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Lehrpläne Schleswig-Holstein
Sekundarstufe II
Geographie
inhaltsbezogen
Globaler Wandel, Anthropozän
14
Raumprägende Faktoren und -verändernde Prozesse – nachhaltige Nutzung der Ressource Raum
16
Wirtschaftsräumliche Dynamiken und ihre Auswirkungen in Europa
20
Fragmentierung in der Einen Welt
22
Globalisierung und Regionalisierung
21
Lebensstile und ihre Raumwirksamkeit im 21. Jahrhundert
12
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Fachwissen
wesentliche globale Veränderungsprozesse im Zeitalter des Anthropozäns beschreiben und erläutern,
das komplexe Zusammenwirken von Geofaktoren in einem Geosystem unter Einfluss der Raumnutzung als Eingriff in geoökologische Kreisläufe analysieren,
nachhaltige Handlungsansätze für Raumnutzungen auf verschiedenen Maßstabsebenen erläutern,
Szenarien zu Aspekten des Globalen Wandels begründen.
Räumliche Orientierung
Eingriffe in geoökologische Kreislaufe und ihre Auswirkungen räumlich verorten.
Erkenntnisgewinnung/Methoden
Informationen zu Aspekten des Globalen Wandels wissenschaftsorientiert recherchieren und auswerten,
Diskurse, die unterschiedliche Wahrnehmungen zu Aspekten des globalen Wandels ausdrücken, in ihren Argumentationslogiken und verwendeten Stilmitteln analysieren,
geoökologische Systemzusammenhänge inkl. der Eingriffe des Menschen in Form von Wirkungsgefügen darstellen und erläutern.
Kommunikation
in der Argumentation stringent und unter Verwendung der Fachsprache die Verwendung des Begriffs Anthropozän begründen,
Recherchen zu Aspekten des globalen Wandels wissenschaftsorientiert aufbereiten und präsentieren.
Beurteilung/Bewertung
Eingriffe in geoökologische Kreisläufe vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsdimensionen mit Blick in die Zukunft und einer intergenerationellen Gerechtigkeit bewerten,
auf Basis der vier Raumkategorien Aspekte des globalen Wandels interpretieren,
Maßnahmen für nachhaltige Zukunftsgestaltung für verschiedene Maßstabsebenen entwickeln.
Handlung
erproben Informationshandeln zu Diskursen von Aspekten des Globalen Wandels.
Fachwissen
Grundsätze, Ziele und Instrumente von Raumordnung und strategischer Stadt-/Siedlungs-/Landschafts-/ Naturschutzplanung in Deutschland und Schleswig-Holstein vergleichend beschreiben,
Siedlungsstrukturen in ihrer Ausprägung, z. B. in Norddeutschland, darstellen und ihrer Dynamik erläutern,
ausgewählte Landschafts-/Naturschutzplanungen analysieren,
lokale/regionale Raumnutzungskonflikte in Norddeutschland analysieren und aus verschiedenen Perspektiven erläutern,
Szenarien zur Raumentwicklung, z. B. in Norddeutschland, auf verschiedenen Maßstabsebenen aufzeigen.
Räumliche Orientierung
kennen grundlegende Muster der natur- und kulturräumlichen Differenzierung (Nord-)Deutschlands. 2 Kompetenzbereiche
Erkenntnisgewinnung/Methoden
problem- oder leitfragenorientiert eine Raumanalyse zu Raumplanungsprojekten in Norddeutschland durchführen,
auf Basis einer Raumanalyse Szenarien zur Raumentwicklung entwickeln,
eine empirische Erhebung zielgerichtet planen, durchführen, auswerten und präsentieren,
Informationen zu einem lokalen/regionalen Raumnutzungskonflikt zielgerichtet recherchieren und den hierzu stattfindenden Diskursen zuordnen.
