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Lehrpläne Sachsen
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Berufsorientierung
prozessbezogen
Bereichsspezifische Ziele
14
inhaltsbezogen
Lernbereich 1: Berufs- und Arbeitswelt
19
Lernbereich 2: Auf dem Weg zum Beruf
13
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Erwerb von anwendungsbereitem Grundwissen
kennen ausgewählte Berufsbereiche und berufliche Tätigkeiten.
kennen grundlegende Anforderungen des Arbeitslebens.
kennen grundlegende Rechte und Pflichten im Arbeitsleben.
gewinnen Einblick in einfache ökonomische Sachverhalte.
kennen Institutionen und Partner, die den Übergang von der Schule in die Berufs- und Arbeitswelt unterstützen.
gewinnen Einblick in ein vereinfachtes Bewerbungsverfahren.
Erwerb von lebenspraktischer Handlungskompetenz
können eigene Fähigkeiten und Stärken einschätzen und in Beziehung zu beruflichen Anforderungen setzen.
machen ihre beruflichen Wünsche deutlich.
entwickeln realistische Vorstellungen von einem künftigen Arbeitsplatz oder Arbeitstätigkeiten.
können berufsbezogene Erfahrungen auf individuelle Weise dokumentieren.
übertragen ihre Kenntnisse zum Bewerbungsverfahren auf reale Situationen.
Befähigung zur mitgestaltenden Teilhabe
reflektieren die Notwendigkeit sowie die persönliche und gesellschaftliche Bedeutung ihrer Arbeit.
entwickeln eine positive Einstellung und Motivation zum Arbeiten.
übernehmen im Rahmen ihrer individuellen Möglichkeiten Verantwortung für ihre persönliche Zukunftsplanung.
Bedeutung von Arbeit
Merkmale erfahrbar machen: Abgrenzung zu Spiel, Schule, Freizeit
individuellen Bezug herstellen: Freude am Tätigsein, Steigerung des Selbstwertgefühls, gesellschaftliche Anerkennung, Sozialkontakte, Erfolgserlebnis, lebenslanges Lernen; sich eigener Beweggründe für Arbeit bewusst werden: wirtschaftliche und soziale Absicherung; eigene praktische Erfahrungen; persönliche biografische Bezüge; Arbeit anderer Menschen wertschätzen, sich mit Arbeit als Teil der Gemeinschaft verstehen; Werteorientierung
Bedingungen der Arbeitswelt
Bedingungen der Arbeitswelt: regionale Bezüge, persönliche Erfahrungen der Schüler; gezielte Betriebserkundungen, Schnuppertag, Erfahrungsberichte ehemaliger Schüler; „Mein Ordner Leben und Arbeit“
äußere Arbeitsbedingungen erkunden: an konkrete Erfahrungen anknüpfen; Arbeitsweg; Orientierung in Gebäuden; Strukturen sichtbar machen: Plakate, Mindmap, Fotos
äußere Arbeitsbedingungen erkunden – ausgewählte Wirtschaftsbereiche: Dienstleistung, Handwerk, Land- und Forstwirtschaft, Industrie; Exkursion: unterschiedliche Betriebe
äußere Arbeitsbedingungen erkunden – Aufbau und Struktur eines Betriebes: Orientierung im Betrieb: organisatorisch, räumlich, personell; Weisungsbefugnis; Orientierungshilfen: Piktogramme, Übersichten, Organigramm, Lageplan
äußere Arbeitsbedingungen erkunden – Typen der Fertigung: Einzelfertigung, Serienfertigung, Massenfertigung; typische Beispiele aufzeigen: Exkursion, Medien einsetzen; manuell, maschinell, computergestützt, automatisiert; anschauungsgebundene Auswertung praktischer Erfahrungen: Merkmale, Unterschiede
