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Lehrpläne Sachsen-Anhalt
Gymnasium
Philosophie (2024)
inhaltsbezogen
Schuljahrgang 9 · Vom Staunen zum Denken – Philosophie als Möglichkeit einer Herangehensweise zur Erschließung der Welt diskutieren
8
Schuljahrgang 9 · Das Ich in der Welt – philosophische Auffassungen von Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Welt erörtern
9
Schuljahrgang 10 (Einführungsphase) · Sprache und Macht – manipulative und emanzipative Dimensionen von Sprache als Ausdruck gesellschaftlichen Wandels entdecken und gestalten
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Schuljahrgang 10 (Einführungsphase) · Individuum und Gemeinschaft – Konfliktfelder individueller Freiheit in sozialen Gefügen problematisieren und eigenständig präsentieren
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Schuljahrgänge 11/12 (Qualifikationsphase) · Kritik des Wissens – die Vielfalt menschlicher Wissensformen erfassen und für die Lösung globaler Probleme erschließen
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Schuljahrgänge 11/12 (Qualifikationsphase) · Freiheit und Existenz – Das Problem der Rationalität in ihren anthropologischen und ethisch-moralischen Dimensionen diskutieren und ihre Entfaltungsmöglichkeiten beurteilen
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Schuljahrgänge 11/12 (Qualifikationsphase) · Krawall und Kitsch – Kunst und Kunstwerke als Konventionen überschreitende Zugänge zur Welt reflektieren
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Schuljahrgänge 11/12 (Qualifikationsphase) · Recht und Gerechtigkeit – Legitimation von Herrschaft und Konzepte von Demokratie untersuchen und in Debatten um Gestaltungsfragen Stellung beziehen
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Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Phänomenologische Kompetenz
die Idee eines gedanklichen Hinausgehens über die Welt grafisch gestalten und interpretieren
bewusst verschiedene Sichtweisen einnehmen üben
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: an einem selbst gewählten Beispiel Alltagssituationen, Kunst oder populärwissenschaftliche Probleme in ihrem Kern erfassen
Analytische Kompetenz
den Begriff Philosophie in verschiedenen Bestimmungen analysieren
Dialektische Kompetenz
einen platonischen Dialog als Beispiel für die Methode dialektischen Denkens nachvollziehen und diese darstellend erproben
die Fortsetzung eines platonischen Dialogs durch Künstliche Intelligenz auf Plausibilität und Relevanz prüfen
Spekulative Kompetenz
Was kann ich wissen? Was soll ich tun? Was darf ich hoffen? Was ist der Mensch? – sich mithilfe von Denkmälern, Statuen, Street-Art, Gedichten oder literarischen Texten mit den vier philosophischen Grundfragen auseinandersetzen
mithilfe eines selbst erstellten Produktes (z. B. szenisches Spiel, Kurzvideo oder Selfie) das eigene Selbstbild im Verhältnis zur Welt in Beziehung setzen
Phänomenologische Kompetenz
der Mensch in der (Um-)Welt: Die Gestaltungsmöglichkeiten und -grenzen des Menschen in der Welt beschreiben
Bezüge des Menschen zum Tier als Spiegel seines Weltverhältnisses beschreiben und interpretieren
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: zu Wechselbeziehungen zwischen Mensch und Umwelt philosophische Fragen formulieren
philosophische Argumentationen zum Menschen überprüfen, z. B. zum Menschen als ein seine Lebensgrundlagen zerstörendes Wesen
Analytische Kompetenz
einen Begriff des Menschen angesichts seiner Begrenzungen entwerfen
Standpunkte zur Leiblichkeit des Menschen analysieren
Dialektische Kompetenz
über den Menschen als unvollkommenes Gemeinschaftswesen diskutieren
