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Lehrpläne Sachsen-Anhalt
Gymnasium
Grundsatzband
inhaltsbezogen
Sprachkompetenz
2
Kulturelle Kompetenz
4
Mathematische Kompetenz
3
Naturwissenschaftliche Kompetenz
2
Wirtschaftliche Kompetenz
3
Fächerübergreifende Themen
15
prozessbezogen
Lernkompetenz
3
Medienkompetenz
1
Sozialkompetenz
2
Demokratiekompetenz
1
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Sprachkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler kommunizieren sowohl in der deutschen Sprache als auch in Fremdsprachen selbstständig norm-, sach-, situations- und adressatengerecht in mündlicher und schriftlicher Form. Sie setzen Sprache bewusst bei der Teilnahme und Teilhabe am gesellschaftlichen Leben ein. Die Schülerinnen und Schüler erschließen und produzieren Texte verschiedener Textsorten, einschließlich wissenschaftlicher Fachtexte. Sie verwenden Bildungssprache, Fachsprache sowie Alltagssprache ziel-, sach- und adressatengerecht sowie im Bewusstsein ihrer Abgrenzung zueinander.
Die Schülerinnen und Schüler achten und berücksichtigen die Ästhetik der deutschen Sprache und von Fremdsprachen. Sie nutzen ihre Mehrsprachigkeit zur Ausprägung von Sprachbewusstheit und Interkulturalität.
Lernkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler lernen und handeln individuell und in Kooperation mit anderen kontinuierlich und erfolgreich in bewusst gestalteten unterschiedlichen Lernsituationen. Sie entwickeln für sich ein effizientes Zeitmanagement. Das schließt Selbstorganisation, Reflexion des Lehrens und Lernens sowie das Ableiten von Rückschlüssen für sich selbst und für die Lerngruppe bezüglich der Lernziele, Lernstrategien, Lernergebnisse und Lernhaltungen ein. Sie erwerben die Fähigkeit und Bereitschaft, Hindernisse in Lernprozessen zu überwinden. Dabei lernen sie auch in digitalen Lernumgebungen von- und miteinander.
Die Schülerinnen und Schüler können das physische und psychische Leistungsvermögen von sich und anderen einschätzen. Sie werden sich dabei körperlicher und geistiger Stärken wie auch Schwächen bewusst und lernen, mit Belastungssituationen umzugehen.
Die Schülerinnen und Schüler gewinnen, verarbeiten, bewerten und präsentieren Informationen, tauschen diese aus und nutzen sie für eigenständiges Lernen sowie für die Bewältigung individueller und gesellschaftlicher Anforderungen. Zur Unterstützung nutzen sie angemessen verschiedene analoge und digitale Medien sowie Werkzeuge.
Medienkompetenz
Die Digitalisierung unserer Lebenswelt verlangt von den Schülerinnen und Schülern einen kompetenten Umgang mit Medien, um die damit verbundenen Chancen zu erkennen, diese verantwortungsbewusst zu nutzen und Risiken abzuschätzen. Ausgehend von ihren medialen Erfahrungen in verschiedenen Lebensbereichen entwickeln die Schülerinnen und Schüler beim Lernen mit sowie über Medien im fachbezogenen, fächerverbindenden und fächerübergreifenden Unterricht ihre Medienkompetenz weiter. Sie sind in der Lage, Medien bedarfsgerecht, verantwortungsvoll und kreativ einzusetzen sowie Strategien im Umgang mit auftretenden technischen Problemen zu finden. Im Umgang mit Medien und besonders in digitalen Lernumgebungen agieren sie rechtskonform. Dabei achten sie auf den Schutz der Persönlichkeitsrechte, insbesondere der Privatsphäre, von sich und anderen. Sie nutzen Medien für kommunikative und kooperative Prozesse und berücksichtigen dabei Verhaltensregeln und ethische Prinzipien. Unter Beachtung rechtlicher Vorgaben produzieren und präsentieren sie Medienprodukte in verschiedenen Formaten. Sie reflektieren den eigenen Mediengebrauch und modifizieren diesen gesundheits- und umweltbewusst sowie sozial verantwortlich.
Sozialkompetenz
Die Schülerinnen und Schüler handeln in sozialen Beziehungen konstruktiv, solidarisch und tolerant und bringen anderen Empathie sowie Verständnis entgegen. Auf dieser Basis arbeiten sie wirkungsvoll mit anderen zusammen. Auch in virtuellen Umgebungen handeln sie besonnen und verantwortungsvoll. Sie erkennen Konflikten zugrundeliegende unterschiedliche Wertvorstellungen, Interessen sowie Sichtweisen und verfolgen konstruktive Wege zur Konfliktbewältigung.
