Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
2.2.1 Allgemeine Kenntnisse über Arbeit erwerben
Wissen, dass Menschen arbeiten: - In Berufen - An Arbeitsplätzen des 1. und 2. Arbeitsmarktes - An Arbeitsplätzen außerhalb der Arbeitsmärkte — Hinweis: Beschäftigungsarten sind z. B.: Entlohnte Arbeit im Betrieb, Unbezahlte Arbeit in der Familie, Arbeit im sozialen Bereich/Ehrenamt, Schichtarbeit
Gründe kennen, warum Menschen arbeiten: - Gesellschaftliche Notwendigkeit - Lebensunterhalt - Konsum - Soziale Kontakte - Wertschätzung — Hinweise: Arbeit als Wert an sich: persönliche und gesellschaftliche Entwicklung; Gründe aus dem näheren Umfeld erfragen (Interviews)
Arbeiten kennen lernen, die für die eigene Person in Frage kommen — Hinweis: Besuche der Werkstatt für Behinderte, Tagesförderstätte sowie anderer Produktionsstätten und Dienstleistungsbetriebe
Zusammenhang von Arbeit und Lohn kennen: - Verschiedene Formen entlohnter Arbeit kennen - Lohnabzüge kennen — Hinweise: Beispiele für entlohnte und nicht entlohnte Arbeit; Steuern, Kranken-, Arbeitslosenversicherung, Altersvorsorge
Wissen, dass es Arbeitslosigkeit gibt: - Gründe - Aufgaben des Arbeitsamtes kennen — Hinweise: Gibt es Arbeitslose in deiner/eurer Familie, Wohngruppe, Bekanntschaft?; Arbeitsamt aufsuchen, Sachbearbeiter einladen, freier Arbeitsmarkt miteinbeziehen
2.2.2 Zusammenhang zwischen Arbeit und Wirtschaft kennen
Die Bedeutung der Arbeitsteilung kennen: - In Handwerk, Industrie, Landwirtschaft usw. - Im Betrieb (Herstellung, Vertrieb, Verwaltung) - Spezialisierung — Hinweise: Arbeitsteilige Produktionsverfahren; Betriebsbesichtigungen, -erkundungen; Unterschiedliche Voraussetzungen bedingen Spezialisierung
Bedeutung von Mechanisierung, Automation kennen: - Steigerung der Produktivität - Mehr Freizeit - Arbeitslosigkeit — Hinweis: Beispiele in der Schule (Sekretariat), im Handwerk (Schreiner, Bäcker etc.) nahe gelegenen Industriebetrieben, Werkstatt für Behinderte (industrielle Abteilungen etc.) suchen
Chancen und Risiken für die eigene Berufswegplanung erkennen
Waren und Dienstleistungen zur Befriedigung eigener Bedürfnisse erkennen: - Weg vom Produkt zum Verbraucher verfolgen - Märkte erkunden - Mit Werbung umgehen können - Verschiedene Zahlungsweisen kennen (Barzahlung, Scheck, Kartenzahlung, Überweisung, Online-Banking) — Hinweise: Was brauche ich wirklich?; Konsumgüter in ihre Einzelteile zerlegen, Rohstoff-, Produktions- und Transportfrage ansatzweise klären; Abteilungen in Kaufhäusern besuchen; Werbung besprechen und nachspielen
2.2.3 Persönlichen Bezug zur Arbeit entwickeln
Sich auf eine Arbeitssituation einstellen: - Ängste vor Neuem überwinden - Mit neuen Mitarbeitern zusammenarbeiten - Sich auf veränderte Situationen einstellen — Hinweis: Anbahnung von Lernsituationen außerhalb der Schule (Betriebspraktika, Kooperation mit anderen Schulen), innerhalb der Schule (Arbeit in Fachräumen, klassenübergreifende Projekte, Arbeitsgruppen)
Arbeitshaltungen entwickeln - Engagement - Kooperation - Selbstständigkeit — Hinweis: Bewusst machen, Erlernen, Einüben und Festigen von Arbeitshaltungen, wie z.B.: Sorgfalt, Ausdauer, Arbeitstempo, Pünktlichkeit
Bedeutung und Wert der fertigen Arbeit würdigen — Hinweis: Über das Produkt Selbstbestätigung erfahren, Selbstbewusstsein erweitern, unabhängig von der Einschätzung Außenstehender
Arbeitsergebnisse beurteilen lassen - Beurteilung ertragen - Misserfolge ertragen - Verbesserungsvorschläge annehmen — Hinweis: Sachliche Kriterien für Beurteilungen sind: Sachgerechtheit, Funktionsgerechtheit, Ästhetik
2.2.4 Angemessenes Verhalten gegenüber Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ) 6.2.1
Künftige Vorgesetzte mit Namen und Aufgabenbereich kennen — Hinweis: Praktikum frühzeitig nutzen, um spätere Vorgesetzte kennen zu lernen (Fotos, Videos, Pin- Wand)
Sich gegenüber Vorgesetzten richtig verhalten: - Angemessene Anweisungen erfüllen - Überzogene Anweisungen angemessen zurückweisen - Sich etwas erklären und zeigen lassen - Kritik annehmen — Hinweis: Werkunterricht nach Möglichkeit als reale Arbeitssituation gestalten: In Gruppen, Transfermöglichkeiten nach Möglichkeit spielerisch anbieten
Sich gegenüber Arbeitskollegen angemessen verhalten: - Kollegen wahrnehmen und begrüßen - Fragen stellen und beantworten - Zeigen und erklären - Meinung des Kollegen dulden - Hilfe anbieten und leisten — Hinweise: Jeden Kontakt im Allgemeinen und Aufnahme einer neuen Schülerin und eines neuen Schülers im Speziellen als Lernanlass nutzen; Im Rollenspiel Verhaltens- und Sprachmuster einüben; Möglichkeiten zur gegenseitigen Hilfestellung bewusst machen
Sich bei Konflikten richtig verhalten: - Vorgesetzten/Mitarbeitern zuhören - Ruhe bewahren, nachdenken, mit anderen sprechen - Konflikte ertragen - Vermittlerstellen kennen und aufsuchen — Hinweis: Betriebspraktika unter dieser Fragestellung beleuchten und z. B. aufarbeiten durch: Rollenspiele, Bildergeschichten, Grundlegende Gesprächsregeln deutlich machen, Alltägliche Situationen aufgreifen und auf ihre Übertragbarkeit überprüfen
2.2.5 Mit Schwierigkeiten am Arbeitsplatz zurechtkommen
Unzufriedenheit und entsprechende Gefühle mitteilen, sich nicht entmutigen lassen — Hinweis: In Praktika und Arbeitsprojekten entsprechende Probleme angehen, wie z. B.: Unter-/Überforderung, Soziale Konflikte
