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Hör- und Hör-Sehverstehen — Grundlegendes Niveau
einem Hör- bzw. Hörsehtext zu vertrauten Themenbereichen die Hauptaussagen oder Einzelinformationen entsprechend der Hör- bzw. Hörseh-Absicht entnehmen,
textinterne Informationen und textexternes Wissen kombinieren,
in Abhängigkeit von der jeweiligen Hör-/Hörseh-Absicht Rezeptionsstrategien anwenden,
angemessene Strategien zur Lösung von Verständnisproblemen einsetzen,
Stimmungen und Einstellungen der Sprechenden erfassen,
gehörte und gesehene Informationen aufeinander beziehen und in ihrem kulturellen Zusammenhang verstehen.
Hör- und Hör-Sehverstehen — Erhöhtes Niveau
Hör- und Hörsehtexte auch zu wenig vertrauten Themen erschließen,
implizite Informationen erkennen, einordnen und deren Wirkung interpretieren,
implizite Einstellungen oder Beziehungen zwischen Sprechenden erfassen,
auch bei erhöhtem Sprechtempo und regionaler Färbung Hör- und Hörsehtexte im Wesentlichen verstehen.
Leseverstehen — Grundlegendes Niveau
authentische Texte unterschiedlicher Textsorten und Entstehungszeiten zu vertrauten Themenbereichen erschließen und bewerten,
explizite und implizite Aussagen von Texten sowie deren Wirkungspotenzial erkennen und einschätzen,
Texte und Textteile mit Bezug auf ein spezifisches Leseziel aus einem vorgegebenen Kompendium auswählen,
die Hauptaussagen und deren unterstützende sprachliche und/oder inhaltliche Einzelinformationen erfassen,
die inhaltliche Struktur eines Textes nachvollziehen und Gestaltungsmerkmale in ihrer Wirkung erfassen,
die Absicht und Wirkung von Texten in deren zielkulturellen Zusammenhängen erkennen,
mehrfach kodierte Texte und Textteile aufeinander beziehen und in ihrer Einzel- und Gesamtaussage erkennen, analysieren und bewerten.
Leseverstehen — Erhöhtes Niveau
selbstständig Texte unterschiedlicher Textsorten und Entstehungszeiten auch zu wenig vertrauten Themen erschließen,
Texte und Textteile mit Bezug auf ein spezifisches Leseziel selbstständig recherchieren und auswählen,
die inhaltliche Struktur von komplexen Texten erkennen und dabei Gestaltungsmerkmale in ihrer Funktion und Wirkung analysieren,
die Wirkung von Texten in deren zielkulturellen Zusammenhängen erkennen und analysieren.
Dialogisches Sprechen: an Gesprächen teilnehmen — Grundlegendes Niveau
ein adressatengerechtes und situationsangemessenes Gespräch zu geläufigen oder aktuell bedeutsamen Themen initiieren,
Diskussionen eröffnen und dabei auf Aussagen anderer eingehen,
eigene Positionen in solchen Diskussionen argumentativ vertreten,
Gespräche angemessen beenden,
in den verschiedensten Situationen beim Ausdruck und der Begründung ihrer persönlichen Meinungen interkulturelle Gesprächskonventionen einhalten.
Dialogisches Sprechen: an Gesprächen teilnehmen — Erhöhtes Niveau
sich in den zuvor beschriebenen Kontexten spontan und flüssig äußern,
sich an Diskussionen zu weniger vertrauten Themen aktiv beteiligen, indem sie auf differenzierte Äußerungen anderer angemessen reagieren sowie eigene Positionen vertreten,
zu aktuellen oder generell bedeutsamen Sachverhalten begründet und detailliert Stellung nehmen und in Diskussionen ggf. verschiedene Positionen sprachlich differenziert formulieren.
Monologisches Sprechen: zusammenhängendes monologisches Sprechen — Grundlegendes Niveau
Sachverhalte aus den unterschiedlichsten Bereichen des Alltags sowie Themen fachlichen und persönlichen Interesses korrekt und strukturiert darstellen und ggf. kommentieren,
für Meinungen, Pläne oder Handlungen klare Begründungen bzw. Erläuterungen geben,
nicht-literarische und literarische, auch mediale Textvorlagen sprachlich angemessen und kohärent vorstellen,
im Kontext komplexer Aufgabenstellungen eigene mündliche Textproduktionen, z. B. Vorträge, kurze Reden, Teile von Reportagen und Kommentare planen, adressatengerecht vortragen.
