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Lehrpläne Sachsen
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Selbstständige Lebensführung
inhaltsbezogen
Lernbereich 1: Körperpflege
20
Lernbereich 2: Gesundheitserziehung
20
Lernbereich 3: Selbstversorgung im Alltag
22
Lernbereich 4: Sorge für die eigene Person
19
Lernbereich 5: Wohnen
14
Lernbereich 6: Freizeit
6
Lernbereich 7: Umgang mit Medien
13
Lernbereich 8: Mobilität
25
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Mitgestalten von Pflege
Mitgestalten von Pflege: Förderpflege; Sicherheit durch Bezugspersonen geben, Zeitmanagement
Pflege annehmen: Pflegesituation: Sicherheit im Körperkontakt geben, mit Ritualen verbinden
bei der Pflege aktiv mitwirken: als kommunikative Situation gestalten: Lagerung, Teilhandlungen der Pflege, Handführung; Auswahl von Hilfsmitteln unterstützen, Zusammenarbeit mit Therapeuten
Pflegebedürfnisse anzeigen: Veränderungen, Befindlichkeiten
Eigentätige Körperpflege
Eigentätige Körperpflege: Gewohnheiten ausbilden, Handlungsabfolge trainieren; Verträglichkeit von Körperpflegeprodukten; Dienstleistungseinrichtungen kennenlernen; Exkursion
Notwendigkeit von Sauberkeit und Gepflegtsein kennen: subjektives Empfinden beachten; Bedeutung für das soziale Miteinander
Haut pflegen – Hände und Gesicht: Ablauf visualisieren, Routinen unterstützen
Haut pflegen – Körperreinigung: Gefahrenbewusstsein entwickeln: Wassertemperatur, Rutschgefahr, Erkältungsgefahr; Hinweis auf Intimhygiene
Haut pflegen – Kosmetik: Besonderheiten in der Pubertät: Pflege bei Hautunreinheiten und Transpiration; Wirkung von Kosmetika; Rasur thematisieren: Trocken-, Nassrasur
Mund und Zähne pflegen: Differenzierung: Mundraum erkunden, desensibilisieren
Mund und Zähne pflegen – Mundpflege: Selbststeuerung aktivieren: Speichelfluss regulieren, Lippen pflegen
Mund und Zähne pflegen – Zahnpflege: Bedeutung der Zahnpflege; Zahnarzt: Vorsorgeuntersuchungen, Schmerzbehandlung; Schwerpunkt Unterstufe: Fertigkeiten des Zähneputzens trainieren
Haare pflegen: individuellen Stil entwickeln; Pflegeaspekte der Haare und der Kopfhaut thematisieren; Aufmerksamkeit und Verhaltensweisen bei Auffälligkeiten: Schuppen, Läuse, Haarausfall
Nägel pflegen: Werkzeuge der Nagelpflege: Schere, Bürste, Nagelfeile; Notwendigkeit verdeutlichen
Toilettengang
Toilettengang: Sauberkeitsentwicklung: physiologische und psychologische Voraussetzungen der Darm- und Blasenkontrolle berücksichtigen; Entwicklungsschritte einfühlsam begleiten, individuelle Bewältigungsstrategien unterstützen; Absprachen mit Eltern; Aufmerksamkeit für die im jeweiligen Kulturkreis üblichen Toilettengewohnheiten
Ausscheidungsvorgänge steuern: praktische Relevanz vorsorglicher Toilettengänge verdeutlichen
Ausscheidungsvorgänge steuern – Wahrnehmung: aufmerksam sein für Körpersignale: kurzes Körperzittern, trippeln; mit einer Aktivitätsunterbrechung beantworten: Stimme, Mimik, Gestik
Ausscheidungsvorgänge steuern – Anzeigen und zunehmende Selbststeuerung: kleinschrittiges Vorgehen unter Beachtung der körperlichen Voraussetzungen; Verstärkersysteme nutzen; mit Rückschritten sensibel umgehen
Toilette benutzen: individuelle Zeiten, Toilettentraining, anfangs zur Toilette begleiten; Hilfsmittel einsetzen: Toilettenstuhl, Klingel, Haltevorrichtungen; verschiedene Bedienungsvorrichtungen; öffentliche Toiletten auffinden: fragen, Piktogramme, Symbole; Notdurft in der Natur und im öffentlichen Raum; Intimsphäre wahren: Tür verschließen, Vorhang im Pflegebad schließen
