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Lehrpläne Thüringen
Gymnasium
Mensch-Natur-Technik (2015)
prozessbezogen
Lernkompetenzen – Methodenkompetenz
18
Lernkompetenzen – Selbst- und Sozialkompetenz
10
Methodenkompetenz – Erkenntnisgewinnung
17
Methodenkompetenz – Bewertung
9
Methodenkompetenz – Kommunikation
11
inhaltsbezogen
Naturwissenschaftliche und fachspezifische Kompetenzen
20
Naturwissenschaftliche und fachspezifische Kompetenzen – Chemie
11
Naturwissenschaftliche und fachspezifische Kompetenzen – Physik
16
Modul 1
9
Modul 2
41
Modul 3
30
Modul 4
17
Modul 5
22
Modul 6
17
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Lernkompetenzen – Methodenkompetenz
Aufgaben und einfache Problemstellungen analysieren, erfassen und Lösungsstrategien entwickeln,
Arbeitsschritte zielgerichtet planen und umsetzen,
Methoden und Arbeitstechniken auswählen und anwenden,
unter Nutzung von Methoden des forschenden Lernens Erkenntnisse über Sachverhalte, Zusammenhänge und Prinzipien gewinnen,
Informationen aus verschiedenen Darstellungsformen (z. B. Texte, Schemata, Symbole, Tabellen) erfassen,
Informationen geeignet darstellen und in andere Formen übertragen (z. B. Text in Schema),
sein Wissen systematisch strukturieren und
Arbeitsergebnisse verständlich und anschaulich präsentieren. Selbst- und Sozialkompetenz – selbstregulierend und mit anderen lernen
sich Lernziele setzen und seine Lernergebnisse einschätzen,
Verhaltensregeln aufstellen, deren Einhaltung beurteilen und daraus Schlussfolgerungen ziehen,
individuell und in kooperativen Lernformen lernen,
sich sachlich mit der Meinung anderer auseinander setzen,
den eigenen Standpunkt sachgerecht darstellen,
respektvoll mit anderen Personen umgehen,
Konflikte angemessen bewältigen und
seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse bewusst nutzen, um
Entscheidungen im Alltag sachgerecht zu treffen und sich entsprechend zu verhalten
Eingriffe des Menschen in die belebte und unbelebte Umwelt sachgerecht zu bewerten.
Lernkompetenzen – Selbst- und Sozialkompetenz
sich Lernziele setzen und seine Lernergebnisse einschätzen,
Verhaltensregeln aufstellen, deren Einhaltung beurteilen und daraus Schlussfolgerungen ziehen,
individuell und in kooperativen Lernformen lernen,
sich sachlich mit der Meinung anderer auseinander setzen,
den eigenen Standpunkt sachgerecht darstellen,
respektvoll mit anderen Personen umgehen,
Konflikte angemessen bewältigen und
seine naturwissenschaftlichen Kenntnisse bewusst nutzen, um
Entscheidungen im Alltag sachgerecht zu treffen und sich entsprechend zu verhalten
Eingriffe des Menschen in die belebte und unbelebte Umwelt sachgerecht zu bewerten.
Naturwissenschaftliche und fachspezifische Kompetenzen
Pflanzen, Tiere und der Mensch sind Lebewesen. Sie unterscheiden sich von Nichtlebendem durch das Vorhandensein aller Lebensmerkmale.
Zwischen dem Bau von Pflanzen und Tieren und ihrer Lebensweise bestehen Zusammenhänge. Lebewesen sind an ihren Lebensraum angepasst.
Lebewesen stehen in Wechselwirkung mit ihrer Umwelt.
Lebewesen pflanzen sich fort und entwickeln sich.
Lebewesen treten in großer Vielfalt auf und können auf Grund gemeinsamer Merkmale in Gruppen eingeordnet werden.
Lebewesen einer Lebensgemeinschaft stehen miteinander in Beziehungen.