Erkennen, dass jeder Arbeitsplatz Vor- und Nachteile hat
Eigene Fähigkeiten realistisch einschätzen
Wunsch nach einem Arbeitsplatzwechsel vorbringen
2.2.6 Zur Sicherheit am Arbeitsplatz beitragen
Schutzmaßnahmen kennen und beachten, wie z. B.: - Persönliche Schutzmaßnahmen (Kopf, Fuß, Augen, Gesicht, Atem, Körper) - Gefahrenzeichen - Maschinenschutzvorrichtungen — Hinweise: Unfallträchtige Situationen nachstellen; Bei der Einführung von Maschinen Unfallverhütungsvorschriften miteinbeziehen (vgl. z. B. Unterlagen der Gemeindeunfallversicherung Nr. 57.1.30.6 ); Kennenlernen der Schutzvorrichtung durch konkrete Demonstrationen der Lehrkraft
Verbote und Hinweise kennen und beachten — Hinweis: Rauchverbot, Verbot offenen Feuers, Trinkverbot, Verbot mit der Hand hinzufassen
Gefahrenschilder kennen und beachten — Hinweise: Gebote: blau, Verbote: rot, Warnung: gelb; Hochspannung, Feuergefahr, Vergiftungsgefahr; Schwebende Lasten; Explosionsgefahr
Gefahrenquellen kennen und sie beseitigen — Hinweise: Unfallträchtige Situationen werden zum Unterrichtsthema; Anreizen muss vorgebeugt werden, bei Notwendigkeit strenge Verbote
Sich bei Unfällen am Arbeitsplatz richtig verhalten: - Verletzungen bei sich und anderen wahrnehmen - Sich bei Verletzungen zu helfen wissen — Hinweise: Sensibilisiert sein für kleine und große Verletzungen bei sich und anderen; Unterscheidung zwischen Schnitt-, Schürf-, Brandwunden; Arbeitsablauf unterbrechen, Verletzung melden, Erste-Hilfe-Kasten besorgen, sich selbst oder andere versorgen; Eventuell Erste-Hilfe-Kurs
Körperliche und seelische Verfassung einschätzen und mitteilen können — Hinweis: Unwohlsein, Krankheit, Medikation, Drogen
2.3.1 Allein und in der Gruppe arbeiten
Eine Arbeit nach Erklärung alleine bewältigen — Hinweis: An bekannten Arbeitsmaterialien und -mitteln isolierte Grundfertigkeiten im Zusammenhang anwenden
Mit Partnern zusammen arbeiten: - Absprachen treffen - Helfen - Helfen lassen - Regeln kennen — Hinweise: Anwenden von Arbeitsvorgängen in einer Arbeitsgruppe; Lernsituation: zwei Partner an einem Arbeitsplatz, ergänzende Werkzeuge, ein mehrgliedriger Arbeitsauftrag, entsprechende Sprachmuster sind zu verwenden
2.3.2 Einzelstücke anfertigen
Arbeitsschritte in logische Abfolgen einteilen können — Hinweise: Grundlegende materialbezogene Arbeitstechniken auf die Fertigung von Einzelstücken anwenden; Fertigkeiten in einer logischen Abfolge anwenden
Individuell gestaltete Gegenstände in ihrer Eigenart erkennen und sich an ihnen erfreuen — Hinweis: Kritische Betrachtung und Wertung unterschiedlicher Arbeiten
Starke Identifikation und Wertschätzung mit dem eigenen Werkstück — Hinweise: Vergleich zwischen handgefertigten Einzelstücken und seriengefertigter Industrieware verschiedener Materialien; Herstellung eigengenutzter Werkstücke bevorzugen
2.3.3 Produkte in Serie herstellen
Tätigkeitsmerkmale einer Serienfertigung kennen — Hinweise: Bedeutung der Serienfertigung als gleichzeitige oder unmittelbar aufeinander folgende Herstellung gleicher Werkstücke; Je nach Förderbedürfnis sind einfache Teilaufgaben bis mehrgliedrige Arbeiten anzu-
Endprodukt bzw. Verwendungszweck kennen — Hinweis: Teilarbeiten im Gesamtprozess in logischer und richtiger Abfolge durchführen
Sich den Umständen einer Serienfertigung anpassen — Hinweise: Abläufe koordinieren, rhythmisieren und automatisieren; Gesteigerte Wertigkeit durch mehrgliedrige Arbeitsaufgaben
2.3.4 In der Fließfertigung tätig sein
Tätigkeitsmerkmale einer Fließfertigung kennen — Hinweis: Massenfertigung unter Zugrundelegung eines Zeitfaktors, wobei der Einzelne nur Teile des Ganzen anfertigt
Isolierte Grundfertigkeiten in verschiedenen Arbeitsprozessen einbringen und deren Bedeutung im Produktionsprozess kennen
Verantwortung für das gemeinsame Projekt übernehmen — Hinweis: Gesamtarbeit muss in angemessene kleine und einfache Teilarbeiten aufgegliedert sein
Anpassen des Arbeitstempos an das der Gruppe — Hinweis: Schülerin und Schüler müssen eine oder mehrere Teilarbeiten beherrschen
Über- und Unterforderung äußern, Kritik annehmen — Hinweis: Ankommende Teilstücke aufnehmen, bearbeiten, weitergeben
Kennen und würdigen der eigenen Teilarbeit im Kontext des Ganzen — Hinweise: Teilarbeit leisten, kontrollieren; Helfen, Hilfe anfordern; Für Materialnachschub sorgen
2.3.5 An Maschinen arbeiten
Wichtige Maschinen (Namen, Verwendungszweck) kennen, richtig bedienen, sich an ihre Handhabung gewöhnen und nutzen — Hinweis: Zunächst lernen die Schülerinnen und Schüler die Maschinen im Werkraum der Schule als arbeitserleichternde Werkzeuge kennen
Einsicht in Funktion, Aufgabe und Gefährlichkeit von Maschinen — Hinweis: Bei Betriebserkundungen, Praktika u. a. m. lernen die Schülerinnen und Schüler speziellere und leistungsfähigere Maschinen in Funktion, Aufgabe, aber auch als Gefahrenquelle
Übertragung allgemeiner Maschinenkenntnisse auf andere Bereiche
Angstabbau gegenüber Maschinen — Hinweis: Anfangs nur kurzzeitig an Maschinen tätig sein
Sicherheitsvorschriften der Unfallkasse Saarland beachten — Hinweise: Hilfen für die Schülerinnen und Schüler an den Maschinen (Vorrichtungen, Anschläge); Bedienungsanleitung auf den Stand der Kommunikationsmöglichkeit der Schülerinnen und Schüler bringen; Unfallverhütung beachten (Signale, spezielle Abschaltvorrichtungen, Informationen von Berufsgenossenschaften u. a. m.)
