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Der historische Jesus und der Christus des Glaubens (verbindlich)
stellen die Bedeutung und die Schwierigkeiten der Frage nach dem „historischen Jesus“ und dem „Christus des Glaubens“ dar
beschreiben die Krise der jüdisch-palästinischen Gesellschaft um die Zeitenwende und deuten Jesus als charismatischen Führer einer innerjüdischen Erneuerungsbewegung
setzen die Jesusbewegung und ihre Kennzeichen zu der apokalyptischen Erwartung ihrer Zeit in Beziehung
setzen sich auseinander mit der Heilserwartung, die Anhänger und Gläubige der Bewegung in Jesus Christus erfüllt sahen
reflektieren die Hoheitstitel Jesu hinsichtlich ihrer Bedeutungsintensität und gegenwärtiger Interpretationsmuster
Gleichnisse – irritierende Geschichten von einer anderen Welt
zeigen auf, mit Hilfe welcher Gestaltungsmittel Gleichnisse die „Wirklichkeit“ mit anderen Augen sehen lassen
stellen dar, inwiefern die Metapher „Reich Gottes“ durch Gleichnisse interpretiert werden kann
untersuchen und erläutern die Auslegungs- und Wirkungsgeschichte eines Gleichnisses
setzen sich mit möglichen Spannungen zwischen der erzählten Welt der Gleichnisse und der heutigen Lebenswelt auseinander
„Abba, Vater“ – der Gott Jesu
stellen dar, inwiefern das Gottesbild Jesu in den heiligen Schriften Israels und der jüdischen Tradition wurzelt
setzen die „abba“-Anrede Jesu als Bekenntnis zu einem Gott in Beziehung, der vor allem als liebender und fürsorglicher „Vater“ verstanden wird
deuten Jesus von Nazareth als Menschen, der mit seinem Leben immer wieder aufs Neue Gott zur Sprache bringt
Leben über den Tod hinaus? – Begegnungen, die lebendig machen (verbindlich)
deuten das älteste Auferstehungs-Bekenntnis („Gott hat Jesus von den Toten auferweckt“) vor dem Hintergrund der jüdischen Apokalyptik und alttestamentlicher Auferstehungsvorstellungen
vergleichen Auferstehungstexte des Neuen Testamentes und erörtern das Ergebnis
geben Deutungen von „Auferstehung“ (u.a. christliche Hoffnung auf Vollendung) wieder und beurteilen ihre Tragfähigkeit
prüfen anhand unterschiedlicher Perspektiven, inwiefern Menschen Gottes Handeln in Jesus Christus als erlösend verstehen und erfahren
Vielfalt und Einheit: erste christliche Gemeinschaften (verbindlich)
unterscheiden verschiedene Realisierungsformen von „Kirche“ vor dem zeitgeschichtlichen Hintergrund des Urchristentums und setzen sie in Beziehung zur heutigen Gestalt
erläutern die enge Verbindung zwischen „Judentum“ und „Christentum“ in den ersten drei Jahrhunderten sowie die zwangsläufige theologische Auseinandersetzung zwischen den christusgläubigen Gemeinden und dem „altgläubigen“ Judentum
interpretieren die Vielfalt innerhalb des frühchristlichen Schrifttums als Ausdruck theologischer Pluralität und begreifen die Herausbildung eines Kanons als notwendigen und komplexen Vorgang im Prozess der Identitätsfindung
erläutern die Entwicklung des Christentums von einer verfolgten Sekte zur Staatsreligion
Das Reich Gottes leben – zum Befreien befreit (verbindlich)
zeigen an Beispielen aus den Evangelien auf, wie im Handeln Jesu seine Vorstellung von der „Gottesherrschaft“ (schon) aufscheint und unterscheiden dieses Verständnis von Jenseitsvertröstungen
erläutern, dass in biblischer Perspektive die Erfahrung des unbedingten Angenommen-Seins dem guten Handeln vorausgeht
erörtern vor dem Hintergrund alternativer ethischer Positionen, inwieweit Worte und Taten Jesu als Prinzipien einer allgemeinen Ethik gelten können
untersuchen, inwiefern einzelne Menschen bzw. Gruppen auch in der heutigen Welt im Sinne der „Reich-Gottes-Vorstellung“ handeln
Leben in der Ordnung Gottes
beschreiben das Hochmittelalter zeitlich und räumlich
setzen sich mit der Weltsicht des mittelalterlichen Menschen auseinander
analysieren die Art und Weise, wie die Scholastik nach rationaler Begründung des Glaubens sucht (Gottesbeweise).