Notwendigkeit regelmäßiger Intimhygiene kennen: Körperpflege im Genitalbereich: geschlechtsspezifische Differenzierung; Menstruationshygiene; verschiedene Hygieneartikel; ausgewogenes Verhältnis zwischen Nähe und Distanz beachten
Gesundheit und Krankheit
eigenes Befinden wahrnehmen: Wohlsein - Unwohlsein: Bezug zu verschiedenen Situationen herstellen; Änderungen im Wohlbefinden anzeigen
eigenes Befinden wahrnehmen – physisch: körperliche Veränderungen, Unwohlsein und Schmerzen ansprechen, lokalisieren, beschreiben; mögliche Ursachen kennen; Schüler mit herabgesetzter Schmerzempfindung beachten
eigenes Befinden wahrnehmen – psychisch: persönliche Belastung anzeigen: Lärm, Überreizung, Unter- und Überforderung; für eigenes Wohlbefinden sorgen: Rückzugsmöglichkeiten, individuelle Beruhigungstechniken, Entspannungstechniken; soziale Probleme: Ausgrenzung, Mobbing
mit Krankheiten umgehen: Handlungsmuster, Handlungsstrategien erarbeiten; akute und chronische Erkrankungen
mit Krankheiten umgehen – Wahrnehmung und Einschätzung: typische Symptome; Verlaufsbeobachtung: Körpertemperatur messen, körperliche Veränderungen; Notwendigkeit eines Arztbesuches, Lebensgefahr
mit Krankheiten umgehen – Umsetzung ausgewählter Maßnahmen: verschiedene Hausmittel, Hausapotheke; Verträglichkeit von Medikamenten thematisieren; Umgang mit Kopfschmerzen, Mückenstichen, Zeckenbissen; hygienische Maßnahmen bei Grippewelle, Läusen, Magen-Darm-Erkrankungen
mit Krankheiten umgehen – Arztbesuch: Abläufe beim Arztbesuch; Krankenversicherungskarte, Rezept; verschiedene medizinische Einrichtungen und Fachärzte; Vorstellung beim Schularzt
mit Krankheiten umgehen – Schutz vor Krankheiten und Unfällen: vorbeugende Maßnahmen bei Ansteckungsgefahr; Hände waschen; Hinweis auf Impfungen; sexuell übertragbare Krankheiten; arbeitsplatz- und tätigkeitsbezogene Belehrungen
mit dauerhaften medizinischen und therapeutischen Maßnahmen umgehen: Entwicklung eines Selbstverständnisses für medizinische sowie therapeutische Maßnahmen und Hilfsmittel: sachgerecht, regelmäßig; Medikamentengabe und therapeutische Hilfsmittel im Schulalltag: Umgang mit Medikamenten, Umgang mit Allergenen, spezielle Ernährungsformen; Verständnis für andere Schüler entwickeln
Ausgewählte Maßnahmen der Ersten Hilfe
Ausgewählte Maßnahmen der Ersten Hilfe: Verhalten in der Notfallsituation: Ruhe bewahren, eine Person bleibt beim Verletzten, beruhigen, Erwachsene informieren; Notruf: Notrufnummer, Angaben im Notfall; Differenzierung: Rettungskette, Erste-Hilfe-Kurs
Situation erfassen: typische Gefahrenquellen: Schulhaus, Straßenverkehr, Haushalt, Arbeitsleben; Einnahme giftiger oder unbekannter Substanzen, Unfälle durch Verschlucken und Ersticken
Hilfe holen: Verpflichtung zur Hilfe thematisieren; Notruf: 5 W-Fragen
sich und anderen helfen: eigene Möglichkeiten realistisch einschätzen, Selbstschutz beachten; Wundversorgung; Erste-Hilfe-Kasten
Gesundheitsbewusstsein entwickeln
sich gesundheitsbewusst ernähren: Nahrungsmittelpyramide
sich gesundheitsbewusst bewegen: Bewegungszeiten in den Schulalltag integrieren: bewegtes Lernen, bewegte Pause, Sportunterricht; Differenzierung: Lagerung, Stehbrett
sich gesundheitsbewusst erholen: Wechsel von Anspannung und Entspannung; Erholungsphasen individuell gestalten; individuelles Schlafbedürfnis und Gestaltung der Schlafumgebung thematisieren
Vorsorgeuntersuchungen wahrnehmen: Bedeutsamkeit aufzeigen
Suchtprävention
Genuss von Sucht abgrenzen: Nahrungs- und Genussmittel, Mediennutzung; Suchtpotential erkennen; ausgewogenes Maß für Konsum anstreben
