Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Thema 1: Wirklichkeit als Gegenstand sinnlicher Wahrnehmung
werden auf sich selbst als Wahrnehmende und andere als Mitwahrnehmende aufmerksam
erfahren die Wirklichkeit als fragwürdig
verstehen die Abhängigkeit des Erkennenden von der subjektiven Verfaßtheit und der jeweiligen Perspektive
erkennen die Bedeutung der Frage nach der Verbindlichkeit der eigenen Wahrnehmungswirklichkeit und verstehen die positive Bedeutung eines methodischen Zweifels (z.B. Kritikfähigkeit gegenüber eigenen vorgefaßten Meinungen und den Auffassungen anderer).
Thema 3: Raum und Zeit als Ordnung der Wahrnehmung
werden auf elementare Ordnungen der Wirklichkeit (Raum und Zeit) aufmerksam und lernen einige ihrer Bestimmungen kennen
erkennen in diesen Ordnungen die eigene Stellung
erkennen diese Ordnungen als durch die eigene Stellung bedingt
erfahren und verstehen diese Ordnungen als Ausdruck eines lebendigen Wechselspiels zwischen dem erkennenden Menschen und der natürlichen Wirklichkeit.
Thema 4: Vieldeutigkeit der Sprache als Herausforderung
sind bereit, Sprachäußerungen auf Stimmigkeit hin zu überprüfen
erkennen, daß präziser, d. h. folgerichtiger und differenzierter Sprachgebrauch das Verstehen fördert
wissen, daß Bedeutungsübertragung, Definition und Abstraktion wichtige Verfahren sind, um angemessen mit Wirklichkeit umzugehen und sich ebenso mit anderen zu verständigen
sind fähig, begründete, d. h. kritisch erarbeitete Antworten und Überzeugungen zu vertreten.
Thema 5: Träumen und Denken, Erinnern und Vergessen
erkennen im sinnenden und planenden Charakter die Verwandtschaft zwischen Träumen und Denken
erkennen, daß Tagtraum und Denken im Gegensatz zum nächtlichen Traum der Macht des Ich unterworfen sind
erkennen, daß sie in Traum und Denken ihr Ich und ihre Welt entwerfen
erkennen, daß Traum und Denken Zugänge zur Wirklichkeit bilden
begreifen Erinnern und Vergessen als Möglichkeiten der Erschließung und Verarbeitung von gelebter Wirklichkeit
erkennen die Bedeutung der Erinnerung und des Vergessens für das eigene Leben
erkennen, daß Vergangenes und Gegenwärtiges durch die Erinnerung verknüpft sind und dadurch zukunftskonstituierend wirken
erkennen, daß Erinnerung und Vergessen zur Identitätsfindung des einzelnen wie einer Gruppe beitragen.
Thema 6: Sprache als Möglichkeit zur Welterschließung
erkennen Kommunikation und Sprache als Grundlage menschlichen Zusammenlebens
gewinnen Einsicht, daß unterschiedliche Umwelten und Lebensbedingungen die Sprache beeinflussen, und aus dieser Einsicht heraus Verständnis für die Andersartigkeit fremder Kulturen
erkennen die Bedeutung der Sprache für die Vermittlung von Tradition und Erfahrung
lernen die Funktionen von menschlicher Sprache und Tiersprache kennen und erkennen, daß Menschen mit Sprache über Sprache sprechen können.
Thema 7: Perspektivität als Bedingung der Erfahrung
ihr Augenmerk auf die Wahrnehmung der eigenen Wirklichkeit richten
auf Möglichkeiten der Reflexion der eigenen Wirklichkeitserfahrung stoßen
sich mit der Frage auseinandersetzen, inwiefern das eigene Bewußtsein die Wahrnehmung der Wirklichkeit strukturiert
erkennen, wie anfällig die eigene Art und Weise der Wahrnehmung sein kann, wenn sie mit einer anderen Blickrichtung konfrontiert wird.
Thema 8: Selbstbild und Fremdbild als Aspekte der Selbsterkenntnis
erkennen, daß Selbstbild und Fremdbild nicht unbedingt übereinstimmen
stellen aus dem Wissen um diese Diskrepanz die Frage nach der eigenen Identität und versuchen zu begründen, was Identität konstituiert
untersuchen verschiedene Wege der Selbsterkenntnis und grenzen sie gegeneinander ab
erkennen, daß die Frage „Wer bin ich?“ mit der Frage „Was soll ich tun?“ verknüpft ist.
Thema 9: Das Ästhetische als Dimension menschlicher Erfahrung
erkennen, daß der Begriff „ästhetisch“ vielfältige Anwendungsmöglichkeiten enthält
lernen Kunst als Ausdrucksform von Kultur, sozialpolitischen Verhältnissen und persönlichem Lebensstil kennen
erkennen die subjektive und objektive Dimension in allen Kunstrichtungen, Stilen und ästhetischen Erfahrungen
begegnen ihrem eigenen und fremdem Lebensstil vorurteilsfrei und bedenken in der Auseinandersetzung mit Kunst deren moralische, politische und erkenntnistheoretische Intentionen.
