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Lehrpläne Thüringen
Regelschule
Ethik
inhaltsbezogen
Ich und die anderen
17
Lernen als Möglichkeit sich selbst, die anderen und die Welt zu verstehen
22
Das Verhältnis des Menschen zu Pflanzen und Tieren
13
Mythische Weltdeutungen
10
Glück und Leid
13
Menschen brauchen Menschen
15
Medien im Alltag
9
Grundzüge der jüdischen und christlichen Religion
21
Erwachsen werden
11
Konflikte und Konfliktregelungen
18
Gewissen
13
Grundzüge der islamischen Religion
10
Partnerschaft, Liebe und Sexualität
12
Urteilen
22
Natur, Mensch und Technik
13
Grundzüge des Buddhismus
9
Normen und Werte
14
Zeit als Chance, Leben zu gestalten
18
Gewalt, Krieg und Frieden
18
Grundzüge ostasiatischen Denkens
19
Sterben und Tod
22
Zusammenleben in einer multikulturellen Gesellschaft
10
Auf der Suche nach Glück und Sinn
12
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Ziele
Erwartungen und Befürchtungen, die mit dem Wechsel in eine andere Schulart bzw. eine neue Klassengemeinschaft verbunden sind, werden bewusst wahrgenommen und artikuliert.
Die Schüler erhalten die Möglichkeit, ihre Mitschüler genauer kennen zu lernen und sich selbst vorzustellen.
Sie begreifen, dass die Akzeptanz der Individualität des anderen die Voraussetzung für eine gute Lern- und Lebensatmosphäre in der Klasse ist.
Die Schüler machen sich bewusst, dass das Zusammenleben der Menschen durch Normen und Regeln gestaltet wird.
Sie entdecken die hinter Regeln stehenden Wertorientierungen.
Sie reflektieren eigene Wünsche und Wertmaßstäbe und entwickeln gemeinsam Regeln, die für die neue Klassengemeinschaft gelten sollen.
Dabei diskutieren sie auch über die Bedeutung von Geboten, Verboten und Strafen.
Hinweise
Neue Schule, neue Klasse, neue Lehrer, neue Anforderungen - sich über Erwartungen und Befürchtungen austauschen
Selbstbild: eigene Stärken und Schwächen erkennen Wie ich gern/nicht gern sein möchte Was ich mir wünsche Wovon ich träume Ich im Spiegel der anderen
Sich vertraut machen miteinander Alte und neue Freundschaften besprechen Kennenlernspiele, Interviews, Pantomime, Gefühle artikulieren und darstellen
Notwendigkeit von Vereinbarungen begreifen, die das Zusammenleben in der Gemeinschaft regeln
Über die Orientierungsfunktion von Regeln, Sitten, Bräuchen, Vorschriften, Geboten, Verboten, Gesetzen diskutieren
Goldene Regel als universale Orientierungshilfe erörtern
Verhaltensnormen für das Leben in der Schule selbstständig aufstellen, diskutieren und ausprobieren
Über Veränderungen von Regeln im Schulalltag reflektieren
Die Notwendigkeit der Beachtung, aber auch der Veränderung von Regeln erörtern
Regelverstöße, ihre Folgen und mögliche Sanktionen an Beispielen untersuchen
Ziele
Die Schüler nehmen sich bewusst als lernende Personen wahr.
Sie werden aufmerksam auf den Zusammenhang zwischen Staunen, Neugier, Fragen stellen und Lernen.
Sie erkennen die Bedeutung von Sprache, Spiel und Phantasie für das Lernen.
Sie üben mit Gedankenexperimenten eine Methode des Philosophierens.
Sie begreifen das Lernen als Möglichkeit, sich selbst, die anderen und die Welt zu verstehen sowie das Leben zu meistern.
Sie reflektieren über die Chance, die Schule als gemeinsamen Lernort zu nutzen.
Sie sind aufgeschlossen gegenüber partnerschaftlichen Lernformen und erkennen deren Regeln an.
Einzelne Themen des Stoffgebietes erarbeiten die Schüler in Projekt- und Gruppenarbeit.
Hinweise
Vor dem eigenen Erfahrungshorizont sich als lernendes Wesen begreifen
Staunen, Neugier, Ausprobieren und Nachahmen als Grundformen und Voraussetzung des Lernens erkennen
Spiel von Kindern und Tieren gegenüberstellen
Sprach-, Rätsel- und Phantasiespiele ausprobieren
Beziehungen zwischen Phantasiewelten und der Lebenswirklichkeit erkennen bzw. herstellen, an Beispielen aus Literatur und Kunst erörtern
Gedankenexperimente durchführen
Vielfalt des Lernens und der Kompetenzentwicklung erkennen
Lernen als lebenslangen Prozess begreifen
Über Lernen zwischen innerem Antrieb und äußerem Zwang reflektieren
Kooperationsfähigkeit bei der Arbeit in Gruppen und im Klassenverband trainieren
Kritik, Ergänzung, Verbesserung und Diskussion als Chance des gemeinsamen Lernens erfahren
Mit Erfolgen und Misserfolgen umgehen lernen
Gemeinsam Lernstrategien ausprobieren und beurteilen
Vor der eigenen Schulwirklichkeit Visionen für eine Schule der Zukunft entwickeln und erproben
Ziele
Die Schüler reflektieren über die Beziehungen zwischen Mensch und Natur.
