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Lehrpläne Sachsen
Förderschwerpunkt Geistige Entwicklung
Wahrnehmung, Denken, Bewegung und Kommunikation
inhaltsbezogen
Lernbereich 1: Wahrnehmung
48
Lernbereich 2: Denken
40
Lernbereich 3: Bewegung
14
Lernbereich 4: Kommunikation
13
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Basale Erfahrungen
Basale Erfahrungen: Einsatz anregender Materialien; Wohlbefinden und Unwohlsein anzeigen; Schutzreaktion berücksichtigen; Differenzierung: Unterstützung durch persönliche Assistenz; Differenzierung: Maßnahmen der basalen Stimulation in Pflegesituationen einbetten
visuell – visuelle Reize wahrnehmen: Personen, Objekte, Räume; bewegt – unbewegt, nah – fern; Gesten oder Gebärden, Formen, Farben, Kontraste, Helligkeit, wechselnde Lichtquellen; Einsatz spezifischer Hilfsmittel
visuell – auf visuelle Reize reagieren: Blickbewegung; Kopf hinwenden, abwenden, zustimmende oder ablehnende Gesten und Laute; Lichtquellen, bewegte Gegenstände und Personen
auditiv – akustische Reize wahrnehmen: körpereigene Geräusche; Geräusche, die durch die eigene Bewegung entstehen; Stimmen von Bezugspersonen, Umweltgeräusche, Klänge, eigener Name
auditiv – auf akustische Reize reagieren: Rituale mit Signalen verbinden; dem Reiz zuwenden, abwenden; Mimik, Gestik, lautsprachliche Äußerungen, Bewegung
taktil: Körperkontakt; Berührungsempfindlichkeiten beachten
taktil – taktile Reize wahrnehmen: Tastsinn: Hand, Mund; Druck und Berührung; Temperatur, Schmerz; Körperbegrenzung spüren; Hand- und Fußbad, Massagen, Fühl- und Tastwände, Fühlsäckchen, Trockendusche, Schwimmbad
taktil – auf taktile Reize reagieren
kinästhetisch – kinästhetische Reize spüren: in verschiedene Positionen bringen; Lagerungshilfen; Bewegungsspiele
kinästhetisch – auf kinästhetische Reize reagieren: anspannen, entspannen, Gegendruck erzeugen; Differenzierung: Hilfsmittelnutzung unterstützen
vestibulär – vestibuläre Reize spüren: mit dem eigenen Körper und Hilfsmitteln; Drehbewegung, Rollbewegung, Schaukelbewegung; unterschiedliche Matratzen, Schaukeln
vestibulär – auf vestibuläre Reize reagieren: Muskelspannung aufbauen und lösen
olfaktorisch – olfaktorische Reize wahrnehmen: auf alltägliche Gerüche aufmerksam werden; Schulgarten, Herbstwald, Weihnachtsmarkt
olfaktorisch – auf olfaktorische Reize reagieren: Wiedererkennen anzeigen: Räume, Situationen; angenehme und unangenehme Gerüche anzeigen
gustatorisch – gustatorische Reize wahrnehmen: vielfältige Geschmacksreize anbieten; Vorlieben, Abneigungen
gustatorisch – auf gustatorische Reize reagieren: Wiedererkennen anzeigen: Lebensmittel; verschiedene Geschmacksrichtungen anbieten
Differenzierung in den einzelnen Wahrnehmungsbereichen
visuelle Wahrnehmung differenzieren: Unterstützung der Sehleistungen durch Beachtung von Beleuchtung, Vergrößerung, Kontrast, Sättigung und Konturenschärfe; Farb- und Mustertafeln, Puzzle, Memory
visuelle Wahrnehmung differenzieren – Figur-Grund-Wahrnehmung: visuelle Reize herausfiltern; drei- und zweidimensional; Differenzierung: kontrastreiche Arbeitsmittel
visuelle Wahrnehmung differenzieren – Raumlage: Lage von Gegenständen und Personen in Bezug zur eigenen Person; visuelle Erfahrungen aus anderen Perspektiven; Begriffsbildung; Differenzierung: am eigenen Körper oder Modell zeigen
visuelle Wahrnehmung differenzieren – räumliche Beziehungen: Lage von Gegenständen, Personen zueinander; oben – unten, rechts – links, über – unter; Perlen auffädeln