sich über Sucht informieren: verschiedene Suchtgefahren kennen: Alkohol, Nikotin, Drogen, Glücksspiel, Computer, Fernsehen; legale und illegale Drogen; Folgen: Krankheit, Isolation, Verschuldung, Kriminalität; Gesetze: Jugendschutzgesetz, Betäubungsmittelgesetz; Beratungsangebote: Polizei, Jugendamt; Differenzierung: Umgang mit Suchtverhalten
Hilfemöglichkeiten kennen: Alternativen aufzeigen; Selbstwertgefühl stärken; Handlungsmuster für Ablehnung erarbeiten; sich Hilfe suchen: Vertrauenspersonen, Beratungsstellen, Streetworker
Nahrungsaufnahme
Nahrungsaufnahme: Abläufe trainieren, ritualisieren, Teilhabe an Tischgemeinschaft; Sicherheit durch Bezugspersonen geben, Zeitmanagement; individuelle Besonderheiten beachten: Zungenlage, Zahnstellung, Kopfhaltung, Allergien, Reflux; Differenzierung: geeignete Lagerungspositionen, Sondennahrung, Handführung; Zusammenarbeit mit Logopäden
Mundraum desensibilisieren und sensibilisieren: Vorbereitung: Abbau von Überempfindlichkeit durch dosierte Reizzufuhr; aktive Nahrungsaufnahme unterstützen: Lockerung der Mundmuskulatur, Training der Zungenmotorik; Hilfsmittel: Kausäckchen, Zahnbürste; verschiedene Konsistenzen und Temperaturen von Nahrung anbieten
trinken: auf tägliche Trinkmenge achten; Trinkpausen gewähren; auf persönlichen Geschmack und individuelles Trinkbedürfnis eingehen
trinken – Wahrnehmung: Durstgefühl kommunizieren
trinken – Vorbereitung: aus verschiedenen Flaschen und Verpackungen ausschenken, Techniken des Eingießens von Getränken; Trinktemperatur beachten; Verpackungen öffnen
trinken – Trinkvorgang: saugen oder trinken, schlucken; Mundschluss aktivieren; verschiedene Trinkgefäße: Becher, Tasse, Glas, Flasche; Saug- und Trinkhilfen: Sauger, Trinkschlauch, Trinkhalm, individuelle Trinkgefäße
essen: Aufmerksamkeit für die im jeweiligen Kulturkreis üblichen Essgewohnheiten; auf persönlichen Geschmack und individuelles Essbedürfnis eingehen
essen – Wahrnehmung: Hungergefühl kommunizieren; Sättigungsgefühl thematisieren
essen – Vorbereitung: auswählen: Lebensmittel, Speisen, Gewürze; Probieren zulassen; Verpackungen öffnen, Techniken des Entnehmens von Speisen; einzelne Fertigkeiten üben und anwenden; Tisch decken, Tisch für besondere Anlässe gestalten
essen – Essvorgang: abbeißen, kauen, schlucken; Mundschluss aktivieren; Umgang mit Besteck, ausgewählte Techniken; auf Körperhaltung achten; individuelle Hilfsmittel: Spezialbesteck, Griffhilfen, rutschfeste Teller, Spezialgeschirr, Antirutschfolie; Differenzierung: Essen pürieren, Bissen portionieren
Essgewohnheiten ausbilden: regelmäßige Zeiten; Differenzierung: reizarmer Sitzplatz; Mahlzeiten unterscheiden: Besteck- und Geschirrauswahl, Tischatmosphäre; Hygiene; Tischsitten kennen und einhalten; gesunde Ernährung thematisieren
Essen in der Gemeinschaft erleben: gemeinsamer Beginn, aufeinander warten; Tischgespräche führen; Speisen teilen, zureichen; Aufgabenteilung bei Vor- und Nachbereitung
Essen in der Öffentlichkeit: Restaurantbesuch erleben
Kleiden
sich an- und ausziehen: Privatsphäre beachten: Raumwechsel; individuelle Besonderheiten beachten: Anatomie des Körpers, Bewegungsfähigkeit, Schmerz- und Druckempfindlichkeit; Körperbewegungen und unterstützende Teilhandlungen aktivieren: Lockerung der Muskulatur, motorische Übungen; Unangenehmes und Hilfebedarf kommunizieren; korrektes Ankleiden: Zurechtlegen der Kleidung, Blick in den Spiegel, Hilfebedarf erkennen; verschiedene Verschlüsse öffnen und schließen
sich anlass- und situationsgemäß kleiden: individuellen Geschmack und Stil respektieren
sich anlass- und situationsgemäß kleiden – Unterscheidung von Kleidungsarten: Bezeichnung und Funktion; Oberbekleidung, Unterwäsche, Schuhwerk; Kleidung für verschiedene Witterungen und Anlässe