Sie untersuchen, wie sich diese Beziehung in Sprache, Kunst und Brauchtum widerspiegelt.
Sie erörtern die Frage, welche Verantwortung der Mensch für Pflanzen und Tiere hat und in welchem Maß er diese für seine Bedürfnisse nutzen darf.
Die Schüler philosophieren über den Gedanken: "Haben Pflanzen und Tiere Rechte?" und begründen in einer Präsentation ihre Denkergebnisse argumentativ.
Unter Anleitung beschaffen sie Informationen über regionales Brauchtum.
Hinweise
Nach Beziehungen zwischen Mensch und Natur suchen und deren Bedeutungen nachgehen
Anhand von präsentativen Darstellungen ästhetische Betrachtungen über Pflanzen und Tiere anstellen
Darstellungen von Tieren und Pflanzen in Mythen, Fabeln, Sprichwörtern u. a. kennen lernen
Den Baum als zentrales Symbol erkennen, z. B. Bäume an zentralen Orten, Baumpflanzungen zu besonderen Anlässen
Über die Frage nachdenken, welchen menschlichen Bedürfnissen Pflanzen und Tiere Rechnung tragen können, z. B. Nutztier, Versuchstier, Spielzeugersatz u. a.
Ambivalenz von Sicherung der menschlichen Existenz und Überproduktion von pflanzlichen und tierischen Produkten diskutieren
Respekt des Menschen vor Pflanzen und Tieren am Beispiel des regionalen Brauchtums erforschen (für Projektarbeit geeignet)
Das Verhältnis des Menschen zu Pflanzen und Tieren in unserem und anderen Kulturkreisen vergleichen
Ziele
Die Schüler verstehen, dass die Menschen zu allen Zeiten versuchen, sich die Welt zu erklären.
Sie lernen ausgewählte Mythen als Welterklärungsversuche und Denkmodelle kennen, vergleichen sie mit heutigen Modellen.
Am Beispiel der Weltentstehungsvorstellungen in Vergangenheit und Gegenwart wird deutlich, dass auch die Wissenschaft keine endgültige Antwort geben kann.
Alte und neue Vorstellungen vom Ende der Welt machen auch auf die Verletzbarkeit unserer Lebenswelt und auf unsere Verantwortung für sie aufmerksam.
Hinweise
Göttersagen, Götterbilder und ausgewählte Weltentstehungsmythen kennen lernen
Alte und neue Vorstellungen von der Entstehung der Welt und des Menschen diskutieren und vergleichen
Mythen als Welterklärungsversuche und Denkmodelle verstehen lernen, mit heutigen Modellen vergleichen und eigene Modelle entwickeln
Die Unterschiede zwischen mythischer und logischer Betrachtungsweise deutlich machen
Alte und neue Weltuntergangsvorstellungen kennen lernen und miteinander vergleichen
Die Verantwortung der Menschen für die Erde diskutieren
Ziele
Die Schüler setzen sich mit verschiedenen Glücksvorstellungen auseinander.
Sie denken über den Unterschied zwischen ”Glück haben” und ”glücklich sein” nach.
Sie verstehen, dass die Frage nach dem Glück nur individuell beantwortet werden kann und diskutieren darüber, ob und wie sie ihr persönliches Glück durch eigene Mitgestaltung beeinflussen können.
Die Schüler reflektieren vor ihrem Erfahrungshorizont über den engen Zusammenhang von Glück und Leid.
Sie begreifen, dass Glücks- und Leiderfahrungen die Entwicklung des Menschen gleichermaßen fördern können.
Hinweise
Den Bedeutungen von Redensarten, Sprichwörtern und Symbolen zum Thema Glück nachgehen
Verschiedene Glücksvorstellungen in Sagen und Märchen erkennen und untersuchen
Glücksvorstellungen auch außerhalb des Lernortes Schule erkunden
Unterschiedliche Sinndeutungen von Glück herausarbeiten, z. B. ”Glück haben” und ”glücklich sein”
Über eigene und fremde Glücksvorstellungen reflektieren
Der Frage nachgehen, ob und wie der Mensch Einfluss auf sein Glück nehmen kann
Möglichkeiten erkunden, Glück für sich und andere zu erlangen
Glücks- und Leiderfahrungen als Dimension der eigenen Entwicklung begreifen
Ziele
Die Schüler verstehen, dass der Mensch als soziales Wesen anderer Menschen bedarf.
Dabei wird ihnen bewusst, dass die Gemeinsamkeit die Akzeptanz der Individualität des Einzelnen erfordert.
Sie begreifen, dass das Zusammenleben in der Gemeinschaft nur durch gegenseitige Rücksichtnahme möglich ist.
Die Schüler werden aufmerksam auf benachteiligte Menschen.
Sie erkennen, dass es Aufgabe einer humanen Gesellschaft ist, Schwächeren bei der Gestaltung ihres Lebens zu helfen.