Wissen, dass Maschinen arbeitserleichternde Werkzeuge sind
Maschinen pflegen — Hinweise: Maschinen reinigen, auf- und abbauen; Demonstration der Nicht-Pflege an Beispielen aufzeigen: Rost, verstaubte und zerfressene Lager u. a. m.
2.3.6 Mit Computer und computergesteuerten Maschinen umgehen
Die wichtigsten Komponenten eines Computersystems kennen und mit den richtigen Bezeichnungen benennen — Hinweis: Der Schülerin und dem Schüler müssen bei der Bedienung des Computers drei Ebenen vermittelt werden: Ein- und Ausgabemedien, Betriebssystem und Benutzeroberfläche, Anwendungsprogramme
Teile einer Datenverarbeitungsanlage und ihre Bezeichnungen kennen
Einfache Anwendungsmöglichkeiten kennen — Hinweis: Einfache Lern- und Anwendungsprogramme benutzen
Eingabeeinheiten eines Computers bedienen — Hinweis: Mit Steuerknüppel, Tastatur, Maus o. ä. umgehen, Befehle eingeben können
An- und übernehmen neuer Begriffe — Hinweis: Entwickeln klarer Begriffe und Bezeichnungen
Technische Abläufe bei der Computerbedienung bewältigen — Hinweise: Sachgerecht ein- und ausschalten, Diskette wechseln, Programm starten; Verschiedene Datenträger benutzen; Erfahrungen mit computergesteuerten Maschinen sammeln (Betriebspraktikum)
2.3.7 Planung, Fertigung und Verkauf unter wirtschaftlichem Aspekt
Produktentscheidung im Hinblick auf Machbarkeit, finanzielle Möglichkeiten, Nachfrage und Absatzmöglichkeiten — Hinweis: Produktionsstätten in der Schule (Werkraum), Materialauswahl, Recycling, Bedarfslage ermitteln, Schulfest, Flohmarkt etc.
Festlegen der Produktionsform und des Produktionsablaufs — Hinweis: Einzel-, Serien- und Fließfertigung
Ermittlung des Verkaufspreises (Kalkulation) — Hinweis: Erstellen einer Materialliste, Einholen von Angeboten, Preisvergleich, eigene Lohnvorstellungen, Nebenkosten
Fertigung — Hinweis: Produkte aus Handwerk und Technik sowie Industrie vergleichen
Methoden der Vermarktung — Hinweis: Mundpropaganda, Schülerzeitung, Tageszeitung, Handzettel, Plakate, Schul-Homepage
Gewinn- und Verlustrechnung anlegen — Hinweis: Unterschied zwischen Umsatz und Gewinn durch Gegenüberstellung der Einnahmen und der Ausgaben deutlich machen
Verantwortlicher Umgang mit Geld — Hinweis: Anlegen eines Kontos, eines Sparbuchs
2.4.1 Mit Holz arbeiten
Grundlegende Erfahrungen mit Holz haben, wie z. B.: - Mit Holz kann man bauen - Holz kann schwimmen - Holz brennt u. a. m. — Hinweise: Bauen mit Holzbaukästen; Mosaike und Reliefe (aus verschiedenen Hölzern, aus Rinde und Zweigen) legen und aufkleben; Stempel aus Resthölzern (stempeln/abreiben); Vergleich mit anderen Materialien
Wissen wie Holz entsteht — Hinweise: Lernort: Wald, Sägewerk; Einbezug von Experten in den Unterricht
Verschiedene Holzarten kennen — Hinweise: Weiche Hölzer sind z. B. Tanne/Fichte, Buche dagegen ist hart; Heimische Hölzer - tropische Hölzer
Kennen der Handelsformen — Hinweis: Bretter, Balken, Kantholz, Leisten, Dübel, Rundholz
Etwas über die Funktion des Waldes wissen — Hinweis: Massivholz, Furniere, Sperrholz, Tischlerplatten, Spanplatten (auch kunststoffbeschichtet)
Ökonomischer Umgang mit dem Rohstoff Holz (Beispiel Regenwald) — Hinweis: Lernort: Baumarkt/Schreinerei
Wissen um die Verwendung von Holz — Hinweis: Baumaterial, Möbel, Gebrauchsgegenstände, Kunstgewerbe, Brennmaterial
Übernahme von Verantwortung für Werkraum und Werkzeuge (Pflege/Instandhaltung) — Hinweis: Aufräumen von Werk- und Materialräumen, Durchführung und Mitarbeit bei Werkzeugund Maschinenpflege
Holzverbindungen kennen und herstellen: - Leimen - Dübeln - Nageln - Schrauben — Hinweise: Trennbare/nicht trennbare Verbindungen, wie z. B. Leimen, Dübeln, Nageln, Schrauben; Benutzung von Spannwerkzeugen, wie z. B. Schraub- und Klemmzwinge, Schraubstock; Benutzung von Schraubendrehern, wie z. B. Schraubendreher, Akkuschrauber; Leimen: Verbindung mit verschiedenen Leimen herstellen, Klemmwerkzeuge sachgerecht einsetzen, Abbindezeit beachten, Möglicher Lernanlass: Relief, Collage (unterschiedliche Materialien zusammenleimen, auf Gehrung geschnittene Leisten zu einem Rahmen zusammenleimen); Dübeln: Verhältnis Bohrer zum Dübel beachten, evtl. Bohrtiefe begrenzen, Dübel mit Leim einsetzen und einschlagen, Möglicher Lernanlass: Schlüsselbrett, Garderobe (Einsetzen von Dübeln in Leisten oder Brettern); Nageln: Kennen von verschiedenen Nägeln, Einschlagen in unterschiedliche Materialien (Pinzettengriff, Hammerhaltung), Möglicher Lernanlass: Fadenbilder, Nagelbild, Umrissnageln (Akzeptanz von vorgegebenen Nagelpunkten); Schrauben: Kennen verschiedener Schraubenarten und entsprechender Werkzeuge, Eindrehen von Schrauben in unterschiedliche Materialien (ggf. vorbohren, einschlagen) mittels Schlitz- oder Kreuzschlitzschraubendreher oder Akkuschrauber (Bitauswahl entsprechend der Schraubenart), Möglicher Lernanlass: Spielkiste bei der die Verbindungen mittels Schrauben hergestellt werden; Tackern (mechanisch/elektrisch): Möglicher Lernanlass: Rückwände auf- Tackern
