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Lehrpläne Saarland
Förderschule – Geistige Entwicklung
Ästhetik
inhaltsbezogen
3.2 Basale ästhetische Entwicklung
9
3.3 Musik, Tanz und Rhythmik
44
3.6 Die eigene Person annehmen und ästhetisch gestalten
12
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3.2 Basale ästhetische Entwicklung
Flüchtige Eindrücke wahrnehmen — Hinweis: Licht, Töne, Stimmen, Musikstücke, Farben, angenehme Atmosphäre wahrnehmen und darauf reagieren
Bereitschaft wecken, sich neuen Eindrücken auszusetzen — Hinweis: Verknüpfen von neuen Erfahrungen mit bekannten, als angenehm empfundenen; Voraussetzung: Vermittlung des Gefühls von Geborgenheit und Wärme
Eindrücke auswählen, Bevorzugung zeigen, dabei sensibilisieren auch für Dinge, die nicht die unmittelbaren Grundbedürfnisse betreffen — Hinweis: Unterschiedliche Reize anbieten, durch Beobachten der Reaktion den bevorzugten herausfinden, diesen anbieten und damit eine behagliche Atmosphäre herstellen
Bewusst wahrnehmen, dass ich Spuren hinterlassen kann — Hinweis: Im frisch geharkten Sand: hineinsetzen und Abdruck betrachten, Zeichen mit Fingern und Händen „schreiben“, Fußspuren hinterlassen Zeichen hinterlassen auf Sandtisch (selbst zu bauender Tisch mit von unten beleuchteter, mit Sand bedeckter Glasplatte), regt wegen des durchfallenden
Die eigene Stimme wahrnehmen und verändern — Hinweise: Jede stimmliche Äußerung sprachlich beantworten und so zu weiterer Lautproduktion anregen; Stimmliche Äußerungen über Mikrofon verstärken, dabei Nähe, menschliche Wärme geben; Situationen: beim Erzählen, beim Pflegen, im Zelt, in der „Höhle“; Veränderte Lautäußerungen, unterschiedliche Lautstärken verstärken
Musikstücke erkennen, auch als Beginn wiederkehrender Aktivitäten — Hinweise: Stimme in unterschiedlichen Räumen erproben: in Hallen, Kirchen, Unterführungen u. ä.; Kassetten und CDs einsetzen mit unterschiedlichsten Musikformen: Lieder mit unterschiedlichen Frauen und Männerstimmen, Chorlieder; Unterschiedlichste Instrumentalmusik, Jazz, Pop, Klassik ....; Reaktionen feststellen; Geeignete Musikstücke auswählen, um immer wiederkehrende Aktivitäten wie Füttern, Pflegen, gymnastische Übungen anzukündigen
Das Angebot gebildeter, dichterischer, gebundener Sprache annehmen — Hinweise: Bei der Musikauswahl ethnische Zugehörigkeit beachten; Gedichte, Gebete, Märchen, Abzählreime, Schüttelreime anbieten und verbinden mit rhythmischen Bewegungen wie wiegen, schaukeln (auch bei gymnastischen Übungen)
Veränderung des Aussehens erkennen, bewusst erleben, aktiv daran teilnehmen, bewusst herbeiführen
Grundlegende Erfahrungen mit und in der Natur machen, Naturphänomene aufnehmen und frei darauf antworten
3.3 Musik, Tanz und Rhythmik
Die eigene Stimme bewusst gebrauchen und Freude an stimmlichen Aktivitäten empfinden — Hinweise: Stimmgeräusche nachahmen, erfinden, Spiel mit Lauten, Wörtern; Tiere nachahmen: Esel, Hund, Katze, Hahn, am Beispiel Bremer Stadtmusikanten. Stimmen können Gefühle ausdrücken: zischen wie Schlangen, brummen wie Bären, ...Tierkonzert: Zeichen ausdenken für laut-leise, hoch-tief, Beginn, Pause, Ende; auch Kinder dürfen dirigieren
Gegenstände der Sachumwelt als Rhythmus- und Musikinstrument gebrauchen können — Hinweise: Möglicher Ausgangspunkt: wir suchen Begleitungsmusik zum Tierkonzert; Suchen nach verschiedenen Materialien im Klassenzimmer, in der Natur; Beispiele: auf den Tisch klopfen mit Fingerknöcheln, -kuppen, flacher Hand, Faust, mit Fingernägeln schnell über Tischfläche streichen, Klangexperimente mit Topfdeckeln, Holzlöffeln, Schüsseln,
Geräusche hören, orten, unterscheiden und benennen können — Hinweis: Hören und wieder erkennen von Geräuschen, Tönen und Klängen, die selbst erzeugt oder von Kassette, CD vorgespielt werden: Telefon, Staubsauger, fließendes Wasser, Fahrradklingel, ....(vgl. dazu „Das Zauberhaus“ CD ROM mit Schwerpunkt Wahrnehmung, unterschiedliche Schwierigkeitsgrade, kann mit Gewinn nur alleine gespielt werden, Cornelsen Verlag)
