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Lehrpläne Saarland
Gymnasium
Latein 3. Fremdsprache
inhaltsbezogen
I. Inhaltlich-fachlicher Kompetenzbereich — fachliche Kompetenzen
39
II. Methodischer Kompetenzbereich — fachliche Kompetenzen
12
III. Sozialer und personaler Kompetenzbereich — fachliche Kompetenzen
16
prozessbezogen
I. Inhaltlich-fachlicher Kompetenzbereich — methodische Kompetenzen
9
II. Methodischer Kompetenzbereich — methodische Kompetenzen
6
III. Sozialer und personaler Kompetenzbereich — methodische Kompetenzen
6
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
I.1 Lexikalische Kompetenz – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
lateinische Wörter regelkonform aussprechen und betonen (Dreisilbengesetz, Lautgesetze)
das Phänomen des fehlenden Artikels im Lateinischen in der deutschen Übersetzung berücksichtigen (Übersetzung mit bestimmtem / unbestimmtem / ohne Artikel)
zu Lernwörtern die grammatischen Zusatzangaben (z. B. Stammformen) nennen
oblique Formen auf ihre Grundform zurückführen (Nomen, Verb, …)
Wörter nach Wortschatzstrukturen (z. B. Wortarten, Wortfamilien, Wort- und Sachfeldern) zusammenstellen
die Bestandteile von Wörtern mit den entsprechenden Fachtermini der Wortbildungslehre benennen (verbum compositum: Präfix, verbum simplex, Suffix)
Wörter aus modernen Fremdsprachen und Fachtermini in weiteren Nachbarfächern (z. B. Deutsch, Mathematik, Geschichte, Erdkunde, Musik, Religion, Ethik, …) auf ihren lateinischen Ursprung zurückführen – und umgekehrt
die Vielfalt der im Vokabelverzeichnis angegebenen Bedeutungsvarianten aussagebezogen verwenden
ihren Wortschatz im Deutschen erweitern
I.2 Morphologische Kompetenz (Formenlehre) – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
bei der Formenbestimmung termini technici verwenden und die Form entsprechend analysieren: Konjugation: finite Verbformen: Bestimmung nach den Kategorien Person, Numerus und Tempus; a-/ē-/i-/kons. (+ gemischte) Konj.; Indikativ, Imperativ (Modus); Präsens, Perfekt, Imperfekt (Tempus); Aktiv (Genus verbi); infinite Verbformen: Infinitiv der Gleichzeitigkeit, Vorzeitigkeit Aktiv; unregelmäßige Verben: esse, posse, velle, nōlle; Deklination des Nomens (Substantiv, Adjektiv, Pronomen): Bestimmung nach den Kategorien Kasus, Numerus und Genus; a-/o-/ 3. Dekl.; Pronominalendungen
Elemente des lateinischen Formenaufbaus benennen und die Formen segmentieren: Verbum: Präsens-/Perfektstamm, Bindevokal, Tempuszeichen, Personalendung; Nomen: Wortstock und Ausgang
flektierte Formen auf ihre Grundform zurückführen
kontrastiv zur lateinischen Grammatik über moderne Sprachen reflektieren
I.3 Syntaktische Kompetenz (Satzlehre) und semantische Kompetenz – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
syntaktische Bezüge der Wörter benennen und erläutern
Satzteile / Satzglieder nennen und unterscheiden (Subjekt, Prädikat, Objekt, Adverbiale Bestimmung, Attribut)
‚versteckte‘ Subjekte und Objekte erklären und aus dem Kontext sinngemäß ergänzen
häufig vorkommende semantische Funktionen von Kasus mit und ohne Präposition adäquat wiedergeben
das einfache (finite ‚Einwortform‘) vom zusammengesetzten Prädikat (Prädikatsnomen + esse) unterscheiden
zur Differenzierung der Vergangenheitstempora die jeweilige Funktion der Tempora Perfekt und Imperfekt reflektieren (Tempusrelief: Vorder- und Hintergrundhandlung, Handlungschronologie)
das Pronomen in seiner Funktion als Stellvertreter oder Begleiter unterscheiden
die Begriffe Kongruenz und KNG-Kongruenz erklären
Arten der Haupt- und Nebensätze benennen: Aussage-, Frage-, Befehls-, und Gliedsatz
Konjunktionalsätze syntaktisch (Adverbialsatz) und semantisch (Temporal-, Kausal-, Konzessivsatz) benennen und inhaltlich richtig sowie sprachlich angemessen übersetzen
den AcI in der Satzgliedrolle Subjekt und Objekt differenzieren
satzwertige Konstruktionen (aci) im Kontext benennen und inhaltlich richtig sowie sprachlich angemessen übersetzen
