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Lehrpläne Thüringen
Regelschule
Geschichte (Entwurfsfassung 2025)
inhaltsbezogen
Gesellschaftswissenschaftliche Sachkompetenz
8
Historische Fragekompetenz
2
Historische Begriffs- und Strukturierungskompetenz
5
Sachkompetenz
7
Lernbereiche 5/6
28
Sachkompetenz
9
Lernbereiche 7/8
52
Sachkompetenz
9
Lernbereiche Klassenstufe 9
20
Lernbereiche Klassenstufe 10
8
prozessbezogen
Gesellschaftswissenschaftliche Methodenkompetenz
9
Gesellschaftswissenschaftliche Selbst- und Sozialkompetenz
7
Historische Methodenkompetenz
5
Historische Orientierungskompetenz
3
Methodenkompetenz
6
Selbst- und Sozialkompetenz
6
Methodenkompetenz
6
Selbst- und Sozialkompetenz
8
Methodenkompetenz
6
Selbstkompetenz
8
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Gesellschaftswissenschaftliche Sachkompetenz
gesellschaftliche Herausforderungen und Prozesse in den Dimensionen Raum und Zeit erklären.
regionale und globale gesellschaftliche Prozesse und Zusammenhänge analysieren und Ursachen und Wirkungen herausarbeiten.
verschiedene gesellschaftstheoretische Denkansätze und Denkmodelle erklären und erörtern.
sich an Debatten zu ausgewählten gesellschaftlichen Fragestellungen beteiligen.
gesellschaftliche Handlungsebenen in ihrer Funktion beschreiben.
sich mit Normen und Institutionen als Regelsysteme zwischen Freiheit und Sicherheit kritisch auseinandersetzen.
Entwicklungen in der Gesellschaft exemplarisch auf Nachhaltigkeit prüfen.
Wechselwirkungen der gesellschaftlichen Handlungsebenen in Politik, im Natur-, Sozial- und Wirtschaftsraum beschreiben und Schlussfolgerungen für die persönliche Lebensplanung ableiten.
Gesellschaftswissenschaftliche Methodenkompetenz
Informationen aus unterschiedlichen Medien gewinnen und sichern.
Archive, wissenschaftliche Bibliotheken und Datenbanken unter Anleitung nutzen.
Informationen zielgerichtet und quellenkritisch verarbeiten.
kontinuierliche und diskontinuierliche Texte analysieren und beurteilen.
empirische Arbeitsmethoden anwenden.
Kreativität fördernde Arbeitsmethoden nutzen.
an außerschulischen Lernorten Informationen gewinnen und verarbeiten.
Methoden kooperativen Lernens nutzen.
Visualisierungstechniken selbstständig und dem Lerngegenstand angemessen einsetzen.
Gesellschaftswissenschaftliche Selbst- und Sozialkompetenz
gesellschaftliche Entscheidungen, Probleme oder Konflikte eigenständig sachund wertorientiert beurteilen.
eigene Urteile und Entscheidungen überprüfen.
eigene Positionen angemessen artikulieren.
Konflikte demokratisch austragen.
Mehrheitsentscheidungen akzeptieren und den Minderheitenschutz respektieren.
seinen Lernprozess eigenverantwortlich und strukturiert planen, durchführen, dokumentieren.
den eigenen Lebensentwurf reflektieren.
Historische Fragekompetenz
eigene Fragen an die Geschichte stellen,
fremde Fragestellungen, z. B. in Geschichtsdarstellungen erkennen und verstehen, um.
Historische Methodenkompetenz
erkenntnisorientiert recherchieren und Quellen gezielt auswählen,
eine an der gewählten Fragestellung orientierte Quellenkritik und -interpretation durchführen und dabei bestimmte Gattungsmerkmale beachten,
Darstellungen von Geschichte, z. B. in Sachbüchern, Filmen, Ausstellungen, TV-Dokumentationen, Computerspielen, hinsichtlich ihrer inhaltlichen Struktur, ihrer Sinnbildungsmuster, Absichten und Orientierungsangebote analysieren sowie die Triftigkeit dieser Darstellungen in Teilaspekten überprüfen,
durch die Auseinandersetzung mit Quellen und Darstellungen eine eigenständige, plausible historische Narration bilden,
die eigene historische Narration adressatenund mediengerecht präsentieren, z. B. in Form eines Aufsatzes, eines Referates, einer Ausstellung oder eines Rollenspiels.