Sich zu Rhythmen bewegen können, den eigenen Körper wahrnehmen — Hinweise: Spiele mit verbundenen Augen: Welches Kind hat gesprochen? - Aus welcher Richtung kommt der Klang? - Wie bewegt er sich im Raum? -; Einfache Rhythmen mitklatschen, nachklatschen; Sich bewegen nach Gehnoten (Viertel), Laufnoten (Achtel) nach Klatschrhythmus, Handtrommel in Gymnastikraum und Pausenhof, stehen bleiben (Pause), Rhythmus wieder aufnehmen; Sich zu Liedern, Versen, Musikstücken Bewegungen ausdenken, die mit dem ganzen Körper, mit Armen und Händen ausgeführt werden; Schrittfolgen ausführen, unabhängig voneinander im großen Raum, miteinander und dabei versuchen, aufeinander einzugehen
Sprachrhythmen erfahren — Hinweise: Spielmöglichkeiten: Spiele mit Bändern und Tüchern, Bällen, Luftballons oder großen Planen (Fallschirmen); Arbeitsgemeinschaft: Rhythmik; Atemspiele, Luftballonspiele, Zaubersprüche, Gedichte rhythmisch sprechen
Sich mit Freude an Spielliedern beteiligen: mitsingen, mitspielen, mittanzen — Hinweise: Spiellieder, Formen des Reigens anbieten: Schülerinnen und Schülern steht frei, ob und in welcher Form sie das Angebot annehmen Beispiele: Brüderchen, komm tanz mit mir - Ringel, Ringel, Rosen - Laurentia, liebe Laurentia mein - Katzentatzentanzlied (Vahle) - 1, 2, 3 im Sauseschritt (Jöcker) - Dornröschen war ein schönes Kind ..... -; In verschiedenen Situationen des Schulalltags: auf dem Pausenhof, in der Klasse, im Gymnastikraum, im Schwimmbad (ängstliche Schülerinnen und Schüler vergessen dabei die Angst vor dem Wasser) Spiellieder anbieten; Lehrerin oder Lehrer beginnt zu singen, Schülerinnen und Schüler beteiligen sich nach Wunsch: singen, klatschen in die Hände, tanzen mit
Lieder zu verschiedenen Anlässen kennen, sich am Singen nach den jeweils eigenen Möglichkeiten beteiligen — Hinweise: Einbeziehen von Rock- und Popmusik (Lieblings- CDs der Schülerinnen und Schüler berücksichtigen) Play-back Singen, tanzen; Im Laufe der Zeit ein Schulliederbuch entstehen lassen mit Liedern zu verschiedenen Anlässen: Zum Wechsel der Jahreszeiten - Lieder zu Schulgottesdiensten - Zu für die Schülerinnen und Schüler besonders - bedeutsamen Festen wie Geburtstag, Martinstag, Nikolaustag, Weihnachten Fastnachtslieder - Tanz- und Spiellieder - Fangesänge - Ausländische Lieder, besonders Lieder aus der - Heimat ausländischer Mitschülerinnern und -schüler; Regelmäßiges tägliches Singen in geeigneten Situationen des Schulalltags in kleinen und großen Gruppen: immer bekannte Lieder verbinden mit neu zu erlernenden Arbeitsgemeinschaft: Schulchor
Lieder rhythmisch ausgestalten und Bewegungsformen erfinden können — Hinweise: Den Körper als Rhythmusinstrument verwenden: klatschen, stampfen, pfeifen, rufen; Gestische und mimische Ausgestaltung der Texte, Formen des Darstellenden Spiels einbeziehen
Grundformen des Tanzes erproben — Hinweis: Bewegen zu Musikvideos zum Abbau von Bewegungshemmungen; Discotänze, Kreis- und Volkstänze, bei entsprechender Fähigkeit und Motivation auch klassische Tanzformen: Schrittfolgen erlernen
Auf einfachen Instrumenten spielen können, Formen der Begleitung erlernen und schöpferisch anwenden können — Hinweise: Vorwiegend beschränken auf einfach zu bedienende Instrumente: unterschiedliche Formen von Klangstäben, Klanghölzern, Trommeln, Rasseln, Triangeln; Besondere Fähigkeiten von Schülerinnen und Schülern im Instrumentalspiel müssen genutzt werden (Keyboard, Schlagzeug, ...); Begleitungen improvisieren, variieren, Ergebnisse besprechen: Geschmacksbildung Arbeitsgemeinschaft: Instrumentalgruppe Anmerkung: Auf Schülerinnen und Schüler wirkt es sicherlich motivierend, wenn Lehrkräfte sich mit ihren Fertigkeiten, ein Instrument zu spielen, an Schulfesten und –feiern beteiligen.
