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Lehrpläne Schleswig-Holstein
Sekundarstufe I
Deutsch
inhaltsbezogen
Sprache in ihren Funktionen
527
Texte
37
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Klassenstufen 5/6 · Sprache in ihren Funktionen
Absichten/Anlässe des Erzählens kennen
Formen und einfache Mittel des Erzählens kennen (z. B. Erlebniserzählung, Gruselgeschichte, Märchen, Sage, Fabel; Wortwahl, Tempusgebrauch, direkte Rede u. a.)
Nacherzählen, eine Erzählung fortsetzen, nach Vorlagen /zu „Reizwörtern“, aus anderer Perspektive (Han-delnde / Betroffene, Mädchen/Jungen) erzählen, erzählen von eigenen Erlebnissen; dabei u. a.: − Mittel der Ideenfindung anwenden; Erzählplan erstellen − Differenzierung und Erweiterung des Wortschatzes; Festigung der sprachlichen Mittel des Erzählens − Herausarbeitung der Erzählabsicht (z. B. Spannung, Unterhaltung) − beim sprecherisch gestaltenden Erzählen: Sprachmelodie, Rhythmus, Tempo; Hörerbezug
Sich etwas „vor Augen führen“/ „ausmalen“ können; Phantasie entwickeln
Eigene Einfälle und Produkte ernst nehmen - auch variieren/umgestalten
Freude am Erzählen gewinnen: selbst gern erzählen, gern Erzählungen zuhören, Erzählungen lesen
Gefühle/Empfindungen wahrnehmen und akzeptieren, sie sprachlich angemessen wiedergeben
Beim Sprechen Stimme modulieren
Sich einlassen auf gemeinsames Erzählen und gemeinsame Lektüre sowie kooperative Formen der erzählenden Darstellung (z. B. Erzählbuch, Schreibwerkstatt, Spiel)
Sich für eine Erzählatmosphäre mit verantwortlich fühlen, sie mitgestalten/mittragen
Aus Mitteilungsfreude erzählen
Auf Erzählungen anderer eingehen - 21
Absichten und Zweck des Informierens kennen
Formen des Informierens kennen (z. B.: Bericht, Beschreibung; Lehrfilm)
Mittel des Informierens kennen und in ihrer Bedeutung einschätzen: − sprachlich: u. a. Wortwahl, Tempusgebrauch, Satzbau − inhaltlich: u. a. Unterscheidung von Wichtigem und weniger Wichtigem
Informationen aus einfach strukturierten Texten (mündlichen wie schriftlichen) sowie aus entsprechenden Tabellen, Schaubildern u. dgl. richtig entnehmen (z. B. durch richtiges Fragen), festhalten (durch Schreiben, Notieren, Skizzieren, Speichern), ordnen und gliedern können
Über einfache Sachverhalte, Begebenheiten, Ereignisse
Konzentiert sehen / lesen / zuhören
Mit Informationen genau und sorgfältig umgehen
Erfahrungen mit persönlichen „Eingangskanälen“ und dem Umgang mit dem Gedächtnis auswerten und entsprechend nutzen
Eigene Texte kritisch überprüfen und überarbeiten
Gezielt und ausdauernd Hilfsmittel nutzen
Verständlich sprechen
Adressatenbezug und Situationsangemessenheit herstellen, auf Verstehensfähigkeit abstellen
Bereit sein, Informationen korrekt weiterzugeben
Möglichkeiten der Informationsbeschaffung kennen (Nachfragen, Nachschlagen usf.)
Notwendigkeit der Informationsaufbewahrung sehen und deren Formen in unterrichts- und schülerrelevanten Kontexten kennen (z. B. Heftführung; Ordner, Kartei) inhaltlich zutreffend und sprachlich korrekt berichten können
Vertraute Gegenstände und einfach verlaufende Vorgänge entsprechend beschreiben können
Arbeitstechniken möglichst selbständig anwenden - 22
Den Inhalt einfach strukturierter und überschaubarer Texte (Erzählungen, Sachtexte, Sendungen, Filmausschnitte u. dgl.) zutreffend und sprachlich korrekt wiedergeben können (Schwerpunkt liegt zunächst auf dem Mündlichen)
Mit Wörterbüchern, Nachschlagewerken etc. weitgehend sicher und selbständig umgehen
Informationen zielgerichtet sammeln und sachgemäß ordnen
Methoden der Überprüfung eigener Texte (Rechtschreibung, Ausdruck) entwickeln - 23
Behauptungen von Begründungen unterscheiden
Sprachhandlungen für erörternd-argumentierendes Sprechen und Schreiben kennen (z. B. überzeugen wollen, Verständnis wecken, sachgemäße Auseinandersetzung ermöglichen, Probleme lösen)
Für klassenstufen- bzw. unterrichtsrelevante Arbeitsziele und Vorhaben Begründungen liefern
Entsprechende Sachverhalte darstellen und erläutern
Eigene Auffassungen sach- und sprachangemessen vertreten
Streitfragen und Probleme erkennen und öffentlich zur Sprache bringen (Plenum, Kummerkasten o. ä.)
Gegenüber verschiedenen Interessen offen sein
Einen Standpunkt beziehen und vertreten; für seine Überzeugung einstehen können
Zu Kritik und Selbstkritik fähig sein, sich überzeugen lassen können
Niederlagen konstruktiv verarbeiten
Diskursfähigkeit weiter entwickeln
Eigene Sichtweise von Sachen / Fragen vermitteln
Andere ernst nehmen, Meinungen anderer akzeptieren; tolerant sein
Kompromisse anstreben / akzeptieren
Mit anderen zusammen an Lösungen arbeiten - 24
Beeinflussung und Mittel von Einflußnahme kennen und erkennen (sprachliche Mittel, auch in Verbindung mit optischen, akustischen Mitteln)
Absichten und Gestaltungsmittel in Beziehung zueinander sehen (z. B. bei Werbung, Plakaten)
In altersstufenrelevanten Kontexten, mündlich wie schriftlich, appellieren (z. B. etwas erbitten, sich entschuldigen, für etwas werben, etwas empfehlen, sich verteidigen, protestieren); dabei einfache rhetorische Stilmittel (z. B. persönliche Ansprache, Wiederholung, Veränderung von Lautstärke und Sprechtempo im Mündlichen) und optische Mittel erproben
Individuellen Ausdruck beim Gestalten des Sprechens und Schreibens entwickeln
Gefühle/Empfindungen benennen
Bereitschaft, gestaltend und verändernd Einfluß zu nehmen, fremden Einfluß wahrzunehmen, ihn einzuordnen, ihn ggf. auch abzuwehren
Erworbene neue Ausdrucksmittel in der Gruppe einsetzen
Wirkungen und Absichten appellierenden Sprechens und Schreibens wahrnehmen, sich angemessen ihnen gegenüber verhalten Interagieren
Verschiedene Gesprächsformen (z. B. Plenums-, Kleingruppen, Nachbargespräch, Diskussion, Interview) und Sprechanlässe (z. B. inhaltlicher Beitrag, Vorschlag zu Verfahren, aktuelle Anlässe wie Lob, Kritik, Rückmeldung) kennen
Sich mündlich und schriftlich adressaten-, sachangemessen und intentionsgerecht verhalten
Gesprächsregeln beachten
Gespräche organisieren können (etwa nach Form/Ziel, Leitung, Zeit, Thema)
Kommunikationstechnik (z. B. Rekorder, Tageslichtprojektor) nutzen
Anteil haben an kommunikativen Prozessen
Gesprächsbereitschaft entwickeln: zu Wort kommen wollen
Aktiv hören / zuhören
Selbstkontrolle/-disziplin üben; z. B. andere zu Wort kommen lassen, schweigen können
Zu einer Äußerung stehen
Kommunikationskonventionen, Gesprächsregeln beachten
Kommunikationsprobleme überwinden helfen
Eigene Verhaltensmuster und die anderer wahrnehmen
Gesprächsatmosphäre positiv gestalten
Geschlechterspezifische Sprachverhaltensmuster wahrnehmen und auf sie reagieren Klassenstufen 5/6 - 25
Die Buchstabenabbildungen von Lauten kennen
Wortbausteine kennen und erkennen
Wortfamilien kennen; Wörter Wortfamilien zuordnen können
Die wichtigsten Wortarten (Nomen, Pronomen, Verb, Adjektiv, Präposition, Konjunktion) und deren Funktionen kennen
Über die für die Groß- und Kleinschreibung im Regelfall erforderlichen grammatischen Kenntnisse verfügen
Artikuliert sprechen, lesbar (mit eindeutigen Wortbildkonturierungen und orthographisch korrekt) schreiben
Techniken zur Sicherung und Steigerung der Rechtschreibfertigkeit (u. a. Abschreiben, Diktieren, Wortlistentraining, Übungsheft / Fehlerkartei) anwenden
Rechtschreibhilfen (z. B. Wortbausteine, -familien, Verlängern) nutzen und Kenntnisse der Wortbildung für die Rechtschreibung nutzen
Rechtschreibbewußtsein entwickeln
Zur Fehlervermeidung bereit sein, sich der zur Verfügung stehenden Hilfsmittel jederzeit und selbstverständlich bedienen
Eigene Fehlerquellen kennen; Bereitschaft und Geduld entwickeln, sie zu bearbeiten
Sich gegenseitig beim Üben (z. B. beim Partnerdiktat), bei der Fehlervermeidung, Fehlerermittlung und -bearbeitung helfen - 27
Grundlegende Flexionsformen von Nomen, Pronomen, Adjektiv, Verb kennen
Satzbildung kennen; im wesentlichen: Subjekt, Prädikat, Objekt, adverbiale Bestimmung (ohne vollständige Begrifflichkeit für Schülerinnen und Schüler)
Über die für die Zeichensetzung beim Satzschluß, bei der Aufzählung von Wörtern, Satzteilen und Sätzen sowie bei der wörtlichen Rede erforderlichen grammatischen Kenntnisse verfügen
Mündliches und schriftliches Sprachhandeln unterscheiden
Endungen von Wörtern grammatisch richtig bilden (schriftlich wie mündlich)
Sätze vollständig bilden
Satzteile durch Proben bestimmen (Umstellproben u. a.)