Historische Begriffs- und Strukturierungskompetenz
fachspezifische Begriffe und die dahinter stehenden gedanklichen Konzepte sachgerecht anwenden, erweitern und reflektieren,
fachspezifische und alltagssprachliche Begriffe unterscheiden und dabei die Historizität von Sprache beachten,
grundlegende Prinzipien des historischen Denkens, z. B. Perspektivität, Selektivität, Retrospektivität, Konstruktivität, berücksichtigen und reflektieren,
fachspezifische und allgemeine Kategorien und Konzepte zur Erklärung und Strukturierung historischer Sachverhalte anwenden,
die funktionale Bedeutung dieser Konzepte, z. B. Epocheneinteilungen, als gedankli-.
Historische Orientierungskompetenz
aufgrund hinzugewonnenen Wissens oder neu erworbener Methoden und Einsichten das eigene Geschichtsbewusstsein reflektieren und erweitern,
durch die Auseinandersetzung mit Geschichte und über die Wahrnehmung zeitlicher und kultureller Differenzen zwischen Vergangenheit und Gegenwart das eigene Welt-, Fremdund Selbstverstehen reflektieren, erweitern und gegebenenfalls revidieren,
die im Prozess des historischen Lernens erworbenen Erkenntnisse und Einsichten.
Sachkompetenz
unter Anleitung Fragen an die Geschichte stellen.
altersgemäß eine Vorstellung von Geschichte als Konstruktion entwickeln und den Unterschied zwischen Geschichte und Vergangenheit erklären.
unter Anleitung historische Ereignisse und Entwicklungen räumlich und zeitlich einordnen, deren Nachund Nebeneinander erfassen und beschreiben.
ausgewählte Arten von Quellen und Darstellungen anhand ihrer spezifischen Merkmale unter Anleitung identifizieren und beschreiben.
zwischen Quellen und Darstellungen unterscheiden.
die erarbeiteten fachspezifischen Begriffe unter Anleitung im historischen Kontext korrekt verwenden.
mit Hilfe vorgegebener Begriffe und Strukturierungsmöglichkeiten historische Sach-.
Methodenkompetenz
den Weg des historischen Forschens von den Funden über die Rekonstruktion zur Darstellung der Ergebnisse beschreiben.
unter Anleitung erste Hypothesen entwickeln, um Fragen an die Vergangenheit zu beantworten.
ausgehend von der Fragestellung Schrift-, Bildund gegenständliche Quellen beschreiben und wesentliche Inhalte wiedergeben.
unterschiedliche Quellenaussagen zu einem Sachverhalt vergleichen und ansatzweise Wirkungsabsichten und eventuelle Widersprüche erfassen und beschreiben.
unter Anleitung erkenntnisorientiert recherchieren, relevante Informationen sachgerecht auswählen und die Spezifik der verschiedenen Medien beachten (z. B. Lehrbuchtext, Geschichtskarte, Schaubild, Lexikon, Internet, Film, Jugendbuch, Comic, virtueller Rundgang, Erklärvideos).
die Ergebnisse des historischen Lernens altersgemäß sinnbildend darstellen und u. a. mit Hilfe digitaler Medien präsentieren.
Selbst- und Sozialkompetenz
Spuren und Überlieferungen aus der Vergangenheit in ihrem Lebensumfeld entdecken und dadurch in Ansätzen das historische Gewordensein gegenwärtiger Verhältnisse erkennen und beschreiben.
unter Anleitung die Bedeutung ausgewählter historischer Sachverhalte für die Gegenwart und das eigene Leben erfassen und beschreiben.
unter Anleitung das Handeln von Menschen vergangener Zeiten aus dem historischen Kontext heraus beschreiben und bewerten.
eigene Wertvorstellungen und Betrachtungsweisen mit denen kulturell und zeitlich ferner Lebenswelten unter Anleitung vergleichen sowie Fremdes von Vertrautem unterscheiden.
unter Anleitung vorhandene Vorstellungen über Vergangenes überprüfen, erweitern und gegebenenfalls revidieren.
kollaborative Arbeitsund Lernformen zur Aufgabenlösung verwenden und bei Einzel-, Partnerund Gruppenarbeit Verantwortung für den Lernprozess übernehmen.