Einfache Musikinstrumente bauen und darauf spielen können — Hinweise: Bau von Trommeln: Plastikschüssel, große Dose, Fass; Rhythmusinstrumente: Dosen mit Sand, Steinen, ... füllen; Regenmacher: lange Papp- oder Kunststoffröhre mit feinkörnigen Steinen (aus Estrichsand heraussieben) füllen und auf und ab kippen; Gekerbtes Holz mit Holzstab reiben; Jogurtbecher mit Schnur bespannen und zupfen; In Flaschen blasen; Diese Instrumente erproben und in die Instrumentalgruppe einbeziehen Zu den einzelnen Klangeigenschaften zählen Tonstärke, Tondauer, Tonhöhe und Klangfarbe. Jeder Hör-
Klangeigenschaften kennen lernen und mit Instrumenten ausdrücken
Bewusst Gefühle erleben, die Musik auslöst (und darüber sprechen können)
Musik kann Geschichten erzählen
Wir können mit Musik Geschichten begleiten
Bewusst die Vielfalt von Musik wahrnehmen — Hinweise: Sich bewusst machen, wo überall Musik zu hören ist: zu Hause in Radio und Fernsehen, im Konzertsaal, in der Kirche, in der Schule, im Kino, ...; Bei Stadtgängen bewusst wahrnehmen, dass Musik auch dort zu hören ist, wo man sie nicht erwartet, in Kaufhäusern, in Restaurants Zuordnungsspiele: Wo hört man welche Musik?; Werbespots im Fernsehen: aufgreifen gesungener oder gesprochener Bestandteile von Werbung, die Schüler spontan äußern, gemeinsames Anschauen von Werbefilmen, Elemente wie Musik, Sprache, Form, Farbe, Bewegung, bestimmte Menschentypen herausfinden, gemeinsam nachdenken, wie die-; se Elemente zusammenwirken und was damit erreicht werden soll; Regelmäßige Gespräche über die aktuellen musikalischen Vorlieben in der Klasse: Klassenhitliste; Kennen und erkennen wichtiger Musikinstrumente: Besuch einer Musikalienhandlung, einer Orchesterprobe, Einladung an Musiker, Musikgruppen, die
Häufig hören Schülerinnen und Schüler über Kopfhörer Musik auf dem Schulweg, während der Pause, außerhalb der Schule. Durch Versuche deutlich machen, mit Kopfhörer nimmt man die Umwelt nicht mehr gut wahr: Mit Kopfhörer Gespräche führen lassen -
Erleben, dass es Gefahren in sich Geräusche hören lassen birgt, in manchen Situationen Musik Ein Auto fährt vorbei zu hören Die Schülerinnen und Schüler aufmerksam machen auf die Gefahr von Hörverlusten durch das häufige Hören von zu lauter Musik. Sagen Sie nur nicht, Sie könnten das nicht: Wir wollen mit Ihnen singen, tanzen und Spaß haben!
