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Intentionen
Geschichtlichkeit des Menschen und der eigenen Person wahrnehmen (geistige, kulturelle, soziale, religiöse, kirchliche Wurzeln beschreiben)
Individualität und Sozialität als spannungsreiche Grundgegebenheit erkennen, Bedeutung von Religion und Glauben für das Leben bedenken
Intentionen
Die wesentlichen Aspekte des biblischen Menschenbildes (Gottesebenbildlichkeit/Personalität, Geschöpflichkeit/Kreativität) kennen lernen
Möglichkeiten und Grenzen des Menschen mit seinen Fähigkeiten und Bedingtheiten erfassen
Naturwissenschaftliche und theologische Perspektive unterscheiden können
Bewusstsein für individuelle und gemeinsame Verantwortung als Geschöpf entwickeln
Angenommensein und Annehmen können, Vergeben und Vergebung erfahren als Voraussetzungen für Menschwerdung und Menschsein begreifen
Intentionen
Die Beiträge der Religionen zur Bestimmung des Menschen als soziales, politisches und kommunikatives Wesen kennen lernen und sich mit ihnen auseinander setzen
Die konstitutive Bedeutung der Sozialität für die Bildung der Individualität erfassen und einschätzen
Begründung und Legitimation von Formen menschlichen Zusammenlebens nachvollziehen
Die Bedeutung von Sprache und Symbolen, Werten und Normen, Festen und Märkten für das Zusammenleben der Menschen erkennen und einordnen können
Intentionen
Erkennen, dass der Mensch aufgrund seiner Geschöpflichkeit und der Zusage in Jesus Christus in Freiheit Verantwortung für sich, die Gesellschaft und die Kirche übernehmen kann
Sensibel werden für den eigenen Umgang mit Schuld und Vergebung
Zentrale Aspekte der Lebens- und Weltgestaltung im dialogisch-diskursiven Vergleich von Religion und Weltanschauung kennen lernen
Intentionen
Sexualität als biblisch begründetes Existential des Menschen verstehen
Ethisch verantwortetes Umgehen mit der eigenen Sexualität und Respekt gegenüber der Sexualität anderer lernen
Sich mit gesellschaftlich akzeptierten und gesellschaftlich diskriminierten Formen der Sexualität und des Zusammenlebens auseinander setzen
Beiträge aus Religion, Weltanschauung, Philosophie, Wissenschaft und Kunst in ihrem Selbstverständnis verstehen und zur Klärung der eigenen Vorstellungen nutzen
Frau- und Mannsein zwischen personaler Freiheit und institutioneller oder sakramentaler Bindung begreifen lernen
Intentionen
Den Menschen als weltoffenes Wesen begreifen, das Orientierungen sucht und Bindungen eingeht
Den Mensch als homo religiosus im Spannungsfeld zwischen persönlicher Religiosität und verfasster Religion charakterisieren
Erfassen, dass die Religiosität in gelebtem Christentum erfahrbar ist
Transzendenz und deren kritischer Herausforderung an das Denken und Handeln erkennen und sich in einer säkularisierten Welt orientieren
Sich mit anderen religiösen Angeboten auseinander setzen und begründete Positionen beziehen
Bedeutung von Religion und Religiosität im Hinblick auf Menschwerdung und -sein reflektieren
Intentionen
Die wesentlichen Aspekte des biblischen Menschenbildes (Gottesebenbildlichkeit/ Personalität, Geschöpflichkeit/Kreativität, Sozialität, Geschlechtlichkeit, Endlichkeit, Erlösungsbedürftigkeit, Erlösung) kennen lernen
Naturwissenschaftliche und theologische Perspektive unterscheiden können
Bewusstsein für individuelle und gemeinsame Verantwortung als Geschöpf entwickeln
Angenommensein und Annehmen können, Vergeben und Vergebung erfahren als Voraussetzung für „Menschwerdung” und Menschsein begreifen
Die Bedeutung von Sprache und Symbolen, Werten und Normen, Festen und Märkten für das Zusammenleben der Menschen erkennen und einordnen können
Frau- und Mannsein zwischen personaler Freiheit und institutioneller oder sakramentaler Bindung begreifen lernen
Den Menschen als homo religiosus im Spannungsfeld zwischen persönlicher Religiosität und verfasster Religion charakterisieren
Funktionen von Religion und Religiosität im Hinblick auf Menschwerdung und -sein reflektieren
Sich mit anderen religiösen Angeboten auseinander setzen und begründete Positionen beziehen
Intentionen
Christliche Lebensentwürfe und Biographien kennen und bewerten
Mit biographischen Texten sachgemäß umgehen
Sensibilität für Entscheidungssituationen und Kriterien für eigene Entscheidungen gewinnen
Fähigkeit und Bereitschaft zum Perspektivenwechsel entwickeln
Intentionen
Die Frage nach Gott wecken
Über eigene frühere und jetzige Gottesvorstellungen nachdenken, ihnen nachspüren
Erleben, wie unterschiedlich Gott schon in der eigenen Klasse gesehen wird
Religiöse Toleranz einüben
Sich gegebenenfalls auch der eigenen Sprachbzw. Ausdruckslosigkeit bewusst werden
Erkennen, woran das Herz „noch“ hängt
Intentionen
Den Glauben an Gott als zentrale jüdisch-christliche Grundlage zur Deutung der Welt und zur Gestaltung des Lebens wahrnehmen
Ausdrucksformen persönlicher Gottesbeziehung kennen lernen
Vielzahl und Vielgestaltigkeit der Gottesbilder und -vorstellungen anderer Religionen und Weltanschauungen im Vergleich kennen lernen sowie den respektvollen, toleranten Umgang mit diesen Zeugnissen lernen
Die Erfahrung der Menschenfreundlichkeit Gottes in der Zuwendung Jesu zu allen Menschen erfassen
Die kulturelle, geschichtliche und gesellschaftliche Bedingtheit der Gottesbilder einsehen
Intentionen
Einblick gewinnen in die Wechselwirkung von Gottesbild und die Funktion von Religionskritik als Korrektiv
Religionskritische Positionen kennen lernen und sich mit ihnen auseinander setzen
Zwischen theoretischer, praktischer und struktureller Ausprägung des Atheismus unterscheiden können