Lernbereiche 5/6
Geschichte als Erinnerung an die Vergangenheit und Wissenschaft beschreiben,
Quellenarten und Darstellungen voneinander unterscheiden. Menschen in vorgeschichtlicher Zeit.
die Entwicklung und Verbreitung der ersten Menschen beschreiben,
Überlebensstrategien und Kultur der Jäger und Sammler, z. B. die Beherrschung des Feuers, Wohnen sowie Werkzeugund Waffentechnik erklären,
den Wandel von der Altsteinzeit zur Jungsteinzeit darstellen (Neolithische Revolution) und die Lebensumstände anhand von Rekonstruktionszeichnungen vergleichen,
die Veränderung im Leben der Menschen durch die Nutzung von Metallen beurteilen. Ägypten – Beispiel einer Frühen Hochkultur.
eine Geschichtskarte analysieren und damit die Bedeutung des Nils für die Entwicklung der ägyptischen Gesellschaft und Kultur herausarbeiten,
mithilfe von Schemata das Prinzip einer hierarchischen Ordnung untersuchen und diese auf der Basis eigener Wertvorstellungen bewerten,
die Leistungen und religiösen Vorstellungen der Ägypter, z. B. Schrift, Pyramidenbau und Mumifizierung beurteilen,
zentrale Merkmale dieser Frühen Hochkultur erläutern. Hinweis: Die Lehrkraft wählt aus dem Lernbereich IV einen Themenbereich aus. Die Welt der alten Griechen.
mithilfe einer Geschichtskarte den Zusammenhang zwischen der landschaftlichen Beschaffenheit Griechenlands, den daraus resultierenden Lebensbedingungen und der Entstehung der Poleis erklären, 17.
Sprache, Religion und Kultur als Bindeglied der hellenischen Gemeinschaft beschreiben, z. B. Götterund Sagenwelt, Olympische Spiele, Orakel, gegenständliche Quellen,
anhand eines einfachen Schaubildes die Grundzüge der attischen Demokratie herausarbeiten,
die Herrschaftsformen Monarchie, Aristokratie und Demokratie vergleichen,
das antike Griechenland als eine wichtige Grundlage für die Entwicklung der europäischen Kultur einordnen. Aufstieg und Fall einer Großmacht – das Römische Reich.
die Entwicklung Roms vom Stadtstaat zum Weltreich mithilfe von Geschichtskarten, Quellen und Darstellungen beschreiben,
das Verhältnis von Römern und Germanen im Spannungsfeld von Krieg, Handel und Kulturaustausch charakterisieren,
die Entwicklung des Christentums zur Staatsreligion beschreiben,
das Imperium Romanum als eine wichtige Grundlage für die Schaffung der europäischen Kultur einordnen,
den Zerfall des Römischen Reiches im Kontext der Völkerwanderung anhand von Karten und zeitgenössischen Quellen erklären. Alltag und Lebenswelten im mittelalterlichen Europa.
Entstehung und Ausprägung mittelalterlicher Königsherrschaft beschreiben,
mithilfe von Quellen und Darstellungen den Aufbau der Ständegesellschaft sowie die Grundherrschaft und das Lehnswesen als zentrale Elemente mittelalterlicher Lebensund Wirtschaftsformen erklären,
Klöster als Orte multifunktionaler Bedeutung charakterisieren,
Bedeutung und Funktion mittelalterlicher Burgen anhand regionaler Beispiele untersuchen,
die Entstehung und Entwicklung mittelalterlicher Städte als neue politische und wirtschaftliche Zentren beschreiben,
die Rolle der jüdischen Bevölkerung in der mittelalterlichen Gesellschaft herausarbeiten,
die Auswirkungen der Kreuzzüge auf die Beziehung von Christen, Juden und Muslimen untersuchen,
Ursachen, Grundzüge und Folgen der Reformation in Deutschland und Europa dar-.