Durch die Auseinandersetzung mit verschiedenen Kulturen, Religionen, Weltanschauungen, sexueller Vielfalt und individuellen Vorstellungen von Lebensgestaltung nehmen die Schülerinnen und Schüler ihre Unterschiedlichkeit bewusst wahr. Sie erkennen Vielfalt als Bereicherung, gehen respektvoll miteinander um und tragen durch ihr Handeln zum Abbau von Benachteiligungen und Ungerechtigkeiten bei.
Demokratiekompetenz
Die Schülerinnen und Schüler tragen zur weiteren Ausgestaltung einer auf Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit und Solidarität ausgerichteten Gesellschaft in einer globalen Welt bei. Sie finden sich in gesellschaftlichen Zusammenhängen und im System des demokratischen Verfassungsstaates zurecht und können diese analysieren. Dabei erkennen sie politische Beteiligungsrechte und sind in der Lage, von ihnen Gebrauch zu machen.
Kulturelle Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler erkennen in künstlerischen, technischen, wissenschaftlichen und mentalen Zeugnissen menschlicher Zivilisationen deren Kultur und verstehen, dass diese Orientierungen für das Fühlen und Handeln von Menschen waren und sind.
Die Schülerinnen und Schüler können eigene Ansprüche in der Auseinandersetzung mit vergangener und gegenwärtiger Kultur sowie mit Kulturen anderer Länder und Regionen einordnen. Sie sind in der Lage, eigene kulturbezogene Standpunkte und ästhetische Vorstellungen zu entwickeln und sich in bewusster Übereinstimmung oder Abgrenzung zu fremden oder vertrauten kulturellen Systemen auszudrücken.
Die Schülerinnen und Schüler nehmen Jugend- und Alltagskultur wahr, achten kulturelle Errungenschaften der Vergangenheit und Gegenwart sowie die kulturelle Vielfalt, die die Menschheit hervorgebracht hat.
Sie nutzen Chancen zur Teilnahme und Teilhabe an kulturellen Prozessen.
Mathematische Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler nutzen mathematisches Denken und Darstellen, um Erscheinungen aus Natur, Gesellschaft, Kultur und Arbeitswelt in einer spezifischen Weise wahrzunehmen und verstehen zu können. Sie sind in der Lage, mathematische Strukturen in Problemen zu erkennen und geeignete mathematische Denkarten (logisches und räumliches Denken) bzw. Darstellungen (z. B. Formeln, Modelle, Konstruktionen, Kurven, Tabellen) anzuwenden. Dabei berücksichtigen sie Möglichkeiten und Grenzen mathematischer Konzepte und Modelle.
Die Schülerinnen und Schüler wenden heuristische Strategien, Prinzipien und Hilfsmittel an, um alltägliche Problemstellungen unterschiedlicher Komplexität bearbeiten zu können.
Sie gebrauchen analoge und digitale mathematische Hilfsmittel und Werkzeuge sachgerecht.
Naturwissenschaftliche Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler beobachten Phänomene der Natur, der Technik und des Alltags aus naturwissenschaftlicher Perspektive, beschreiben diese mithilfe von Modellen, leiten naturwissenschaftliche Fragestellungen ab. Sie bilden Hypothesen, prüfen diese z. B. durch Beobachten, Experimente, Modelle, Simulationen bzw. theoretische Überlegungen und ziehen Schlussfolgerungen auch unter Verwendung von mathematischen Mitteln. Sie reflektieren die Methoden der Erkenntnisgewinnung und bewerten deren Vor- und Nachteile sowie Grenzen.
Die Schülerinnen und Schüler diskutieren und bewerten naturwissenschaftliche Sachverhalte und nehmen damit am gesellschaftlichen Diskurs teil. Sie erkennen und reflektieren, wie Naturwissenschaften und Technik unsere Umwelt in materieller, intellektueller und kultureller Hinsicht stetig verändern. Sie beurteilen ökologische, soziale und globale Folgen von Entscheidungen, die in naturwissenschaftlichen Kontexten und deren Anwendungszusammenhängen getroffen wurden. Sie positionieren sich dazu, erkennen ihre Mitverantwortung und nehmen diese wahr.
Wirtschaftliche Kompetenz
Die Schülerinnen und Schüler analysieren und beurteilen wirtschaftliche Abläufe auf privater, volkswirtschaftlicher und weltwirtschaftlicher Ebene angemessen.
Sie verstehen Wechselwirkungen zwischen Gesellschaft, Wirtschaft, Politik und Ökologie, treffen sachgerechte Entscheidungen und sind in der Lage, im Sinne einer nachhaltigen Wirtschaftsentwicklung verantwortungsvoll zu handeln.
Das Verständnis der Struktur einer Wirtschafts- und Gesellschaftsordnung ermöglicht ihnen die Einordnung der eigenen Rolle und die der anderen Akteure in den Wirtschaftskreislauf und deren Bewertung auch mit Blick auf nachhaltiges Wirtschaften und ethische Verantwortung.
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Grundsatzband Gymnasium – Kompetenzentwicklung und Unterrichtsqualität, Stand 01.08.2022
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