Die Kirche in Auseinandersetzung mit Atheismus und einer säkularen Welt wahrnehmen
Die kulturelle, geschichtliche und gesellschaftliche Bedingtheit der Gottesbilder einsehen
Intentionen
Die These von der Sinnlosigkeit und der Ungerechtigkeit des Leids diskutieren
Die Frage der Theodizee als eine Herausforderung an den Gottesglauben erfassen und sich mit Antworten auseinander setzen
Sich der Frage, wie man „nach Auschwitz“ noch an Gott glauben kann, stellen
Leiden, Sterben und Auferstehung Jesu Christi als sinnstiftende und hoffnunggebende Antwort wahrnehmen
Beispiele für die leidlindernde und notwendende Tätigkeit von Christen und der Institution Kirche kennen und schätzen lernen
Intentionen
Aufbau und Entstehung der Bibel kennen und sich in ihr orientieren können
Mit verschiedenen Formen und Methoden der Bibelauslegung umgehen
Zentrale Texte der Bibel zur Gottesfrage kennen und auslegen können
Geltungsansprüche „heiliger Schriften“ kennen und unterscheiden
Künstlerische Umsetzungen biblischer Themen kennen und als besondere Interpretation würdigen
Die biblischen Texte als Begegnung von menschlicher Erfahrung mit der göttlichen Offenbarung verstehen lernen
Intentionen
Säkulare Heilsangebote und neue religiöse Bewegungen exemplarisch kennen lernen
In der Konjunktur der neobzw. pseudo-religiösen Angebote die Sehnsucht nach Ganzheit und Heilsein des Menschen erkennen und bewerten
Säkulare Heilsangebote und neue religiöse Bewegungen als Anfrage an das Christentum und die Kirche begreifen
Kriterien zur Auseinandersetzung und Unterscheidung kennen lernen
Neue religiöse Bewegungen innerhalb der Kirche kennen lernen
Gemeinsamkeiten und Unterschiede neuer religiöser Bewegungen innerhalb und außerhalb der Kirchen erfassen und beurteilen
Intentionen
Den Menschen als ein sich transzendierendes Wesen (Weltoffenheit, Gottoffenheit) verstehen: über sich hinaus fragen lernen
Die Unvollkommenheit und Offenheit der Welt und des Daseins in ihren konkreten Ausprägungen wahrnehmen
Den Gottesglauben als mögliche Antwort wahrnehmen
Einsicht in die Ergänzungssehnsucht der Welt und des Menschen gewinnen sowie Vorstellungen von Ergänzung, Erlösung und „Leben in Fülle“ kennen lernen und prüfen
Die Verheißungen Jesu Christi und die Kirche als Heilsangebote wahrnehmen und sich damit auseinander setzen
Intentionen
Die Bedeutung der Frage nach Gott als Wesensaussage über den Menschen begreifen
„Gott” als Antwort auf die Frage nach Herkunft und Ziel der „Welt” verstehen
Wesentliche Aspekte des Gottesbegriffs der abendländischen Philosophie darlegen können
Den Unterschied zwischen dem „Gott der Philosophen” und dem „Gott Abrahams, Isaaks und Jakobs” erfassen
Die Lehre von einem personalen Gott und mögliche Antworten des Menschen bedenken
Intentionen
Bereitschaft und Fähigkeit, den Zusammenhang und die Differenz zwischen einem Lebensentwurf und einer konkreten Lebensgeschichte zu erarbeiten
Fähigkeit und Bereitschaft, Entscheidungen von Menschen vor dem Hintergrund ihrer Zeit- und Lebensbedingungen wahrzunehmen und zu reflektieren
Sensibilität für den Zusammenhang zwischen Glaube und Lebenspraxis gewinnen
Fähigkeit und Bereitschaft zum Perspektivenwechsel entwickeln
Intentionen
Die eigene Position hinsichtlich Glaube und Kirche reflektieren
Zusage und Anspruch Jesu an die Gemeinschaft der Glaubenden aus dem biblischen Zeugnis erheben
Weisungen und Zumutungen Jesu kennen und ihre Rezeption in den Gemeinden aufzeigen
Das Selbstverständnis der frühen Gemeinden kennen lernen
Das ambivalente Verhältnis von Juden und Christen in der frühen Kirche beschreiben
Die Spannung zwischen Amt und Charisma, zwischen prophetischen und institutionellen Strömungen in der Kirche kennen und würdigen
Intentionen
Grundlegende Erfahrung mit Gemeinde und Vollzüge der Kirche sich bewusst machen
Die biblische Verwurzelung dieser Erfahrungen kennen und deren bleibende Bedeutung einschätzen
Die produktive Spannung zwischen Amt und Charisma, zwischen prophetischen und institutionellen Strömungen in Gemeinde und Kirche wahrnehmen
Spuren des Geistes in Spiritualität, Mystik und Meditation sichtbar machen
Die Unverfügbarkeit der gestalterischen Kraft des Geistes in den Künsten und Wissenschaften wertschätzen
Intentionen
Sich mit dem bleibenden Interesse an Jesus Christus in Kunst und Literatur auseinander setzen
Unterschiedliche Jesus-Darstellungen und Christus-Deutungen in Kunst und Literatur kennen lernen und ihre jeweilige Zeit- und Gesellschaftsbedingtheit erfassen
Christusdarstellungen in Bezug zur biblischen Botschaft setzen können und sie entsprechend kritisch würdigen
Christusdarstellungen als Glaubenszeugnisse und Spiegel theologischer Diskussionen erkennen und deuten
Intentionen
Das Selbstverständnis der Kirche und seine biblischen Grundlagen kennen
Erkennen, dass die Leitideen der Aufklärung Wurzeln in Bibel und christlicher Tradition haben
Kennen und einschätzen lernen, dass das Christentum im Blick auf die geschichtliche Entfaltung von Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, sozialer Gerechtigkeit geprägt ist von Widersprüchen, Brüchen und Ambivalenzen
Die christlichen Kirchen zwischen Selbstbehauptung und Widerstand, Kollaboration und Opportunismus sowie struktureller Nähe und Distanz zu Diktaturen wahrnehmen
Die Auseinandersetzung der Kirchen mit ihrem eigenen Verhalten unter autoritären und totalitären Regimen wahrnehmen und bewerten
Intentionen
Den christlichen Glauben in seiner Verwiesenheit auf die Gemeinschaft der Kirche und deren konstitutive Elemente (Bibel, Tradition) begreifen
