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Lehrpläne Thüringen
Gymnasium
Wahlpflichtfach Gesellschaftswissenschaften (2017)
prozessbezogen
Lernkompetenzen
8
Fachspezifische Kompetenzen
8
Bilinguale Module
20
inhaltsbezogen
Gesellschaft denken – Einführung in das Fach
6
Wandel der Arbeitswelt
10
Konsumverhalten und Lebensstile
12
Kommunikation im Alltag
11
Individualisierung als gesellschaftlicher Trend
10
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Methodenkompetenz
Aufgabenstellungen sachgerecht analysiert und Lösungsstrategien entwickelt, z. B. durch empirische Arbeitsmethoden, Methoden kooperativen Lernens, kreativitätsfördernde Arbeitstechniken, z. B. Brainstorming, Collage, Rollenspiel, komplexe, ergebnisoffene Methoden für eine längere Zeiteinheit, z. B. Projektmethode, Szenariotechnik, Zukunftswerkstatt
Informationen sachgerecht analysiert und quellenkritisch beurteilt, z. B. aus Medien, an außerschulischen Lernorten
Präsentationstechniken selbstständig und dem Lerngegenstand angemessen einsetzt
Selbst- und Sozialkompetenz
gesellschaftliche Entscheidungen, Probleme oder Konflikte eigenständig sach- und wertorientiert beurteilt
eigene Urteile und Entscheidungen überprüft und begründet vertritt
Auffassungen, Personen und Handlungen aus der Perspektive von anderen betrachtet und simulativ für eine begrenzte Zeit vertritt
seinen Lernprozess eigenverantwortlich und strukturiert plant, durchführt, dokumentiert, reflektiert
Möglichkeiten innerschulischer Mitbestimmung, sozialer und politischer Partizipation wahrnimmt
Fachspezifische Kompetenzen
gesellschaftliche Herausforderungen und Prozesse in den Dimensionen Raum und Zeit erklärt
regionale und globale gesellschaftliche Prozesse und Zusammenhänge analysiert und Ursachen und Wirkungen herausarbeitet
verschiedene gesellschaftstheoretische Denkansätze und Denkmodelle erklärt und erörtert
sich an Debatten zu ausgewählten gesellschaftlichen Fragestellungen beteiligt
gesellschaftliche Handlungsebenen in ihrer Funktion beschreibt
sich mit Normen und Institutionen als Regelsystemen zwischen Freiheit und Sicherheit kritisch auseinandersetzt
Entwicklungen in der Gesellschaft exemplarisch auf Nachhaltigkeit prüft
Wechselwirkungen der gesellschaftlichen Handlungsebenen in Politik, im Natur-, Sozial- und Wirtschaftsraum beschreibt und Schlussfolgerungen für die persönliche Lebensplanung ableitet
Sachkompetenz
ausgewählte Gegenstände eines Sachfaches/mehrerer Sachfächer unter Beachtung der fachlichen und methodischen Spezifik bearbeitet
durch unterschiedliche Medien präsentierte, didaktisierte, adaptierte und/oder authentische fremdsprachige Texte rezipiert
den Inhalt dieser Texte global, selektiv oder detailliert erfasst und aufgabengemäß darstellt und verarbeitet
verschiedene Textsorten, z. B. Protokolle, Flussdiagramme, Formeln, im Rezeptions- bzw. Produktionsprozess nutzt
nicht lineare Texte, z. B. Tabellen, Mindmaps, Beschriftungen von grafischen Darstellungen, sowie gelegentlich lineare Texte, z. B. mündliche und schriftliche Berichte, Beschreibungen, Zusammenfassungen, unter Nutzung vielfältiger Hilfsmittel produziert
Texte sprachvermittelnd in der deutschen, punktuell in der Fremdsprache unter Nutzung vielfältiger Hilfsmittel produziert
Methodenkompetenz
Situationen und Aufgabenstellungen nutzt, um Erwartungen zur Textrezeption bzw. -produktion zu entwickeln
fachliches, sprachliches und soziokulturelles Wissen als Verstehenshilfe nutzt
sachfachspezifische Methoden funktional angemessen verwendet, z. B. Erstellung eines Schaubildes auf Grundlage eines Textes, Beschriftung einer grafischen Darstellung, Protokollieren eines Experimentes
Informationen verdichtet, z. B. in Tabellen, Mindmaps
Gedächtnishilfen selbstständig anfertigt, z. B. Notizen, Stichwortgerüste
altersgemäße Hilfsmittel, Medien, Quellen und Präsentationstechniken nutzt
Selbst- und Sozialkompetenz
in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit Verantwortung für die Aufgabenlösung übernimmt
auch bei Schwierigkeiten weiter an der Lösung der Aufgabe arbeitet
bei Unklarheiten nachfragt
texterschließende Hilfsmittel selbstständig nutzt
unvoreingenommen und konstruktiv mit Authentizität umgeht, d. h. Sachverhalte, Vorgänge, Personen und Handlungen aus der Perspektive anderer betrachtet
mit anderen zusammenarbeitet und dabei Unterstützung gibt und annimmt
über eigene Lernstrategien und Sprachhandlungen reflektiert
seine Kompetenzentwicklung einschätzt
Sachkompetenz
den Begriff Gesellschaft an Beispielen darstellt
den interdisziplinären Charakter des Fachs Gesellschaftswissenschaften erklärt
zu einem Lerngegenstand aus seiner Lebenswelt unterschiedliche gesellschaftswissenschaftliche Zugänge beschreibt, z. B. aus der historischen, rechtlichen, ökonomischen, ethischen, religiösen oder politischen Perspektive
Methodenkompetenz
