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Lehrpläne Schleswig-Holstein
Sekundarstufe I
Latein
inhaltsbezogen
Wortbedeutungen und Sprachstrukturen erfassen können
9
prozessbezogen
Literarische Texte erschließen und wiedergeben können
6
Literarische Texte deuten und in einen Kontext setzen können
13
Personale Kompetenzen
9
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
A) Wortbedeutungen und Sprachstrukturen erfassen können
kennen die Bedeutungen von mindestens 500 wichtigen Wörtern und können sie beim Übersetzen sicher anwenden.
verstehen, dass sie Kernbedeutungen erlernen, und können diese in Abhängigkeit vom Kontext abwandeln.
verstehen wichtige Prinzipien der Wortbildung und können diese nutzen, um Wörter auf ihre Grundform zurückzuführen oder sich unbekannte Wörter zu erschließen.
verstehen, dass lateinische Wörter in modernen Sprachen fortleben, und können dies im Deutschen und in den modernen Fremdsprachen aufzeigen.
verstehen, wie ein lateinisch-deutsches Wörterbuch aufgebaut ist, und können dessen Angaben nutzen, um passende Bedeutungen zu finden.
beherrschen wichtige Erscheinungen der Formen- und Satzlehre und können ihr Wissen bei der Analyse und Wiedergabe lateinischer Sätze sinnvoll anwenden. Folgende Erscheinungen sind wichtig; sie stellen das Minimum der zu erlernenden Grammatik dar. Sie unterscheiden sich in solche, die Schülerinnen und Schüler bilden können müssen, und solche, die sie nur zu erkennen und zu benennen brauchen. Wissen Die Schülerinnen und Schüler bilden
kennen wichtige Unterschiede zwischen der lateinischen und der deutschen Sprache und können dieses Wissen nutzen, um lateinische Texte im Deutschen angemessen wiederzugeben.
verstehen Sprache als System und können neues Wissen darin integrieren. Wörter richtig aussprechen können Das Erfassen von Wortbedeutungen und sprachlichen Strukturen ist vielfach gebunden an eine exakte Aussprache des Lateinischen. Aber auch dort, wo sich durchs Lesen keine sprachlichen und inhaltlichen Erkenntnisse ergeben, ist eine präzise Aussprache angebracht, um das metrische Lesen vorzubereiten.
kennen die wichtigsten Aussprache- und Betonungsregeln und können lateinische Wörter diesen Regeln gemäß laut lesen.
B) Literarische Texte erschließen und wiedergeben können
verstehen außertextliche Informationen und können auf der Grundlage dieses Wissens Vermutungen über den Textinhalt anstellen.
kennen Verfahren, sich einen Überblick über einen Text zu verschaffen, und können mit ihrer Hilfe einen Text sinnhaft vorerschließen.
kennen Verfahren, Texte linear und konstruierend zu erschließen, und können sie auf Texte mit angemessenem Schwierigkeitsgrad anwenden.
verstehen, dass es beim Übersetzen vorrangig um das Erfassen des Sinnes geht, und können diese Einsicht zum Leitfaden ihres Übersetzungshandelns machen. Literarische Texte wiedergeben können Literarische Texte wiederzugeben, endet nicht beim Erstellen einer strukturnahen Rohübersetzung, sondern schließt die Formulierung eines sprachlich korrekten, gut lesbaren und verständlichen Textes ein, der den Regeln und Gepflogenheiten der deutschen Sprache entspricht. Hier leistet das Fach Latein einen wesentlichen Beitrag zur Sprachbildung.
kennen die Regeln der Formen- und Satzlehre der deutschen Sprache und können diese korrekt zur Anwendung bringen.
kennen als Ziel der Übersetzung eine sprachlich und inhaltlich verständliche Wiedergabe im Deutschen und können ihre Übersetzung, wenn es notwendig ist, von der Struktur der lateinischen Ausgangssprache lösen.