Grundlegende Vollzüge der Kirche in ihrer biblischen Verwurzelung erkennen und vom Selbstverständnis der Konfessionen her beurteilen
Die Bedeutung der Einheit in der Vielfalt in ihrer biblischen Grundlegung erkennen
Die historischen Hintergründe der Kirchenspaltungen und die Besonderheit der christlichen Konfessionen kennen
Ziele und Entwicklungsstand der Ökumenischen Bewegung kennen
Konfessionalität als ambivalentes Phänomen (Bekenntnis, Zeugnis, Abgrenzung, Selbstisolation) begreifen
Intentionen
Die bleibende Bedeutung des Missionsauftrags Jesu Christi für die Verbreitung des Glaubens (Evangelisation) erfassen
Die Ausbreitung des Christentums im Verlauf der Kirchengeschichte kennen lernen
Die Verknüpfung von Kolonisation und Missionierung sowie die Folgen bis in die Gegenwart einschätzen können
Den Zusammenhang zwischen politischen bzw. sozialen Problemen und theologischen Neuansätzen (Inkulturation, Theologie der Befreiung) kennen lernen
Gemeindeformen und theologische Ansätze junger Kirchen als Anregung und Herausforderung begreifen
Eigenständigkeit und Wert der Kulturen für die Ausprägungen der christlichen Kirche kennen und tolerieren lernen
Intentionen
Die Vielfalt der Bilder, Vorstellungen, Titel und Meinungen zu Jesus von Nazaret wahrnehmen
Die Unterscheidung und den Zusammenhang zwischen „historischem Jesus” und „kerygmatischem Christus” kennen
Die Aussageabsicht exemplarischer Gleichniserzählungen, Zeichenhandlungen und Wundergeschichten mit Hilfe der „historisch-kritischen Methode” (und anderer Zugangswege) erschließen und christologisch zu deuten versuchen
Den Glauben an die Heilsbedeutung von Inkarnation, Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi als Fundament, Kern und Herausforderung für jeden Christen verstehen und sich damit auseinander setzen
Wesentliche Impulse aus der Wortverkündigung und Lebenspraxis Jesu als Orientierung für das eigene Leben und für verantwortliches Handeln in Kirche, Staat und Gesellschaft wahrnehmen
Intentionen
Das NT als Buch kirchlicher Überlieferung und als Glaubensbuch der Kirche verstehen
Berufung und Sendung der Kirche zur Sammlung des Volkes Gottes unter den Völkern und als Dienst an der Verkündigung des Reiches Gottes durch Jesus wahrnehmen
Verstehen lernen, dass Kirche zur Erfüllung ihres Auftrages auf Institutionalisierung angewiesen ist, diese sich aber zu legitimieren hat an der Dienstfunktion in der Nachfolge Jesu
Erkennen, dass der Anbruch des Reiches Gottes spürbar werden kann in der Gemeinschaft der Glaubenden, aber die Kirche sich nicht identifizieren darf mit dem Reich Gottes
Gelungene und misslungene Beispiele christlichen Zusammenlebens und Dialogs in Kirchengeschichte und Gegenwart kennen lernen (sündige und heilige Kirche)
Den Zusammenhang zwischen Christus als Ursakrament, Kirche als Grundsakrament und dem sakramentalen Leben in der Gemeinschaft der Glaubenden erkennen
Probleme mit der konkreten Kirche benennen und zu einer vorurteilsfreien Position finden
Intentionen
Menschliche Grundhaltungen, wie Staunen, Erinnern, Zweifeln, Fragen, als Wurzel für philosophisches und ethisches Denken einstufen und ihre ethischen Implikationen kennen lernen, die dann als Voraussetzung für Wahrnehmen, Urteilen und verantwortliches Handeln gelten
Menschliches Handeln in seiner ethischen Relevanz erfassen
Ethische Modelle im Kontext konkreter Handlungsweisen verstehen und unterscheiden
Einsicht gewinnen, dass das Proprium christlicher Ethik in der Zusage der Wirksamkeit Gottes und der Befreiung zum verantwortlichen Handeln liegt
Den Anspruch und die Zumutung der Nachfolge Jesu reflektieren: Einheit von Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe; die Aufforderung, der Vergeltung, der Gewalt und dem Schwören Liebe, Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit entgegenzusetzen
Inhaltliche Normen und ethische Konzeptionen in philosophischen Systemen und in den Großen Religionen in Ansätzen kennen
Intentionen
Über eigene frühere und gegenwärtige Glücksvorstellungen sowie deren Rahmenbedingungen nachdenken
Christliches Ethos als Orientierung und Ermutigung zu geglücktem Leben verstehen
Zentrale Hoffnungsmotive des christlichen Glaubens kennen sowie ihre eschatologische und praktische Dimension erfassen
Den Zusammmenhang von Nachfolge Jesu und christlichen Hoffnungsbildern erkennen und ihre Bedeutung für das eigene Lebenskonzept prüfen
Glücksvorstellungen in Weltanschauungen, Philosophie, Wissenschaft und Kunst kennen und bewerten
Intentionen
Erkennen, dass der Mensch, als Geschöpf Gottes und wegen der eschatologischen Zusage in Jesus Christus, in Freiheit Verantwortung für sich und innerhalb der Gesellschaft übernehmen kann
Zur Orientierung in einer säkularisierten Welt und zur politischen Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft befähigen
Bereitschaft und Fähigkeit zur Mitwirkung und Übernahme von Verantwortung bei der Gestaltung der Schule und des Schullebens entwickeln
Bereit und fähig sein, sich mit gesellschaftlich akzeptierten und gesellschaftlich diskriminierten Formen menschlichen Verhaltens und Zusammenlebens auseinander zu setzen
Unterschiedliche Begründungen und Legitimationen von Formen menschlichen Zusammenlebens kennen und beurteilen
Die Bedeutung von Sprache und Symbolen, Werten und Normen für das Zusammenleben der Menschen erkennen und einordnen können
Intentionen
Die biblische Rede von der Schöpfung in ihrer gegenwartsbezogenen Bedeutung kennen lernen
Die Relevanz des christlichen Hauptgebotes mit Blick auf die gesamte Schöpfung ermessen können
