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Lehrpläne Rheinland-Pfalz
Gymnasium
Rahmenplan Herkunftssprachen-Unterricht
prozessbezogen
Hören (und Hör-Sehverstehen)
21
An Gesprächen teilnehmen
20
Sprechen
25
Lesen, Umgang mit Texten und Medien
24
Schreiben – Texte verfassen
21
Schreiben – Richtig schreiben
19
Sprachmittlung
12
inhaltsbezogen
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
16
Interkulturelle Kompetenzen
20
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Hören (und Hör-Sehverstehen)
Ende der Grundschule
verstehen in Mimik und Gestik enthaltene Redeabsichten und Mitteilungen
folgen Hör- und Sehtexten bzgl. bekannter Themengebiete (Hobbys, Freunde, Familie, Schule, Freizeit, Feste ...)
verstehen Aufforderungen, und Regeln und die auf die Unterrichtsorganisation bezogene Sprache (sogen. „Classroomphrases“)
verstehen einfache Vorträge und Erklärungen der Lehrkraft
verstehen Kinderlieder in der Herkunftssprache
Ende der Orientierungsstufe
folgen Hör- und Sehtexten zu altersgemäßen Themenbereichen
verstehen auch etwas längere Vorträge und Erklärungen der Lehrkraft
folgen Unterrichtsfilmen zu altersgemäßen Lernaufgaben mit Verständnis
folgen kurzen Spielfilmen, zu alltagsbezogenen Themen
verstehen auch etwas längere oder anspruchsvollere Lieder in der Herkunftssprache
Nach Klasse 9
verstehen die kulturspezifische Mimik, Gestik und Körpersprache, die mit der Herkunftssprache verbunden ist
können Gesprächen, Diskussionen und Erzählungen in der Herkunftssprache folgen und die zentralen Aussagen festhalten
entnehmen Hör- und Sehtexten, z. B. Reportagen, Features etc. über alltags-, ausbildungs- und zukunftsbezogene Themen, zentrale Informationen
folgen dem Vortrag kurzer literarischer Texte
verstehen Vorträge, wenn sie inhaltlich vertraut, unkompliziert und klar strukturiert sind
verstehen z. B. Song- und andere musikalische Texte für Jugendliche
Nach Klasse 10
können kulturspezifische Körpersprache deuten
folgen längeren Gesprächen, Diskussionen und Erzählungen mit teilweise neuen Inhalten
können die neuen Inhalte festhalten und, soweit einschlägig, auf ihre persönliche Situation beziehen
verstehen Vorträge über teilweise neue Sachverhalte und erkennen dabei die zentralen Aussagen
verstehen die Kernaussagen von Nachrichten in Rundfunk und Fernsehen
An Gesprächen teilnehmen
Ende der Grundschule
drücken im direkten Gespräch über Themen, die sie persönlich interessieren oder sich auf das alltägliche Leben (Familie, Freunde, Schule, Freizeit) beziehen, Meinungen aus und tauschen Informationen mit anderen aus
bewältigen (in Rollenspielen geübte) Gesprächssituationen (Telefonate), in denen sie telefonisch Mitteilungen austauschen und Verabredungen treffen
antworten im Unterrichtsgespräch auf Fragen der Lehrkraft, bitten ggf. um Erklärungen, reagieren auf Äußerungen von Mitschülerinnen und Mitschülern und bringen eigene Meinungen, ggf. mit Unterstützung der Lehrkraft, zum Ausdruck
verständigen sich mit anderen über Beobachtungen und verarbeiten Mitteilungen anderer
halten elementare Gesprächsregeln ein
Ende der Orientierungsstufe
stimmen im persönlichen Gespräch über altersgemäße Themen und gemeinsame Erfahrungen den Äußerungen anderer zu oder widersprechen
stellen die eigene Sichtweise dar, begründen sie ansatzweise und bringen begleitend ihre Gefühle zum Ausdruck
gehen im Unterrichtsgespräch auf die Ausführungen der Lehrkraft mit inhaltlich passenden Antworten, Rückfragen oder Weiterführungen ein
stimmen Äußerungen von Mitschülern oder Mitschülerinnen zu oder widersprechen, stellen die eigene Meinung ausführlicher dar und begründen sie ansatzweise
unterbreiten in Klassendiskussionen und bei der Kleingruppenarbeit eigene Vorschläge zur Sache und zum Verfahren
verständigen sich bei einem Aufenthalt im Herkunftsland in Alltagssituationen
Nach Klasse 9