I.5 Text- und Literaturkompetenz – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
ihre Kenntnisse aus den Bereichen Semantik, Morphologie und Syntax zur Texterschließung und Übersetzung nutzen
den aktuellen Wortsinn aus den im Lehrwerk vorgegebenen Möglichkeiten eines Wortes mit unterschiedlichen Bedeutungen kontextgemäß auswählen
sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel eines Textes benennen und ihre Funktion im Text beschreiben
den Inhalt der jeweils behandelten lateinischen Texte paraphrasieren und in den Kontext einordnen
durch Übersetzungsvergleich Vor- und Nachteile einer 'wörtlichen' (d. h. strukturgleichen) und 'freieren' Übersetzung erläutern
I.6 Kulturkompetenz – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
aus vorgelegten Texten (Lehrbuch, Sachtext) relevante Informationen zur antiken Kultur ermitteln und mit eigenen Worten erläutern
Aspekte römischen Alltagslebens, römischer Politik, Religion und Geschichte benennen, beschreiben und mit der eigenen Lebenswelt vergleichen
ausgewählte Mythen wiedergeben
die Rezeption antiker Mythen in Literatur, Kunst, Filmen und digitalen Spielen nachweisen
historische Persönlichkeiten der römischen Antike charakterisieren
die ethisch-politischen Fragestellungen der griechisch-römischen Antike mit aktuellen gesamtgesellschaftlichen Problemen vergleichen
gesellschaftlich-politische Sachverhalte der Gegenwart mit denen der römischen Antike vergleichen und Gemeinsamkeiten und Unterschiede herausarbeiten
auf der Grundlage ihrer Kenntnisse der römischen Antike zeitlose gesellschaftliche Erscheinungen benennen
im Vergleich von Antike und Gegenwart Chancen und Risiken beschreiben, die sich durch die zunehmende weltweite Vernetzung ergeben
I.1 Lexikalische Kompetenz – methodische Kompetenzen
nutzen nach Vorgabe passende digitale Werkzeuge als Lösungsstrategie für bestimmte Aufgabenstellungen (z. B. e-book oder Unterrichtsassistent des eingeführten Lehrwerks, LernApps, Latein-Lernplattformen u. ä. zum Einüben und Festigen des Lernwortschatzes, tools zum Erstellen von Wort- und Sachfeldern)
verwenden digitale Wörterbücher (z. B. Recherche zum Fortleben eines lateinischen Wortes in den romanischen Sprachen und im Englischen)
I.2 Morphologische Kompetenz (Formenlehre) – methodische Kompetenzen
nutzen digitale Module zum jeweiligen Lehrwerk (z. B. e-book, digitaler Unterrichtsassistent) und lehrwerkübergreifend (z. B. Navigium)
I.3 Syntaktische Kompetenz (Satzlehre) und semantische Kompetenz – methodische Kompetenzen
nutzen digitale Module zum jeweiligen Lehrwerk (z. B. e-book, digitaler Unterrichtsassistent) und lehrwerkübergreifend (z. B. Navigium)
I.5 Text- und Literaturkompetenz – methodische Kompetenzen
entnehmen eigenständig recherchierten Quellen selbständig Informationen zu vereinbarten Themenbereichen (z. B. Realien, sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel, …) und stellen sie differenziert dar
verwenden geeignete Suchmaschinen und setzen sie zunehmend routiniert zur Informationsfindung ein (z. B. Nutzung der KI und kritischer Vergleich mit weiteren Quellen)
I.6 Kulturkompetenz – methodische Kompetenzen
recherchieren zielgerichtet in verschiedenen Informationsquellen und bewerten Informationen
bereiten die Resultate ihrer Recherchen in geeigneter Form (mit Hilfe einer Präsentationssoftware) auf
dokumentieren die Quellen fremder Inhalte (unter Anwendung von Zitierregeln und unter Beachtung von Urheberrechten)
II.1 Spezifisch fachliche Kompetenzen
zum Lernen, Wiederholen und Sichern des Wortschatzes selbständig Methoden und Medien nach individuellem Zuschnitt und unter Berücksichtigung des eigenen Lerntyps nutzen
auf Prinzipien der Wortbildung bei der Erschließung von neuem Vokabular und bei der Formenbestimmung zurückgreifen
Kenntnisse moderner Fremdsprachen und der deutschen Sprache zum Erschließen und Lernen der lateinischen Wörter anwenden
zum Lernen und Wiederholen der Formen individuell geeignete Methoden und Medien nutzen
in der Spracherwerbsphase eine auf das jeweilige Lehrwerk bezogene Begleitgrammatik eigenständig benutzen