Kenntnisse der Wort- und Satzbildung beim Sprachhandeln zunehmend sicher anwenden
Satzzeichen (z. B. am Satzschluß, bei der Aufzählung von Wörtern und Satzteilen, bei Satzreihen und einfachen Satzgefügen sowie bei der wörtlichen Rede) richtig verwenden
Satzbaumuster erweitern, Bereitschaft zu Umformung und Variation entwickeln
Sicherheit gewinnen im mündlichen und schriftlichen Sprachhandeln
Zu bewußtem Umgang mit Sprache bereit und fähig sein
Sich gegenseitig beim Sprechen, z. B. beim Erzählen, akzeptieren und unterstützen
Sich beim Überarbeiten von Texten gegenseitig helfen - 28
Altersspezifische lyrische Texte kennen (z. B. Erzählgedichte, Balladen, Scherzgedichte, poetische Texte), traditionelle und zeitgenössische Beispiele
Die für das Verstehen und Beschreiben lyrischer Texte erforderlichen Sachverhalte mit den dazugehörigen Fachbegriffen (z. B. Strophe, Vers, Reim, Rhythmus / Metrum; sprachliche Bilder, konkrete Poesie) kennen
Einfachere Erschließungstechniken anwenden (sinnerschließendes Lesen, Fragen nach Inhalt, Aussage, Wirkung u. a.)
Lese- und Verständnishilfen verwenden (Gliedern, Markieren, Randnotizen; Gebrauch von Wörterbüchern und Nachschlagewerken)
Sich schreibend, vortragend, gestaltend mit lyrischen Texten vertraut machen, ihre Aussage verstehen; dazu gehört u. a.: − Proben durchführen: z. B. Ersatz-, Weglaß-, Umstell-, Klangprobe − Gedichttexte entflechten, zu Reimwörtern Verse entwerfen, sinnerfassend lesen, interpretierend/gestaltend vorlesen, vortragen
Individuellen Zugang zu Gedichten finden
Bereit und in der Lage sein, seine Gedanken und Gefühle „spazieren“ gehen zu lassen, Erfahrungen und Empfindungen differenziert wahrzunehmen, ihnen im sprachlichen Ausdruck möglichst nahe zu kommen
Aufgeschlossen sein, auch Empfindungen und Wahrnehmungen anderer gegenüber
Gemeinsam an lyrischen Texten arbeiten
Sich über Texte austauschen, Texte empfehlen
Unterschiedliches Gefallen an lyrischen Texten respektieren - 29
Gedichte auswendig lernen können − szenisch interpretieren − nach Muster eigene Texte schreiben − fremde Texte verändern, fortführen, umformen − ein Gedichtbuch anlegen − Techniken des Auswendiglernens anwenden erzählende Texte
Altersgemäße Erzählungen kennen (z. B. Märchen, Erzählungen, Sage, Fabel, Jugendbuch) - auch in audiovisueller Präsentation (Comic, Hörspiel, Hörbilder im Bildungsfunk, Kinderfunk, fernsehen)
Die für das Verstehen und Beschreiben erzählender Texte erforderlichen Verfahren und Begriffe kennen
Einfache Formen der Erschließung anwenden
Bedeutung von Ort und Zeit untersuchen
Produktive Verfahren zur Auseinandersetzung mit dem Text nutzen; dazu gehört z. B.: − Perspektivenwechsel, Paralleltext/Gegentext entwerfen − Szenisch interpretieren
Leseanreize aufnehmen
Sich beim Lesen mit Personen indentifizieren, sich von ihnen abgrenzen
Phantasie /Imagination entwickeln
Empfindsamkeit zulassen
Gestaltungsversuche weiterentwickeln
Sich auf verschiedene medial vermittelte Erzähltexte einlassen und Freude bzw. Unterhaltung erleben, Denkanstöße gewinnen
Leseerfahrungen verarbeiten
Fiktives Geschehen erleben
Vorlese- und Erzählstunden gestalten
Anderen von eigener Leseerfahrung berichten, Lektüren empfehlen
Gemeinsam gefertigte Produkte betrachten und selbst in Zusammenarbeit (Teil-)Produkte herstellen, Gespräche über Erlebtes / Gelesenes / Gesehenes (z. B. Film) führen
Leseerfahrungen austauschen (z. B. Lesetagebuch veröffentlichen, Ergebnisse ausstellen, Leseempfehlungen geben, Buch in der Parallelklasse vorstellen) - 30
Mit Texten / Informationen umgehen; Informationen aufnehmen
Verschiedenartige Sach- und Gebrauchstexte in jahrgangsstufen- und unterrichtsrelevanten Formen kennen, z. B. Zeitung, Kinder-/ Jugendmagazine, Lexika, Gebrauchs-/ Spielanweisung, Bericht, Beschreibung, Sachbuch
Inhaltsverzeichnis, Register, Glossar nutzen
Informationen u. a. aus Lexikon, Sach- / Handbuch, Datei entnehmen
Stichwortsammlung anlegen, dabei Gliederung bedenken und herstellen
In themenorientierten Projekten Sachtexte zusammentragen appellative Texte
Typische appellative Texte, auch in audiovisueller Vermittlung, kennen (z. B. Werbung, Plakat)
Mittel appellativer Texte kennen (z. B. sprachliche Mittel; optische Mittel; Musik)
Wirkungen appellativer Texte abschätzen können
Appellative Texte in ihrem Anliegen und ihrer Aufmachung verstehen
Produktive Verfahren zur Auseinandersetzung mit appellativen Texten verwenden
Die Mechanismen appellativer Texte durchschauen
Appellativen Texten gegenüber eine geschärfte Wahrnehmung entwickeln
Formen und Mittel appellativer Texte gemeinsam kritisch überprüfen - 32
Einblicke in das Buchwesen (öffentliche Bücherei, Buchhandlung, Klassen-, Schulbücherei, Kinder/Jugendbuch-verlage) gewinnen
Den Weg von der schriftstellerischen Arbeit bis zum fertigen Buch kennenlernen (Papierherstellung, Berufe in der Druckerei, Buchbinderei, im Verlag)
Einblicke in das Theaterwesen bekommen
Büchereien nutzen
Buchhandlungen aufsuchen
Ausleih-/Bestellverfahren kennenlernen und nutzen
Verlage kennenlernen und deren Informationsmaterial nutzen, u. a. in Verlagsprospekten zwischen Sachinformation und Werbung unterscheiden
Sich über Autorin/Autor und Werk informieren
Nach Möglichkeit eine Autorin/einen Autor einladen
Nach Möglichkeit ein eigenes Buch planen und produzieren
Soweit gegeben: Angebote des Kinder-/Jugendtheaters vor Ort nutzen
Freude am Lesen gewinnen
Schwellenängste überwinden
Neugier und Interesse an Theateraufführungen entwickeln
Sich gemeinsam mit Büchern beschäftigen (z. B. eine Klassenbücherei aufbauen und nutzen, eine Lese-Hit-Liste erstellen)
Gemeinsam eine Lesung mit Autorin/Autor vorbereiten
Miteinander ein Buch aus selbstgeschriebenen Texten (z. B. Märchen) herstellen
Miteinander einen Theaterbesuch vorbereiten und erleben - 33
Jugendzeitschriften und Beiträge für Kinder und Jugendliche in Zeitungen kennen
Verschiedene Kinder- und Jugendprogramme im Hörfunk und Fernsehen kennen
Kinder-/Jugendfilme und Verfilmungen von Kinder-/ Jugendbüchern zum Gesprächsthema machen
Inhalte und Strukturen von Kinder- und Jugendzeitschriften untersuchen und bewerten
Kinder- und Jugendprogramme im Hörfunk und Fernsehen untersuchen und bewerten
Nach Möglichkeit Beiträge für eine Schüler- oder Schulzeitung schreiben
Angebote der Verlage für eigene Lektüre nutzen und hinterfragen
Angebote des Fernsehens und Hörfunks für die eigene Lektüre nutzen
Andere auf Artikel / Sendungen aufmerksam machen
Anderen über Beiträge berichten
Gemeinsam mit anderen an einem (Schul-)Zeitungsprojekt arbeiten - 34
Kenntnisse über Formen des Informierens vertiefen und erweitern: neben Bericht, Beschreibung jetzt auch Inhaltsangabe, Protokoll, Kurzvortrag; mediale Formen der Informationsvermittlung
Kenntnis der Mittel des Informierens − vertiefen (s. o. bei den Klassenstufen 5/6) und − erweitern u. a. Stil, Darstellung logischer Verhältnisse (z. B. von Über- und Unterordnung, Ursache und Folge, Bedingung, Begründung); Unterschiede zwischen Mündlichem und Schriftlichem