führen ein Unterrichtsgespräch in der Klasse – u. U. mit Unterstützung durch die Lehrkraft - streckenweise selbständig
verständigen sich über Verfahren, Inhalte und die Darstellung der Ergebnisse von Kleingruppenarbeit
führen mit fremden erwachsenen Sprechern der Herkunftssprache ein Gespräch über Themen, die von persönlicher Bedeutung sind
Nach Klasse 10
führen gezielt Gespräche (z. B. bzgl. Einkauf, Arztbesuch, Behörden, Bahn-/Busverkehr ...) und reflektieren diese
setzen sich über strittige Themen mit Gleichaltrigen argumentativ auseinander
halten Diskussionsregeln ein
führen ein vorbereitetes Interview in der Herkunftssprache durch
führen mit Unterstützung durch Erwachsene ein formelles Gespräch über rechtliche oder administrative Probleme
unterhalten sich bei einem Aufenthalt im Herkunftsland auch über Themen öffentlichen Interesses
Sprechen
Ende der Grundschule
stellen sich selbst vor, begrüßen andere und verwenden Höflichkeitsformen
erzählen von sich und ihren persönlichen Erlebnissen
berichten in verständlicher Weise über Sachverhalte, die ihnen bekannt sind (z. B. Familienleben, Schulweg, Einkauf, Nahrung und Kleidung ...)
präsentieren, ggf. mit durch die Lehrkraft, Ergebnisse der Kleingruppenarbeit vor der Klasse
tragen Gedichte, Märchen, Geschichten, ggf. mit Hilfe von Bildern, vor der Klasse vor
kennen den Unterschied von alltäglicher Aussprache und Standardaussprache und bemühen sich in formellen Situationen um die Anwendung der Standardaussprache
Ende der Orientierungsstufe
erklären Sachverhalte und Gegenstände des Alltags, die ihnen bekannt sind, in zusammenhängender Weise (z. B. Wegbeschreibung, Funktionsweise eines Geräts, Rezept ...)
agieren/reagieren sprachlich angemessen in öffentlichen Alltagssituationen (Einkauf, Bücherei und Mediothek, Straßenverkehr)
finden sich beim Besuch öffentlicher Einrichtungen (Bahnhof, Post, Bibliothek) zurecht, indem sie gezielt Fragen stellen
tragen den Inhalt von Sachtexten, z. B. zu landeskundlichen Themen, zusammenfassend vor
verfügen über eine angemessen adressatengerechte Aussprache (Sprechtempo, Pausen, Betonung, Satzmelodie)
lesen kürzere Texte sinnentsprechend vor
Nach Klasse 9
geben sachbezogene Auskünfte zu einem bestimmten Zweck (z. B. im Hinblick auf Bewerbungsgespräche)
berichten systematisch über komplexe Erfahrungen, z. B. ein Praktikum, die Erkundung einer Institution, eines Vereins
schildern ein unvorhergesehenes Ereignis (z. B. einen Unfall, Konflikt, freudige Begebenheit ...) mit hinreichender Genauigkeit
stellen Vorlieben und Abneigungen, Pläne, Hoffnungen und Befürchtungen dar und begründen sie subjektiv
formulieren eigene Gedanken zu einem gelesenen Buch oder einem Film
berichten bei einem Aufenthalt im Herkunftsland über ihr Leben in Deutschland
bedienen sich in formellen Situationen bewusst einer standardsprachlichen Aussprache
Nach Klasse 10
stellen Gesprächspartnerinnen und -partnern etwas vor, erläutern es ihnen (aus Zeitung, Film, Rundfunk, Buch) oder beantworten Fragen dazu
leisten zusammenhängende Diskussionsbeiträge, in denen sie den eigenen Standpunkt sachlich begründen und Gegengründe gegen andersartige Meinungen vorbringen
artikulieren Wertvorstellungen und leiten daraus Konsequenzen für das eigene Handeln ab
artikulieren Gefühle aus der Perspektive einer anderen Person, sprechen z. B. im Rollenspiel Gefühle (Freude, Interesse, Trauer ...) aus
tragen auch längere Texte sinnentsprechend anderen vor
verständigen sich mit Muttersprachlern, die kein Deutsch sprechen, unter Verwendung der Standardsprache
Lesen, Umgang mit Texten und Medien
Ende der Grundschule
lesen einfache Sachtexte mit bekannten Wörtern und Begriffen aus der Lebenswirklichkeit
lesen und verstehen altersgemäße Texte
entnehmen Informationen aus nicht kontinuierlichen Texten (Piktogrammen, Hinweistafeln, (Kinder-) Werbung
lesen und verstehen für sie bedeutungsvolle Abkürzungen (z. B. „Nr.“; „DVD“ ...)