Ausgewählte Ansätze christlicher Ethik zu Ökologie und Friedensforschung kennen lernen
Sich mit kirchlichen Aussagen (Inhalt, Voraussetzungen und Argumentationsweisen) zu Fragen einer ökologischen Ethik auseinander setzen
Zu verantwortlichem Handeln in einer vielfältig bedrohten Welt bereit und fähig sein
Intentionen
Den mit personaler Würde ausgestatteten und zu solidarischem Handeln befähigten Menschen als Ausgang und Ziel der Katholischen Soziallehre und Moraltheologie begreifen
Die Option für die nahen und fernen Armen und Schwachen als Auftrag und als Herausforderung des christlichen Glaubens erkennen und begründen können
Individualität und „Gemeinsinn“ zwischen Egoismus und „Selbstausbeutung“ sowie Indifferentismus und Vereinnahmung beschreiben und konkretisieren können
Die globale Organisation der Produktion und den grenzenlosen Austausch von Kapital und Informationen als Rahmenbedingungen der gesellschaftspolitischen und individuellen Gestaltung von Arbeit, Familie, Beruf und Freizeit wahrnehmen
Intentionen
Die Frage nach der Menschenwürde vor dem Hintergrund des biblischen Ethos stellen und Antworten suchen
Den Einsatz moderner Technik und Wissenschaft im Blick auf Mensch, Tier und Natur problematisieren und seine ethische Relevanz beurteilen
Unterschiedliche ethische Positionen zu Entwicklungen in Biologie und Medizin kennen und beurteilen
Sich mit kirchlichen Aussagen (Inhalte, Voraussetzungen und Argumentationsstruktur) zu ethischen Fragen auseinander setzen
Zu verantwortlichem ethischen Urteilen über technische Möglichkeiten in Biologie und Medizin befähigen
Intentionen
Den Zusammenhang zwischen Theorie und Praxis, zwischen Gemeinschaftsbezogenheit und Individualität durchschauen
Unterschiedliche Werte und Normen beurteilen
Die ethische Relevanz von Dekalog, Bergpredigt und Beispielhandeln Jesu erkennen
Das Proprium christlicher Ethik erkennen (Zusage, eschatologische Dimension)
Werte und Normen theologisch begründen können
Zusammenhang zwischen Religion und Moral, Gottesglauben und Ethik erkennen
Zentrale Normen christlicher Ethik und kirchlicher Aussagen kennen
Ein differenziertes Verständnis von Gewissen entwickeln
Unterschiedliche Werte und Normen anderer Religionen kennen lernen
Verschiedene ethische Richtungen und ihre Konsequenzen miteinander vergleichen
Intentionen
Krisen wie Leid, Krankheit und Sterben als lebensentscheidende Situationen und Chancen begreifen und akzeptieren lernen
Kulturgeschichtliche Versuche, Sterben und Tod zu deuten und zu bewältigen, kennen lernen
Formen, Bedeutung und Funktion der christlichen Sterbe- und Begräbnisriten kennen lernen
Den christlichen Glauben an die Auferstehung anhand zentraler Texte kennen und als Angebot und Herausforderung an die eigene Lebensgestaltung begreifen
Sterben und Tod in Literatur, Musik und Kunst als manifeste Deutungsversuche verstehen und reflektieren
Intentionen
Sich mit der eigenen Einstellung zu Wehr- und Zivildienst auseinander setzen
Die eigene Verantwortung für ein friedvolles Miteinander wahrnehmen
Die biblische Dimension von Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung erfassen
Die wechselvolle Einstellung zum Krieg im Christentum kennen lernen
Ursachen von Krieg, Gewalt und Hass beschreiben
Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung als Ziel und eschatologische Verheißung erfassen
Intentionen
Lebensgestaltung als Aufgabe erkennen und sich der Verantwortung für die eigene Lebensplanung bewusst sein
Ehe und Familie in ihrer Bedeutung für die Gesellschaft und die Kirche erfassen
Die Lehre der christlichen Kirchen von Ehe und Familie kennen lernen
Sich mit verschiedenen Lebensformen auseinander setzen
Verschiedene Lebensgestaltungen aus christlicher Motivation kennen und respektieren lernen
Krisen und Scheitern von Beziehungen reflektieren
Intentionen
Zusammenhang und Wechselwirkung zwischen subjektiver Religiosität und objektiver Religion begreifen
Die Funktionen von Religion kennen und in ihrer Ambivalenz (Befreiung/Beengung) beschreiben
In der Nachfolge Jesu die Möglichkeit eines zukunftsorientierten Lebens wahrnehmen
Die Wahrheiten und Ausdrucksformen der Religionen als Kontrapunkte zu kurzlebigen Antworten und kurzschlüssigen Problemlösungen einordnen
Die Bedeutsamkeit des Dialogs unter den Religionen und des gemeinsamen Bemühens um Toleranz für die Bewältigung globaler Probleme einschätzen
Intentionen
Das Unterwegssein als eine Grundbefindlichkeit des Menschen verstehen und AufbruchsGeschichten als Bilder für das menschliche Leben verstehen
Klassische Texte von Sozial-Utopien kennen
Bereitschaft zur Veränderung und Zukunftsfähigkeit als für Fortbestand und Lebendigkeit von Kirche und Gesellschaft notwendige Merkmale erkennen
In der Rede Jesu die präsentische Wirksamkeit von Zukunftsaussagen und -bildern aufzeigen
Biblische Verheißungen und Prophetien als kollektive Hoffnung begreifen
Motive und Formen menschlichen Handelns im Hinblick auf Zukunft beschreiben und deuten
Intentionen
Zukunftsvorstellungen und ihre Begründung kennen lernen
Unterschiedliche Ziel- und Wertsetzungen vergleichen
„Verantwortung” als wesentliches Merkmal für Zukunftsfähigkeit erkennen
Gründe für politisches und soziales Engagement vergleichen
Christliche Zukunftsbilder „lesen” und entschlüsseln
Den christlichen Glauben an die Auferweckung als Grund aller Hoffnung erkennen
Die biblischen Zukunftsbilder entschlüsseln
Diakonie im umfassenden Sinn als wichtigen Selbstvollzug und Ausweis der Zukunftsfähigkeit von Kirche verstehen