visuelle Wahrnehmung differenzieren – Formwahrnehmung: Merkmale unterscheiden und wiederentdecken; Formkonstanz: konkreter Gegenstand – fotografische Darstellung; Greiflinge, Hängegestelle; Formenpaare finden, Bilderlotto
visuelle Wahrnehmung differenzieren – Farbwahrnehmung: Farben erkennen, unterscheiden und benennen; Farbnuancen unterscheiden
visuelle Wahrnehmung differenzieren – Wahrnehmungskonstanz: Eigenschaften eines Gegenstandes unabhängig von der eigenen Perspektive wahrnehmen; Form, Größe, Farbe
visuelle Wahrnehmung differenzieren – visuomotorische Koordination: Zusammenspiel von visueller Analyse und motorischer Steuerung; Greifraum: Angebote im individuellen Bewegungsradius; Fixation bewegter Objekte; Orientierung im Raum: Auge-Fußkoordination, Auge-Handkoordination
auditive Wahrnehmung differenzieren – Figur-Grund-Wahrnehmung: Geräusche aus Nebengeräuschen heraushören, Stimmen erkennen
auditive Wahrnehmung differenzieren – Lokalisation: Richtung, Ort bestimmen; Gefahrenbewusstsein; Differenzierung: Richtungshören, Echolokalisation
auditive Wahrnehmung differenzieren – Diskrimination: Geräusche aus der Lebenswelt einbeziehen; Qualität von Geräuschen und Klängen; mit Geräuschen experimentieren, Geräuschememory; gleiche und ähnlich klingende Laute unterscheiden; Regenrohre, Klangstäbe, Schüttelboxen
auditive Wahrnehmung differenzieren – Wahrnehmungskonstanz: Eigenschaften eines Geräusches unabhängig von Standort wahrnehmen
taktile Wahrnehmung differenzieren: passive Berührung - aktive Erkundung; Tastspiele
taktile Wahrnehmung differenzieren – Lokalisation: Wo spüre ich etwas?; Körperteile
taktile Wahrnehmung differenzieren – Diskrimination: Berührungen, Vibrationen spüren; Beschaffenheit von Objekten: Größe, Gewicht, Form, Proportion, Oberfläche, Konsistenz, Temperatur; Wahrnehmungsqualitäten erkennen und unterscheiden; Schmerzen als Warnzeichen
kinästhetische Wahrnehmung differenzieren: vielseitige Bewegungsanreize schaffen
kinästhetische Wahrnehmung differenzieren – Kraftsinn: Kraft dosieren; Gewicht unterscheiden; Zug und Druck
kinästhetische Wahrnehmung differenzieren – Stellungssinn: Position von Kopf und Gliedmaßen bestimmen; unterschiedliche Körperpositionen einnehmen; mit geschlossenen Augen
kinästhetische Wahrnehmung differenzieren – Bewegungssinn: Bewegungsmöglichkeiten des eigenen Körpers entdecken
kinästhetische Wahrnehmung differenzieren – Spannungssinn: zwischen Anspannung und Entspannung wechseln
vestibuläre Wahrnehmung differenzieren: statisches und dynamisches Gleichgewicht suchen und halten; balancieren
olfaktorische Wahrnehmung differenzieren – Lokalisation: Geruchsquelle
olfaktorische Wahrnehmung differenzieren – Diskrimination: verschiedene Geruchserfahrungen ermöglichen; Geruchsqualitäten erkennen und unterscheiden; Mahlzeiten für bewusste Wahrnehmung nutzen; typische Gerüche im Jahreskreis; Riechspiele
gustatorische Wahrnehmung differenzieren: gemeinsam Mahlzeiten einnehmen
gustatorische Wahrnehmung differenzieren – Diskrimination: Geschmackserfahrungen erweitern; Geschmacksqualitäten erkennen und unterscheiden,; Vorlieben anzeigen; Schmeckspiele
Koordination von Wahrnehmung und Bewegung
Koordination von Wahrnehmung und Bewegung: ganzheitliche Lernangebote; Eigenaktivität fördern; ausprobieren, hantieren; alltägliche Situationen nutzen, neue Reizangebote schaffen
verschiedene Wahrnehmungsbereiche verknüpfen: sensorische Integration
Wahrnehmungen mit körperlichen Reaktionen verknüpfen: Musik in Bewegung umsetzen, Wurfspiele
Wahrnehmungen mit körperlichen Reaktionen verknüpfen – vestibulär-motorische Koordination: Gleichgewichtsreaktionen durch Stütz-und Stellbewegungen des Körpers auslösen; Schutzreaktionen des Schülers unterstützen
