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Lehrpläne Sachsen
Gymnasium
Chemie
inhaltsbezogen
7 · Lernbereich 1: Untersuchen von Stoffen 10 Ustd.
4
7 · Lernbereich 2: Metalle – von Aluminium bis Zink 7 Ustd.
4
7 · Lernbereich 3: Umwandlung von Stoffen 8 Ustd.
3
7 · Wahlbereich 1: Chromatographie
2
7 · Wahlbereich 2: Legierungen
2
7 · Wahlbereich 3: Zündhölzer
3
8 · Lernbereich 1: Luft – ein Stoffgemisch 12 Ustd.
4
8 · Lernbereich 2: Wasser – eine chemische Verbindung 15 Ustd.
7
8 · Lernbereich 3: Kochsalz und andere Salze 5 Ustd.
3
8 · Lernbereich 4: Reaktion von Metallen mit Nichtmetallen 9 Ustd.
5
8 · Lernbereich 5: Säuren und deren saure Lösungen 9 Ustd.
5
8 · Wahlbereich 1: Wasserstoff als Energieträger
3
8 · Wahlbereich 2: Technische Produktion von Schwefelsäure
3
8 · Wahlbereich 3: Brände und Brandbekämpfung
3
9 · Lernbereich 1: Saure, basische und neutrale Lösungen 9 Ustd.
4
9 · Lernbereich 2: Vom Kohlenstoff bis zum Kalkstein 16 Ustd.
3
9 · Lernbereich 3: Erdöl und Erdgas – organische Stoffgemische 15 Ustd.
5
9 · Lernbereich 4: Alkohole 10 Ustd.
3
9 · Wahlbereich 1: Die Herstellung von Bier
2
9 · Wahlbereich 2: Weiterverarbeitung von Erdölfraktionen
3
9 · Wahlbereich 3: Ansetzen und Mischen von Lösungen
2
10 · Lernbereich 1: Von der Essigsäure zu den Estern 12 Ustd.
2
10 · Lernbereich 2: Zusammensetzung unserer Lebensmittel 14 Ustd.
6
10 · Lernbereich 3: Den Stoffen analytisch auf der Spur 15 Ustd.
4
10 · Lernbereich 4: Moderne Werkstoffe – Kunststoffe 9 Ustd.
4
10 · Wahlbereich 1: Lösungsmittel im Alltag
2
10 · Wahlbereich 2: Wasseruntersuchung
2
10 · Wahlbereich 3: Duft- und Aromastoffe
2
11-GK · Lernbereich 1: Stoffe – von der Vielfalt zur Ordnung – PSE 14 Ustd.
2
11-GK · Lernbereich 2: Redoxreaktionen der Nebengruppenelemente 12 Ustd.
1
11-GK · Lernbereich 3: Chemische Gleichgewichte 10 Ustd.
2
11-GK · Lernbereich 4: Säure-Base-Gleichgewichte 16 Ustd.
3
11-GK · Wahlbereich 1: Grundlagen der Schwarz-Weiß-Fotografie
3
11-GK · Wahlbereich 2: Chemie der Desinfektionsmittel – sauerstoffhaltige Säuren des Chlors
2
11-GK · Wahlbereich 3: Löslichkeitsgleichgewichte
1
11-GK · Wahlbereich 4: Pufferlösungen
1
11-GK · Wahlbereich 5: Komplexverbindungen eines ausgewählten Nebengruppenelements
1
12-GK · Lernbereich 1: Elektrochemische Reaktionen 17 Ustd.
6
12-GK · Lernbereich 2: Energie bei chemischen Reaktionen 10 Ustd.
2
12-GK · Lernbereich 3: Organische Stoffe 17 Ustd.
7
12-GK · Wahlbereich 1: Explosivstoffe
3
12-GK · Wahlbereich 2: Gewinnung von Aluminium aus Bauxit
1
12-GK · Wahlbereich 3: Grundlagen der qualitativen und quantitativen Elementaranalyse
1
12-GK · Wahlbereich 4: Aromatische Verbindungen
2
11-LK · Lernbereich 1: Stoffe – von der Vielfalt zur Ordnung 26 Ustd.
3
11-LK · Lernbereich 2: Elektronenübergänge – Redoxreaktionen 21 Ustd.
4
11-LK · Lernbereich 3: Stoffe komplexer Natur 12 Ustd.
3
11-LK · Lernbereich 4: Stoffe im Gleichgewicht 18 Ustd.
3
11-LK · Lernbereich 5: Protonenübergänge – Säure-Base-Reaktionen 34 Ustd.
6
11-LK · Lernbereich 6: Chemische Reaktionen – energetisch betrachtet 19 Ustd.
3
11-LK · Wahlbereich 1: Glas – vom Sand zur Fensterscheibe
3
11-LK · Wahlbereich 2: Von Runge-Bildern bis zur Gaschromatographie
3
11-LK · Wahlbereich 3: Von der Alchemie zur Chemie
3
12-LK · Lernbereich 1: Elektrochemische Reaktionen 28 Ustd.
6
12-LK · Lernbereich 2: Organische Stoffe 30 Ustd.
4
12-LK · Lernbereich 3: Naturstoffe, Kunststoffe und Nanomaterialien 32 Ustd.
7
12-LK · Lernbereich 4: Streifzug durch die Chemie – Systematisierung 20 Ustd.