verschiedene Methoden zur Satzerschließung (z. B. Pendelmethode) anwenden
II.2 Medienkompetenz – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
mit dem Lehrbuch und den eingeführten Zusatzmaterialien (z. B. Begleitgrammatik, Vokabelverzeichnis) effizient arbeiten
zu vorgegebenen Themenstellungen Informationen aus verschiedenen analogen und digitalen Quellen (z. B. Karten, Abbildungen, Schaubilder, Ausstellungen, Jugendbücher, Filme u. ä.) entnehmen, auswerten und bewerten
komplexere Zusammenhänge eines Themas strukturiert und medial unterstützt präsentieren
antike Inhalte auf altersgemäßem Niveau kreativ umsetzen
ihre eigene Mediennutzung und die ihrer Mitschülerinnen und Mitschüler kritisch reflektieren
ihre digitalen Endgeräte eigenständig und verantwortungsbewusst zur Kommunikation und Kooperation verwenden
II.2 Medienkompetenz – methodische Kompetenzen
wählen zweckorientiert Hardware aus (I-Pad, Tablet, …)
verwenden Server- oder Cloudspeicher, um Daten zu speichern, wiederzufinden und miteinander zu teilen
nutzen zur Recherche kritisch Möglichkeiten der ‚Künstlichen Intelligenz‘ (KI)
nutzen die digitalen Möglichkeiten ihres Lehrwerks (z. B. e-book)
unterscheiden verschiedene Gestaltungsmittel (z. B. für Bild-, Video- und Audioproduktionen)
wählen grundlegende Gestaltungsmittel nach vorgegebenen Kriterien aus und wenden diese für Medienprodukte an (z. B. Filmbearbeitungsprogramme, podcast)
Kommunikations- und Teamkompetenz / Selbstkompetenz – inhaltlich-fachliche Kompetenzen
mündlich, schriftlich, nonverbal und unter Einbeziehung von Medien kommunizieren
sich während Partner- oder Gruppenarbeitsphasen konstruktiv in das Unterrichtsgeschehen einbringen
im Rahmen kooperativer Arbeitsformen verantwortungsbewusst und zielorientiert handeln
ihren Mitschülerinnen und Mitschülern zuhören, auf deren Beiträge eingehen und sich in ihre Perspektive versetzen
die Leistungen der Mitschülerinnen und Mitschüler angemessen beurteilen und konstruktive Rückmeldung geben
sich empathisch und respektvoll gegenüber den Mitschülerinnen und Mitschülern verhalten
mit Konflikten angemessen umgehen
Arbeitsaufträge selbständig bewältigen
eigene Leistungen evaluieren, kritisch reflektieren und sinnvolle Anregungen annehmen und umsetzen
eigene Schwächen und Stärken erkennen und angemessen damit umgehen
in der kritischen Auseinandersetzung mit antiken Sachverhalten Orientierung für die Gegenwart und Perspektive für die Gestaltung der Zukunft für sich gewinnen
eigene Standpunkte zu den vorgelegten Texten formulieren und begründen
die entdeckten zeitlos humanen Werte für die eigene Zukunft nutzen
die zeitlose Gültigkeit humaner Werte im Plenum diskutieren
auf der Grundlage dieser Diskussion gemeinschaftsfördernde Wertehaltungen entwickeln
ihr Verhalten in sozialen Netzwerken reflektieren
Kommunikations- und Teamkompetenz / Selbstkompetenz – methodische Kompetenzen
verwenden eigenständig digitale Werkzeuge zur Kommunikation und Kooperation zielgerichtet (z.B OSS-Plattform)
beurteilen anhand konkreter Unterrichtsbeispiele den Umgang mit persönlichen und fremden Daten
berücksichtigen bei der Erstellung eigener Werke (z. B. Referate, Präsentationen, ggf. Filme, podcasts) grundlegende Aspekte des Urheber- und Persönlichkeitsrechtes bei der Verwendung von Texten und Bildern (Quellenangaben, Zitierregeln)
setzen sich kritisch mit den Möglichkeiten und Ergebnissen von KI-Programmen (z. B. ChatGPT) auseinander
verwenden mit Hilfestellung digitale Werkzeuge zur Kommunikation und Kooperation zielgerichtet (z. B. tools wie Mentimeter, padlet, etherpad; OSS-Plattform)
überprüfen ihre eigene Mediennutzung unter Berücksichtigung dieser Aspekte
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Saarländisches Ministerium für Bildung und Kultur — Lehrplan Latein, neunjähriges Gymnasium, dritte Fremdsprache, Klassenstufe 8 (2024; redaktionell veränderte Fassung Januar 2025)
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