Zur Wahrnehmung unterschiedlicher konkreter Formen von Diakonie bereit sein
Die Einstellungen von Religionen zur Zukunft und zur „sozialen Frage” vergleichen
Hilfen der Wissenschaften zur Bewältigung der Zukunft kennen
Machbarkeitsvorstellungen für eine bessere Welt beurteilen
Sich mit Vorstellungen von einem „neuen Menschen” auseinander setzen
Intentionen
Sich der Frage nach der (eigenen) Sterblichkeit stellen
Den christlichen Glauben an die Auferstehung und die Wiederkunft Christi kennen und die Bedeutung dieses Glaubens einschätzen können
Sich mit verschiedenen religiösen und philosophischen Vorstellungen von Tod und Jenseits auseinander setzen
Den Zusammenhang zwischen der Auferweckung Jesu und der individuellen und kollektiven christlichen Hoffnung erkennen
Philosophische und andere Kritik am Jenseitsglauben einschätzen können
Die lebensgestaltende Kraft eschatologischer Hoffnungsbilder erkennen
Intentionen
Erkennen und akzeptieren, dass alle Menschen aufgrund ihrer Geschöpflichkeit und der eschatologischen Zusage in Jesus Christus Personalität und Menschenwürde besitzen, die sie grundsätzlich befähigen, selbstständig zu urteilen und zu handeln
Erkennen und akzeptieren, dass die Urteils-, Entscheidungs- und Handlungsfähigkeit durch die „conditio humana“ selbst und gesellschaftliche Verhältnisse in ihrer freien und selbstständigen Realisierung gefährdet sind
Kennen und einschätzen lernen, dass das Christentum im Blick auf die geschichtliche Entfaltung von Menschenwürde, Freiheit, Gleichheit, sozialer Gerechtigkeit von Widersprüchen, Brüchen und Ambivalenzen geprägt ist
Selbstbehauptung und Widerstand, Kollaboration und Opportunismus in den christlichen Kirchen unter den Bedingungen von Diktaturen erfassen
Die Auseinandersetzung der Kirchen mit ihrem eigenen Verhalten in der Zeit des Nationalsozialismus und des Sozialismus wahrnehmen und bewerten
Intentionen
Die bleibende Bedeutung des Missionsauftrags Jesu für die Verbreitung des Glaubens (Evangelisation) erfassen
Die Ausbreitung und Verteilung des Christentums und der anderen Religionen kennen lernen
Die Verknüpfung von Kolonisation und Missionierung sowie die Folgen bis in die Gegenwart einschätzen können
Neue theologische Ansätze als Reaktion auf politische und soziale Probleme kennen lernen
Gemeindeformen junger Kirchen als Anregung und Herausforderung begreifen
Eigenständigkeit und Wert außereuropäischer Kulturen für die Ausprägungen der christlichen Kirche kennen und tolerieren lernen
Intentionen
Die wesentlichen Aspekte des biblischen Menschenbildes kennen lernen
Die biblische Rede von der Schöpfung in ihrer gegenwartsbezogenen Bedeutung kennen lernen
Die Relevanz des christlichen Hauptgebotes mit Blick auf die gesamte Schöpfung ermessen können
Naturwissenschaftliche und theologische Perspektive unterscheiden können
Kreativität als wesentliches Merkmal menschlicher Ausdrucksfähigkeit erfassen
Ausgewählte Ansätze christlicher Ethik zu Ökologie kennen lernen
Sich mit kirchlichen Aussagen zur Ökologie auseinander setzen
Zu verantwortlichem Handeln in einer vielfältig bedrohten Welt bereit und fähig sein
Intentionen
Sexualität als biblisch begründetes Existential des Menschen verstehen
Ethisch verantwortetes Umgehen mit der eigenen Sexualität und Respekt gegenüber der Sexualität anderer lernen
Sich mit gesellschaftlich akzeptierten und gesellschaftlich diskriminierten Formen der Sexualität und des Zusammenlebens auseinander setzen
Beiträge aus Religion, Weltanschauung, Philosophie, Wissenschaft und Kunst in ihrem Selbstverständnis verstehen und zur Klärung der eigenen Vorstellungen nutzen
Frau- und Mannsein zwischen personaler Freiheit und institutioneller Bindung begreifen lernen
Intentionen
Die Frage nach der Menschenwürde vor dem Hintergrund des biblischen Ethos stellen und Antworten suchen
Den Einsatz moderner Technik und Wissenschaft im Blick auf Mensch, Tier und Natur problematisieren
Die Anwendung der Bio- und Medizintechnik in ihrer ethischen Bedeutung erfassen
Unterschiedliche ethische Positionen zu Entwicklungen in Biologie und Medizin kennen und beurteilen
Kirchliche Verlautbarungen z.B. zu Euthanasie, Genetik, Reproduktionstechnologie, pränataler Diagnostik (Inhalte, Voraussetzungen und Argumentation) kennen und verstehen
Zu verantwortlichem ethischen Urteilen über technische Möglichkeiten in Biologie und Medizin befähigen
Die gesellschaftliche Relevanz der Möglichkeiten und Grenzen des Einsatzes moderner Technologie und Wissenschaft im Bereich der Fortpflanzung und Medizin einschätzen
Intentionen
Den mit personaler Würde ausgestatteten und zu solidarischem Handeln befähigten Menschen als Ausgang und Ziel der Katholischen Soziallehre und Moraltheologie begreifen
Die Option für die nahen und fernen Armen und Schwachen als Auftrag und als Herausforderung des christlichen Glaubens erkennen und begründen können
Individualität und „Gemeinsinn“ zwischen Egoismus und „Selbstausbeutung“ sowie Indifferentismus und Vereinnahmung beschreiben und konkretisieren können
Die globale Organisation der Produktion und den grenzenlosen Austausch von Kapital und Informationen als Rahmenbedingungen der gesellschaftspolitischen und individuellen Gestaltung von Arbeit, Familie, Beruf und Freizeit wahrnehmen
Intentionen
Sich mit der eigenen Einstellung zu Wehr- und Zivildienst auseinander setzen
Die eigene Verantwortung für ein friedvolles Miteinander wahrnehmen
Die biblische Dimension des Friedens- und Gerechtigkeitsverständnisses erfassen
Die wechselvolle Einstellung zum Krieg im Christentum kennen lernen