3
12-LK · Wahlbereich 1: Farbstoffe
6
12-LK · Wahlbereich 2: Arzneimittel
4
12-LK · Wahlbereich 3: Vitamine
3
12-LK · Wahlbereich 4: Technische Elektrolysen
3
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Lernbereich 1
Einblick in die Bedeutung der Naturwissenschaft Chemie gewinnen
Beherrschen von einfachen Verfahren im Umgang mit Chemikalien, Geräten und dem Brenner: Durchführen, Beobachten und Auswerten von einfachen Experimenten; Protokollieren von Experimenten
Anwenden von Wissen über Stoffeigenschaften zur Einteilung der Stoffe: experimentelles Untersuchen von Stoffen auf ihre Eigenschaften; Beobachten, Beschreiben, Vergleichen; Stoff; Ordnen von Stoffen nach ihren Eigenschaften; Aggregatzustand und Teilchenmodell; Reinstoffe und Stoffgemische (Bedeutung von Massen- und Volumenanteil)
Anwenden von Wissen über Stoffeigenschaften auf Trennverfahren: Zusammenhang von Eigenschaften und Trennverfahren; experimentelles Ausführen von Trennverfahren: Dekantieren, Filtrieren, Eindampfen, Destillieren
Lernbereich 2
Gestalten einer Dokumentation zu Metallen und Legierungen: Eigenschaften – Verwendung; Bedeutung in Alltag und Technik
Übertragen des Wissens über Stoffeigenschaften auf die Stoffgruppe der Metalle: experimentelles Untersuchen von Metallen auf charakteristische Eigenschaften
Kennen des Kern-Hülle-Modells der Atome: Atombau; Element; Symbole von Metallen
Kennen des Baus von Metallen, Metallbindung
Lernbereich 3
Einblick in stoffliche Veränderungen im Alltag gewinnen: experimentelles Untersuchen; Erkennen der stofflichen Veränderung
Anwenden der Merkmale einer chemischen Reaktion auf ausgewählte Beispiele: experimentelles Untersuchen chemischer Reaktionen auf stoffliche und energetische Veränderungen; Stoffumwandlung, Ausgangsstoffe, Reaktionsprodukte; Energieformen, Energieumwandlung, Energieerhaltung; exotherme und endotherme Reaktion, Energieschemata; Wortgleichung
Einblick in die Beeinflussbarkeit chemischer Reaktionen gewinnen: Aktivierung, Katalysator; experimentelles Untersuchen chemischer Reaktionen unter verschiedenen Bedingungen
Wahlbereich 1
Kennen des Prinzips der Chromatographie als Trennverfahren: experimentelles Ausführen einer Chromatographie
Einblick in die Anwendungsmöglichkeiten von chromatographischen Trennverfahren gewinnen
Wahlbereich 2
Kennen ausgewählter Legierungen und ihrer Anwendungen im Alltag: experimentelles Vergleichen der Eigenschaften von Metallen und ihren Legierungen; experimentelles Herstellen einer Legierung
Einblick in Zusammensetzung und Aufbau von Münzmetallen gewinnen
Wahlbereich 3
Einblick in die Geschichte des Feuermachens und Feuerzündens gewinnen
Kennen des Aufbaus und der Funktion von Streichhölzern mit Reibfläche: experimentelles Untersuchen der Eigenschaften von Zündhölzern; experimentelles Untersuchen der Eigenschaften von Rohstoffen der Zündhölzer und deren Reaktionen; experimentelles Herstellen von Zündhölzern
Kennen der Gefahren beim Umgang mit Zündwaren
Lernbereich 1
Kennen der Zusammensetzung der Luft: experimentelles Erkunden der Luftbestandteile; Stickstoff und Sauerstoff als Nichtmetalle
Kennen der Eigenschaften von Sauerstoff: experimentelles Darstellen und Untersuchen von Eigenschaften, Nachweis; experimentelles Untersuchen der Reaktionen mit den Nichtmetallen Kohlenstoff und Schwefel (Nichtmetalloxide)
Einblick in den Bau von Sauerstoff, Stickstoff, Kohlenstoffdioxid aus Molekülen gewinnen: Verbindung; Molekül; Ableiten der Formel aus dem Namen
Kennen der chemischen Reaktion als Teilchenveränderung: experimentelles Bestätigen des Gesetzes von der Erhaltung der Masse; Zusammenhang von Stoffumwandlung und Teilchenveränderung; Aufstellen von Reaktionsgleichungen für die Bildung von Nichtmetalloxiden
Lernbereich 2
Übertragen des Wissens über Stoffgemische auf das Vorkommen von Wasser in der Natur: experimentelles Untersuchen von chemisch reinem Wasser und Wasser als Bestandteil eines Stoffgemischs
Kennen der Zusammensetzung von Wasser als chemische Verbindung: Zersetzung und Bildung von Wasser; Wasser- und Wasserstoffmolekül; experimentelles Darstellen und Untersuchen von Eigenschaften des Wasserstoffs, Nachweis
Kennen der chemischen Bindung im Wasserstoff- und Wassermolekül: Schalenmodell der Atomhülle; Elektronenschreibweise; Oktett-Regel; Atombindung; polare Atombindung, Partialladungen und Dipole
Übertragen des Wissens über den Atombau auf den Zusammenhang zwischen Atombau und Anordnung der Elemente im Periodensystem der Elemente
Sich zu Problemen der Wasserreinhaltung positionieren
Kennen von Ionen als Ladungsträger im Mineralwasser und Salzwasser: Ionen, Ionenbildung
Sich zu Aussagen über die Zusammensetzung von alltäglichen Produkten positionieren
Lernbereich 3
Einblick in die Bedeutung des Kochsalzes gewinnen
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang von Bau und Eigenschaften von Stoffen am Beispiel des Kochsalzes: experimentelles Untersuchen von Stoffeigenschaften; Bau aus Ionen, Ionenbindung, Ionenkristalle; Entwickeln der Formel; Lösen von Salzen als chemische Reaktion
Übertragen des Wissens über den Bau von Kochsalz auf weitere Halogenide
Lernbereich 4
Einblick in Eigenschaften und Verwendung der Alkalimetalle und Halogene gewinnen
Übertragen des Wissens über die Atombindung auf Halogene
Kennen der Reaktion mit Elektronenübergang als Redoxreaktion: experimentelles Darstellen von Metallhalogeniden aus den Elementen; Reaktionsgleichungen für Oxidation, Reduktion und Redoxreaktion in Ionenschreibweise, Bruttogleichung
Übertragen des Wissens über Redoxreaktionen auf die Herstellung der Metalloxide und -sulfide: experimentelles Darstellen von Metalloxiden und -sulfiden aus den Elementen
