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Sachkompetenz
zu erkennen, dass das soziale Handeln von Wertvorstellungen beherrscht wird und dass die zugrunde liegenden Werte und Normen im öffentlichen Bewusstsein einem ständigen Wandel unterliegen
Erziehungs- und Sozialisationsprozesse fachgerecht wahrnehmen und beurteilen zu können
das notwendige Sachwissen zu erwerben, das für die Herausbildung einer sozial verantwortlichen Einstellung, für das Verständnis sozial bedingter Problemfälle und für eine Ausbildung im Bereich des Sozialwesens erforderlich ist
des sachgerechten Umgangs mit Kenntnissen und Grunderfahrungen über ein breites und immer wichtiger werdendes Berufsfeld in sozialen Bereichen und entsprechender beruflicher Perspektiven
mit Grundkenntnissen über Entwicklungs- und Lernvorgänge sowie über deviantes Verhalten angemessen umgehen zu können
Sozialkompetenz
der Herausbildung der Verantwortlichkeit im Normen- und Wertebereich, angesichts der Normenvielfalt in der postmodernen Gesellschaft
interpersonaler Kommunikation
pädagogischem Handeln in und gegenüber einer Gemeinschaft (Verantwortung übernehmen, solidarisch handeln, interkulturelles Lernen)
verantwortlichem Mitwirken an der Gestaltung von sozialer und natürlicher Umwelt (u. a. sich in Nöte, Bedürfnisse und Wünsche von Mitmenschen einfühlen, Toleranz, Hilfsbereitschaft, Pünktlichkeit, Verlässlichkeit, Fleiss, Lern- und Leistungsbereitschaft, Konsens- und Teamfähigkeit, Kompromissbereitschaft, Einordnung und Zivilcourage)
der Orientierung am Gemeinwohl bei der Durchsetzung der individuellen Interessen und Ansprüche
angemessener Reaktion in Konfliktsituationen
Selbstkompetenz
Selbstreflexion (Erstellung eines Selbstbildes, Wahrnehmung von Fremdbildern)
Entfaltung der personalen, mündigen Identität (Selbstverständnis Selbstakzeptanz, Selbstvertrauen, Engagement entwickeln, Wertehaltungen aufbauen)
erfolgreichen Gestaltung des eigenen Lern- und Entwicklungsprozesses
Anwendung demokratischer Verhaltensregeln
Übernahme sozialer Aufgaben in der Familie, Nachbarschaft, Schule, Betrieb, Gemeinde und anderen Bereichen
Anwendung der Regeln bei partnerzentrierten Konfliktgesprächen
Methodenkompetenz
Vertiefung der medienpädagogischen Kulturtechniken
systematisches Training von Kleingruppenarbeit
die selbstständige Anfertigung kleinerer schriftlicher Arbeiten und das Training der hierfür erforderlichen Arbeitstechniken (u. a. methodisch-strategisches Lernen, Exzerpieren, Nachschlagen, Strukturieren, Organisieren)
Schülerreferate in Verbindung mit dem Training von Präsentations- und Visualisierungstechniken
1 Familie als soziales Umfeld (Primärsozialisation)
Feinfühlige Ermittlung der Familienstrukturen anhand von Bildern, Collagen, Erzählungen
Entfaltung der personalen, mündigen Identität über die Familie als die soziale Organisationsform die die Erfahrung von Geborgenheit, Zuneigung und Betreuung seit frühester Kindheit vermittelt.
Beobachtung und Erprobung verschiedener Formen des Konfliktverlaufes anhand geeigneter Filme und Rollenspiele
Zeigen der Bereitschaft zur Übernahme sozialer Funktionen in der Familie
2 Erziehung, Entwicklung und Sozialisation in der Kindergruppe (Sekundärsozialisation)
Reflexion über Erlebnisse und Empfindungen der eigenen Kindergarten- bzw. Vorschulzeit
Gewinnen der Einsicht, dass das Spiel ein notwendiger Bestandteil der kindlichen Entwicklung ist
Analysieren und Beurteilen geeigneten Spielmaterials
3 Erziehung und Sozialisation in der Freizeit (Chancen und Gefahren)
Analysieren des eigenen und familiären Freizeitverhaltens; Vergleich mit dem der anderen
Selbstkritisches Reflektieren und Beurteilen des individuellen Fernsehverhaltens
Erkennen der Wirkungen geheimer Miterzieher
4 Auf der Schwelle zum Erwachsenwerden (Pubertät)
Wahrnehmen der körperlichen und seelischen Veränderungen
Vergleich von Selbst- und Fremdbild
Erkennen der Pubertät als schwierige, aber notwendige Entwicklungsphase
5 Praxiskurs (Empfehlung)
Beobachten, Analysieren und Auswerten des Verhaltens der Kinder im Kindergarten
Verarbeitung unterschiedlichster Situationen und Vergleich mit dem Gelernten
Erwerb praktischer Fähigkeiten und des notwendigen Fachwissens
1 Schule als soziales Umfeld
Sensible Ermittlung der eigenen Gruppenstrukturen
Beobachtung und Erprobung verschiedener Formen des Konfliktverlaufes anhand geeigneter Materialien und Rollenspiele
Vorgehensweisen zum Konfliktlösen kennen und anwenden
Begreifen der Notwendigkeit, mit unangemessenen Ansprüchen der Gruppe und Gruppendruck umzugehen
2 Kommunikation in der Schule
Erkennen der Erziehungsnotwendigkeit, Erziehungsbedürftigkeit und der Erziehungsfähigkeit
Analysieren von Kommunikationssituationen
Bewusstwerden der Inhalte und Wirkungen beim Kommunizieren
Planen und Gestalten von Kommunikation
3 Auf dem Weg ins gesellschaftliche Abseits (Devianzen)
Erkennen, dass Sozialisationsmängel bzw. Sozialisationsstörungen zu Problemen, zu abweichendem Verhalten bis ins gesellschaftliche Abseits führen können
Nutzung der erworbenen Kenntnisse und der gewonnenen Einsichten über Devianzen, um zu erhöhter Selbstverantwortung zu gelangen