Beachten von Sicherheitsbestimmungen der Unfallkasse Saarland für den Umgang mit Werkzeugen und Maschinen
Holz trennen — Hinweis: Brechen/spalten (grobe Trennung)
Sägen mit unterschiedlichen Sägen — Hinweis: Fuchsschwanz, Gehrungssäge, Feinsäge, Baumsäge, Laubsäge, Dekupiersäge, elektrische Stichsäge (Körperhaltung und Fußstellung beachten, Sägen mit der gesamten Länge des Blattes, Markierungen beachten)
Holz bohren — Hinweis: Bohren mit verschiedenen Bohrmaschinen (Nagelbohrer, Handbohrer, Handbohrmaschine, Ständer- und Tischbohrmaschine)
Beachten der Materialökonomie (Holz kostet Geld) — Hinweise: Bohrerauswahl entsprechend dem Material, Durchmesser des Bohrers, Schnittgeschwindigkeit, Einspannen des Bohrers in das Bohrfutter; Sichern des Materials durch Maschinenschraubstock; Mögliche Lernanlässe: Herstellen von Spielen wie z. B. Einsiedlerspiel, Herstellen von Kerzenständern, Bohrungen für Kerzen in unterschiedlichen Größen
Holz formen — Hinweise: Anzeichnen der Form mit Hilfe einer Schablone; Material z. B. abheben mittels: Raspel, Feile, Hobel, Stemmeisen, Schnitzmesser; Möglicher Lernanlass: Herstellen einfacher Skulpturen
Oberflächen bearbeiten — Hinweis: Oberflächen mittels Schleifpapier (unterschiedliche Körnung) von Hand, bzw. mit elektrischen Schleifmaschinen (Schwingschleifer, Bandschleifer, Excenterschleifer) glätten
Sicherheitsbestimmungen der Unfallkasse Saarland — Hinweise: Funktion der Maschinen; Füllmittel auftragen, spachteln und glätten; Taktile Selbstkontrolle
Oberflächen gestalten — Hinweis: Beizen, lasieren, grundieren, mattieren, imprägnieren, wachsen
Bereitschaft aufbringen, das Werkvorhaben in angemessener Qualität fertig zu stellen, Kritik zu ertragen — Hinweise: Lackieren: bunt/klar; Pinselhaltung, Streichrichtung, flächendeckender Auftrag (ggf. mittels Sprühdose oder Spritzpistole)
Wissen um Pflege von Holz im Außenbereich — Hinweis: Kontrolle, Auftragen von Holzschutzmitteln (ggf. mittels Sprühdose oder Spritzpistole)
Messen — Hinweise: Benutzen von Messwerkzeugen (Zollstock, Lineal, Winkel); Schablonen: Vergleichen von Werkstücken am Modell bzw. an einer Zeichnung (1:1)
Zeichnungen „lesen“ — Hinweis: Produkte (Werkvorhaben) anhand von Zeichnungen/Skizzen erkennen
Verstehen einfacher Zeichnungen/Skizzen
Darstellen eigener Ideen
Bereitschaft im Team zu arbeiten, Hilfe zu erbitten, Hilfe zu leisten
2.4.2 Mit Metall arbeiten
Wissen, dass man Metalle z. B. braucht zum: - Bauen von Brücken - Verlegen von Bahngleisen - Beschlagen der Hufe von Pferden - ... — Hinweise: Umgehen mit unterschiedlichen Gegenständen aus Metall und vergleichen mit anderen Materialien; Spielen mit Metallbaukästen, Beachten der Bauanleitungen
Wissen wo Metall herkommt — Hinweis: Eisenerze: Vorkommen, Abbau
Überblick über die Gewinnung/- Herstellung von Metallen — Hinweise: Hochofen; AV – Medien von saarländischen Bildstellen und Medienzentren
Kennen verschiedener Metalle, deren Handelsformen und Bearbeitung — Hinweise: Edelmetalle, Aluminium (Alu), Eisen; Lernort: Schlosserei, Gold- oder Silberschmied
Wissen um die Verwendung von Metallen — Hinweis: Gebrauchsgegenstände
Metalle im Alltag — Hinweise: Werkzeuge; Spielzeug; Schmuck
Wissen um Oxidation - Pflege von Metall — Hinweise: Entrosten mittels Drahtbürste/Schleifpapier; Auftragen von Rostschutz
Trennen von Metallen — Hinweise: Bleche schneiden (Blechschere), Profile sägen (Bügelsäge); Nägel kürzen, Draht trennen (Kneifzange, Hebelvornschneider, Seitenschneider)
Messen, anreißen, körnen — Hinweis: Meterstab (Zollstock), Lineal, Reißnadel, Körner, Hammer
Fachbegriffe für verwendete Werkzeuge und Materialien kennen
Metalle bohren — Hinweis: Tischbohrmaschine, Material sichern mittels Maschinenschraubstock, Bohrerauswahl, Schnittgeschwindigkeit, ggf. kühlen des Bohrers
Sicherheitsbestimmungen der Unfallkasse Saarland beim Umgang mit Werkzeugen und Maschinen einhalten
Metalle biegen — Hinweise: Draht (auch Silberdraht) zu Schmuck; Flacheisen und Bleche mittels Biegebeilage
Metalle verformen — Hinweis: Feilen unterschiedlicher Formen mit verschiedenem Hieb (fein bis rau)
Metalle schmieden — Hinweis: Esse und Amboss oder Schweißgerät und Schraubstock setzen eine entsprechende Ausstattung voraus
Metalle treiben — Hinweis: Mittels Treibform und Treibhammer Gefäße aus Kupferblech herstellen
