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Lehrpläne Thüringen
Regelschule
Technisches Werken (2016)
prozessbezogen
Lernkompetenzen – Methodenkompetenz
8
Lernkompetenzen – Selbst- und Sozialkompetenz
9
Technik verstehen
3
Technik konstruieren und herstellen
6
Technik nutzen
2
Technik bewerten
2
Technik kommunizieren
5
inhaltsbezogen
Lernbereich 1: Gebrauchsgegenstände aus Holz
20
Lernbereich 2: Gebrauchsgegenstände aus weiteren Werkstoffen
13
Lernbereich 3: Technischer Modellbau
17
Keine Kompetenz enthält diesen Suchbegriff.
Methodenkompetenz – effizient lernen
Aufgaben- und einfache Problemstellungen analysieren, erfassen und Lösungsstrategien entwickeln.
Arbeitsschritte zielgerichtet planen und umsetzen.
Methoden und Arbeitstechniken auswählen und anwenden.
unter Nutzung von Methoden des forschenden Lernens Erkenntnisse über Sachverhalte, Zusammenhänge und Prinzipien gewinnen.
Informationen aus verschiedenen Darstellungsformen (z. B. Fachtexte, Schemata, Symbole, Tabellen und Zeichnungen) erfassen.
Informationen geeignet darstellen und in andere Formen (z. B. Text in Schema) übertragen.
sein Wissen systematisch strukturieren und
Arbeitsergebnisse verständlich und anschaulich präsentieren.
Selbst- und Sozialkompetenz – selbstregulierend und mit anderen lernen
sich Lernziele setzen und seine Lernergebnisse einschätzen.
Verhaltensregeln aufstellen, deren Einhaltung beurteilen und daraus Schlussfolgerungen ziehen.
individuell und in kooperativen Lernformen lernen.
sich sachlich mit der Meinung anderer auseinander setzen.
den eigenen Standpunkt sachgerecht darstellen.
respektvoll mit anderen Personen umgehen.
Konflikte angemessen bewältigen.
in technisch determinierten Problemsituationen verantwortungsvoll mit sich selbst umgehen, Gefahren für sich selbst und andere vermeiden und
seine technischen Kenntnisse bewusst nutzen, um Eingriffe des Menschen in die Umwelt sachgerecht zu bewerten. 3 Vgl. Thüringer Ministerium für Bildung, Wissenschaft und Kultur: Leitgedanken zu den Thüringer Lehrplänen für den Erwerb der allgemein bildenden Schulabschlüsse, Kapitel 2, 2011.
Technik verstehen
Einflussfaktoren auf die Technikentwicklung wiedergeben.
technische Sachsysteme und Prozesse nach Stoff-, Energie- oder Informationsumsatz beschreiben und analysieren sowie
den Zusammenhang von Technikentwicklung und der Veränderung in der Berufs-, Arbeits- und Lebenswelt erläutern.
Technik konstruieren und herstellen
ausgehend von einer vorgegebenen Problemstellung ein einfaches technisches Sachsystem unter Anleitung planen und fertigen.
Methoden der Problemerkennung und der Problemlösung auf unterschiedliche Zusammenhänge übertragen, eine technische Lösung konstruieren, fertigen, optimieren und dokumentieren.
Verfahren und Regeln für die Fertigung und Gestaltung beschreiben und anwenden.
Materialien zweckdienlich auswählen und anwenden.
Werkzeuge, Geräte und Maschinen sicher und fachgerecht bedienen sowie
Computer als Hilfsmittel zum Planen einsetzen.
Technik nutzen
die Gebrauchseigenschaften eines technischen Gegenstands anhand ausgewiesener Kriterien analysieren und beurteilen sowie
notwendige Maßnahmen zur Unfallverhütung und Gesundheitsschutz bei der Bedienung von Werkzeugen, Geräten und Maschinen beschreiben und anwenden.