Veränderungen des Lebensraums können sich auf die Lebensgemeinschaft auswirken. Basiskonzepte System Lebewesen und Lebensgemeinschaften als lebende Systeme kennzeichnen
Samenpflanzen, Wirbeltiere und den Menschen als Lebewesen kennzeichnen:
Lebensmerkmale nennen
Ernährung und Fortpflanzung (bei Wirbeltieren zusätzlich Atmung) beschreiben
Maßnahmen zum Schutz der Lebewesen ableiten/begründen
Maßnahmen zur Gesunderhaltung ableiten/begründen,
das Zusammenleben von verschiedenen Lebewesen als Lebensgemeinschaften kennzeichnen:
die Nahrungsbeziehungen zwischen Lebewesen in einem Lebensraum beschreiben
den Einfluss von Eingriffen in den Lebensraum erläutern. Struktur-Funktion Struktur-Funktions-Beziehungen bei Lebewesen erläutern
Zusammenhänge zwischen Bau und Funktion bei Samenpflanzen und Wirbeltieren ableiten,
die Angepasstheit von Lebewesen an Lebensräume an ausgewählten Merkmalen erläutern. Entwicklung Entwicklungsprozesse der Lebewesen und Veränderungen von Lebensräumen erläutern
Fortpflanzung und Entwicklung ausgewählter Samenpflanzen, Wirbeltiere und des Menschen beschreiben und verschiedene Formen der Fortpflanzung vergleichen,
Samenpflanzen und Wirbeltiere hinsichtlich ihres Grundaufbaus in Gruppen einteilen,
Zusammenhänge zwischen Lebensraum und Lebensgemeinschaft erläutern.
Naturwissenschaftliche und fachspezifische Kompetenzen – Chemie
Körper bestehen aus Stoffen. Stoffe bestehen aus Teilchen.
Stoffe zeichnen sich durch typische Eigenschaften aus.
Stoffgemische bestehen aus verschiedenen Stoffen, die mit physikalischen Methoden voneinander getrennt werden können.
Stoffe können miteinander reagieren. Dabei werden die Teilchen neu zusammengefügt. Es entstehen neue Stoffe.
Stoffe sind Energieträger. Die Umwandlung von Stoffen ist mit Energieaufnahme oder Energieabgabe verbunden. Basiskonzepte Stoff-Teilchen-Beziehung
den Aufbau von Körpern aus Stoffen erläutern,
ausgewählte Stoffe und ihre Eigenschaften nennen,
den Aufbau von Stoffen/Stoffgemischen aus Teilchen mit Hilfe des Teilchenmodells beschreiben,
Stoffgemische trennen und Trennungsmöglichkeiten begründen,
Stoffe als Energieträger kennzeichnen. Chemische Reaktion
die Umwandlung von Stoffen als Umstrukturierung der Teilchen an einfachen Beispielen beschreiben.
Naturwissenschaftliche und fachspezifische Kompetenzen – Physik
Körper bestehen aus Teilchen.
Körper können verschiedene Aggregatzustände annehmen.
Körper können aufeinander einwirken.
Körper können sich bewegen.
Körper beeinflussen Strömungen.
Energie kann übertragen und umgewandelt werden. Basiskonzepte Materie
verschiedene Aggregatzustände unter Nutzung des Teilchenmodells vergleichen. Wechselwirkung
die Kraft als Wechselwirkungsgröße charakterisieren,
die Wirkungen von Kräften erläutern,
Energieübertragung durch Strahlung beschreiben,
Bewegungen beschreiben,
die Auswirkungen von Strömungsverläufen erläutern. Energie
verschiedene Energieträger nennen,
Energieträger und Energieformen unterscheiden,
Energieumwandlungen beschreiben,
Möglichkeiten der Wärmeübertragung nennen.