Informationen auch aus komplexer strukturierten Texten richtig und vollständig entnehmen, gewichten, gliedern, festhalten und ordnen (s. oben bei den Klassenstufen 5/6)
Zunehmend sicher inhaltlich und sprachlich korrekt berichten und beschreiben
Kurzvorträge halten, dafür notwendige Verfahren erproben
Eine Inhaltsangabe unter Beachtung der für diese Gebrauchsform typischen Merkmale sprachlich und inhaltlich zutreffend schreiben
Aufnahmebereitschaft weiter entwickeln, stärken
Konzentration üben
Aufgenommene Informationen selbständig und kritisch verarbeiten
Sachlichkeit entwickeln
Verständlichkeit ausbilden, Präzision üben
Den eigenen Vortrag kritisch überprüfen (Kassette, Video)
Verbesserungen in Sprachführung, Gestik, Mimik üben
Rückmeldungen anderer annehmen
Arbeitstechniken ausbilden
Art des Informierens auf (Gesprächs-)Partner abstimmen
Rückmeldungen bei Kurzvorträgen geben
Auf Fragen und Einwände eingehen
Situationsbezug herstellen
Informationen adressaten- und situationsgerecht präsentieren
Informationsaustausch pflegen - 36
Geschlechtsspezifische Verhaltensmuster wahrnehmen, erörtern und ggf. verändern
Probleme und Konflikte erkennen und einschätzen (siehe auch Klassenstufen 5/6)
Interaktion förderndes Verhalten praktizieren, Sprache als soziales Handeln begreifen und praktizieren (u. a. zustimmen, Vorschläge machen, Meinung äußern, Auskunft geben, vermitteln, Entspannung zeigen)
Geschlechtsspezifische Sprachverhaltensmuster berücksichtigen (siehe auch Klassenstufen 5/6) Sprache in ästhetischer Funktion
Im Umgang mit Texten / Medien ästhetische Gestaltung erkennen (z. B. Bildlichkeit, Personifikation, rhythmische Gestaltung, Satzbau; Gestaltung durch spezielle künstlerische Mittel, experimentelle Formen)
Künstlerische Gestaltungsmittel wahrnehmen, durch bewußte Verfahren ermitteln, beschreiben, benennen, in ihrer Funktion erfahren
Ästhetische Gesichtspunkte und Kriterien beim Schreiben von Texten bzw. beim Erstellen kleinerer audiovisueller Produktionen berücksichtigen
Wirkungen ästhetischer Gestaltung in eigenen Gestaltungen erproben
Sich mit einer eigenen Gestaltung identifizieren, sie weiterentwickeln
Gemeinsam mit Formen ästhetischer Gestaltung experimentieren - 41
Repertoire an gelesenen lyrischen Texten unter inhaltlichen, zeitbedingten, gattungsspezifischen und formalen Gesichtspunkten ergänzen und erweitern
Einsichten und Kenntnisse erweitern und vertiefen, die für das Verstehen und Beschreiben lyrischer Texte erforderlich sind
Gedichte auswendig lernen können
In der selbständigen Verwendung von Lese- und Verständnishilfen sicherer werden (siehe Klassenstufen 5/6)
Lyrische Texte zunehmend selbständig erschließen
Sich schreibend, vortragend, gestaltend mit lyrischen Texten auseinandersetzen: z. B. selbst Metren und Bilder finden; genaue Naturbeobachtungen aufschreiben und zu lyrischen Texten „verdichten“, siehe Klassenstufen 5/6
Themengleiche Texte unterschiedlicher Gattungen aus verschiedenen Zeiten erarbeiten
Individuellen Zugang zu lyrischen Texten finden
Bedeutung eines lyrischen Textes für die eigene Person (Selbsterfahrung, Selbstfindung) prüfen
Sich auf Texte einlassen
Ästhetisches Verständnis erwerben
Miteinander über Literatur, Inhalte und Gestaltungsmittel sprechen
Eigene Erfahrungen und Gedanken mitteilen, sich für die anderer interessieren - 44
Repertoire an gelesenen epischen Texten erweitern: epische Kurzformen, Kurzgeschichte, Novelle, umfangreichere Erzählung, Jugendbuch
Einsichten und Kenntnisse erweitern und vertiefen, die für das Verstehen und Beschreiben epischer Texte erforderlich sind: u. a. Erzählhaltung, Erzählperspektive; Raum- und Zeitgestaltung; Handlungsstränge, Motive; Figurenkonstellationen, Personencharakterisierung; sprachliche Mittel
Sich mit einem Autor/ einer Autorin aus der Region beschäftigen
Autorinnen/Autoren der Jugendliteratur kennenlernen
In der selbständigen Verwendung von Lese- und Verständnishilfen sicherer werden
Erzählende Texte mit Hilfe entsprechender Kenntnisse und Einsichten zunehmend selbständig erschließen
Sich schreibend, vortragend, gestaltend mit erzählenden Texten auseinandersetzen; das bedeutet u. a.: Texte ganz oder in Teilen um-, weiterschreiben, ergänzen; Leerstellen füllen; nach Vorgaben und Impulsen schreiben; produktive Verfahren anwenden (z. B. Motive vorgestalten, mit Musik unterlegen, zeichnerisch umsetzen, illustrieren, szenisch interpretieren)
Themengleiche Texte unterschiedlicher Gattung aus verschiedenen Zeiten erarbeiten
Lesehaltung entwickeln
Phantasie entfalten
Sich mit Rollen identifizieren, sich von Rollen abgrenzen
Sprachliche Ausdrucksfähigkeit entfalten
Bereitschaft zum Probehandeln zeigen
Erfahrungshorizont erweitern
Zu Texten Stellung nehmen (siehe Klassenstufen 5/6)
Anderen zuhören
Auf andere eingehen
Partnerschaftliches Gesprächsverhalten anwenden
Rückmeldungen (auch schriftlich) zu anderen Texten geben
Gemeinsame Darstellung produzieren
In der Gruppe Texte sammeln, schreiben, präsentieren, Szenen spielen
Am literarischen Leben teilnehmen (z. B. auch an Wettbewerben); vgl. Klassenstufen 5/6 - 45
Klassenstufen 7/8 · Sprache in ihren Funktionen
Zwischen mündlichem und schriftlichem Erzählen unterscheiden
Kenntnis der Formen und Mittel des Erzählens vertiefen und erweitern (z. B. Erzählungen, Kurzgeschichten)
Komplexere Erzählstrukturen kennen (z. B. Erzählperspektiven, Binnen-/ Rahmenhandlung)
Figurenkonstellation, Konfliktbehandlung verstehen (z. B. Verteilung der Rollen von Handelnden und Betroffenen, Kindern und Erwachsenen, Mädchen und Jungen)
Schriftlich erzählen, dabei − Festigung der oben bei Klassenstufe 5/6 aufgeführten Teilleistungen − Erweiterung der entsprechenden Teilleistungen, u. a. Darstellung äußerer und innerer Handlung, Angemessenheit des Ausdrucks, Leserführung
Erzählerisch experimentieren, z. B. um-, weitererzählen, montieren
Eigene Texte überarbeiten
Wo möglich und angebracht: mit Hilfe eines PCs schreiben und gestalten
Phantasie, Vorstellungskraft, Sensibilität stärken
Gefühle und Stimmungen genau wahrnehmen und entsprechend sprachlich ausdrücken
An sprachlicher Ausdrucksfähigkeit Freude entwickeln
Erzählen als menschliche Kommunikation pflegen, gestalten, erproben
Für Erzählungen anderer offen sein
Auf Erzählungen anderer eingehen (z. B. im Gespräch, im Briefwechsel)
Nach Möglichkeit Gruppenerzählungen entwickeln (z. B. Roman-Projekt)
Nach Möglichkeit Projekte gestalten und realisieren (z. B. Video/ Film, Hörspiel, Textsammlung) - 35
Möglichkeiten der Informationsbeschaffung kennen
Einsicht in das Erfordernis und Kenntnis von Formen der Informationsaufbewahrung vertiefen und erweitern
Ergebnisse von Gesprächen, Unterrichtsphasen u. dgl. festhalten (protokollieren); dazu gehört u. a. : genau hinhören, sich Stichwörter notieren, Wesentliches von Unwesentlichem unterscheiden, abstrahieren, zusammenfassen, wörtlich zitieren
Verschiedene Formen der Informationspräsentation anwenden (z. B. Plakat, Wandzeitung)
Mit Wörterbüchern, Nachschlagewerken und sonstigen Informationsquellen zunehmend sicher und selbständig umgehen Im Sammeln und sachgemäßen Ordnen von Informationen zunehmend Routine entwickeln - 37