Sich zu Aussagen über die Zusammensetzung von Alltagsprodukten positionieren
Lernbereich 5
Einblick in die Bedeutung und Verwendung sowie den Umgang mit Säuren und deren sauren Lösungen im Alltag gewinnen: experimentelles Untersuchen von sauren Lösungen mit Indikatoren
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang von Bau und Eigenschaften von Stoffen auf Chlorwasserstoff und seine wässrige Lösung: experimentelles Untersuchen von Eigenschaften
Kennen der Reaktion mit Protonenübergang am Beispiel der chemischen Reaktion von Chlorwasserstoff mit Wasser: Reaktionsgleichungen für Protonenabgabe, Protonenaufnahme und Gesamtreaktion in Ionenschreibweise, Bruttogleichung; Oxonium-Ion
Übertragen des Wissens über Reaktionen mit Protonenübergang auf die chemische Reaktion von Schwefelsäure mit Wasser
Anwenden des Wissens über Redoxreaktionen auf chemische Reaktionen von verdünnten sauren Lösungen mit unedlen Metallen: experimentelles Untersuchen
Wahlbereich 1
Kennen der Möglichkeiten zur Nutzung von Wasserstoff als Energieträger: experimentelles Durchführen der Reaktion von Wasserstoff mit Sauerstoff in einer Brennstoffzelle
Einblick in die Etappen des Solar-Wasserstoff-Konzepts gewinnen
Kennen der Gefahren bei Umgang, Transport und Lagerung von Wasserstoff
Wahlbereich 2
Kennen der Bedeutung der Schwefelsäure als Grundchemikalie und ihrer Verarbeitungsprodukte: experimentelles Untersuchen der Eigenschaften von konzentrierter Schwefelsäure
Einblick in den Ablauf des großtechnischen Herstellungsverfahrens gewinnen
Kennen der Gefahren bei Umgang, Transport und Lagerung von Schwefelsäure
Wahlbereich 3
Kennen der Voraussetzungen von Bränden und der Brandbekämpfung: Entzündungstemperatur, Sauerstoff, brennbare Stoffe; experimentelles Untersuchen der Eigenschaften brennbarer Stoffe; experimentelles Untersuchen der Möglichkeiten der Brandbekämpfung; Sicherheitsbestimmungen
Einblick in die Geschichte der Brandbekämpfung und der Feuerwehren gewinnen
Kennen des Baus und der Funktion eines Feuerlöschers: experimenteller Nachbau eines Feuerlöschers
Lernbereich 1
Kennen der sauren, basischen oder neutralen Eigenschaft von Lösungen: experimentelles Untersuchen von Lösungen mit Indikatoren; pH-Wert-Skala
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang von Bau, Eigenschaften und Verwendung von Stoffen auf Natriumhydroxid: experimentelles Untersuchen von Eigenschaften
Übertragen des Zusammenhangs zwischen Bau, Eigenschaften und Verwendung von Stoffen auf weitere Metallhydroxide und deren basische Lösungen: Dissoziationsgleichung; Hydroxid-Ion
Übertragen des Wissens über Reaktionen mit Protonenübergang auf chemische Reaktionen von sauren mit basischen Lösungen: experimentelles Untersuchen; Neutralisation
Lernbereich 2
Anwenden des Zusammenhangs zwischen Struktur, Eigenschaften und Verwendung von Stoffen auf Kohlenstoff: Modifikationen: Graphit, Diamant
Übertragen des Wissens über chemische Reaktionen auf Reaktionen des Kohlenstoffs und seiner Verbindungen – Stoffkreislauf: Bildung der Kohlenstoffoxide; experimentelles Untersuchen der Löslichkeit und Nachweis von Kohlenstoffdioxid; experimentelles Durchführen der Bildung und Zersetzung von Kalkstein
Anwenden gesetzmäßiger Zusammenhänge beim Stoffumsatz chemischer Reaktionen: Stoffmenge; molare Masse, molares Volumen; Masse- und Volumenberechnungen zu chemischen Reaktionen
Lernbereich 3
Einblick in die Zusammensetzung von Erdgas und Erdöl als Stoffgemische gewinnen: experimenteller Nachweis von Kohlenstoff und Wasserstoff; Kohlenwasserstoffe; Bedeutung der Erdölfraktionen
Einblick in die Entwicklung der organischen Chemie gewinnen
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang von Struktur, Eigenschaften und Verwendung der Kohlenwasserstoffe: experimentelles Untersuchen; Struktur der Moleküle; polare und unpolare Lösungsmittel; homologe Reihe der Alkane, Nomenklatur; verzweigte Alkane, Isomerie
Kennen von Ethen und Ethin als Vertreter der ungesättigten Kohlenwasserstoffe: experimentelles Untersuchen der Eigenschaften von Ethen; experimentelles Darstellen und Untersuchen der Eigenschaften von Ethin
Kennen von Substitution, Addition und Eliminierung als Reaktionen organischer Stoffe: experimentelles Untersuchen
Lernbereich 4
Kennen von Ethanol als Vertreter der Alkohole: experimentelles Untersuchen von Ethanol; experimentelles Untersuchen der alkoholischen Gärung
Übertragen des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur, Eigenschaften und Verwendung von Stoffen auf Alkohole: Hydroxygruppe als Strukturmerkmal; homologe Reihe der Alkanole; Glycerin als mehrwertiger Alkohol; experimentelles Untersuchen von Glycerin und verschiedener einwertiger Alkanole; Wasserstoffbrücken zwischen Molekülen
Anwenden des Wissens über den Einfluss funktioneller Gruppen auf die Eigenschaften der Stoffe mit Aldehydgruppe im Molekül: Dehydrierung von Alkanolen; Ethanal als Aldehyd; Nachweis der Aldehydgruppe
Wahlbereich 1
Anwenden des Wissens über die alkoholische Gärung auf die Herstellung von Bier: experimentelles Untersuchen der Abhängigkeit der Geschwindigkeit der alkoholischen Gärung von der Temperatur; Grundstoffe der Bierherstellung; Biersorten und ihre Zusammensetzung
Einblick in die Geschichte der Braukunst und ihre gesellschaftlichen Auswirkungen gewinnen
Wahlbereich 2
Anwenden des Wissens über Eliminierungsreaktionen auf den Crackprozess: experimentelles Durchführen des Crackprozesses; Cracken als Eliminierung; Bedeutung des Crackens
Kennen des Reformierens von Erdölfraktionen zur Erhöhung der Octanzahl des Benzins
Einblick in die Möglichkeiten der Raffination der Erdölfraktionen gewinnen
Wahlbereich 3