sich anlass- und situationsgemäß kleiden – Kleidungsauswahl: anlassbezogen; passende Kleidung und Größe; schmutzige Kleidung erkennen; Differenzierung: Kleidungsstücke wiedererkennen
sich anlass- und situationsgemäß kleiden – Erwerb von Kleidung: Konfektions- und Schuhgröße: verschiedene Größenangaben, eigene Größe; Bedarf und Wünsche äußern, planen, probieren: altersentsprechend, persönlicher Stil, zweckmäßig, im Rahmen des Budgets; Einzelhandelsgeschäft, Katalog, Internet, An- und Verkauf
mit Kleidung sorgsam umgehen: Ausbildung von Routinen unterstützen; Kleidung sachgemäß und platzsparend aufbewahren; Trennung sauberer und schmutziger Wäsche
Einkauf (Rollenspiel)
planen: Notwendigkeiten und Wünsche abwägen und entscheiden; Budgetplanung, Preisvergleich, Umgang mit Rabattangeboten, Werbung; Einkaufsliste schreiben, typische Packungsgrößen beachten; Einzelhandelsgeschäfte im Umfeld; Differenzierung: Internet
durchführen: Exkursion: Einzelhandelsgeschäfte, Einkaufszentrum, Waschsalon; Wege kennen, Öffnungszeiten; im Geschäft orientieren: Sortiment, Anordnung der Waren; Umgang mit dem Einkaufswagen; Auswahl nach Einkaufsliste: Foto, Bild, Schrift; Differenzierung: Alternativen finden, Preisänderungen wahrnehmen, auf Preis und Gewichtsangabe achten, Verkäufer ansprechen
bezahlen: Barzahlung: Bezahlvorgang einüben; Bezahlbetrag überblicken: entsprechende Geldscheine und Münzen, Wechselgeld, Kassenzettel; Differenzierung: Kartenzahlung, Reklamation
Umgang mit Gefahren
Umgang mit Gefahren: Gefahrenbewusstsein entwickeln; Bezug auf aktuelle Ereignisse nehmen
Gefahren kennen und erkennen: Umgang mit der eigenen Ängstlichkeit; bedrohliche Situationen; Gefahrenquellen, Risikofaktoren; verschiedene Situationen einordnen und beurteilen; Unterscheidung: Gefahr, Risiko, Normalität; Belehrungen
Gefahrensituationen vermeiden: Verbote einhalten, für andere Verantwortung zeigen; Differenzierung für Schüler mit dem Förderschwerpunkt Sehen: Kennzeichnungspflicht im Straßenverkehr beachten; Stoppsignal verwenden; Präventionsmaßnahmen kennen und umsetzen: Fahrradhelm, Sicherheitsgurt, Arbeitsschutz; persönliches Sicherheitsgefühl entwickeln: Wahrung von Distanz
mit Gefahrensituationen umgehen: bemerkbar machen, Situation verlassen, sich wehren; Hilfe holen: andere Personen ansprechen, Notruf senden; öffentliche Einrichtungen: Polizei, Feuerwehr, Beratungsstellen, Jugendamt; Umgang mit Alarmmeldern, Fluchtwege erkennen; Selbstschutz beachten
Schutz der eigenen Person
persönliches Eigentum bewahren: eigene Dinge kennen: Kleidung, Schulmaterial, Spielzeug, Medien; Unterscheidung: Eigentum – Fremdeigentum; Werte achten, Dinge pfleglich behandeln; Umgang mit Eigentum anderer: Fragen bei Nutzung, Akzeptieren eines Neins, Rückgabe
Privatsphäre achten: Recht auf Privatsphäre; Unterscheidung: privater Raum – öffentlicher Raum; Orte zum persönlichen Rückzug kennen und nutzen; Umgang mit Geheimnissen; Umgang mit persönlichen Daten: gegenüber anderen Personen, in sozialen Netzwerken, bei Nutzung von Daten speichernden Medien
Finanzen
Finanzen: Kreislauf des Geldes: Einnahmen – Ausgaben
mit Bargeld umgehen: Geld sicher aufbewahren; sparen, bewusstes Ausgeben, Geld verleihen
ein Konto führen: ab Werkstufe; Funktionen des Kontos kennen: Girokonto, Sparkonto; verschiedene Geldinstitute; Ansprechpartner, Rolle des gesetzlichen Betreuers; Umgang mit Geldkarten: Symbole zuordnen, Geld abheben, mit Kontoauszügen umgehen; Sicherheit: Umgang mit PIN, Aufbewahrung der Karten, Kontoauszüge; Differenzierung: Online-Banking thematisieren