Metalle verbinden — Hinweise: Schrauben: Begrifflichkeit: Schraube, Mutter, Unterlegscheibe, Federring, Werkzeug: Schraubenschlüssel, Schraubendreher, Ratschenkasten; Nieten: Stauchnieten (Hohlnieten), Abreißnieten; Schweißen, Löten
Übernahme von Verantwortung für Werkraum und Werkzeuge (Pflege/Instandhaltung) — Hinweis: Aufräumen von Werk- und Materialräumen, Durchführung und Mitarbeit bei Werkzeugund Maschinenpflege
Metallische Oberflächen gestalten — Hinweis: Grundieren/Lackieren: Pinselhaltung, Streichrichtung, flächendeckender Auftrag (ggf. mittels Sprühdose oder Spritzpistole)
Verstehen einfacher Zeichnungen/- Skizzen — Hinweis: Produkte (Werkvorhaben) anhand von
Zeichnungen lesen
Darstellen eigener Ideen
Bereitschaft im Team zu arbeiten, Hilfe zu erbitten, Hilfe zu leisten
2.4.3 Mit Textilien arbeiten
Wissen, dass Textilien z. B.: - Schützen vor Kälte und Sonne, Schmutz, ... - Zur Dekoration, zum Schmücken von .... verwendet werden - In Handarbeit oder maschinell hergestellt werden — Hinweise: Kleidung soll passen (eng, weit, kurz, lang); Vorhänge machen Räume wohnlich, Tischdecken machen den Tisch festlich u. a. m.; Decken wärmen, Geschirrtücher trocknen; Verknoten von Kordeln und Seilen; Möglicher Lernanlass: Puppenstube einrichten/Puppen ankleiden
Wissen um die Erscheinungsformen von Textilien — Hinweise: Kleidung, Haushaltswäsche (Küchentücher, Tischdecken, Bettwäsche); Raumtextilien (Vorhänge, Gardinen, Möbelstoffe, Teppiche); Seile und Kordel; Möglicher Lernanlass: Gestaltung des Klassenraumes; Kimspiel: Zuordnung der unterschiedlichen Textilien zum Verwendungszweck
Wissen um die Herkunft des Grundmaterials — Hinweise: Naturfasern: Seide, Baumwolle, Leinen; Tierhaare, wie z. B. Schafswolle
Verarbeiten des Grundmaterials — Hinweise: Synthetische Fasern (Nylon, Perlon, Acryl); Filzen: Rohwolle reinigen, Filzpantoffeln herstellen
Kennen verschiedener Techniken zur Herstellung von Textilien: - Weben - Knüpfen - Sticken - Häkeln - Stricken — Hinweise: Lernort für alle Technicken: Herstellungsbetriebe; Weben: Webrahmen in der Funktion kennen, Einzelteile und Zubehör kennen, Material sachgerecht vorbereiten (Länge der Kettfäden messen und ablängen und befestigen), Weben mit verschiedene Materialien: Papier oder Naturmaterialien
Textilpflege durch: - Waschen - Reinigen - Reparieren — Hinweis: Waschen: Handwäsche/Maschinenwäsche, Ökonomischer/ökologischer Umgang mit Waschmitteln, Kenntnis der Pflegesymbole, sortieren, Trocknen mittels Wäschetrockner oder Leine
Verarbeiten von Textilien — Hinweise: Herstellen von Applikationen: Schneiden von Formen (vorgezeichnet mit Schneiderkreide, entlang eines Schnittmus ters), Aufkleben, aufbügeln, aufnähen auf eine größere Fläche zu einem Bild, Stoffe bemalen/bedrucken/färben, Fingerdruck, Materialdruck, Schablonendruck; Mögliche Lernanlässe: Turnbeutel, Schürzen, Kissenbezüge gestalten, Stoffe färben in der Waschmaschine, Tischdecke färben, Färben mit Batikfarben: Wachstechnik/Abbindetechnik, Gestaltung von T-Shirts
Nähen mit der Nähmaschine — Hinweis: Herstellen einfacher Gebrauchsgegenstände: Schürze/Turnbeutel/Wäschesack, Zuschneiden (Vorgabe mittels Schneiderkreide/Schnittmuster), Kennen der Maschine (wichtige Teile, wesentliche Funktion)
Einkaufen von Materialien für den Unterricht — Hinweis: Lernort: Spezialgeschäfte oder entsprechende Abteilungen in den Kaufhäusern
Sachgerechte Entsorgung von Textilien, Stoffen, Altkleidern — Hinweis: Sammelcontainer, Kleidersammlung
2.4.4 Mit Leder arbeiten
Leder kennen — Hinweis: Erfahrungen sammeln mit verschieden Lederarten und Fellen, einschließlich Kunstleder und synthetischen Fellen
Wissen über den Ursprung von Leder
Wissen um die Lederverarbeitung und Verwendung (Produkte) — Hinweise: Lernort: Kürschner, Schuster und Fabriken; Lernort: Fachgeschäfte z. B. für Kleidung, Möbel, Taschen, Schuhe
Wissen um die Lederpflege — Hinweis: Projekt „Wir putzen unsere Schuhe“, dabei sachgerechter Einsatz von Bürsten und Pflegemitteln
Trennen von Leder — Hinweis: Möglicher Lernanlass: Herstellen eines Gürtels (Gürtelschnalle im Fachhandel erhältlich): Rückgreifen auf Reste aus der Produktion oder auf Imitate, Schneiden mit Ledermesser, ggf. Schere
Lochen von Leder — Hinweise: Locheisen verschiedenen Größe; Möglicher Lernanlass: Herstellen von Taschen, Gürteln und Beuteln
Zusammenfügen (verbinden) von Leder: - Kleben - Flechten - Nieten — Hinweise: Kleben: Spezialkleber notwendig, Nähen (von Hand oder auch mittels Nähmaschine); Flechten: Verbinden mittels Flechtnadel und Flechtriemen
Oberflächen durch punzieren gestalten — Hinweis: Punzieren: Muster mittels Punziereisen in die Oberfläche einschlagen, Möglicher Lernanlass: Herstellen von Untersetzern
Leder färben — Hinweis: Färbevorgang mittels Anilin-Farben Vorsicht: leicht entflammbar!