Hinweise
Den Umgang mit Menschen als Grundbedürfnis begreifen
Den Wert von Freundschaft thematisieren
Gemeinsames Erleben, Besprechen und Handeln als Bereicherung des Lebens erkennen
Lebensumstände von anderen kennen lernen und mit eigenen Lebensumständen vergleichen
Über eigene Ansprüche an das Leben und die Ansprüche anderer reflektieren
Sich bewusst werden, dass die anderen wie man selbst Stärken und Schwächen besitzen
Die Stärken der "Schwachen" und die Schwächen der "Starken" erkennen
An Beispielen untersuchen, welchen Vorurteilen und Benachteiligungen einige Bevölkerungsgruppen ausgesetzt sind
Verschiedene Reaktionen der Benachteiligten erkennen, z. B. Ignoranz, Akzeptanz, Resignation,Trotz, Angst
Gesetzliche Grundlagen kennen lernen, Lokale Integrationsmodelle, z. B. bei den Ausländerbeauftragten, erkunden und zur Lebenswirklichkeit ins Verhältnis setzen
Ziele
Die Schüler erkennen die Medienvielfalt und untersuchen ihren eigenen Medienkonsum nach Inhalt und Umfang.
Sie reflektieren kritisch die Art ihres Medienverhaltens.
Sie diskutieren die Ambilvalenz der Mediennutzung im Spannungsfeld von Kompetenzerweiterung und Manipulation.
Sie erkennen die Gefahr, die von Darstellung und Verherrlichung von Gewalt in den Medien ausgeht.
Hinweise
Den eigenen Umgang mit den Medien nach Art, Umfang und Inhalt analysieren
Die Medienvielfalt vom Buch bis zu modernen Informationstechniken untersuchen
Ambivalenz der Mediennutzung im Spannungsfeld von Kompetenzerweiterung und Manipulationsgefahr diskutieren
An ausgewählten Beispielen über die Darstellung der Wirklichkeit in Medien, z. B. Gewalt, reflektieren
Medien zu ausgewählten ethischen Fragestellungen selbst herstellen und präsentieren (geeignet für Gruppen- und Projektarbeit)
Ziele
Die Schüler lernen die Entstehung und die wesentlichen Erscheinungen der monotheistischen Religionen Judentum und Christentum kennen.
Sie verstehen, dass das Christentum seine Wurzeln im Judentum hat und dass sich dadurch Gemeinsamkeiten ergeben.
Die Schüler machen sich mit christlichem Leben und Brauchtum auch an außerschulischen Lernorten vertraut.
Sie lernen die Grundaussagen der christlichen Ethik kennen und vor ihrem eigenen Lebenshorizont zu diskutieren.
Dabei wird deutlich, dass die abendländische Kultur wesentlich durch das Christentum geprägt worden ist.
Hinweise
Monotheismus als Merkmal der jüdischen Religion erkennen
Abraham als gemeinsamen Stammvater der drei monotheistischen Weltreligionen kennen lernen
Die Rolle von Moses für das Judentum begreifen
Die Bedeutung der Tora als heilige Schrift des Judentums und als Richtlinie für die Gestaltung des jüdischen Lebens und Brauchtums erkennen
Einheit von Glaube, Land und Volk als Besonderheit des Judentums erörtern und aktuellen Bezug herstellen
Die Zehn Gebote als ethische Grundaussage des Judentums kennen lernen und mit heutigen ethischen Grundsätzen vergleichen
Jesus als Religionsstifter an ausgewählten biblischen Erzählungen kennen lernen
Die Bibel als heilige Schrift des Christentums und als Weltliteratur begreifen
Auf die Vielfalt der christlichen Kirchen und Konfessionen hinweisen
Gültigkeit der Zehn Gebote auch für das Christentum erkennen
Einheit von Gottes-, Nächsten- und Feindesliebe als Forderung des Christentums kennen lernen und vor dem eigenen Erfahrungshorizont diskutieren
Einfluss der christlichen Ethik auf gegenwärtige ethische Grundregeln, z. B. Menschenrechte, Grundgesetz, untersuchen
Christliches Leben und Brauchtum auch an außerschulischen Lernorten kennen lernen
Heutige Traditionen und Bräuche auf christliche Ursprünge untersuchen
Gemeinsamkeiten und Unterschiede zwischen Judentum und Christentum erkennen
Judenverfolgungen, insbesondere den Holocaust, thematisieren
Ziele
Die Schüler erkennen, dass das Erwachsenwerden mit der Reflexion der eigenen Lebensvorstellungen verbunden ist.
Sie begreifen, dass sie die Suche nach eigenen Orientierungen in das Spannungsfeld von Freiheit und Abhängigkeit führt.
Sie erörtern Fragen nach einer selbstbestimmten und verantwortungsbewussten Lebensgestaltung.