Ausgaben planen: Vergleich von Soll und Haben; regelmäßige Einkünfte und Ausgaben; Anschaffungen planen; Verhalten und Konsequenzen bei Schulden: Information des gesetzlichen Betreuers; Hilfsangebote: Schuldnerberatung
Ausgewählte Versicherungen und Rechte
Ausgewählte Versicherungen und Rechte: ab Werkstufe; aktuelle gesetzliche Bestimmungen beachten; Geschäftsfähigkeit thematisieren
Versicherungsarten kennen: Notwendigkeit; Arten: Haftpflichtversicherung, Krankenversicherung
mit Aspekten der Krankenversicherung umgehen: Familienkrankenversicherung, eigene Krankenversicherung; Krankenversicherungskarte bei Arztbesuch; Differenzierung: Pflegestufe, Beantragung von Hilfsmitteln, Medizinischer Dienst der Krankenversicherung
mit dem Betreuungsrecht umgehen: eigenen Hilfebedarf kennen und benennen; gesetzliche Betreuung: Notwendigkeit, Rechte und Pflichten eines gesetzlichen Betreuers, Betreuungsverfahren; Differenzierung: Teilhabegesetz thematisieren
Sozialrecht – Schwerbehindertenausweis: Nutzung des Schwerbehindertenausweises: öffentliche Verkehrsmittel, Ermäßigung, Begleitpersonen; Antrag, Beiblatt mit Wertmarke; Differenzierung: Schwerbehindertenausweis nutzen
Sozialrecht – bedeutsame Regelungen des Sozialrechts: Unterstützungsleistungen: Fahrdienst, Grundsicherung, Sozialhilfe als Leistung, Wohngeld; persönliches Budget
Arbeitsrecht: grundlegende rechtliche Rahmenbedingungen der Arbeitswelt
Strafrecht: Einblicke in das Strafrecht: Strafmündigkeit, Zurechnungsfähigkeit; Straftaten zur Anzeige bringen: Angstbewältigung, Zivilcourage; Diebstahl, Beleidigung, Körperverletzung, Sachbeschädigung, sexuelle Belästigung; mögliche Jugendstrafen: Sozialstunden, Arrest, Bewährung; öffentliche Gerichtsverhandlung, Justizvollzugsanstalt besuchen
Wahlrecht: demokratische Strukturen kennenlernen; Klassensprecher, Schülerrat; Wahlrecht, keine Wahlpflicht; Wahlen: Kommunen, Landtag, Bundestag, Bürgerentscheide; Wahlvorgang: Wahlbenachrichtigung, Briefwahl, Urnenwahl, Wahlergebnisse; Wahlgeheimnis: persönliche Entscheidung; Unterstützung bei Wahlen; Informationsmaterial in Leichter Sprache
Persönlicher Lebensraum
zu Hause sein: Ort der Sicherheit; Wohlfühlen, Erholung, Selbstverwirklichung; Raum für Familienleben; persönlicher Bereich, eigenes Zimmer: Schutz vor ungebetenen Besuchen und Störungen, Rückzugsraum; eigenes Zuhause erkennen und kennen: auf Fotos zeigen, Markantes des Wohnumfeldes beschreiben, Adresse kennen
mit anderen zusammenleben: Familienmitglieder, Bewohner in Wohngruppen, Nachbarn; Räume teilen; Aufgabenteilung
Wohnräume
Funktionen von Räumen kennen: Räume in der Wohnung,; Außenbereich: Hof, Garten; charakteristische Einrichtungsgegenstände
Räume gestalten: Wünsche äußern; Zimmer individuell einrichten; eigenen Geschmack zeigen: Möbelkataloge, Bildmaterial, Collagen gestalten; Gestaltungsmöglichkeiten im Klassenraum nutzen, Pausenbereiche mitgestalten
Wohnkonzept entwickeln (ab Werkstufe)
Wohnformen kennen: verschiedene Wohnformen und Betreuungskonzepte thematisieren; Wohnformen und Betreuungsangebote der Region besichtigen; Exkursion: Betreutes Wohnen, Pflegeheim; Dokumentationen erstellen; in Trainingssituationen anwenden
realistische Wohnideen entwickeln: eigene Fähigkeiten einschätzen und den verschiedenen Wohnformen zuordnen; eigene Wünsche formulieren und Realisierungsmöglichkeiten prüfen; elternunabhängiges Wohnen: Teil des Erwachsenseins, Vor- und Nachteile kennen
sich der Rechte und Pflichten als Mieter bewusst werden: Normen des Zusammenlebens; Hausordnung; Kosten: Miete, Nebenkosten, Einrichtungsgegenstände, Telefon, Versicherungen; Rundfunkbeitrag thematisieren: Anmelden, Befreiung und Ermäßigung; Wohngeld; Unterstützungsmöglichkeiten: Betreuer in den Wohnformen, gesetzliche Betreuer, Vertrauensperson