Wahrnehmungen mit körperlichen Reaktionen verknüpfen – akustisch-motorische Koordination: mit Blickbewegungen, mit teil-, ganzkörperlichen Bewegungen reagieren: auf den eigenen Namen, Stimme von Bezugsperson; Unbehagen bei bestimmten Geräuschen zeigen; Musik durch Bewegung mitvollziehen: wiegen, klopfen, hüpfen
Wahrnehmungen mit körperlichen Reaktionen verknüpfen – optisch-motorische Koordination: mit teil-, ganzkörperlichen Bewegungen reagieren: ins Blickfeld tretende Bezugsperson und Gegenstände, optisch interessante Erscheinungen; bei Auge-Hand-Koordination stabile Kopfhaltung absichern; Schutzreaktionen zeigen: grelles Licht
Wahrnehmungen mit körperlichen Reaktionen verknüpfen – olfaktorisch-motorische Koordination: angenehme, unangenehme Gerüche; Kopf zuwenden oder abwenden, klatschen, Lautäußerungen
Die Umwelt und sich selbst entdecken
an Alltags- und Spielsituationen teilhaben: Erlebnisse schaffen, Teilhabe ermöglichen; Situation bewusst machen
Dinge und Vorgänge bemerken: zufällige selbstinitiierte Handlung ermöglichen
Dinge und Vorgänge bemerken – innehalten: andere Aktivitäten einstellen
Dinge und Vorgänge bemerken – aufmerksam werden: markante, intensive Reize; reizarme Umgebung; durch motorische und stimmliche Aktivitäten
auf Dinge und Vorgänge reagieren – sich zuwenden: emotional, körperlich, sprachlich; zusehen, Körperhaltung auf den Lerngegenstand ausrichten; Fokussierung der Aufmerksamkeit unterstützen
auf Dinge und Vorgänge reagieren – zielgerichtet beobachten: gerichtete Aufmerksamkeit; Konzentrationsspanne aufbauen, erweitern; Blick aufrechterhalten
auf Dinge und Vorgänge reagieren – Wiederholung einfordern: Körpersprache, Lautäußerungen; individuelle Zeichen; Selbstwirksamkeit unterstützen; Anlässe: interaktive Spiele, Musik
Dinge und Vorgänge erkunden: Aufbau kognitiver Strukturen durch handelndes Tätigsein; erste Zusammenhänge und Wechselwirkungen, Funktionalität, Wirkung von Verhalten; ungeplant – gezielt
Dinge und Vorgänge erkunden – hantieren und manipulieren: betrachten, berühren, in den Mund stecken; Dinge handelnd erforschen; Handlungsrepertoire am Objekt erweitern; durch eigenes Verhalten auf einen Vorgang einwirken; gegenstands- und körperbezogene Funktionsspiele
Dinge und Vorgänge erkunden – imitieren: Vorstufe für inneres Handeln und Denken; nachahmen: reale Situationen, fiktive Situationen; Als-ob-Spiele
Dinge und Vorgänge erkunden – wiederholen und variieren: mit einem oder verschiedenen Gegenständen: klopfen, greifen und loslassen, etwas aufbauen und umwerfen; Merkmale, Veränderungen und Abfolgen entdecken; verschiedene Möglichkeiten zur Zielerreichung ausprobieren
Dinge und Vorgänge erkunden – benennen: Wahrnehmungserfahrung – Gegenstand – Begriff; wiederholtes Wahrnehmen mit allen Sinnen; eindeutige Begriffe verwenden; Merkfähigkeit anbahnen
erste Zusammenhänge entdecken – wiedererkennen: Objektpermanenz, Objektkonstanz; Personen, Gegenstände, Orte; Tätigkeiten und Situationen; Abbildungen; Merkmale
erste Zusammenhänge entdecken – Funktion erkennen: zweckgebundenes Umgehen mit Objekten
erste Zusammenhänge entdecken – erwünschte Effekte gezielt auslösen: durch basale Körperfunktionen; durch motorische Aktivitäten, durch stimmliche Aktivitäten, durch Verhalten; Überraschungseffekte; Übereinstimmung – Nichtübereinstimmung erkennen
erste Zusammenhänge entdecken – bildhafte Vorstellungen zur Anwendung bringen: Objekte als Bedeutungsträger
Erfahrungen über die Umwelt und sich selbst strukturieren
Erfahrungen über die Umwelt und sich selbst strukturieren: Übungen zur sensorischen Integration, spielerische Angebote
