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7.2 Miteinander ) 2.9; 3.2
Sich befinden — Hinweis: Gestaltung der Umgebung und sichern der körperlichen Grundbedürfnisse
Sich befinden können
Welt als angenehm und stimmig erleben
Wahrnehmen von äußeren und inneren Zuständen
Eigenen Rhythmus finden und erleben — Hinweis: Atmung, Körperfunktionen, Körperspannung, Bewegung, Erregung, Stimme ... beachten, deuten und mit Wiederholung, Veränderung oder Ausweitung beantworten
Äußern des Sich-Befindens, z. B. Wohlsein oder Unwohlsein
Unterscheiden von Qualitäten — Hinweis: Aufmerksam werden
Aufmerksam werden
Blicke sehen
Mit Blicken antworten oder wegsehen; den anderen erkennen; den anderen mit Blicken ansehen — Hinweis: Blicken Bedeutung beimessen
Gleiches wieder erkennen — Hinweis: Blicke sind ein erstes kommunikatives Bezugssystem
Der Blickrichtung anderer folgen — Hinweis: Mit Blicken darüber verständigen, dass man denselben Gegenstand meint
Einen anderen als Orientierungspunkt gebrauchen
Blicke sehen
Auf Dinge schauen — Hinweis: Ich Du Gegenstand
Intentionen haben
Intentionen verfolgen können
Gemeinsame Dinge haben
Aufmerksamkeit anderer Personen auf Gegenstände oder Ereignisse lenken können
Als Person in sozialen Kontakt treten
Zufällige Laute erzeugen — Hinweis: Anregung durch bassbetonte Instrumente, Veränderung der Körperlage und Bewegungen, Vibrationen
Zufällige Laute wahrnehmen
Lautgebilde gezielt erzeugen, wiederholen und variieren (Lallmonologe) — Hinweis: Verstärkung durch Imitation und Prosodie
Mit einem Partner abwechselnd Laute produzieren — Hinweise: Beobachten und gestalten vom Kind bevorzugter Situationen; Körperkontakt, Lage, Bewegung und Atmosphäre
Sich als Verursacher von Lauten erleben
Sich und andere wahrnehmen — Hinweis: Angebote von Lauten machen
Fremde Lautgebilde wahrnehmen, nachahmen, verändern — Hinweise: Auf Lautgebilde mit Lautgebilden antworten; Wechsel Ich-Du, Pausen, Rhythmus, Prosodie
Blicke sehen
Angebotene Gegenstände greifen — Hinweis: Wahrnehmungsqualität der Gegenstände
Angebotene Gegenstände ergreifen — Hinweis: Anbieten – "Greifen" - Spiel
Einfache Handlungsschemata benutzen — Hinweis: Anbieten – "Nehmen" - Spiel
Gegenstände „mittelbar“ greifen, zu etwas hin greifen
Visuelle und taktil-kinästhetische Kanäle koordinieren — Hinweis: Vermutlich angezielten Gegenstand anbieten
Erwartungen entwickeln
Auf Gegenstände zeigen — Hinweis: Zeigen – "Geben" - Spiel
Gegenstände nehmen und geben — Hinweise: Zeigen – "Benennen" – Spielen; Reziprozität und Rollentausch
Erleben, dass sich Erwartungen erfüllen
Blicke sehen
Gegenstände erfahren — Hinweis: Spielmaterialien unterschiedlicher Beschaffenheit
Gegenstände sehen — Hinweis: Handlungserfahrung und sinnliche Erfahrung mit Gegenständen
Gegenstände nachsehen/verfolgen
Bewegungen mit Gegenständen verbinden — Hinweise: Sensomotorische Schemata entwickeln; Bewegungen beobachten, aufmerksam werden, hinschauen
Gegenstände suchen — Hinweis: Lieblingsspielzeug
Gegenstände suchen und wieder finden — Hinweise: Bewegungen, Blicken, Vokalisationen Bedeutung geben und entsprechend handeln; Durch Imitation spiegeln und verstärken
Handlungen in Folge von Bewegungen/Blicken/Vokalisationen erleben — Hinweise: Interaktionen mit Benennungen, Gesten begleiten; Auf Blicke, Bewegungen, Vokalisationen antworten; Eindeutigkeit; Dauer des Blicks, Pupillenweite, Öffnung der Augen, Gesichtsausdruck im Bereich der Augen, Blickrichtung beachten
Bewegungen/Vokalisationen/Blicke in Verbindung mit - einem Gegenstand, - einer Interaktion gebrauchen. — Hinweise: Übereinstimmung von Botschaft und Ausdruck; Konstanz
Bedeutung von Blicken verstehen — Hinweis: Individualität des Ausdrucks berücksichtigen
