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Lehrpläne Saarland
Gymnasiale Oberstufe
Deutsch
prozessbezogen
Schreiben
51
Sprechen und verstehendes Zuhören
36
inhaltsbezogen
Lesen – mit Texten und Medien umgehen
45
Sprache und Sprachgebrauch untersuchen
28
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Verbindliche Kompetenzerwartungen
beherrschen die Zeichensetzung und die Orthographie,
nutzen Strategiewissen.
kennen die Phasen des Schreibprozesses und berücksichtigen sie bei ihrem Schreibhandeln,
reflektieren und dokumentieren ihre Schreibprozesse.
leiten aus der Aufgabenstellung konkrete Schreibziele ab,
entwickeln Schreibpläne zu ihren Schreibzielen,
orientieren ihre Schreibziele an dem/den Adressaten,
recherchieren selbstständig und zielgerichtet,
bereiten ihre Rechercheergebnisse sachbezogen auf, um sie für die eigene Textproduktion zu nutzen,
strukturieren die zu verfassenden Textformen, auch unter Verwendung von Textverarbeitungsprogrammen.
verfassen Texte orthographisch und grammatisch korrekt,
wenden die Fachsprache an.
achten auf eine korrekte Zitierweise der Quellen,
formulieren prägnant und stilistisch angemessen,
schreiben strukturiert unter Nutzung der Planung. c) Überarbeitungsphase Die Schülerinnen und Schüler
überarbeiten Stil, Sprache und Inhalt der Texte unter Berücksichtigung des Adressatenbezugs und seiner Funktion,
überarbeiten den Textentwurf hinsichtlich der Geschlossenheit der Darstellung und des Schreibziels.
entwickeln ein eigenständiges Textverständnis und begründen es textbezogen.
analysieren Inhalt, Aufbau und sprachliche Darstellung des Textes,
erfassen und deuten die einzelnen Textelemente in ihren Bezügen und Abhängigkeiten,
beziehen in ihre Interpretation literaturgeschichtliche, biographische und gattungspoetologische Kenntnisse mit ein,
formulieren Interpretationsergebnisse auf der Grundlage der Analysebefunde,
begründen bei Textvergleichen die Auswahl der Untersuchungsaspekte, ausgehend vom Text. vgl. Kompetenzbereich Lesen: 2. Fachliche Kompetenzen literarischer Texte vgl. APA Deutsch (2018), S. 4 f.
strukturieren den Aufbau ihrer Analyse,
fassen Inhalt / argumentativen Aufbau komplexer Texte zusammen,
erkennen die sprachlichen Handlungen (Sprechakte) der Schreibenden,
beschreiben Argumentationsgang und Argumentationsstrategie,
identifizieren sprachliche Mittel und erklären deren Wirkung im Kontext,
ziehen Schlussfolgerungen aus ihren Analysen,
setzen sich kritisch mit der Funktion des Textes auseinander,
stellen die Ergebnisse in verständlicher und kohärenter Weise dar.
formulieren eine geeignete Untersuchungsfrage zum Textgegenstand,
entwickeln eigene Interpretationsansätze zu literarischen Texten und stellen diese argumentativ-erklärend dar,
berücksichtigen bei der Interpretation gattungs-, epochen- und literaturtheoretische sowie textsortenspezifische Ansätze,
setzen die jeweiligen Ergebnisse in Beziehung zu Wertvorstellungen, Welt- und Selbstkonzepten,
integrieren kulturelle, historische, politische und philosophische Bezüge,
berücksichtigen bei ihrer Argumentation Ergebnisse der Analyse und Interpretation des Ausgangstextes im Rahmen der Aufgabenstellung.
formulieren eine Untersuchungsfrage,
fassen Inhalt und Argumentation komplexer Texte zusammen,
entwerfen zu fachlich-strittigen Sachverhalten und Texten strukturierte und differenzierte Argumentationen,
reflektieren Schlüssigkeit und Stichhaltigkeit ihrer Argumentation.