Kommunikation
Raumordnungspolitische Entscheidungen und Maßnahmen strategischer Stadt-/Siedlungs-/ Landschaftsentwicklung, z. B. für Norddeutschland, erörtern,
in der Argumentation stringent und unter Verwendung der Fachsprache Diskurse zu Raumnutzungskonflikten diskutieren.
Beurteilung/Bewertung
raumordnungspolitsche Entscheidungen und Maßnahmen strategischer Stadt-/Siedlungs- Landschaftsentwicklung, z. B. in Norddeutschland, kriterienorientiert und modellbasiert bewerten,
eigene Positionen zu Raumnutzungskonflikten werteorientiert entwickeln und begründen.
Handlung
erproben Partizipationshandeln zu lokalen/regionalen raumordnungspolitischen Entscheidungen,
erproben Informationshandeln in einem lokalen/regionalen Raumnutzungskonflikt.
Fachwissen
Wirtschaftsstrukturen in Europa räumlich differenziert analysieren, 2 Kompetenzbereiche
die Ausprägung ausgewählter Wirtschaftsräume auf Basis von Standortfaktoren erläutern,
wirtschaftsräumliche Dynamiken in Transformationsländern erklären,
Tertiärisierung und Quartärisierung in Wirtschaftsräumen Europas modellorientiert (Kondratieff-Zyklen, Cluster-Bildung) darlegen,
Agrobusiness in seiner Bedeutung für ländliche Regionen Europas begründen,
Maßnahmen der EU-Regional- und Strukturförderung erklären,
Szenarien zur wirtschaftlichen Entwicklung in Europa räumlich differenziert darstellen,
Migration in Europa auf Basis von Migrationsmodellen (z. B. Push-and-Pull-Faktoren) erläutern.
Räumliche Orientierung
kennen grundlegende Raummuster und Raummodelle wirtschaftsräumlicher Differenzierung in Europa.
Erkenntnisgewinnung/Methoden
aktuelle wirtschaftsräumliche Statistiken zu Europa recherchieren, zielgerichtet auswerten und in thematischen Karten (WebGIS) darstellen,
eine problem- und leitfragenorientierte SWOT-Analyse durchführen,
recherchieren Informationen zu den Auswirkungen der EU-Regional- und Strukturförderung, z. B. in Schleswig- Holstein,
Informationen zur innereuropäischen Migration zielgerichtet recherchieren und den hierzu stattfindenden Diskursen zuordnen.
Kommunikation
Maßnahmen der EU-Regional- und Strukturförderung im Hinblick auf Zukunftschancen diskutieren,
in der Argumentation stringent und unter Verwendung der Fachsprache Diskurse zur innereuropäischen Migration erörtern.
Beurteilung/Bewertung
wirtschaftlichen Strukturwandel modellbasiert beurteilen, 2 Kompetenzbereiche
wirtschaftsräumliche Entwicklungen in ihren sozialen, ökonomischen und ökologischen Kontexten bewerten,
Maßnahmen der EU-Regional- und Strukturförderung bewerten,
eigene Positionen zur innereuropäischen Migration werteorientiert entwickeln und begründen.
Handlung
erproben bürgerschaftliches Handeln zu umwelt- und sozialverträglichen Wirtschaftsweisen eines europäischen Unternehmens.