Anwenden des Wissens über Konzentrationsmaße auf die Herstellung von Lösungen: Herstellen von Lösungen verschiedener Zusammensetzung; Mischungskreuz; Umrechnung der Konzentrationsmaße
Einblick in die Verwendung von Maßlösungen im Alltag gewinnen
Lernbereich 1
Anwenden des Wissens über den Einfluss funktioneller Gruppen in Molekülen auf das Reaktionsverhalten von Stoffen: experimentelles Untersuchen von Ethansäure als Verbindung mit einer Carboxygruppe im Molekül auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge; vom Ethanol zum Speiseessig; Reaktion mit Protonenübergang am Beispiel der Reaktion von Ethansäure mit Wasser; weitere Carbonsäuren
Übertragen des Wissens über die Substitution auf die Bildung und den Zerfall von Estern: Ester als Reaktionsprodukt; experimentelles Darstellen von Estern, Kondensation; Einstellung des chemischen Gleichgewichts; experimentelles Untersuchen der umkehrbaren Reaktion, Hydrolyse
Lernbereich 2
Einblick in die Zusammensetzung von Lebensmitteln gewinnen
Übertragen des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Stoffen auf die Nährstoffe: experimentelles Untersuchen von Eigenschaften; Fette als Ester (gesättigte und ungesättigte Fettsäuren); Kohlenhydrate (Glucose, Fructose, Saccharose, Stärke, reduzierende Wirkung der Glucose); Eiweiße (Glycin und Alanin als Aminosäuren, Peptidgruppe, Bildung und Zerfall eines Dipeptids)
Anwenden der Substitution auf die Bildung und die Zerlegung eines Nährstoffs unter Nutzung allgemeiner Strukturformeln
Einblick in Funktion und Eigenschaften von ausgewählten Lebensmittelzusatzstoffen gewinnen
Gestalten einer Dokumentation zur Zusammensetzung, Herstellung, physiologischen Wirkung und Bedeutung eines Lebensmittels: selbstständiges experimentelles Untersuchen ausgewählter Lebensmittel
Sich zu Erkenntnissen moderner Ernährungsforschung positionieren
Lernbereich 3
Beherrschen ausgewählter qualitativer Nachweise von Ionen: experimentelles Durchführen von Vorproben; experimentelles Durchführen von Fällungsreaktionen, Nachweis von Halogenid-, Sulfat- und Carbonat-Ionen; experimentelles Durchführen von Farbreaktionen
Kennen der Stoffmengenkonzentration als Konzentrationsmaß: Berechnungen
Kennen einer ausgewählten quantitativen Analysemethode: experimentelles Durchführen einer Titration mit Indikatoren und unter Nutzung digitaler Werkzeuge; quantitative Auswertung der Titration
Übertragen des Wissens auf das Untersuchen eines Produkts aus dem Alltag
Lernbereich 4
Kennen des Zusammenhangs zwischen Struktur, Eigenschaften und Verwendung von Kunststoffen: Überblick über Kunststoffarten; experimentelles Untersuchen von Eigenschaften; Schließen von den Eigenschaften auf die Verwendungen
Kennen der Herstellung von Kunststoffen durch Polymerisation und Polykondensation: Monomer, Polyme; experimentelles Darstellen eines Polykondensats
Sich zu den Möglichkeiten der Vermeidung und des Recyclings von Kunststoffabfällen positionieren
Einblick in die Anwendung funktionaler Kunststoffe im Alltag gewinnen
Wahlbereich 1
Kennen der Gruppen von Lösungsmitteln: experimentelles Untersuchen des Lösevermögens; Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften
Anwenden des Wissens über das Löseverhalten auf Beispiele aus dem Alltag: experimentelles Untersuchen von handelsüblichen Lösungsmitteln; experimentelles Durchführen einer Extraktion; Bedeutung
Wahlbereich 2
Kennen der Herkunft und der Wirkungen von Inhaltsstoffen in Trink- und Oberflächenwasser: experimentelles Durchführen einer halbquantitativen Analyse von Wasserproben; experimentelles Ermitteln des Sauerstoffgehalts und des BSB 5 -Wertes; experimentelles Bestimmen der Gesamthärte des Wassers
Einblick in die Stufen der Trinkwasserbereitung gewinnen
Wahlbereich 3
Anwenden des Wissens über die Bildung von Estern auf die Herstellung verschiedener Aromastoffe: experimentelles Darstellen verschiedener Aromen; natürliche, naturidentische und künstliche Aromastoffe
Einblick in die Vielfalt von Duftstoffen gewinnen: Wirkungsweise von Duftstoffen; Gewinnung von Duftstoffen aus natürlichen Rohstoffen; experimentelles Untersuchen der Wirkungsdauer von Duftstoffen oder Gewinnung ätherischer Öle
Lernbereich 1
Kennen des Zusammenhangs zwischen Atombau und Stellung der Haupt- und Nebengruppenelemente im Periodensystem: Aufbau der Atomhülle nach dem Bohr-Sommerfeldschen Modell (Orbital, Energieniveauschema, Elektronenkonfiguration); Zusammenhang zwischen Elektronenkonfiguration und Stellung im PSE; Klassifizieren der Elemente nach der Elektronenkonfiguration in Haupt- und Nebengruppenelemente
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Stoffen zur Ordnung von ausgewählten anorganischen und organischen Stoffen: Zusammenhang zwischen Struktur und chemischer Bindung (Atombindung – Lewis-Formel, Elektronenpaarabstoßungsmodell, Ionenbindung – Ionengitter, Metallbindung – Elektronengasmodell); Klassifizieren der Stoffe in Metalle, Ionensubstanzen, Molekülsubstanzen; experimentelles Untersuchen verschiedener Stoffe auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge; inter- und intramolekulare Wechselwirkungen (Van-der-Waals-Kräfte, Dipol-Dipol-Kräfte, Wasserstoffbrücken, Ionen-Dipol-Wechselwirkung)
Lernbereich 2
Anwenden des Wissens über Redoxreaktionen auf Reaktionen der Nebengruppenelemente als umkehrbare, pH-abhängige Reaktionen: Oxidationszahlen in anorganischen Verbindungen; Redoxgleichungen (korrespondierende Redoxpaare, Teilgleichungen, Schrittfolge für das Aufstellen von Reaktionsgleichungen im sauren Bereich); experimentelles Untersuchen ausgewählter Redoxreaktionen; Metallherstellung
Lernbereich 3