Im Spiel sich mit Rollen auseinander setzen und sich mit ihnen identifizieren — Hinweis: Im freien Spiel verschiedene Rollen erfahren, erleben; die Schülerinnen und Schüler einfach nach ihren Ideen spielen lassen; evtl. Impulse zum Spiel anbieten
Die eigene Sprache wahrnehmen und sie zum Spiel einsetzen — Hinweis: Die Schülerinnen und Schüler zum Gebrauch ihrer Sprache ermutigen; einfache Übungen hierzu anbieten (durch den Raum gehen und laut, leise sprechen)
Andere Mitschülerinnen und -schüler im Spiel wahrnehmen und auf diese reagieren — Hinweis: Insbesondere der soziale und gruppendynamische Prozess hat einen sehr hohen Stellenwert; durch Aufwärmübungen, gruppendynamische Spiele diesen in jeder Stunde (z. B. zu Beginn) berücksichtigen
Im Spiel eigene Ideen entwickeln und diese ins Spiel einfügen — Hinweis: Möglichkeiten schaffen, dass die Schülerinnen und Schüler eigene Ideen im Spiel umsetzen können; in einem “sicheren” Gruppenrahmen ist dies schrittweise möglich
Die Gestaltung des Spiels mitgestalten — Hinweis: Die Schülerinnen und Schüler bringen eigene Musik mit, Ideen der Schülerinnen und Schüler aufgreifen und diese ausprobieren
Möglichkeiten schaffen, dass die Schülerinnen und Schüler Szenen auch selbstkritisch beurteilen können — Hinweis: Die Gruppe in Kleingruppen aufteilen, eine Gruppe agiert als Zuschauer (...); Arbeit mit dem Videogerät
Die geschaffenen Spielideen gemeinsam aktiv ausgestalten — Hinweis: Zusammen Kostüme, Kulissen, Requisiten usw. gestalten und die übrigen Felder des Aktivitätsbereichs Ästhetik mit einbeziehen
Spielerlebnisse spüren und fühlen — Hinweis: Auch stärker behinderte Schülerinnen und Schüler ihren Möglichkeiten entsprechend mit einbeziehen
Klänge und Musik als Gestaltungselement erleben und erfahren — Hinweise: Mit Tüchern, Düften, Lichteffekten Erlebniswelten schaffen; Die Möglichkeiten der rhythmisch-musikalischen Unterstützung nutzen, mit Klängen, Geräuschen, Musik arbeiten; zu Beginn einer Stunde Entspannungsmusik einsetzen, um sich auf die Stunde einzustimmen
Mit unterschiedlichen Spielmöglichkeiten experimentieren und diese erleben
Durch die Identifikation mit einer Rolle diese durch Bewegung, Sprache, Mimik und Gestik füllen
Verknüpfungen mit Bewegung erfahrbar machen
Selbstbewusstsein und Selbstsicherheit spüren und erlebbar machen
Sinnliche Grunderfahrungen mit Gestaltungsmitteln zulassen und sammeln — Hinweis: Berühren und Bemalen der Hände/des Körpers zulassen. Dabei: Die Beschaffenheit verschiedener Materialien im - freien Ausprobieren erfahren (Matschen, Verbindungen von Kleister-Farbe und Sand ausprobieren, Ton verformen, Grafit verreiben ...) Verschiedene „Malgründe“ kennen lernen: - Papier in verschiedenen Formaten und Qualitäten, Stoff, Strukturtapete, Holz, Kleistergrund Wahrnehmungserfahrungen mit dem ganzen Kör- - per sammeln (Einwickeln, Bemalen, mit Röhren und Kisten verkleiden ...) Aktionen mit Foto, Video dokumentieren -
Zeichen-, Farb- , Form- und Raumwirkungen wahrnehmen im spielerischen Umgang mit Materialien — Hinweise: Spuren hinterlassen: mit nassen Füßen, mit Stöckchen in nasser Farbe, mit Stiften/Wachsmalblöcken auf einem Blatt; Zufallstechniken nutzen: Klecksografien, Schnurbilder, Murmelbilder, Pul- - verfarbe auf Kleisterpapier, Farbe verpusten Farbveränderungen beim Zusatz einer weiteren - Farbe wahrnehmen; Spiel mit Kisten und Kartons: kann ich mich in die Kiste setzen? Ist sie zu eng für mich? Wie viele Kinder passen hinein? ...; Schulräume durch Abhängen mit Tüchern verkleinern/verändern, für andere Zwecke nutzbar machen; Höhlen bauen; Runde und eckige Formen ertasten; Frottagen verschiedener Oberflächen herstellen → Max Ernst: Der Wald