Methoden zur Überprüfung eigener Texte zunehmend sicher und selbständig anwenden
Wo immer möglich und angebracht: sich eines PCs bedienen Erörtern/ Argumentieren
Kenntnisse über Funktionszusammenhänge erörternd-argumentierenden Sprechens und Schreibens vertiefen und erweitern
Kenntnis der sprachlichen und außersprachlichen Mittel vertiefen und erweitern (z. B. Tempusgebrauch, Zitieren, Modalverben, logische Zuordnungen)
Stufen der Problemlösung kennen (Probleme benennen, zuordnen, Lösungsvorschläge erarbeiten, bewerten, Entscheidungen fällen) und anwenden
Klassenstufen- und unterrichtsrelevante Themen in Ansätzen erörtern, dazu gehört u. a.: − Zu einem Thema aufschließende Fragen formulieren; Stoff sammeln, gliedern und ordnen; Argumente sinnvoll miteinander verbinden
Grundsätze verständigungsorientierter Kommunikation kennen und beachten
Mut zur Stellungnahme entwickeln
Eigene Werte und Haltungen bewußt machen, überprüfen (siehe auch Klassenstufe 5/6)
Standpunkte anderer wahrnehmen und auf sie angemessen reagieren
Stimmigkeit von Argumentationen prüfen
Sprache und Haltungen anderer bemerken, sie gelten lassen / aushalten / kritisch in Frage stellen
Arbeit im Team (z. B. bei der Herstellung einer Zeitung (siehe auch Klassenstufe 5/6) - 38
Bau von Argumenten (Behauptung, Begründung, Beispiel) und die Funktion der einzelnen Elemente kennen
Unterschiedliche Möglichkeiten der Begründung kennen: z. B. Anführen von Fakten, von unbestreitbaren Sachverhalten, Rückgriff auf verallgemeinerbare Erfahrungen − Die unterschiedlichen Bedingungen des Mündlichen bzw. Schriftlichen beachten − Beim mündlichen Erörtern und Argumentieren zusätzlich stimmliche Mittel, Gestik, Mimik u. dgl. angemessen einsetzen − Überzeugung von Beeinflussung unterscheiden und jeweils angemessen reagieren können - 39
Einsichten und Kenntnisse über Beeinflussung und Mittel der Einflußnahme vertiefen und erweitern
Wirkungszusammenhänge kennen
Appellative Texte verfassen (z. B. Briefe, Leserbriefe, Kommentare, Stellungnahmen, Plakate, Werbetexte, audiovisuelle Produkte); dabei − Rhetorische Stilmittel (z. B. rhetorische Frage, Vergleich, Metapher, Steigerung) sowie Möglichkeiten der optischen Gestaltung (z. B. Layout) erproben
Fragehaltung entwickeln
Zusammenhänge und Hintergründe erarbeiten
Sich für eigene und Ziele der Gruppe einsetzen
Geduld und Ausdauer üben (siehe auch Klassenstufe 5/6)
Meinungsäußerung und Stellungnahmen adressatengerecht und situationsbezogen gestalten (Aufbau, Redemittel, Gestik, Mimik)
Anderen geduldig zuhören
Appelle erkennen, kritisch prüfen, ihnen folgen oder widersprechen (siehe auch Klassenstufe 5/6) Interagieren
Gesprächsformen und geschlechterspezifische Sprachverhaltensmuster, Sprachhandlungstypen und -situationen kennen
Die „Vier Botschaften“ einer Nachricht (Sachinhalt, Beziehungsaspekt, Selbstoffenbarung, Appell) kennen
Sich zunehmend sicher und selbständig adressaten-, sachangemessen und intentionsgerecht mündlich wie schriftlich verhalten
Erworbene Kenntnisse anwenden
Sich im Führen und in der Organisation von Gesprächen weiter üben
Kommunikationstechniken nutzen
Bereitschaft zur Klärung von Fragen und Problemen im Gespräch
Sprachhandlungen bewußt vollziehen: zustimmen, neinsagen, Einwände formulieren, etwas unterstützen u. a.
Sensibilität für Sprachhandlungen anderer entwickeln
Bereit sein, Lob und Kritik zu empfangen, Ablehnung begründen
Mit anderen eine partnerzentrierte Gesprächsführung verwirklichen
Beachten von Gesprächsregeln, Adressatenbezug und Situationsangemessenheit
Gespräche eröffnen; Gespräche selbst steuern - 40
Gebrauchswortschatz festigen und erweitern
Arbeit an individuellen Fehlerschwerpunkten fortsetzen
Die für den Bereich der Zusammen- und Getrenntschreibung, Groß- und Kleinschreibung, Schreibung gebräuchlicher Fremdwörter sowie für die Silbentrennung erforderlichen Sprachkenntnisse erweitern
Kenntnisse über Techniken und Hilfsmittel zur richtigen Schreibung wiederholen und vertiefen
Zunehmend sicher werden im artikulatorisch richtigen Sprechen und rechschreiblich korrekten Schreiben
Rechtschreibwissen, erlernte Arbeitstechniken und Rechtschreibhilfen bei allen Schreibanlässen fortlaufend anwenden
Festigung und Erweiterung des stufengemäßen Gebrauchswortschatzes
Wörterbuch und Fremdwörterbuch nutzen
Lesbare Handschrift ausprägen
Rechtschreibbewußtsein weiterentwickeln: bereit sein, alles, was geschrieben wird, richtig zu schreiben
Bereitschaft und Geduld zur selbständigen Arbeit und zur Selbstkontrolle weiterentwickeln
Sich gegenseitig beim Vermeiden und Erkennen von Fehlern sowie beim Üben helfen - 42
Wissen über Satzstrukturen (u. a. Satzreihe, Satzgefüge) im Blick auf Schreib- sowie Analyse- und Interpretationskompetenz festigen und erweitern
Einsichten über die sprachliche Abbildung logischer Zusammenhänge erweitern und vertiefen (z. B. Folge, Ursache, Bedingung, zeitl. Reihenfolge)
Tempus, Modus und Genus im Textzusammenhang erkennen und Funktionen wahrnehmen
Sprachformen und Sprachebenen (Hoch-, Umgangs-, Jugend-, Fachsprache; das Niederdeutsche) kennen
Ersatz-, Umstell-, Weglaßproben anwenden (z. B. Gliedsätze in Satzglieder / Satzglieder in Gliedsätze umwandeln) und die stilistische Wirkung auch an eigenen Texten erproben
Grammatisches Wissen über die Zeichensetzung bei Haupt- und Gliedsatz zunehmend sicher nutzen
Tempus, Modus und Genus bei der eigenen Textproduktion zunehmend differenziert und sicher verwenden
Sich im Blick auf Sprachform und Sprachebene situations-, adressaten- und sachangemessen verhalten
Soweit vorhanden: mit einem Textverarbeitungsprogramm eigene Texte schreiben und überarbeiten
Bewußtsein für Satzstrukturen stärken
Sicherheit im Umgang mit Zeitformen und -stufen, mit Modus und Genus gewinnen
Bewußtsein für angemessenen Umgang mit unterschiedlichen Sprachformen und -ebenen entwickeln
Bereit sein, eigene Texte zu überarbeiten
Unterschiedlichen Sprachgebrauch vor dem Hintergrund verschiedener Situationen, Gruppen und Personen erfahren - 43
Dramatische Texte kennen (altersgemäßes Jugendstück, Szenen, Dialoge)
Texte in audiovisueller Präsentation (Hörspiel, Kurz, Jugendfilm, Fotoroman) in exemplarischen klassischen und aktuellen Beispiele kennenlernen
Die für das Verstehen und Beschreiben dramatischdialogischer Texte erforderlichen Verfahren und Begriffe kennen (u. a. Gattungen, Szene, Akt; Dialog; Regieanweisung)
Szenische Umsetzung (z. B. Theater, Videoproduktion) kennen
Wesentliche Gestaltungsmittel des Hörspiels und des Films kennen: u. a. Blende, Schnitt, Sequenz, Einstellung, Kameraperspektive
Lese- und Verständnishilfen verwenden
Dramatische Texte interpretieren
Sich schreibend, vortragend, gestaltend mit dramatischen Texten auseinandersetzen (vgl. auch oben unter „lyrische“ und unter „erzählende Texte“)
Ästhetische und technische Verfahren der Produktion praktisch erproben (z. B. Hörspielszene; Videoclips, Trailer)
Individuellen Zugang zu dialogischen Texten finden
Sich in Figuren /Rollen hineinversetzen, sich mit ihnen identifzieren, sich von ihnen abgrenzen