Ursachen von Krieg, Gewalt und Hass beschreiben
Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung als Ziel und eschatologische Verheißung erfassen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Orientierungshilfe
Die Bedeutung eines Menschenbildes für das eigene Leben und das Handeln in Gesellschaft und Politik erkennen
Die Gefahr der Manipulierbarkeit bei der Diskussion situativer Einzelentscheidungen erkennen
Lebensgeschichten und Persönlichkeiten entdecken, sich mit ihnen auseinander setzen und im Blick auf das eigene Lebenskonzept reflektieren
Verbindliche Halbjahresintentionen / Hermeneutische Kompetenz
Wesentliche Aspekte des biblischen Menschenbildes (Gottesebenbildlichkeit, Personalität, Sozialität, Geschlechtlichkeit, Endlichkeit, Erlösungsbedürftigkeit) beschreiben, ihre theologische Ausformung kennen sowie ihre Rezeption in Kultur und Tradition andeuten können
Einflüsse des christlichen Menschenbildes im gesellschaftlichen und politischen Argumentieren und Handeln entdecken und Argumentationsmuster gesellschaftlichen Handelns ohne christliches Fundament bedenken
Menschenbilder in anderen Religionen und Weltanschauungen, in Kunst, Philosophie und Wissenschaften wahrnehmen und hinsichtlich der Konsequenzen für den Einzelnen und die Gesellschaft bedenken
Die Bedeutung von Glaube und Religion in öffentlichen Riten und Gebräuchen, Festen und Feiern darlegen können
Verbindliche Halbjahresintentionen / Entscheidungsfähigkeit und Toleranz
Sich des eigenen Standpunktes versichern, die Pluralität der Lebensweisen und Handlungskonzepte wahrnehmen, die Andersartigkeit des Anderen unter Wahrung der eigenen Position anerkennen und so als Voraussetzungen für humanes und friedliches Zusammenleben begreifen
Individualität und Sozialität als Voraussetzungen für humanes Miteinander erkennen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Motivation und Handlungsfähigkeit
Impulse des christlichen Menschenbildes zur Lebensgestaltung wahrnehmen und die Notwendigkeit einsehen, dass die Zukunft verantwortlich gestaltet werden muss
Verbindliche Halbjahresintentionen / Orientierungshilfe
Die eigenen „Gottes”-Bilder und -Vorstellungen wahrnehmen, reflektieren und sich der Frage nach Gott stellen
Kriterien für die Unterscheidung zwischen Gottesglauben und Götzenglauben entwickeln
Das eigene Gottesbild im Hinblick auf das biblisch-christliche Gottesbild bedenken und beurteilen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Hermeneutische Kompetenz
Erkennen, dass die Frage nach Transzendenz zum Wesen des Menschen gehört
Offenbarung als Selbstmitteilung Gottes in Schöpfung und Geschichte beschreiben
Die erkenntnistheoretische, kulturelle und geschichtliche Bedingtheit unserer Gottesvorstellungen wahrnehmen und die Notwendigkeit ihres Wandels einsehen
Die Problematik des Sprechens über Gott erfassen (Anthropomorphismen, Metaphorik, Objektivierung, Paradoxien, theologia negativa, Gott als „der ganz Andere” )
Biblisch-christliche Gottesvorstellungen und -erfahrungen in ihren wesentlichen Zügen kennen sowie die Auseinandersetzung mit ihnen in Tradition und Kultur verstehen
Ausprägungen des biblischen Gottesbildes in der Tradition der Kirche (Monotheismus/ Trinität, Schöpfer, Vater/Sohn, Geist/Tröster) kennen lernen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Entscheidungsfähigkeit und Toleranz
Die Offenheit des Menschen für Transzendenz erkennen. Dabei die Kontingenz allen Seins und aller Existenz als Impulse der menschlichen Suche nach Heil und Vollkommenheit, Dauer und „Leben in Fülle“ (Joh. 10,10), kurz: nach „Erlösung“ wahrnehmen und sich damit auseinander setzen
Das christliche Gottesverständnis kennen und mit Vorstellungen anderer Religionen und Weltanschauungen vergleichen
Verschiedene Antworten aus Alltagspraxis und -theorie auf die Frage nach Gott kennen lernen, reflektieren, differenziert bewerten und einen eigenen Standpunkt finden
Verbindliche Halbjahresintentionen / Motivation und Handlungsfähigkeit
Beispiele persönlicher wie gemeinschaftlicher Gottesbeziehung kennen, tolerieren und schätzen lernen
Möglichkeiten eigener Spiritualität wahrnehmen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Orientierungshilfe
Botschaft und Anspruch Jesu und das Wirken seines Geistes in der Kirche als Herausforderung für Lebens- und Weltgestaltung begreifen
Mit dem Selbstverständnis der Kirche als „Volk Gottes“ und „Zeichen des Heils unter den Völkern“ sich konfrontieren lassen
Sich mit Entwürfen von Gemeinde und Kirche als Beispiele und Orientierungen für die Gestaltung eines Lebens in Gemeinschaft auseinander setzen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Hermeneutische Kompetenz
Einsicht in die Zusage und den Anspruch Jesu Christi gewinnen und deren Bedeutung für Ausdrucksformen des christlichen Glaubens und Traditionen der Kirche aufzeigen und sich damit auseinander setzen
Neutestamentliche Grundlagen des Selbstverständnisses der Kirche und die Entwicklung der grundlegenden Vollzüge, die für das Leben der Christen bedeutsam sind, kennen
Den Zusammenhang zwischen der historischen Frage nach Jesus und dem Christusbekenntnis des Glaubens auf der Grundlage biblischer Exegese und kirchlicher Tradition beschreiben und erklären
In der Geschichte der Kirche Berührungs- und Spannungsverhältnisse zwischen Institutionalisierung, Charismen, Ämtern, Reformbewegungen, Vielgestaltigkeit und Einheit, Erstarrung und Lebendigkeit entdecken und exemplarisch ihre Relevanz für Gegenwart und Zukunft aufzeigen.