C) Literarische Texte deuten und in einen Kontext setzen können
kennen die Merkmale einer Paraphrase und Inhaltsangabe und können den Inhalt eines Textes entsprechend wiedergeben.
kennen Merkmale, die einen Text gliedern, und können einen Text selbstständig in Sinnabschnitte einteilen.
kennen wichtige Regeln der Textanalyse und können einen Text unter einer übergeordneten Fragestellung untersuchen.
verstehen die Aussagen und Intentionen eines Textes und können die zentrale Botschaft benennen.
kennen einige wichtige sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel und können sie in Texten erkennen und ihre Wirkung angemessen beschreiben.
kennen die Merkmale wichtiger literarischer Gattungen und Textsorten und können diese am Text nachweisen.
wissen, dass Beobachtungen an einem Text belegt werden müssen und wie dies fachgerecht erfolgt, und können dies konsequent und korrekt umsetzen.
kennen Regeln des betonten Lesens und können Texte sinnorientiert vorlesen.
kennen Verfahren des kreativen Interpretierens und können diese sachgemäß zur Anwendung bringen. Literarische Texte in einen Kontext setzen können Literarische Texte standen und stehen in Zusammenhängen. Diese aufzudecken, bedeutet sie besser zu verstehen. Drei Kontexte lassen sich in der Regel unterscheiden: der Kontext, in dem der Text entstanden ist, der Kontext, in dem der Text rezipiert wurde, und der Kontext, in dem die Schülerinnen und Schüler ihn lesen. Für die Klärung der historischen Kontexte ist grundlegendes politisches und kulturelles Hintergrundwissen erforderlich. Im aktuellen Kontext lesen und verstehen Schülerinnen und Schüler den Text aus ihrer Lebenswelt heraus und beziehen Stellung zu ihm. Die Kommunikation vor allem über ethische und existentielle Themen kann aber nur gelingen, wenn die Schülerinnen und Schüler dazu fähig sind, sich ihrer Maßstäbe bewusst zu werden.
haben Kenntnisse über wichtige Bereiche der antiken Lebens- und Vorstellungswelt und können damit zentrale Inhalte und Aussagen eines Textes erläutern und einordnen. In folgenden Bereichen werden grundlegende Kenntnisse erwartet: 1. Privates und gesellschaftliches Leben
kennen die Methode des Vergleichs und können sie auf Rezeptionsdokumente zu lateinischen Texten anwenden.
wissen um die Verschiedenartigkeit der literarisch überlieferten und der eigenen Lebenswelt und können zwischen den Welten themenbezogene Vergleiche ziehen.
wissen, dass Textaussagen nur nach festgelegten und überzeugenden Maßstäben beurteilt werden dürfen, und können diese zu einem Thema entwickeln und mit ihrer Hilfe Stellung zu Textaussagen beziehen.
D) Personale Kompetenzen
können sich konzentrieren und sich dem Denkprozess mit Geduld widmen.
können präzise arbeiten.
können systematisch und strukturiert arbeiten.
können ihr Arbeitsergebnis selbstkritisch prüfen.
können Mitschülerinnen und Mitschülern helfen, indem sie sachliche und konstruktive Kritik üben, und sich helfen lassen, indem sie Anregungen und Kritik aufgreifen.
kennen einige wichtige sprachlich-stilistische Gestaltungsmittel und können sie in Texten erkennen und ihre Wirkung angemessen beschreiben.
kennen die Merkmale wichtiger literarischer Gattungen und Textsorten und können diese am Text nachweisen.
kennen Verfahren des kreativen Interpretierens und können diese sachgemäß zur Anwendung bringen.
kennen die Methode des Vergleichs und können sie auf Rezeptionsdokumente zu lateinischen Texten anwenden.
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Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur des Landes Schleswig-Holstein — Fachanforderungen Latein Sekundarstufe I/Sekundarstufe II (2015)
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