lesen schriftliche Arbeitsanweisungen für den Unterricht
„lesen“ und verstehen bildgestützte Texte (z. B. Plakate zum Schulweg; Landkarten (mit Legenden); Sitzplan)
verfügen über Lesestrategien (z. B. Schlüsselwort- oder Leitfragenmethode)
nutzen mit Unterstützung der Lehrkraft Verstehenshilfen (Lexika; Internet ...)
Ende der Orientierungsstufe
verstehen Arbeitsanweisungen (z. B. Kochrezepte, Spiel- und Bastelanleitungen)
lesen und verstehen Sachtexte zu altersgemäßen Themen
lesen und verstehen Ausschnitte aus der Kinder- und Jugendliteratur (Geschichten, Spielszenen, Gedichte)
entnehmen kurzen privaten oder veröffentlichten Alltagstexten (Emails, SMS, Werbetexte, Postkarten, Briefe, Einladungen, Anzeigetafeln, Stadtpläne ...) wesentliche Informationen und Aufforderungen
erfassen wichtige Abkürzungen, Zahlen und Daten
nutzen Hinweise der Lehrkraft und weitere schriftliche Verstehenshilfen
Nach Klasse 9
verstehen auch kompliziertere Aufgabenstellungen und Arbeitsanweisungen, z. B. Anweisungen zur Durchführung eines naturwissenschaftlichen Experiments oder einer landeskundlichen Recherche oder zu mathematischen Textaufgaben
entnehmen einem Text, z. B. Interview, Bericht, Beschreibung, Leserbrief, privatem Brief, Internettext, wesentliche Informationen und Argumente
erfassen in Erzähltexten der Jugendliteratur den Kern des Themas, die zentralen Handlungsfiguren und den Handlungsverlauf
erfassen in kürzeren Texten wesentliche Aussagen, Problemstellungen und präsentieren nachvollziehbare Lösungswege
nutzen Verstehenshilfen selbständig
Nach Klasse 10
erkennen in argumentativen Texten zu verschiedenen Themen, z. B. in Zeitungsartikeln der herkunftssprachlichen Presse, die wesentlichen Schlussfolgerungen
lesen Korrespondenzen, auch im Internet, die sich auf das eigene Interessengebiet beziehen, und erfassen die unterschiedlichen Standpunkte und Sichtweisen
durchsuchen längere Texte gezielt nach Informationen, tragen diese zusammen und ordnen sie, um Aufgaben zu lösen
verstehen Gefühlsaussagen bzgl. Ereignissen, Wünschen und Krisen in privaten Texten
lesen mit Unterstützung durch erwachsene Leserinnen und Leser auch offizielle Texte (z. B. Mitteilungen oder Verlautbarungen der Vertretung des Herkunftslandes)
Schreiben – Texte verfassen
Ende der Grundschule
verfügen über eine gut leserliche Handschrift und zeigen dabei ein übersichtlich gegliedertes Schriftbild
verfassen kurze Texte in leserlicher Form und in alters-angemessener Sprache
verfassen Grußkarten mit einfachen Mitteilungen
schreiben zu Einzelbildern und Bildfolgen kurze Geschichten
beschreiben ihnen bekannte Personen, einfache Gegenstände, Abbildungen u. Ä. nachvollziehbar
Ende der Orientierungsstufe
verfassen einfache Gebrauchtexte des alltäglichen Lebens (Einkaufsliste, Tagesplan, Einladung, Ankündigung etc.)