Monologisches Sprechen: zusammenhängendes monologisches Sprechen — Erhöhtes Niveau
Sachverhalte aus den unterschiedlichsten Bereichen des Alltags sowie Themen fachlichen, persönlichen und kulturellen Interesses korrekt und klar strukturiert darstellen und begründet kommentieren,
komplexe nicht-literarische und literarische, auch bild- oder tongestützte Textvorlagen sprachlich angemessen und kohärent vorstellen, wobei sie wesentliche Punkte und relevante unterstützende Details hervorheben und auch eigene Bewertungen äußern und detailliert begründen,
eine Präsentation klar strukturiert und flüssig vortragen, ggf. spontan vom vorbereiteten Text abweichen und auf Nachfragen zum Thema eingehen.
Schreiben — Grundlegendes Niveau
Texte in formeller oder informeller Sprache verfassen und dabei wesentliche Merkmale der jeweiligen Textsorten beachten,
Informationen strukturiert und kohärent vermitteln,
sich mit unterschiedlichen Positionen zu den verschiedensten Sachfragen kritisch auseinandersetzen und dazu mit eigenen differenzierten Argumenten Stellung beziehen,
Inhalte literarischer und nicht-literarischer Texte strukturiert wiedergeben und differenziert kommentieren,
diskontinuierliche Vorlagen in kontinuierliche Texte umschreiben und eigene kreative Texte, ggf. in Anbindung an eine Textvorlage, selbstständig verfassen,
unter Beachtung der jeweiligen Situation selbstständig die passende Textsorte produzieren,
bei mehrfach kodierten Texten vielfältige Bezüge zwischen den einzelnen Elementen (Text/Musik/Bild) ausführlich darstellen,
literarische und nicht-literarische Textvorlagen in schriftlicher oder mündlicher Form transformieren.
Schreiben — Erhöhtes Niveau
literarische und nicht-literarische Texte im Hinblick auf ihre spezifischen Merkmale, ihre Gestaltungsmittel und intendierten Wirkungen unter Anwendung eines erweiterten textanalytischen Wortschatzes untersuchen und ihre Ergebnisse verschriftlichen,
bei der Gestaltung ihrer Texte funktionale Gesichtspunkte, z. B. Leserlenkung und Fokussierung, beachten.
Sprachmittlung/Mediation — Grundlegendes Niveau
Informationen aus Texten allgemeinen Inhalts in der jeweils anderen Sprache zusammenfassend wiedergeben,
ihre interkulturelle Kompetenz einsetzen, um adressatenrelevante Inhalte und Absichten in der jeweils anderen Sprache zu vermitteln,
bei der Sprachmittlung von Informationen gegebenenfalls auf Nachfragen eingehen.
Sprachmittlung/Mediation — Erhöhtes Niveau
Informationen auch aus Texten mit spezifischer Thematik sprachmitteln und dabei für das Verstehen erforderliche Erläuterungen hinzufügen,
auch Texte aus mehrfach kodierten Texten sprachmitteln.
Verfügen über sprachliche Mittel — Grundlegendes Niveau
ein gefestigtes, umfassendes Repertoire typischer Aussprache- und Intonationsmuster verwenden, wobei sie zumeist klar verständlich artikulieren, angemessen intonieren und eine adressaten- und situationsgemäße Sprechgeschwindigkeit wählen,
mit repräsentativen mündlichen und/ oder schriftlichen Varietäten des Französischen aus verschiedenen Bereichen der Frankophonie umgehen,
ihre erweiterten Kenntnisse zu den Regelmäßigkeiten der französischen Orthografie und Zeichensetzung nutzen und übliche Konventionen der Textgestaltung einhalten,
einen erweiterten allgemeinen und thematischen Wortschatz sowie einen Funktionsund Interpretationswortschatz zur Vorstellung von Sachverhalten und Texten nutzen,
ihren aktiven persönlichen Wortschatz kontextorientiert und situationsbezogen regelkonform verwenden und dabei auch Wörter und Wendungen aus dem Code parlé zur Umsetzung ihrer Kommunikationsziele einsetzen,
ein breites, gefestigtes Repertoire grammatischer Strukturen für die Realisierung ihrer Sprech- und Schreibabsichten nutzen,
emotional markierte Sprache erkennen und bewerten und auf emotionale Äußerungen angemessen reagieren,
eigene Emotionen angemessen versprachlichen, ohne das Kommunikationsziel zu gefährden.