Technik bewerten
im Prozess technischen Handelns Probleme analysieren, beurteilen und sich für eine Lösung entscheiden sowie
vorgegebene Bewertungen von Technik und deren Kriterien nachvollziehen.
Technik kommunizieren
in von Technik bestimmten Situationen gezielt Informationen aus verschiedenen Quellen recherchieren, auswählen und dokumentieren.
Begriffe der technischen Fachsprache sowie gängige Normen und Symbole verstehen, zuordnen und anwenden.
technikbezogene Texte sowie Zeichnungen, Skizzen und Pläne lesen und interpretieren.
Ideen und Lösungsvorschläge in Skizzen und Plänen unter Beachtung technischer Regeln dokumentieren sowie
technische Ideen und Lösungen sachlich offen und angemessen diskutieren.
Sachkompetenz
durch Versuche und Experimente wichtige Eigenschaften (Härte, Stabilität, Quellen und Schwinden) des Werkstoffes Holz begründen.
Holzarten (Hartholz und Weichholz) an Merkmalen vergleichen sowie Verwendungsmöglichkeiten beschreiben.
Maßnahmen zum Schutz des Werkstoffes Holz begründen.
Lösungsideen für die Realisierung der gewünschten Funktion eines Gebrauchsgegenstandes entwickeln und vergleichen.
Lösungsvorschläge anhand von Bewertungsmethoden auswählen und sich für eine Lösung entscheiden.
herzustellende Gebrauchsgegenstände in zwei Ansichten skizzieren.
die für die Herstellung des Gegenstandes notwendigen Arbeitsschritte und Arbeitsmittel planen.
Planungsunterlagen (Skizzen, Arbeitsablaufplan, Stückliste) erstellen und interpretieren.
den Gebrauchsgegenstand anhand der Planungsunterlagen fertigen.
Fertigungsverfahren des Trennens (Sägen, Feilen, Schleifen, Bohren), des Fügens (Kleben, Nageln, Schrauben) und des Beschichtens (Streichen) für die Herstellung von Gebrauchsgegenständen aus Holz beschreiben und anwenden.
Aufbau und Funktionsweise der Werkzeuge für die Holzbearbeitung beschreiben und anwenden.
ausgeführte Arbeitstechniken selbstständig beurteilen und optimieren sowie
den hergestellten Gebrauchsgegenstand anhand funktionaler, konstruktiver, ökonomischer und ökologischer Kriterien bewerten.
Methodenkompetenz
wesentliche Informationen aus technischen Dokumentationen wie Gebrauchsanweisungen und Bedienungsanleitungen entnehmen und zielgerichtet anwenden.
die Etappen beim technischen Problemlösen (verstehen, konstruieren, herstellen, nutzen und bewerten, kommunizieren) unter Anleitung anwenden.
die zur Herstellung eines Werkstückes notwendigen Arbeitsschritte und Arbeitsmittel selbständig planen sowie
Arbeitsergebnisse und Lösungswege unter Bezugnahme auf die vorgegebenen produkt- und prozessbezogenen Kriterien einschätzen und anschaulich präsentieren.
Selbst- und Sozialkompetenz
in kooperativen Arbeitsformen Gebrauchsgegenstände aus Holz herstellen und dabei Verantwortung für den gemeinsamen Arbeitsprozess übernehmen.
sich während der Herstellung von Produkten selbst realistische Arbeits- und Verhaltensziele setzen sowie
Gefahren für sich selbst und andere vermeiden.