Kennen der Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit des zeitlichen Verlaufs chemischer Reaktionen: Stoßtheorie; Reaktionsgeschwindigkeit; Katalyse; experimentelles Untersuchen der Abhängigkeit von Temperatur, Konzentration und Katalysator
Übertragen des Wissens über das chemische Gleichgewicht bei der Veresterung auf weitere chemische Reaktionen: Einstellung und Merkmale; Prinzip von Le Chatelier und Braun; Massenwirkungsgesetz als mathematischer Ausdruck der Lage des chemischen Gleichgewichts, K C; Berechnungen für Δν=0; Diskutieren des Konzentrationseinflusses auf die Gleichgewichtslage mit Hilfe des Massenwirkungsgesetzes
Lernbereich 4
Kennen der Säure-Base-Theorie nach Brönsted: Protolysegleichgewichte, Oxonium-Ion, Brönsted-Säuren und -Basen; Ammoniak als Base; experimentelles Untersuchen ausgewählter Reaktionen verschiedener Säuren und Basen (Nachweisen von Ammonium-Ionen, Nachweisen von sauren und basischen Lösungen)
Anwenden des Wissens über die Säure-Base-Theorie nach Brönsted auf Protolysegleichgewichte wässriger Lösungen: pH-Wert-Definition; Interpretieren der Stärke von Säuren und Basen (K S - und K B -Wert, pK S - und pK B -Wert); Berechnen von pH-Werten bei vollständiger Protolyse; experimentelles Untersuchen der pH-Werte von Salzlösungen, Hydrolyse; experimentelle Durchführung von Titrationen einwertiger Säuren und Basen (Auswahl und Nutzung von Säure-Base-Indikatoren, Leitfähigkeitstitration, Interpretation von Titrationskurven)
Übertragen des Wissens über chemische Reaktionen auf den Nachweis weiterer Ionen in wässrigen Lösungen: experimentelles Nachweisen von Halogenid-, Sulfat- und Carbonat-Ionen
Wahlbereich 1
Einblick in die Geschichte der Fotografie gewinnen
Anwenden des Wissens über Redoxreaktionen auf die Belichtung und Entwicklung eines Films: experimentelles Untersuchen des Entwicklungsvorganges
Kennen der Vorgänge beim Fixieren eines Films: Auflösen des Silberbromids durch Komplexbildungsreaktion; experimentelles Untersuchen der Löslichkeiten von Silberhalogeniden und des Fixierungsvorganges
Wahlbereich 2
Einblick in die Geschichte und Vielfalt von Desinfektionsmitteln gewinnen
Kennen der Zusammensetzung und Wirkung von Reinigungsmitteln im Haushalt und der Trinkwasseraufbereitung: experimentelles Untersuchen der Eigenschaften von Chlor; experimentelles Untersuchen von Reinigungsmitteln mit hypochloriger Säure in Kombination mit anderen Säuren; Bedeutung von Hypochlorit bei der Trinkwasseraufbereitung
Wahlbereich 3
Anwenden des Wissens über chemische Gleichgewichte auf Löslichkeitsgleichgewichte: experimentelles Untersuchen der Löslichkeit verschiedener Salze bei verschiedenen Temperaturen; Löslichkeit, Löslichkeitsprodukt; experimentelles Untersuchen der Möglichkeiten zur Beeinflussung der Löslichkeit
Wahlbereich 4
Anwenden des Wissens über Protolysegleichgewichte auf Pufferlösungen: experimentelles Untersuchen der Zusammensetzung und Wirkung von Pufferlösungen; Pufferungskurven, Pufferkapazität; Bedeutung von Pufferlösungen
Wahlbereich 5
Kennen des Zusammenhangs zwischen Bau und Eigenschaften ausgewählter Komplexverbindungen: Zentralteilchen und Ligand; experimentelles Untersuchen des Ligandenaustausches
Lernbereich 1
Einblick in elektrochemische Phänomene des Alltags gewinnen
Übertragen des Wissens über Redoxreaktionen auf elektrochemische Vorgänge: Elektrolyte; Elektrodenpotenzialbildung (Standardelektrodenpotenzial, elektrochemische Spannungsreihe); Elektrodenreaktionen; galvanische Zelle; Berechnung der Standardzellspannung; experimentelles Bestimmen der Zellspannung in galvanischen Zellen unter Nutzung digitaler Werkzeuge; Diskutieren der Konzentrationsabhängigkeit des Elektrodenpotenzials; experimentelles Untersuchen von elektrochemischen Fällungsreaktionen
Kennen von Korrosion und Korrosionsschutz als elektrochemische Vorgänge: Lokalelement; Prinzip der Opferanode
Anwenden des Wissens über Redoxreaktionen auf die Elektrolyse: Elektrolysezelle; experimentelles Untersuchen elektrolytischer Vorgänge (Abscheiden eines edleren Metalls); Vergleich von galvanischer Zelle und Elektrolysezelle
Übertragen des Wissens über elektrochemische Zusammenhänge auf ausgewählte Spannungsquellen: Primärelement; Sekundärelement; Brennstoffzelle
Beurteilen der ökonomischen und ökologischen Bedeutung alternativer Energiequellen
Lernbereich 2
Einblick in die Bedeutung energieumwandelnder Prozesse gewinnen: Energieerhaltungssatz
Anwenden des Wissens über Energieumwandlungen auf chemische Reaktionen: Aussagen und Bedeutung des 1. Hauptsatzes der Thermodynamik; Reaktionsenthalpie als Reaktionswärme bei isobarer Prozessführung; experimentelles Bestimmen von molaren Reaktionsenthalpien mit dem Kalorimeter; Berechnungen mit der kalorimetrischen Grundgleichung; Berechnen von Reaktionsenthalpien aus Bildungsenthalpien mit dem Satz von Hess
Lernbereich 3
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Stoffen zur Systematisierung organischer Stoffe: Carbonylverbindungen mit Ester-, Aldehyd- und Carboxygruppe; Verbindungen mit Hydroxy- und Aminogruppe; experimentelles Untersuchen von Strukturmerkmalen organischer Stoffe, Nachweisreaktionen (Mehrfachbindungen zwischen Kohlenstoffatomen, Aldehyd-, Carboxygruppe)
Übertragen des Wissens über Redoxreaktionen auf organische Stoffe: Oxidationszahlen in organischen Verbindungen
Übertragen des Wissens über Substitutions- und Additionsreaktionen auf die Grundprinzipien von Reaktionsmechanismen: radikalische Substitution; elektrophile Addition
Anwenden des Wissens über organische Stoffe und deren Reaktionen auf Kunststoffe: Zusammenhang von Struktur und Eigenschaften bei Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren; Polymerisation und Polykondensation