Thema 10: Methodenkenntnis als Erkenntnisbedingung
können auf Zusammenhänge in ihren Vorstellungen und Gedanken achten, sie suchen oder herstellen
erkennen die Regelhaftigkeit dieser Zusammenhänge
können diese Regeln und Verfahrensweisen handhaben
gewinnen daraus Kriterien für die Beurteilung von Erkenntnisansprüchen.
Thema 1: Vertrauen als Grundlage meines Zusammenlebens
werden darauf aufmerksam, daß sie mit Menschen zusammenleben, denen sie vertrauen und die ihnen vertrauen
erkennen, daß das Leben in solchen Verhältnissen berechtigte Erwartungen an das eigene Verhalten und an das Verhalten der anderen begründet (Pflichten und Rechte)
lernen Arten der Auseinandersetzung kennen, die das Vertrauensverhältnis nicht beschädigen, und solche, die es zerstören
erkennen, daß die Festigkeit und Verläßlichkeit solcher Verhältnisse ihre Offenheit ermöglichen.
Thema 2: Umgang mit der Natur als Bereich
erkennen die Bedeutung der Tiere/der Natur
erkennen Tier und Natur als „Träger“ von Rechten
verstehen, daß Verantwortlichkeit ein Grundwert im Verhalten des Menschen gegenüber den Tieren / der Natur ist
werden aufmerksam auf die Verantwortung, die sie tragen.
Thema 3: Leben mit Schwächeren als sittliche Aufgabe
werden aufmerksam auf Eigenschaften und Situationen, in denen sie selbst schwach und hilfsbedürftig sind
reflektieren Normen und Werte, die den Umgang mit Schwächeren prägen
wissen um die Lebensbedingungen Schwächerer in einer Leistungsgesellschaft
versuchen, auf dem Wege über sachliche Information die soziale Distanz abzubauen.
Thema 4: Familie als Ort unterschiedlicher Ansprüche
erkennen die Eigenart der Beziehungen innerhalb der Familie
werden aufmerksam auf die verschiedenen Aufgaben in einer Familie
erkennen die Problematik von Rollenzuweisung und Rollenfixierung
lernen die Rechte der Kinder in der Erwachsenenwelt kennen und werden ermutigt, diese Rechte in Anspruch zu nehmen.
Thema 6: Unterschiedliche Regelsysteme als Ausdruck
erfahren, daß das Verhalten der Menschen untereinander durch Regeln gesteuert wird
erkennen, daß Regeln in Gemeinschaften soziale Bezüge organisieren
verstehen, daß sich in Regeln notwendige Forderungen der Gemeinschaft an den einzelnen artikulieren
erhalten Einsicht in die besondere Verbindlichkeit moralischer Gebote.
Thema 7: Gewissen als kritische Instanz
werden aufmerksam darauf, daß Handeln unter den Aspekten der Beschreibung und Bewertung steht
stellen fest, daß die Bewertung einer Handlung ohne Definition der jeweiligen Bestimmung (z. B. gut - böse) nicht möglich ist
sind bereit, über ihr eigenes Handeln nachzudenken und ihr Nachdenken für ihr Handeln bestimmend sein zu lassen
sind fähig, ihre Überzeugungen zu begründen und vor andern zu vertreten.
Thema 8: Utopien gelingenden Lebens als Vorbilder
entwerfen Wunschbilder gesellschaftlichen Lebens
erkennen, daß man Wünsche nach den Ursachen ihrer Entstehung und den Bedingungen ihrer Realisierung befragen muß
erkennen, daß man auch fragen kann, ob ein Wunsch berechtigt ist
nehmen die soziale und politische Wirklichkeit, in der sie leben, im Lichte reflektierter Wunschbilder wahr.
Thema 9: Freiheit als Bedingung und Ziel meines Handelns
erkennen, daß menschenwürdiges Handeln ohne Freiheit nicht möglich ist
erkennen, daß freies Handeln nicht Willkür bedeutet, sondern begrenzt und gebunden ist
gewinnen die Einstellung, daß sich Freiheit im Handeln vollzieht und in diesem Sinne ständig errungen werden muß
entwickeln die Bereitschaft, den eigenen Standpunkt und den anderer kritisch zu prüfen bzw. prüfen zu lassen.
Thema 10: Recht als vernünftiges Mittel
sehen ein, daß das Ziel des Rechts der Schutz eines menschenwürdigen Lebens zu sein hat
reflektieren die Bedingungen und Notwendigkeit einer legitimen Rechtsordnung
werden zur kritischen Zurückweisung von Gewalt befähigt
sind bereit, sich für eine gerechte Ordnung einzusetzen.
Thema 1: "Glücklichsein" als Ziel menschlichen Lebens
lernen , die Begriffe „Glück haben“ und „glücklich sein“ differenziert zu gebrauchen
erkennen, daß „Glück haben“ und „glücklich sein“ von der individuellen Bewußtseinslage abhängig ist
erkennen, daß unsere Vorstellungen von „Glück“ gesellschaftlich beeinflußt sind
erkennen, daß jedes Streben nach Glück in einem unmittelbaren Zusammenhang mit der Antwort auf die Frage nach dem Sinn des Lebens steht.