„Unsagbar ist das Göttliche“ – mystisches „Sprechen“ von Gott (verbindlich)
zeigen das Nebeneinander und Gegeneinander von rationaler und kontemplativer Gotteserfahrung in Ansätzen auf
erörtern die Schwierigkeit der Rede von Gott und Antwortversuche der Mystik
benennen und erläutern die Merkmale der mystischen Rede
zeigen die bleibende Bedeutung der Mystik an Beispielen auf
Der Eine Gott in drei Personen – die Entstehung der Trinität (verbindlich)
erklären, wieso die Trinitätsvorstellung notwendig wurde, als das jüdisch geprägte Christentum in die griechische Denk- und Sprachwelt eintrat
stellen als eine Wurzel der Trinitätslehre das Bedürfnis dar, sich der Heilsbedeutung Jesu Christi rational zu vergewissern
deuten das trinitarische Dogma als Lösungsansatz, zu dem der christliche Monotheismus angesichts der Gefahr des Tritheismus führte
interpretieren die Trinitätsdarstellungen des Hochmittelalters
erläutern einen maßgeblichen Versuch, die Trinitätslehre heutigen Menschen zu erschließen
Die Geburt des Fegefeuers – der Mensch im Gericht (verbindlich)
analysieren an Beispielen, inwiefern der Tod sowie die Bedrohung durch Teufel und Dämonen vom mittelalterlichen Menschen als allgegenwärtig empfunden wurden
stellen Grundzüge der christlichen Eschatologie und ihre biblischen Grundlagen dar
leiten von den gesellschaftlichen und religiösen Bedingungen des Mittelalters die Entwicklung der Fegefeuerlehre ab
erläutern die soziale und ethische Sprengkraft eines Glaubens an ein individuelles Gericht nach dem Tod
setzen sich mit einem modernen Ansatz zum Verständnis der christlichen Eschatologie auseinander
„Duldet keine Spaltungen unter Euch“ – Wieviel Vielfalt verträgt die Einheit? (verbindlich)
benennen Kennzeichen der Gesellschaft im hohen Mittelalter und belegen an Beispielen, dass damals die politische und kirchliche Gemeinschaft eine Einheit bildeten
beschreiben unterschiedliche Ausformungen des religiösen Lebens im hohen Mittelalter
setzen sich an einem Beispiel mit dem Aufkommen und der Verfolgung einer „häretischen“ Bewegung im Mittelalter auseinander
diskutieren, inwiefern der Geist der Verfolgung in Kirche und Gesellschaft – unter Christen und Nichtchristen – latent lebendig ist
prüfen und entwickeln Ideen, die Spaltungen in Gesellschaft und Kirche entgegenwirken können
Das einfache Leben
erläutern Motive und Merkmale der christlichen Armutsbewegung im Mittelalter
zeigen an einem Beispiel die individuelle oder kollektive Ausprägung des Armutsideals im Mittelalter
setzen sich anhand von Beispielen damit auseinander, dass auch heute Menschen Verzicht als christliches Ideal leben
deuten die „Theologie der Befreiung“ als einen zeitgenössischen „Entwurf“ und erörtern ihr Grundanliegen
entwickeln einen begründeten Standpunkt zu Verzicht und Demut als Haltungen zu Welt und Gott
Gesellschaftlicher Fortschritt und individuelle Freiheit – die „Zumutungen“ der Neuzeit (verbindlich)
erläutern geistesgeschichtliche Entwicklungen seit der Reformation
zeigen auf, in welchen Errungenschaften der Moderne das neue menschliche Selbstbewusstsein zum Ausdruck kommt
stellen die durch die Philosophie der Aufklärung ausgelöste Krise der Metaphysik dar
erläutern an Beispielen, inwiefern seit der Aufklärung der Mensch als autonomes Subjekt in die Pflicht genommen wird
erörtern Auswirkungen der Aufklärung in ihrer Ambivalenz
Bekenntnis und Dogma
zeigen unterschiedliche Bedeutungen des Begriffes Dogma auf
erläutern an einem Beispiel die Entstehung eines Dogmas
setzen sich mit dem Anspruch, Glaubens-„Wahrheiten“ in Sätzen und Definitionen zu fassen, kritisch auseinander
nehmen Stellung zu heutigen Versuchen, den christlichen Glauben in der modernen Welt sprachfähig zu machen
Die Krise des Gottesglaubens – Bestreitung und „Tod“ Gottes (verbindlich)
stellen Ursachen für religiöse Umbrüche und die Krise des Gottesglaubens dar
entfalten Standpunkte, Argumentationsweisen und Zielsetzungen ausgewählter religionskritischer Positionen
untersuchen den Einfluss der Religionskritik auf Religion und Glauben in ihrer Ambivalenz
