenzen
andere Landschaftstypen der vorher behandelten Landschaft gegenüberstellen und dabei das jeweils spezifische Zusammenwirken der Geofaktoren erläutern und vergleichen
die Geozonen als globales System begreifen und dabei die Allgemeine Zirkulation der Atmosphäre und in Abhängigkeit davon die Verteilung von Klimazonen, Vegetationsgebieten und Landschaftsgürteln begründen
Geozonen als Ökosysteme mit labilem Gleichgewicht erkennen
Themen aus der Agrargeographie
die Abhängigkeit der landwirtschaftlichen Produktion von naturräumlichen Gegebenheiten erkennen
Möglichkeiten der Überschreitung natürlicher Nutzungsgrenzen kennen und beurteilen
die Sonderstellung der Land- und Forstwirtschaft in politischer, wirtschaftlicher und sozialer Hinsicht aufzeigen und dabei deren Auswirkungen auf Ökologie und Landschaftspflege einsehen
Strukturänderungen und Modernisierung in der Landnutzung erkennen und beurteilen; deren Möglichkeiten, Auswirkungen und Grenzen erklären
sozioökonomische Organisationsformen landwirtschaftlicher Produktion kennen und ländliche Siedlungsformen untersuchen
physiognomische Veränderungen feststellen und auf geänderte Nutzungsentscheidungen zurückführen
Auswirkungen auf Besitz- und Betriebsstrukturen verstehen und politische, ökonomische und gesellschaftliche Rahmenbedingungen erkennen
landwirtschaftliche Betriebe auf natürliche Grundlagen, Produktionsweisen (auch in ökologischer Hinsicht), Betriebsstruktur und Vermarktung untersuchen
Themen aus der Industriegeographie
Grundbegriffe und einfache Zusammenhänge des Wirtschaftens und der Wirtschaftsordnung kennen
wesentliche Merkmale des Konzepts der sozialen Marktwirtschaft erklären können und Einblick gewinnen in die Grundzüge der Wirtschaftsordnung
Wandel in der Bewertung räumlicher Gegebenheiten durch sich ändernde technische, soziale und politische Voraussetzungen kennen und beurteilen
wirtschaftsräumliche und sozialräumliche Auswirkungen von Industrie erkennen
einen Industriebetrieb oder ein Gewerbegebiet untersuchen
Entstehung, Entfaltung, Krise und Strukturwandel alter Industrieregionen, erläutern, Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Entwicklung aufzeigen
Gründe der Entstehung neuer Industrieregionen und deren derzeitigen Entwicklungsstand erkennen
an einem Beispiel Möglichkeiten und Grenzen von Strukturpolitik als regional und sektoral wirkendes Mittel erkennen
Strukturpolitik nach den Kriterien Aufwand/Nutzen und Nachhaltigkeit (Umweltverträglichkeit/Zukunftsfähigkeit) beurteilen
die zunehmende Bedeutung von Dienstleistungen für die Funktionsfähigkeit von Wirtschaftsräumen erkennen, ihre Notwendigkeit für deren Funktionsfähigkeit einsehen, die Auswirkungen von Funktionskonzentrationen und Funktionsverknüpfungen (Regierung/ Verwaltung, Geld- und Versicherungswesen, Bildung/Kultur/ Wissenschaft, Handel und Verkehr) auf Landschaft, Physiognomie der Siedlungen, Siedlungserweiterung (Zersiedlung), Umland (Ausweitung und Veränderung) analysieren und den Einzugsbereich sozialräumlich gliedern
die weltweit zunehmende Bedeutung und Verflechtung von Dienstleistungen verstehen
Vom tertiären Sektor geprägte Räume
Hauptverkehrslinien in Europa kennen und deren Bedeutung in einem wirtschaftsräumlichen Gefüge bewerten
verkehrspolitische Projekte im Hinblick auf ökonomischen Nutzen und ökologische Verträglichkeit untersuchen
erkennen, wie Entscheidungen über die Verwirklichung raumplanerischer Projekte und Maßnahmen in einem demokratisch verfassten System getroffen werden
verschiedene Ebenen politischer Entscheidung und deren Zuständigkeit und Handlungsmöglichkeiten kennen
die Möglichkeiten der politischen Beteiligung auf verschiedenen Handlungsebenen vergleichend untersuchen
verkehrspolitische oder energiewirtschaftliche Projekte auf ökonomischen Nutzen, ökologische Verträglichkeit und politische Durchsetzbarkeit hin untersuchen
den geographischen Stadtbegriff kennen, Städte von nicht-städtischen Siedlungen unterscheiden
kulturräumlich und gesellschaftlich-politische Einflüsse auf Grundriss und Physiognomie von Städten erkennen
am Beispiel des Schulortes oder einer benachbarten Stadt - das heutige Stadtbild aus seiner Genese deuten
Stadt und Verstädterung / Planungsräume
an einer europäischen Großstadt - physiognomische, funktionale, soziale, genetisch-historische und - ggf. - ethnische Differenzierung untersuchen
nach Möglichkeit an einer der vorher behandelten Städte - städtische Raumnutzungsmuster und die dazugehörige Planung analysieren und Probleme der gegenwärtigen Stadtentwicklung/Stadtstruktur erkennen
im Anschauungsraum - raumrelevante Wechselbeziehungen zwischen Stadt und Umland aufzeigen
den Wandel der Siedlungsstruktur im Stadtumland untersuchen
eine Raumanalyse als Grundlage für raumplanerische Entscheidungen durchführen