äußere Arbeitsbedingungen erkunden – Merkmale von Arbeit: körperlich, geistig, leitend, ausführend Einzelarbeit, Teamarbeit; an Tätigkeiten in der Schule verdeutlichen Befragung durchführen; geschützte Beschäftigung, allgemeiner Arbeitsmarkt, ehrenamtliche Arbeit; Erwerbslosigkeit; Differenzierung: Angebote des Jobcenters; Differenzierung: Vergleich zwischen dem ersten Arbeitsmarkt und der Werkstatt für behinderte Menschen, Förder- und Betreuungsbereich
äußere Arbeitsbedingungen erkunden – Arbeit und Entgelt: bezahlte Arbeit, unbezahlte Arbeit; Zusammenhang zwischen Arbeit und Entgelt; Elemente der Entgeltabrechnung in der Werkstatt für behinderte Menschen unterscheiden: Grundlohn, Leistungslohn; Lohn, Gehalt, Prämie; Differenzierung: Praktikumsvergütung, Ausbildungsvergütung, Steuern, Sozialversicherungsbeiträge
mit grundlegenden inneren Arbeitsbedingungen vertraut sein: Bezüge zu Erfahrungen der Schüler herstellen
mit grundlegenden inneren Arbeitsbedingungen vertraut sein – Arbeitnehmer: Einstellung zur Arbeit, Rechte und Pflichten als Arbeitnehmer; Befragung: Sozialarbeiter der Werkstatt für behinderte Menschen, Mitarbeiter des Integrationsfachdienstes; Kriterien für eine angemessenen Arbeitshaltung; Leistungsfähigkeit, Leistungsbereitschaft; Umgang mit der eigenen Behinderung
mit grundlegenden inneren Arbeitsbedingungen vertraut sein – Arbeitgeber: Erwartungen an den Arbeitnehmer; Beurteilung von Arbeitsergebnissen; Umgang mit Mitarbeitern; Rollenspiel
Wandel in der Arbeitswelt entdecken – früher - heute: ausgewählte, regionaltypische Beispiele; Differenzierung: Flexibilität, Mobilität, lebenslanges Lernen, neue Erwerbsformen; Exkursion: Museum
Wandel in der Arbeitswelt entdecken – eigene Erfahrungen: Arbeitsplatzwechsel, Arbeitslosigkeit; Differenzierung: Einflussfaktoren auf die eigene Berufswegeplanung
grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitswelt erschließen: Auswahl treffen
grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitswelt erschließen – Verträge: Arten von Verträgen: Praktikumsvertrag, Ausbildungsvertrag, Arbeitsvertrag; Inhalte: Rechte und Pflichten der Vertragspartner, Verbindlichkeit, arbeitsrechtliche Konsequenzen von Pflichtverletzung; Arbeitszeit, Entgelt, Urlaub, Krankheit, Kündigungsschutz
grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitswelt erschließen – Arbeits- und Gesundheitsschutz: allgemeine Grundsätze: Schutzmaßnahmen, Verbote und Hinweise, Gefahrenquellen, Gefahrenzeichen; Differenzierung: Piktogramme zeigen, Verhalten bei Unfällen einüben
grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitswelt erschließen – Mitwirkung im Betrieb: Werkstattrat, Betriebsrat; Mitwirkung und Mitbestimmung: Wahl des Betriebs-, Werkstattrats, eigene Ideen einbringen, Feste mitgestalten; Werkstattzeitung lesen; Bezug zum Schülerrat
grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitswelt erschließen – Unterstützungsangebote: behindertenspezifische Angebote; Bundesagentur für Arbeit; Sozialdienst der Werkstatt für behinderte Menschen; Differenzierung: Integrationsfachdienst; Exkursion
Berufswahlvorbereitung
Berufswahlvorbereitung: „Mein Ordner Leben und Arbeit“
sich mit eigenen Wünschen auseinandersetzen: berufliche Vorlieben und Interessen; persönliche Stärken und Schwächen
sich informieren: Berufsberatung, Exkursionen; Befragung: Familie, Freunde, Mitschüler; Recherche: Internet, Prospekte