Sich mit Blicken äußern
Bedeutung von Mimik verstehen — Hinweis: Auch Gesten und Körperhaltungen drücken Befindlichkeiten aus
Stimmungen (Freude, Wut, Abscheu, Angst...) an mimischen Signalen unterscheiden — Hinweis: Regelmäßige Verknüpfung von konventionellen Gesten (Beispiele: Gib mir, Komm, Nein, Zeigegeste) oder Laute (Beispiele: Erstaunen, Abscheu) und Situation
Sich mit Gesichtssignalen äußern
Bedeutung von Gesten verstehen — Hinweis: Durch Situationsgestaltung bestimmte Mitteilungsformen ermöglichen, z. B. zum Aufbau der Zeigegeste Entscheidungssituationen so arrangieren, dass Wünsche durch Zeigen ausgedrückt werden können
Sich mit Körperhaltungen, Körperbewegungen und individuellen Gesten äußern
Mimik, Gesten, Laute und Blicke beobachten und in ihrem Zusammenspiel verstehen — Hinweis: Bedeutsamkeit für den Schüler, Eingebundenheit in Handlungssituationen, Tausch-, Zeige-, Benennen-, Versteck- und Ratespiele
Sich mit Mimik, Gesten, Lauten und Blicken äußern — Hinweis: Erkennbare Wünsche mit Benennen widerspiegeln
Blicke sehen
Erfahrungen mit Sprache machen, wie z. B.: - Sprachliche Zuwendung wahrnehmen - Als angenehm empfinden - Aufmerksam werden, hinschauen, ... - Stimmen von Geräuschen unterscheiden - Bei vertrauten Stimmen hinhören - .................................. — Hinweis: Prosodie
Sprachliche Signale hören und z. B. reagieren auf: - Den eigenen Namen - „Nein“! - „Komm“! - ... — Hinweis: Eindeutigkeit von Situation, Gestik, Mimik, Intonation
Erste Wörter verstehen (Laute und Bedeutung verknüpfen), wie z. B.: - Namen von Personen - Namen von Tieren - Bezeichnungen von Gegenständen - Aktionswörter - Bezeichnungen für Eigenschaften - Bezeichnungen für Handlungen - ............................... — Hinweise: Das Verständnis erster Wörter ist situationsgebunden und auf anwesende Gegenstände beschränkt.; Methodische Zugänge sind die Beachtung der Bedeutsamkeit für das Kind und gemeinsame Handlungen, wie z. B.: Anbieten-Nehmen-Benennen-Spiel, Zeige-Geben-Benennen-Spiel, Benennen-Hinschauen-Spiel, Benennen-Geben-Spiel, Fragen-Suchen- Spiel, Versteck-Such-Spiel, Tauschspiele
Sprachliche Äußerungen verstehen, wie z. B.: - Eine Bedeutungseinheit einer Äußerung erkennen und entsprechend handeln - Mehrere Bedeutungseinheiten einer Äußerung erkennen und entsprechend handeln - Wissen, dass verschiedene Personen verschiedene Absichten haben können - Wissen, dass sprachliche Äußerungen diese beschreiben können - ............................... — Hinweis: Handlungsdialoge, Funktionen und Eigenschaften von Dingen erforschen Für das Verstehen einer sprachlichen Äußerung sind nicht nur sprachliche, sondern auch kognitive und interaktive Prozesse verantwortlich. Bei der Gestaltung sprachverständnisfördernder Situationen müssen diese Prozesse in ihrer Ausdifferenzierung (siehe Zollinger, S. 65f) berücksichtigt und mit angeregt werden. Handlungssituationen kommentieren, die das Kind bevorzugt beherrscht oder als besonders spannend empfindet; entscheidende Wörter besonders betonen. In Handlungsdialogen sich auf die Ebene des Kindes begeben, sich an dessen Handlungsmustern orientieren, neue Handlungsideen einbringen, diese kommentieren und umgekehrt nach sprachlichen Äußerungen Handlungen ausführen, Kind zu Handlungen auffordern, ... Guck-Guck-Spiele oder Geben- und Nehmen-Spiele fördern durch das Einnehmen wechselseitiger Rollen die Einsicht, dass Rollen austauschbar sind. Dies ist Voraussetzung zum Verstehen von Ausdrücken, die sich am Raum oder der Person orientieren.
Bezeichnungen einfordern z. B. durch - Bringen, Zeigen, ... eines Gegenstandes - Blick bei einer Handlung - ...............................