Sachkompetenz
selbstständig Fragen an die Geschichte stellen, diese in Ansätzen ordnen und strukturieren.
unter Anleitung Fragestellungen in Darstellungen erkennen und verstehen.
den Konstruktcharakter von Geschichte und die Prinzipien historischen Denkens erklären.
fachspezifische Begriffe korrekt verwenden, erweitern und ansatzweise reflektieren.
zwischen zeitgenössischer Quellensprache und Gegenwartssprache unterscheiden.
weitgehend selbstständig historische Ereignisse und Entwicklungen räumlich und zeitlich einordnen, deren Nachund Nebeneinander kennzeichnen und beschreiben, DS, BO 19.
ausgewählte Konzepte und Kategorien zur Erklärung historischer Sachverhalte und zur Ordnung historischen Wissens anwenden und erweitern.
zwischen Quellen und Darstellungen unterscheiden.
Quellen und Darstellungen in ihrer Vielfalt anhand ihrer spezifischen Merkmale iden-.
Methodenkompetenz
Hypothesen entwickeln und daraus unter Anleitung das methodische Vorgehen zur Überprüfung der Hypothesen ableiten.
weitgehend selbstständig erkenntnisorientiert recherchieren, relevante Informationen sachgerecht auswählen und dabei die Gattungsspezifik verschiedener Medien beachten.
ausgehend von der historischen Fragestellung Schrift-, Bildund gegenständliche Quellen beschreiben, analysieren und interpretieren.
weitgehend selbstständig unterschiedliche Quellenaussagen zu einem Sachverhalt vergleichen und Perspektiven, Wirkungsabsichten und eventuelle Widersprüche erfassen und untersuchen.
unter Anleitung Geschichtsdarstellungen hinsichtlich ihrer Sinnbildungsmuster und Aussageabsichten analysieren und vergleichen.
die Ergebnisse des historischen Lernens in zunehmend komplexeren Zusammen-.
Selbst- und Sozialkompetenz
Spuren und Überlieferungen aus der Vergangenheit entdecken, bewusst wahrnehmen und die Gegenwärtigkeit von Geschichte an ausgewählten Beispielen erkennen und beschreiben.
die Bedeutung ausgewählter historischer Sachverhalte für die Gegenwart und das eigene Leben untersuchen und bewerten.
im Wesentlichen selbstständig das Handeln von Menschen vergangener Zeiten aus dem historischen Kontext heraus erklären und bewerten und daraus triftige Sachurteile ableiten.
vorhandene Vorstellungen über Vergangenes überprüfen, erweitern und gegebenenfalls revidieren.
eigene Wertvorstellungen und Betrachtungsweisen mit denen kulturell und zeitlich ferner Lebenswelten vergleichen, Alterität wahrnehmen und beschreiben.
weitgehend selbstständig Werturteile unter Beachtung der eigenen Standortgebundenheit bilden und begründen, DB, DS 20.
sich in Ansätzen mit fremden Werturteilen auseinandersetzen, dabei eigene Orientierungen und Vorstellungen überprüfen, erweitern und gegebenenfalls revidieren.
kollaborative Arbeitsund Lernformen zur Aufgabenlösung anwenden und bei Einzel-, Partnerund Gruppenarbeit Verantwortung für den Lernprozess übernehmen.
Lernbereiche 7/8
anhand des Herrscherporträts von Ludwig XIV. die Vorstellungen von politischer Herrschaft charakterisieren,
die Stützen der absoluten Herrschaft in Frankreich in den Bereichen Wirtschaft, Militär, Kirche und Gesellschaft erläutern,
Spuren absolutistischer Herrschaft in Thüringen erkunden und anhand regionaler Beispiele die Rezeption des französischen Leitbildes untersuchen,
die Grundgedanken der Aufklärung anhand einfacher Quellentexte als Wegbereiter für die Moderne erklären,
den Reformabsolutismus unter Friedrich II. in Preußen charakterisieren. Französische Revolution und Napoleon I.