Bewegungen wahrnehmen und umsetzen — Hinweise: Farbverläufe beobachten (siehe Zufallstechniken); Bewegung in Farb- oder Zeichenspuren umsetzen (Farbe in Dosen mit Löchern füllen, über großformatiges Papier führen, Farbe mit Plastikspritzen auf Papier aufbringen) → Jackson Pollock: Blue Poles
Farben und Formen erkennen, unterscheiden und zuordnen — Hinweise: Malen nach Musik; Sammlungen von Gegenständen anlegen, sortieren, damit spielen, zu Objekten montieren
Namen von Farben und Formen kennen lernen und benutzen — Hinweis: Zunächst Grundfarben und Unterscheidung rund, eckig kennen und dann Mischfarben: Ausdifferenzierung von Form- und Oberflächenbeschreibung erarbeiten → Wassily Kandinsky: Farbstudie, Quadrate mit konzentrischen Ringen
Gestalten in der Fläche: - Flächen füllen - Flächen strukturieren - Einzelelemente in der Fläche positionieren und gruppieren - Eigene Bildzeichen entwickeln: für sich selbst, für andere Personen, für Dinge aus dem Erlebensbereich - eigene Bildzeichen in der Fläche anordnen — Hinweise: Flächen mit verschiedenfarbigen/-artigen Papieren bekleben; Vorgegebene Flächen mit Flüssigfarbe oder dicken Malstiften bearbeiten; Flächen mit Abdrücken füllen: Spuren in Farbflächen hinterlassen, Muster in weichen Gips/Tonplatten kratzen, Monotypien herstellen, Papierformate nutzen lernen: Elemente nicht nur am Rand verteilen, Elemente reihen, häufen, streuen: Gestalten von Bildern mit Stempeln - Legen von Mustern mit Plättchen - Selbst hergestellte oder vorgegebene Papier- - formen aufkleben → Paul Klee: Der Goldfisch, Abdrücke von Körperteilen als Zeichen für sich selbst, Wahrnehmung/Betrachtung des eigenen Aussehens im Vergleich zu Mitschülerinnen und -schülern, Zeichnen und Malen von Selbstbildnissen - auch
Gestalten im Raum: - Vorgefundene Objekte verändern und verfremden - Modellieren und Zusammenfügen - Einfache Verbindungs- und Bautechniken kennen lernen - Mit gleichförmigen Elementen bauen - Bauen und montieren mit Materialien aus der Umwelt — Hinweise: Alltagsgegenstände und Formteile durch Eintauchen in Farbe, Bemalen, Bekleben mit Papier verändern: Assemblagen herstellen → Picasso: Stierkopf; Freies Formen mit Ton: Grundformen herstellen (Walze, Kugel), Tonstücke zusammenfügen, Mit Gips und Papiermaschee experimentieren, Kleben, Schichten, Stecken, Binden, Nageln, Bauklötze, Bierdeckel, Eierkartons, Schachteln zum Aufbau von Türmen, Häusern, Bergen nutzen, Natur- und Abfallmaterialien nutzen Häuser und Höhlen bauen - „Schachtelmonster“ - Freie Gebilde gestalten - → Picasso: Geige; Gezielte Einführung und Übung des Umgangs mit
Verschiedene gestalterische Grund- Flüssigfarbe, Deckfarbe, Stempeln, Borstenpinseln, techniken kennen lernen und nutzen Schere und Kleber ...
Verschiedene Gestaltungstechniken miteinander verbinden
Eigene bildnerische Ideen entwickeln und umsetzen
Selbstständig aus verschiedenen angebotenen Techniken wählen
Ein (vorgegebenes oder selbst gewähltes) Thema in eigenen Ausdruck umsetzen
Ästhetische Informationen aufnehmen und als Grundlage eigenen Ausdrucks nutzen
3.6 Die eigene Person annehmen und ästhetisch gestalten
Sich bewusst werden, wir unterscheiden uns von anderen, jeder von uns sieht anders aus, jeder von uns ist einmalig und wertvoll — Hinweis: Auf dieses Thema immer wieder eingehen: positive Eigenschaften, Leistungen in der Weise herausstellen, dass auch schwächere Schülerinnen und Schüler vor ihren Mitschülerinnen und -schülern und in ihrem sozialen Umfeld bestehen können. Anlässe: Fototermin, Religionsunterricht, Sport, Klassendienste, ...