Leder lackieren — Hinweis: Auftragen einer Lackschicht zum Schutze des Leders
2.4.5 Mit Papier arbeiten
Kennen verschiedener Papier- und Papparten — Hinweise: Pappe, Karton; Papiere, wie z. B.: Schreib- und Zeichenpapier, Ton-, Pack-, Transparent-, Bunt-, Kreppund Pergamentpapier
Kennen der Eigenschaften von Papier — Hinweise: Experimentieren mit Papier: Reißen, Schneiden, Falzen, Rollen, Knüllen, Biegen, Knicken, Falten, Anfeuchten, Durchnässen, Dehnen mittels Fingernagel oder Schere, Formgebung durch Falten zur höheren Belastbarkeit des Materials; Spielhäuser aus großen Kartons; Herstellen von Pappmaschee; Formen nach Vorgabe oder eigener Ideen
Kennen der Erscheinungsformen von Papier im täglichen Leben — Hinweise: Verpackungen/Kartonage; Wellpappe, Zeitungen, Illustrierte, Kataloge, Schulhefte, Bücher, Mal - und Zeichenblöcke (Papierformate nach DIN 476); Hygienepapier; Lernort: Druckerei, Kartonagenfabrik
Kennen des Ursprungs und der Herstellung von Papier — Hinweis: Weg des Holzes zum Papier
Bewusster Umgang mit Papier, wie z. B.: Ökonomischer Verbrauch, Rückführung von Altpapier zur Wiederverwertung — Hinweise: Aufstellen von Sammelbehältern; Lernort: Betriebe zur Wiederverwertung von Altpapier; Weitere Grundstoffe: Lumpen, Gras, Stroh; Möglicher Lernanlass: Papier schöpfen
Papier trennen können durch: Reißen, Schneiden — Hinweise: Reißen: Möglicher Lernanlass: Herstellen von Pappmaschee, Papierschöpfen; Schneiden: Schere, Messer, Papierschneidemaschine (Beachten der Vorschriften der Unfallkasse Saarland), Abschneiden (von einem Streifen mit einem Schnitt), Möglicher Lernanlass: Kleben einer Mauer, eines Pflasters; Einschneiden (einschneiden in einen Streifen mit einem Schnitt): Möglicher Lernanlass: Herstellen von Girlanden; Durchschneiden (breitere Blätter durch mehrmaliges und nachfahrendes Schneiden trennen): Möglicher Lernanlass: Herstellen einer Kollage; Schneiden auf Markierungen und Linien (einhalten von Vorgaben); Ausschneiden (Bilder aus Zeitschriften)
Papier falten — Hinweise: Vertikales, horizontales, mittiges Falten (Mittelbruch); „Hexentreppen“, Papierflieger; Faltkanten mittels Falzbein oder Daumennagel nachziehen
Pappe knicken — Hinweis: Knicke mittels Falzbein vordrücken oder einritzen mit dem Messer: Möglicher Lernanlass: Herstellen von Geschenkkartons bzw. Aufbewahrungskästen
Verbindungen herstellen können durch - Kleben - Heften — Hinweise: Kleben: Verwenden von unterschiedlichen Klebern (auch Alleskleber), wie z. B. Tapetenkleister, Uhu, Pritt-Stift, Mögliche Lernanlässe: Kaschieren von Waschmitteltonnen zu Papierkörben oder Schuhkartons zu Aufbewahrungskästen, Tapezieren; Punkt-, Linien- und Flächenkleben; Fensterbilder, Girlanden, Fotos einkleben; Möglicher Lernanlass: Herstellen von Notizblöcken; Heften: Umgang mit dem Hefter, Möglicher Lernanlass: Zusammenheften von Blättern oder Schachtelteilen
Aufkleben von selbstklebendem Material — Hinweise: Klebestreifen, Klebeband, Etiketten; Mögliche Lernanlässe sind z. B.: Markierung von Eigentum, Kennzeichnung von Lebensmitteln, Etikettierung von Briefen, Verschließen von Paketen
Messen — Hinweise: Gegenstände vergleichen durch nebeneinander legen oder stellen und nach vorgegebenen Kriterien einordnen; Mittels Schablone messen und anzeichnen (Winkel und Zirkel); Mittels Lineal messen und anzeichnen
2.4.6 Mit Kunststoff arbeiten
Erkennen der Vielfalt von Kunststoff im Alltag — Hinweise: Lernort Schule/Haushalt/Handel; Zusammentragen von Gebrauchsgegenständen und Verpackungen aus Kunststoff
Wissen um die Verwendung von Kunststoff — Hinweis: Gebrauchsgegenstände, Kleidung, Industrie
Wissen um die Eigenschaften von Kunststoff — Hinweise: Erkennen der Eigenschaften durch das Umgehen mit unterschiedlichen Dingen aus Kunststoff, Vergleich mit anderen Materialien; Thermoplaste sind die Kunststoffe, die sich gut im Unterricht verarbeiten lassen, denn sie sind: thermisch umformbar,, gehen beim Erwärmen umkehrbar in einen plastischen, also verformbaren Zustand über und, behalten nach Erkalten ihre Form.; Thermoplaste können durch spanabhebende Verfahren (Sägen, Bohren, Drehen): verformt bzw. getrennt,, geschweißt und geklebt sowie, an der Oberfläche farblich gestaltet werden.
Wissen um die Handelsformen — Hinweis: Stangen, Rohre, Profile, Platten
Grundlegende Erfahrungen für die Umformbarkeit von Thermoplasten — Hinweis: Möglicher Lernanlass: Herstellen von Formen aus Bügelperlen, Schmelzen von Granulaten
Umformen von Thermoplasten — Hinweise: Thermisch behandeln: biegen, neue Form durch Tiefziehen; Möglicher Lernanlass: Herstellen eines Bootsrumpfs
Trennen von Thermoplasten — Hinweis: Sägen, Ritzbrechen
Verbindungen herstellen können durch: - Schrauben - Nieten - Schweißen - Kleben — Hinweise: Schrauben (bei entsprechender Materialstärke ist auch Gewinde schneiden möglich); Nieten (Kunststoffnieten); Schweißen (Heißluftschweißgeräte); Kleben: Mögliche Lernanlässe: Zusammenbau von Kunststoffmodellen wie z. B. Flugzeug, Auto, Schiff Aufbewahrungskästen aus Plattenmaterial
Sachgerechte Entsorgung von Kunststoffen — Hinweis: Duales System, Grüner Punkt
2.4.7 Renovierungs-, Bau– und Hausmeistertätigkeiten
Erkennen und Beurteilen der Notwendigkeit von Renovierungsarbeiten — Hinweis: Zustand von Tapeten, Bodenbelägen und Anstrichen
Bereitschaft und Fähigkeit zur Selbsthilfe/Mithilfe im Bereich der persönlichen Umwelt
Mitarbeit bei Tapezierarbeiten — Hinweis: Ermitteln des Bedarfs (Menge an Kleister und Tapete)