Hinweise
Diese Lebensphase aus verschiedenen Perspektiven untersuchen
Sich eigener Wertvorstellungen bewusst werden
Verschiedene Initiationsriten kennen lernen und vergleichen
Gefahren bei der Suche nach neuen Orientierungen erkennen
Die Bedeutung von Gruppenzwängen thematisieren
Die Anziehungskraft von und die Gefährdung durch "Sekten", Okkultismus und Satanismus erörtern
Gesundheitliche Gefährdung durch den Gebrauch von Drogen erkennen (geeignet zur fachübergreifenden Projektarbeit)
Eigene Verantwortung für die Gestaltung des Lebens wahrnehmen
Ziele
Die Schüler erkennen, dass Konflikte Bestandteil des Lebens sind.
Sie erfahren, dass die Ursachen von Konflikten vielfältiger Art sein können und diskutieren unterschiedliche Reaktionsmöglichkeiten in Konfliktsituationen.
Sie untersuchen Lösungswege zur gewaltfreien Bewältigung von Konflikten und versuchen, diese argumentativ zu begründen.
Die Schüler begreifen, dass manche Konflikte nicht lösbar sind und diese ausgehalten werden müssen.
Sie erkennen auch, dass Konflikte eine Chance für ihre Persönlichkeitsentwicklung sein können.
Hinweise
Konfliktsituationen aufzeigen und diskutieren
Typische Verhaltensweisen analysieren
Interessen, Ängste und Wünsche der Konfliktpartner erkennen
Über die Wahrnehmung und Nichtwahrnehmung von Konflikten reflektieren
Verschiedene Ebenen von Konfliktursachen erkennen, z. B. individuelle, soziale, politische, religiöse u. a. Ursachen
Möglichkeiten des Verhaltens in verschiedenen Konfliktsituationen diskutieren
Unangemessenes Verhalten werten
Konfliktlösungsstrategien erarbeiten, Regeln fairen Streitens aufstellen
Angemessene Verhaltensweisen erproben, z. B. in Interaktionsspielen
Anerkennen, dass nicht jeder Konflikt lösbar ist
Umgangsmöglichkeiten mit unlösbaren Konflikten aufzeigen
Dissensfähigkeit erproben
Konflikte als Chance zur Persönlichkeitsentwicklung begreifen
Ziele
Die Schüler verstehen, dass das Gewissen eine Norminstanz ist, die sie zu einem verantwortlichen Handeln befähigt.
Sie erarbeiten mit Hilfe einfacher Texte philosophische und religiöse Deutungen des Gewissens.
Die Schüler diskutieren die Funktion des Gewissens und reflektieren den Prozess der Gewissensbildung und -veränderung.
Sie erkennen die Bedeutung des Grundrechtes auf Gewissensfreiheit und die daraus resultierende Eigenverantwortung.
Hinweise
Den Begriff Gewissen mit Hilfe von Aussagen des alltäglichen Sprachgebrauchs und des eigenen Erlebens klären
Orientierungs-, Weisungs- und Kontrollfunktion des Gewissens diskutieren
Das Gewissen als kritische, am anderen orientierte Norminstanz für verantwortliches Handeln begreifen
Die Frage untersuchen, wie und nach welchen Maßstäben Gewissen gebildet wird
Das Problem der Manipulierbarkeit des Gewissens erörtern
Bedeutung des Grundrechtes der Gewissensfreiheit und die daraus resultierende sittliche Eigenverantwortung diskutieren
Versuch, Maßstäbe für eine eigene Gewissensentscheidungen zu finden und zu artikulieren
Gewissensentscheidungen auf ihre allgemeine Legitimation überprüfen
Das Problem des Gewissensirrtums diskutieren
Ziele
Die Schüler lernen die Entstehung und die ethischen Grundaussagen des Islam kennen.
Sie beschaffen sich Informationen über den Lebensvollzug der Muslime und untersuchen an ausgewählten Beispielen die religiösen und traditionsbedingten Einflüsse.
Dabei begreifen sie, dass der islamische Kulturkreis in vielen Lebensbereichen von anderen Wertvorstellungen geprägt ist.
Sie werden angeregt, die Begegnung zwischen dem christlich-abendländischen und dem islamisch-orientalischen Kulturkreis in seiner Widersprüchlichkeit, aber auch in seiner gegenseitigen Prägung und Wirkung zu untersuchen.
Hinweise
Allah als alleinigen Gott, Mohammed als Religionsstifter kennen lernen
Koran als heilige Schrift (Offenbarung Allahs) besprechen
Einheit von Religion und Staat als Besonderheit des Islam erkennen und die sich daraus ergebenden Konsequenzen unter historischem und aktuellem Aspekt erörtern
Pflichtenlehre (Fünf Säulen) als Richtlinien für das Verhalten der Muslime begreifen und mit den jüdisch-christlichen Geboten vergleichen
Einfluss der Religion auf Lebensgestaltung und Kultur untersuchen
Die ethischen Grundaussagen der drei monotheistischen Religionen auf Gemeinsamkeiten und Unterschiede untersuchen und die Ergebnisse diskutieren
Ziele
Die Schüler erörtern verschiedene Aspekte der Liebe und verstehen, dass die Liebe ein Grundbedürfnis des Menschen ist.