schreiben persönliche Botschaften in Briefform an Freunde und Verwandte
schreiben E-Mails inhaltsangemessen und adressaten-gerecht
planen, entwerfen und verfassen einfache Texte und überarbeiten sie
verfassen schriftliche Erzählungen von eigenen Erlebnissen oder erfundenen Vorgängen
schreiben Geschichten in Dialoge um
Nach Klasse 9
nutzen Textverarbeitungsprogramme
gestalten Texte zweckentsprechend, strukturiert und adressatenbezogen
formulieren in persönlichen Mitteilungen eigene Gedanken nachvollziehbar
notieren Informationen zu Alltagssituationen
nutzen Informationsquellen, ordnen die daraus entnommenen Informationen und arbeiten sie in ihre Texte ein
verfassen Erfahrungsberichte, Geschichten, Beschreibungen zu verschiedenen Themen und Interessengebieten
Nach Klasse 10
verfassen Erfahrungsberichte, Geschichten, Beschreibungen zu verschiedenen Themen und Interessengebieten
formulieren offizielle Briefe und E-Mails adressaten-gerecht, z. B. Anfragen, Bewerbungen
schreiben einfache Aufsätze zu Themen von allgemeinem Interesse (auch in Verbindung mit Literatur und Literaturverfilmungen)
beziehen zu Nachrichten und Berichten anderer Stellung und erörtern diese in schriftsprachlicher Form
Schreiben – Richtig schreiben
Ende der Grundschule
schreiben die ihnen aus Texten und aus mündlichen Verwendungssituationen bekannten und aktiv genutzten Wörter richtig
schreiben bekannte Texte fehlerfrei ab
geben gut geübte Wörter der Muttersprache mit relativ klarem Wortaufbau und nahezu klarer Phonetik normgerecht (z. B. in Kyrillisch, Griechisch, Arabisch) wieder
verwenden Satzschlusszeichen der Satzart entsprechend richtig
Ende der Orientierungsstufe
erweitern den Grundwortschatz, sichern ihn rechtschriftlich und wenden Strategien der Wortbildung für das richtige Schreiben an (s. Grammatik)
nutzen Rechtschreibhilfen (z. B. Wörterbücher, -listen)
verwenden die Zeichen bei wörtlichen Reden (je nach Regeln der Herkunftssprache)
kennen Wörter in der Grundform und in ihren gebeugten Formen sowie deren abweichende Schreibung und wenden sie richtig an
erkennen eigene Fehlschreibungen, korrigieren sie mit Hilfen und erweitern das Inventar rechtschriftlich gesicherter Wörter
kennen die Konjugationen, die einen Nebensatz einleiten (als, weil, dass, (immer) wenn, obwohl usw.)