die menschliche Kultur als Ausgleich natürlicher Unzulänglichkeiten reflektieren
Spekulative Kompetenz
„Allein bin ich gern zu zweit.“ – in einem philosophischen Essay zu anthropologischen Grundfragen eine plausible Gedankenführung entwickeln
Phänomenologische Kompetenz
diverse Zeichenphänomene detailliert erkennen und ihren Sprachcharakter beschreiben
Erweiterungen und Begrenzungen symbolischer Kommunikation in alltäglichen Gesprächssituationen und in digitalen Medien offenlegen
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: Sprachformen und Denkweisen in Zusammenhang mit unterschiedlichen kulturellen Voraussetzungen interpretieren
das Etablieren einer internationalen Verkehrssprache als Herausforderung für ein globales Miteinander nachvollziehen und problematisieren
Analytische Kompetenz
Alltagssprache auf ihre sprechakttheoretischen Voraussetzungen untersuchen
Sprechakte im Kontext von Herrschaft und Unterdrückung auch in globalen Kontexten präzise offenlegen
Dialektische Kompetenz
sprachphilosophische Positionen zu einer Debatte um einen herrschaftsfreien Diskurs analysieren
aus sprachtheoretischer Perspektive über Sprachverbote im Kontext von Rassismus, Sexismus und Antisemitismus diskutieren
Spekulative Kompetenz
ein Denktagebuch zum manipulativen sowie emanzipativen Gebrauch von Sprache in gesellschaftlichen Konfliktsituationen verfassen
Ausdrucksformen von Sprache vielfältig künstlerisch darstellen
Phänomenologische Kompetenz
positive, ambivalente und negative Aspekte des Alleinseins umfassend beschreiben
Gemeinschaft als Bezugspunkt für die Entwicklung von sozialer und personaler Identität bestimmen
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: negative und positive Freiheit in ethischen, politischen und gesellschaftlichen Kontexten untersuchen
Wechselspiel von Abhängigkeit und Freiheit des Individuums in der Gesellschaft anhand literarischer oder filmischer Beispiele interpretieren
Analytische Kompetenz
verantwortungs- und gesinnungsethische Positionen, z. B. im Kontext von Flucht und Migration, analysieren
Überleben, gutes Leben, sinnerfülltes Leben als Elemente für die Frage nach dem geglückten Leben für Individuen definieren
Dialektische Kompetenz
zur Frage, ob Gesellschaften ohne allgemeingültige moralische Maßstäbe auf Dauer existieren können, Stellung beziehen
Gefahren des Individualismus diskutieren
Spekulative Kompetenz
„Es gibt kein richtiges Leben im falschen?“ – Möglichkeiten zur Überwindung von Entfremdung in sozialen Gefügen reflektieren oder eigene Vorschläge für Institutionen, wie den schulischen Lern- und Bildungsort im Sinne der Teilhabe aller, ableiten
Phänomenologische Kompetenz
Erfahrung von Natur in lebensweltlichen und wissenschaftlichen Kontexten beschreiben und das dabei gewonnene Wissen vergleichen
das Eingebundensein in beide Erfahrungsräume verständlich beschreiben
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: das Ideal von Wissenschaft als methodisch organisierte Produktion von Wissen nachvollziehen
Bedingungen der Möglichkeit wissenschaftlicher Erkenntnis an ausgewählten philosophischen Texten erschließen
Analytische Kompetenz
Pluralistische Kritik am Ideal universellen Wissens rekonstruieren und auf ihre Prämissen hin erschließen
das Konzept situierten Wissens in globalen Kontexten exemplarisch analysieren und selbstständig verwenden
Dialektische Kompetenz
das Ideal objektiven, universell gültigen und neutralen Wissens kritisch reflektieren
die kulturelle Bedingtheit der Wahrnehmung globaler Probleme exemplarisch untersuchen
Spekulative Kompetenz
KI als Heilsbringer? – Einordnungen von statistikbasierten Sprachmodellen und Entscheidungen der Künstlichen Intelligenz philosophisch reflektieren