Thema 2: Ursprungsvorstellungen als Bilder
werden darauf aufmerksam, daß den Menschen ein Bedürfnis nach Orientierung in letzten Sinnzusammenhängen eigen ist
verstehen die Frage nach dem Ursprung als bevorzugte Artikulation dieses Bedürfnisses
erfahren die Unabschließbarkeit der Suche nach dem Anfang
erkennen Anfangsvorstellungen als Komplement menschlichen Selbstverständnisses.
Thema 3: Bedrohungen als lebenserhaltende/
werden darauf aufmerksam, daß Bedrohung zum menschlichen Leben gehört
lernen Ursachen und Folgen individueller und kollektiver Bedrohung kennen
reflektieren den Zusammenhang von Bedrohung und Freiheit
entwickeln Strategien zur Bewältigung der Bedrohung.
Thema 4: Gottesvorstellungen, Gottesbegriffe als Deutungen
nehmen die Eigenart religiöser Erfahrung wahr
lernen Bilder religiösen Erlebens kennen
verstehen Motive der Religionskritik
erkennen den aporetischen Charakter der denkenden Bemühungen um die Gottesfrage.
Thema 5: Todesgewißheit und Unsterblichkeitsglaube als
werden darauf aufmerksam, daß Sterben und Tod Grenzen des menschlichen Daseins sind
erfahren, wie Menschen verschiedener Kulturen sich zum Sterben, Tod und zu einem Sein nach dem Tod verhalten
gewinnen daraus die Möglichkeit, ihr eigenes und bisher unausgesprochenes Verhältnis zum Sterben, Tod und Sein nach dem Tod zu artikulieren
erkennen den Zusammenhang von Leben, Sterben und Tod als Voraussetzung für eine bewußte menschliche Existenz.
Thema 1: Der Mensch als spielendes Wesen
wissen um die Bedeutung des Spiels für das eigene Leben
begreifen Spiel als Möglichkeit von Freiheit
reflektieren den Zusammenhang zwischen Regelgebundenheit und Freiheit
erkennen die soziale Bedeutung des Spiels.
Thema 2: Der Mensch als lernendes Wesen
wissen, daß Lernen sich in Verhaltensänderung äußert
können zwischen Reifung, Lernbedürftigkeit und Lernfähigkeit unterscheiden
erkennen, daß Lernen eine Grundbedingung für eine menschliche Lebenswelt ist
erkennen Möglichkeiten, die sich für den Menschen aufgrund seines Lernens gegenüber dem Tier ergeben.
Thema 3: Der Mensch als denkendes Wesen
werden aufmerksam auf die Eigenart nachdenklichen Wahrnehmens und Handelns
erkennen in der Entlastung von Handlungszwängen eine Bedingung des Denkens
erfahren Denken als Bereicherung der Verhaltens- und Handlungsmöglichkeiten
erkennen in der dadurch begründeten Offenheit die Ambivalenz von Chance und Risiko.
Thema 4: Der Mensch als arbeitendes Wesen
lernen die verschiedenen Bedeutungsinhalte des Begriffs Arbeit kennen
gewinnen Einsicht, daß Arbeit untrennbar mit der Existenz und dem Selbstbewußtsein des Menschen verbunden ist
erkennen, daß Arbeit ein gesellschaftlich notwendiges Phänomen ist.
Thema 2: Namen als Symbole der Wirklichkeit
lernen die Namen als konstitutives Element der eigenen und der kulturellen Identität kennen
gewinnen erste Einsichten in die vielfältigen Zusammenhänge von Denken und Sprechen
verstehen sich selbst als einen Teil der Sprachgemeinschaft, die mit Sprache Wirklichkeit beherrschbar macht
erkennen Benennungen als grundlegend für vernünftiges Handeln und Kooperieren in einer Gesellschaft
erfahren Benennungen als eine Bedingung für das Recht aller Menschen zur Gestaltung ihrer politischen, kulturellen und wirtschaftlichen Lebensverhältnisse, ihrer Mitwirkung und Mitverantwortung in allen Lebensbereichen.
Thema 5: Anerkennung des anderen als Beschränkung
lernen, eigene Vorurteile kritisch zu reflektieren und in Frage zu stellen
gewinnen die Einsicht, daß Toleranz in der Anerkennung des anderen als freie und ebenbürtige Person gründet
erfahren, inwieweit in der Begegnung mit dem anderen eine Erweiterung der eigenen Lebens- und Verstehensmöglichkeit liegt
erkennen, daß die Auseinandersetzung mit dem Fremden zu einer Bestimmung der eigenen Wertmaßstäbe herausfordert.
Thema 5: Der Mensch als geschichtliches Wesen
erkennen die geschichtliche Gebundenheit der eigenen Existenz
sehen ein, daß die Kenntnis dieser Geschichte eine Bedingung für die Gestaltung ihrer Lebensverhältnisse ist
erkennen, daß andere Menschen in anderen geschichtlichen Bindungen leben
werden aufmerksam auf die Herausforderungen, die in der Vorstellung der einen Welt und der einen Geschichte liegen.