Wörter verstehen, - die sich auf abwesende Gegenstände beziehen, - die unabhängig von der eigenen Person sind. — Hinweis: Beachtung der Prinzipien der Motherese 7.5.4 (Unterrichtsbeispiel) Versteckspiele tragen in besonderer Weise dazu bei, Objektpermanenz zu entwickeln und das Sprachverständnis auf abwesende Gegenstände auszudehnen.
Erfahren, dass Gefühle beschrieben werden — Hinweise: Durch Symbolspiele, z. B. ohne Tasse so tun, als ob man trinkt - oder als ob eine Puppe trinken würde. -; Bei "So-tun-als-ob-Handlungen" wird das Verständnis von Aktionswörtern von den entsprechenden Gegenständen und von der eigenen Person unabhängig
Syntaktische Gefüge verstehen, wie z. B.: - Satzreihungen - Satzgefüge mit Konjunktionen - ............................ — Hinweise: Beachtung der Prinzipien der Motherese; Eigene Gefühle beschreiben, Echtheit, Übereinstimmung mit Gestik und Mimik; Gefühle des Kindes als Frage verbalisieren In Handlungsdialogen und Symbolspielen können Mittel-Zweck- Zusammenhänge, räumliche Beziehungen, physikalische und psychologische Kausalitäten erfahren und handlungsbegleitend verbalisiert werden. Umgekehrt kann gehandelt werden, um neue semantische Bezüge zu entdecken. Für den Spracherwerb ist das Sprachverständnis als Brücke für den Übergang von der nonverbalen zur verbalen Kommunikation von zentraler Bedeutung.
Geräusche
Geräusche wahrnehmen und identifizieren — Hinweis: Hörübungen fördern immer auch die Konzentration und die Aufmerksamkeit
Unähnliche und ähnliche Geräusche unterscheiden — Hinweis: Horch-, Geräusch-, Echospiele, Geräuschkassetten, Geräuschgeschichten
Mit geschlossenen Augen Geräusche lokalisieren — Hinweis: Spiele zum Richtungshören
Bestimmte Geräusche unter anderen heraushören — Hinweis: Spiele zur Figur-Grund-Wahrnehmung
Reihenfolge von Geräuschen behalten — Hinweis: Unterstützung durch Geräuschbilder Der Übergang zur Lautebene ist fließend, sodass die mundmotorische Umsetzung eines Geräusches zugleich auch eine Artikulationsübung beinhaltet.
Sich im Beisein anderer auf Gehörtes konzentrieren
Aktiv hören: Geräusche mundmotorisch imitieren/Entwicklung von Kreativität und Fantasie — Hinweise: Imitation von Tierstimmen, Umweltgeräuschen (z. B. Donner, Wind, Sturm), Verkehrsgeräuschen ...; Gestalten einer Geräuschgeschichte
Töne, Klänge, Stimmen
Tonqualitäten wahrnehmen, unterscheiden und erzeugen — Hinweis: Durch die Verbindung von Hören und Bewegen werden die Begriffe "hoch, tief" körperlich erfahrbar und eine grafische Darstellung vorbereitet
Hohe und tiefe Töne, wie z. B.: - Gleiche Töne paaren (Glocken) - Hohe und tiefe Töne körperlich darstellen - Grafischen Darstellungen zuordnen - Erzeugen und nachsingen - Eine Partitur schreiben — Hinweis: Montessori-Glocken, Klanghölzer eines Xylofons, Panflöte, Blasen in leere/volle Flaschen, Wasserorgel (unterschiedlich gefüllte Gläser anschlagen) Die Koordination von Hören und Bewegen fördert in besonderem Maße das genaue Hinhören.
Kurze und lange Töne, wie z. B.: - Sich solange bewegen wie ein Ton zu hören ist - Solange eine Spirale zeichnen wie ein Ton zu hören ist - Grafische Darstellungen von Tonlängen in Töne umsetzen - Tonlängen nachspielen oder grafisch darstellen - Eine Partitur schreiben — Hinweis: Orff-Instrumente, Blasinstrumente, Klavier, Glocken, Klangschale (gut geeignet für die Koordination von Hören und Bewegen)
Laute und leise Töne, wie z. B.: - Erproben - Grafisch darstellen - Grafische Darstellungen in Töne umsetzen — Hinweis: Der Einsatz von Blasinstrumenten bei der Erzeugung kurzer, langer, lauter und leiser Töne fördert gleichzeitig die bewusste Steuerung (Länge, Stärke) der Ausatmung (z. B. Trompete) und Stimmgebung (z. B. Kasoo).