fassen Inhalte und Argumentationen komplexer Texte zusammen,
berücksichtigen die vorgegebenen Materialien sowie die Ergebnisse eigener Analysen, Vergleiche, Untersuchungen und Wissensbestände,
stellen fachspezifisches Wissen über literarische, sprachliche und allgemeine Sachverhalte differenziert dar,
formulieren den jeweiligen Sachverhalt adressatenbezogen, zielorientiert und in kohärenter Weise,
schreiben sie eigene informierende Texte in Anlehnung an populärwissenschaftliche oder medienspezifische Textformen,
schreiben sie wissenschaftspropädeutische Texte.
entwickeln differenzierte Argumentationen zu Fragen, Sachverhalten und Texten,
verfassen einen Text unter der Berücksichtigung einer geeigneten Argumentationsstrategie und der spezifischen Merkmale der Textsorte,
ziehen Schlussfolgerungen aus ihren Auswertungen von Textvorlage und gegebenen Sachverhalten.
stellen die Ergebnisse in kohärenter Form dar.
Verbindliche Kompetenzerwartungen
können aus der Aufgabenstellung oder der Kommunikationssituation Leseziele ableiten
überprüfen die Leistungsfähigkeit bzw.
identifizieren Lesebarrieren und nutzen Lesestrategien zum Textverstehen,
formulieren Deutungshypothesen und überprüfen sie,
nutzen ihr Weltwissen, Kontextwissen und Fachwissen zum Verstehen von Texten aller Art,
entwickeln selbstständig ein Textverständnis von Texten aller Art,
wenden verschiedene Lesetechniken in Abhängigkeit von der Funktion des Textes an,
kennen die verschiedenen medialen Darstellungsformen von Texten und beschreiben ihre jeweilige Wirkung.
erschließen komplexe literarische Texte aller Gattungen als Produkte künstlerischer Gestaltungsprozesse, auch unter Einbeziehung von Literaturverfilmungen,
analysieren den Inhalt, den Aufbau und die Sprache literarischer Texte,
formulieren differenziert mündlich wie schriftlich Analyseergebnisse und begründen sie textbezogen,
nutzen literaturgeschichtliches und historisches Wissen zum Erschließen von Texten,
nutzen biographisches Wissen zum Erschließen von Texten,
identifizieren Epochenmerkmale und nutzen diese für ihre Textdeutung,
erkennen die Mehrdeutigkeit als zentrales Merkmal literarischer Texte und überprüfen Interpretationen auf ihre Plausibilität,
entwickeln literarästhetische Urteilskompetenz,
vergleichen Texte, auch unterschiedlicher Epochen, hinsichtlich der Gestaltungsmittel und des historischen Kontextes. vgl. hierzu die Handreichungen zu den Lektürelehrplänen („Liebesgedichte von Sturm und Drang bis zur Gegenwart“)
erläutern den besonderen poetischen Anspruch und die ästhetische Qualität literarischer Texte,
berücksichtigen bei der Kontextualisierung literarischer Werke verschiedene Sekundärtexte,
erfassen bei ihrer Erörterung literarischer Themen geistes-, kultur- und sozialgeschichtliche Entwicklungen,
begründen ihre literarischen Wertungen differenziert und greifen dabei auf ihr Kontextwissen zurück,
recherchieren selbstständig biographische und historische Aspekte.
fassen Texte terminologisch präzise und sachgerecht zusammen,
berücksichtigen bei ihrem Textverständnis Textfunktionen, Situationen und Adressaten,
ermitteln die in pragmatischen Texten enthaltenen sprachlichen Handlungen,
bestimmen die Funktion des Textes,
beurteilen die Wirkungsabsicht des Textes.