sich informieren – Merkmale ausgewählter Berufe: Arbeitstätigkeiten, Anforderungen, typische Werkzeuge, Arbeitsorte; typische Geräusche, Gerüche; verschiedene Berufsbereiche; darstellen, beschreiben, ordnen; Collage, Tabelle
sich informieren – eigene Beschäftigungs- und Ausbildungsmöglichkeiten: Reflexion praktischer Erfahrungen; Wünsche mit eigenen Möglichkeiten und regionalen Bedingungen abgleichen, Alternativen aufzeigen
sich informieren – eigene Qualifizierungswege: lebenslanges Lernen: Kurse in der Werkstatt für behinderte Menschen, regionale Angebote; Berufsbildungsbereich der Werkstatt für behinderte Menschen, Anlerntätigkeiten, Unterstützte Beschäftigung, Berufsausbildung; Zusammenarbeit mit dem Integrationsfachdienst und der Bundesagentur für Arbeit
sich informieren – Beratungs- und Unterstützungsangebote: Reha-Beratung der Bundesagentur für Arbeit, Integrationsfachdienste, sonstige regionale Institutionen; persönliche Kontakte, Exkursionen; Differenzierung: Bewerbungsverfahren, Eignungstests, Maßnahmen der Bundesagentur für Arbeit
realistische Arbeits- und Beschäftigungsperspektiven entwickeln: Schwerpunkt Werkstufe; Differenzierung: Berufswegekonferenzen, Unterstützerkreis; Bezug zur persönlichen Zukunftsplanung
Berufspraktische Erfahrungen
Berufspraktische Erfahrungen: Betriebspraktikum, Praxistag; allgemeiner Arbeitsmarkt, Werkstatt für behinderte Menschen, Unterstützte Beschäftigung, Förder- und Betreuungsbereich, sonstige Einrichtungen; „Mein Ordner Leben und Arbeit“; Differenzierung: spezifische Förderung- und Trainingsmöglichkeiten für mehrfach- und schwerstmehrfachbehinderte Schüler
vorbereiten: Praktikumswünsche; konkreten Praktikumsplatz auswählen, erkunden; Beobachtungen beschreiben, reflektieren; Differenzierung: Bewerbung; Praktikumsvertrag; Dokumentation, Beobachtungsauftrag, Selbst- und Fremdbewertung; Belehrungen: Arbeitsschutz, Einhaltung grundlegender Verhaltensregeln, Umgang mit ungeplanten Ereignissen und Notfallsituationen, Krankmeldung; Differenzierung: Wegetraining
durchführen: Arbeitszeiten, Pausenzeiten; konkrete Aufgaben, Orientierung am Arbeitsplatz, Ansprechpartner; Hilfe einfordern, Fragen stellen, soziale Beziehungen gestalten; Umgang mit Belastungssituationen; arbeitsplatzbezogene Belehrungen, Personen mit Weisungsbefugnis; Erstellung der Dokumentation; Gewöhnung an zeitliche und organisatorische Veränderungen im Tagesablauf; persönliche Begleitung prüfen
auswerten: Reflexionsgespräche: einzeln, in der Gruppe; Wertschätzen konkreter Arbeitsergebnisse, Schlussfolgerungen ziehen, Vergleich mit „Persönlicher Zukunftsplanung“; Selbst- und Fremdeinschätzungsbogen, Beobachtungsaufträge, Dokumentation; Präsentation: Collage, Ausstellung; Differenzierung: Bericht anfertigen
Bewerbungssituationen
Bewerbungssituationen: Mitwirkung an vereinfachten Bewerbungsverfahren; grundlegende Abläufe des Übergangs Schule - Arbeitsleben; Vernetzung Schule - Bundesagentur für Arbeit; Gesprächsinhalte: Auskunft zur eigenen Person, berufliche Vorstellungen; Rahmenbedingungen: Pünktlichkeit, äußere Erscheinung, Sitzhaltung, Gesprächsverhalten; Rollenspiel: nonverbal, mit vorbereiteten Texten, mit eigenen Texten; Differenzierung: Lebenslauf, Bewerbungsschreiben, Portfolio, Auswahl geeigneter Stellen; „Mein Ordner Leben und Arbeit“
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