In einer Rolle Sprech- und Handlungsweisen erproben
Figuren / Rollen aus verschiedenen Perspektiven betrachten; Rollenmuster wahrnehmen (z. B. Abhängigkeit, Auflehnung, Konflikt)
Freude am Gestalten von Rollen, am szenischen Darstellen gewinnen
Maßstäbe ästhetischer und funktionaler Bewertung erarbeiten
Offenheit für Möglichkeiten moderner Ausdrucksmittel entwickeln
Texte arbeitsteilig erschließen
Sich auf eine szenische Darstellung verständigen, Konzeptionen gemeinsam absprechen, mit Anregungen und Hilfen aufeinander eingehen
Verantwortung für das Ganze übernehmen, Aufgaben koordinieren
Nach Möglichkeit gemeinschaftlich eine Sendung (Schulradio, -TV, Offener Kanal u. ä.) produzieren
Sich in der Arbeit am Produkt, am Team und an den abgesprochenen Zielen orientieren
Nach Kritik Produkt überarbeiten - 46
Aktuelle und exemplarische Produktionen aus Hörfunk und Fernsehen kennen (Nachrichten, Magazine, Werbung, Unterhaltungssendung in Radio und TV), beschreiben, verstehen, einordnen − Die inhaltlichen, sprachlichen und Gestaltungsunterschiede zwischen Meinung und Tatsache, Darstellung und Bewertung erfassen
Nach Möglichkeit eigene audiovisuelle Produktionen von der Idee bis zur Sendung gestalten
Maßstäbe für die persönliche Einschätzung derartiger Produktionen gewinnen
Nach Möglichkeit gemeinschaftliche Produktion von Beiträgen zum Schul-Radio/-TV
Die eigenen Fähigkeiten und Neigungen in die Arbeit des Teams einbringen - 48
Kenntnisse über das Buchwesen, Büchereien / Bibliotheken vertiefen
Verschiedene Formen des Theaters kennenlernen (auch durch eigene Besuche)
Angebote von Verlagen, Büchereien / Bibliotheken für den eigenen Wissenserwerb (u. a. für Referate, Projekte) und zur Unterhaltung (Privatlektüre) nutzen
Wo vorhanden: Angebote der Theaterpädagogin / des Theaterpädagogen nutzen ( u. a. bei Spielplaneinführung)
Bereitschaft zur Teilnahme am literarisch-kulturellen Leben entwickeln
Neugier und Interesse an Theaterbesuchen und an anderen kulturellen Einrichtungen (z. B. Museum, Ausstellung) entwickeln
Miteinander die Informations- und Unterhaltungsmöglichkeiten durch Büchereien / Bibliotheken und Verlagsservice nutzen
Lesungen von Autorinnen und Autoren vorbereiten
Gemeinsam Theaterbesuche vorbereiten und erleben
Nach Möglichkeit Einblicke in die Welt hinter der Bühne erhalten (u. a. Bühnenformen, Technik, Werkstätten)
Nach Möglichkeit mit künstlerischem / schauspielerischem Personal sprechen - 49
Das Zeitungswesen genauer kennenlernen (u. a. Arbeit in Redaktion und Vertrieb bei Tageszeitungen, Illustrierten, Jugendzeitschriften)
Eine Hörfunk- oder Fernsehanstalt kennenlernen
Informationstechnische Grundbildung erwerben
Soweit vorhanden: ein Textverarbeitungsprogramm und dessen Einsatzmöglichkeiten kennenlernen
Einen Zeitungsverlag besichtigen
Nach Möglichkeit Experten (z. B. der Redaktion einer Zeitung, einer Rundfunk- oder Fernsehanstalt) aufsuchen oder einladen und befragen
Soweit vorhanden: ein Textverarbeitungsprogramm zum Schreiben eigener Texte nutzen
Interesse entwickeln, Zeitungen und Zeitschriften zum Informationserwerb und zur Unterhaltung zu lesen
Eigene Hör- und Sehgewohnheiten hinterfragen
Aufmachung von Texten auch als ästhetisches Mittel ansehen
Möglichkeiten elektronischer Hilfsmittel aufgeschlossen und kritisch begegnen
Gemeinsam eine Betriebsbesichtigung bei einem Verlag oder einer Redaktion planen und durchführen
Hör- und Sehgewohnheiten zum Thema der Gruppe machen
Gemeinsam hergestellte Produkte (z. B. Zeitungen, Bücher, Hörkassetten) in der Schule bekannt machen
In der Schule gemeinsam am PC/ mit Programmen arbeiten - 50
Gedichte, konkrete Poesie, Lautgedichte, Balladen, Erzählgedichte, Songs verschiedener Zeit, Länder und Kulturräume kennen
Motive, Themen, Bezüge zur Wirklichkeit wahrnehmen
Bildliches Sprechen von anderen Formen der Darstellung unterscheiden
Verfahren der Erarbeitung von Texten anwenden (Lesevortrag, Wahrnehmung der Wirkung und der Gestaltungsmittel)
Verfahren des untersuchenden Umgangs, der Interpretation und der Vor-, Um- und Nachgestaltung anwenden
Interesse für Lyrik entwickeln
Wirkungen lyrischer Texte wahrnehmen und verbalisieren (siehe auch Klassenstufen 7/8 sowie hier unter „erzählende“ und „dialogische“ Texte)
Sich in einer Gruppe über lyrische Texte austauschen
Lyrische Texte selbst verfassen und in der Gruppe zu einer Sammlung zusammenstellen (siehe auch Klassenstufen 7/8 sowie hier unter „erzählende“ und „dialogische Texte“)
Einsichten und Kenntnisse erweitern und vertiefen, die für das Verstehen und Beschreiben lyrischer Texte erforderlich sind: u. a. Entstehungsbedingungen; Gedichtformen; formale Gestaltungsmittel; semantische und syntaktische Strukturen; rhetorische Stilmittel (Wiederholung, Steigerung, Bild- und Klangstrukturen; Metapher, Symbol, Personifikation); Strophe, Vers, Metrum, Rhythmus, Reim; konkrete Poesie (siehe auch Klassenstufen 7/8)
Verdichtende und verdichtete Texte selbst verfassen
Gedichte zusammenstellen und mit einem Vorwort versehen
Lyrische Texte szenisch interpretieren, in audiovisuellen Formen darstellen (z. B. DiaMontage, Videofilm)
In einer Anthologie selbständig Fragen nachgehen (Fragen zu Form, Inhalten, Gestaltungen stellen und selbst bearbeiten)
Verschiedene Arten, über Lyrik zu sprechen (Interpretation, Gespräch, Empfehlung u. ä.) kennenlernen und prüfen - 57
Komplexere Erzähltexte (Erzählung, Novelle, Roman) deutschsprachiger und europäischer Autorinnen und Autoren in Auszügen und Ganzschriften - auch in audiovisueller Präsentation kennenlernen und in ihrer Wirkung erfassen
Analytische und produktive Verfahren zur Erschließung von Texten (auch solcher in audiovisueller Präsentation) und zur Vertiefung des Textverständnisses nutzen; dazu gehört z. B.: − Struktur und Handlungsablauf, Gestaltungsmittel usw. erfassen − textnahe produktive Verfahren anwenden, z. B. eine Leerstelle ausfüllen (innerer Monolog, Tagebuchnotiz, Brief, Ausformulieren eines Dialogs), Parallel-, Zwischen- und Gegentexte verfassen, alternative Schlüsse oder Konfliktlösungen erfinden; einen Handlungsablauf vorgestalten, über das Ende hinausschreiben; szenisch interpretieren (auch in audiovisueller Präsentation)
Sich auf Literatur als Spielraum der Erfahrung einlassen, sich fremden Welterfahrungen öffnen
Selbst fiktive Handlungen phantasievoll entwerfen, Einzelheiten in ihrer Funktion für den Verlauf eines Geschehens wahrnehmen
Denkanstöße aufnehmen, Lösungsansätze für Konflikte entwickeln, durchdenken und bewerten siehe auch Klassenstufen 7/8 sowie hier unter „lyrische“ und „dialogische Texte“
Im Umgang mit Literatur indirekt und im Schonraum des Fiktionalen miteinander auch über eigene Erfahrungen sprechen, sich äußern, zuhören, aufeinander eingehen, sich kennenlernen, Stellung nehmen
Funktion von Literatur für einzelne und Gruppen erfahren
In Gruppen einzelnen Fragestellungen nachgehen, die Ergebnisse anderen vorstellen
Am literarischen Leben teilnehmen (z. B. Kulturtelefon, Lesung, Theater, Kino) siehe auch Klassenstufen 7/8 sowie hier unter „lyrische“ und „dialogische Texte“ - 58