Gruppierungen bilden – vergleichen: ein Merkmal, mehrere Merkmale; Gemeinsamkeiten, Unterschiede, Beziehungen, Qualität, Quantität; Empfindungen; Mengeninvarianz
Gruppierungen bilden – ordnen: klassifizieren: zu Gruppen zuordnen; kategorisieren: Unter- oder Oberbegriffe finden; nach vorgegebenen Merkmalen, nach selbst gefundenen Merkmalen
Gruppierungen bilden – gliedern: etwas zerteilen, etwas zusammenfügen; Handlungen in Teilschritte zerlegen
mit Begriffen verknüpfen: unter Einbeziehung vielfältiger Erfahrungssituationen; systematischer Aufbau; Beziehungen herstellen zwischen verschiedenen Begriffen; subjektive Begriffe objektivieren, kritischer Umgang mit mehrdeutigen Begriffen
Zusammenhänge herstellen: Wissen und Erfahrungen verknüpfen; praktisch handeln, beschreiben und erklären; Ursache – Wirkung, Gesetzmäßigkeiten; Umkehrbarkeit erkennen
Merkfähigkeit entwickeln: Vermittlung einfacher Lernstrategien wiederholen, strukturieren, kontrollieren
Entwickeln von Handlungsstrategien
Entwickeln von Handlungsstrategien: Handlungsabfolgen; vormachen – mitmachen – nachmachen; durchgängig mit allen Bereichen verknüpfen
Handlungen nachahmen: mit Vorbild, ohne Vorbild; in konkreten Alltagssituationen; Teilhandlungen zusammenfügen
vertraute Handlungen wiederholen: Handlungen verinnerlichen; Routinen und Gewohnheiten ausbilden
Handlungsmuster einsetzen: Handlungsmuster koordinieren und differenzieren: greifen und wegwerfen, Hindernisse beseitigen; Reihenfolge von Teilhandlungen erproben und variieren; vertraute Anforderungen, bekannte Situationen
Handlungsstrategien situationsbezogen anwenden: gleiche, veränderte Bedingungen; mit Unterstützung, selbstständig; Aufbau von Handlungsstrategien
Handlungsstrategien situationsbezogen anwenden – Handlungsanforderung erfassen: Anlass zum Tätigwerden: Bedürfnisse, Notwendigkeit; Motivation stärken
Handlungsstrategien situationsbezogen anwenden – sich ein Ziel setzen: Fragen stellen; sinnbezogene Sprachinhalte aufnehmen
Handlungsstrategien situationsbezogen anwenden – Handlung planen: Ablauf, Materialien, Werkzeuge; Folgen abschätzen; bekannte Handlungsmuster anwenden und variieren
Handlungsstrategien situationsbezogen anwenden – Handlung umsetzen: Handlungsalternativen erproben; Beendigung von Teilhandlungen, Handlung unterstützen; Differenzierung: einzelne Teilhandlungen, individuelle Gedächtnisstützen
Handlungsstrategien situationsbezogen anwenden – Ergebnis kontrollieren: Reflektieren anbahnen
Lösen situationsbezogener Probleme
Lösen situationsbezogener Probleme: mit Unterstützung, selbstständig; Strategiespiele, Regelspiele, Rollenspiel; durchgängig mit allen Bereichen verknüpfen
Problem erkennen: Problemsituation bewusst machen, subjektive Bedeutsamkeit verstärken, zur möglichst selbstständigen Problemlösung ermutigen
Ziel setzen: Ziel bewusst machen
nach einem Lösungsweg suchen: vorhandene Erfahrungen und Kenntnisse aktivieren; Vermutungen anstellen, Lösungsversuche beobachten, Lösungen vorwegnehmen, sich für einen Lösungsweg entscheiden; Problemfelder verkleinern, Auswahl von Hilfsmitteln unterstützen; Einsatz verschiedener Medien
Problem handelnd lösen: Handlungsbereitschaft stärken, Nutzung bekannter Handlungsstrategien und Handlungsalternativen unterstützen; individuelle Lösungen zulassen; Umgang mit Erfolg und Misserfolg
Lösungen bewerten: eigene Beurteilungsmaßstäbe entwickeln; sich selbst einschätzen; Wertungen und Entscheidungen anderer akzeptieren
reflektieren und schlussfolgern: affektiv, unter persönlichen Aspekten, unter sozialen Aspekten, unter sachbezogenen Aspekten; Einsatz von Filmaufnahmen