Planungskonzepte kennen und ihre Realisierung aufgrund der vorausgegangenen Raumanalyse beurteilen, dabei Flächennutzungskonkurrenz als Interessenkonflikt erfassen und die Notwendigkeit politischer Entscheidungen einsehen
Raumplanung auf nationaler Ebene kennen, räumliche Disparitäten in der Bundesrepublik Deutschland im Überblick erfassen und Gebietskategorien aufzeigen
Möglichkeiten und Probleme grenzüberschreitender Planung aufzeigen
Die Raumwirksamkeit politischer Strukturen und Prozesse
die natürlichen Raumpotentiale als Grundlage für politische und wirtschaftliche Macht untersuchen
Landwirtschaft und Industrie beschreiben und in ihren sozialen und ökologischen Auswirkungen bewerten
Bevölkerungsdynamik, Migrationen und ethnische Gliederung als Einflussfaktoren auf wirtschaftliche soziale und politische Entwicklungen verstehen
die natürlichen Potentiale und die Nutzung des Raumes kennen und deren ökologische Konsequenzen beurteilen
Auswirkungen der Auflösung der UdSSR auf die wirtschaftlichen Strukturen erkennen
Konfliktpotentiale in weiteren Bereichen untersuchen
Raumpotential, Lagebeziehungen und kulturräumliche Prägung als Grundlagen des wirtschaftlichen Aufstiegs Japans erkennen
Unterentwicklung/Entwicklungsrückstand als Ursachenkomplex verstehen und. die Interdependenz entwicklungshemmender Faktoren analysieren:
Formen der Raumnutzung durch Landwirtschaft, Industrie, Handel und Tourismus aufgrund des natürlichen Potentials und der historischen und gesellschaftlichen Einflüsse erläutern
Bevölkerungsstruktur und Auswirkungen des Bevölkerungsdrucks erklären
die Herausbildung eines regionalen Dualismus innerhalb eines Staates erkennen
Staaten nach ihrem ökonomischen und sozialen Entwicklungsstand klassifizieren und dabei sozioökonomische Disparitäten im internationalen Vergleich bewerten
die Erde nach internationalen Zusammenschlüssen und Interessensphären gliedern
die Interessenverknüpfungen und - konflikte zwischen Ländern unterschiedlicher Entwicklung als Folgen ungleicher Verteilung wirtschaftlicher Macht erkennen
die Notwendigkeit des Abbaus von Disparitäten im Interesse gemeinsamen Überlebens einsehen
die Europäische Union als heterogenen Wirtschaftsraum kennen und dessen Verflechtung aufzeigen
die Verflechtung der Europäischen Union in der Weltwirtschaft kennen und beurteilen
strukturverbessernde Maßnahmen zum Ausgleich regionaler Disparitäten innerhalb der Europäischen Gemeinschaft kennen und beurteilen
Globale Herausforderungen
Dimensionen der Globalisierung kennen
Antriebskräfte analysieren und Auswirkungen der Globalisierung kritisch beleuchten
die Verteilung und die Entwicklung der Weltbevölkerung kennen
den weltweiten Prozess der Verstädterung und seine Ursachen erkennen
Grenzen der Versorgung einer wachsenden Weltbevölkerung erkennen
die Bevölkerungsentwicklung auf der Erde als globales Zukunftsproblem erfassen und beurteilen
Ursachen regionaler und grenzüberschreitender Migrationsströme erkennen
Hauptgebiete von Produktion und Verbrauch von Nahrungsgütern kennen
die Ausweitung der Nahrungsmittelproduktion und deren Grenzen untersuchen
Prognosen zur Tragfähigkeit der Erde kennen und abwägen
die Begrenztheit der Ressource Wasser erfassen
Vorkommen, Förderung und Verbrauch wichtiger Energieträger einzelnen Wirtschaftsräumen zuordnen
Prognosen über die Entwicklung des Energiebedarfs bewerten
sich kritisch mit der deutschen Energiepolitik auseinandersetzen
Ursachen und Folgen des globalen Klimawandels kennen und Wechselbeziehungen mit der eigenen Lebensweise erörtern
Klimaszenarien kritisch reflektieren
Globale Maßnahmen zum Klimaschutz kennen und ihre Wirkungen abwägen
sich kritisch mit Chancen und Grenzen politischen Handelns im Zeitalter der Globalisierung auseinandersetzen
das Konzept der Global Governance kennen
Hindernisse für eine Global Governance kritisch reflektieren
Grenzen der weltweiten Durchsetzung der Menschenrechte kennen
Herausforderungen für die Sicherheitspolitik im Zeitalter der Globalisierung erfassen
die Millenniumsziele als umfassenden Versuch der Lösung globaler Probleme erfassen
Methodenziele
Fähigkeit, Informationen durch jeweils geeignete Erhebungsverfahren zu beschaffen
Fähigkeit, Informationen nach geographischen Kriterien auszuwerten und sachgemäß darzustellen
Fähigkeit, den Aussagewert von Quellen mit geographischer Thematik durch Benutzung anderen Informationsmaterials zu überprüfen
Fähigkeit, Felduntersuchungen, Erkundungen, Exkursionen, Erhebungen, Befragungen vorzubereiten bzw. durchzuführen
Fähigkeit, Material kritisch zu vergleichen und zu ordnen, geographische Sachverhalte in anschaulicher Form (durch Skizzen, Diagramme, Profile) darzustellen und Sachtexte (Ergebnisprotokolle, Exkursionsberichte, Referate, Facharbeiten) herzustellen.