ein Konzept für eine Schulprojektwoche auf der Basis pluralistischer Modelle wissenschaftlicher Forschung und Lehre entwickeln
Phänomenologische Kompetenz
Irrtum, Willensschwäche und Selbsttäuschung als Hindernisse für die Verwirklichung rationalen Handelns anhand von lebensweltlichen Beispielen umfassend beschreiben
Alteritätserfahrungen in Therapie, Kunst, Kultur und Social Media als Möglichkeiten des Abbaus von Selbsttäuschungen erkennen und formulieren
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: Fragen zum Verständnis des Menschen aus psychoanalytischer und existenzialistischer Perspektive stellen
Konsequenzen beider Konzepte für eigene Lebensentwürfe erläutern
Analytische Kompetenz
Bedingungen rationalen Handelns aus der Perspektive von Einzelpersonen, Gruppen und Institutionen untersuchen
Unterschiedlichkeit von immanenter und externer Kritik nachweisen
Dialektische Kompetenz
Ursachen menschlicher Destruktivität kontrovers diskutieren
zur „Banalität des Bösen“ Stellung beziehen
Spekulative Kompetenz
Das System Schule mit dem Konzept der „Banalität des Bösen“ performativ konfrontieren
Ja, Nein, Vielleicht? – einen philosophischen Fragebogen zur Entwicklung tragfähiger Lebensentwürfe konzipieren
Phänomenologische Kompetenz
beeindruckende Erfahrungen mit Kunstwerken und (eigenem) künstlerischen Schaffen umfassend beschreiben
Kunstwerke in ihren vielfältigen, auch historischen, Erscheinungsweisen darstellen
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: Kontroversen um Kunstwerke nachvollziehen
Kunst und Kunstwerke als Konventionen überschreitende Zugänge zur Welt interpretieren
Analytische Kompetenz
Performance-Kunst als Beispiel autonomer Ästhetik erörtern
Freiheit der Kunst als Ideal und Grundrecht kritisch prüfen
Dialektische Kompetenz
sich mit sozial-ökonomischen Bedingungen künstlerischer Tätigkeit und Repräsentation in globaler Perspektive auseinandersetzen
Digitalisierung als Chance und Gefahr für die Kunstwelt diskutieren
Spekulative Kompetenz
Zugänge zur Kunst als künstlerische Performance gestalten und ihre Wirkungsabsicht philosophisch begründen
eine kontroverse (digitale) Kunstausstellung entwerfen und deren Konzept philosophisch begründen
Phänomenologische Kompetenz
Negativitätserfahrungen in Herrschaftsbeziehungen umfassend beschreiben und darin enthaltene individuell bedeutsame philosophische Fragen ableiten
Gewährleistung von Sicherheit, Freiheit, Gleichheit und Allgemeinwohl als Aufgaben und Legitimationskriterien für das staatliche Gemeinwesen aufzeigen
Hermeneutische Kompetenz
Vor-Denken, Mit-Denken, Nach-Denken, Weiter-Denken, Um-Denken und Que(e)r-Denken: verschiedene Setzungen eines Naturzustandes prüfen
Etablierung staatlicher Souveränität als Bedingung für die Geltung von Recht interpretieren
Analytische Kompetenz
Demokratische Herrschaft unter den Gesichtspunkten von Partizipation, Repräsentation und Deliberation erläutern
unterschiedliche Konzeptionen von „Öffentlichkeit“ unter Bedingungen der digitalen Gesellschaft analysieren
Dialektische Kompetenz
Reproduktion von Ungleichheit in Arbeit, Sorge und Politik problematisieren
in einer Kontroverse um gerechte Lösungen für gesellschaftliche Probleme Stellung beziehen
Spekulative Kompetenz
Herrschaftsfreier Diskurs als Illusion? – Unabschließbarkeit demokratischer Prozesse reflektieren
Visionen für eine weitere Demokratisierung der Demokratie, Umgestaltung der Wirtschaft und für eine globale Friedensordnung entwerfen
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Fachlehrplan Philosophie Gymnasium, Stand 01.08.2024, Ministerium für Bildung des Landes Sachsen-Anhalt
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