den Begriff „Revolution“ erklären,
die Ursachen der Französischen Revolution erläutern,
Karikaturen als Ausdruck zeitgenössischer Kritik analysieren,
Verlauf und Ergebnisse der Französischen Revolution bis 1799 in Grundzügen beschreiben,
die Auswirkungen der Französischen Revolution und der napoleonischen Herrschaft auf Deutschland darstellen,
die Bedeutung der Preußischen Reformen für die Entwicklung einer modernen bürgerlichen Gesellschaft erklären,
die Französische Revolution als Zäsur charakterisieren. 21 Deutschland zwischen Restauration und Revolution.
die Begriffe „Nation“, „Nationalismus“, „Konservatismus“ und „Liberalismus“ erklären,
die Ergebnisse des Wiener Kongresses für die Zukunft Deutschlands und die Neuordnung Europas erläutern,
den Konflikt zwischen dem Streben nach einem einheitlichen, freien Deutschland und den restaurativen Kräften in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts erläutern,
anhand von Quellen Möglichkeiten und Grenzen politischer Meinungsäußerung im Vormärz kriteriengeleitet untersuchen, z. B. Zeitungen, politische Dichtung, Karikaturen oder Flugblätter,
Ursachen, Verlauf und Hauptergebnisse der Revolution 1848/49 in den deutschen Staaten beschreiben. Das Deutsche Kaiserreich zwischen Fortschritt und Rückständigkeit.
die Gründung des Deutschen Kaiserreiches als „Revolution von oben“ charakterisieren,
den Konstruktcharakter von Historiengemälden am Beispiel der Proklamation des Deutschen Kaiserreichs untersuchen,
das politische System des Deutschen Kaiserreichs mithilfe eines Verfassungsschaubildes analysieren,
die Begriffe „Industrielle Revolution“ und „Soziale Frage“ erklären,
Arbeitsund Lebensbedingungen in vorindustrieller Zeit mit denen des industriellen Zeitalters anhand von Statistiken und Grafiken vergleichen,
verschiedene Ansätze zur Lösung der Sozialen Frage im Zeitalter der Industrialisierung charakterisieren,
innenpolitische Konflikte im Kaiserreich am Beispiel des Kulturkampfes und des Sozialistengesetzes beschreiben,
die Sozialgesetzgebung Bismarcks als Ausgangspunkt staatlicher Sozialpolitik beurteilen,
Bismarcks Außenpolitik hinsichtlich seiner Zielsetzungen, Methoden und Folgen charakterisieren,
Nationalismus und Militarismus als prägende Leitbilder des politischen und gesellschaftliche Lebens erläutern,
sich mit dem jüdischen Leben zwischen Emanzipation und Antisemitismus im Deutschen Kaiserreich auseinandersetzen,
Karikaturen als Ausdruck zeitgenössischer Kritik beurteilen,
nationale Denkmäler als Träger von Geschichtskultur im Kaiserreich analysieren, 22.
den gesellschaftlichen Wandel im Kaiserreich im Hinblick auf Fortschritt und Rückständigkeit untersuchen. Das Zeitalter des Imperialismus und der Erste Weltkrieg.
die Europäisierung der Welt und die damit verbundenen Folgen beurteilen,
das Zeitalter des Imperialismus charakterisieren,
die Aufteilung der Welt in Kolonialreiche mithilfe von Geschichtskarten analysieren,
die humanitären und soziokulturellen Folgen des Imperialismus für betroffene Völker beurteilen,
den Wandel in der deutschen Außenpolitik unter Wilhelm II. beschreiben,
die Ursachen des Ersten Weltkrieges als Folge imperialer Politik darstellen,
die neuen Dimensionen des Ersten Weltkrieges charakterisieren (totaler Krieg,
industrialisierter Krieg),
anhand lokaler Kriegerdenkmäler, historischer Fotografien oder Feldpostbriefen die zeitgenössische Wahrnehmung des Ersten Weltkriegs untersuchen,
das Jahr 1917 anhand der Russischen Revolution und des Kriegseintritts der USA als Epochenjahr erläutern,
die geopolitische Neuordnung Europas nach dem Ersten Weltkrieg mithilfe von Geschichtskarten beschreiben. Die Weimarer Republik – Chancen und Belastungen der ersten Demokratie in Deutschland.