Anwenden des Wissens über organische Stoffe und deren Reaktionen auf Kohlenhydrate: Glucose als Monomer; Stärke als Polykondensat; experimenteller Nachweis von Stärke und der reduzierenden Wirkung von Glucose
Kennen der Bedeutung organischer Polymere als moderne Werkstoffe
Sich zum nachhaltigen Umgang mit Wertstoffen positionieren: Recycling
Wahlbereich 1
Einblick in die Vielfalt historischer und moderner Zündstoffe gewinnen
Kennen von Eigenschaften und Verwendung ausgewählter Sprengstoffe: experimentelles Untersuchen und Bestimmen der Volumenarbeit; Berechnung der Volumenarbeit
Sich zu Verwertung von Wissenschaft positionieren
Wahlbereich 2
Anwenden des Wissens über elektrochemische Vorgänge und Zusammenhänge auf technisch bedeutende Elektrolyseverfahren: Vorkommen und Aufbereitung von Bauxit; experimentelle Untersuchung von Aluminiumkomplexen; Schmelzflusselektrolyse zur Aluminiumherstellung; experimentelles Untersuchen der Eigenschaften und Reaktionen von Aluminium; Eigenschaften und Einsatz von Aluminium
Wahlbereich 3
Beherrschen ausgewählter Verfahren zur Analyse organischer Stoffe: experimentelles Durchführen der qualitativen Elementaranalyse; quantitative Elementaranalyse, Ermitteln der Verhältnis- und Summenformel; Berechnungen
Wahlbereich 4
Einblick in die Vielfalt und Bedeutung aromatischer Verbindungen gewinnen
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften organischer Stoffe auf aromatische Verbindungen: Benzol (Benzen) als ein Stoff mit aromatischem System; experimentelles Untersuchen von Eigenschaften und Reaktionen einiger Benzolhomologe und -derivate
Lernbereich 1
Kennen des Zusammenhangs zwischen Atombau und Stellung der Haupt- und Nebengruppenelemente im Periodensystem: Aufbau der Atomhülle nach dem Bohr-Sommerfeldschen Modell und dem Orbitalmodell (Orbital, Energieniveauschema, Elektronenkonfiguration); Zusammenhang zwischen Elektronenkonfiguration und Stellung im PSE; Klassifizieren der Elemente nach der Elektronenkonfiguration in Haupt- und Nebengruppenelemente
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Stoffen zur Ordnung von ausgewählten anorganischen und organischen Stoffen: Zusammenhang zwischen Struktur und chemischer Bindung (Atombindung – Lewis-Formel, Elektronenpaarabstoßungsmodell, Ionenbindung – Ionengitter, Metallbindung – Elektronengasmodell); Klassifizieren der Stoffe in Metalle, Ionensubstanzen, Molekülsubstanzen, polymere Stoffe; experimentelles Untersuchen verschiedener Stoffe auch unter Nutzung digitaler Werkzeuge; inter- und intramolekulare Wechselwirkungen (Van-der-Waals-Kräfte, Dipol-Dipol-Kräfte, Wasserstoffbrücken, Ionen-Dipol-Wechselwirkung)
Kennen des Orbitalmodells zur Erklärung der Bindungsverhältnisse in ausgewählten Molekülsubstanzen und polymeren Stoffen: räumliche Gestalt von Orbitalen; Hybridisierung des Kohlenstoffs in kettenförmigen Kohlenwasserstoffen und polymeren Stoffen; Valenzbindungsmodell
Lernbereich 2
Kennen der Eigenschaften von Verbindungen der Metalle Kupfer, Eisen und Mangan: Oxidationszahlen in anorganischen Verbindungen; Oxidationsstufen von Kupfer, Eisen und Mangan in Verbindungen
Anwenden des Wissens über Redoxreaktionen auf Reaktionen der Nebengruppenelemente als umkehrbare, pH-abhängige Reaktionen: experimentelles Untersuchen von Redoxreaktionen; Redoxgleichungen, korrespondierende Redoxpaare, Teilgleichungen; Schrittfolge für das Aufstellen von Reaktionsgleichungen bei pH-abhängigen Reaktionen
Übertragen des Wissens über Redoxreaktionen auf ausgewählte Beispiele aus Alltag, Technik und Analytik: Metallherstellung; weitere Redoxreaktionen im Alltag; Redoxampholyte (Wasserstoffperoxid); experimentelles Durchführen und quantitatives Auswerten von Redoxtitrationen
Übertragen des Wissens über Redoxreaktionen auf ausgewählte Beispiele organischer Stoffe: Oxidationszahlen in organischen Verbindungen; partielle Oxidation primärer Alkohole; experimentelle Untersuchung der reduzierenden Wirkung der Aldehydgruppe
Lernbereich 3
Einblick in die natürlichen Vorkommen von Komplexverbindungen gewinnen
Kennen des Zusammenhangs zwischen Bau und Eigenschaften ausgewählter Komplexverbindungen: Zentralteilchen und Ligand; Nomenklatur; koordinative Bindung zwischen Metallkationen und freien Elektronenpaaren der Liganden; Komplexbildung und -zerfall; Aquakomplexe; experimentelles Untersuchen des Ligandenaustausches; experimentelles Durchführen von Komplexreaktionen zum Nachweis von Fe 2+ -, Fe 3+ -, Cu 2+ -Ionen bzw. zur Maskierung von Ionen; experimentelles Untersuchen der Beeinflussung der Löslichkeit durch Komplexbildung
Einblick in die Bedeutung von Komplexverbindungen in der Technik gewinnen
Lernbereich 4
Kennen der Möglichkeiten der Beeinflussbarkeit des zeitlichen Verlaufs chemischer Reaktionen: Stoßtheorie; Reaktionsgeschwindigkeit, Berechnung von Durchschnittsreaktionsgeschwindigkeiten; Katalyse; experimentelles Untersuchen der Abhängigkeit von Temperatur, Konzentration und Katalysator
Anwenden des Wissens über das chemische Gleichgewicht: Einstellung, Merkmale und Beeinflussbarkeit des chemischen Gleichgewichts; Prinzip von Le Chatelier und Braun; experimentelles Untersuchen der Konzentrations-, Druck- und Temperaturabhängigkeit; Massenwirkungsgesetz, K C; Berechnen von Gleichgewichtskonzentrationen
Übertragen des Wissens zum Massenwirkungsgesetz auf Löslichkeitsgleichgewichte: Löslichkeitsprodukt; Berechnen von Gleichgewichtskonzentrationen und Löslichkeiten; experimentelles Untersuchen der Beeinflussung von Löslichkeitsgleichgewichten; Bedeutung im Alltag
Lernbereich 5
Einblick in die historische Entwicklung des Säure-Base-Begriffs gewinnen