Sie reflektieren über den Zusammenhang von Liebe, Sexualität und Partnerschaft sowie über die damit verbundene Verantwortung.
Sie diskutieren über die Vermarktung der Sexualität und begreifen den sexuellen Missbrauch als Eingriff in das Selbstbestimmungsrecht des Menschen.
Hinweise
Jugendspezifische Aussagen zum Thema Liebe sammeln und diskursiv und präsentativ artikulieren
Verschiedenen Aspekten der Bedeutung von Liebe nachgehen
Zuneigung, Geborgenheit, Zärtlichkeit und Verantwortung als Merkmale der Liebe begreifen
Sexualität als menschliches Grundbedürfnis und als Ausdruck erfüllter Partnerschaft erkennen
Über den Zusammenhang von Liebe, Sexualität, Partnerschaft und über die damit verbundene Verantwortung reflektieren
Fähigkeit zur Verteidigung des Selbstbestimmungsrechtes und zum Nein-Sagen verstärken
Mögliche Hilfen gegen sexuellen Missbrauch besprechen
Die Kommerzialisierung von Erotik und Sexualität in der Gesellschaft hinterfragen
Tabuisierung und Sensationsgier in der Gesellschaft kritisch betrachten
Ziele
Die Schüler verstehen, dass wir auf Grund der Subjektivität unserer Wahrnehmungen auf Vor-Urteile, im Sinne von vorläufigen Urteilen, angewiesen sind.
Sie suchen nach Ursachen, die zum unkritischen Übernehmen von Vorurteilen und zum Beharren auf ihnen führen.
Mit dem Sokratischen Gespräch üben sie eine philosophische Methode zum Erkennen und Überwinden von Vorurteilen, um zu eigenen begründeten Urteilen zu gelangen.
Die Schüler begreifen, dass sie ihre Entscheidungen vor dem eigenen Gewissen rechtfertigen müssen und akzeptieren dies auch für den anderen.
Hinweise
Die Unzuverlässigkeit der menschlichen Wahrnehmung bewusst machen, z. B. durch optische Täuschungen, Mehrdeutigkeit von Worten und Darstellungen, Selektion von Wahrnehmungen
Den Einfluss körperlicher und psychischer Voraussetzungen auf die Wahrnehmung sowie die damit verbundenen möglichen Täuschungen und Irrtümer erkennen
Verstehen, dass das Wahrnehmen auch durch Erziehung, Kultur und Gesellschaft geprägt wird
Das Angewiesensein des Menschen auf vorläufige Urteile begreifen
Entlastungs- und Schutzfunktion der Vor-Urteile erkennen
An ausgewählten Beispielen die Beeinflussung der Wahrnehmung durch Vor-Urteile untersuchen
Ursachen für das Beharren auf Vorurteilen ergründen, z. B. Informationslücken und -fehler, Verallgemeinerungen, Bequemlichkeit, Angst, Gruppenzwang, Sündenbockmechanismus
Wege zum Erkennen von verfestigten Vorurteilen und deren Überwindung suchen
Informationen kritisch hinterfragen und Manipulationen erkennen, z. B. Werbung, einseitige Darstellung von Sachverhalten
Eigene und fremde Erfahrungen sowie ihre Verallgemeinerungsfähigkeit im Sokratischen Gespräch überprüfen
Perspektivenwechsel vornehmen
Neue Erkenntnisse akzeptieren
Sich der eigenen Wertehierarchie bewusst werden und sie als Grundlage des eigenen Urteils auch kritisch hinterfragen
Entscheidungsmodelle kennen und erproben
Gedankenexperimente durchführen
Dilemmaprobleme thematisieren
Das Recht auf Gewissensentscheidungen für sich selbst und für den anderen akzeptieren
Toleranz als Bedingung des menschlichen Zusammenlebens begreifen
Ziele
Die Schüler reflektieren über die Beziehungen von Natur, Mensch und Technik.
Sie verstehen, dass der Mensch auf die Nutzung von Technik und die Veränderung der Natur angewiesen ist.
Sie erkennen auch, dass die gegenwärtige Dimension der Naturveränderung die Gefahr der Naturzerstörung in sich birgt.
Sie erarbeiten eigene Vorstellungen über den Umgang mit der Natur und untersuchen deren praktische Realisierbarkeit.
Das Stoffgebiet oder einzelne Themen erarbeiten die Schüler fächerübergreifend in Projekt- oder Gruppenarbeit.
Hinweise
Alltagserfahrungen mit technischem Fortschritt diskutieren
Die historische Entwicklung der Technik und der Einfluss der Technik auf die Veränderung der menschlichen Kultur an ausgewählten Beispielen aufzeigen
Vor dem eigenen Erfahrungshorizont über das Verhältnis von Mensch und Natur nachdenken
Das Naturverständnis verschiedener Epochen und Kulturen vergleichend betrachten
Gegenwärtige Dimensionen von Naturveränderung mit Hilfe von Technik erörtern
Die Ambivalenz von Wissenschafts- und Techniknutzung in Geschichte und Gegenwart diskutieren
Reflektieren, wie weit der Mensch bei der Nutzbarmachung der Natur gehen muss und gehen darf
Eigene Vorstellungen zu einem verantwortlichen Umgang mit der Natur erarbeiten und deren praktische Realisierbarkeit untersuchen
Ziele
Die Schüler lernen die Grundaussagen des Buddhismus und ihre Auswirkungen auf Kultur, Wirtschaft und Lebensweise kennen.
