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Lehrpläne Schleswig-Holstein
Sekundarstufe II
Französisch
prozessbezogen
Lernkompetenz – Sachkompetenz
10
Lernkompetenz – Methodenkompetenz
6
Lernkompetenz – Selbstkompetenz
5
Lernkompetenz – Sozialkompetenz
5
inhaltsbezogen
Beiträge des Faches zum Lernen in anderen Fächern
17
Kompetenzzuwachs
5
Lernbereich 1: Sprache
49
Lernbereich 2: Umgang mit Texten und Medien
10
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Lernbereich 1: Sprache
zwischen Französisch als Amts- oder Verkehrssprache und als Nationalsprache in frankophonen Ländern zu unterscheiden und regionale Ausprägungen wahrzunehmen
die sprachlichen Redemittel zunehmend korrekt anzuwenden und sich hinsichtlich der Aussprache und der Intonation am Vorbild der gebildeten locuteurs natifs zu orientieren
im schulischen und außerschulischen Bereich des Alltagslebens und in berufsbezogenen Lern- und Arbeitssituationen zu kommunizieren
Lernbereich 2: Umgang mit Texten und Medien
authentische Sprache im Umgang mit mündlichen und schriftlichen Äußerungen, die direkt oder medial vermittelt sein können, zu rezipieren
mit Sachtexten und literarischen Texten und deren spezifischen Merkmalen, Funktionen und Formen umzugehen
verschiedene textanalytische Verfahren sowie kreative und produktionsorientierte Formen des Umgangs mit den o.g. Textsorten anzuwenden und deren Leistungsfähigkeit zu beurteilen
das Medienangebot für fremdsprachliche Kommunikations- und Interaktionsprozesse kritisch und kreativ zu nutzen
Lernbereich 3: Interkulturelles Lernen
Wissen über soziokulturelle Hintergründe frankophoner Räume zu nutzen und mit der sprachlichen, literarischen und landeskundlichen Vielfalt in frankophonen Gesellschaften umzugehen
durch Wahrnehmung und Perspektivwechsel Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen der deutschen und der französischen Sprache und den jeweiligen Kulturen zu erkennen
ihr im Unterricht erworbenes Sprach- und Kulturwissen auf außerunterrichtliche Kontakte in fremdsprachlicher und fremdkultureller Umgebung zu übertragen
Methodenkompetenz
Lernstrategien und Arbeitstechniken vom Französischen auf andere Fremdsprachen und umgekehrt zu übertragen
fachspezifische Arbeitsmittel und moderne Informations- und Kommunikationstechnologien selbständig zu nutzen.
Grammatikregeln abzuleiten und zu übertragen
Lerntechniken zum Ausbau und zur Festigung des Wortschatzes einzusetzen
die verschiedenen Lese- und Hörverstehenstechniken sowie Lerntechniken zur Verbesserung des schriftlichen Ausdrucks zielgerecht anzuwenden
Techniken der Informationsentnahme und -bearbeitung, der Ergebnissicherung sowie der adressatenorientierten und themengerechten Präsentation von Arbeitsergebnissen einzusetzen
Selbstkompetenz
die eigenen Lernvoraussetzungen realistisch einzuschätzen und zum Erwerb und zur Steigerung fremdsprachlicher Kompetenz durch Leistungswillen und Einsatz beizutragen
ihre individuelle Arbeit selbständig zu organisieren, Arbeits- und Lerntechniken anzuwenden und persönliche Arbeits- und Lernstrategien zu entwickeln
ihre Lernergebnisse zu evaluieren, ggf. die gewählten Lernstrategien zu korrigieren und eigene Lernprozesse zu reflektieren
auch außerschulisch die vielfältigen Angebote zur Erweiterung ihrer Sprachkompetenz sowie ihres landeskundlichen Wissens zu nutzen und an internationalen Austauschprogrammen, Wettbewerben und außerschulischen Sprachprüfungen teilzunehmen
durch die Auseinandersetzung mit geschlechtsspezifischen Kommunikations- und Interaktionsmustern und literarischen Frauen- und Männerbildern ihr eigenes Selbstverständis zu differenzieren
Sozialkompetenz