Nach Klasse 9
verfügen in wachsendem Maße über Rechtschreibsicherheit der geübten Wörter
erschließen sich neue Wörter durch Anwendung der gelernten Rechtschreibregeln und ihrer Kenntnisse der Wortbildung
nutzen Rechtschreibhilfen erfolgreich
erkennen eigene Fehlerschwerpunkte und wenden Strategien der Korrektur erfolgreich an
wenden die Orthographie des erweiterten Grundwortschatzes (inkl. Wörtern aus dem Sachfachunterricht) sicher an
verwenden die zentralen Rechtschreibregeln der Herkunftssprache
Nach Klasse 10
kennen Beziehung von mehrgliedrigen Satzkonstruktionen (Para-/Hypotaxe) und verwenden die Zeichensetzung entsprechend
verwenden Fachbegriffe, die im Unterricht häufig vorkommen, rechtschriftlich zutreffend
erkennen eigene Fehlschreibungen und korrigieren sie, indem sie dabei RS-Hilfen gezielt nutzen
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
Ende der Grundschule
kennen Wörter mit besonderen Bedeutungen, z. B. literarische Wörter, Fachwörter, Märchenwörter
unterscheiden Nomen, Adjektive und Verben
kennen die hauptsächlichen grammatischen Kategorien von Nomen und Verben in der Mutter- bzw. Herkunftssprache und verwenden sie richtig
kennen die Formen der Verneinung in der Herkunftssprache und verwenden sie richtig
kennen Unterschiede zwischen der Mutter- bzw. Herkunftssprache und dem Deutschen, z. B. mit / ohne Artikel, mit / ohne Großschreibung der Nomen
Ende der Orientierungsstufe
erkennen und verwenden Wörter und Redensarten mit übertragener Bedeutung
wissen über unregelmäßige Erscheinungen in ihrer Mutter- bzw. Herkunftssprache Bescheid und können sie sich bewusst aneignen
sind aufmerksam auf lexikalische und grammatische Unterschiede zwischen der Standardform ihrer Herkunftssprache und umgangssprachlichen oder dialektalen Formen
vergleichen weitere Strukturen ihrer Mutter- bzw. Herkunftssprache mit der deutschen Sprache, z. B. Arten der Pluralbildung, Adjektiv vor / nach dem Nomen, Verneinungswort vor / nach dem Verb
Nach Klasse 9
erkennen die spezifische Bedeutung von Fachwörtern und sind in der Lage, diese in fachlichen Zusammenhängen zu erfragen und zu verwenden
erkennen, bezogen auf ihre Mutter- bzw. Herkunftssprache, Unterschiede zwischen der Ausdrucksweise im Alltag und der Ausdrucksweise in formellen Situationen und in konzeptionell schriftsprachlichen Texten und versuchen ihr sprachliches Handeln daran zu orientieren
vergleichen Erscheinungen der Wortbildung (z. B. Mittel zur Bildung von Abstrakta) und der komplexeren Syntax (z. B. gleichordnende und unterordnende Formen der Verbindung von Aussagen) in ihrer Mutter- bzw. Herkunftssprache und im Deutschen
Nach Klasse 10
erkennen Aussageabsichten in Kommunikationssituationen und kennen Risiken des Misslingens von Kommunikation
kennen Möglichkeiten des Aufrechterhaltens von Kommunikation und nutzen sie in kulturell angemessener Weise
setzen sich mit dem Wechseln zwischen den Sprachen („Code-Switching“) auseinander
sind in der Lage, ihre sprachliche Situation in Deutschland darzustellen und ihre sprachbezogenen Entscheidungen zu begründen
Sprachmittlung
Ende der Grundschule
sind aufmerksam auf Signale des Nichtverstehens bei ihren Gesprächspartnern
sind bereit, sich gegenseitig sprachlich zu helfen, ggf., auch unter Verwendung der deutschen Sprache
beraten sich in der Mutter- bzw. Herkunftssprache über unklare Aufgaben, nicht verstandene Texte oder Textstellen aus dem deutschsprachigen Unterricht
tauschen sich mit anderen in vertrauten Alltagssituationen helfend sprachlich aus (Briefverkehr, Umgang mit Verpackungsaufschriften, Besuch von Einrichtungen ...)