Fachwissen
Einteilungen der Einen Welt indikatorengestützt erläutern,
den Entwicklungsstand und sozioökonomische Entwicklungen von Ländern/Ländergruppen auf Basis demographischer, sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Kriterien erläutern,
einen komplexen landschaftsökologischen Degradationsprozess (z. B. Desertifikation, Ressourcenabbau) auch im Kontext von Globalisierung analysieren,
Regionale Disparitäten strukturell, funktional und prozessorientiert analysieren,
Internationale und nationale Migration auf Grundlage von Migrationsmodellen (z. B. Push-and-Pull-Faktoren) erklären,
Metropolisierungs- und Marginalisierungs- und Fragmentierungsprozesse in Megastädten der Welt vor dem Hintergrund regionaler Disparitäten und Migration erläutern,
Ursachen für Entwicklungsunterschiede im Kontext geoökologischer, demographischer und historischer Zusammenhänge auch modellorientiert (z. B. geoökologische Benachteiligung der Tropen, Dependenztheorie, Wealth-Flow-Theorie) diskutieren,
Entwicklungswege (z. B. Entwicklung durch Rohstoffe, Entwicklung durch Tourismus, Entwicklung durch Bildung, Entwicklung durch fairen Handel) und Entwicklungsstrategien (z. B. Entwicklungspfade der Tigerstaaten) auch modellorientiert (z. B. Modernisierungstheorie, Vice-Versa-Beziehungen zwischen Bildung beziehungsweise Tourismus und Volkswirtschaft) analysieren,
Entwicklungsziele der Weltgemeinschaft (z. B. Millenniumsziele) und deutscher Entwicklungszusammenarbeit erläutern,
ein Projekt der Entwicklungszusammenarbeit kritierienorientiert (z. B. Maximen der Entwicklung nach Nuscheler) analysieren. 2 Kompetenzbereiche 2 Kompetenzbereiche
Räumliche Orientierung
grundlegende Raummuster zur Differenzierung der Einen Welt (z. B. Einteilung nach HDI, Kulturerdteile, fragmentierte Welt) beschreiben und auswerten,
Kartendarstellungen unterschiedlichen Abstraktionsgrades zur Metropolisierung, Marginalisierung und Fragmentierung zu Megastädten in Ländern des Südens auswerten.
Erkenntnisgewinnung/Methoden
Indikatoren zum Entwicklungsstand von Ländern (z. B. HDI, Environmental Performance Index (EPI), Happy Planet Index) recherchieren und in thematischen Karten (gegebenenfalls auf Basis eines WebGIS) darstellen,
Raummuster zur Differenzierung der Einen Welt aus verschiedenen Perspektiven und vor dem Hintergrund unterschiedlicher Wahrnehmung erläutern und reflektieren.
Kommunikation
die die Differenziertheit der Einen Welt darstellenden Raumordnungsmuster (z. B. Erste Welt, Dritte Welt, Kulturerdteile, Fragmentierung nach Scholz) und Begrifflichkeiten (z. B. Entwicklungsländer, Schwellenländer, [Post-]Industrieländer, Länder des Südens, Länder des Nordens, Raumfragmente nach Scholz) diskutieren,
Formen und Projekte der Entwicklungszusammenarbeit diskutieren.
Beurteilung/Bewertung
die Aussagekraft von Entwicklungsindikatoren und Raumordungsmuster zur Einen Welt in ihrer Differenziertheit reflektieren,
Entwicklungswege und Entwicklungsstrategien kriterienorientiert bewerten,
Maßnahmen der Entwicklungszusammenarbeit bewerten,
eigene Positionen zur Entwicklungszusammenarbeit entwickeln und begründen,
Szenarien zur Entwicklung von Ländern/Ländergruppen des Südens differenziert entwickeln.
Handlung
erproben Informationshandeln, gegebenenfalls auch in Verbindung mit politischem beziehungsweise bürgerschaftlichem Handeln in einem Projekt der Entwicklungszusammenarbeit.
Fachwissen
Wesensmerkmale, Hintergründe und die Dynamik von Globalisierung erläutern,
den Prozess der Globalisierung indikatorengestützt und räumlich differenziert analysieren,
Transport, Kommunikation und Logistik als vernetzende Elemente im Prozess der Globalisierung darlegen,
Global cities unterschiedlichen Ranges in ihrer Struktur und Funktion erläutern,
Globalisierung im primären, sekundären und tertiären Sektor in ihren ökonomischen, sozialen und geoökologischen Raumwirksamkeiten für globalisierte Regionen/globalisierte Orte charakterisieren,
Standortentscheidungen von global players begründen,
Diskurse zu Folgen und Chancen von Globalisierung darlegen,
Kontexte zwischen Globalisierung und Regionalisierung begründen,
Globalisierung in ihrer Raumwirksamkeit auf lokaler und regionaler Maßstabsebene begründen,
die Raumwirksamkeit von Alltagshandeln in der globalisierten Welt aufzeigen.