Methodenkompetenz – Erkenntnisgewinnung
Lebewesen, ihre Lebensweise und Lebensräume nach Kriterien betrachten/beobachten und beschreiben,
naturwissenschaftliche bzw. technische Objekte und Vorgänge nach Kriterien betrachten/beobachten und beschreiben. naturwissenschaftliches Beobachten, Untersuchen und Experimentieren
Beobachtungen, Untersuchungen und einfache Experimente zur Gewinnung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen planen und durchführen,
die für Beobachtungen/Ermittlungen erforderlichen Hilfsmittel und Geräte (z. B. Messgeräte, Experimentiergeräte, Mikroskop) benennen und sachgerecht handhaben,
Ergebnisse von Beobachtungen/Ermittlungen dokumentieren,
Ergebnisse auswerten/interpretieren. Vergleichen – Lebewesen und Lebensprozesse kriteriengeleitet vergleichen,
naturwissenschaftliche bzw. technische Sachverhalte (Objekte, Vorgänge) kriteriengeleitet vergleichen. Ordnen und Klassifizieren
Lebewesen und Lebensprozesse ordnen und klassifizieren,
naturwissenschaftliche und technische Sachverhalte (Objekte, Vorgänge) ordnen und klassifizieren. Definieren – ausgewählte Begriffe aus den Bereichen Biologie, Chemie und Physik definieren. Ableiten/Begründen – kausale Beziehungen zwischen Struktur und Funktion ableiten/ begründen,
Maßnahmen und Verhaltensweisen ableiten/begründen. Schlussfolgern – auf der Grundlage konkreter Aussagen allgemeine Schlüsse ziehen,
begründet Maßnahmen, Entscheidungen etc. ableiten. Anwenden der Modellmethode
die Bedeutung von (Anschauungs- und Denk-) Modellen für das Verstehen naturwissenschaftlicher Sachverhalte erläutern,
Modelle mit Originalen vergleichen, die Aussagen und Grenzen von Modellen nennen,
Modelle zur Veranschaulichung von gleichen Funktionsprinzipien in Natur und Technik konstruieren und herstellen. Anwenden der experimentellen Methode
die Schrittfolge der experimentellen Methode nennen,
die experimentelle Methode auf einfache Sachverhalte anwenden und geeignete Experimente zur Überprüfung von Vermutungen planen,
die Bedeutung der experimentellen Methode für naturwissenschaftliches Arbeiten erläutern.
Methodenkompetenz – Bewertung
Beurteilungskriterien (naturwissenschaftliche, wirtschaftliche, umweltbezogene, ethische, persönliche) festlegen,
Sachverhalte unter Verwendung von Fachwissen an den Kriterien messen,
die Ergebnisse wichten,
einen Standpunkt formulieren. Bewerten von naturwissenschaftlich bedeutsamen Sachverhalten
ausgewählte Entscheidungen, Maßnahmen und Verhaltensweisen bewerten, d. h.
Maßnahmen zur gesundheitsfördernden Lebensweise und entsprechende Verhaltensweisen (z. B. bezüglich Ernährung, Körperhaltung),
technische Anwendungen (z. B. Produktion von Nahrungsmitteln, Gebrauchsgegenständen aus Naturprodukten bzw. technischer Anlagen in der Pflanzenproduktion/Tierhaltung),
die Haltung von Heim- und Nutztieren,
die Auswirkungen von Eingriffen in die Natur. Bedeutung – die Bedeutung einer fachlich fundierten Bewertung für ein verantwortungsvolles Entscheiden und Handeln erläutern (an Beispielen aus dem Alltag).
Methodenkompetenz – Kommunikation
Methoden beschreiben und anwenden (z. B. kriteriengeleitetes Beobachten, Vergleichen, experimentelle Methode),
zielgerichtet Informationen zu einem Sachverhalt aus schriftlichen Darstellungen (z. B. Texte, Schemata, Diagramme, Tabellen) und aus mündlichen Darstellungen (z. B. Vortrag, Diskussion) erfassen. Dokumentieren naturwissenschaftlicher Sachverhalte
Ergebnisse von Beobachtungen, Untersuchungen und Experimenten in geeigneter Form darstellen (z. B. Beschreiben, tabellarisches Erfassen von Messwerten, Protokollieren),
naturwissenschaftliche Sachverhalte übersichtlich darstellen (z. B. Texte, Schemata, Diagramme). Verarbeiten von Informationen
Informationen in andere Darstellungsformen umwandeln (z. B. Erstellen eines Schemas aus Textinformationen, grafisches Darstellen von tabellarisch aufgenommenen Messwerten),
die Darstellung auf das fachlich Wesentliche reduzieren,
naturwissenschaftliche Informationen systematisch strukturieren. Anwenden der Fachsprache
die naturwissenschaftliche Fachsprache sachgerecht anwenden (z. B. Fachbegriffe, Wortgleichungen),
zwischen Alltags- und Fachsprache unterscheiden. Präsentieren von Lernergebnissen und Verwenden von Fachinformationen in verschiedenen Gesprächsformen
Kenntnisse über naturwissenschaftliche Sachverhalte mündlich und schriftlich sowie unter Nutzung moderner Medien und unter Verwendung von geeigneten Anschauungsmaterialien präsentieren,
Kenntnisse über naturwissenschaftliche Sachverhalte in Gesprächen, Diskussionen etc. nutzen.