Basale Erfahrung
Basale Erfahrung: Lagerung, Lagerungswechsel mit Bewegungsangeboten verbinden; Einsatz von Hilfsmitteln, Zusammenarbeit mit Therapeuten; Intimsphäre des Schülers wahren, Vorlieben erkennen, Ablehnung sofort akzeptieren; entwicklungs- und altersgemäße Bewegungsangebote; individuelle Handlungs- und Bewegungslösungen zulassen, Kraftdosierung unterstützen
bewegt werden: Bewegungen verbal ankündigen; Bewegungen mit Lieblingsmusik unterstützen
bewegt werden – Berührungen zulassen: unterschiedliche Intensität, verschiedene Materialien; Differenzierung: mit und ohne direkten Hautkontakt
bewegt werden – Bewegung zulassen: auf den Arm nehmen; geschaukelt werden; verschiedene Unterlagen, verschiedene Materialien
Bewegungen gestützt ausführen: beugen, strecken; Ängste vor ungewohnten Bewegungen ernst nehmen: verbal begleiten, Bewegungsabläufe in Teilschritte zerlegen
Bewegungsmuster erleben und nachahmen: körperbezogenes Funktionsspiel: ungesteuerte Bewegungen, bewusste Bewegungen, Wiederholung von Bewegungen; Bewegungsfreude fördern; Bewegungsspiele, Bewegungsgeschichten oder Lieder
Sich selbst bewegen
Sich selbst bewegen: vielfältige Bewegungserfahrungen ermöglichen; verbale und nonverbale Impulse setzen, um Bewegung des Schülers zu aktivieren; Bewegungsplanung unterstützen, Hilfsmittel für Eigenbewegung sachgerecht einsetzen; auf Körperspannung und Kraftdosierung achten; Bewegungen in Alltagshandlungen anbahnen, erproben und anwenden; Bewegungsspiele; Körperinstrumente einsetzen: klatschen, patschen, stampfen; freies Bewegen im Raum
Kopfkontrolle: Erweiterung des Gesichtsfeldes anregen; Drehen des Kopfes; Kopfhaltung in Bauch- und Rückenlage; Kopf in Mittelstellung; Kopf-Rumpf-Haltung in Bauchlage bei Ellbogenstütz; sitzen: Kopf im Raum ausrichten, auf und ab, drehen, Mittelstellung
Bewegungsgrundformen anwenden – bodennahe Fortbewegungsformen: wälzen, robben, krabbeln, kriechen; Gewichtsverlagerung anregen
Bewegungsgrundformen anwenden – sitzen und stehen: Aufblicken stimulieren, beide Körperhälften anregen; sich aufrichten: Sitz, Vierfüßlerstand, Kniestand, Stand; sich setzen, sich legen; Hilfsmittel: Stehgeräte, Laufgeräte
Bewegungsgrundformen anwenden – gehen: Gehanreize schaffen: Hol- und Bringaufgaben im Schulalltag, Einkaufen; Spaziergänge, Pausengestaltung; unterschiedlicher Untergrund, barfuß; vestibuläre Wahrnehmung; verschiedene Gangarten; verschiedene Bewegungsqualitäten: Richtung, Tempo, Intensität; Überkreuzbewegung: Körpermitte horizontal und vertikal überschreiten
greifen: beide Hände aktivieren, Händigkeit beachten, Griffhilfen einsetzen; Auge-Hand-Koordination anregen; vielfältige Greiferfahrungen ermöglichen: Materialien fühlen, an der Hand befestigte Gegenstände bewegen; Gegenstände gezielt greifen; Gegenstände aus verschiedenen Lagen greifen
greifen – festhalten und loslassen: eine Hand, beide Hände, Koordination beider Hände; Gegenstände zwischen den Händen wechseln, sich am Geländer festhalten, Tisch decken; Kraftdosierung bewusst machen; Greifreflex beachten
greifen – Handmotorik differenzieren: Anwendung unterschiedlicher Griffarten unterstützen: Palmargriff, Flachzangengriff, Pinzettengriff, Zangengriff, Dreipunktgriff; Nutzung von Haltehand und Arbeitshand anregen und üben; Erwerb von Routine bei Alltagshandlungen: sich festhalten, Essbesteck handhaben, an- und ausziehen, Zähneputzen, verschiedene Verpackungen öffnen und schließen, etwas tragen; Umgang mit Materialien: halten, drehen, ziehen, stoßen, drücken, schneiden, malen, falten, umblättern, etwas umfüllen; Gegenstände mit verschiedenen Formen nutzen; Schreiblernprozess vorbereiten; Handgesten- und Fingerspiele durch kleine Verse, Reime, Lieder strukturieren, Elemente der rhythmisch-musikalischen Erziehung einsetzen; Geschicklichkeitsaufgaben, Schattenspiel