Klangqualitäten wahrnehmen, unterscheiden und erzeugen, wie z. B.: - Klänge erfahren - Raum und Einrichtungsgegenständen durch unterschiedliche Berührungen Klänge entlocken - Klangkörper herstellen und vergleichen - Klangwirkung verschiedener Instrumente bei gleicher Tonhöhe vergleichen — Hinweise: Klangstraße (Wäscheleine mit Holzstäben, Metallstäben, Glocken ...); Dosen, Flaschen, Kämme, Luftballons ...
- Klangwirkung verschiedener Instrumente bei gleicher Tonhöhe vergleichen
Stimmen wahrnehmen und unterscheiden, wie z. B.: - Bekannte Stimmen erkennen - Stimmqualitäten (Stimmhöhe, Lautstärke) unterscheiden - Stimmmodulationen (Freude, Ärger, ...) wahrnehmen - Stimmvariationen (flüstern, brüllen, krächzen, ...) unterscheiden - Die eigene Stimme erleben Laute, Wörter, Sätze
Laute identifizieren — Hinweis: Lautbilder, Anlautmotivbilder, Lautgebärden, Lautgebärdenabbildungen
Unähnliche und ähnliche Laute unterscheiden — Hinweis: Veranschaulichung der Laute über den Ausdruck und das Erleben, z. B. Geschichte zu den Bewunderungslauten (a, o) oder Seifenblasenplatzspiel für p), Luftballonspiel (für f) ...
Laute unter anderen Lauten heraushören
Laute aus Wörtern heraushören
Laute imitieren (aktives Hören): mundmotorische Möglichkeiten suchen — Hinweis: Lautspiele, z. B. Familie i sucht sich im Flüsterwald, wer findet das versteckte t
Die Lautproduktion mit dem Höreindruck vergleichen — Hinweis: Lautverse
Wörter erkennen — Hinweise: Bildkarten, Silben klatschen; Bildkarten, Wortspiele, z. B. Kroko (Handpuppe Krokodil) redet Unsinn, der Clown macht immer das Gegenteil ...
Lange und kurze Wörter unterscheiden
Ähnlich klingende Wörter unterscheiden — Hinweis: Satzbaukarten (auf Bildebene), Gedächtnisspiele, wie z. B. Kofferpacken
Wörter aus Sätzen heraushören
Wortfolgen behalten — Hinweis: Simultanes Begleithandeln, Pantomime, Mitmachgeschichten, Spiellieder, Satzbaukarten
Sätze in Handlungen umsetzen
Die Begriffe "Laut, Wort, Satz" unterscheiden
Gestaltete Sprache erleben
Sinn bei gestalteter Sprache erfassen — Hinweis: Schaffen einer besonderen Atmosphäre
Freude an gestalteter Sprache erleben — Hinweis: Bilderbücher, Fingerspiele, Verse, Lieder, Reime, Gedichte, Geschichten, Hörspiele, Sprechzeichnen
Sprache gestalten, wie z. B. durch: - Laute, Wörter, Sätze in Bewegung umsetzen - Geschichten darstellen - Bilder zu Geschichten gestalten
Ganzkörperliche Eigenwahrnehmung
Körperliche Entspannung aus der Anspannung heraus wahrnehmen
Anspannung und Entspannung unterscheiden
Ganzkörperliche Eigenwahrnehmung
Einzelne Körperteile in Anspannung und Entspannung wahrnehmen (Körperschema)
Körperliche Anspannung und Entspannung in Verbindung mit entsprechenden Lautbildungen wahrnehmen
Eigene und fremde Körpervibrationen wahrnehmen
Vibrationen im Mundraum spüren Sprechmotorik
Grundfunktionen, z. B. saugen, schlucken, beißen, kauen beherrschen
Bewegungsmöglichkeiten von Zunge, Lippen, Kiefer ausprobieren
Mundgeräusche erzeugen: Schmatzen, Zischen, Pfeifen
Geräusche mundmotorisch imitieren
Mundmotorische Bewegungen imitieren
Berührungen im Mundbereich akzeptieren
Bewegungen mit - Lippen, - Zunge, - Kiefer und - Gaumensegel gezielt ausführen.
Atmung und Stimme
Riechen, wie z. B.: - Gerüche wahrnehmen - Gerüche identifizieren - Beim Riechen bewusst durch die Nase einatmen
Blasen, wie z. B.: - Blasinstrumenten Töne entlocken - Blasen kurzer, langer, lauter, leiser Töne - Einen Ton lange halten - Pusteobjekte schnell, langsam, in bestimmte Richtungen pusten - Wasserblasen erzeugen - ................ — Hinweise: Riechübungen beinhalten eine Förderung der Einatmung durch die Nase; Blasen und Pusten beinhalten Kräftigung, Dosierung und Steuerung der Ausatmung: Pfeifen, Flöten, Panflöte, Flaschen, Blasrohre, Luftballons, Trompeten, Watte, Chinabälle, Tischtennisbälle, Strohhalme, Schleuderhorne,, Kerzenflammen, Federn, Seifenblasen ...