Sie vergleichen ethische Grundforderungen und Normen dieser Religion mit denen der jüdisch-christlichen Religion und eigenen Normen und Wertvorstellungen.
Die Schüler werden aufmerksam auf den Einfluss des Buddhismus auf westliche Denk- und Lebensweisen.
Hinweise
Buddha als Religionsstifter kennen lernen
Leiderfahrung als Ausgangspunkt der buddhistischen Suche nach Erlösung erkennen
Die Vier edlen Wahrheiten und den Achtfachen Pfad als Grundaussagen kennen lernen und mit den jüdisch-christlichen Geboten vergleichen
Metta als Gebot des grenzenlosen Wohlwollens mit dem christlichen Liebesgebot vergleichen
Einfluss des Buddhismus auf Kultur und Lebensweise an Beispielen erörtern
Faszination und Einfluss des Buddhismus auf westliche Denk- und Lebensweisen erkennen und hinterfragen, z. B. Meditation, Yoga, Vegetarismus
Ziele
Die Schüler erkennen Bedeutung und Funktion von Normen und Werten.
Sie vergleichen Wertvorstellungen verschiedener Epochen und werden sich ihrer eigenen Grundsätze bewusst.
Sie diskutieren das Zusammenleben in der Gesellschaft im Spannungsfeld von Autonomie und Einordnung.
Einzelne Themen des Stoffgebietes erarbeiten die Schüler fächerübergreifend in Projekt- und Gruppenarbeit.
Hinweise
Begriffe klären
Verschiedene Grade von normativen Verpflichtungen unterscheiden, z. B. Bräuche, Sitten, Traditionen, Konventionen, Ordnungen, Spielregeln, ökonomische Regeln, moralische Normen
Die Funktion von Werten und Normen als orientierend und lebenserleichternd verstehen
Verschiedene Begründungen für moralische Normen untersuchen und gegenüberstellen
Freiheit und Autonomie contra Gruppenzwänge in verschiedenen gesellschaftlichen Bereichen diskutieren
Wertvorstellungen verschiedener Epochen vergleichen
Notwendigkeit der Veränderung von Normen erkennen
Sich die eigene Hierarchie von persönlichen Grundsätzen und Lebenszielen bewusst machen
Widersprüche zwischen grundsätzlicher Anerkennung und real gelebten Werten in individueller und gesellschaftlicher Wirklichkeit diskutieren
Die Unverzichtbarkeit des Grundwertes Menschenwürde herausarbeiten
Ziele
Die Schüler werden sich ihrer eigenen Beziehung zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst.
Sie erkennen die geschichtliche Einbindung des Menschen in Tradition und Kultur und reflektieren die ethischen Fragestellungen, die sich in der Gegenwart aus dem eigenen und gesellschaftlichen Umgang mit der Zeit ergeben.
Sie entwickeln Visionen für die Zukunft und begreifen ihre Verantwortung für deren Gestaltungsmöglichkeit.
Einzelne Themen des Stoffgebietes erarbeiten die Schüler fächerübergreifend in Projekt- und Gruppenarbeit.
Hinweise
Sich eigener Beziehungen zu Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft bewusst werden
Veränderung von Traditionen, Normen und Werten in der Geschichte untersuchen
Das Spannungsverhältnis zwischen Tradition und Fortschritt am Beispiel der Rolle der Familie thematisieren
Erziehungsziele und Erziehungsstile in Vergangenheit und Gegenwart diskutieren
Rolle der Geschlechter sowie Formen von Partnerschaft in Vergangenheit und Gegenwart vergleichen
Über Zeitgefühl, Lebensrhythmus und Lebenszeit anhand eigener Erfahrungen reflektieren
Die Auswirkungen des Effizienzmaßstabes der Ökonomie auf die Lebenswirklichkeit untersuchen
Gegenwärtige ethische Fragestellungen im Umgang mit der Zeit und deren Konsequenzen für die Lebensgestaltung erörtern, z. B. technischer Fortschritt und Freisetzung von Arbeitskräften, Beschleunigung von Informations- und Materialströmen, Globalisierung
Möglichkeiten und Grenzen des Umgangs mit der eigenen Zeit diskutieren
Notwendigkeit des Zusammenspiels von Zeit nehmen, Zeit lassen und Zeit nutzen diskutieren
Verhältnis Arbeitszeit und Freizeit analysieren
Sinn und Möglichkeiten der Freizeit diskutieren
Eigene Vorstellungen vom zukünftigen Leben artikulieren
Sich der eigenen Gestaltungsmöglichkeiten und der damit verbundenen Verantwortung bewusst werden
Ziele
Ausgehend von der Erfahrung der alltäglichen Gewalt ergründen die Schüler Ursachen und Formen von Gewalt.