Dramatisch-dialogische Texte (Schauspiel, Drama, Tragödie, Komödie; dramatisch-dialogische Texte in audiovisueller Präsentation, z. B. Hörspiel) deutschsprachiger und europäischer Autorinnen und Autoren in Auszügen und Ganzschriften
Einsichten und Kenntnisse erweitern und vertiefen, die für das Verstehen und Beschreiben dramatisch-dialogischer Texte (auch solcher in audiovisueller
Analytische und produktive Verfahren zur Erschließung von dramatisch-dialogischen Texten (einschließlich solcher in audiovisueller Präsentation) und zur Vertiefung des Textverständnisses nutzen; dazu gehört z. B.: − Fragestellungen zur Erarbeitung eines Dramas in einer Inszenierung, einer Hörspielproduktion erarbeiten (Bühne, Requisit, Licht; Ton; Musik, Geräusch; Regie)
Interesse entwickeln für und Erfahrungen mit Bühnengestaltung machen
Das Hören, Sehen, Wahrnehmen weiter differenziert ausbilden
Interesse und Bereitschaft entwickeln, den medial vermittelten „Text“-arten aufgeschlossen und kritisch begegnen
Bereitschaft weiterentwickeln, Kenntnisse zu erwerben und Anteil zu nehmen, Kriterien zu entwickeln und Stellung zu
In Rollen kooperieren Präsentation) erforderlich sind: u. a. Grundkenntnisse im Blick auf Entwicklung und Formen dramatischer Literatur; Epoche und geschichtlicher Hintergrund; Handlung, Konflikt; Sprache, außersprachliche Mittel; Autor, Werk, Publikum;Wirkung; Fachbegriffe: z. B. Bühne, „Hörraum“, Szene, Dialog; Regie; Stilisierung; Komik, Tragik) − textnahe produktive Verfahren anwenden, z. B. eine Rollenbiographie schreiben; ein Exposé für ein Theaterstück entwerfen, eine Szene schreiben, szenisch interpretieren (auch in audiovisueller Präsentation) nehmen, sich für eigene Produktionen die notwendigen Kenntnisse und Techniken anzueignen, kreativ Ideen für eine Weiterentwicklung und für neue Formen und Inhalte zu entwickeln (siehe auch Klassenstufen 7/8 sowie hier unter „lyrische“ und „erzählende“ Texte) - 60
Verschiedene Formen medial vermittelter Literatur (z. B. Thater; Hörspiel, Video-, Filmproduktion) kennen
Grundlegende Kenntnisse der formalen und technischen Gestaltungsmittel audiovisueller Medien (z. B. „Sprache“ des Hörspiels, des Films: Schnitt, Blende, Sequenz ) erwerben
Einblick in das literarische Leben gewinnen (siehe auch „Kontexte“)
Das eigene Textverständnis angemessen zur Sprache bringen; eine Inszenierung, eine Produktion beurteilen, ihre Wirkung beschreiben und sie auch unter ästhetischen Gesichtspunkten bewerten (mündlich; schriftlich; siehe oben unter „Sprache in ihren Funktionen“)
In der Gruppe Kategorien für verschiedene Formen von Sendungen entwickeln, Maßstäbe für Kritik erarbeiten, Vergleiche mit Sendungen anderer Länder (deren Sprache / Musik Gegenstand des Unterrichts ist) herbeiführen
Nach Möglichkeit gemeinsam Sendungen oder Teile von Sendungen produzieren, prüfen, überarbeiten (Schulradio, Videogruppe, Offener Kanal), an Wettbewerben teilnehmen (siehe auch Klassenstufen 7/8 sowie hier unter „lyrische“ und „erzählende“ Texte - 61
Klassenstufen 9/10 · Sprache in ihren Funktionen
Kenntnisse der Formen und Mittel des Erzählens erweitern (z. B. Science Fiction, Parodie, Satire, Kurzprosa, Kurzgeschichte, experimentelle Prosa)
Erzählweisen (episch breite, pointierende, anekdotische, mündliche / schriftliche) und Gestaltungsformen wahrnehmen
Unterschiedliche Erzählperspektiven kennen und beschreiben
Eigene Erzähltexte gestalten; dazu gehört u. a.: − Verfahren der Ideenfindung anwenden − Erzählpläne entwerfen und ausführen − Leerstellen ausfüllen, umerzählen, Perspektiven verändern − Erzählmuster selbst gestalten − mittels audiovisueller Medien erzählen − Gelegenheiten zum freien Schreiben schaffen und nutzen; nach Vorgaben schreiben (Thema/Motiv, Bild, Musik u. a.)
Erzählen als Grundform menschlicher Kommunikation erkennen und pflegen
Eigene künstlerische Ausdrucksmittel erproben
Erfahrungen, Gefühle, Stimmungen wahrnehmen und reflektieren; sprachlich angemessen wiedergeben
Mit anderen über Erlebtes / Erzähltes sprechen, z. B. − Gemeinsam ein Erzählprojekt verwirklichen − Literarische Geselligkeit (z. B. im Literatur-Café) erfahren − Formen des Austausches über Selbstgeschriebenes üben − Etwas nach Kriterien gemeinsam überarbeiten / verbessern - 51
Die sprachlichen und formalen Merkmale informierenden Sprechens und Schreibens kennen, u. a. von − Bericht, Beschreibung − Ergebnisprotokoll, Referat − Darstellung eines Sachverhalts − Wiedergabe von literarischen Texten, von Gebrauchstexten − Lebenslauf und Bewerbung
Informationsquellen und die Möglichkeit ihrer Nutzung kennen
Mündlich und schriftlich in Handlungszusammenhängen sachangemessen und adressatengemäß informieren, dabei u. a. − Informationen beschaffen und auswerten / mit Nachschlagewerken, Dateien (auch elektronischen) gezielt umgehen − gängige Formen informierenden Schreibens (z. B. Bericht, Protokoll, Inhaltswiedergabe) in unterrichtlichen Verwendungszusammenhängen zunehmend sicher und selbständig nutzen − Fähigkeit zum motivierenden Vortrag entwickeln − Möglichkeiten/Formen der Veranschaulichung sowie technische Hilfsmittel nutzen − Standardisierte Schreiben zweckentsprechend und formgerecht verfassen (z. B. Lebenslauf, Bewerbung, Zweckschreiben)
Interesse für Sachverhalte entwickeln; Fragehaltungen einnehmen
Um Genauigkeit im Umgang mit Sachfragen bemüht sein
Für andere Informationen beschaffen
Interview-Technik anwenden
Zwischen Person und Sache unterscheiden können
Verantwortungsvoll gegenüber anderen mit Informationen umgehen
In einer Gruppe in Arbeitsteilung ein Vorhaben gestalten (z. B. eine Informationsveranstaltung, eine Reise/Exkursion vorbereiten; einen Sachverhalt erkunden: Schul-, Stadtteilgeschichte, Geschichte eines Denkmals, einer Mahntafel; Rechtsgrundlagen klären: Jugendschutzbestimmungen, Verbraucherschutz u. ä.) - 52
Ausgefeiltere Argumentationsweisen kennenlernen und ihre Merkmale erfassen (Typen von Argumentation, Begriffe, Definition, Aufbaumöglichkeiten, Pro und Contra, Logik des gedanklichen Aufbaus)
Zunehmend sicher und selbständig im Blick auf unterschiedliche Sachverhalte und Problemstellungen erörtern und argumentieren: − Argumente finden, folgerichtig ordnen, sprachlich und gedanklich verknüpfen sowie wirkungsvoll darstellen − Sachverhalte und Probleme aus dem eigenen Erfahrungsbereich sowie Fragen des Zeitgeschehens differenziert darstellen, erörtern und zu ihnen Stellung nehmen
Über eigenes und fremdes Handeln, Ereignisse und Probleme kritisch nachdenken
Zu kontroversen Themen einen eigenen Standpunkt entwickeln, ihn sprachlich ausarbeiten, kritisch überprüfen und vertreten
Grundsätze der verständigungsorientierten Kommunikation beachten
Standpunkte anderer wahrnehmen, ernst nehmen und kritisch überprüfen
Mögliche Einwände gegen eigene Auffassungen vorwegnehmen und durchdenken
Eigene Auffassungen argumentativ stützen
Personenbezogene und sachbezogene Argumentationen als verschiedene Ebenen erkennen und beachten Interagieren
Verschiedene Gesprächsformen kennen (Kurzrede, Vorstellungsgespräch, Verhandlung u. ä.)