Summen und Brummen, wie z. B.: - Vibrationen bei der Stimmgebung anderer spüren - Atmung und Stimmgebung verbinden - Vibrationen bei der eigenen Stimmgebung spüren - .................... — Hinweise: Körperdialoge; Schwing- (R, Br) und Reibelaute (F; S) machen die von der Atmung hervorgerufenen Schwingungen hör- und fühlbar
Stimme geben, wie z. B.: - Stimme variieren: laut, leise, hell, dunkel - Gefühle stimmlich unterscheiden - ............................................. — Hinweis: Kasoo, Kamm werden mit Stimme geblasen und ermöglichen die Wahrnehmung der Lippenvibrationen Fundgrube von Spielideen zu Atmung und Stimme: Gollwitz 1995
Lautieren
Mit Lauten, eigenen Lautverbindungen bzw. Wortmustern Bedeutung ausdrücken Benennen
Nennen von: - Personen - Gegenständen - Tieren - Handlungen - Eigenschaften - ..................... — Hinweise: Beachtung der Bedeutsamkeit für das Kind, gemeinsame Handlungen; Den Gebrauch erworbener Wörter durch entsprechende Unterrichtsgestaltung provozieren: Z. B. bergen Wahlsituationen die Motivation zu sprachlichen Entscheidungsäußerungen, Handlungsunterbrechungen können das Kind anregen, die Weiterführung der Handlung verbal einzufordern
Sich in Einwortsätzen äußern — Hinweis: Bildmaterial: Fotos, Abbildungen, Memory, Lotto, individuelle Bildordner, Spielmaterialien zur Wortschatzerweiterung
Sich in Zweiwortsätzen äußern, z. B. über: - Handlungsträger und Handlung (Kind weinen) - Handlung und Objekt (Brot schneiden) - Handlungsträger und Objekt (Kind Hose) - Handlung und Lokalisierung (rein machen) - Objekt/Person und Lokalisierung (Kind Stuhl) - Besitzer und Besitz (Tom Tasse) - Nähere Bestimmung und Objekt/Person (Wasser nass/Mama krank) - Vorhandensein/Nichtvorhandensein (Hund da/weg) - ............................ — Hinweise: Gestaltung entsprechender Handlungssituationen; Ausbau des Wortschatzes (Gegenstandsbezeichnungen, Tätigkeitsbezeichnungen, Eigenschaften ...)
Sich in Mehrwortsätzen äußern, z. B. über: - Handlungsträger, Handlung, Objekt (die Katze trinkt Milch) - Raumbeziehungen (ich sitze auf dem Stuhl) - Besitzverhältnisse (das ist mein Buch) - Eigenschaften (der Ball ist rund) - Kausale Zusammenhänge (ich bin müde, weil ...) - Vergangenes (gestern habe ich ...) - Zukünftiges (morgen gehe ich ...) - .......................... — Hinweis: Objekterkundung, Situationsbilder ... Auch bei der Ausweitung von Satzstrukturen bildet die Handlung (siehe Unterrichtsbeispiel) und die Ausdifferenzierung kognitiver Prozesse (siehe Verstehen) die Grundlage. Das eigene Sprachverhalten dem jeweiligen Sprachniveau des Kindes anpassen, d. h. Sprachstrukturen verwenden, die dem aktuellen Ausdrucksniveau nur wenig vorausgehen; die Äußerungen des Kindes im Sinne einer korrigierenden Rückmeldung aufnehmen und hinsichtlich Begriffsbildung, grammatikalischen und syntaktischen Strukturen widerspiegeln; z. B. durch:
Mit Begriffen die Umwelt ordnen (Oberbegriffe, Wortfamilien, .. ...) — Hinweise: Wiederholen und Verstärken; Wiederholen und Erweitern; Wiederholen und Verbessern; Fragetechniken, Impuls (vgl. Grohnfeld 1997, 50) Förderung der Sprechfreude und der Sprechaktivität; Ausbau des Wortschatzes (..., Präpositionen, Zeitangaben Fragewörter, Konjunktionen ...)
Sich um Verständlichkeit bemühen, z. B. - Deutlich sprechen - Richtig artikulieren - Stimmführung dem Inhalt des Gesprochenen anpassen - .................................
Mit Sprache gestalten, z. B. - Reimwörter finden - Wörter raten - An Rollenspielen teilnehmen - Verse wiedergeben
Geschichten erzählen — Hinweis: Bei besonderen Problemen (Stottern, Poltern, Aphasien ...) ist die Zusammenarbeit mit Fachkräften erforderlich.