Sie erkennen die Notwendigkeit des Gewaltmonopols des Staates und begründen diese an Beispielen aus ihrer Lebenswirklicheit.
Sie untersuchen Rechtfertigungsgründe und Auswirkungen von Gewalt und Krieg und begreifen die Hoffnung auf Frieden und Gewaltlosigkeit als Menschheitsideal.
Sie entwickeln eigene Lösungsstrategien zur Überwindung von Gewalt und überprüfen argumentativ deren Realisierungsmöglichkeiten.
Hinweise
Über Gewalterfahrungen aus gesellschaftlichen und persönlichen Bereichen reflektieren
An aktuellen Beispielen Zusammenhänge zwischen Sprache, Denken und Gewalt analysieren
Formen und Mittel der Gewalt erkennen und unterscheiden, z. B. personale und direkte sowie indirekte und öffentliche Gewalt
Ursachen und Anlässe von Gewalt ergründen
Rechtfertigungsgründe von Gewalt untersuchen
Notwendigkeit des Gewaltmonopols des Staates erkennen und mit Beispielen aus der Lebenswirklichkeit begründen
Gedankenexperiment: Was wäre, wenn der Staat keine Gewalt besäße?
Recht des Widerstands gegen die Staatsgewalt als Merkmal einer demokratischen Staatsordnung begreifen
Mittel in der Wahrnehmung des Rechtes auf Widerstand kritisch hinterfragen
Ursachen und Rechtfertigungsgründe für Kriegshandlungen in Geschichte und Gegenwart analysieren
Auswirkungen von Kriegshandlungen auf Menschen und die daraus resultierenden ethischen Konflikte erörtern
Die Hoffnung auf Gewaltlosigkeit und Frieden als Menschheitsideal begreifen
Verschiedene Ziele, Vorstellungen, Handlungsstrategien von Gewaltlosigkeit sowie deren Realisierungsmöglichkeiten untersuchen
Vor der Lebenswirklichkeit eigene Lösungsstrategien zur Überwindung von Gewalt im Alltag entwickeln und argumentativ begründen (geeignet für Projektarbeit)
Ziele
Vor dem Hintergrund der wirtschaftlichen und politischen Bedeutung Asiens und der verstärkten Begegnung mit ostasiatischen Kulturen lernen die Schüler Grundaussagen der taoistischen oder konfuzianistischen Lehre und ihre Auswirkungen auf Lebensalltag, Kultur, Wirtschaft und Politik kennen.
Sie vergleichen ethische Grundforderungen und Normen des fremden Kulturkreises mit eigenen Normen und Wertvorstellungen.
Die Schüler verstehen, dass Kenntnis und Beachtung der Besonderheiten anderer Kulturkreise Voraussetzungen der internationalen Kommunikation sind.
Hinweise – Alternative 1
An ausgewählten Sprüchen aus: Laotse "Dao-de-Jing" den Verfasser und die Denkweise des Taoismus vorstellen
Universismus und Bipolarität als philosophische Grundlagen der ostasiatischen Weltdeutung kennen lernen
Notwendigkeit und Ergänzung von Gegensätzen als Yin-Yang-Prinzip begreifen
Das Prinzip des Nicht-tun, des Ausreifenlassens und Wartenkönnens (WUWEI) als Voraussetzung für ein Leben in Harmonie mit der Natur und der Gesellschaft kontrovers diskutieren
Einflüsse des Taoismus auf Kultur, Politik und Alltagsleben an Beispielen erörtern
Einfluss des Buddhismus auf das ostasiatische Denken thematisieren
Östliches und westliches Denken und seine Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit vergleichen
Auf Probleme der internationalen Kommunikation aufmerksam werden, z. B. Kultur des "Gesichtwahrens" versus westliche Streitkultur
Hinweise – Alternative 2
Konfuzius als Begründer des Konfuzianismus kennen lernen
Die Ordnung in Kosmos und Gesellschaft als Grundprinzip des Konfuzianismus begreifen
Goldene Regel als universale Richtschnur praktischen Handelns verschiedener Kulturkreise erkennen
Das respektvolle Einordnen in hierarchische familiäre und gesellschaftliche Strukturen als grundlegende Forderung des Konfuzianismus erörtern und mit westlichen Normen vergleichen
Einfluss des Konfuzianismus auf Kultur, Wirtschaft, Politik und Alltagsleben an Beispielen erörtern
Einfluss des Buddhismus auf das ostasiatische Denken thematisieren
Östliches und westliches Denken und seine Auswirkungen auf die Lebenswirklichkeit vergleichen
Auf Probleme der internationalen Kommunikation aufmerksam werden, z. B. Kultur des "Gesichtwahrens" versus westliche Streitkultur
Ziele
Die Schüler reflektieren eigene Vorstellungen zu Fragen des Todes und dem Sein danach.
Sie artikulieren ihre Gedanken, Hoffnungen und Ängste.
Sie vergleichen ihre eigenen Vorstellungen mit verschiedenen philosophischen und religiösen Deutungen und erkennen die Vielfalt der Antwortversuche in der Geschichte des menschlichen Denkens.