Anforderungen an das Mieten einer Wohnung kennen: Wohnungssuche; Differenzierung: Wohnungsannoncen, Wohnungsbesichtigung, Grundriss; Budgetplanung, Anschaffungen, Lebenshaltungskosten; Mietvertrag: Abschluss, Kündigung
Haushalt führen
Haushalt führen: in Trainingssituationen anwenden, Trainingswohnung
Ordnung halten: Kleidung aufbewahren; Strategien: Aufbewahren wichtiger Gegenstände und Dokumente, Ordnungssysteme; Sicherheitsbewusstsein
Wohnung sauber halten
reparieren und renovieren: Reparaturbedarf erkennen und beim Vermieter anzeigen, Unterstützungsmöglichkeiten kennen
Sicherheit im Wohnbereich
mögliche Gefahren erkennen: typische Haushaltsunfälle; Gefahrenquellen: elektrische Geräte, defektes Inventar, offenes Feuer; Verhalten im Notfall
Vorsichtsmaßnahmen durchführen: Wohnung verlassen: Fenster und Türen verschließen, Geräte ausschalten; auf Schlüssel achten; anderen Personen Zutritt zur Wohnung verwehren
Freizeit gestalten
freie Zeit erleben: Tagesrhythmus, Wochenrhythmus; Wechsel zwischen Anspannung und Entspannung; Zeit selbst gestalten; Zweck: erholen, entspannen, bewegen, lernen; Engagement und Mitbestimmung; Kreativität
freie Zeit gestalten: Verhältnis zwischen aktiver und inaktiver Freizeitgestaltung thematisieren; eigenen Wünschen nachgehen, Interessen entwickeln; aus verschiedenen Angeboten auswählen: Spiel, Sport und Bewegung, kreatives Gestalten, Musik, Natur, Technik, Medien, Lesen; Ausflüge machen und verreisen
freie Zeit gestalten – allein: Initiative ergreifen, bewusst auswählen und entscheiden; selbst kreativ tätig sein, etwas gestalten, herstellen; Interessen nachgehen: Hobby, lebenslanges Lernen
freie Zeit gestalten – gemeinsam: soziale Kontakte initiieren, pflegen; Absprachen treffen, sich einigen; Freunde und Gleichgesinnte treffen; spielen, besuchen, ausgehen; schulinterne Angebote nutzen
Freizeit organisieren
Freizeitorte und -angebote kennen: Ruheecke, Leseecke, Pausenhof, Bibliothek, Medienraum; persönlicher Bereich, eigenes Zimmer, Umfeld; Vereine, offene Jugendarbeit, Fitnessstudio, Bücherei, Erholungsorte Theater, Kino, Konzert, Museum; Naherholungsgebiete; behindertenspezifische Angebote
Freizeitaktivitäten selbstständig organisieren: sich informieren: Fahrweg, Termine, Kosten, Ausrüstung; sich für ein Angebot entscheiden; anlassbezogen planen und durchführen; Angebote von Freizeitindustrie und Medien thematisieren; Differenzierung: Barrierefreiheit
Medien im Alltag
verschiedene Medien kennen: im persönlichen Umfeld: Radio, Fernsehen, Printmedien, digitale Medien; in der Schule: elektronische Kommunikationshilfen, Computer, Printmedien; in der Öffentlichkeit: verschiedene Informations- und Werbeträger
Kosten betrachten: besonders in Werkstufe; Schwerpunkte schülerbezogen auswählen; kostenpflichtige Angebote, kostenlose Angebote; Rundfunkbeitrag, Kosten für Abonnement einer Zeitung oder Zeitschrift; Differenzierung: Verträge Kostenvergleich für Erwerb und Ausleihe
sachgerecht bedienen: an- und ausschalten; Tastaturen bedienen: Telefon, Fernbedienung, Computer, Abspielgeräte; sorgsamer Umgang; Differenzierung: Kraftdosierung, Hilfsmittel, Printmedien umblättern
Handhabung des Computers
Hardware bedienen: Funktion und Anwendung; Tastatur, Maus, Touchscreen, Drucker, externe Festplatte, USB-Stick; Differenzierung: individuelle technische Adaptionen
Software anwenden: sich in der Datenstruktur auf einem Datenträger orientieren; ausgewählte Funktionen: öffnen, bearbeiten speichern, schließen; Differenzierung: Programme installieren