analysieren die nichtsprachlichen Elemente der Textgestaltung in ihrer Funktion,
untersuchen die sprachlich-stilistische Gestaltung des Textes und deren Wirkung,
stellen zielführende Zusammenhänge zwischen weiteren ihnen bekannten Texten her und entnehmen relevante Informationen,
vergleichen themengleiche Texte,
nutzen pragmatische Texte zur Auseinandersetzung mit eigenen Welt- und Wertvorstellungen, auch in einer interkulturellen Perspektive,
verstehen auch komplexere, fachspezifische Sachtexte zu Literatur und Sprache. vgl. Kompetenzbereich „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“: sprachtheoretische Modelle, z. B. Schulz von Thun,
erfassen Theaterinszenierungen und Literaturverfilmungen als mögliche Interpretation literarischer Primärtexte,
vergleichen die Theaterinszenierung und die Literaturverfilmung mit der Textfassung,
kennen die verschiedenen Inszenierungsmittel und deren Wirkung,
analysieren Filme unter Berücksichtigung der Darstellungsmittel,
untersuchen Hörtexte hinsichtlich ihrer Gestaltung.
untersuchen gesprochene Texte aller Art auf ihre Wirkung,
untersuchen Lyrikvorträge auf ihre Wirkung,
tragen Texte vor einer Gruppe vor,
nutzen die Begegnung mit Filmen und Hörspielen zur Auseinandersetzung mit eigenen Welt- und Wertvorstellungen auch unter Berücksichtigung interkultureller Aspekte,
setzen sich kritisch mit der ästhetischen Qualität von Theaterinszenierungen, Hörspielen und Textvorträgen auseinander,
berücksichtigen dabei auch die kulturelle und historische Dimension des Kunstwerkes,
beziehen kritisch Stellung zu Rezensionen. vgl. Kompetenzbereich „Verstehendes Zuhören“
Verbindliche Kompetenzerwartungen
verfügen über ein respektvolles Gesprächsverhalten durch Anwendung der Gesprächsregeln,
sprechen adressatenspezifisch,
äußern sich in Gesprächen, Diskussionen, Präsentationen sachbezogen und strukturiert,
unterstützen ihre Äußerungen durch nonverbale und paraverbale Mittel bzw. achten auf eine der Kommunikationssituation angemessene Sprechweise,
sind in der Lage, in unterschiedlichen Rollen (Empathie) und Sprechsituationen zu handeln, vgl. 1.3.: Dialogisches Sprechen
vertiefen ihren allgemeinen und fachspezifischen Wortschatz kontinuierlich und wenden ihn an.
bereiten Präsentationen, Referate, Diskussionen und Debatten durch gezielte Recherchen vor.
lesen literarische Texte sinngebend und gestaltend vor und lassen sie als ästhetische Erfahrung lebendig werden,
gestalten die Textinterpretation durch angemessene szenische Elemente.
können eigene Texte vortragen.
nutzen zur gezielten Recherche unterschiedliche Quellen,
führen Präsentationen kontextorientiert durch,
unterstützen durch den kreativen Einsatz von Medien ihre Präsentation / ihr Referat,
geben den Zuhörerinnen und Zuhörern Raum für gezielte Nachfragen,
treffen Absprachen für kooperative Präsentationen,
nutzen das Feedback zur gezielten Verbesserung ihrer Präsentationskompetenz.
gestalten mündliche Redebeiträge aller Art,
bereiten sich auf Diskussionen und Debatten gezielt vor,
paraphrasieren kontroverse Positionen,
formulieren Argumente klar strukturiert und unterstützen sie durch Beispiele,
unterstützen bewusst ihre Redebeiträge durch Körpersprache,
moderieren Diskussionen und Debatten,
fassen Redebeiträge und Ergebnisse von Diskussionen und Debatten zusammen.
hören konzentriert und gezielt zu,
planen während des Zuhörens eigene Redebeiträge,
erstellen simultan zum Hörprozess Mitschriften,
erkennen das Thema, die Intention und Struktur des gehörten Textes.
werten die Mitschriften hinsichtlich des Textverstehens gemeinsam aus (siehe:
analysieren Kommunikationssituationen aller Art mit Hilfe audiovisueller Aufzeichnungen oder Mitschriften bzw. Checklisten.
erkennen zentrale Themen, Struktur und zentrale Aussagen literarischer und pragmatischer Hörtexte,
wenden Textsortenwissen an, um die Funktion des Textes zu erkennen,
nutzen Wissen über die Kommunikationssituation für das Verstehen,
erkennen unterschiedliche Positionen und Intentionen der Sprecher.
reflektieren eigenes und fremdes Gesprächsverhalten unter Berücksichtigung verbaler, nonverbaler, inhaltlicher und struktureller Gesichtspunkte,
bewerten und kommentieren Gesprächsverhalten auf Grundlage von Checklisten.
nutzen Rückmeldungen zur zielgerichteten Verbesserung ihrer Kompetenzen.