den Begriff „Demokratie“ erklären,
die Bedeutung der Novemberrevolution für das Entstehen einer neuen gesellschaftspolitischen Ordnung erläutern,
ein Verfassungsschema der Weimarer Reichsverfassung analysieren,
die Auswirkungen des Versailler Vertrages auf das demokratische Selbstverständnis der Weimarer Republik untersuchen,
die Rolle von Persönlichkeiten im Prozess der Umsetzung demokratischer Ideen erläutern,
die politische Kultur der Weimarer Republik mithilfe verschiedener Quellenarten, wie z. B. Wahlplakaten, Karikaturen oder Statistiken, analysieren,
Bedrohungen und Belastungen der Weimarer Republik charakterisieren,
die vorübergehende Stabilisierung in den „Goldenen Zwanzigern“ in den Bereichen Politik, Wirtschaft und Gesellschaft erläutern,
Chancen und Potentiale der ersten deutschen Demokratie erläutern,
Ursachen für den Untergang der Weimarer Republik herausarbeiten.
Sachkompetenz
im Rahmen forschenden Lernens und der Bildung eigener Narrationen Fragen selbstständig entwickeln, eingrenzen und strukturieren.
selbstständig Fragestellungen in Darstellungen erkennen, verstehen und auf die eigene Fragestellung beziehen.
den Konstruktcharakter von Geschichte und die Prinzipien historischer Erkenntnis reflektieren.
fachspezifische Begriffe sachgerecht anwenden, erweitern und reflektieren.
zwischen zeitgenössischer Quellensprache und Gegenwartssprache unterscheiden.
selbstständig historische Ereignisse und Entwicklungen räumlich und zeitlich einordnen, deren Nachund Nebeneinander erfassen und darstellen.
ausgewählte Konzepte und Kategorien zur Erklärung historischer Sachverhalte und zur Ordnung historischen Wissens selbstständig anwenden, erweitern und in Ansätzen reflektieren.
zwischen Quellen und Darstellungen unterscheiden.
Quellen und Darstellungen in ihrer Vielfalt anhand ihrer spezifischen Merkmale identi-.
Methodenkompetenz
Hypothesen entwickeln und daraus das methodische Vorgehen zur Überprüfung der Hypothesen ableiten und reflektieren.
selbstständig erkenntnisorientiert recherchieren, relevante Informationen sachgerecht auswählen und dabei die Gattungsspezifik der verschiedenen Medien beachten.
ausgehend von der historischen Fragestellung Quellen gezielt auswählen, beschreiben, analysieren und interpretieren.
selbstständig unterschiedliche Quellenaussagen zu einem Sachverhalt vergleichen und Perspektiven, Wirkungsabsichten und eventuelle Widersprüche analysieren und bewerten.
weitgehend selbstständig Geschichtsdarstellungen hinsichtlich ihrer Sinnbildungsmuster und Aussageabsichten analysieren, vergleichen und in Teilaspekten auf ihre Triftigkeit prüfen.
die Ergebnisse des historischen Lernens in komplexen Zusammenhängen sinnbildend.
Selbstkompetenz
das historische Gewordensein gegenwärtiger Verhältnisse und die Gegenwärtigkeit von Geschichte in der Gesellschaft bewusst wahrnehmen und reflektieren.
die Bedeutung ausgewählter historischer Sachverhalte für die Gegenwart und das eigene Leben untersuchen und reflektieren.
selbstständig das Handeln von Menschen vergangener Zeiten aus dem historischen Kontext heraus erklären und bewerten und triftige Sachurteile ableiten.
vorhandene Vorstellungen über Vergangenes überprüfen, erweitern und gegebenenfalls revidieren.
eigene Wertvorstellungen und Betrachtungsweisen mit denen kulturell und zeitlich ferner Lebenswelten vergleichen, Alterität wahrnehmen und reflektieren.
selbstständig Werturteile unter Beachtung der eigenen Standortgebundenheit bilden und begründen.
sich mit fremden Werturteilen auseinandersetzen, dabei eigene Orientierungen und Vorstellungen überprüfen, erweitern und gegebenenfalls revidieren.
kollaborative Arbeitsund Lernformen zur Aufgabenlösung anwenden und bei.