sich in Netzwerken orientieren: Internet: öffnen, geeignete Suchmaschine nutzen, auf Informationen zugreifen, soziale Netzwerke nutzen, ausgewählte Web-Seiten finden; Gefahren; Differenzierung: Seiten in Leichter Sprache
Nutzung von Medien
sich informieren: Suchstrategien: gezielt suchen, geeignetes Medium auswählen; mit Informationen umgehen: relevante Informationen entnehmen, vergleichen, kritisch betrachten; geeignete Medien kennen und auswählen: Medien in Leichter Sprache, Symbol-, Hörfunktion; Alltag: Wetter, Fahrplan, Tagesgeschehen; Interessen: Sportergebnisse, Veranstaltungen; Unterricht: sachbezogen
lernen und arbeiten: Lernprogramme nutzen; Textverarbeitung, Bildbearbeitung
kommunizieren: geeignete Geräte der Telekommunikation auswählen; Differenzierung: Bedienhilfen, größere Tasten, Hörhilfen nutzen; Gespräche führen: anrufen, angerufen werden, Nachrichten hinterlassen; Differenzierung: Kommunikationshilfen nutzen; schriftlich kommunizieren: Mitteilung, Kommentar; Kommunikationsregeln und Umgangsformen beachten; Differenzierung: Unterstützte Kommunikation; Umgang mit sozialen Netzwerken, Schutz persönlicher Daten
sich unterhalten lassen: Computer spielen, Fernsehen, Musik hören, alternative Möglichkeiten; auf Altersgemäßheit hinweisen; Zeitrahmen für Medienkonsum thematisieren; Suchtprävention
produzieren und präsentieren: Plakatgestaltung, Schülerzeitung, Webseite im Internet; Portfolio erstellen: Ich-Buch, Projektmappen; Foto- und Filmaufnahmen; Daten speichern, Texte erstellen; Persönlichkeitsrechte beachten; Arbeitsergebnisse und persönliche Erlebnisse; Differenzierung: Präsentationsprogramme
sich auseinandersetzen – Vorteile: Meinungsbildung und Mitbestimmung; Barrierefreiheit von Informationen: Hörfassungen von Texten, Gebärdensprache
sich auseinandersetzen – Gefahren: erhöhter Medienkonsum: Zeitprobleme, wenig soziale Interaktion, Suchtgefahr; Fiktion und Realität unterscheiden; Achtung des Persönlichkeitsrechtes, Umgang mit persönlichen Daten im Internet, insbesondere in sozialen Netzwerken; Urheberrecht, illegale Mediennutzung; Meinungs- und Pressefreiheit; Gefahr der Manipulation verschiedener Medienträger
Sich im Gebäude und im Gelände bewegen
sich orientieren: in der Schule: persönlicher Nahraum, Klassenzimmer, Flur, Schulgebäude, Schulgelände; anlassbezogen im öffentlichen Raum; Piktogramme lesen, Funktionsräume finden
Wege bewältigen: sich selbstständig orientieren, Wege planen und durchführen; Modelle und Karten einsetzen; Wegstrecken und -zeiten schätzen, Abkürzungen suchen, Umwege vermeiden; Treppen, Rampen und Hindernisse beachten; anlassbezogen: Rolltreppe, Aufzug; Differenzierung: Handläufe, Hilfsmittel sicher nutzen, Gehen mit sehender Begleitung
Grundlegende Kompetenzen im Straßenverkehr
Grundlegende Kompetenzen im Straßenverkehr: Mobilitätstraining: regionale Angebote nutzen
wahrnehmen: visuell: Blickbewegungen, Raumwahrnehmung, Form-, Farb- und Größenwahrnehmung; akustisch: Verkehrsgeräusche erkennen, differenzieren, lokalisieren
reagieren: auf unterschiedliche Signale; Reaktions-, Entscheidungs- und Bewegungszeit beachten
sicher bewegen: Gleichgewicht, Handlungs- und Bewegungsmuster unterbrechen, Richtung wechseln
aufmerksam sein: Aufmerksamkeitsfokussierung und -wechsel
Situationen verstehen: Situation im lebenspraktischen Kontext erfassen; sich mit anderen Verkehrsteilnehmern verständigen: Zeichen, Blickkontakt; Regelverständnis befördern; Handlungsabsichten anderer vorhersehen; mögliche Folgen aufzeigen; Begriffsbildung, Verkehrsregeln, Verkehrszeichen