Ende der Orientierungsstufe
übersetzen mündlich aus dem Stegreif kleinere Mitteilungen aus dem Deutschen in die Muttersprache oder umgekehrt
übersetzen schriftlich kurze authentische Texte aus der Muttersprache ins Deutsche und umgekehrt, sie vergleichen ihre Ergebnisse mit den Übersetzungen anderer und besprechen die Unterschiede
sind in der Lage, bei kurzen Gesprächen in beiden Richtungen zu dolmetschen und können die dazu erforderlichen Unterbrechungen des Sprechens organisieren
Nach Klasse 9
können Inhaltsvergleiche von muttersprachlichen und deutschen Texten zum gleichen Thema durchführen
vermitteln bei mehrsprachigen Projekten den Inhalt und den ursprünglichen Verwendungszusammenhang herkunftssprachlicher Texte an deutsch- und anderssprachige Mitschülerinnen und Mitschüler und setzen sie zu den Projektzielen in Beziehung
leisten durch Übersetzung, Zusammenfassung, Erklärung sprachliche Hilfe z. B. bei Durchsagen auf Bahnhöfen und Flughäfen, Meldungen in Rundfunk und Fernsehen, ...)
Nach Klasse 10
sind in der Lage, deutschsprachigen Beratern und Entscheidern Dokumente, die in der Mutter- bzw. Herkunftssprache abgefasst sind, inhaltlich zu erläutern
agieren im Umgang mit Einrichtungen und Behörden (oder bei Bewertungsgesprächen) sprachmittelnd
Interkulturelle Kompetenzen
Ende der Grundschule
kennen Regeln des Umgangs miteinander, die typisch für das Herkunftsland sind, und können sie anwenden.
sind neugierig auf Fremdes und aufgeschlossen für andere Kulturen und die Vielfalt
sind bereit, sich auf fremde Situationen, und können sich in Situationen des Alltagslebens angemessen verhalten
können sich zunehmend in Bezug auf die Befindlichkeiten und Denkweisen anderer einlassen
kennen in Grundzügen den Stellenwert ihrer jeweiligen Religion und die in die Öffentlichkeit wirkenden Zeichen und Formen der Glaubensausübung
Ende der Orientierungsstufe
verfügen über ein grundlegendes Orientierungswissen zu Themen aus eigenen Erfahrungsbereichen (Lebensgewohnheiten, Festen und Bräuchen, traditioneller Kleidung, Musik und Instrumenten ...)
vergleichen kulturspezifische Informationen mit den entsprechenden Aspekten der eigenen Lebenswirklichkeit
erkennen in Liedern, Reimen, bedeutenden Texten der traditionellen und aktuellen Kinderliteratur die kulturspezifischen ethischen Prinzipien
kennen grundlegende landeskundliche Gegebenheiten (Klima, Natur, Städte und Regionen, berühmteste Sehenswürdigkeiten)
erkennen die Grundzüge und den Stellenwert verschiedener Religionen und haben eine Haltung zu den in der Öffentlichkeit wirkenden Formen, Zeichen und Symbolen
Nach Klasse 9
verfügen zunehmend über landeskundliches Wissen (z. B. bzgl. Musik, Natur, Umwelt, Schulsystem, Sport, Freizeit, verschiedene Regionen im Herkunftsland)
haben Kenntnisse und Einstellungen zu kulturspezifischen Traditionen, Wertvorstellungen und zu Rollenverhalten im Ursprungsland
beachten in Begegnungssituationen der interkulturellen Kommunikation ihnen bekannte Konventionen (u. a. Begrüßung, Verabredung, Essen)
akzeptieren andere Kulturen und die kulturelle Vielfalt, haben Bereitschaft, fremde Kulturen kennen zu lernen
gehen mit ungewohnten Erfahrungen sinnvoll und angemessen, angst- und vorurteilsfrei um
Nach Klasse 10
kennen Kommunikations- und Interaktionsregeln ihrer Herkunftsländer und verfügen über ein entsprechendes Sprachregister, das sie in vertrauten Situationen anwenden können
sind neugierig auf Fremdes, aufgeschlossen für andere Kulturen und akzeptieren kulturelle Vielfalt
stellen sich auf fremde Situationen ein und verhalten sich in Situationen des Alltagslebens angemessen
halten ungewohnte Erfahrungen aus, gehen mit ihnen sinnvoll und angemessen um
nehmen kulturelle Differenzen, Missverständnisse und Konfliktsituationen bewusst wahr, und verständigen sich darüber
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Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Weiterbildung und Kultur Rheinland-Pfalz: Rahmenplan Herkunftssprachenunterricht (Januar 2012)
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