Übertragen des Donator-Akzeptor-Prinzips und des Massenwirkungsgesetzes auf Säure-Base-Reaktionen nach Brönsted: Brönsted-Säuren und -Basen, Oxonium-Ion; Ammoniak als Base; experimentelles Untersuchen ausgewählter Reaktionen verschiedener Säuren und Basen (Nachweisen von Ammonium-Ionen, Nachweisen saurer und basischer Lösungen); Protolyse, Protonenübergang, korrespondierende Säure-Base-Paare; Ionenprodukt und Autoprotolyse des Wassers; pH-Wert-Definition; Stärke von Säuren und Basen (K S - und K B -Wert, pK S - und pK B -Wert); Berechnen von pH-Werten bei vollständiger und unvollständiger Protolyse, von Säure- und Basenkonstanten und von Gleichgewichtskonzentrationen; Säure-Basen-Indikatoren
Übertragen des Wissens über Säure-Base-Reaktionen auf Protolysegleichgewichte ausgewählter Salze einschließlich der Hydrogensalze: experimentelles Untersuchen des pH-Wertes
Anwenden des Wissens über Säure-Base-Reaktionen auf Pufferlösungen: Zusammensetzung, Wirkungsweise und Bedeutung von Puffersystemen; experimentelles Untersuchen und Herstellen von Pufferlösungen; Berechnungen mit der Henderson-Hasselbalch-Gleichung
Beherrschen des Verfahrens der Titration: Konzentrationsmaße und Berechnungen; experimentelles Durchführen von Säure-Base-Titrationen mit Indikator und bei digitaler Messung von Leitfähigkeit und pH-Werten (ein- und mehrprotonige Säuren); Interpretation von Titrationskurven bei vollständiger und unvollständiger Protolyse; Berechnung charakteristischer Punkte; experimentelles Bestimmen des Säureanteils in einem Lebensmittel durch Säure-Base-Titration
Übertragen des Wissens über chemische Reaktionen auf den Nachweis weiterer Ionen in wässrigen Lösungen: experimentelles Nachweisen von Halogenid-, Sulfat- und Carbonat-Ionen
Lernbereich 6
Kennen von Möglichkeiten der Energieumwandlung bei chemischen Reaktionen und deren praktische Nutzung: Aussagen und Bedeutung des 1. Hauptsatzes der Thermodynamik; Berechnung der Volumenarbeit
Anwenden des Wissens über die Merkmale chemischer Reaktionen zur vertieften energetischen Betrachtung: Reaktionsenthalpie als Reaktionswärme bei isobarer Prozessführung; Temperaturabhängigkeit des molaren Volumens; experimentelles Bestimmen molarer Reaktionsenthalpien mittels Kalorimetrie; Berechnung mit der Kalorimetergleichung; Bildungsenthalpie; Berechnungen von Reaktionsenthalpien aus Bildungsenthalpien mit dem Satz von Hess; Gitter- und Hydratationsenthalpie; experimentelles Untersuchen von exothermen und endothermen Lösungsvorgängen
Beurteilen der Möglichkeit des Ablaufs einer chemischen Reaktion: 2. Hauptsatz der Thermodynamik; Entropie, Freie Enthalpie; experimentelles Untersuchen spontan ablaufender Reaktionen; Gibbs-Helmholtz-Gleichung (Berechnungen)
Wahlbereich 1
Einblick in die Vielfalt organischer und anorganischer Werkstoffe gewinnen
Kennen von Glas als universeller Werkstoff: experimentelles Untersuchen der Eigenschaften; Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften; Glasarten im Alltag; experimentelles Untersuchen von Glas auf Beimischungen; technische Glasherstellung und -verarbeitung; experimentelles Herstellen von Glas
Sich zum Glasrecycling positionieren: Dokumentation zum Einsatz von Glas im Alltag
Wahlbereich 2
Einblick in die Klassifizierung der chromatographischen Verfahren nach der Art der Phasen gewinnen: experimentelles Herstellen von Runge-Bildern
Kennen der theoretischen Grundlagen der Chromatographie: mobile und stationäre Phase; Wechselwirkung zwischen Substanz und mobiler Phase; Bedeutung für Identifizierung, Reinigung und Strukturaufklärung von Substanzen; experimentelles Durchführen einer Chromatographie
Einblick in moderne Verfahren der Chromatographie gewinnen
Wahlbereich 3
Einblick in die Geschichte der Alchemie gewinnen: Ziele alchemistischer Versuche; experimentelles Untersuchen alchemistischer Reaktionen
Kennen ausgewählter Beispiele vom Beginn der wissenschaftlich-praktischen und technischen Chemie: experimentelles Untersuchen von Salpeter als Oxidationsmittel; Herstellung von Soda
Anwenden thermodynamischer Sachverhalte auf die Herstellung von Kältemischungen: Nutzen von Kältemischungen; experimentelles Herstellen von Kältemischungen und Bestimmen der Lösungsenthalpie; Dokumentation zum Durchbruch der chemischen Theorien im 19. Jahrhundert
Lernbereich 1
Einblick in elektrochemische Phänomene des Alltags gewinnen
Kennen der Redoxreihe der Metalle: experimentelles Untersuchen der Redoxreihe der Metalle; elektrochemische Fällungsreaktionen
Kennen der Vorgänge zur Ausbildung eines Elektrodenpotenzials: Elektrolyte; Elektrodenpotenzialbildung (Standardelektrodenpotenzial, elektrochemische Spannungsreihe); Elektrodenreaktionen; galvanische Zelle einschließlich Konzentrationszelle; Berechnung der Standardzellspannung; experimentelles Untersuchen der Abhängigkeit des Elektrodenpotenzials von Stoff und Konzentration unter Nutzung digitaler Werkzeuge
Anwenden des Wissens über Elektrodenpotenziale auf freiwillig verlaufende und erzwungene Redoxsysteme: Nernst-Gleichung (Konzentrationselement, Berechnungen in Abhängigkeit von Konzentrationen bei Standardtemperatur); Korrosion und Korrosionsschutz (Lokalelement, Prinzip der Opferanode, experimentelles Untersuchen von Lokalelementen und Korrosionsvorgängen); Elektrolyse, Elektrolysezelle (Abscheidungspotenzial, Überspannung, Zersetzungsspannung, experimentelles Untersuchen elektrolytischer Vorgänge); Faraday-Gesetze (Berechnungen); Vergleich von galvanischer Zelle und Elektrolysezelle
Anwenden des Wissens über elektrochemische Zusammenhänge auf ausgewählte Spannungsquellen: Primärelement; Sekundärelement; Brennstoffzelle
Beurteilen der Nutzung alternativer Energiequellen und der Speicherung gewonnener Energie aus ökonomischer und ökologischer Sicht