Verfügen über sprachliche Mittel — Erhöhtes Niveau
einen umfangreichen textanalytischen Wortschatz zur Beschreibung unterschiedlichster Textgestaltungsformen oder Textwirkungen verwenden,
komplexere grammatische Strukturen zur Vermeidung von Redundanzen und zur Steigerung der Wirkung selbst verfasster Texte nutzen,
repräsentative Varietäten der Zielsprache auch dann verstehen, wenn gelegentliche Störungen auftreten,
verschiedene Textgestaltungsformen und ihre inner- wie außertextliche Funktionsweisen bestimmen.
Rezeptiver Bereich — Grundlegendes Niveau
differenzierte Verfahren des textbezogenen Analysierens und Interpretierens selbstständig anwenden, um sprachlich und inhaltlich komplexe, literarische und nicht-literarische Texte zu verstehen,
mithilfe sprachlichen, inhaltlichen sowie textsortenspezifischen und ggf. stilistischrhetorischen Wissens literarische und nicht-literarische Texte aufgabenbezogen analysieren, deuten und die gewonnenen Aussagen am Text belegen,
Informationen aus unterschiedlichen authentischen Medien/Quellen systematisch so auswerten und hierarchisieren, dass sie als Grundlage eigener Darlegungen genutzt werden können,
Perspektiven und Handlungsmuster von Akteuren, Charakteren und Figuren verstehen und sich kritisch damit auseinandersetzen,
ihr Erstverstehen kritisch reflektieren, relativieren und ggf. revidieren,
Hilfsmittel zum vertieften sprachlichen, inhaltlichen und textuellen Verstehen von Texten selbstständig verwenden,
Texte auf der Grundlage ihres Wissens um historische, soziale, biographische und weitere textbedingende Gegebenheiten rezipieren,
ihr Welt- und historisches Wissen heranziehen, um Bezüge zur Autorin bzw. zum Autor und zur Epoche/Gattung herzustellen,
ihre eigenen Hör- und Lesestrategien bewusst reflektieren und flexibel neue Methoden einsetzen und erproben.
Rezeptiver Bereich — Erhöhtes Niveau
Gestaltungsmittel in ihrer Wirkung erkennen, deuten und bewerten,
die von ihnen vollzogenen Erschließungs- und Deutungsprozesse reflektieren,
geeignete Verfahren zum Vergleich von Texten unterschiedlicher Thematik und Gestaltung anwenden.
Produktiver Bereich — Grundlegendes Niveau
sprachlich und inhaltlich komplexe, literarische und nicht-literarische Texte strukturiert zusammenfassen,
Schreibprozesse selbstständig planen, umsetzen und reflektieren,
bei der Deutung eine eigene Perspektive herausarbeiten und plausibel darstellen,
Handlungsmuster von Akteuren, Charakteren und Figuren darstellen und ggf. einen (kreativen) Perspektivenwechsel vollziehen,
die Wirkung spezifischer Gestaltungsmittel (gattungs- und textsortenspezifische Merkmale) von Texten beschreiben und im Zusammenhang mit den zugrundeliegenden Wirkungsabsichten erläutern,
Textvorlagen durch das Verfassen eigener – auch kreativer – Texte erschließen, interpretieren und ggf. weiterführen,
Hilfsmittel zum Produzieren von Texten selbstständig verwenden.
Produktiver Bereich — Erhöhtes Niveau
Gestaltungsmittel (z. B. Figures de style) in ihrer Wirkung erklären und bewerten,
die von ihnen vollzogenen Produktionsprozesse schriftlich und/ oder mündlich darlegen,
Texte auf der Grundlage ihres Wissens um historische, soziale, biographische und weitere textbedingende Gegebenheiten produktiv interpretieren.