Beachten der Ökonomie (Preis, Qualität) — Hinweise: Einkaufen (Baumarkt); Entsprechende Vorbereitungsarbeiten: Abdecken/Abkleben, Entfernen alter Tapeten, Herstellen von Kleister, Entfernen alter Nägel und Dübel, Füllen der Löcher, Messen und Schneiden von Tapeten, Einkleistern mittels Quast, Anbringen (auf Stoß, Bürsten, Kanten rollen); Reinigungsarbeiten; Lernort: Fachbetriebe
Umgang mit Farben — Hinweise: Erkennen und unterscheiden von Farben: Grundfarben unterscheiden und zuordnen, Farben vergleichen, Farben mischen, Fingerfarbe, Wasserfarbe, Plakafarbe, Wachsmalstifte, Dispersionsfarbe, Lacke, Straßenmalkreide zum Aufmalen von Hüpfspielen auf Asphalt/Beton; Mögliche Lernanlässe: ausprobieren unterschiedlicher Mal - und Drucktechniken (Herstellen von Geburtstagskarten, Geschenkanhänger)
Mitarbeit bei Verlegearbeiten — Hinweise: Ermitteln des Bedarfs (Menge der Beläge und des Klebers); Einkaufen (Baumarkt); Entfernen alter Boden- und Wandbeläge; Nivellieren des Bodens/derWand
Kenntnis der verschiedenen Boden- und Wandbeläge — Hinweise: Teppich, Parkett, Laminat, Kork, PVC, Fliesen, Nut- und Federbretter; Messen/Ablängen der Bretter; Unterlattung herstellen (Bohren/Dübeln); Aufnageln der Bretter mittels Nagelhilfe; Auftragen der Klebstoffe (Pinsel oder Spachtel); Anbringen der Beläge; Trocknungszeiten beachten; Lernort: Baumarkt, Fachgeschäfte; Möglicher Lernanlass: Herstellen eines Puppenhauses
Mitarbeit bei Malerarbeiten — Hinweis: Ermitteln des Bedarfs (Farben, Pinsel, Abklebematerial) und Einkauf im Baumarkt
Kennen der unterschiedlichen Pinselarten — Hinweise: Bei Einkauf auf umweltschonende Lacke, wie z. B. Acryllacke, die wasserlöslich sind, achten; Auswahl von Lacken oder Farben; Sachgerechter Umgang mit lösungsmittelhaltigen Flüssigkeiten, ätzenden Flüssigkeiten, Materialien; Auswahl angemessener Arbeitskleidung; Vorbereiten der Untergründe und des Arbeitsplatzes z. B. durch schleifen/abkleben; Rund-, Flach-, Borsten-, Haar-, Quast- und Heizkörperpinsel u. a.; Auswahl von Pinseln oder Rollen
Auftragen von Farben — Hinweise: Flächendeckender Auftrag; Pinselhaltung
Mithilfe im Bereich der Bautätigkeiten — Hinweis: Erstellen einer Mauer/Wand
Fahren mit der Schubkarre — Hinweise: Materialien kennen: Sand, Zement, verschiedene Steinarten (Klimaleichtblock, Ziegel, Gasbeton); Kennen der gebräuchlichen Werkzeuge: Schaufel, Kelle, Maurerhammer, Richtschnur, Wasserwaage, Lot; Lernort: Baustelle; Herstellen und Verarbeiten von Beton; Sachgerechter Umgang mit Zement; Parcourfahren mit und ohne Füllung
Herstellen von Figuren/Skulpturen aus Gasbeton (Yton) — Hinweise: Abheben von Material mit verschiedenen Werkzeugen (Raspel/Feile); Möglicher Lernanlass: Herstellen eines Objektes nach Vorgabe eines Themas
Mitarbeit im Bereich der Hausmeistertätigkeiten — Hinweise: Auswechseln/Abdichten von Wasserhähnen, Abflüsse frei machen; Verlegearbeiten im Außenbereich (Garten/Wege); Pflege von Holz im Außenbereich (Spielgeräte, Zäune); Mähen von Rasenflächen; Kehren von Wegen und Hofflächen; Ortsübliche Tätigkeiten, wie z. B. Wäsche sammeln/verteilen, Mitarbeit in der Küche u. a. m.
2.4.8 Im Garten arbeiten
Die Natur wahrnehmen und Pflanzen als Lebewesen begreifen — Hinweise: Unterrichtsgänge, Wanderungen, Sammeln von Pflanzen (Pressen); Lernort: Gärtnerei
Erfahren, dass Pflanzen für den Menschen nützlich sind — Hinweis: Nahrung, Kleidung, Materialien
Erkennen der Verantwortlichkeit des Menschen für Pflanzen — Hinweise: Pflege der Pflanzen in der Schule; Schützen der Pflanzen vor Schädlingen; Schützen der Früchte/der Ernte vor Vogelfraß; Schutz vor Wildbiss
Häufige heimische Pflanzen kennen — Hinweis: Bäume, Sträucher, Gräser, Blüten und Früchte
Mitarbeit bei der Ernte — Hinweis: Ernten von ausschließlich reifen Früchten und reifem Gemüsen durch unterschiedliche Techniken, wie z. B.: Mähen, Schneiden, Pflücken, Sammeln, Abdrehen, Abschneiden, Ausgraben, Ausziehen
Mitarbeit beim Pflanzen und Säen — Hinweise: Pflanzloch vorbereiten (Pflanzholz), Abstände (Schnur und Abstandshölzer) und Pflanztiefe beachten; Erdreich lockern und düngen; Erdreich ebnen (alte Pflanzenreste entfernen) und angießen
Pflanzen vermehren — Hinweis: Teilen der Wurzelstöcke oder Knollen (Küchenkräuter)
Säen — Hinweis: Verwenden der verschiedenen pflanzenbedingten Techniken: säen (breitwürfig, in Reihen, Saatrillen ), stecken, legen
2.4.9 Mit Ton arbeiten
Kenntnisse über die Herkunft von Ton — Hinweise: Naturprodukt, Abbau; Lernort: Tongrube
Kennen von keramischen Gegenständen — Hinweis: Vasen, Geschirr, Figuren, technische Keramik (z. B. zur Isolierung)
Kenntnisse von der Verarbeitung — Hinweise: Modellieren, Drehen, Gießen; Lernort: keramische Betriebe
Kennen der Bearbeitungswerkzeuge — Hinweis: Töpferscheibe, Modellierscheibe, Modellierschlingen und Modellierstäbe, Spachteln, Messer
Herstellen von Gegenständen aus Ton — Hinweise: Vorübungen mit Modelliermassen, wie z. B.: Salzteig, Gips, Pappmaschee, Knete; Erstellen (modellieren) von Objekten nach eigenen Ideen oder nach Themenvorgaben; Aufbauen von Gegenständen (Aufbautechnik) mittels Platten oder Tonrollen; Gießen von Gegenständen, indem Gießton in Gipsformen gegossen wird
Herstellen von Tonplatten/Kacheln — Hinweise: Ausrollen des Tons zu Kacheln oder Platten; Ritzen, Stempeln, Gravieren; Reliefs durch Abreiben mit unterschiedlichen Materialien