Modul 1
Sachverhalte/Ereignisse aus seinem Erfahrungsbereich den Bereichen Mensch, Natur und Technik zuordnen
die Bedeutung von naturwissenschaftlichen Erkenntnissen erläutern
die Vernetzung zwischen „Mensch“, „Natur“ und „Technik“ an Beispielen erläutern
den Weg naturwissenschaftlichen Arbeitens an ausgewählten Beispielen erläutern
Fragen an die Natur stellen
Vermutungen aufstellen
mit Hilfe von Beobachtungen und Experimenten Fragen beantworten und Grenzen erkennen
verschiedene Sinne zum Beobachten der Umwelt bewusst nutzen; Möglichkeiten und Grenzen erkennen
mit Hilfsmitteln sachgerecht umgehen, messen (z. B. Bandmaß, Uhr, Thermometer, Waage) und beobachten (z. B. Fernglas, Lupe)
Modul 2
den Bau von Samenpflanzen betrachten und beschreiben sowie die Pflanzenorgane (Wurzel, Sprossachse, Laubblätter, Blüten) benennen
verschiedene Samenpflanzen unter Beachtung des Prinzips „Vielfalt – gleicher Grundaufbau“ vergleichen (Erweiterung der Artenkenntnis)
den Begriff Samenpflanzen definieren
Untersuchungen angeleitet durchführen
Zergliedern und zeichnerisches Darstellen des Baus von Samenpflanzen
Herbarisieren ausgewählter Samenpflanzen bzw. Pflanzenteile Exkurs: Vielfalt – gleicher Grundaufbau
das Prinzip "Vielfalt – gleicher Grundaufbau" an Beispielen (Fahrzeuge, Sportgeräte, Werkzeuge) erläutern Fortpflanzung und Entwicklung der Samenpflanzen
die Bedeutung der Fortpflanzung erläutern
den Bau von Blüten beschreiben und vergleichen unter Beachtung des Prinzips „Vielfalt – gleicher Grundaufbau“
Fortpflanzung und Entwicklung von Samenpflanzen beschreiben
Keimungs- und Wachstumsbedingungen nennen
geschlechtliche und ungeschlechtliche Fortpflanzung vergleichen und Beispiele zuordnen
Untersuchungen/Experimente angeleitet durchführen
Zergliedern von Blüten
Ermitteln von Keimungs- und Wachstumsbedingungen Nachweis von Stoffen
Experimente angeleitet durchführen
Nachweis von Stärke und Fett in Samen und Speicherorganen Fliegen und Gleiten in Natur und Technik
den Zusammenhang zwischen dem Bau von Samen/Früchten und der Art der Verbreitung ableiten
Gemeinsamkeiten von Flugapparaten in Natur (Samen mit Flugeinrichtung) und Technik (z. B. Segelflugzeug, Fallschirm) nennen Ernährung der Samenpflanzen
die Bedeutung der Ernährung erläutern
die Herstellung von körpereigenen Stoffen beschreiben (Umwandlung von Kohlenstoffdioxid und Wasser im Blattgrün der Laubblätter mit Hilfe von Sonnenlicht zu Traubenzucker, Grundlage für Bildung weiterer Stoffe, z. B. Fette)
Aufnahme von Kohlenstoffdioxid und Wasser unter Beachtung des Prinzips der Oberflächenvergrößerung am Beispiel Wurzel sowie Transport von Wasser über die Sprossachse beschreiben
Kapillarität
Leitung von Wasser in der Sprossachse Aufbau von Stoffen
den Aufbau von Stoffen mit Hilfe des Teilchenmodells erläutern und dabei verschiedene Aggregatzustände vergleichen
den Zusammenhang zwischen Temperatur und Teilchenbewegung erläutern (ØDE Teilchenbewegung)
Reinstoffe und Stoffgemische vergleichen