Ökumene als Problem und Aufgabe verstehen.
Verbindliche Halbjahresintentionen / Entscheidungsfähigkeit und Toleranz
Leben, Tod und Auferstehung Jesu Christi als Zentrum und Fundament der neutestamentlichen Botschaft und der kirchlichen Verkündigung erkennen und als Herausforderung an die eigene Glaubensüberzeugung wahrnehmen
Impulse aus den jungen Kirchen und der Ökumene als Herausforderung und Bereicherung für die eigene Position begreifen
Das Selbstverständnis und die Funktion der Kirche aus der Sicht der anderen Religionen, Wissenschaft, Weltanschauung, Philosophie und Kunst kennen und reflektieren
Verbindliche Halbjahresintentionen / Motivation und Handlungsfähigkeit
Lehre, Botschaft und Handeln Jesu als Herausforderung für die eigene Lebensgestaltung sehen
Bereitschaft zu verantwortlichem Handeln in Gesellschaft und Kirche wecken und Perspektiven eines möglichen Engagements aufzeigen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Orientierungshilfe
Das an der Wahrheit orientierte Gewissen als Maßstab ethischen Handelns verstehen
Den Willen Gottes als Orientierungspunkt christlichen Handelns erfassen und erläutern
Den Anspruch und die Zumutung der Nachfolge Jesu reflektieren: Einheit von Glauben und Leben, von Selbst-, Nächsten- und Gottesliebe; die Aufforderung, der Vergeltung, der Gewalt und dem Schwören Liebe, Gewaltlosigkeit und Wahrhaftigkeit entgegen zu setzen
Die ethische Relevanz von Dekalog und Bergpredigt für individuelles und gesellschaftliches Handeln erfassen
Den mit personaler Würde ausgestatteten und zu solidarischem Handeln befähigten Menschen als Ausgang und Ziel der Katholischen Soziallehre und Moraltheologie begreifen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Hermeneutische Kompetenz
Zentrale Normen christlicher Ethik kennen sowie ihr kritisches Potential in Geschichte und Gegenwart verstehen lernen
Einsicht gewinnen, dass das Proprium christlicher Ethik zunächst in der Zusage der (helfenden) Nähe Gottes und der Befreiung zum verantwortlichen Handeln liegt
Zentrale Hoffnungsmotive des christlichen Glaubens kennen sowie ihre eschatologische und praktische Dimension erfassen
Sich mit kirchlichen Aussagen (Inhalt, Voraussetzungen und Argumentation) zu konkreten ethischen Fragen auseinander setzen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Entscheidungsfähigkeit und Toleranz
Werte und Normen sowie ethische Strukturen in Religion, Wissenschaft, Weltanschauung, Philosophie und Kunst kennen lernen, reflektieren und differenziert bewerten
Den gegebenen Zusammenhang zwischen Theorie (Handlungsmuster, ethisches Modell) und Praxis (konkretes Handeln) anerkennen
Konkretionen von Individualität und Sozialität zwischen Egoismus und falsch verstandenen Altruismus sowie Indifferentismus und Vereinnahmung beschreiben
Verbindliche Halbjahresintentionen / Motivation und Handlungsfähigkeit
Einblick gewinnen, wie in Jesus Christus die Befreiung und Freiheit des Menschen begründet ist, und daraus die Bereitschaft und Fähigkeit zu verantwortlichem Handeln in Gesellschaft und Kirche entwickeln
Die Berechtigung, aber auch die Grenze von individuellen Bedürfnissen und gesellschaftlichen Ansprüchen in ihrer Interdependenz erfassen und bei der eigenen Lebensgestaltung berücksichtigen
Die Option für die nahen und fernen Armen und Schwachen als Auftrag und als Herausforderung des christlichen Glaubens erkennen und begründen können
Bereitschaft und Fähigkeit zur Mitwirkung und Übernahme von Verantwortung bei der Gestaltung der Schule und des Schullebens entwickeln
Verbindliche Halbjahresintentionen / Orientierungshilfe
Sich die Wurzeln der eigenen Zukunftsvorstellungen sowie der Gesellschaft bewusst machen
Den christlichen Glauben an Auferstehung und Erlösung kennen und seine Motivationskraft für die eigene Lebens- und Weltgestaltung begreifen
Die Bereitschaft zur Veränderung und zur Lebensgestaltung als notwendige Voraussetzung für die Zukunftsfähigkeit und Humanität von Kirche und Gesellschaft erkennen und reflektieren
Interesse und Verantwortungsgefühl für Menschen und Dinge jenseits der eigenen Lebensspanne wecken
Verbindliche Halbjahresintentionen / Hermeneutische Kompetenz
Christliche Motive der Lebens- und Weltgestaltung kennen und reflektieren
Gemeinsamkeit und Unterschied zwischen „christlichem Heil“ und „innerweltlichem Glück“ erfassen
Das biblische Verständnis von Frieden, Gerechtigkeit und Versöhnung erfassen und in seiner Konsequenz bedenken
In biblischen Verheißungen und prophetischer Rede die Gegenwart bestimmende Kraft von Zukunftsaussagen aufzeigen und sie als persönliche und kollektive Hoffnung begreifen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Entscheidungsfähigkeit und Toleranz
Zukunftsbilder in Religion und Kultur kennen, reflektieren und kritisch bewerten