Vorbereitung auf den Straßenverkehr
Straßenverkehr erfahren: den Straßenverkehr erleben, beobachten; Verkehrsschilder: wahrnehmen, lesen, unterscheiden, beachten; Geschwindigkeiten unterschiedlicher Fahrzeuge einschätzen; Situationen schildern; allein und in der Gruppe gehen
Verkehrswege kennen: Fußweg, Bordstein; Radweg, Wege, Straßen; zugehörige Zeichen und Markierungen; Differenzierung: barrierefreie Wege kennen und erkennen
ausgewählte Verkehrsregeln kennen: im Umfeld auftretende Situationen im Straßenverkehr; ausgewählte Verkehrszeichen und Verkehrsregeln: Lichtsignalanlage, Vorfahrtsregeln, Baustelle; Gebote: Vorsicht und gegenseitige Rücksichtnahme; Verbote: Beeinträchtigungen der Verkehrstüchtigkeit durch Alkohol, Medikamente
Fußgänger und Rollstuhlfahrer im Straßenverkehr
den Fußweg benutzen: Fortbewegung auf dem Gehweg: auf der straßenabgewandten Seite laufen, Bordstein als Begrenzung wahrnehmen; Hilfsmittel: Rollstuhl/Elektrorollstuhl, Laufrad, Rollator; auf Fahrzeuge achten, Ausfahrten vor Grundstücken; Straßen ohne Fußwege, Parkplatz
Fahrbahn überqueren: Lichtsignalanlage, Zebrastreifen; ungesicherte Übergänge ohne und mit Sichtbehinderungen; Kreuzungen und Einmündungen
Fahrradfahrer im Straßenverkehr
Fahrrad verkehrssicher halten: Fahrradteile und Funktionen; Spezialausführungen: behindertengerecht, dreirädrig; Pflege und Wartung, Handlungsmöglichkeiten bei Störungen
Fahrrad fahren beherrschen: schieben, auf- und absteigen, lenken, bremsen, Kurven fahren, anhalten, einhändiges Fahren; Laufräder zur Vorbereitung einsetzen; im Schonraum üben: Reaktion auf andere Verkehrsteilnehmer, Verkehrszeichen, Lichtzeichen, Markierungen beachten; Exkursion: Verkehrsgarten; Verkehrsregeln einüben; Fahrradhelm, gut sichtbare Kleidung
im Straßenverkehr fahren: auf dem Gehweg, Radweg; auf der Straße; Straßenüberquerung; abbiegen, Kreuzung
Benutzung öffentlicher Verkehrsmittel (örtliche Gegebenheiten nutzen)
Haltestelle aufsuchen: Verhaltensregeln: sichere Wartebereiche; Warten, bis das Verkehrsmittel steht
einsteigen: Türöffner betätigen; aussteigende Personen beachten; barrierefreie Zugänge benutzen
mitfahren: Fahrkarte entwerten; sicheren Platz aufsuchen; Zielhaltestelle erkennen; Haltewunschtaste betätigen; Warten, bis das Verkehrsmittel steht
aussteigen: Türöffner betätigen; Verkehrssituation an der Haltestelle beachten; sicheren Bereich aufsuchen, orientieren
Fahrt planen: Verkehrswege und -routen kennen, geeignete auswählen; Differenzierung: sich im Fahrplan orientieren; Fahrkarte wählen und kaufen, Schwerbehindertenausweis nutzen
Mitfahren im PKW
Mitfahren im PKW: Verhaltensregeln im Fahrzeug thematisieren: sicheres Ein- und Aussteigen, Benutzung von Sicherheitsgurt und Sitzerhöhungen
Wege im Straßenverkehr bewältigen
Wege zurücklegen: nach Vorgaben: Teilstrecken; bekannte Routen umsetzen; sich zurück finden
Wege planen und umsetzen: bekannte Orte: Versorgungseinrichtungen im Schulumfeld, Praktikumsstätte; unbekannte Orte: öffentliche Einrichtungen, Freizeiteinrichtungen; sich in Plänen orientieren: Standort, Ziel, Route; auf bekannte Wege zurückgreifen; Orientierungshilfen nutzen: Hinweisschilder, markante Punkte; Navigationssysteme nutzen
auf Änderungen reagieren: verlaufen, verfahren im ÖPNV; Verkehrsstörungen, Fahrradpanne, Umleitungen; auf Gefahren reagieren, Umgang mit der eigenen Angst; Strategien vermitteln: persönliche Begleitung; suchen, telefonieren, jemanden ansprechen, Polizei einbeziehen; Hilfe holen: nach dem Weg, der Haltestelle fragen; Differenzierung: Verhalten bei Unfällen
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