den Zusammenhang zwischen Stoffeigenschaften und dem Trennen von Stoffgemischen erläutern
Temperaturmessungen
Trennen von Stoffgemischen z. B. Dekantieren von Sand-Wasser- Gemisch, magnetische Trennung von Eisen-Sand-Gemisch, Eindampfen von Salzlösung Umwandlung von Stoffen
die Umwandlung von Stoffen an einfachen Beispielen beschreiben (ØDE)
Stoffe als Energieträger kennzeichnen und zwischen energiearmen und energiereichen Stoffen unterscheiden (ØDE Veranschaulichung der enthaltenen Energie durch „Freisetzung“, z. B. als Wärme, Licht)
Möglichkeiten weiterer Energieumwandlungen nennen (ØDE Energieübertragung durch Strahlung)
Stoffumwandlungen z. B. bei der Verbrennung von Kerzenwachs und Eisenwolle Klassifizieren/Ordnen von Samenpflanzen
Samenpflanzen nach verschiedenen Kriterien auf Grund gemeinsamer Merkmale ordnen (Erweiterung der Artenkenntnis)
nach Wuchsformen: Kräuter, Sträucher, Bäume
nach der Nutzung: Wild- und Kulturpflanzen
nach Verwandtschaftsmerkmalen: in Pflanzenfamilien
zwei Pflanzenfamilien definieren
die Bedeutung der Einteilung von Samenpflanzen durch den Menschen erläutern Exkurs: Ordnungsprinzipien
die Bedeutung der Klassifizierung nach bestimmten Kriterien in Alltag und Technik erläutern
Modul 3
den Bau verschiedener Wirbeltiere (Körpergliederung, Skelett) beschreiben und vergleichen unter Veranschaulichung des Prinzips Vielfalt – gleicher Grundaufbau (Erweiterung der Artenkenntnis)
den Begriff Wirbeltier definieren
die Wirbeltierklassen und Vertreter nennen Exkurs: Vielfalt – gleicher Grundaufbau
das Prinzip "Vielfalt – gleicher Grundaufbau" an Beispielen (Fahrzeuge, Sportgeräte, Werkzeuge) erläutern Ernährung der Wirbeltiere
die Bedeutung der Ernährung erläutern
die Bildung von körpereigenen Stoffen mit Hilfe von Modellen (Teilchenmodell/ symbolische Darstellungen) beschreiben (Zerlegung der aufgenommenen energiereichen Nahrung durch Verdauungssäfte in Bausteine und Aufbau von körpereigenen energiereichen Stoffen)
Bedeutung des Blutes für den Transport von Stoffen erläutern
Beziehungen zwischen Struktur und Funktion am Beispiel von Körperbau und Ernährung ableiten Nachweis von Stoffen
Experimente angeleitet durchführen
Nachweis von Stärke und Fett in verschiedenen Nahrungsmitteln Atmung der Wirbeltiere
Beziehungen zwischen Bau der Atmungsorgane (Kiemen, Haut, Lunge), Funktion und Lebensraum an ausgewählten Vertretern ableiten
den Gasaustausch beschreiben und die Bedeutung des Sauerstoffs (Nutzung der Energie für Lebensprozesse, Körpertemperatur etc.) erläutern Energetische Betrachtungen bei Umwandlung von Stoffen
Verbrennungen als Stoffumwandlung mit Beteiligung von Sauerstoff unter „Freisetzung“ von Energie (DE) beschreiben Fortbewegung der Wirbeltiere
Beziehungen zwischen Körperbau, Fortbewegung und Lebensraum an ausgewählten Vertretern ableiten unter Veranschaulichung des Prinzips Struktur – Funktion Bewegung
an Beispielen den Begriff Bewegung erläutern
die Geschwindigkeit durch den Zusammenhang von Weg und Zeit qualitativ kennzeichnen Kraft