erläutern das Theodizee-Problem und seine Auswirkungen auf den Gottesglauben
setzen sich mit christlichen Antwortversuchen und anderen Formen der Leidbewältigung auseinander
Die katholische Kirche in der Auseinandersetzung mit der neuen Zeit
erörtern Reaktionen innerhalb der Kirche auf die Veränderungen des 18. und 19. Jahrhunderts
zeigen die Abwehrbewegung der katholischen Kirche anhand der Verfestigung von Primat und Unfehlbarkeit auf
beschreiben die kirchliche Auseinandersetzung mit der Moderne bis in die Gegenwart
Almosen oder Gerechtigkeit? – die Kirche vor der Sozialen Frage (verbindlich)
erläutern die Entstehung der Sozialen Frage im 19. Jahrhundert
beschreiben Leben und Wirken bedeutender christlicher Sozialreformer
vergleichen unterschiedliche Positionen zur Sozialen Frage im 19. Jahrhundert miteinander
erläutern die Prinzipien der Katholischen Soziallehre
untersuchen die Aktualität der katholischen Soziallehre an einem Beispiel
Pluralisierung und Globalisierung – die alltägliche Unübersichtlichkeit
stellen die Ausdifferenzierung von Lebensstilen, Werthaltungen und Selbstentwürfen in Kirche und Gesellschaft an Beispielen dar
erläutern Komplexität und Ambivalenz der Globalisierung an Beispielen
ordnen widerstreitende religiöse Phänomene der Gegenwart in den Kontext von Globalisierung und Pluralisierung ein und entwickeln einen eigenen begründeten Standpunkt dazu
Ritual und Ritus
zeigen die Prägung des individuellen Verhaltens und des menschlichen Miteinanders durch rituelle Handlungen an Beispielen auf
beschreiben zentrale Merkmale und Funktionen von Riten und Ritualen
entfalten die Bedeutung von christlichen Ritualen, z. B. an den Lebenswenden
erläutern die ideologische Instrumentalisierung von Ritualen an Beispielen
erörtern die Notwendigkeit und die Chance einer Neubesinnung über Rituale
Wie heute verantwortlich von Gott sprechen?
vergleichen und erläutern Gottesvorstellungen der jüdischen und christlichen Tradition an Beispielen
skizzieren die neuzeitliche Kontroverse zwischen Religion und Naturwissenschaft über ein sinnvolles „Reden von Gott“
untersuchen die Bedeutung der Shoa für die Frage nach Gott
entfalten mögliche Funktionen eines sinnvollen „Redens von Gott“ an Beispielen
„Du sollst dir kein Menschen-Bild machen …“ – der Mensch in Freiheit und Verantwortung (verbindlich)
erörtern, inwiefern die Orientierung an (aktuellen) Vorbildern bzw. Idolen – individuell wie kollektiv – alltägliches Verhalten bestimmt
beschreiben das Menschenbild der Medienwelt und vergleichen es mit alternativen Vorstellungen
reflektieren die grundsätzliche Frage nach dem Wesen des Menschen
stellen an Beispielen dar, inwieweit ethische und politische Urteile auch in der Gegenwart vom zugrundeliegenden Menschenbild abhängen
erörtern Freiheit und Verantwortung der Christen hinsichtlich des Menschenbildes
Die „Zeichen der Zeit“ erkennen: Kirche in der Welt von heute (verbindlich)
beschreiben Situation und Wahrnehmung der katholischen Kirche in einer globalisierten Welt
zeigen mögliche Ursachen der Kirchenkrise in der westlichen Welt auf
skizzieren nachkonziliare Kirchenstrukturen und -bilder
stellen die Frage nach einer sinnvollen Gottesrede in der Kirche der Gegenwart
überprüfen bestehende und alternative Rituale hinsichtlich ihrer Tragfähigkeit/Aussagekraft für die Gemeinschaft
entwickeln Perspektiven für eine zukunftsfähige Kirche
Auf der Suche nach einem gemeinsamen Menschheitsethos
nennen und erläutern Gründe für die Forderung nach einem globalen, alle Kulturen, Gesellschaften und Nationen überspannenden Kodex moralischer Regeln und Wertvorstellungen (World bzw. Global Ethic)
beschreiben Entstehung, Bedeutung und Entwicklung des „Projekts Weltethos“ in Grundzügen
entwickeln einen begründeten Standpunkt zu den Chancen und Grenzen des Versuchs, die ethischen Grundforderungen der Weltreligionen zu einem knappen Regelwerk zu bündeln
diskutieren Ideen für eine Art „Dekalog“, der als Menschheitsethos allgemein akzeptiert werden könnte