Die Schüler setzen sich diskursiv mit exemplarischen Positionen zu Problemen im Umgang mit Sterben und Tod und den ethischen Konsequenzen auseinander.
Hinweise
Alltagserfahrungen und Beobachtungen zum Thema Tod vorstellen
Eigene Vorstellungen vom Sterben und vom Tod artikulieren, gestalterisch bearbeiten und präsentieren
Eigene Vorstellungen mit Ergebnissen der Sterbeforschung vergleichen
Den Tod als Merkmal allen Lebens begreifen
Gedankenexperiment: Was wäre, wenn alle Menschen unsterblich wären?
Funktion und Formen der Trauer in Abhängigkeit von individuellen Gegebenheiten besprechen
Trauer- und Bestattungsrituale, Friedhofskultur u.ä. an ausgewählten Beispielen im eigenen und in fremden Kulturkreisen untersuchen (geeignet für Projektarbeit)
Anteilnahme am Leid anderer als Basis hilfreichen Handelns erkennen
Vermarktung von Sterben und Tod sowie Prozesse des Verdrängens in unserer Gesellschaft reflektieren
Über menschenwürdiges Sterben reflektieren
Aufgaben des Arztes im Spannungsfeld von Lebenserhaltung und Sterbehilfe erörtern
Argumentative Auseinandersetzung über ethische Konsequenzen bei aktiver, passiver und indirekter Sterbehilfe führen
Missbrauch von Euthanasie im geschichtlichen Kontext diskutieren
Ethische, medizinische, psychologische und rechtliche Konsequenzen der Transplantationsmedizin diskutieren
Gesetzlichkeiten kennen lernen und Eigenverantwortung ableiten (Patiententestament, Transplantationsausweis)
Verschiedene Aussagen über das Weiterleben nach dem Tod gegenüberstellen
Eigene Vorstellungen artikulieren und mit exemplarischen Positionen vergleichen
Reflektieren darüber, ob und wie die Einstellung zu Sterben und Tod die Lebensführung bestimmen kann
Ziele
Die Schüler vergleichen das Leben von Menschen verschiedener Kulturkreise vor dem jeweiligen traditionellen und religiösen Hintergrund.
Sie untersuchen die Bedeutung von Identität und Multikulturalität und diskutieren Begründungen von Toleranz und deren ethischen Konsequenzen für die eigene Lebenswirklichkeit.
Einzelne Themen des Stoffgebietes erarbeiten sich die Schüler fächerübergreifend in Gruppen- und Projektarbeit.
Hinweise
Denk- und Handlungsweisen der Menschen aus verschiedenen Kulturkreisen und ihre traditionellen und religiösen Hintergründe untersuchen
Durchdringung der Kulturen als immanenten Bestandteil der Menschheitsgeschichte und ihre gegenwärtige Dimension erkennen
Verschiedene Interpretationen des Begriffes "multikulturell" diskutieren
Multikulturalität als Aufgabe zur Befähigung des Umganges mit Unterschieden begreifen
Bezüge zwischen Toleranz und Pluralismus erörtern
? Kontroverse Argumentationen zum Anspruch der Allgemeingültigkeit der Menschenrechte kennen lernen und werten
Anhand aktueller Beispiele die Komplexität ethischer Probleme verstehen und nach Wegen für ein Miteinander suchen
Ziele
Die Schüler reflektieren über ihre Vorstellung von einem geglückten Leben und erkennen die Vielfalt anderer Vorstellungen von Glück.
Glücksverheißungen werden kritisch hinterfragt.
Die Wechselbeziehung eigener Glücksvorstellungen mit der Lebenswirklichkeit und den Wünschen anderer Menschen werden deutlich.
Sie lernen ausgewählte philosophische und religiöse Positionen zu Glück und Sinn kennen, überprüfen ihre Aktualität und vergleichen sie mit ihren eigenen Anschauungen.
Hinweise
Reflektieren über eigene Glücksvorstellungen, diese mit den Vorstellungen anderer Menschen und der Lebenswirklichkeit vergleichen
Wechselwirkung von persönlichem Glück und gesellschaftlichen Verhältnissen untersuchen
Glücksverheißungen und Traumglück, z. B. Vergnügungsindustrie, Horoskope kritisch analysieren
Glücksverheißungen in neureligiösen Bewegungen und Sondergemeinschaften hinterfragen
Glücksgefühle durch Drogenkonsum thematisieren
Gedankenexperimente zu Vorstellungen über ein glückliches Leben in einer idealen Gesellschaft entwickeln und mit traditionellen Sozialutopien vergleichen
Einige philosophische Vorstellungen von Glück kennen lernen, hinterfragen und auf Aktualität überprüfen, z. B. Glücksvorstellungen bei Aristoteles, Epikur, Bentham, Mill
Sinnfrage des Lebens vor dem Fragehorizont des Glücks diskutieren, mit ausgewählten philosophischen und religiösen Positionen vergleichen und ins Verhältnis zu eigenen Anschauungen setzen
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Thüringer Kultusministerium — Lehrplan für die Regelschule und für die Förderschule mit dem Bildungsgang der Regelschule: Ethik (1999)
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