die Kraft als Wechselwirkungsgröße kennzeichnen, Wirkungen erläutern und Arten von Kräften nennen
Beispiele für das Wirken von Auftriebskräften aus dem Alltag nennen
Auswirkungen von Strömungsverläufen (Stromlinienkörper, Flügel, Verwirbelung) beschreiben
Ermitteln von Auftriebskräften in Wasser
Ermitteln des Volumens von Körpern Fortpflanzung und Entwicklung der Wirbeltiere
die Bedeutung der Fortpflanzung erläutern
geschlechtliche/ungeschlechtliche sowie innere/äußere Befruchtung vergleichen und die Begriffe definieren
Beziehungen zwischen Befruchtung (innere, äußere), Bau der Eier, Entwicklung (innerhalb, außerhalb des Körpers) und Lebensraum ableiten Klassifizieren/Ordnen von Wirbeltieren
Wirbeltiere nach verschiedenen Kriterien auf Grund gemeinsamer Merkmale ordnen
nach Verwandtschaftsmerkmalen: Wirbeltierklassen
nach Nutzung: Heim-, Nutz- und Wildtiere
nach Ernährung: Fleischfresser, Pflanzenfresser, Allesfresser
wesentliche Merkmale der Fische, Lurche, Kriechtiere, Vögel und Säugetiere nennen und Beispiele begründet zuordnen (Erweiterung der Artenkenntnis) Exkurs: Ordnungsprinzipien
die Bedeutung der Klassifizierung nach bestimmten Kriterien in Alltag und Technik erläutern
Modul 4
Maßnahmen zur Gesunderhaltung des eigenen Körpers auf der Grundlage biologischer, chemischer und physikalischer Fachkenntnisse sachgerecht ableiten und begründen
Vorbeugung von Haltungsschäden
gesundheitsfördernde Ernährung
Verzicht auf Rauchen, Alkohol- und Drogenkonsum
Hygiene des Körpers (z. B. Zahnpflege, Hautschutz)
witterungsgerechte Kleidung Dazu werden Fachinhalte aus Modul 3 einbezogen und auf das Erforderliche erweitert. Hebel in Alltag und Technik
das Wissen über das Hebelgesetz an einfachen Beispielen anwenden (Kraft, Hebel, Schwerpunkt, Gleichgewicht)
Experimente angeleitet durchführen
Hebel im Gleichgewicht Wärme und Wärmeübertragung
Wärme als Maß für die zugeführte oder abgegebene Energie kennzeichnen und vom Alltagsbegriff abgrenzen
Möglichkeiten der Wärmeübertragung in Alltag und Technik beschreiben
Bedeutung und Möglichkeiten der Wärmedämmung (Gebäude, Technik) erläutern Zusammensetzung der Nahrung
Nahrungsmittel hinsichtlich der Nährstoffe und dem Energiegehalt ordnen Sexualität und Entwicklung
körperliche Veränderungen und Verhaltensänderungen bei Mädchen und Jungen nennen
den Bau der weiblichen und männlichen Geschlechtsorgane beschreiben und deren Funktionen benennen; die Ursachen von Menstruation/Pollution nennen
Fortpflanzung und Entwicklung des Menschen beschreiben
Hygiene der Geschlechtsorgane begründen Die Sexualerziehung in den Klassenstufen 5/6 bezieht sich auf biologische, ethische, soziale und kulturelle Fragen. Alters- und entwicklungsgemäß wird biologisches Wissen zum eigenen Körper und zu körperlichen Veränderungen thematisiert. Schüler erhalten Gelegenheit, sich mit ethischen Werten der Sexualität vertraut zu machen: Achtung vor der Würde des Menschen, Akzeptanz von verschiedenen Lebensweisen (z. B. Homosexualität), Ablehnung von sexueller Gewalt und Vermeidung von sexuellem Missbrauch.