Körpereigene Kommunikationsformen
Körpereigene Kommunikationsformen: innehalten, aufmerksam werden; kleinste Signale des Schülers abwarten, wahrnehmen, verstärken: aufgreifen – spiegeln – variieren – kommentieren; Differenzierung: Maßnahmen in Pflegesituationen einbetten
über den eigenen Körper Kommunikation erfahren: Atemrhythmus: über Mikrofon verstärken, Atembewegung mit Worten begleiten, kommunikative Wirkung von Atmung erfahren; Herzschlag: akustisch verstärken, Pulsrhythmus mitklopfen; Tonusveränderungen: Spannung und Entspannung wahrnehmen
Körpersprache verwenden: Interaktive Spiele: Bewegungsspiele, Imitationsspiele, Spiele zur Förderung der Objektpermanenz
Körpersprache verwenden – Mimik: Willenserklärung und Gefühle erkennen und ausdrücken; lachen, weinen, konzentriert blicken; mimische Veränderungen erkennen und darauf reagieren; Mimik erproben: vor dem Spiegel, in der Interaktion
Körpersprache verwenden – erste Bewegungszeichen: Kopfdrehung, Lidbewegung, Pupillenreaktion; Blickkontakt, Blickfolgebewegung, Handlungen verfolgen; einfache Gesten, Zeigebewegungen; Zustimmung: Kopfnicken, nach oben schauen, Mund öffnen, lächeln; Ablehnung: Kopfschütteln, nach unten schauen, Augen schließen, Kopf zur Seite drehen; Differenzierung: Hilfe bei der koordinierten Bewegung der Arme, Hände, Finger
Körpersprache verwenden – Gebärden, Gebärdenfolgen: Handzeichen: individuelle Gebärden, standardisierte Gebärdensysteme; Einwortsätze, Mehrwortsätze durch Aneinanderreihung der Gebärden; Vokabular systematisch aufbauen
Körpersprache verwenden – erste Lautäußerungen: zufällige und gezielte Lautäußerungen in einen situativen Bezug setzen, kreativ erweitern; wiederholen, variieren der Lautstärke, Pausen, Rhythmus, Stimmlage im Sinne eines Dialoges; Verbindung von Lautmalereien und Gesten zu ersten Wörtern; routinemäßigen Gebrauch fördern
Umgang mit Kommunikationshilfen
Umgang mit Kommunikationshilfen: Einsatz in allen Bereichen des grundlegenden und fachorientierten Unterrichts unterstützen; individuelles Vokabular erarbeiten und erweitern: Kern- und Randvokabular
Kommunikationshilfen kennen und bedienen: Auswahl schülerbezogen treffen
Kommunikationshilfen kennen und bedienen – nichtelektronische Kommunikationsmittel: Buchstabentafeln, Bild- und Symbolkarten, einschließlich Zeigehilfen; Ich-Buch: eigene Person, Interessen, besondere Bedürfnisse vorstellen; Erlebnisbuch, Tagebuch: Bezug zu vergangenen, persönlich bedeutsamen Ereignissen herstellen; Differenzierung: gestützte Kommunikation
Kommunikationshilfen kennen und bedienen – elektronische Kommunikationsmittel: einfache Sprachausgabegeräte; komplexe Sprachausgabegeräte: mit und ohne Laut- und Schriftsprachausgabe; Computer und Zeigehilfen; Eingabe- und Bedienhilfen: Spezialtastaturen, Taster für Scanning; Differenzierung: Ursache-Wirkungs-Prinzip verdeutlichen
Ansteuerungsmöglichkeiten kennen und bedienen: hilfsmittelgestützt: Kopfzeiger, Taster für Scanning; direkt: zeigen mit Hand oder Auge, greifen, drücken; indirekt: unterschiedliche Scanning- oder Codierungsverfahren; Differenzierung: Einsatz auditiver Ansagen
Entwicklung von Kommunikationsstrategien
Entwicklung von Kommunikationsstrategien: Umgang mit Verständigungsproblemen
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