Lernbereiche Klassenstufe 9
den Begriff „Diktatur“ erklären,
die Errichtung und den Ausbau der nationalsozialistischen Diktatur darstellen,
die Herrschaftsformen Demokratie und Diktatur vergleichen,
Grundzüge der nationalsozialistischen Ideologie beschreiben,
Propaganda und Terror als Mittel der Herrschaftssicherung im nationalsozialistischen Deutschland charakterisieren,
unterschiedliche Mittel politischer Propaganda, z. B. Plakate, Filme und zeitgenössische Fotografien, analysieren,
die nationalsozialistische Wirtschaftsund Außenpolitik im Vorfeld des Zweiten Weltkrieges anhand von Statistiken, Karten oder Schaubildern charakterisieren,
Ausgrenzung, Entrechtung und Verfolgung gesellschaftlicher Minderheiten als Wesensmerkmale der nationalsozialistischen Gewaltherrschaft beschreiben,
den Holocaust als singuläres Ereignis der Geschichte bewerten,
die neuen Dimensionen der nationalsozialistischen Expansionsund Eroberungspolitik und deren Auswirkungen auf die Zivilbevölkerung im Zweiten Weltkrieg beurteilen,
Möglichkeiten und Grenzen des Widerstandes im nationalsozialistischen Staat charakterisieren,
sich im Rahmen des Lernens am anderen Ort mit dem menschenverachtenden Charakter des nationalsozialistischen Terrorregimes auseinandersetzen. 26 Entwicklung der beiden deutschen Staaten im Kontext der bipolaren Welt bis 1989/90.
anhand von Geschichtskarten, Bildund Textquellen sowie Darstellungen die Situation der Menschen in Deutschland nach dem Kriegsende charakterisieren,
die Entstehung und Entwicklung der beiden deutschen Staaten im Kontext der bipolaren Welt erläutern,
die politischen, gesellschaftlichen und ökonomischen Verhältnisse in beiden deutschen Staaten im Hinblick auf Demokratie und Diktatur vergleichen,
Alltagsund Diktaturerfahrungen in der DDR anhand von Zeitzeugenberichten, medialen oder musealen Darstellungen untersuchen,
Formen von Kritik und Opposition in beiden deutschen Staaten exemplarisch anhand von Filmen, Liedern, biografischen Zeugnissen oder Literatur vergleichen,
das Verhältnis der beiden deutschen Staaten zwischen Konfrontation und Verständigung vor dem Hintergrund des Kalten Krieges mit Hilfe von Karikaturen, politischen Reden oder medialen Darstellungen analysieren,
den Umbruch in Mittelund Osteuropa ab den 1980er Jahren als Epochenwende erklären,
Ursachen und Folgen der Friedlichen Revolution 1989/90 erläutern.
Lernbereiche Klassenstufe 10
die Auswirkungen der deutschen Wiedervereinigung für die deutsche und europäische Geschichte erklären,
die wirtschaftlichen, politischen und sozialen Veränderungen in Ostdeutschland nach der Wiedervereinigung anhand von Diagrammen, Textquellen oder Berichten analysieren,
den Einfluss von Transformationserfahrungen auf die Entwicklung ostdeutscher Identitäten untersuchen,
sich mit Hilfe unterschiedlicher Medien, z. B. anhand von Texten, Bildern und Filmen bis hin zu digitalen Formaten, mit tradierten Geschichtsbildern zur DDR-Geschichte und deren Darstellung auseinandersetzen. Erinnerungskultur – Geschichte reflektieren und Zukunft gestalten.
den Begriff „Erinnerungskultur“ erklären,
mediale Darstellungen über den Nationalsozialismus und die DDR untersuchen,
sich mit gesellschaftspolitischen Diskursen über die Geschichte des Nationalsozialismus und der DDR auseinandersetzen,
die Rolle von Medien und Zeitzeugen bei der Verbreitung und Deutung von Geschichte.
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