Lautieren
Beziehungen mittels Sprache gestalten, z. B. - Wünsche, Gefühle, Erlebnisse, ... mitteilen - Wünschen, Gefühlen, Erlebnissen, ... anderer zuhören - Mitteilungen weitergeben - Vorschläge äußern - Vorschläge annehmen - Trösten, Ermutigen, ... - Trost, Ermutigungen, ... annehmen - Fragen stellen - Fragen beantworten ....................... — Hinweise: Nutzung natürlicher Situationen im Unterrichtsalltag: Morgenkreis, Frühstück, Mittagessen, Erzählkreise ...; Formen offenen Unterrichtes (siehe Kapitel IV) bieten eine Vielfalt des Miteinander Sprechens, z. B. Absprachen bei der Material- und Partnerwahl, bei Partner- oder Gruppenarbeit, Abschlussreflexionen, ...
In Konflikten seinen Standpunkt vertreten, Ursachen herausfinden, Lösungen suchen - ....................... — Hinweis: Rollenspiele, Puppenspiele, Bildgeschichten, Spielgespräche, Interaktionsspiele, Stichwortgeschichten, Bilderbücher ...
Situations- und adressatenbezogen sprechen, z. B. - Ritualisierte Sprachformen benutzen (kann ich bitte, wo ist ....) - Höflichkeitsformen benutzten (Entschuldigung, Grüßen, Bitten, - Danken, ...) - Du - Sie unterscheiden - ..................... — Hinweise: Situationen im Schulalltag; Im Hinblick auf die Lebensbedeutsamkeit ausgewählte Labor- und Realsituationen, wie z. B.: Einkaufen, Telefonieren, Arztbesuch, Hilfe bei Verletzungen, Kinobesuch ...
Gesprächsregeln kennen und beachten, wie z. B.: - Zuhören - Nacheinander sprechen - Sich in einer Gruppe zu Wort melden - Toleranz und Achtung anderen gegenüber zeigen - Den Gesprächspartner ansehen - Sich um Verständlichkeit bemühen - Sich auf Gesagtes beziehen - ........................ — Hinweise: Durchgängig auf die Einhaltung von Gesprächsregeln achten; Gesprächsregeln mit den Schülern erarbeiten, Visualisierungen können eine Erinnerungshilfe sein; Tonbandaufnahmen zur Selbstreflexion
Unterschiedliche Gesprächsformen erproben — Hinweis: Streit-, Erkundungs-, Darstellungs-, ...gespräche
Blicke, Körperbewegungen, ...
Sich mit Blickbewegungen, Körperbewegungen, Körperhaltungen, Lauten, Mimik, individuellen Gesten gezielt mitteilen
Sich mit konventionellen Gesten mitteilen, wie z. B.: - Bewegungsablauf der Ja-/Nein-Geste beherrschen - Ja/Nein-Geste bedürfnisgerecht einsetzen Gebärden
Bedeutungstragende Gesten und Gebärden von allgemeinen Bewegungen unterscheiden — Hinweis: Eingebundenheit in Handlungssituationen
Gebärden mit Bedeutung verknüpfen — Hinweis: Bewegungsablauf von Gebärden in sinnvollen (natürlichen oder gestalteten) Situationen üben
Blicke, Körperbewegungen, ...
Gegenstände zum Ausdruck von Grundbedürfnissen verwenden — Hinweis: Beispiele: Tasse - Durst, Teller - Hunger, Pflaster - Schmerz, Klingel - Pause/fertig
Gegenstände als Symbole für Handlungen verwenden, z. B. - Durch Zeigen, Ergreifen, Bringen von Gegenständen - Sich für eine Tätigkeit entscheiden - Von Erlebnissen erzählen - Sich über zukünftige Ereignisse informieren - ..................... — Hinweise: Beispiele: Schwimmbeutel - Schwimmen, Schuhe - Spaziergang, Speisekarte - Restaurantbesuch; Verknüpfungen von Gegenstand und Bedeutung am Kind orientieren und im Team absprechen; Entsprechende Gegenstände müssen für das Kind stets erreichbar sein z. B. durch Einrichten eines "Mitteilungsregals", evtl. verkleinerte Gegenstände einführen und diese in einer "Mitteilungskiste" oder auf einem "Mitteilungstablett" sammeln; Für Schülerinnen und Schüler, die nicht gezielt zeigen können, siehe auch Gestützte Kommunikation S. 322
Fotos, Abbildungen, Symbole - erkennen und - als Verständigungsmittel erfassen — Hinweis: Individuelle Fotos (Gegenstände, Personen, Orte, Handlungen aus der Umgebung und dem Bedürfnis- und Interessenbereich des Kindes fotografieren)
Blicke, Körperbewegungen, ...