Geschlechterspezifische Sprachverhaltensmuster kennen
Sich in informellen und formellen Situationen (z. B. Bewerbungsgespräch) auf die Gesprächssituation einstellen sowie sprachliche und nichtsprachliche Mittel angemessen einsetzen
Bereitschaft zur Klärung von Fragen und Problemen im Gespräch
Lob und berechtigte Kritik annehmen
Gespür für Sprachhandlungen vergrößern
Geschlechterspezifisches Sprachverhalten berücksichtigen
Mit anderen ernsthaft Gespräche führen (sich auf ein Thema einigen, beim Thema bleiben)
Bereit sein, sich anderen mitzuteilen, auf andere eingehen, sie ernst nehmen - 53
Problemlösungsmuster kennen
Probleme und Konflikte erfassen und einschätzen
Problemlösungen entwickeln und bewerten
Gesprächsregeln, Adressatenbezug und Situationsangemessenheit beachten
Sprache als soziales Handeln erfahren und praktizieren Appellieren
Die appellative / werbende / agitierende Funktion von Sprache in mündlichen und schriftlichen Texten (z. B. Werbung, Propaganda, Wahlprogramm, politsche Lyrik, Aufruf) erkennen und gegen das Erörtern / Argumentieren abgrenzen
Die in die Sprache eingeflossenen Emotionen identifizieren
Appellative Sprache situations- und adressatenbezogen in schriftlichen Texten und Redebeiträgen einsetzen und ggf. als stilistisches / rhetorisches Mittel rechtfertigen
Appellative Texte verfassen (z. B. Aufrufe, Plädoyer, Wandzeitung, Schülerzeitung, Magazinbeitrag)
Spontanen Umgang mit appellativer Sprache erleben und verarbeiten (z. B. lachen, stutzen, sich erinnern / sich betroffen fühlen, abwehren) und bewußtes Nachdenken darüber zulassen
Eigene Auffassungen angemessen vertreten
Einflußnahme aufeinander reflektieren Sprache in ästhetischer Funktion
Im Umgang mit Texten / Kontexten / Medien ästhetische Gestaltung erkennen (Wortfelder, Bildlichkeit, Personifikation, rhythmische Gestaltung, Gestaltung durch Satzarten /-bau und spezielle künstlerische Mittel, experimentelle Formen)
Künstlerische Gestaltungsmittel wahrnehmen, durch bewußte Verfahren ermitteln, beschreiben, benennen, in ihrer Funktion erfahren
Wirkungen ästhetischer Gestaltung in eigenen Gestaltungsversuchen erproben und kritisch überprüfen
Sich über Wirkungen ästhetischer Gestaltung in gemeinsamen Gestaltungsversuchen austauschen - 54
Funktion von Rechtschreibnormen kennen
Anliegen und Ansätze von Rechtschreibreformbewegungen kennen
Wesentliche sprachliche Phänomene beschreiben, benennen und in ihrer Funktion erfassen; dabei grammatische Kenntnisse und Einsichten im Blick auf Sprachverwendung und reflexion sowie auf die Auseinandersetzung mit Texten erweitern und vertiefen
Über exemplarische Einblicke in den Wandel der deutschen Sprache verfügen (z.B. Entstehung der neuhochdeutschen Schriftsprache; Bedeutungswandel; fremdsprachliche Einflüsse)
Eigene Fehlerschwerpunkte im Bereich der Rechtschreibung und Zeichensetzung erkennen und daran arbeiten
Nachschlagewerke nutzen
Sprachliche Möglichkeiten der Stilgestaltung einsetzen
Stilistische Mittel bewußt anwenden, eigene Texte stilistisch überarbeiten (dabei u. a. ein Textverarbeitungsprogramm nutzen)
Texte unterschiedlicher Epochen unter sprachlichen Gesichtspunkten vergleichen, z. B. im Blick auf die Rolle von Mädchen und Jungen, Frauen und Männern
Aus Eigeninitiative üben und Selbstkontrolle durchführen
Eigene Schreibkompetenz erweitern
Bewußtsein für Sprachveränderungen bekommen
Bewußtsein und sprachliche Möglichkeiten für gleichberechtigtes Miteinander von Mädchen/Jungen und Frauen/ Männern entwickeln
Sprachliche und kulturelle Vielfalt bewußt wahrnehmen und wertschätzen
Sich gegenseitig beim Vermeiden und Entdecken von Fehlern unterstützen; gemeinsam an Fehlerschwerpunkten arbeiten
Sich gegenseitig im korrekten Sprachgebrauch unterstützen
In Zusammenarbeit Texte überarbeiten (u. a. am PC)
Sich gegenseitig in gleichberechtigten Geschlechterrollen annehmen und (z. B. im Gespräch) fair miteinander umgehen - 55
Verschiedene Ausprägungen von Sprache kennen (z. B. Dialekt, Umgangssprache, Standardsprache, Fachsprache)
Geschlechterrollen im Sprachsystem erkennen und reflektieren
Sprachliche Einsichten und Kenntnisse bei der Analyse und Interpretation von Texten zunehmend sicher und selbständig nutzen - 56
Einsichten und Kenntnisse erweitern und vertiefen, die für das Verstehen und Beschreiben erzählender Texte (auch solcher in audiovisueller Präsentation) erforderlich sind: u. a. Grundkenntnisse im Blick auf Entwicklung und Formen der deutschen Literatur; Epoche und geschichtlicher Hintergrund; Stoff und Motiv; Textsorte, Gattung; Sprache und Struktur; Autor, Werk und Leser; Anspruch und Wirkung; Fachbegriffe: z. B. Erzählperspektive, Satzfiguren, erzählte Zeit / Erzählzeit, bildliches Sprechen, Personifikation, Humor /Ironie, Komik, Satire)
Möglichst selbständig die für das Verstehen und Beschreiben erzählender Texte erforderlichen Einsichten und Kenntnisse anwenden
Das eigene Textverständnis angemessen zur Sprache bringen; Texte beurteilen, ihre Wirkung beschreiben und sie auch unter ästhetischen Gesichtspunkten bewerten (mündlich, schriftlich; siehe oben unter „Sprache in ihren Funktionen“) - 59
Organisationen / Institutionen des literarisch-kulturellen Lebens (z. B. Schriftstellerverbände, Dichter-, Sprachgesellschaften, Literaturhäuser, Büchereien, Bibliotheken; Verlage; Theater; Medienanstalten; Akademien; Kinos) kennen und ihre Funktion einschätzen
Kenntnisse über die Organisation / Struktur eines Theaters, über die Tätigkeit der in ihm arbeitenden Personen, über die Bedingungen einer Produktion usf. erwerben bzw. vertiefen
Fragen, Probleme des Literaturbetriebs untersuchen und erörtern; z. B. Schriftstellerei als Beruf, der Weg vom Manuskript zum Buch, vom Autor zum Leser; Buchmarkt
Autorinnen / Autoren einladen; nach Möglichkeit Lesungen besuchen
Sich mit Fragen der Organisation / Struktur, der Aufgaben, der Probleme eines Theaters auseinandersetzen; dazu gehört z. B. − Angebote der Theaterpädagogin / desTheaterpädagogen nutzen (wo vorhanden) − Spielpläne vergleichen − Aufführungen in der näheren oder weiteren Umgebung besuchen − wo gegeben: Werkstattangebote der Theater nutzen (z. B. Besuch von Proben, Beobachtung der Entstehung einer Inszenierung)
Zur Teilnahme am literarischkulturellen Leben bereit sein
Ausstellungen und Museen besuchen, Inhalte selbständig verarbeiten (Notizen, Skizze, Tagebuch u. dgl.)