Verbindliche Kompetenzerwartungen
kennen die Grundregeln der Wortbildung und nutzen sie zur Analyse und Bildung von Wörtern,
erweitern systematisch ihren allgemeinen und insbesondere ihren fachspezifischen Wortschatz,
erkennen in Abhängigkeit vom Kontext unterschiedliche Wortbedeutungen.
erkennen den historischen Bedeutungswandel von Begriffen,
erkennen den manipulativen Charakter von Sprache,
analysieren die Syntax hinsichtlich ihrer Funktion und der Intention des Schreibers/Sprechers bzw. der Schreiberin/Sprecherin,
erkennen syntaktische und semantische Elemente und Konjunktionen als Mittel der Textkohärenz und wenden sie bei eigenen Textproduktionen mündlich wie schriftlich an,
erkennen und beschreiben die ästhetische Wirkung sprachlicher Mittel. vgl. Lehrplan Einführungsphase „Sprache und Sprachgebrauch untersuchen“ und „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ siehe Kompetenzbereich „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“ 2. Kommunikative Funktion von Sprache Die Schülerinnen und Schüler
untersuchen Kommunikationssituationen unter Anwendung unterschiedlicher Kommunikationsmodelle,
erkennen, dass Sprache der Bezeichnung von Sachverhalten, der Mitteilung, der Herstellung von Beziehung und dem Selbstausdruck dient.
untersuchen sprachliche Handlungen hinsichtlich ihres Informationsgehaltes, ihrer sprachlichen Angemessenheit und hinsichtlich der Korrespondenz von Inhalt und Form, vgl. Kompetenzbereich „Schreiben“, 3.1.2 Pragmatische Texte analysieren
beurteilen sprachliche Handlungen hinsichtlich manipulativer und herrschaftsorientierter Tendenzen,
erkennen persuasive und manipulative Strategien öffentlicher Kommunikation, politische Rede oder Werbeanzeigen (vgl.
beurteilen sprachliche Handlungen hinsichtlich ihrer sprachlich-ästhetischen Qualität. vgl. Kompetenzbereich „Lesen – mit Texten und Medien umgehen“, Punkt 1, Allgemeines Textverstehen 3. Verbale und nonverbale Gestaltungsmittel Die Schülerinnen und Schüler
identifizieren und analysieren verbale, nonverbale und paraverbale Gestaltungsmittel,
wenden Fachbegriffe in ihrer Beschreibung an,
bewerten die Gestaltungsmittel hinsichtlich ihrer kommunikativen Funktion.
identifizieren verschiedene Sprachvarietäten und ihre Funktion,
vergleichen Wörter und grammatische Phänomene ihrer Muttersprache mit einer Zweitsprache,
nutzen Sprache und Sprachmuster zum Erkennen kultureller Unterschiede,
reflektieren sprachliche Handlungen und erkennen die zugrundeliegenden kulturellen Muster,
gehen respektvoll mit anderen Sprachvarietäten um.
kennen sprachliche Trends und bewerten sie hinsichtlich ihrer Funktion,
erläutern sprachphilosophische und sprachtheoretische Positionen,
nutzen ihr Wissen über sprachliche Theorien zur Analyse von Kommunikationssituationen,
stellen eine Theorie des Spracherwerbs dar,
beschreiben Aspekte des Sprachwandels.
nutzen grammatikalische und semantische Kategorien bei der Argumentation über schriftliche und mündliche Äußerungen.
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Ministerium für Bildung und Kultur des Saarlandes — Lehrplan Deutsch Hauptphase der gymnasialen Oberstufe Leistungskurs 2019/2022. Kompetenztexte aus der Quelle übernommen; die amtliche Originalfassung ist verbindlich.
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