Sachkompetenz
ausgewählte Werkstoffeigenschaften bestimmen und sie durch Versuche oder Experimente überprüfen: • Metall • Metallarten (Metalle: Eisen und Nichteisenmetalle: z. B. Stahl, Kupfer, Messing, Aluminium ) vergleichen sowie deren Verwendungsmöglichkeiten beschreiben, • Gebrauchs- und Verarbeitungseigenschaften beschreiben, • durch Experimente wichtige Eigenschaften des Werkstoffes erkennen, • Kunststoff • Kunststoffarten (Duro- und Thermoplaste) vergleichen sowie Verwendungsmöglichkeiten beschreiben, • Gebrauchs- und Verarbeitungseigenschaften (Formbarkeit, Korrosionsbeständigkeit, thermische und elektrische Isolation) nennen, • Ton • Ton als Werkstoff erkennen sowie Verwendungsmöglichkeiten nennen, • durch Experimente wichtige Eigenschaften (Formbarkeit in Abhängigkeit von Temperatur und Feuchte) des Werkstoffes erkennen, • Textil • textile Werkstoffe sowie ihre Verwendungsmöglichkeiten nennen, • Eigenschaften (Trage-, Haltbarkeits-, Pflegeeigenschaften) des Werkstoffes erkennen, • Lebensmittel • Lebensmittel nach Nahrungs- und Genussmittel ordnen, • wichtige Nährstoffe (Kohlenhydrate, Eiweiß, Fett) und ihre Bedeutung nennen.
Lösungsideen für die Realisierung der gewünschten Funktion eines Gebrauchsgegenstandes entwickeln und umsetzen.
Planungsunterlagen (Skizzen, Arbeitsablaufplan, Stückliste) erstellen.
den Gebrauchsgegenstand fertigen: • Metall • Fertigungsverfahren des Trennens (Sägen, Scheren, Feilen, Schleifen, Bohren), Umformens (Treiben, Biegen,..), Fügens (Schrauben, Nieten) und Beschichtens (Streichen) von Metall auswählen und anwenden, • Aufbau und Funktionsweise der Werkzeuge für die Metallbearbeitung beschreiben und anwenden, • Kunststoff • Fertigungsverfahren des Trennens (Scheren, Sägen, Feilen, Schleifen, Bohren) und Umformens (Biegen, Tiefziehen) von Kunststoff auswählen und anwenden, • Aufbau und Funktionsweise der Werkzeuge für die Kunststoffbearbeitung beschreiben und anwenden, • Ton • Fertigungsverfahren des Umformens (Drücken, Wulsttechnik, Plattentechnik) und des Beschichtens (Glasieren) von Ton auswählen und anwenden, • Aufbau und Funktionsweise der Werkzeuge für die Tonbearbeitung (z. B. Rollholz, Drahtschlinge, Tonspachtel, Töpferscheibe,...) beschreiben und anwenden, • Textil • spezielle Verfahren der Textilverarbeitung (Weben, Knüpfen, Nähen, Sticken, Stopfen) auswählen und anwenden, • Werkzeuge und Werkstoffe für die Textilbearbeitung (z. B. Schere, Garn, Zwirn, verschiedene Nadeln, Maßband, Nähmaschine,...) anwenden, • Lebensmittel • den Aufbau eines Elektroherdes mit seinem Bedienteilen beschreiben, • Werkzeuge für die Lebensmittelherstellung (z. B. Messer, Mixer, Reibe,...) anwenden, • nach einfachen Rezepten Nahrungsmittel zubereiten, • nach allgemein gültigen Regeln einen Tisch decken und gestalten.
den hergestellten Gebrauchsgegenstand anhand funktionaler, konstruktiver, ökonomischer und ökologischer Kriterien bewerten.
die Bestimmungen des Arbeits- und Gesundheitsschutzes anwenden.
die ausgeführten Arbeitstechniken selbstständig beurteilen und optimieren.
Methodenkompetenz
Lösungen für die Realisierung der gewünschten Funktion eines Gebrauchsgegenstandes durch Problemlösen entwickeln.
technische Skizzen lesen und die Informationen auf den herzustellenden Gebrauchsgegenstand übertragen.
die zur Herstellung eines Werkstückes notwendigen Arbeitsschritte, Werkzeuge und Hilfsmittel selbständig planen sowie
den hergestellten Gebrauchsgegenstand unter Bezugnahme auf die vorgegebenen Kriterien verständlich und unter Nutzung technischer Fachbegriffe bewerten und präsentieren.