Nichtchristliche Motive der Lebens- und Weltgestaltung kennen und in ihren Auswirkungen beurteilen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Fortsetzung
Den Zusammenhang von eigenem Standpunkt, Entscheidungsfähigkeit und Toleranz bedenken
Die Tragfähigkeit der religiösen Motivationen über kurzschlüssige Problemlösungen hinaus erkennen und beurteilen
Die Bedeutsamkeit des Dialogs zwischen den Religionen und Kulturen und des gemeinsamen Bemühens um Toleranz und die Bewältigung globaler Probleme einschätzen
Verbindliche Halbjahresintentionen / Motivation und Handlungsfähigkeit
Sich mit der eigenen Einstellung zum Leben und menschlichen Zusammenleben auseinander setzen und die Konsequenzen bedenken
Die Verantwortung für das eigene Leben und die Gesellschaft bejahen
Die christliche Botschaft von Ostern und vom neuen Himmel und der neuen Erde (Off. 21,1) als Herausforderung und als prägende Kraft für das eigene Lebenskonzept und die Erneuerung in Kirche und Welt verstehen
Ziele des Religionsunterrichts
er unterstützt die Sinn- und Wertsuche der Jugendlichen und jungen Erwachsenen,
er stellt die Frage nach Gott,
er thematisiert die weltanschauliche, ethische und religiöse Dimension (Orientierungswissen) von gesellschaftlichen, ökonomischen und technologischen Konzepten und Verfahren (Verfügungswissen),
er eröffnet und entfaltet die religiöse Dimension als eine zentrale existentielle Dimension im Horizont der „epochalen Schlüsselprobleme“,
er konfrontiert die Jugendlichen und jungen Erwachsenen mit Antworten aus dem Glauben. HERMENEUTISCHE KOMPETENZ: Der Religionsunterricht macht vertraut mit der Wirklichkeit des Glaubens und der Botschaft, die ihm zugrunde liegt, und hilft, den Glauben denkend zu verantworten:
er vermittelt die hermeneutische Kompetenz zum Verständnis unserer durch das Christentum geprägten Kultur,
er entwickelt und fördert religiöse Auffassungs- und Verstehenskategorien, um die Schülerinnen und Schüler für die religiöse Dimension und das in allen Religionen Unsagbare und Metaempirische zu öffnen,
er bietet den christlichen Glauben als einen maßgeblichen Ausgangs- und Bezugspunkt für die Entwicklung eines eigenen Selbst- und Weltverständnisses. ENTSCHEIDUNGSFÄHIGKEIT UND TOLERANZ: Der Religionsunterricht befähigt zu persönlicher Entscheidung in Auseinandersetzung mit Konfessionen und Religionen, mit Weltanschauungen und Ideologien und fördert Verständnis und Toleranz gegenüber der Entscheidung anderer:
er regt angesichts einer pluralistischen und multikulturellen Gesellschaft an, unterschiedliche Lebensbedingungen und Handlungskonzepte kennen zu lernen, sie zu reflektieren und differenziert zu bewerten,
er eröffnet ökumenische Horizonte,
er befähigt dazu, in Auseinandersetzungen mit Weltanschauungen und Wertsystemen einen eigenen Standort zu finden,
er lehrt, nichtchristliche Religionen und Traditionen zu verstehen.
er befähigt zu kommunikativer Kompetenz in Bezug auf Glauben und Religion,
er stellt Beispiele gelungenen religiösen Lebens vor,
er zeigt Handlungsfelder in Gemeinde und Kirche auf,
er motiviert, bei der Gestaltung des Schullebens und der Entwicklung der Schule mitzuwirken,
er befähigt zur politischen Verantwortung für die Gegenwart und die Zukunft,
er verweist in einer unübersichtlich gewordenen Welt und angesichts der Flüchtigkeit und Kurzlebigkeit der Bilder, Moden, Trends, Orientierungen auf den Wert des Verweilens, der Sorgfalt, der Erinnerung, des Bewahrens und der Ausdauer,
er greift die unterschiedlichen Lebenswelten und die spezifische Regionalität der Schüler didaktisch auf; gibt dem Schüler seine Geschichte zurück und ermöglicht so Anteilnahme, Betroffenheit und Identifikation.
Methoden- und Sozialkompetenz
erfahren, dass für eine Lösung realitätsnaher Problemstellungen meist Aspekte aus verschiedenen Fächern, die einander ergänzen oder aber sich widersprechen und gegeneinander abgewogen werden müssen, zu berücksichtigen sind,
Wissen und methodische Fähigkeiten, die im Fachunterricht erworben wurden, als Beiträge zur Lösung eines komplexen Problems einbringen und dadurch die Bedeutung des Gelernten für die Bewältigung lebensweltlicher Situationen erfahren,
lernen, eine Problemstellung von verschiedenen Seiten zu beleuchten und Lösungsansätze nicht vorschnell und unkritisch auf die Verfahren eines bestimmten Faches einzuschränken,
erfahren, dass die Zusammenführung verschiedener fachlicher Sichtweisen zu einem tieferen Verständnis eines Sachverhalts führen kann,
die Bereitschaft und Fähigkeit entwickeln, zur Bearbeitung einer größeren, komplexen Problemstellung mit anderen zu kommunizieren und zu kooperieren,
lernen, Problemlöseprozesse möglichst selbstständig zu strukturieren und zu organisieren, auch zusammen mit einem Partner oder im Team.