Wissen um die Lagerung — Hinweis: Feucht in der Tontruhe lagern (schützen vor Austrocknen)
Kennen des Brennofens — Hinweis: Schamotteplatten, Stützen
Helfen beim Befüllen des Brennofens — Hinweis: Erläutern der Bedienungselemente
Oberflächen gestalten — Hinweise: Engobieren oder Glasieren; Auftragen mittels Pinsel (Streichen, Tupfen), Tauchen oder mit der Spritzpistole spritzen
2.5.1 Zusammenbauen und montieren
Montagewerkzeuge kennen und handhaben — Hinweise: Alltägliche, aus dem Werkunterricht bekannte Werkzeuge in Montageaufträge aus der Werkstatt für Behinderte (WfB) in die schulische Arbeit einbinden; Werkzeugkunde; Häufig wiederholende Übungsabfolgen, wie z. B. Zusammenbauen und Demontieren anbieten
Verbindungstechniken kennen und anwenden — Hinweise: Stecken, Kleben, Nageln, Heften, Schrauben, Nieten, Dübeln; Vorrichtungen aus der Werkstatt für Behinderte miteinbeziehen
Konstruktionsaufgaben lösen — Hinweise: Zerlegen von Bauteilen (Elektromüll etc.), Sortieren der Einzelteile; Nach Plan benötigte Bauteile in der richtigen Reihenfolge legen
2.5.2 Ordnen und sortieren
Zählen und Abzählen — Hinweise: Mit und ohne Zählhilfe; Serienarbeit aus der Werkstatt für Behinderte übernehmen
Zuordnen und Sortieren — Hinweis: Ordnungs- und Sortierkriterien: Konstruktions- bzw. Arbeitsmaterialien, Sortieren nach Aufträgen und Vorgaben, Material und Verpackung richtig zuordnen
Zusammenlegen — Hinweise: Neben-, auf- und/oder übereinander; Bündeln, auffädeln; Grundsatz „Ordnung ist das halbe Leben“; Vorteile der Ordnung aufzeigen, Lehrervorbild
2.5.3 Verpacken und versenden
Waren einfüllen und verpacken — Hinweise: Verschiedenste Verpackungsmaterialien verwenden: Beutel, Taschen, Kisten, Schachteln, Kartons; Übernahme von Aufträgen der Werkstatt für Behinderte
Kuvertieren — Hinweise: Prospektmaterial; Drucksachen aus der Verwaltungsarbeit der Schule; Übernahme von Aufträgen der Werkstatt für Behinderte
Waren für den Versand fertig machen — Hinweis: Etikettieren, Frankieren, Adressen aufkleben
2.6.1 Vorbereitung
Betriebe durch Besichtigung und Erkundung kennen lernen — Hinweis: Folgende drei Aspekte gilt es zu beachten: Funktional-technischer Aspekt: Materialien, Produktionsabläufe, Verarbeitungstechniken, Sozialer Aspekt: Arbeitseinteilung, Arbeitsplatzsituation, Arbeitszeit, Kollegen, Räumlicher Aspekt: Orientierung, Arbeits-, Sanitär-, Essens-, Verwaltungsbereich
Betriebe für Praktikum selbst auswählen — Hinweis: Vorauswahl geeigneter Anbieter, wie z. B.: Betriebe aus dem Handwerk, Betriebe der Landwirtschaft, Werkstatt für Behinderte, Spezielle Abteilungen kleiner Industriebetriebe
Ausgewählte Betriebe als Praktikumsort akzeptieren (Betriebe auf dem freien Arbeitsmarkt, Werkstatt für Behinderte, Tagesförderstätte)
Wege von der Schule bzw. vom Wohnort zum Betrieb erkunden und angebotene Verkehrsmittel auswählen — Hinweise: Mögliche Beförderungsmittel sind vom Schulbus bis zum Öffentlichen-Personen- Nahverkehr (ÖPNV) alle Angebote; Weg zum Praktikum langfristig einüben
Wichtige Verhaltensregeln kennen — Hinweis: Verkehrsunterricht
Arbeitsorganisation kennen — Hinweise: Arbeitszeiten (inkl. Pausen- und Mittagszeiten); Grundlegende Arbeitsabläufe
Arbeitskleidung beschaffen — Hinweis: Abhängig von der Praktikumstätigkeit
2.6.2 Durchführung
Betriebserkundung unter bestimmten Beobachtungskriterien durchführen — Hinweis: Fotoapparat, Video, Cassettenrecorder sind als unterstützende Begleiter und zur Nachbereitung hilfreich
Sich im Praktikumsbetrieb zurechtfinden — Hinweise: Räumlichkeiten des Betriebes kennen (bekannte Orientierungshilfen nutzen); Zeitliche und personelle Neuorientierung notwendig
Sich auf einen veränderten Tagesablauf einstellen — Hinweis: Arbeitsbeginn, -ende, Pausenzeiten
Sich auf unterschiedliche Arbeiten einstellen — Hinweis: Arbeitsabläufe können bestimmt werden durch unterschiedliche: Werkzeuge, Maschinen, Materialien, Arbeitsabläufe und Teilarbeiten, Situationen, in denen bestimmte Verhaltensregeln anzuwenden sind
Verschiedene Arbeiten durchführen
Schulische Bezugspersonen immer weniger beanspruchen — Hinweis: Praktikum soll immer mehr den Charakter einer Ernstsituation bekommen
Den Bereich der Dienstleistung kennen lernen und eigene Fähigkeiten erproben in: - Küche - Wäscherei - Reinigungsdienst - Botendienst — Hinweise: Von der Selbstversorgungseinheit Küche/- Wäscherei in den Großbetrieb; Einsatz von wesentlich größeren und anderen Maschinen; Maschinenkenntnisse erwerben; Übernahme kleinerer Teilaufgaben im Einzelfall klären
2.6.3 Nachbreitung
Tätigkeiten am Arbeitsplatz darstellen — Hinweise: Praktikumsbetrieb benennen (Foto, Briefkopf etc.); Tätigkeiten aufzeigen und benennen (Video, Foto, Endprodukt); Materialien, Werkzeuge, Maschinen vorstellen und benennen (Foto, Video, Endprodukt); Sinn und Zweck der Tätigkeit benennen (Endprodukt, Verkaufsprospekt); Unterschied zwischen Schüler und Arbeitnehmer herausarbeiten
Räumliche und zeitliche Unterschiede zwischen Schule und Betrieb beschreiben — Hinweis: Unterschiede zwischen Schule-Betrieb, Schulzeit-Arbeitszeit sollten aufgearbeitet und reflektiert (Collagen, Plakate) werden
Kollegen und Vorgesetzte beschreiben — Hinweis: Name, Funktion und persönliches Verhältnis zum Ausdruck bringen (Foto, Video)
Gemachte Erfahrungen für die Zukunft zusammentragen und auswerten — Hinweise: Ergebnisse der beruflichen Orientierung in einer Mappe zusammentragen; Eigene Grenzen und Möglichkeiten realistisch einschätzen