Sich mit ihrer Hilfe mitteilen, z. B durch: - Hinschauen - Hingehen - Eine Nachricht überbringen - Zeigen - Kartenfolgen legen - Symbolfolgen zeigen — Hinweise: Auswahl von Motiven käuflicher Fotosammlungen, Abbildungen und Symbolen (siehe Literatur); Bild- oder Symbolsysteme, z. B. Löb, Touch'n Talk, Bliss (siehe Literatur); Die eingeführten Motive müssen dem Kind unbedingt ständig zur Verfügung stehen, z. B. in Form von: Einzelkarten (vergrößert im Klassenraum aufgehängt, als Karteikasten oder Ordner, als "Schlüsselbund"), Individuellen Kommunikationstafeln (Zusammenstellung persönlich wichtiger Motive), Kommunikationstagebücher (Zusammenstellung bedeutsamer Alltagserlebnisse und besonderer Ereignisse), Thementafeln (Beispiele: Nahrungsmittel, Tiere, Lieblingslieder, Motive für Rollenspiele), Bei umfangreichen Sammlungen kann eine Grundtafel (Übersicht über alle vorhanden Tafeln) dem Kind ermöglichen eine Thementafel einzufordern, "Vorhabentafeln" (Abbildungen zum jeweiligen Vorhabenthema) Kommunikationsordner Die Entscheidung über Anzahl, Größe, Abstraktionsgrad der Motive berücksichtigt die jeweiligen Wahrnehmungsvoraussetzungen, das Symbolverständnis und die motorischen Fähigkeiten und bedarf einer ständigen Reflexion, Erweiterung und Anpassung an die Bedürfnisse, Wünsche, Lebensumstände, Mitteilungsebene des Kindes. Bei der Einführung von Kommunikationskarten erweist sich eine lautsprachbegleitende Benutzung (siehe Gebärden) als sehr förderlich.
Schriftsprache als Ersatz für Lautsprache verwenden
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe
Ursache und Wirkung (Taste - Funktion) verstehen
Symbole und gespeicherte Aussagen verknüpfen
Für gewünschte Wörter/Sätze das entsprechende Symbol finden
Die Aussage über Tastendruck/Tastenkombinationen aktivieren Elektronische Kommunikationshilfen mit synthetischer Sprachausgabe
Mitteilungen tippen und durch das Gerät "aussprechen"
Mittels einer elektronischen Kommunikationshilfe z. B. - Die Initiative zu einem Gespräch ergreifen können - Ein Gespräch steuern - Reden, schimpfen rufen können, ohne auf die Hilfe einer anderen Person angewiesen zu sein - Gefühlsinhalte spontan und laut äußern können - Mit Personen kommunizieren können, die nicht in Sichtweite sind - Mit Personen kommunizieren können, die körpereigene oder andere Kommunikationsformen nicht kennen
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Sach-/Methodenkompetenz
Fixieren
Durchgängige Verknüpfung von Ausdruck und Bedeutung
Sinneseindrücke differenzieren (hören, fühlen, riechen, schmecken) und Situationen lesen
Fixieren, beobachten, hören
Bild und Konstellation sowie Bewegung verknüpfen
Handlungsabläufe erkennen und verfolgen
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Soziale/Personale Kompetenz
Erleben, dass man Dinge erkennen und wiedererkennen kann
Vertrautheit mit Dingen
Stimmungen erkennen, Stimmungen ausdrücken
Erweiterung der Umwelterfahrung, Zuverlässigkeit, Sicherheit
Sinn gebende Deutung von Umwelt
Erfahren, dass Dinge verschieden sind
Erfassen
Komplexe Situationen erkennen und deuten können und damit erfahrbar machen und bewältigen
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Sach-/Methodenkompetenz
Bild-Bild-Zuordnung
Merkmale als gleich erkennen, Unterschiede und Ähnlichkeiten feststellen
Personen und Gegenstände der Situation zuordnen können
Zweidimensionale Abbildungen erkennen, zeigen u. benennen
Abgebildetes zu unterschiedlicher Form/- Größe/Raumlage erfassen und wiedererkennen
Abgebildetes in Handlung umsetzen
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Soziale/Personale Kompetenz
Informationen verarbeiten
Erleben, dass Dinge erfasst werden
Soziale Handlungen verstehen
Vereinbarungen zur Organisation von Arbeit und Spiel treffen können
Verständigung durch Bilder
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Sach-/Methodenkompetenz
Symbolfunktion erkennen
Gegenstände und deren Stilisierung einander zuordnen