Räumliche Orientierung
thematische Karten zur Globalisierung vor dem Hintergrund unterschiedlicher Sichtweisen zur Globalisierung auswerten,
Leitfragen- und problemorientiert in Räumen des Internets (z. B. Google Earth, Street View) recherchieren.
Erkenntnisgewinnung/Methoden
am Raumbeispiel Chancen und Risiken der Globalisierung durchführen,
eine virtuelle Exkursion in eine global city / einen globalisierten Ort leitfragenorientiert durchführen. 2 Kompetenzbereiche 2 Kompetenzbereiche
Kommunikation
Chancen und Risiken von Globalisierung räumlich differenzierend und aus unterschiedlichen Perspektiven diskutieren,
am Raumbeispiel Chancen und Risiken der Globalisierung präsentieren,
Alltagshandeln und ihre Raumwirksamkeit im Zeitalter von Globalisierung diskutieren.
Beurteilung/Bewertung
Globalisierung inhärente Entwicklungschancen und –risiken räumlich differenziert und werteorientiert beurteilen,
Standortprägung und Raumwirksamkeit von global players beurteilen,
Alltagshandeln und ihre Raumwirksamkeit im Zeitalter der Globalisierung bewerten.
Handlung
erproben informations- und bürgerschaftliches Handeln im Kontext der Raumwirksamkeit eines global player.
Fachwissen
die normative Vorgabe der Nachhaltigkeit im Sinne eines Orientierungswissens für individuelles gesellschaftliches Handeln begründen,
theoretische Konzepte zu Lebensstilen, ihren Kontexten (z. B. Sinus-Milieus) und ihrer Raumwirksamkeit (z. B. ökologischer Fußabdruck/Rucksack) erläutern,
Potenziale nachhaltiger Raumkonstruktion für verschiedene Lebensstile analysieren,
Felder nachhaltigen persönlichen/kollektiven Handelns (z. B. fair trade, Mobilität, Wohnen, Energie, Ernährungsgewohnheiten, Sharing-Systeme, social entrepreneurship, corporate social responsibility) in der Verflechtung der Maßstabsdimensionen individuell – lokal – regional – national – global erläutern,
Felder bürgerschaftlichen nachhaltiger Engagements (z. B. nachhaltige Raumordnungspolitik, Energiepolitik, Entwicklungspolitik, nachhaltige Unternehmensführung; Mitarbeit in NGO) aufzeigen. 2 Kompetenzbereiche
Erkenntnisgewinnung/Methoden
Optionen individuellen/kollektiven nachhaltigen Handelns planen,
Erkundungsexkursionen zur nachhaltigen Raumgestaltung planen (z. B. nachhaltige Stadtquartiere, nachhaltige Unternehmensführung).
Kommunikation
raumwirksame Lebensstile und damit verbundenen Haltungen und Handlungsweisen diskutieren,
Optionen nachhaltigen Lebens und Handelns im Kontext von Raumkonstruktion erörtern.
Beurteilung/Bewertung
Lebensstile im Kontext der Nachhaltigkeitsnorm bewerten,
in werteorientierter, kritischer Auseinandersetzung mit Einstellungen und Rahmenbedingungen ihren Lebensstil beziehungsweise den Lebensstil anderer in ihren raumwirksamen Auswirkungen reflektieren,
Werteorientierungen von Personen der Öffentlichkeit, Politik, Wirtschaft und Gesellschaft vor dem Hintergrund der Nachhaltigkeitsmaxime reflektieren,
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