vor dem Hintergrund des eigenen Identitätsbewusstseins Offenheit und Toleranz gegenüber Menschen und Kulturen frankophoner Länder zu zeigen sowie Stereotypen und Vorurteile in ihrer kulturellen Bedingtheit zu erkennen und zu revidieren
konstruktiv und ökonomisch bei Gruppen- und Projektarbeit zusammenzuarbeiten, indem sie Lern- und Arbeitsprozesse im Team organisieren und evaluieren
auf unterschiedliche Stärken und Schwächen des einzelnen Rücksicht zu nehmen und Bereitschaft zu zeigen, für sich und andere Verantwortung zu übernehmen und Hilfen anzubieten bzw. anzunehmen
Kritik angemessen zu äußern und entgegenzunehmen und Strategien zur Konfliktbewältigung anzuwenden
unterschiedliche männliche und weibliche Interpretations- und Interaktionsmuster zu reflektieren, zu respektieren und für den Lernprozess in Gruppen zu nutzen
Deutschsprachlicher Bereich
kontrastive Sprachbetrachtung
sach- und fachgerechte Verwendung der Muttersprache beim mündlichen und schriftlichen Übertragen vom Französischen ins Deutsche und umgekehrt
angemessener Umgang mit deutschen Texten zur Vertiefung bzw. Kontrastierung fremdsprachiger Materialien
Anwendung, Übertragung und theoretische Reflexion von Arbeitstechniken und -methoden
Fremdsprachlicher Bereich
Sprachreflexion im Sprachvergleich
Förderung kultureller und interkultureller Kompetenz
Vermittlung von Lern- und Arbeitstechniken für den Fremdsprachenunterricht
erleichterter Zugang zu romanischen Sprachen und ihrem Sprachraum
Informationstechnologischer Bereich
Arbeit am Multimedia-PC und in schulinternen und globalen Informations- und Kommunikationsnetzen
Informationsbeschaffung und -verarbeitung französischsprachiger Internetangebote
Mediale/Elektronische Kommunikation und Publikation im frankophonen Sprachraum
Erwerb von Medienkompetenz durch bewussten, kritischen Umgang mit modernen Medien
Gesellschaftswissenschaftlicher Bereich
Auseinandersetzung durch Texte, Medien und persönliche Kontakte mit der Lebenswirklichkeit von Menschen und den Wechselbeziehungen der multikulturellen Gesellschaften in der frankophonen Welt
Grenzen und Gefahren im Spannungsfeld von Mensch, Technik und Natur im nationalen, europäischen und globalen Kontext
Ästhetischer Bereich
Sensibilisierung für künstlerische Gestaltung und ästhetische Wirkung durch die Beschäftigung mit den vielfältigen kulturellen Aspekten der frankophonen Welt
Philosophisch-religiöser Bereich
Persönlichkeitsentwicklung und Identitätsfindung durch die Auseinandersetzung mit geistigen Haltungen, Lebenskonzeptionen und Wertvorstellungen im frankophonen Kulturkreis
Aufgeschlossenheit gegenüber fremden Wertesystemen zum Abbau von Feindlichkeit und Vorurteilen und zur Hinführung zur Friedensfähigkeit und Toleranz
Französisch als fortgeführte Fremdsprache
ihre Kommunikationsfähigkeit im mündlichen und schriftlichen Sprachgebrauch ständig erweitern und sich sicherer in einer frankophonen Umgebung bewegen
französischsprachige Texte und Medien zunehmend aktiver selbst auswählen, interpretieren und kritisch bewerten
ihre Kenntnisse aus dem vertiefenden, fächerübergreifenden und dem Projektunterricht zur Bewältigung komplexerer Lernsituationen zunehmend vernetzen und dabei fachspezifische und allgemein wissenschaftspropädeutische Arbeitsmethoden anwenden
ständig größer werdende Verantwortung für ihren Lernprozess übernehmen
in zunehmend größerem Maße zum Gelingen von Partner- und Gruppenarbeit beitragen
Sprachwissen – Wortschatz
Erwerb, Ausbau und Festigung des allgemeinspezifischen Wortschatzes auf der Grundlage des Français fondamental I und II