Interesse für die vielfältigen Theater- und Kinoangebote entwickeln und dabei Neigungen entdecken und entfalten
Literarische Projekte (u. a. Erkundungen von Literatur vor Ort, in literarischen Museen / Ausstellungen, im Literatur-Café) gemeinsam durchführen
In klassenstufen- und schulrelevanten Zusammenhängen Texte zum literarisch-kulturellen Leben verfassen (z. B. Kritik, Glosse, Parodie)
Gemeinsam Theaterbesuche vorbereiten und erleben - 64
Kenntnisse über die Organisation / Struktur einer örtlichen Bibliothek und über die Tätigkeit der in ihr arbeitenden Personen erwerben bzw. vertiefen
Sich mit Fragen der Organisation / Struktur, der Aufgaben, der Probleme einer Bibliothek/Bücherei ggf. der schuleigenen auseinandersetzen; dazu gehört z. B. − Informationsmaterial sammeln und auswerten − Bücherei besuchen; Informationsgespräche mit dem Büchereipersonal führen - 65
Kenntnisse über Massenmedien erweitern und vertiefen, dazu gehört u. a. die Beschäftigung mit − Unterhaltungs- und Informationsbedürfnissen in der Gesellschaft − Rolle und Arbeitsweisen von Medienmarkt und Massenmedien, ihrem Einfluß auf den einzelnen und die Gesellschaft − Konsequenzen des Wandels zur Informationsgesellschaft − Problemen der Meinungsvielfalt und der Meinungsbildung − Fragen der Pressefreiheit, der Verantwortung von Intendantinnen / Intendanten und Journalistinnen / Journalisten − Fragen des Jugendschutzes und Problemen von Gewaltdarstellungen
Aufgaben/Organisation/ Struktur des Nachrichtenwesens (z. B. Nachrichtenhandel, Nachrichtenvertrieb; Agenturen) kennen
Informationen beschaffen, untersuchen, vergleichen, auswerten, z. B. über − Regionale und überregionale Zeitungen und deren Verlage (u. a. Zielgruppen, Vertrieb, Abhängigkeiten von z. B. Werbeeinkünften) − Verschiedene Sender und ihre Angebote
Nach Möglichkeit ein Nachrichtenstudio (z. B. ARDTagesschau-Studio; Studio eines regionalen Senders) besichtigen, Besuch dokumentieren
Medien für sich nutzen und bewerten
Fähigkeit zum kritischen Auswählen innerhalb der Unterhaltungs- und Informationsangebote und zur kritischen Einordnung solcher Angebote entwickeln; nach eigenen Orientierungsmöglichkeiten suchen
Besuch im Verlag / Studio gemeinsam vorbereiten und durchführen
Beobachtungen und Erfahrungen gemeinsam auswerten
Gemeinsam (Schul-)Radio- oder Fernsehnachrichten produzieren
Medial vermittelte Rollen in der Gesellschaft und eigene Rollenauffassungen in Beziehung setzen - 66
Aufgaben/Organisation/ Struktur des Zeitungswesens kennen (z. B. Zeitungslandschaft in SchleswigHolstein, in Deutschland; Zeitungsverlag, Redaktion, Vertrieb; Anzeigen; die Spartenstruktur von Zeitungen; Aufbau einer Titelseite; Struktur der Leserschaft)
Aufgaben/Organisation/ Struktur des Rundfunkwesens kennen (z. B. öffentlich-rechtliche und private Rundfunk- und Fernsehlandschaft; Struktur von Zuschauer/Hörerschaft; Produktionsbedingungen)
Medienspezifische journalistische Formen (Nachricht, Reportage, Interview, Feature, Magazin u. a.) kennenlernen und anwenden
Medien in ihren Formen und Wirkungen vergleichen: Zeitung Rundfunk - Fernsehen; öffentlichrechtliches Fernsehen - private Gesellschaften
Auswirkungen von Gewaltdarstellungen bei sich selbst kritisch hinterfragen
Sensibel werden für Gewaltdarstellungen und Gewalt in der eigenen Umgebung (z. B. in der alltäglichen Sprache)
Gesellschaftliche Entwicklungen in Klärungsversuchen der Gruppe konstruktiv und kritisch betrachten; dabei Werte wahrnehmen, die die Entwicklung in der Gesellschaft bestimmen und eigene Werteorientierung überprüfen
Sich in bezug auf Werte und Handlungsperspektiven informieren und engagieren
Gemeinsam mit anderen an der Vermeidung von Gewalt in der eigenen Sprache und im Umgang mit anderen arbeiten - 67
Kommunikationstechnologien kennenlernen
Informationstechnische Grundbildung vertiefen
Sich mit Anliegen und Problemen des Datenschutzes auseinandersetzen
Wo vorhanden: Mailboxverfahren nutzen
Sicherer werden im Umgang mit Textverarbeitungsprogrammen
Verantwortlichen Umgang mit gespeicherten Daten entwickeln
Sich selbst mit den Problemen der Kommunikations- und Informationstechnologie und ihren Herausforderungen auseinandersetzen
Mittel zur Gestaltung eigener Texte nutzen (z. B. auch zur Erstellung von Lebenslauf und Bewerbungsschreiben) - 68
Klassenstufen 5/6 · Texte
Persönliche Wirklichkeit und dargestellte Wirklichkeit in Beziehung setzen
Interesse an Lektüre entwickeln
Den eigenen Erfahrungshorizont erweitern
Sprachliche Möglichkeiten dazugewinnen wollen Texte Sach- und Gebrauchstexte
Grundlegende Unterschiede zwischen literarischen Texten und Sach- und Gebrauchstexten kennen
Funktion von Sach- und Gebrauchstexten kennen
Funktion von Sach- und Gebrauchstexten an ausgewählten Beispielen kennenlernen
Einfache Erschließungstechniken anwenden (sinnerschließendes Lesen, Fragen nach Inhalt, Aussage und Wirkung u. a.)
Lese- und Verständnishilfen verwenden (Gliedern, Markieren, Randnotizen; Gebrauch von Wörterbüchern und Nachschlagewerken)
Bereitschaft entwickeln, sich durch Nachlesen, Nachschlagen, Nachfragen kundig zu machen
Neugier auf bislang Unbekanntes entwickeln
Informationen kritisch prüfen
Mit Sachtexten / Informationen verantwortlich umgehen
Einer Frage in untergeordneten Fragestellungen gruppenteilig nachgehen
Ergebnisse zusammentragen
In projektorientierten Phasen Teamfähigkeit entwickeln
Kommunikationszusammenhänge bei der Weitergabe von Informationen beachten - 31
Klassenstufen 7/8 · Texte
Kenntnisse und Einsichten über Sach- und Gebrauchstexte sowie über appellative Texte vertiefen und erweitern
Formen der Veröffentlichung (z. B. als Zeitungstext, Lexikonartikel) und Textarten (z. B. Gebrauchsanweisungen, journalistische Formen) in ihren Verwendungszusammenhängen und Entstehungsbedingungen kennen
Kenntnis über sprachliche und gestalterische Mittel erweitern und vertiefen
Lese- und Verständnishilfen verwenden
Formen der inhaltlichen Erschließung anwenden
Sach- und Gebrauchstexte sowie appellative Texte mit Hilfe entsprechender Kenntnisse und Einsichten untersuchen, dabei u. a.: − Sachverhalte bzw. Absichten sowie ihre jeweilige Darstellung genau und kritisch erfassen − Argumentationsstruktur, sachliche Klarheit, Verständlichkeit prüfen − sprachliche und außersprachliche Mittel im Blick auf Absicht und Wirkung untersuchen − Informationen herausarbeiten, Informationen veranschaulichen
Zu sorgfältigem und kritischem Umgang mit Sach- und Gebrauchstexten sowie mit appellativen Texten bereit sein
Fähigkeit zum Vergleichen und Bewerten entwickeln
Zwischen Information und Manipulation unterscheiden
Informationen adressatenbezogen aufbereiten, veranschaulichen, präsentieren
Rückmeldung umsetzen
Im Projekt-Team arbeiten (z. B. Zeitung, Ausstellung, Broschüre, Veranstaltung erarbeiten)
Gemeinsam verantwortlich handeln - 47
Klassenstufen 9/10 · Texte
Einsichten und Kenntnisse erweitern und vertiefen, die für das Verstehen und Beschreiben von Sach- und Gebrauchstexten (auch solcher in audiovisueller Präsentation) erforderlich sind: z. B. Grundkenntnisse im Blick auf Produktion und Produktionsbedingungen von Massenmedien; Wirkabsichten, sprachl.-außersprachliche Mittel; Verhältnis Autor Publikum; Fachbegriffe: z. B. Nachricht, Kommentar; rhetorische Figuren
Verschiedene Formen audiovisuell vermittelter Sach- und Gebrauchstexte (z. B. Rundfunk-Feature, Fernsehmagazin) kennen
Grundlegende Kenntnisse der formalen und technischen Gestaltungsmittel audiovisueller Medien gewinnen (vgl. „literarisch-fiktionale Texte“) − Argumentationsstruktur, Wirkabsicht / Interesse prüfen − produktive Verfahren anwenden, z. B. für ein Phantasieprodukt werben, Beiträge für die Schülerzeitung verfassen (auch in audiovisueller Präsentation)
Das eigene Textverständnis angemessen zur Sprache bringen; Texte beurteilen, ihre Wirkung beschreiben und sie auch unter ästhetischen Gesichtspunkten bewerten (mündlich; schriftlich; siehe „Sprache in ihren Funktionen“)
Maßstäbe für die Bewertung der Funktion derartiger Produktionen gewinnen
Nach Möglichkeit gemeinsam Beiträge zum Schulradio / -TV produzieren
Die eigenen Fähigkeiten und Neigungen in die Arbeit des Teams einbringen - 63
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