Selbst- und Sozialkompetenz
in kooperativen Arbeitsformen Gebrauchsgegenstände herstellen und dabei Verantwortung für den gemeinsamen Arbeitsprozess übernehmen.
sorgfältig und unter Einhaltung der vorgegebenen Zeit arbeiten.
Sachkompetenz
zwischen Realtechnik und Modell anhand ausgewählter Merkmale unterscheiden.
die Wirkung und Struktur technischer Objekte erklären: • mechanischer Modellbau • die Wirkung von Getrieben (Kraft- und Bewegungsumformung), • Antriebsarten unter Verwendung verschiedener Energieformen (z. B. Wind, Wasser, Wasserstoff, Sonne, Elektroenergie,..), • den Grundaufbau anhand von Baugruppen (Antrieb, Übertragung, Abtrieb), • elektrotechnische Grundschaltungen • die Wirkungen des elektrischen Stromes (Licht, Wärme, Magnetismus), • den verzweigten und unverzweigten Stromkreis (Reihen- und Parallelschaltung).
durch technische Experimente die Eignung von Materialien (Leiter und Nichtleiter) für vorgesehene technische Funktionen untersuchen.
standardisierte Symbole erläutern und formalisieren: • mechanischer Modellbau • Symbole (z. B. Stirnrad, Riemenrad, Kegelrad, Schneckenrad, Welle, Lager,...), • Montagepläne, • elektrotechnische Grundschaltungen • Schaltzeichen (z. B. Spannungsquelle, Taster/Schalter, Lampe,...), • Schaltpläne (Reihen- und Parallelschaltung).
in Abhängigkeit von der Funktion des technischen Objektes Lösungen in Form eines mechanischen Modells (z. B. Seilwinde, Kreissäge, Mixer, Handbohrmaschine,...) konstruieren, herstellen und bewerten.
in Abhängigkeit von der Funktion des technischen Objektes Lösungen in Form elektrotechnischer Schaltungen (z. B. Fahrradbeleuchtung, Weihnachtsbaumbeleuchtung,...) konstruieren, herstellen und bewerten.
in Abhängigkeit von der Funktion des technischen Objektes den mechanischen Modellbau und die elektrotechnischen Grundschaltungen an ausgewählten Beispielen (z. B. elektrische Bohrmaschine,...) als Funktionseinheit konstruieren, herstellen und bewerten.
das Modell unter Bezugnahme vorgegebener Kriterien (naturwissenschaftlich möglich, technisch machbar, ökonomisch wünschenswert, ökologisch vertretbar etc.) bewerten, optimieren und präsentieren.
Methodenkompetenz
vorgegebene Modellbeispiele unter Zuhilfenahme von Montage- und Schaltplänen aufbauen.
zunehmend selbstständig technische Experimente zur Erfassung funktionaler Zusammenhänge planen, durchführen und auswerten.
gewonnene Erkenntnisse zum Zusammenhang von Struktur und Funktion auf neue Problemstellungen anwenden.
eine vorgegebene technische Ausgangslösung anhand vorgegebener Kriterien analysieren sowie Teillösungen für Verbesserungen entwickeln und praktisch realisieren.
ausgehend von einer Problemstellung Konstruktionsvorschläge entwerfen, Modelle bauen, diese anhand vorgegebener Kriterien praktisch erproben sowie
das montierte Modell unter Bezugnahme auf vorgegebene Kriterien verständlich und unter Nutzung technischer Fachbegriffe präsentieren und die Ergebnisse bewerten.
Selbst- und Sozialkompetenz
selbstständig oder in kooperativen Arbeitsformen Modelle aufbauen und dabei Verantwortung für den gemeinsamen Arbeitsprozess übernehmen.
mit Kritik an der Arbeitsweise bzw. am Arbeitsergebnis oder am allgemeinen Verhalten angemessen umgehen sowie
sorgfältig und unter Einhaltung der vorgegebenen Zeit arbeiten.
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