seine Vorstellungen zum Begriff Gesellschaft, z. B. durch Mindmap, Poster, Wandzeitung, visualisiert oder mit der Methode des Inselspiels entwickelt
selbstständig aus Quellen, wie z. B. Nachschlagewerken, Internet, Informationen zum Begriff Gesellschaft recherchiert
Selbst- und Sozialkompetenz
seine individuellen Wertvorstellungen für das Zusammenleben in der Gesellschaft reflektiert
Sachkompetenz
den Wandel der Arbeit, z. B. in ihrer historischen, räumlichen, politischen, wirtschaftlichen und/oder philosophisch – ethischen Perspektive exemplarisch beschreibt
Wertschätzung und gesellschaftliche Wahrnehmung von Arbeit reflektiert
den Strukturwandel in der gegenwärtigen Arbeitswelt anhand konkreter Beispiele erläutert
Folgen einer veränderten Lebens- und Arbeitswelt in der Region beschreibt
aktuelle Forschungsansätze und Kontroversen zum Wandel der Arbeitswelt diskutiert und eigenen Vorstellungen gegenüberstellt, d. h. Dynamisierung der Arbeit durch flexible interaktive Arbeitsstrukturen, fortschreitende Automatisierung: Entwicklung vom Produktions-, über den Service-, zum Wissenssektor, lebenslanges Lernen als Grundlage gesellschaftlicher Teilhabe, Rolle von Gewerkschaften und Arbeitgebern/Arbeitgeberverbänden
Methodenkompetenz
den Stellenwert von Arbeit in der Gesellschaft, z. B mit Hilfe von linearen und nichtlinearen Texten, untersucht
den strukturellen Wandel des regionalen Arbeitsmarktes, z. B. anhand von Datenrecherchen, beschreibt
Vorstellungen über zukünftige Arbeitswelten entwickelt, z. B. mit Hilfe der Szenariotechnik
Selbst- und Sozialkompetenz
sich im Spektrum von Berufs- und Studienwahlangeboten orientiert
über eigene Stärken und Schwächen unter dem Aspekt seiner möglichen beruflichen Entwicklung reflektiert
Sachkompetenz
die Produktkette am Beispiel eines Konsumgutes anhand ausgewählter Indikatoren der Nachhaltigkeit analysiert
den gegenseitigen Einfluss von Konsumenten und Produzenten auf Produktion und Konsum erläutert
staatliche und nichtstaatliche Organisationen/Einrichtungen des Verbraucherschutzes benennt und ihre Wirksamkeit auf das Konsumverhalten beschreibt
Zusammenhänge von Konsum und Gesundheitsförderung oder -gefährdung erläutert
Methodenkompetenz
sein Konsumverhalten für einen begrenzten Zeitraum dokumentiert
die gewonnenen Daten auswertet und präsentiert
Zusammenhänge und wechselseitige Abhängigkeiten von Produktion, Handel und Verbrauch darstellt
eine Dilemma-Diskussion zu Bedürfnisbefriedigung und Verantwortung gegenüber Lebewesen und Ressourcen führt
zu einer ausgewählten Fragestellung, z. B. Gesundheit und Konsum, eine Debatte führt und reflektiert
Selbst- und Sozialkompetenz
die Wirkungen des Konsums ausgewählter Güter bewertet
Wertvorstellungen und Handlungsmuster des eigenen Konsumverhaltens kritisch reflektiert
Verantwortung als Verbraucher entwickelt und Schlussfolgerungen für das eigene Handeln ableitet
Sachkompetenz
Kommunikation als Sozialhandlung, Signalübertragung und interkulturelle Kommunikation beschreibt
Kommunikation modellhaft erklärt und die Notwendigkeit von Kommunikationsregeln begründet
Möglichkeiten der Kommunikation in der modernen Gesellschaft erläutert und kriteriengeleitet vergleicht
über Chancen und Risiken online basierter Kommunikation diskutiert
Methodenkompetenz
Kommunikationsmodelle simulativ anwendet
Präsentationstechniken sach- und adressatengerecht nutzt
Moderationsmethoden anwendet
Interviews nach vereinbarten Regeln durchführt
Selbst- und Sozialkompetenz
Kommunikationsregeln gezielt einsetzt
Feedback gibt und annimmt
seine Kommunikation und soziale Interaktion in virtuellen Welten, z. B. in sozialen Netzwerken, reflektiert
Sachkompetenz
den Zusammenhang zwischen sozialen Beziehungen und Individualisierung, z. B. an veränderten Familien- und Lebensformen, darstellt
Individualisierung als Phänomen erklärt
unterschiedliche Lebensentwürfe unter dem Aspekt von Fremd- und Selbstbestimmung analysiert
entscheidende Faktoren für den Individualisierungstrend charakterisiert, wie z. B. Zugang zu Bildung, Medien oder Mobilität
die Veränderung der Geschlechterrollen erläutert, z. B. hinsichtlich der Erwerbstätigkeit und des Familienlebens, der Aneignung von Soft Skills, der Vereinbarkeit von Familie und Beruf
Individualisierung im Spannungsverhältnis von Freiheit und Sicherheit diskutiert
Methodenkompetenz
mit Hilfe von Fallstudien Biografieverläufe und soziale Beziehungen charakterisiert
eine Pro-Kontra-Diskussion zu Problemen der Individualisierung führt
Selbst- und Sozialkompetenz
mögliche Auswirkungen des Individualisierungstrends auf seinen Lebensentwurf diskutiert
seine individuelle Verantwortung und sein Engagement für die Gemeinschaft reflektiert
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Thüringer Ministerium für Bildung, Jugend und Sport — Lehrplan für den Erwerb der allgemeinen Hochschulreife: Wahlpflichtfach Gesellschaftswissenschaften, 2017
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