Kennenlernen von Anlaufstellen für Beratung und Hilfe
4 Kann man Lernen lernen?
Analysieren des eigenen Lernverhaltens
Bewusstwerden der eigenen Verantwortung und Herausbildung einer aktiven Rolle im Lernprozess
Erkennen und Überwinden von Blockaden und Störungen durch Interaktionsübungen
Entwicklung und Anwendung von Fähigkeiten und Fertigkeiten bei der Gestaltung des Lernprozesses
Bereitschaft zur praktischen Hilfeleistung
5 Praxiskurs (Empfehlung)
Erwerb des notwendigen Fachwissens und erster praktischer Fähigkeiten
1 Der lange Weg zum Erwachsenwerden
Wahrnehmen und Beschreiben individueller und sozialer Zusammenhänge beim Loslösen vom Elternhaus
Erkennen, dass der Abnabelungsprozess ein normaler und notwendiger Prozess ist
Vergleichen von Wertvorstellungen verschiedener Generationen
Entwicklung von Verständnis und Toleranz im Umgang miteinander
Reflektieren und Verstehen des eigenen Entwicklungsprozesses
Kritische Analyse unterschiedlicher Jugendkulturen und Auseinandersetzung damit
Lernen, ihre Entscheidungen für Gruppen rational zu begründen und kritisch zu reflektieren
2 Leben in der Risikogesellschaft
Erkennen, dass die Pluralisierung von Lebensverhältnissen viele neue Freiheiten und Chancen, aber auch viele Risiken in der Jugendphase beschert
Erkennen, dass der Zuwachs an Fähigkeiten und die Erweiterung des Lebensraumes durch höhere Anforderungen von Familie, Schule und Gesellschaft begleitet wird
Begreifen, dass das Fällen von Entscheidungen immer auch bedeutet, Verantwortung zu übernehmen
Lernen, mit Enttäuschungen umzugehen und sich nicht aufzugeben
Akzeptieren von Sozialleistungen als "Recht" und nicht als "Almosen"
3 Umgang mit Konflikten und Krisen
Bewusst werden, dass die Anteile selbstgesteuerten und selbstverantwortlichen Handelns steigen und von Konflikten und Krisen gekennzeichnet sind
Erkennen, dass Konflikte und Krisen bewältigt und Hilfen in Anspruch genommen werden können
4 Normal ist die Verschiedenheit
Erkennen der Bedeutung einer verantwortlichen, gesunden Lebensweise
Bewusste Vermeidung von Risiken
Auseinandersetzung z. B. mit der Aussage: "Behindert ist man nicht, behindert wird man gemacht"
Erlangen von Mitgefühl statt Mitleid - Bereitschaft "Hilfe zur Selbsthilfe" zu geben
5 Praxiskurse (Empfehlung)
Bereitschaft zur aktiven Hilfeleistung
Erwerb fundierter theoretischer und praktischer Ausbildung
1 Das ganz normale Chaos der Liebe
Erkennen, dass die Partnerwahl von emotionalen und rationalen Faktoren bestimmt wird
Erlangen von Selbstkompetenz im Umgang mit Gefühlen
Akzeptieren und Tolerieren unterschiedlicher Partnerschaftsformen
Begreifen, dass sich Menschen verändern und deswegen Partnerbeziehungen ständig neu errungen werden müssen, um Bestand zu haben
Analysieren von Faktoren, die die Entscheidung zum Kind beeinflussen
Bewusstwerden der Verantwortung für das Kind, den Partner und die Partnerschaft
Kennenlernen alternativer Möglichkeiten einer Eltern-Kind-Beziehung
Erkundung von Hilfsmöglichkeiten
2 Selbstkonzept und Lebensplan
Gewinn subjektiver Steuerungsfähigkeit durch Reflexion und Verarbeitung eigener und fremder Lebensgeschichte
Erkennen, dass Lebensentwürfe auf einer Ausgestaltung von Möglichkeiten und Bedingungen beruhen, die jedem in unterschiedlicher Form zur Verfügung stehen, die aber auch jeder anders nutzen kann
Bewusstwerden, dass es wichtig ist Realitäten und Möglichkeiten abzuwägen und Zukunftsperspektiven bilden zu können
Planen eines eigenen Lebensentwurfes
Auseinandersetzen mit alternativen Lebensentwürfen
3 Krise im Lebensplan
Wahrnehmen und Beschreiben möglicher Ereignisse, die den Lebensplan krisenhaft verändern können
Entwickeln von Fähigkeiten und Kompetenzen mit Krisen umzugehen
Offenheit für Hilfsangebote