Erwerb eines themenspezifischen Erweiterungswortschatzes, der sich an den Verwendungssituationen, der Erlebniswelt der Lernenden sowie an den kulturellen und gesellschaftlichen Gegebenheiten der frankophonen Länder orientiert
Erwerb eines Metawortschatzes zur Textbearbeitung
Erwerb von sprachlichen Mitteln zur situations- und adressatengerechten Äußerung
Erwerb von Techniken zum Ausbau und zur Festigung des Wortschatzes
Erwerb von Kenntnissen über Wortbildungsmuster (Präfixe, Suffixe, Etymologien)
Sprachwissen – Grammatik
Erwerb, Erweiterung und Festigung der Grundgrammatik
Vertiefung und Erweiterung schwieriger Kapitel der französischen Grammatik (bes. Zeiten der Vergangenheit, accord des participe passé, Subjonctif)
Erarbeitung komplexer Satzgefüge (besonders realer und irrealer Bedingungssatz, indirekte Rede, interrogation complexe)
Erwerb von Techniken zur stilistischen Verbesserung auf der Satzebene und zur Differenzierung des Ausdrucks (Satzverkürzungskonstruktionen, Verknüpfungstechniken, Kohärenztechniken)
Sprachliche Fertigkeiten – Hören/Hörverständnis
Erkennen und Unterscheiden der Aussprache- und Intonationsmuster des français standard sowie davon abweichender regionaler und schichtenspezifischer Aussprache- und Intonationsmuster
Erkennen sinntragender Einheiten und Erschließen von unbekannten sprachlichen Elementen innerhalb der chaîne parlée
Erfassen der latenten und manifesten Informationen
Erkennen der Redeabsicht
Sprachliche Fertigkeiten – Sprechen
Sprachlich korrekte Äußerungen, die sich in Sprechgeschwindigkeit, Intonation und Rhythmus dem débit normal des gebildeten locuteur natif annähern
Strukturierte Darstellung von Ergebnissen der Unterrichts-. Partner- und Gruppenarbeit
Darstellung von längerfristig gestellten komplexen Aufgaben (z.B. Referate)
Argumentation und Stellungnahme im Unterrichtsgespräch, in Partner- und Gruppenarbeit
Teilnahme an Diskussionen und Leitung von Gesprächsrunden im Unterricht und in außerschulischen Begegnungssituationen
Sprachliche Fertigkeiten – Lesen/Leseverständnis
Global- und Detailverstehen der latenten und manifesten Informationen in authentischen Texten
Beherrschung verschiedener Lesetechniken
Rezipieren und sinndarstellendes Lesen
Erfassen des in Sachtexten und fiktionalen Texten dargestellten realen sozio-kulturellen Hintergrundes
Erfassen der subjektiven Realität in literarischen Texten
Aufzeigen von Beziehungen zu anderen Texten, zwischen Autor und Leser, zwischen Text und eigener Erwartungshaltung und eigenen Normen und Werten
Erfassen der Spontaneität, Stimmungen und verschlüsselten Aussagen (z.B. durch Akronyme, Smileys) in den verschiedenen Diensten des Internet
Sprachliche Fertigkeiten – Schreiben
Gliedern, Zusammenfassen, Analysieren und Kommentieren authentischer Texte
Freie Gestaltung und Umformung umfassender Texte
Protokollieren von Ergebnissen des Unterrichts, der Partner- und Gruppenarbeit
Ausarbeitungen von kurzfristig und längerfristig gestellten Aufgaben und Entwurf von Gliederungen
Schriftliche Berichte über Projektarbeit
Schreiben von E-Mails und Beiträgen in News- und Chatgroups sowie in Mailinglisten im Internet
Lesen und Schreiben von Hypertexten
Erfassen der Formen, Funktionen und Rezeptionsweisen von Offenheit in Hypertexten (Verknüpfung computergesteuerter Informationen mithilfe von „links“, die auf der Benutzeroberfläche sichtbar gemacht werden)
Verstehen nicht-linearer Verweisstrukturen
Navigieren in multimedialen und interaktiven Programmen
Verknüpfung unterschiedlicher Texte und Medien aus Unterricht, Partner- und Gruppenarbeit durch Realisieren einfacher und komplexer Verweisstrukturen
Transformation von Texten durch Ergänzung, Aussparung und Veränderung von Textteilen
Textkomposition und Animation