Lernbereich 2
Kennen der Nomenklatur und Struktur organischer Stoffklassen der Chemie: Nomenklaturregeln nach IUPAC für Kohlenwasserstoffe, Carbonylverbindungen, Amine und Alkohole (Carbonylverbindungen mit Ester-, Keto-, Aldehyd- und Carboxygruppe, Verbindungen mit Hydroxy- und Aminogruppe)
Anwenden des Wissens über das Orbitalmodell auf Struktur und Eigenschaften des Benzens und ausgewählter Derivate: Bindungsverhältnisse in aromatischen Systemen; mesomere Grenzstrukturen, Mesomerieenergie; I- und M-Effekt und ihr Einfluss auf die Eigenschaften der Stoffe
Übertragen des Wissens über organische Reaktionen auf Reaktionsmechanismen: Radikale, Nucleophile, Elektrophile; Mechanismen (S N 1-Mechanismus, Mechanismus der Veresterung, S E -Mechanismus zur Bildung von Benzenderivaten, S R -Mechanismus, A E -Mechanismus)
Beherrschen ausgewählter qualitativer und quantitativer Verfahren zur Analyse organischer Stoffe: qualitative und quantitative Elementaranalyse; experimentelles Nachweisen von Strukturmerkmalen (Mehrfachbindungen zwischen Kohlenstoffatomen, Hydroxy-, Aldehyd-, Carboxygruppe)
Lernbereich 3
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Stoffen auf Naturstoffe: Kohlenhydrate (experimentelles Untersuchen verschiedener Kohlenhydrate auf ihre reduzierende Wirkung, Einteilung der Kohlenhydrate, Ketten- und Ringstruktur der Glucose und Fructose, glycosidische Bindung, experimentelles Durchführen der Hydrolyse der Disaccharide); Aminosäuren und Proteine (Bau und Einteilung von Aminosäuren, Zwitterion: Aggregatzustand, Wasserlöslichkeit, Pufferwirkung, isoelektrischer Punkt, Strukturen der Proteine, Bindungen, inter- und intramolekulare Wechselwirkungen)
Übertragen des Wissens über die Struktur von Stoffen auf das Trennen und Bestimmen durch Chromatographie: Trennprinzip am Beispiel der Dünnschichtchromatografie (experimentelles Durchführen); Ermittlung und Interpretation von Retentionsfaktoren
Übertragen des Wissens über die Struktur von Stoffen auf Formen der Isomerie: Konstitutionsisomerie (Glucose und Fructose, Propan-1-ol und Propan-2-ol); Konfigurationsisomerie (Chiralität, asymmetrisches Kohlenstoffatom, Enantiomere, Diastereomere)
Anwenden des Wissens über organische Stoffe und deren Reaktionen auf Kunststoffe: Zusammenhang von Struktur und Eigenschaften bei Thermoplasten, Duroplasten und Elastomeren; Polymerisation und Polykondensation
Kennen des Reaktionsmechanismus zur radikalischen Polymerisation
Anwenden des Wissens über den Zusammenhang zwischen Struktur und Eigenschaften von Stoffen auf Nanomaterialien: Nanostrukturen, Nanoteilchen; Einfluss von Nanostrukturen auf Oberflächeneigenschaften
Sich zum nachhaltigen Umgang mit Wertstoffen positionieren: Recycling; Wertstoffkreisläufe
Lernbereich 4
Beurteilen von Anwendungsmöglichkeiten digitaler Werkzeuge beim Experimentieren
Gestalten chemischer Prozesse auf der Grundlage der Basiskonzepte: Zusammenhang von Struktur, Eigenschaften und Verwendung der Stoffe; Arten der chemischen Reaktion; Merkmale, Verlauf und Bedingungsabhängigkeit chemischer Reaktionen
Beurteilen des Einsatzes und der Grenzen von Modellen: Atommodelle; Bindungsmodelle; Mesomeriemodell
Wahlbereich 1
Einblick in Geschichte, Vielfalt und Anwendung der Farbstoffe gewinnen
Kennen des Chromophor-Modells nach Witt und Witzinger: Zusammenhang von Lichtabsorption und Farbigkeit; chromophore Gruppe, auxo- und antiauxochrome Gruppen
Anwenden des Wissens über das Chromophor-Modell auf die Einteilung der Farbstoffe nach ihrer Struktur
Anwenden des Wissens über Säure-Base-Reaktionen auf die Verwendung von Farbstoffen als Indikatoren: Struktur von Säure-Base-Indikatoren; experimentelles Untersuchen der Umschlagbereiche von Indikatoren
Übertragen des Wissens über Struktur-Eigenschafts-Beziehungen auf ausgewählte Färbeverfahren: experimentelles Untersuchen verschiedener Färbeverfahren
Sich zu Problemen bei der Nutzung von Farbstoffen positionieren
Wahlbereich 2
Einblick in die Vielfalt von Arzneimitteln gewinnen
Kennen von Handelsnamen, Zusammensetzung, Indikation und Wirkungsweise von Aspirin ® (Acetylsalicylsäure, ASS) und ACC ® (Acetylcystein): experimentelles Untersuchen der Eigenschaften von Salicylsäure und Acetylsalicylsäure; experimentelles Untersuchen der Zusammensetzung; experimentelles Bestimmen des ASS-Gehalts im Aspirin durch Verseifung und Rücktitration; Stärke und Lactose als Tablettenbindemittel
Einblick in die physiologische Wirkung von ASS gewinnen
Sich zur Anwendung von Arzneimitteln positionieren
Wahlbereich 3
Einblick in die Vielfalt und Bedeutung der Vitamine gewinnen
Anwenden des Wissens über Säure-Base-Reaktionen, chemische Gleichgewichte und Redoxreaktionen: Vitamine Ascorbinsäure (Vitamin C) und Riboflavin (Vitamin B2); experimentelles Untersuchen der sauren und der Redoxwirkung von Vitamin C; experimentelles Bestimmen des Vitamin-C-Gehalts durch Redoxtitration; Reduktion und Oxidation von Vitamin B2
Sich zur Bedeutung der Vitamine für die gesunde Ernährung positionieren
Wahlbereich 4
Anwenden des Wissens über elektrochemische Vorgänge und Zusammenhänge auf technisch bedeutende Elektrolyseverfahren: experimentelles Durchführen von geeigneten Modellexperimenten; Entwickeln von Teil- und Gesamtgleichungen für die technischen Anwendungen; Berechnen von Größen mit Hilfe der Faraday-Gesetze
Einblick in die technische Realisierung und in Produktionsprinzipien und -probleme gewinnen: Reaktionsapparate; Vor- und Nachteile verschiedener Verfahren; Reinheit, Nebenprodukte, Vermeidung unerwünschter Nebenprodukte
Sich zu großtechnischen Anwendungen der Elektrolysen positionieren
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