Abstrahieren
Einengung auf wesentliche Merkmale
Bilder und deren Stilisierung einander zuordnen
grafische Zeichen im Kontext erkennen
Verknüpfung von Abgebildetem und Gemeintem (das nicht unmittelbar dargestellt ist)
Erkennen, dass ganzheitliche Buchstabenformen /Buchstabenkomplexe Bedeutung tragen
Den eigenen Namen lesen
Schrift als Träger von Sinngehalten
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Soziale/Personale Kompetenz
Sich ausdrücken können, Steigerung des Selbstwertgefühls
Anderen etwas schneller und sicherer mitteilen können
Schnellere und einfachere Verständigung
Erleichtern der Orientierung
Erhöhen der Alltagskompetenz
Erhöhen des Selbstwertgefühls durch das (wenn auch punktuelle) Lesen-Können
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Sach-/Methodenkompetenz
Geräusche und Töne hören und deuten
Geräusche und Töne in Rhythmus umsetzen
Lautgebilde hören und analysieren
Erfassen der Parallelität von Buchstaben- und Lautfolge anhand von Silben, Minimalpaaren und Morphemen (Signalgruppen)
Wörter als einmalige Abfolge von Buchstaben erfassen
Wörter mit Hilfe von Signalgruppen erfassen
Gleiche Lautpaare beim Lesen zuordnen
Rasches Wiedererkennen von häufig gelesenen Worten
Sinn verändernde Bedeutung von einzelnen Buchstaben erfassen
Laute abhören, heraushören
Beziehung Laut-Buchstabe sicher erfassen
Erkennen der genauen Lautfolge in einem Wort
Lautstruktur durch Auf- und Abbau von Wörtern erfahren
Worte erlesen
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe · Soziale/Personale Kompetenz
Können erfahren
Erleben, dass man etwas gestalten kann
Gleiches wieder erkennen
„Lesen“ können
Erkennen des Prinzips der Lautschrift
Sicherheit ob der eigenen Lesefähigkeit
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe
Sich mit dem Körper ausdrücken (Mimisch, gestisch, lautlich) — Hinweise: Gestik, Mimik, Verlangen deutlich machen; Das Kind will etwas bewirken, was von anderen wahrgenommen werden muss
Situationen verstehen — Hinweise: Spuren hinterlassen z. B. durch Körper, Füße, Hände, Atem ...; Verständliche Situationen schaffen, Eindeutigkeit, Zugewandtheit Situationen über Sprache verstehen, weniger auf Beobachtungen und Aktivität angewiesen sein. Aber: Denken und Handeln ist in konkreten Situationen verwurzelt und muss an Erfahrung angebunden bleiben (Schaffung bedeutsamer Inhalte).
Sprache anderer verstehen
Sich selbst verbal äußern
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe
Ziellos kritzeln (flächig)
Handbewegungen mit einem Stift machen - Individuell gestaltete Zeichen — Hinweise: Schreiben im Sandtablett; Briefe als Schreibversuche, als Botschaften verstehen (Ganzheiten)
Linear kritzeln (horizontale Schreibrichtung) — Hinweis: Gekritzeltes ist für Kinder sinnvoll
Entwicklung von Formen (Gerade/Bogen, geschlossene/offene Linie) — Hinweis: Kinder erwerben dadurch grafomotorische Grundfertigkeiten
Wiederholung von Formen — Hinweis: Koordination von Auge und Hand
Formen neu erfinden (Kombination von Formen) - Entwicklung von Regelmäßigkeit — Hinweise: Ermutigen, wertschätzen; Auch nachmalen und kopieren
Lesen von Bildern — Hinweis: Bildmaterial aus dem Erfahrungsbereich der Kinder
Bilder malen
Bedeutungsunterscheidende Merkmale erfassen und „schreiben“ — Hinweis: Fotografieren
Mit Bildern, Pfeilen, Piktogrammen schreiben — Hinweise: Bildbriefe - Bilderfolgen legen; Baupläne, Einkaufszettel; Bilderbücher selbst herstellen; Zuordnung zu Gegenständen
Elektronische Kommunikationshilfen mit natürlicher Sprachausgabe
Einzelne gut hörbare Laute schreiben — Hinweise: Laute wie z. B. aus dem eigenen Namen; Den eigenen Namen schreiben (Druckschrift)
Formen von Buchstaben erfassen und unterscheiden — Hinweise: Ausgelegten Buchstaben nachlaufen; Große Buchstaben nachfahren
Abschreiben und auswendig schreiben — Hinweise: Sandpapierbuchstaben fühlen; Holzbuchstaben
Lautwerte erlernen — Hinweis: Ausmalen