Dokumentation komplexer Ergebnisse aus Unterricht, Partner- Gruppen- und Projektarbeit und qualitative Weiterentwicklung durch wiederholte redaktionelle Überarbeitung, Einrichtung von Navigationswerkzeugen etc. auf Diskette, CD-ROM oder homepage
Übertragen
Ausbau und Vertiefung des sinngemäßen Dolmetschens und des Anfertigens von Rohübersetzungen in zweisprachigen authentischen Kommunikationssituationen bei grenzüberschreitenden Kontakten und bei Verwendung elektronischer Kommunikationsmedien
Sprachliche Gestaltung
Beschreiben: sprachlich und bildlich dargestellte Handlungsabläufe und Situationen zunehmender Komplexität
Berichten: über persönliche Lebensbereiche, aktuelle Ereignisse
Erzählen und Ausdrücken von Gefühlen: über selbst Erlebtes, über Bücher, Filme,
Erklären: einfacherer bis komplexer Zusammenhänge soziokultureller, wirtschaftlicher, politischer, historischer Art, Sachzusammenhänge, persönliche Handlungsweisen, Absichten
Stellungnehmen und Werten: über persönliche Erfahrungen und Absichten, zur Argumentation in Gesprächen, Diskussionen und persönlichen Stellungnahmen.
Sprachreflexion
Kenntnis von Sprachlernstrategien
Kenntnis über Funktion und Wirkungsweise sprachlicher Mittel
Unterscheidung von Sprachvarianten (z.B. von grammatischen und lexikalischen Strukturen im Bereich der langue parlée und langue écrite) und Sprachregistern (schichten- und altersspezifisch, regional, historisch)
Vergleich von sprachlichen Strukturen des Französischen mit anderen Fremdsprachen und der Muttersprache
Rezeption
Materialbeschaffung
Hörverstehensstrategien: Erschließen der Bedeutung des Hörtextes (Sprechersignale, sequentielles Kombinieren, sinnerschließendes Hören) und Entlastung des Gedächtnisses (Segmentieren, Notieren)
Lese- und Textentschlüsselungsstrategien: Überfliegendes, kenntnisnehmendes Lesen (lecture de repérage/d’écrémage) - Textverarbeitendes Lesen (lecture détaillée/intensive/analytique), Techniken der Textmarkierung und Textgliederung - Notieren, Strukturieren, Zusammenfassen - Arbeit mit dem ein- und zweisprachigen Wörterbuch und anderen fachspezifischen Hilfsmitteln (Grammatiken) - Wörterbuchunabhängige Entschlüsselungstechniken
wissenschaftspropädeutische Verfahren: Recherche, Systematisierung, Methodenbewusstsein, Problematisierung und Distanz
Reflexion
distanzierte Entnahme und abstrakte Wiedergabe von Global- oder Detailinformationen aus unterschiedlichen schriftlichen und mündlichen Textsorten
explizite Analyse der Textinformationen unter vorgegebener Fragestellung gleichsam von außen und „objektiv“ über analytisch-interpretatorische Verfahren, wie z.B. ” Situierung, Erklärung, Charakterisierung, Vergleich
Interpretation und Bewertung der Texte auf der Grundlage der Analyseergebnisse, des erworbenen Vorwissens und des eigenen Standpunktes
Produktion
Einnehmen einer kreativen Rezipientenrolle bei der Auseinandersetzung mit Texten und Medien, z.B. durch Bilder, Musik, Assoziogramme (Activités avant la lecture)
implizite Analyse gleichsam von innen und „subjektiv“ über kreativ-produktive Verfahren, wie z.B. Ausfüllen von Leerstellen, Ergänzen von ausgesparten Kapiteln, Ecrire une suite de texte ou une quatrième de couverture, Szenische Darstellung eines Chansons, Transformation von Hypertexten (Activités pendant la lecture)
Umsetzung der durch Bewusstmachung eigener Erwartungen und Vergleich mit dem Original entstehenden Erkenntnisse über Textstrukturen und Rezeptionsverhalten, wie z.B. Umgestaltung des Textes in eine andere Textsorte oder in ein anderes Medium, Entwicklung inhaltlicher Alternativen (Activités après la lecture)
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