Modul 5
ausgewählte Lebewesen, die in dem Lebensraum vorkommen, nennen (Erweiterung der Artenkenntnis)
den Lebensraum auf der Basis eigener Beobachtungen und Messungen (praktisches Arbeiten) charakterisieren
Zusammenhänge zwischen Bau, Lebensweise und Lebensraum unter Veranschaulichung des Prinzips Struktur-Funktion an Beispielen ableiten (z. B. Körpertemperatur/ Aktivität, Körperbedeckung/Wärmedämmung, Farbe/Tarnung)
Nahrungsketten beschreiben
die Bedeutung des Lebensraums für die Lebensgemeinschaft erläutern,
Veränderungen der Lebensgemeinschaft über einen bestimmten Zeitraum beschreiben,
Auswirkungen von Veränderungen eines Lebensraums auf eine Lebensgemeinschaft erläutern. Lupe und Mikroskop als wichtige Arbeitsmittel
Lupe und Mikroskop sachgerecht handhaben
einfache Trocken- und Frischpräparate anfertigen und mikroskopieren, (z. B. Wasserfloh, Algen, Pollen, Daunenfeder, Haar) und einfache mikroskopische Bilder beschreiben Erfassen und Auswerten von Daten
Temperatur und Niederschlag messen, Werte erfassen und grafisch darstellen
Temperatur- und Niederschlagsdiagramme auswerten Bestimmung von Lebewesen
unter Nutzung einfacher Bestimmungsschlüssel ausgewählte Pflanzen und Tiere bestimmen Nutzung, Haltung und Pflege von Pflanzen und Tieren
die Nutzung von Pflanzen und Tieren durch den Menschen begründen
Maßnahmen der artgerechten Haltung und Pflege von Lebewesen ableiten, begründen und bewerten Vom Rohstoff zum Endprodukt
den Weg vom Rohstoff zum Endprodukt an einem Beispiel (unter Berücksichtigung naturwissenschaftlicher, wirtschaftlicher bzw. technischer Aspekte) erläutern (z. B. vom Korn zum Brot, von der Kartoffel zum Kloß, vom Baum zum Papier, vom Schwein zur Thüringer Bratwurst) Regelung in technischen Einrichtungen
an einfachen Beispielen die Funktionsweise technischer Regelkreise erläutern (z. B. Temperaturregelung in Aquarien, Ställen, Gewächshäusern) Die Rolle des Menschen in der Natur
Eingriffe des Menschen in die Natur (an Beispielen) bewerten
Einfluss auf einzelne Lebewesen
Einfluss auf den Lebensraum
Umweltschutz unter Einbeziehung verschiedener Argumente begründen, (z. B. Erhaltung der Lebensgrundlagen, Artenschutz) Nutzung von Medien
Informationen aus verschiedenen Medien für das sachgerechte Argumentieren erschließen, kritisch betrachten und dokumentieren,
Informationen auf ihre Bedeutung für die Aufgabenlösung einschätzen
Modul 6
die Bedeutung von Naturvorbildern für technische Problemlösungen erläutern,
die Nutzung von Naturvorbildern für technische Problemlösungen unter Beachtung der Vorgehensweise der Bionik und unter Anwendung geeigneter naturwissenschaftlicher Erkenntnismethoden an ausgewählten Beispielen untersuchen:
Festlegen der technisch zu realisierenden Funktion,
Ermittlung von biologischen Vorbildern und Erkennen des Prinzips,
Entwicklung von Funktionsmodellen,
Übertragung der gewonnenen Erkenntnisse auf technische Objekte, Beispiele:
Gräser, Halme, Faltblätter/Bienenwaben/Sandwichstruktur im Vogelknochen – hohe Stabilität mit wenig Material beim Turm- und Brückenbau
Eisbärenfell und Eisbärenhaut – Wärmedämmung von Stoffen für Kleidung
Früchte der Großen Klette – Klettverschlüsse
Oberfläche von Laubblättern der Lotuspflanze/Gartenkresse – schmutzabweisende und wasserabweisenden Oberflächen von Glas und Lack Projekt: Natur und Technik Anliegen ist, an geeigneten Beispielen die Übertragung von Lösungen aus der Natur in die Technik nachzuvollziehen. Der Schüler kann unter Anleitung
die Vorgehensweise der Bionik am ausgewählten Beispiel umsetzen,
Anschauungsmodelle zur Verdeutlichung von Bau- bzw. Funktionsprinzipien aus der Natur herstellen und die Bedeutung dieses Modells erläutern. Die Umsetzung des Projektes erfolgt in kooperativer Arbeitsform.
den Lern- und Arbeitsprozess der Gruppe organisieren,
unter Anleitung situationsbezogen Arbeitstechniken auswählen und anwenden,
das eigene Arbeits- und Sozialverhalten sowie das anderer Gruppenmitglieder einschätzen,
Wege und Ergebnisse der gemeinsamen Arbeit analysieren und einschätzen und
Arbeitsergebnisse in geeigneter Form präsentieren.
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Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport — Lehrplan für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife, Mensch-Natur-Technik, 2015
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