Bewusst Veränderungen durch andere Kleidungsstücke erleben, Freude daran haben, selbst herbeiführen — Hinweis: Hut, Brille, Kittel anziehen, Schal um Kopf binden Ich ziehe die Mütze und Brille der Lehrerin oder des Lehrers an Rollenspiele: Lehrerin, Lehrer, Mutter, Vater, Hausmeister, Handwerker sein, Rollentausch zwischen Jungen und Mädchen
Erfahren, dass man sauber gewaschen und gut gekämmt leichter akzeptiert wird, Erfahrung täglich realisieren — Hinweis: Aspekt der Hygieneerziehung, verdeutlichen anhand von Fotos, Filmen und Werbematerial: äußerlich gepflegte Menschen wirken sympathisch, Übertragung auf eigene Situation
Erfahren, dass saubere, ausgebürstete, gebügelte Kleidung mich besser aussehen lässt, diese Erfahrung im Alltag umsetzen — Hinweis: Praktische Übungen in der Gruppe: ausbürsten, waschen, bügeln, Schuhe putzen, gemeinsames Beurteilen des Ergebnisses
Veränderungen herbeiführen können durch andere Frisuren, beurteilen können: So finde ich mich hübsch, das steht mir nicht — Hinweise: Über Frisuren der Gruppenmitglieder sprechen, diese beurteilen, eigene Frisur konkret verändern, Ergebnis in der Gruppe besprechen; Spiel mit entsprechendem PC Programm mit eingescannten Fotos der Schülerinnen und Schülern
Veränderungen herbeiführen durch Schminken: Lippen, Wangen, Augenbrauen, Wimpern, Abdecken von Hautunreinheiten, Beurteilen können: So will ich aussehen — Hinweis: Kosmetikkurse in der Gruppe, Beratung und Hilfe durch Lehrkräfte, möglicherweise auch durch Fachkraft von außerhalb der Schule (Mutter), Beurteilung der Ergebnisse durch die Gruppe
Anfertigen neuer Kleidungsstücke: Halstuch, Schal, die nützlich sind und schmücken, T-Shirts färben, Zierborten annähen
Schmuck beurteilen, selbst anfertigen, auswählen, kaufen — Hinweise: Auffädeln und anlegen einfacher Perlenketten, Anhänger aus Speckstein, Armband aus Kupfer; Ein Schmuckstück (Geburtstagsgeschenk) selbst auswählen und kaufen
Erfahren, dass man bewusst eine neue Identität annehmen kann durch andere Kleidung, starkes Schminken, Masken — Hinweis: Fastnacht, Rollen- Theaterspiel: Ich werde zur Fee, zum Zauberer, zum Räuber, zur Katze, Projekte: Die Bremer Stadtmusikanten, Peter und der Wolf. ...., Ich trage Fankleidung: Warum? Wo passt sie hin? Wo nicht? Berichte über das Verhalten von Fans besprechen
Sich bewusst werden, dass man Duft (Seife, Deodorant, Parfum) bei anderen Menschen als angenehm empfindet, Duftnoten für sich selbst herausfinden — Hinweise: Anknüpfen an Unterrichtsvorhaben „Hygiene“, Körperpflege nach Sport, zufällige Anlässe (Du riechst heute so gut!) aufgreifen; Parfüms beurteilen, Lehrerin oder Lehrer als Vorbild
Erkennen, dass ich in Grenzen selbst für meinen Körper verantwortlich bin: für Gesundheit, Kraft und Geschicklichkeit, Figur — Hinweise: Die Gefahr ist zu vermeiden, unbewusst Markt und Modetrends zu propagieren; Ich bin dann „richtig“, wenn ich mich in meinem Körper wohl fühle; Einbetten in Unterrichtsprojekte, wie z. B.: „Mein Körper“, „Olympische Spiele“, „Wir ernähren uns gesund“ u. a. m.
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Saarland, Ministerium für Bildung, Kultur und Wissenschaft — Lehrplan für die Schule für Geistigbehinderte, Gesamtausgabe 2004. Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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